Office go home!

Der einfache Arbeitsweg vom Badezimmer aufs Sofa: Das Homeoffice lockt. Es stellt den nächsten Angriff auf die Lebensqualität der Arbeitnehmer dar.

Bereits vor der Pandemie rangen die Sozialdemokraten um das Homeoffice. Jeder sollte einen Anspruch auf Arbeiten von zu Hause aus haben, forderten sie noch vor zwei Jahren. Mit der Union war das nicht zu machen. Die Rollen waren klar verteilt in dieser Konstellation: Die Sozialdemokraten schmückten sich als die Progressiven, die von der wieder mal rückständigen Union ausgebremst wurden. So gefällt sich die SPD seit Jahren am allerbesten.

Man könnte es aber auch anders lesen. Denn die Sozis zeigten mit der Forderung auf, dass sie keine Ahnung von der Arbeitswelt haben. Etwa 50 Prozent aller Arbeitsplätze in Deutschland sind Bildschirmarbeitsplätze. Die andere Hälfte arbeitet mit Material, als Dienstleister oder unmittelbar am Mitmenschen. Für sie gilt gewissermaßen Präsenzpflicht. Aber auch nicht jeder Bildschirmarbeitsplatz kann ins Homeoffice abwandern. Die Arzthelferin, die am Rechner Daten aufnimmt, muss zum Beispiel in der Praxis anwesend sein. Dasselbe gilt für jene, die bei der Netzleitstelle der Bahn vor Monitoren sitzen.

Weiterlesen in der Schwurbelpresse

Diesen Beitrag ausdrucken
Unterstütze uns und hilf dabei, die neulandrebellen besser und wirkungsmächtiger zu machen
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
58 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments
niki
niki
28. Januar 2021 7:36

Ich glaube, ich habe das schon ein paar mal in anderen Artikeln geschrieben… Ich mag Homeoffice, gerade weil ich nicht der Typ bin der mit jedem wirklich klar kommt. Selbst war ich ein paar mal Mobbingopfer… Und mit Homeoffice wurde das abgestellt….. Natürlich kann das nicht jeder machen und man muss höllisch aufpassen, dass die Arbeit sich im Privatleben sich ausbreitet. Mit ein paar Maßnahmen kann man das machen. Kinder anwesend beim Homeoffice ist auch gelindegesagt suboptimal, jedoch einfach mit dem Hammer draufzuhauen ist nicht ganz richtig. Es gibt sicherlich Fälle, da ist Homeoffice schlicht eine Schnapsidee… Für andere wie… Weiterlesen »

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  niki
28. Januar 2021 8:14

Guude! Ich bin ja Rentnerin im Homeoffice…was ja auch suboptimal ist, wenn es Zwang ist! Aber..ganz ehrlich…ich wäre in jedem Bürojob ne absolute Fehlbesetzung gewesen! Zwar kann ich stundenlang da sitzen und lesen- aber bestimmt nicht am Bildschirm und schon gar keine Formulare! So stressig und manchmal auch gefährlich mein Job als Busfahrerin auch war – niemals hätte ich mit den Leuten tauschen mögen, die ich ins Büro gefahren habe! Zudem habe ich lieber nachts gearbeitet, da war der Schichtdienst ideal! Wenn jeder im Büro arbeiten würde gingen bald die Lichter aus, gäbe es nix mehr zu essen und der… Weiterlesen »

niki
niki
Reply to  ChrissieR
28. Januar 2021 8:54

Am Schlimmsten sind aber Journalisten im Homeoffice, die nur ungeprüft dpa und reuters- Meldungen abtippen anstatt ihren Arsch zu erheben und selbst zu recherchieren beginnen!

