Offenbarungen und anderes Halbwissen

Scholz plant offenbar etwas. Putin hat offenbar etwas vor. Und Johnson möchte offenbar auch tätig werden. Gefühlt die Hälfte aller Meldungen sind offenbar nur Meldungen. Denn offenbar wissen sie gar nichts Genaues. Offenbar stört sich aber daran keiner.

Vor einigen Wochen wütete in einem Brandenburger Wald ein Feuer. Die Feuerwehr tat sich schwer damit, den Brand einzudämmen. Offenbar gelang ihr das dann auch – ganz sicher wussten es allerlei Zeitungen in ihren Onlineausgaben offenbar nicht. Nur so ungefähr. Unter Berufung auf einen Fernsehsender verkündeten sie es aber schon mal: Waldbrand offenbar gelöscht, las man da. Einige Stunden später schienen viele dieser offenbaren Berichte angepasst worden zu sein. Nun stand nichts Offenbares mehr drin. Hätte man einfach nur einige Minuten zugewartet, hätte man sich die Nichts-ganz-Genaues-weiß-man-nicht-Nachricht vielleicht sparen können.

Wissen tut man wenig, aber schreiben tut man viel

Immer öfter spekuliert sich der Journalismus seine News herbei. Oft erweisen sich Meldungen, die mit »offenbar« berichten, noch nicht mal als falsch. Aber ist das Berichterstattung? Nichts Genaues nicht zu wissen, aber schon mal seinen Quark dazugeben? Geben Sie mal bei Google »offenbar« ein, reduzieren sie das Suchfeld nur auf News und hegen Sie es bitte mal zeitlich ein, sagen wir auf eine Stunde. Selbst dieser kurze Zeitraum wirft mehrere solcher Meldungen hervor. Bei mir sind es aktuell 34. Offenbar wird jemand entlassen und wechseln mehrere Fußballer ins Ausland. Offenbar treibt Putin was und der Kim Jong Un auch. Und irgendwelche Indigene in Südamerika haben offenbar wenig Hoffnung, dass sich die Regierung für sie einsetzt: Offenbar hat sie keiner gefragt und mal abgeklärt, ob sie wirklich wenig Hoffnung haben oder ob das nur ein Gerücht ist. Und ob Scholz auf dem Weg nach Kiew war: Man ahnte es offenbar nur.

Man kann diesen Offenbarungsjournalismus eigentlich ganz einfach zusammenfassen: Wissen tut man wenig, aber schreiben tut man viel – und vor allem schnell. Kommt ein Gerücht auf, kolportiert irgendwer irgendwas, ist schnell ein Journalist zur Stelle, der schon mal einen Artikel verfasst, den er noch gar nicht verifizieren kann. Also schreibt er »offenbar« mit in den Text oder mildert ab, indem er das Füllwort »wohl« einpasst: Und schon ist der Artikel keine Spekulation mehr, sondern so etwas wie eine potenzielle Gewissheit. Denn das offenbar etwas so ist, wie man behauptet, kann keiner einem als unsaubere Praxis auslegen.

Das ist natürlich eine elegante Art, die Mängel im journalistischen Betrieb zu kaschieren. Denn Straßenreporter gibt es immer weniger, Außenkorrespondenten wollen sogar davon leben können, wenn sie außerhalb des besten Deutschland aller Zeiten herumsitzen. Man legt den Fokus daher lieber auf Agenturmeldungen und arbeitet auf Zuruf von Zuträgern. Wenn man ein bisschen skeptisch ist, was sie da erzählen, muss man sich nun mal sprachlich absichern. Gut, man könnte natürlich auch warten, alternativ den Zuträger auf Herz und Nieren prüfen, ihn ausquetschen. Aber das kommt nicht in Frage, lieber eine Meldung vorschnell absetzen, als einmal zu spät, dafür aber geprüft und mit der Gewissheit, dass etwas ist – und nicht, das etwas sein könnte – in die Welt posaunt.

Entschleunigung täte dem Journalismus offenbar gut

Zeit gibt es natürlich keine mehr, wenn man heute im Journalismus tätig ist. Die neueste Meldung kommt eben nicht mehr auf Seite 3 der morgigen Ausgabe, wird nicht im Abendexemplar abgedruckt. Sie muss jetzt kommen, denn Erscheinungszeitpunkt ist heutzutage immer. Da alle es so halten, dreht sich das Karussell immer schneller, jeder muss mithalten, alle wollen eine Exklusivmeldung, keiner hat mehr Zeit. Wenn es heute heißt, dass da einer Amok läuft, kann man warten und schauen, was als verifizierbarer Fakt präsentiert wird. Oder man spekuliert und mischt so fröhlich mit.

