Noch’n Buch über Verschwörungstheorie

Die Gates-Stiftung und Corona: Alles Verschwörungstheorie? Mit dem Urteil ist man ja schnell zur Hand. Neulich fiel mir ein weiteres Buch in eben diese Hand, das so eine Verschwörung thematisiert. Nämlich die Abschaffung von Bargeld.

Nee, nicht schon wieder, oder? Ist mir doch tatsächlich erneut ein Buch in die Hände gefallen, das sich mit einer Verschwörungstheorie befasst. Mit dem Bargeld nämlich – konkreter: Mit der Abschaffung des Bargeldes. Wie? Daran glaubt ihr nicht? Kann ich wirklich gut verstehen, mir ging das bis neulich ganz ähnlich. Dann las ich Norbert Härings »Schönes neues Geld. PayPal, WeChat, Amazon Go. Uns droht eine totalitäre Weltwährung« und ich war überzeugt, dass da eine Verschwörung am Werk ist.

Was manche für eine Verschwörungstheorie halten, zeigt Häring seinen Lesern als Praxis auf. Wäre ja schön, wenn nur theoretisiert würde. Für eine bloße Theorie hat der Volkswirt und Wirtschaftsjournalist letztlich auch viel zu viele Fakten gesammelt, die sich überprüfen lassen. Und das Motiv dahinter ist ja nun auch keine ganz große Geheimakte: Es geht um Inklusion. So nennen die Besser-als-Bargeld-Alliierten das Vorhaben, die Menschheit vom Bargeld zu befreien. Alle sollen in der Bargeldlosigkeit inkludiert sein. Das hätte angeblich nur Vorteile.

Inkludiert und im System erfasst

Denn wenn wir nur noch Buchgeld nutzten, wäre das angeblich ein Beitrag zur Armutsbekämpfung und zur Gleichstellung der Frau – so behaupten die Krieger gegen das Bargeld. Außerdem sei Bargeld ein teurer Spaß, der nicht mehr sein müsste. Die Weltbank erklärt: »Digitale Zahlungen schaffen die Gelegenheit, die Armen in ein System automatischen Sparens oder wiederkehrender Spar-Aufforderunngen einzubinden, was helfen kann, psychologische Barrieren gegen das Sparen zu überwinden.« Aha, so ist das also, die Armen dieser Welt sind nicht arm an Geld, sondern halten sich nur nicht ans Sparen.

So viel Selbstlosigkeit benötigt natürlich einen Euphemismus: Finanzielle Inklusion. Darauf hat sich die Better-Than-Cash-Alliance, die Besser-als-Bargeld-Allianz, geeinigt. Sie möchte die Menschen ins System holen. Was mehr heißt, als das, was man vermutet. Ins System holen: Damit spielt man den Geheimdiensten in die Hände, etabliert man Überwachungsstrukturen. Wer nichts mehr Cash bezahlen kann, kann lückenlos dokumentiert werden. Für Unternehmen sind Profile, die festhalten, wer was und in welcher Menge gekauft hat, geldwerter Vorteil – so können sie Vorlieben ausloten und ihre Werbung personalisieren.

An jenem Tag, da Donald Trump zum Präsidenten der moribunden Weltmacht wurde, verkündete Indien die größten Geldscheine, 500- und 1000-Rupien-Scheine ad hoc abzuschaffen. Das führte zu Panik, die Leute stürmten Banken, um es auf Konten einzuzahlen. Für ein Land, in dem 97 Prozent aller Zahlungen mit Bargeld abgewickelt werden, ein fataler Schritt. Die Demonetarisierung schritt voran, die Regierung von Ministerpräsident Modi erhielt dafür Lob von den Bargeldabschaffern. Dass sie ersatzweise 2000-Rupien-Scheine ausgeben ließ, störte da nicht mehr. Immerhin konnte man auf diesen großen Schein nicht herausgeben.

Indiens Frauen waren nach der Logik der Besser-als-Bargeld-Allianz befreit, endlich waren sie gleichberechtigt. In der Theorie einer Kampagne mag man dergleichen behaupten können – die Realität sah freilich anders aus. Die Frauen haderten mit dem Schritt, jetzt wollten ihre Männer über jenes Geld verfügen, das sie heimlich zur Seite geschafft haben. Dass Indiens Ärmste jetzt zuversichtlicher in die Zukunft blickten, hat man bis heute auch noch nicht gelesen.