Wenn diese noch tippen täten… Copy & Paste-Journalismus …

ShodanW
ShodanW
Reply to  niki
28. Januar 2021 10:38

Copy&Paste würde mich nicht mal stören, wenn es denn mal so fett deklariert wäre. Aber da stimmt ja auch so einiges in deren Unternehmensgeflechten nicht mehr. Immer mehr freie, die mit üblen Verträgen abgespeist werden. Auch hier sehr intransparent. Die Beißreflexe sind dann auch eher bezeichnend, keiner gibt zu, dass es so ist.

niki
niki
Reply to  ChrissieR
28. Januar 2021 9:04

Btw: ich sitze gerade im Bus um bei dem beschissenen Wetter zur Arbeit zu kommen (ich fahre viel lieber die knapp 30 km pro Tag mit dem Fahrrad). Als alleiniger Fahrgast…
Eigentlich wäre meine heutige Aufgabe die Webseite des Fahrradladens auf Vordermann zu bringen. Aber bestimmt kommen wie immer noch ein paar Reparaturen herein, wo mein neuer Kollege noch kläglich versagt. Homeoffice heute wäre toll gewesen. Aber geht leider nicht! das hätte mir das 1,5 std. Pendeln erspart welches ich gerne für etwas anderes verwenden täte…

ShodanW
ShodanW
Reply to  niki
28. Januar 2021 11:04

Okay, du scheinst wirklich was für Home-Office übrig zu haben. Hat ja auch Vorteile, wenn es sich vereinbaren lässt. Ich kann leider keins machen, als Kundendienstler. Aber ich würde dann auch eher meinen Hobbys nachgehen, die verlangen mir gerade viel ab 🙂

Mordred
Mordred
28. Januar 2021 10:06

Wie niki das schon schrieb, es gibt da kein schwarz/weiß. Als ich noch 50km Fahrstrecke Stau nach Düsseldorf hatte, war ich um jeden Home Office-Tag mehr glücklich. Des weiteren machen glaube ich die Wenigsten jenseits der Pandemie 5 Tage Home Office, sondern fahren auch 1-x Tage ins Büro. Die Angelegenheit muss u.a. wegen der verschiedenartigen Homes aber definitiv individuell mit dem AG besprochen werden. Und noch kurz zu den Endgeräten und Plattformen, weil da jetzt auch wegen Home Schooling ein schräges Fass aufgemacht wird: Es gibt Schulen, da müssen die Schüler ein ipad kaufen und Unternehmen, wo Home Office nicht… Weiterlesen »

Last edited 6 Monate zuvor by Mordred
ShodanW
ShodanW
28. Januar 2021 11:01

Home-Office klingt immer verlockend. Aber so wie du es beschreibst, Roberto, sind die Gefahren leider da. Man denke noch an die ganzen Debatten über Work-Life-Balance, die mit dem Durchmarsch der Tech-Konzerne auch gleich wieder vom Tisch waren. Da hört man eher von Feelgood-Zonen, oder wie man sie sonst nennt. Diese ganze New Economy hat ein riesiges Problem, ist aber voll auf neoliberalem Niveau, wenn man an die Aufopferungskult für den Konzern denkt. Da wird das alte Nine-to-Five-Konzept als antiquiert denunziert, und da ist auch wieder eine junge Generation von Ego-Inseln, die das als den neuen Lebensweg propagieren. Und wieder –… Weiterlesen »

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  ShodanW
28. Januar 2021 11:25

Die Krönung dieser Art von neoliberalen Denkens und Handelns ist, wenn sie einem dann noch sagen, dass die Arbeit „Spaß“ machen soll, und diese damit quasi in den Status eines Events erheben. Mittlerweile kann ich mir erlauben (oder hoffe es zumindest) zu erwähnen, ob es dann nicht Zeit wäre, dass die Firma „Eintritts- Geld/ Vergnügungssteuer“ einbehält.