Der Offenbarungsjournalismus ist das Produkt einer rabiaten Beschleunigung, die dem Metier an sich nicht gut tut. Faktenprüfung findet später statt – manchmal gar nicht. Alles muss raus. Jetzt! Sofort! Auf der Stelle! Der recherchierende Journalist: Er ist eine seltene Art geworden, er ist ein Spekulant der Aufmerksamkeit – gehetzt von den Klicks, von Herzchen oder nach oben zeigenden Daumen, die in Netzwerken anzeigen, dass man alles richtig gemacht hat. Richtig im Sinne von eilig, schnell und ohne Umschweife. Die Faktenlage interessiert nur in zweiter Linie. Das Wörtchen »offenbar« zeigt die Ehrenrettung des Berufstandes an, das letzte Aufbegehren der journalistischen Würde, bei all jenen, die wissen, dass sie sich in der Hochfrequenzberichterstattung aufreiben, ihren Namen hergeben für einen perversen Aufmerksamkeitssprint. Am Ende wollen diese Gehetzten wenigstens sagen können, dass sie sich nicht sicher waren und angezeigt haben, dass sie nicht nochmal nachfragen, sondern gleich drauf los schreiben mussten: It’s the system, stupid!

Den Übergang der Publikative zur Spekulative konnten wir schon mehrfach erleben in der letzten Dekade. Vor Jahren habe ich in ähnlicher Weise schon mal, ja schon öfter, diesen nicht gerade empirischen Umgang mit potenziellen Nachrichten kritisiert. Damals nannte ich das ein postfaktisches Syndrom. In jenen Jahren sprach noch kaum jemand von Fake, es war die Zeit, in der wir uns in einem postfaktischen Wandel begriffen sahen. Postfaktisch war dann auch so ein Modewort. Die Einschätzung war natürlich falsch, denn »nach den Fakten« steht dieser spekulativen Form der Berichtens ja gar nicht der Sinn – sie steht eher »vor den Fakten«, bleibt vor ihnen stehen, klärt nicht ab, sondern offenbart sich als unsicher, als vermutend: Präfaktisch wäre demnach das richtigere Wort für das, was uns da offenbar täglich mehr als Journalismus aufgetischt wird.

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Roberto J. De Lapuente

Roberto J. De Lapuente ist irgendwo Arbeitnehmer und zudem freier Publizist. Er betrieb von 2008 bis 2016 den Blog ad sinistram. Seinen ND-Blog Der Heppenheimer Hiob gab es von Mitte 2013 bis Ende 2020. Sein Buch »Rechts gewinnt, weil links versagt« erschien im Februar 2017 im Westend Verlag. In den Jahren zuvor verwirklichte er zwei kleinere Buchprojekte (»Unzugehörig« und »Auf die faule Haut«) beim Renneritz Verlag.

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Rudi K
Rudi K
1 Monat zuvor

Volle Zustimmung. Gerade die Online-Ausgaben von Medien, die in der „Print-Ausgabe“ eher wöchentlich erscheinen. zeigen dies deutlich. Als Beispiele sind etwa Spiegel und Zeit zu nennen, die ja bekanntlich wöchentlich erscheinen. Dann wird manchmal einfach die Meldung einer Agentur abgedruckt, ohne auf die Hintergründe einzugehen.

Pen
Pen
Reply to  Rudi K
1 Monat zuvor

Die schreiben doch alle von einander ab, bzw. von Reuters. Da lob ich mir doch unsere originellen Rebellen.

Waren das Zeiten, als man sich schon Sonntags auf den neuen „Spiegel“ freute. Tempi passati.

Guter Artikel.

Last edited 1 Monat zuvor by Pen
Uwe Borchert
Uwe Borchert
Reply to  Pen
1 Monat zuvor

Ich kenne den Spiegel erst etwas besser aus den 1990ern. Ich fand den Spiegel schon damals sehr schlecht. Blumige Worte, keine Fakten und Daten, wichtige Daten zur Einordnung der dargestellten Sachverhalte fehlten und wurden durch schwülstig-schwurbeligen Sprachdurchfall überdeckt. Aber das lag an meiner mangelhaften Intellektualität, so erklärten es mir Spiegelleser und dies mit einem Duktus und Habitus der einem Spiegeltrinker auch passen würde. Später lief dann der Spiegel vollständig ins neoliberale Lager über, in den Extremismus der Mitte und dem bürgerlichen Faschismus. Ich kenne daher die Zeiten nicht in denen man sich auf den Spiegel freuen konnte.