ShodanW
ShodanW
Reply to  Heldentasse
28. Januar 2021 11:46

Im Grunde sind das ja alles kleine Autokratieinseln in den Unternehmen. Das mit dem „Spaß“ finde ich wiederum bezeichnend dafür, dass man eigentlich weiß, dass es eigentlich zu Ungunsten der Beschäftigten ist, aber man es ihnen prima unterjubeln kann. Dazu bedurfte es aber erst des Abbaus der Wohlfühlzone früherer Zeiten. Das hat man ja geschafft, und auch hier greift das Prinzip der Angsterzeugung. Da werden nur die wenigsten sich dagegenstemmen, wenn man überleben will. Am schlimmsten ist dann dieses sehr clevere Rechtfertigungskonzept, dass man es den Mitarbeitern in die Schuhe schieben kann. Das kotzt mich schlicht an, weil es mich… Weiterlesen »

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  ShodanW
28. Januar 2021 12:04

Wenn man so „Spaß“- Ausgeburten nicht aktiv bekämpfen kann, was wohl fast niemand kann der abhängig Beschäftigt ist, sind einige andere Strategien wirksam, um zumindest die innere Balance und relative Zufriedenheit zu wahren. Ich glaube auch, wenn denn die Verarsche im kleinen wie im großen so weiter geht, und das wird sie, kann man noch vieles von den unzufrieden DDR Bürgerinnen und Bürgern lernen. Zumal mich düngt, dass sie zur Zeit glauben mit den Corona- Maßnahmen auch ein Werkzeug zu haben, um in die Richtung zu marschieren, die angelehnt an „chinesische Verhältnisse“ sind. (oder zumindest das was sie darunter verstehen)… Weiterlesen »

ShodanW
ShodanW
Reply to  Heldentasse
28. Januar 2021 12:18

sind einige andere Strategien wirksam, um zumindest die innere Balance und relative Zufriedenheit zu wahren.

Klar, aber auch nur wieder eigenverantwortlich. Du bist ja dann „selbst schuld“, wenn du unausgeglichen bist. Bis zu einem bestimmten Punkt stimmt das sogar, aber eben nicht, wenn der Arbeitsaufwand und die Erwartungshaltung der Firma das nur so hergibt. Entweder das aushalten oder „Sozialschmarotzer“.

Defi Brillator
Defi Brillator
Reply to  ShodanW
28. Januar 2021 15:46

Autokratieinseln? So, so. Das sind lupenreine Diktaturen nach Sektenvorbild. Und zwar nicht nach irgendeiner, sondern der Colonia Dignidad.

niki
niki
Reply to  Defi Brillator
28. Januar 2021 18:27

Bei manchen Firmen/Konzernen ist das in der Tat der Fall…
Die wenigsten Betriebe sind wirklich demokratisch organisiert!

Defi Brillator
Defi Brillator
Reply to  niki
28. Januar 2021 18:44

Ich habe 2 Betriebe in 30 Jahren Arbeitsleben mitbekommen, wo das anders war (selbst das Arbeitsamt ist ausgeschlossen). Dabei sollte man auch berücksichtigen, was die Deutschen antreibt: Dominanz, Sex, Luxus. Da Sex auch gerne zu Zwecken der Dominanz bemüht wird, kann Homeoffice für viele ein Segen sein. Das gängige Durchorgeln der Praktikanten, Lehrlinge und Underlings wird damit zumindest teilweise etwas eingedämmt. Da ist die katholische Kirche beileibe kein Einzeltäter. Das ist etwas, was die deutsche Unternehmensantikultur niemals von den Amis übernehmen wird: „Never fuck in your job!“ ist dort keine hohle Phrase.

ShodanW
ShodanW
Reply to  Defi Brillator
28. Januar 2021 18:36

Na ja, bei einer Diktatur dieser Art (mit Sekteneinschlag) müsste man schon davon ausgehen, dass sie tatsächlich mit innerlichster Überzeugung ihrem Guru huldigen. Ich habe zumindest die Erfahrung gemacht, dass das eben nicht so ist. Vieles läuft widerwillig. Aber gut, sich um ein paar Definitionen zu streiten würde ich jetzt unnötig finden. Im Grunde meinen wir dasselbe.

niki
niki
Reply to  ShodanW
28. Januar 2021 18:46

Schauen wir doch einmal die Internet und Tech-Großkonzerne an…

ShodanW
ShodanW
Reply to  niki
28. Januar 2021 19:16

Schauen wir doch einmal die Internet und Tech-Großkonzerne an…

Na, die sind ja ein sehr eigenes Völkchen, stimmt schon. Aber da ich viel bei Kunden bin, kann ich schon behaupten, dass es nicht so schlimm ist wie bei denen.

Defi Brillator
Defi Brillator
Reply to  niki
28. Januar 2021 19:16

Und die Werbeagenturen und die Fotoklitschen und Modelagenturen und die TV- und Radioproduktionsfirmen, und, und, und…

Defi Brillator
Defi Brillator
Reply to  ShodanW
28. Januar 2021 21:42

“ müsste man schon davon ausgehen, dass sie tatsächlich mit innerlichster Überzeugung ihrem Guru huldigen…“ Nur teilweise. Aber Showveranstaltung+ „Führer befiehl! Ich folge Dir.“ reichen komplett zu.

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Heldentasse
28. Januar 2021 11:55

:
Jo, genau!! Zu mir haben viele Leute auch gesagt:“ Du hasts gut! Fährst den ganzen Tag mit nem grossen Mercedes durch die Gegend und bekommst noch Geld dafür!“

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  ChrissieR
28. Januar 2021 12:04

LOL!

ShodanW
ShodanW
Reply to  Roberto J. De Lapuente
28. Januar 2021 17:20

Ich stamme aus einer Arbeiterfamilie. Dort wurde mit der Hände Arbeit um den Lebensunterhalt gerungen.

Dito. Dann wirkt es zuweilen sehr frustrierend, wenn man heute den Bildungsstand so betrachtet. Studenten noch und nöcher. Handwerkliches wird nur noch gemacht, wenn man auf der Akademikerebene durchs Raster gefallen ist. Hauptsache, weg vom Tropf des Sozialstaates.

Defi Brillator
Defi Brillator
Reply to  ShodanW
28. Januar 2021 19:40

Handwerkliches Geschick und die dafür nötige Schnelligkeit, das Augenmaß und dafür andere nötige Talente sind nicht jedem gegeben, auch wenn Dir das schwer fällt zu eruieren.
Homeoffice bietet sich an für Büro, Kundendienst, Vertrieb, Programmierung, kleine A/V, sonstige kaufmännische Tätigkeiten, Grafikdesign, CAD, Webadmin, Auftragsmusik, Mastering, Erwachsenenfortbildung, Aerobic, Podcasting, u.v.m..

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Defi Brillator
29. Januar 2021 0:09

@Defi Brillator Handwerkliches Geschick und die dafür nötige Schnelligkeit, das Augenmaß und dafür andere nötige Talente sind nicht jedem gegeben, auch wenn Dir das schwer fällt zu eruieren. Das ist richtig, aber ist es nicht auch seit jeher so, dass Tätikeiten, bei denen man sich schmutzig macht oder nach „Arbeit“ riecht, von „Oben herab“ betrachtet werden? Man braucht sie, möchte aber nicht mit ihnen tauschen, shon weil die Bezahlung in verwaltenden Tätigkeiten meißt besser ist. Mein Vater roch auch Sonntags nach Maschinenöl, und so blieb man als Arbeiter unter sich, fein getrennt vom Bürgertum und selbst die Arbeiter blickten respektvoll… Weiterlesen »

Last edited 6 Monate zuvor by Robbespiere
Defi Brillator
Defi Brillator
Reply to  Robbespiere
29. Januar 2021 10:25

>>Das ist richtig, aber ist es nicht auch seit jeher so, dass Tätigkeiten, bei denen man sich schmutzig macht oder nach „Arbeit“ riecht, von „Oben herab“ betrachtet werden?<<

Dieses Denken existiert in rechten, autokratischen Kreisen und geht mit einer Erziehung einher, die das Standesdünkel des vergangenen Feudalismus‘ verherrlicht.