Pen
Pen
Reply to  Uwe Borchert
1 Monat zuvor

Ich rede von den 60/70 er Jahren, als Rudolf Augstein noch das Sagen hatte.

Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  Pen
1 Monat zuvor

Na, etwas länger hatte er schon noch das Sagen.
Der wirkliche Niedergang, also dessen Beginn, dürfte mit Aust korrelieren.

Uwe Borchert
Uwe Borchert
Reply to  Pen
1 Monat zuvor

Da habe ich noch nicht gelesen. Außerdem bin ich eine falsche Zielgruppe. Technisch-naturwissenschaftliche Ausbildung bis zum Diplom und Arbeit als Wissenschaftler sowie Entwickler im Bereich Software und Messtechnik. Mein Motto lautet: „Lasset uns Daten sehen!“ Davon war der Spiegel immer meilenweit entfernt.

Der Focus ist aber auch nicht besser. In einer Ausgabe haben diese über den steigenden Arbeitsmarkt für Infografiker geschwurbelt. Dabei wurde eine Infografik verwendet, die allen Kriterien an eine gute Infografik verfehlt. Keine Beschriftung der y-Achse, keine Gegenüberstellung der aktuellen Daten zur Nachfrage um diese dann zur Abschätzung des Ist-Zustandes zu verwenden …

Pen
Pen
Reply to  Uwe Borchert
1 Monat zuvor

Den Mainstream kann und sollte man vergessen.

Hier spricht Dr. Füllmich vom Corona Ausschuß im Interview mit Stephan Magnet über Widerstand gegen die Eliten, unsere total kaputte Justiz, Künstliche Intelligenz und ihren menschlichen Gegenpart, die uns angeborene Spiritualität.

https://auf1.tv/stefan-magnet-auf1/reiner-fuellmich-die-verbrechen-offenlegen-dann-haben-sie-keine-chance-gegen-uns/

spartacus
spartacus
Reply to  Uwe Borchert
1 Monat zuvor

Nach meiner Einschätzung hast Du den Spiegel dann gerade in seiner Niedergangsphase kennengelernt. Wie so vieles fing die mit dem Wiedervereinigungsjubel an.
Den Focus könnte man ja rückblickend als Ahnherren der heutigen Faktenchecker ansehen. Man erinnere sich nur an Chefredakteur Markwort mit seinem Werbeslogan „Fakten, Fakten, Fakten“. Dabei war das offenkundig nicht wahr, denn der Versuch war, sich als halbrechten Spiegel zu etablieren, u.a. indem man kürzere Artikel möglichst mit irgendwelchen Grafiken und Zahlen garniert geschrieben hat. Durch Weglassung anderer Sichtweisen und Faktoren verbreitete man „einfache Wahrheiten“.
Auch deshalb sprach ich eine zeitlang von der „Focussierung“ des Spiegel, denn auch dort wurden Artikel kürzer, weniger substanziell und neoliberal.

Deinen wissenschaftlichen Anspruch an Journalismus kann ich nicht so recht teilen. Natürlich spielen auch für den Journalismus gelegentlich Daten eine Rolle, aber die können nicht generell die unentbehrliche Grundlage sein, sonst wären viele Bereiche des Journalismus überhaupt nicht möglich. Nicht umsonst ist in der Wissenschaft die Falsifikation das entscheidende Kriterium, während solider Journalismus mit Verifikationskriterien arbeitet. Man hat eine Quelle und braucht zumindest eine weitere, die die Information bestätigt.


Ich empinde „postfaktisch“ nicht als Modewort, sondern leider als einen Begriff, der unsere gesellschaftliche Realität zutreffend beschreibt. Denke, Du verhedderst dich da ein bißchen in der Begrifflichkeit und sehe es eher dialektisch. Soll heißen: Eine postfaktische Diskursrealität schafft für Schreiberlinge die Voraussetzung zunehmend präfaktisch zu publizieren.

Last edited 1 Monat zuvor by Spartacus
Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  spartacus
1 Monat zuvor

Man erinnere sich nur an Chefredakteur Markwort mit seinem Werbeslogan „Fakten, Fakten, Fakten“

Wir konnten nicht anders, als daraus „Fi..en, F ck n, Fic en und nicht an die Leser denken“ machen, bei seiner Vita.

Es war schön allein schwer erklärlich, warum man gerade den auf diese Position hob. Aber das ganze Wurstblatt hat wohl genau den gebraucht.
Ob das als Opposition zum Spiegel oder nur der Versuch, etwas von damals noch fetten Kuchen abzubekommen war…?

Spartacus
Spartacus
Reply to  Horst Kevin
1 Monat zuvor

Ich glaube mit genau diesem abgewandelten Text gab es auch mal was von der Titanic.

Pen
Pen
Reply to  Pen
1 Monat zuvor

…womit ich mich hier wohl als Blog Oma geoutet habe.

:-))

Uwe Borchert
Uwe Borchert
Reply to  Pen
1 Monat zuvor

Das ist gut zu wissen. Ich werde Dir gegenüber jetzt besonders langsam und deutlich schreiben.

Pen
Pen
Reply to  Uwe Borchert
1 Monat zuvor

Nett von Dir. Und den Respekt nicht vergessen.

;-))

Frollein Renitent
Frollein Renitent
1 Monat zuvor

Wir können jetzt also direkt die Journalisten-Hitparade eröffnen.

Gold: Offenbarungs-Journalismus
Silber: Zunächst-Journalismus
Bronze: Dahinterstell-Journalismus

Der Zunächst-Journalismus ist offenbar Recherche-Faulheit. Derlei Müll habe ich schon hundertfach gelesen.

Nehmen wir mal an, es werden morgens um neun an irgendeiner Schule von einem durchgeknallten Amokläufer im Teenie-Alter ein paar Kinder abgeknallt. Die Lehrerin wird zwar nicht abgeknallt, sie fällt aber sicherheitshalber zunächst einmal ins Koma.

Zehn Minuten später erscheinen in den besten Medien aller Zeiten im besten Deutschland aller Zeiten Meldungen über den Amoklauf, endend mit der pflichtschuldigen Mitteilung, daß eine Stellungnahme des Rektors zunächst nicht zu erhalten war. Am späten Abend desselben Tages liest man diese Zunächst-Behauptung allerdings immer noch. Am nächsten Tag desgleichen usw. usf. etc. pp.

Und den Dahinterstell-Journalismus, der die Bronze-Medaille errungen hat, kann man nur als clever, als geradezu ausgefuchst bezeichnen.

Wenn nämlich jemand abgeknallt werden soll, dann ist es extrem sinnvoll, man stellt sich hinter das zukünftige Opfer und nicht davor. Hinter ihm ist man in einem solchen Fall sicher, vor ihm tot.

Da lese ich gerade in einer Meldung in der NZZ über ein Sommer-Event des besten Bundeskanzlers aller Zeiten:

In der Diskussion um mögliche Steuersenkungen stellte sich der Kanzler hinter den liberalen Finanzminister Christian Lindner, der solche plant.

https://www.nzz.ch/international/kanzler-der-ruhigen-hand-scholz-gibt-sich-gelassen-ld.1697472

Soll heißen: Im Falle eines Falles bliebe der beste Bundeskanzler aller Zeiten am Leben. Und eine junge Witwe müßte sich wieder umorientieren. Vielleicht sollte also der Frischverheiratete seine Steuersenkungspläne noch einmal überdenken.

Frollein Renitent
Frollein Renitent
Reply to  Frollein Renitent
1 Monat zuvor

Als aktuelles Beispiel für den Zunächst-Journalismus erschien gestern abend gegen 20 Uhr irgendwas eine Meldung bei den Kurzmeldungen der NZZ. Die genaue Uhrzeit der Meldung ist nicht mehr dingfest zu machen, weil die Seite inzwischen aktualisiert worden ist.

Auf jeden Fall stand dort am Abend und auch heute morgen, was jetzt immer noch dort zu lesen ist:

Zudem solle Clearstream Banking eine «ordnungsgemässe Geschäftsorganisation» sicherstellen und regelmässig der Bafin und der Deutschen Bundesbank über Fortschritte der Mängelabstellung berichten. Nach der Sonderprüfung sei die Ordnungsmässigkeit der Geschäftsorganisation nicht in allen geprüften Bereichen gegeben, hiess es weiter. Bei Clearstream war am Abend zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. (Hervorhebung von mir.)

https://www.nzz.ch/wirtschaft/staatsanwaltschaft-fordert-190-millionen-euro-aus-cum-ex-zurueck-ld.1697457

Die begehrte Stellungnahme gibt es selbstredend immer noch nicht.