Willst Du Dich denn mit Leuten umgeben, die das so sehen?

Arbeit ist Arbeit, keine Schande.

Möchtest Du Dich denn nur über die Arbeit definieren?
Wass passiert dann nach der Arbeit?
Ist das Leben dann irgendwie unwert?

Das Sein bestimmt das Bewusstsein.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Defi Brillator
29. Januar 2021 11:12

@Defi Brillator

Willst Du Dich denn mit Leuten umgeben, die das so sehen?

Will ich nicht, aber das ändert ja nichts an der Tatsache, dass „Arbeiten“ im klassischen Sinn gesellschaftlich reichlich verpönt ist und mittlerweile auch nicht mehr zu Wohlstand führt.
Die wachsende Zahl an Studenten und die Meisterschwemme sind ein Ausdruck dafür.

Ein weiterer ist gerade im öffentlichen Bereich das Streben nach möglichst billigen Lösungen, auf Kosten der Qualität ( siehe BER, S21 etc.).
Ebenso der massive Einsatz von Leiharbeitern oder Werkverträgen.

Handwerk hat schon lange keinen „goldenen Boden“ mehr, zumindest nicht für Diejenigen, die davon leben müssen.

Defi Brillator
Defi Brillator
Reply to  Robbespiere
29. Januar 2021 20:03

Das man mit Arbeit reich werden kann, ist eine Lüge, die seit Generationen verbreitet wird, um den sozialen Frieden zu sichern. Speziell auf Deutschland bezogen, hat das noch nie zugetroffen (siehe auch „Arbeit macht frei“). Das, was in Deutschland erschwerend hinzu kommt, ist die Herkunft. Das ist indes ausschließlich der Erziehung geschuldet, will heißen: Da lässt sich trefflich etwas ändern! Das offensichtlich nur wenige das wollen, steht auf einem ganz anderen Blatt. Von einer Meisterschwemme habe ich bislang nix gehört. Sind 25000 pro Kurs wirklich so aus dem Oberschenkel zu kloppen? Wenn Du bei „billig“ nur öffentliche Aufträge angibst, so… Weiterlesen »

Last edited 6 Monate zuvor by Defi Brillator
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Defi Brillator
31. Januar 2021 10:23

@Defi Brillator Das, was in Deutschland erschwerend hinzu kommt, ist die Herkunft. Das ist indes ausschließlich der Erziehung geschuldet, will heißen: Da lässt sich trefflich etwas ändern! Das offensichtlich nur wenige das wollen, steht auf einem ganz anderen Blatt. Stimmt. Kinder aus den unteren Schichten sind nicht weniger intelligent alsdie des Bürgertums, sie brauchen eben nur länger, um sich Wissen anzueignen. Zu große Klassen und Zeitdruck beim Lehrplan sorgen aber dafür, dass sie von denen mit familiärem Bildungshintergrund gnadenlos abgehängt werden. Dazu noch die frühe Separierung nach der vierten Klasse…. Von einer Meisterschwemme habe ich bislang nix gehört. In größeren… Weiterlesen »

Defi Brillator
Defi Brillator
Reply to  Robbespiere
29. Januar 2021 20:14

„Mein Vater roch auch Sonntags nach Maschinenöl, und so blieb man als Arbeiter unter sich, fein getrennt vom Bürgertum und selbst die Arbeiter blickten respektvoll nach Oben, auf die Meister, Techniker oder Ingenieure.“ Das ist schade! Selbst in OWL habe ich das anders erlebt. Vielleicht kommt man auf dem Land aber auch anders zusammen? Wart ihr beim Fußball (etc. pp.) auch hübsch getrennt?

Last edited 6 Monate zuvor by Defi Brillator
ChrissieR
ChrissieR
Reply to  ShodanW
29. Januar 2021 13:04

@ShodanW Guude! Ich hab von 1977 bis 1982 auch auf Lehramt studiert..nebenbei Lieferwagen und LKW (16to Scania) gefahren und später1980 den Busschein gemacht. Ich war immer aus der Art geschlagen..hab an meinem alten Ford 12m P6 rumgebosselt und fand die Kommilitonen, die nur Schule und Uni kannten, schon immer etwas merkwürdig. Damals hatte ich das pralle Leben! Tagsüber studiert , nachts Linienbus gefahren und am WE mit Freunden am ollen Auto gebastelt! Und ja..ich würde heute , wenn ich leider noch mal jung sein müsste..lieber Fähigkeiten zum Überleben lernen Ne einfache Hptte bauen, Gempse anbauen, ein einfaches Auto odet Motorrad… Weiterlesen »

ShodanW
ShodanW
Reply to  ChrissieR
29. Januar 2021 14:49

@Chrissie Guude zurück 🙂 Na, is doch prima, wenn dir das in die Wiege gelegt ist. Du hast meinen Respekt! Mir ist das nicht angeboren, muss ich zugeben. Ich war immer der eher kreativere Typ gewesen. Aber ich hab meine Ausbildung als Elektroniker gemacht, abgeschlossen und jahrelang immer mal wieder was dazugelernt. Nicht, weil ich mich eingeengt durch den Beruf fühlte und es tun musste, sondern weil ich es wollte. Irgendwie hatte ich keine Lust darauf zu sein wie Leute, die ich kannte, wenn sie da mal rumstanden und ihren Zeigefinger wedelten… mach hier mal, mach dort mal. War nicht… Weiterlesen »

Brian
Brian
Reply to  ShodanW
29. Januar 2021 15:47

Sehe ich ähnlich.
Ich mag auch beides, mich gedanklich/theoretisch mit einer Sache auseinandersetzen und auf der anderen Seite praktische Erfahrungen sammeln.
Und dementsprechend viel lernen. Aber ohne Druck von außen.
Und ich mag dementsprechend auch keine Menschen, die schon mal grundsätzlich glauben, sie wüssten alles besser, egal aus welchem Lager.
Und wie Chrissie schon richtig schreibt, es ist schon sehr befriedigend, sich selbst helfen zu können. Wenn man sich so umschaut, scheint diese Fähigkeit
nicht mehr sonderlich verbreitet…

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Brian
29. Januar 2021 17:38

@Brian

Und wie Chrissie schon richtig schreibt, es ist schon sehr befriedigend, sich selbst helfen zu können. Wenn man sich so umschaut, scheint diese Fähigkeit

nicht mehr sonderlich verbreitet…

Bei uns im Westen trifft das sicher zu, weil es ja Alles gab, aber im Osten haben die Leute aus Mangel lernen müssen, zu improvisieren oder wie mir mal ein Sachse sagte…. aus Kacke Bonbons zu machen. 🙂
Dafür bewundere ich die echt.

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  ShodanW
29. Januar 2021 15:50

@ShodanW

Genauso isses!!!👍

Defi Brillator
Defi Brillator
Reply to  Roberto J. De Lapuente
28. Januar 2021 19:28

Wann hast Du das letzte mal Deinen Internetprovider angerufen? Wie kam Dein Handyvertrag zustande? Nur, um mal ein paar Beispiele zu nennen. Maurer im Homeoffice fänd‘ ich indes ja mal cool. „Guck mal Chef, habe ich gerade mit Minecraft gebastelt. Das wäre doch das Ding für die Meyers?“

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Defi Brillator
29. Januar 2021 15:52

Sehr geil!!! Aber den Klempner online gibts doch schon…Super Mario oder so?