Wütender Bürger
Wütender Bürger
1 Monat zuvor

Es gibt eine geniale Nummer von Christoph Sieber, in der er mit Bällen jongliert, während er Gespräche mit einer Redaktion und Außenreportern sprachlich auf die Spitze treibt. Damit bringt er das Thema sehr genau auf den Punkt: „Wir wissen nichts genaueres, davon aber jede Menge!“

Hendrick Momsen
Hendrick Momsen
Reply to  Wütender Bürger
1 Monat zuvor

Christoph Sieber gehört leider zur „kontrollierten/-enden Opposition“. Das einzige, was mich an der Anstalt überrascht hat, war die abrupte 180° Wende. Ich hatte damit gerechnet, dass sie langsam umdrehen, um ihr Publikum mitzunehmen. Von einem Augentick auf den nächsten das genaue Gegenteil zu propagieren, war schon reichlich plump. Da hat jemand improvisieren müssen. 😉
So wirken heute deren ältere Sendungen wie Parodien auf ihr heutiges Selbst. Das ist schon peinlich dreist.

Wütender Bürger
Wütender Bürger
Reply to  Hendrick Momsen
1 Monat zuvor

Christoph Sieber hat nichts mit der Anstalt zu tun. Dort ist er höchstens als Gast.

Hendrick Momsen
Hendrick Momsen
Reply to  Wütender Bürger
1 Monat zuvor

Bush hat nichts mit dem Irak-Krieg zu tun. Er malt nur noch Bilder. X-|

Wütender Bürger
Wütender Bürger
Reply to  Hendrick Momsen
1 Monat zuvor

Ääähhh… weist Du überhaupt, wovon Du redest?

Ich sprach von Christoph Sieber, der „Mitternachtsspitzen“ moderiert.

Du kommst mit Deiner Antipathie gegenüber „Die Anstalt“.

Auf den Fehler hingewiesen, reagierst Du aggressiv.

Großes Kino!

Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  Wütender Bürger
1 Monat zuvor

Jetzt nicht wütend werden… 😉

Wütender Bürger
Wütender Bürger
Reply to  Horst Kevin
1 Monat zuvor

Soll ich dir ein Geheimnis verraten? Ich bin immer wütend!

Nur mit dem groß, stark und grün werden klappt es leider nicht. Wenn das funktionieren würde, wüsste ich schon, wo ich aufräumen müsste.

Wütender Bürger
Wütender Bürger
Reply to  Roberto J. De Lapuente
1 Monat zuvor

Auch jemand, den man nicht mag, kann gute und richtige Dinge von sich geben.

Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  Wütender Bürger
1 Monat zuvor

Sehr richtig!
Mein Lieblingsbeispiel dafür wäre die großartige Lisa Eckhart, die beim meist unterirdischen Nur auftritt.

Bei vielen Kabarettisten kratze ich mir manchmal am Kopf, weil sie mal so und mal so sind.
Dazu kann ich aber sagen, daß auch diese ganz gewöhnliche Menschen sind, die nicht immer nur ne 6 würfeln und in einer gewissen Blase leben sie auch.

Oft ist es mir lieber, von einem eher mittleren positiv überrascht zu werden, als vom „Halbgott“ enttäuscht zu werden.

Hendrick Momsen
Hendrick Momsen
Reply to  Wütender Bürger
1 Monat zuvor

Nur, dass wir hier im Klaren sind: es lief strickt nach Drehbuch ab.

Erst hat man ordentlich gearbeitet und aufgeklärt, um sich das Vertrauen zu erschleichen. Dann hat man plötzlich Propaganda geschoben.

Man muss es sich wie bei einem Polizeihund vorstellen. Eben noch liegt er auf der Wiese und wedelt mit dem Schwanz, dann pfeift die Pfeife in Uniform und die Töle geht auf euch los. ;-P

Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  Hendrick Momsen
1 Monat zuvor

Hättest Du dafür evtl. nen Link zu nem Auftritt, an dem man sowas festmachen könnte?