Defi Brillator
Defi Brillator
Reply to  ChrissieR
29. Januar 2021 20:23

Wenn dann Luigi angerockt kommt, wär‘ ich platt.

Heldentasse
Heldentasse
28. Januar 2021 11:19

Hallo Roberto. Ich finde das ist ein sehr guter Artikel, dem ich voll zustimmen kann, auch ein wenig aus eigener Erfahrung. Ganz klar begünstigt Homeoffice die Entfremdung der Menschen, und auch die Selbstausbeutung. Dass diese Form der Arbeit dem Arbeitgeber unmittelbar hohe Kosten spart, ist auch ganz klar, im besonderen wenn den mal die Firmeninfrastruktur komplett an Homeoffice angepasst wurde. Zudem vermute ich, dass über die Schiene des EU- Arbeitsrecht unter dem Deckmantel der „Arbeitszeitüberwachung“, auch eine Kontrollinstanz in den privaten Bereich Einzug halten könnte. Auf die lange Sicht, hängt allerdings der Erfolgt des gesamten Unternehmens, an der Zufriedenheit der… Weiterlesen »

niki
niki
Reply to  Roberto J. De Lapuente
28. Januar 2021 16:35

Viele klagen jetzt schon darüber. Aus Gründen.

Die müssen nun den ganzen Tag den Ehepartner/in ertragen…

Defi Brillator
Defi Brillator
Reply to  niki
29. Januar 2021 11:01

Selbst gewähltes Glück. Bester Test: Bag-Packing-Urlaub ohne viel Knete, trampender Weise, mit Gelegenheitsjobs zur Aufbesserung der Reisekasse. Wenn die Angebetete das mit Dir zusammen länger als einen Monat durchhält: Zugreifen!

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Defi Brillator
29. Januar 2021 11:16

@Defi Brillator

Bester Test: Bag-Packing-Urlaub ohne viel Knete, trampender Weise, mit Gelegenheitsjobs zur Aufbesserung der Reisekasse. Wenn die Angebetete das mit Dir zusammen länger als einen Monat durchhält: Zugreifen!

Tolle Idee, aber Jahre zu spät. 😀

Defi Brillator
Defi Brillator
Reply to  Roberto J. De Lapuente
29. Januar 2021 10:52

Wie schon o. a., kann Homeoffice für viele ein Segen sein. Allein schon wegen der stets gegenwärtigen Gängelei. Stell Dir vor, Du wärst Raucher. „Scher Dich gefälligst vor den Bildschirm! Du warst erst vor einer Stunde rauchen!“ fällt genauso weg, wie der Kollege, der hinter Dir steht und seinen Fall jetzt gelöst haben möchte und Dich damit aus Deinem gerade angerissenen Fall rausbringt. Es gibt schon viele Sachen, wo Homeoffice Sinn macht und von Vorteil ist.

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Defi Brillator
29. Januar 2021 15:55

Jo..Busfahrerin im Homeoffice hätte mir auch gut gefallen…die Software von nem Formel 1 Rennen draufgezogen und dann volle Möhre per Joystick durch die City! Oma, halt Dich fest, ich hab 360 PS!!! Und nach 5 Runden Bestzeit nen Pokal und früher Feierabend!!!

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  ChrissieR
29. Januar 2021 17:53

@ChrissieR

Oma, halt Dich fest, ich hab 360 PS!!! Und nach 5 Runden Bestzeit nen Pokal und früher Feierabend!!!

Denkste!
Wenn Omma in der Kurve die „Dritten“ rausfligen und du zwei Stunden unter den Sitzen danach suchen mußt, gibts Überstunden. 😀

Last edited 6 Monate zuvor by Robbespiere
ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Robbespiere
29. Januar 2021 21:02

@Rob:
LOL!!😅😅😅und wahrscheins liegt der verbogene Rollator vonne Omma dann 18 meter weiter hinten!!!