Last edited 1 Monat zuvor by Horst Kevin
Hendrick Momsen
Hendrick Momsen
Reply to  Horst Kevin
1 Monat zuvor

Link ist unterwegs – wurde leider im Zensurfegefeuer festgehalten. 🙁

Hendrick Momsen
Hendrick Momsen
Reply to  Horst Kevin
1 Monat zuvor

Ich probiere es einfach noch einmal, via Kastration:
weh weh weh Punkt youtube Punkt com Schrägstrich watch?v=ResLNg-sAh4
Die Anstalt(ZDF) zu Dr. Wolfgang Wodarg und dem Coronavirus

Uwe Borchert
Uwe Borchert
Reply to  Hendrick Momsen
1 Monat zuvor

Das Totalversagen der Anstalt fing schon einige Jahre vorher an. Da gab es die Sendungen mit Newton und der servilen Anbiederung an die Klimawandelisten der Holy Church of Climatology. Schon das war megapeinlich und antiwissenschaftliches Ges¢hwurb€l, Gekreische und Gehüpfe. Und dann war da die Sendung mit dem Kniefall vor dem neuen feministischen Kabarett, so platt auf die Knie zu fallen war schon ein Kunststück. Das kann nur die FDP besser, die fällt sogar im Liegen um.

Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  Hendrick Momsen
1 Monat zuvor

Danke, aber da kam Sieber jetzt nicht drin vor.

Ob die jetzt nach (fremdem) Drehbuch aufsagen, oder schlicht auf die Propaganda hereingefallen sind, hab ich für mich noch nicht entscheiden können. Unterirdisch ist das unbestritten.
Im Gegensatz zum Journalisten darf der Kabarettist aber gern eine eigene Meinung haben. Egal, ob sie nun „richtig“ oder „falsch“ ist – ob sie mir gefällt oder nicht.

Noch haben die bei mir etwas Kredit. Selbst auf die Gefahr hin, daß ich mich mal wieder täuschte. Und ich hab mich schon über so manche Sendung von denen geärgert.
Das liegt vielleicht auch an meinen Erfahrungen mit dem Ostkabarett. Da war es auch ein Balanceakt, zwischen Dingen die gesagt werden durften und eben nicht. Wird dir die Sendung ganz gestrichen, kannste auch die wirklichen Anliegen nicht mehr in die Öffentlichkeit bringen.

Hey Claus, hey Max, ihr lest hier doch sicher mit. Sagt mal was! 😉

Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  Horst Kevin
1 Monat zuvor

Wg Kredit:
https://www.youtube.com/watch?v=df7B4-LfgS0

PS: Haha, ausgetrixt! Link erst per Bearbeiten gesetzt. :p

Last edited 1 Monat zuvor by Horst Kevin
Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  Horst Kevin
1 Monat zuvor

Und jetzt bin ich mal besonders mutig und setze den Link, obwohl ich erst bei Minute 5 bin:
https://www.youtube.com/watch?v=G4-9bPp-DAc

Last edited 1 Monat zuvor by Horst Kevin
Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  Horst Kevin
1 Monat zuvor

und ich heul mir die Augen aus dem Kopf, wenn der Konstantin den Willi singt!

Einer, mit dem sich der Wecker hinsetzt, kann kein Arschloch sein!!!

Hendrick Momsen
Hendrick Momsen
Reply to  Horst Kevin
1 Monat zuvor

weh weh weh Punkt youtube Punkt com Schrägstrich watch?v=4I_k39ZfjXI
Das Dilemma der Kultur in der Krise | Mann, Sieber

„… Gerade in Corona-Zeiten macht Kabarett einfach keinen Spaß. Dass ich die Entscheidungen der Bundesregierung in weiten Teilen unterstütze, das werde ich dem Virus nie verzeihen …“

„Die Anstalt“ und „Mann, Sieber“ haben das gleiche Format. Sie wechseln sich ab und sind im Grunde austauschbar.
Die „Heute-Show“ fiel ebenfalls gleichzeitig um.

In der ARD sieht es nicht besser aus.
Wer sich noch an Klaus Bednarz und ein regierungskritisches „Monitor“ erinnern kann, möchte bei einem Georg Restle nur noch Kotzen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der auch offiziell zum Regierungssprecher ernannt wird. 😛

Wütender Bürger
Wütender Bürger
Reply to  Hendrick Momsen
1 Monat zuvor

Ich fürchte, ich kann Deinen wirren Äußerungen nicht folgen.

flurdab
flurdab
Reply to  Hendrick Momsen
1 Monat zuvor

Ich führe den abrupten Wandel bei der Anstalt auf den Erwerb von Villen im Tessin zurück.
Zuletzt habe ich einen Auftritt von Max Uthoff im Rock gesehen, das hat mir den Rest gegeben.

Der Siebert hatte in der Vergangenheit manch hellen Moment, aber die Moderatorenstelle bei den Mitternachtsspitzen hat halt ihren Preis.
Muss schön sein im Tessin…

Pen
Pen
Reply to  flurdab
1 Monat zuvor

Deutsche Arbeiter!

Man will Euch Eure Villen im Tessin wegnehmen.

Plakat für die SPD von Klaus Streck, 1977.

Last edited 1 Monat zuvor by Pen
Rudi K
Rudi K
Reply to  Pen
1 Monat zuvor

Hiess der nicht Klaus Staeck?

Pen
Pen
Reply to  Rudi K
1 Monat zuvor

Stimmt. Danke für den Hinweis. Hab ihn verwechselt mit dem Corona Experten.

Last edited 1 Monat zuvor by Pen
ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Pen
1 Monat zuvor

@Pen

…als “ Blog Oma“ verwexelt man schon mal Namen…😉
Bei se weh..wie jung biste dann? Ich glaub, ich kann das noch toppen mit Erstzulassung 1/55…

Pen
Pen
Reply to  ChrissieR
1 Monat zuvor

Nee, kannste nicht :- )

Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  Pen
1 Monat zuvor

Ick hab sowieso verloren.
Viele Grüße aus der Krabbelgruppe. 🙂

Pentimento
Pentimento
Reply to  Pen
1 Monat zuvor

Ich erinnere noch dunkel die Sirenen und die Momente im Luftschutzkeller, einen Großvater, den die Nazis abgeholt hatten, und der kurz darauf gestorben ist.

Hunger und Kälte. Morgens haben wir die Eisblumen an den Fenstern weggehaucht. Die tiefsitzende Angst vor Uniformen.

Ich bin entsetzt, daß die Wirtschaftswundergeneration nun Rußland ruinieren will und uns einen kalten Winter verordnet hat.

Habeck und Annalena, Euer dummer Stolz auf Kosten von Millionen Bürgern ekelt mich an.

Nach mehr als 70 Jahren Frieden, in denen Deutschland sich erfolgreich um Vertrauen der anderen Völker bemüht hat, macht ihr jetzt alles kaputt.

Es gibt eine höhere Gerechtigkeit, die Euch treffen wird. Davon bin ich überzeugt.

Last edited 1 Monat zuvor by Pentimento
Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  Pentimento
1 Monat zuvor

Liebe Oma!

Nie darf aufgehört werden zu erinnern und zu mahnen!

1000 Dank!

Hendrick Momsen
Hendrick Momsen
Reply to  Pentimento
1 Monat zuvor

Die Befehle kamen hier eindeutig aus den USA – und dies, teilweise so, als würden sie Hunde adressieren („Nordstream2 wird niemals in Betrieb gehen!“).
Den Frieden hatten wir auch nicht wirklich. Deutschland hat immer fleißig Krieg exportiert (Panzer und Kleinwaffen in den Sudan. Dann Panzer und Kleinwaffen an die Rebellen im Süden Sudans. Dann völlig überraschend ein Krieg im Sudan!). Man denke nur an Jugoslawien.
Jetzt kommen die Einschläge halt etwas näher. Krieg haben sie jedoch immer geführt.

Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  ChrissieR
1 Monat zuvor

Kanns sein, daß Du ein Herz für allradige Fahrzeuge ähnlicher Baujahre hast?

Pentimento
Pentimento
Reply to  Horst Kevin
1 Monat zuvor

Was fährst Du denn? Ein Dreirad?

Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  Pentimento
1 Monat zuvor

Bollerwagen und 424 🙂

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Horst Kevin
1 Monat zuvor

@Horst Kevin

Allrad leider net..aber luftgekühlte Zweizylinder aus Frankreich 😀

Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  ChrissieR
1 Monat zuvor

Überdachte Zündkerzen, zum Transport von ein paar Hühnern. 😉
In der geeigneten Umgebung würde ich das auch mögen.

Pen
Pen
Reply to  Pen
1 Monat zuvor

Richtig,

Deutsche Arbeiter! Die SPD will Euch Eure Villen im Tessin wegnehmen.

Wenn ich richtig erinnere, in Nazi-Frakturschrift.

Dann kamen Willi Brandt, Egon Bahr und die Ostverträge.

Uwe Borchert
Uwe Borchert
Reply to  Pen
1 Monat zuvor

Ähm, die Neudeutsch von Rudolf Koch ist aus dem Jahr 1909 und damit etwas älter als die NSDAP. Die wurde später dann mal fälschlicherweise als Schwabacher der Reichsbahn bezeichnet und hatte auch sonst noch andere Namen. Aber sie ist etwas älter und Rudolf Koch verstarb auch 1934 und von Verknüpfungen mit der NSDAP ist mir nichts bekannt.