Defi Brillator
Defi Brillator
Reply to  ChrissieR
29. Januar 2021 20:33

Wär‘ nix für mich. Ich bin echt der Kriecher. 180 mit nem gemieteten A3 oder A4 (weiß ich nicht mehr) auf der A2 waren echt das Höchste der Gefühle. Ich brauch Sachen, wo man sich Zeit lassen kann (vgl.: Die Entdeckung der Langsamkeit).

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Defi Brillator
29. Januar 2021 21:04

@Defi ( übrigens geiler Nick!)
Privat fröhne ich auch der Langsamkeit…meine Ente hat 28 PS und wenn ich Lust auf “ Mopped“ fahren hab, nehm ich mein 0,5 PS Velosolex!

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  ChrissieR
30. Januar 2021 0:22

@ChrissieR

und wenn ich Lust auf “ Mopped“ fahren hab, nehm ich mein 0,5 PS Velosolex!

Das waren doch die Teile mit dem Kippmotor über dem Vorderad und Walzenantrieb, der bei Matsch nicht mehr griff, oder?

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Robbespiere
30. Januar 2021 9:26

@Rob:
Genau!

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  ChrissieR
30. Januar 2021 18:08

@ChrissieR

Hatte selbst keines, durfte aber ab und an mal eine fahren.
War kultig, schon in den Siebzigern.
Habe mal in Bad Dürckheim an der Weinstraße vor dem großen Fass ein Treffen von einem Velosolex-Club beobachtet, die sich für eine Ausfahrt trafen.
Das hatte schon was.

Defi Brillator
Defi Brillator
Reply to  ChrissieR
30. Januar 2021 11:57

Cool. Nen Ziehdröhn 2CV durfte ich leider noch nicht antesten. Muss man da Zwischengas geben?

Das ist mir schon mal bei einem alten D-Kadett auf die Füße gefallen. Was habe ich mich königlich über meine damalige Kumpeline lustig gemacht. „Wie fährst Du denn? Ist Ruckelzuckel Dein zweiter Vorname?“ Sie: „So! Jetzt fährst Du!“
Was soll ich sagen. Abwürgen war noch das höchste der Gefühle. Es endete damit, dass sie weiterfuhr und ich niemals wieder die Fresse wegen der Fahrerei aufmachte.

Last edited 6 Monate zuvor by Defi Brillator
ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Defi Brillator
30. Januar 2021 15:08

Oh…Defi..
Es kommt drauf an..ich hab ne 73er Kastenente, wo der 1. Gang eh net synchronisiert ist und, weil Getriebe uralt, fahre ich die immer mit Doppelkupplung hochschalten und Zwischengas runter…Hab ich halt drauf, weil ich bei nem Busunternehmer öfter nen 61er O 317 fahren musste..170 PS 4 Gang Getriebe…da haben Dir die Gänge laut Bescheid gesagt…

Aber die normalen Enten kannste ganz normal fahren..nur dass das Schaltschema grad andersrum ist, also wie bei allen reinrassigen Sportwagen der 1. vorne links…auch das Zündschloss sitzt wie bei Porsche links!😅

Defi Brillator
Defi Brillator
Reply to  ChrissieR
30. Januar 2021 15:28

Nee, das blick ich nicht. Schaltschema anders rum, klar, ich überhol jetzt nur noch rechts und blinke links. Tatütata-lalillala…Ich glaube, ich miete mir einfach was, wenn es pressiert und lass den Tag einen Gott sein.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  ChrissieR
30. Januar 2021 18:14

@ChrissieR

Meine erste Kiste war ein R4, auch mit Krückstockschaltung.
Saugeiles Gefühl inner Kurve, wie bei Wellengang auf der Nordsee und irre viel Platz. 🙂
Würde ich glatt wieder fahren.

58
0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x