Cetzer
Cetzer
Reply to  Hendrick Momsen
1 Monat zuvor

es [Verrat der Anstalt] lief strickt nach Drehbuch ab

An ein Drehbuch glaube ich an der Stelle überhaupt nicht. Wenn überhaupt gab es nur ein kleines Memento für die Gewaltigen der Anstalt: Eine schwindsüchtige Gehaltsabrechnung oder rein zufällig ein Hartz4-Antrag im Briefkasten, nur knapp eingesteckt mit Absender (JobCenter) coram publico.
In erster Linie sind die Kabarettisten so zurückgeschreckt wie ein SPDler, dem ein ernst gemeinter Antrag auf Sozialisierung¹ zur Unterschrift vorgelegt würde.

¹Nicht zu verwechseln mit der beflissenen Übernahme von Verlusten freier Unternehmer. Auf dass sie bald wieder frei flattern mögen!

Defi Brillator
Defi Brillator
Reply to  Roberto J. De Lapuente
1 Monat zuvor

Nicht überall sind Kotze & Dünnschiss gern geschehen. Frag Mal eine Sommerfestivalbesucherin, nachdem sie vom Dixi kommt. Das ist der FAZ-Effekt. Drinnen steckt immer ein kluger Kopp.

wschira
wschira
Reply to  Roberto J. De Lapuente
1 Monat zuvor

Wo gibts denn heutzutage noch Hühneraugen?

Defi Brillator
Defi Brillator
1 Monat zuvor

Das geht doch noch. Höre Mal ein paar Tage DLF oder MDR.info. Da sind diese Meldungen der Regelfall, nur dass sie alle 10 Minuten wiederholt werden, was die Sache nicht besser macht. Zwischendrin gibt es lustige Telefonseelsorge bzgl. Krankheiten oder Energiesparen. Richtig dumm wird es, wenn fachliche Expertise gefragt ist. Bei Wirtschaft kennt man das ja schon so von den Medien, bei jeder Art von Technik, Wissenschaft, etc. ist das aber erst seit 10 Jahren so der Fall. Da merkt man, dass die Leute eher wegen dem Klang ihrer Stimme wahlweise Propaganda oder Allgemeinplätze bespielen. Bevor es zu informativ wird, vervollständigt man die Sendung halt via „das Gras ist grün“, „die Sonne ist heiß“ und „das Wasser ist nass“ und schließt damit die Sendung ab um noch den Hinweis zu geben, dass man sich die vollständige Sendung im Netz anhören könnte. Da kannst Du Dir den Sender dann auch gleich sparen.
Falls irgenwo in Iowa ein Sack Weizen umgefallen ist: Bei DLF und MDR erfährst Du es sofort, selbst wenn gerade 10 Leichen im Senderstudio gefunden wurden. Das war wahrscheinlich die Redaktion, deren Gehirne sich bei dem ganzen Stuß verflüssigt haben.

Cetzer
Cetzer
Reply to  Defi Brillator
1 Monat zuvor

lustige Telefonseelsorge 

Früher wurden gelegentlich echte Hörer (Verwandte von Redakteuren ?) zu Wort gelassen; Seltsamerweise wurde keiner je ausfällig und beschimpfte die „Systemhuren“ als „erbärmlicher Abschaum“, der „auf russische Art frühpensioniert gehört“. Selbst ein vergleichsweise harmloses „humorloser Pimmel“ oder „Alles Verbrecher außer MuttiOlaf“ konnte sich nie durch die strengen Löcher des Telefonhörers zwängen.

Man muss sich eben seinen Teil denken:

„das Gras ist grün“ – Weil es aus Marokko kommt

die Redaktion, deren Gehirne sich bei dem ganzen Stuß verflüssigt haben

Jetzt verstehe ich endlich, warum die so exorbitante Gehälter kriegen: Das Grundgehalt ist normal, aber drauf kommt eine hohe, offensichtlich berechtigte, Gefahrenzulage.

Last edited 1 Monat zuvor by Cetzer
Peter Miso
Peter Miso
1 Monat zuvor

‚offenbar‘ im Sinne von ’scheinbar‘ zu verwenden, ist eigentlich ein Mißbrauch des Wortes, ‚offenbar‘ bedeutet philosophisch nicht Möglichkeit, sondern Wahrheit (klar und deutlich) – das altgriechische Wort ἀλήθεια [aletheia] heißt Unverborgenheit, also das Offenbare, religiös übersteigert: die Offenbarung – die Wahrheit.