Bargeldlos und biometrisch

Nun haben wir die Besser-als-Bargeld-Allianz mehrfach angeschnitten und noch nicht erläutert, wer sich dahinter verbirgt: MasterCard und Visa sind aufgrund ihres Geschäftsmodells natürlich gesetzt. Zu den Gründungsmitgliedern zählt Ebay-Gründer Pierre Omidyar, die Citibank, die Ford-Stiftung und selbstverständlich, wie immer wenn es um Verschwörung geht, Bill und Melinda Gates und ihre Stiftung. Die beiden haben also nicht nur Corona erfunden. Dass wir jetzt kontaktlos bezahlen sollten, in dieser Gates-Pandemie: Ist das Zufall? Ist das gesteuert? Gelegen kommt das Virus in dieser Hinsicht aber sicher.

Nebenher hat das US-Außenministerium seine Finger im Spiel. Es über die Entwicklungsbehörde USAID dabei. Das Sekretariat in New York läuft über den Kapitalentwicklungsfond der Vereinten Nationen (UNCDF). Unilever und H&M mischen ebenso mit wie Coca-Cola. Und natürlich ist auch das Silicon Valley mit von der Partie. Ohne die Siliziumtaler wäre die ganze Nummer eh unvorstellbar. Schließlich stehen die innovativen Geister von der Westküste der USA für die Handhabung, die die bargeldlose Zukunft hat.

Norbert Häring legt dar, wie Biometrie und Bargeldlosigkeit sich bedingen. Zu diesem Zweck verweist er auf die Entwicklung in China. Dort wenden die Bürger, die gleichermaßen Nutzer sind, WeChat an. Eine App, die man als Mischung zwischen Facebook, WhatsApp, Amazon und einem Bezahldienst betrachten könnte – nebenher übernimmt die App Bonitätsprüfungen vor und ist für das mittlerweile überall auf der Welt bekannte Sozialpunktesystem verantwortlich. Zwar glaubt der Autor nicht, dass dieses System auf europäische Staaten mit ihren Anspruch auf Datenschutz übertragbar ist, aber dass Bargeldlosigkeit als reiner Selbstzweck angestrebt wird, hält er auch für falsch. Natürlich sind die Absichten dahinter ganz andere, man möchte den gläsernen Bürger installieren. Über sein Konsumverhalten bekommt man ein Bild von ihm – man erkennt so zum Beispiel, wie gesund oder ungesund er lebt. Krankenkassen könnten daran reges Interesse zeigen.

Wieder mal zeigt sich, dass man nicht zu laut über Verschwörungstheorien lachen sollte. Längst sind solcherlei Theorien Realität – oder auf dem Vormarsch. Sie dem Spott zu überschreiben: Auch das ist eine Stategie, um für zielgerichtete Blindheit zu sorgen und so Kritik zu unterbinden. Man sollte sich das Buch daher kaufen – natürlich gegen Bargeld.

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niki
niki
2 Jahre zuvor

Reaktionäre ergreifen die Gelegenheiten die sich bieten.
Durch Corona bietet sich DIE Gelegenheit dass dem durchschnittlichen Deutschen sein heißgeliebtes Bargeld madig geredet wird…

Rudi
Rudi
2 Jahre zuvor

„Ohne Bargeld keine Schwarzarbeit“ oder „Schäuble und der 100.000-Mark-Koffer“, sind weitere Euphemismen gegen das Bargeld. Denken wir an Herrn Graf, der in Plastiktüten das Antrittsgeld für seine Tochter von den Tennisplätzen der Welt trug. Oder an die Amateur-Fußballer, die ihr Handgeld vom örtlichen Unternehmer bekommen. Es gibt viele Beispiele in der Geschichte der Bundesrepublik, die zeigen, weshalb die Deutschen ihr Bargeld so lieben.

Robbespiere
Robbespiere
2 Jahre zuvor

Die ganze Argumentation pro Bargeldabschaffung ist ein Witz.
Angeblich will man damit ja auch kriminelle Geschäfte, Steuervermeidung und Schwarzarbeit bekämpfen.

Man kennt das ja:
Jeden Freitag stehen im Frankfurter Flughafen reihenweise Angestellte der großen Unternehmen mit dicken Koffern voller Barem am Schalter der Cayman- oder Panama-Airlines, um Milliardenbeträge vor dem Fiskus in Sicherheit zu bringen. 🙂
Als ob die richtig großen Schweinereien tatsächlich noch über Bargeld liefen.

Für die Beführworter der Bargeldabschaffung geht es neben Kontrolle v.A. um höhere Gewinne und niedrigere Kosten, bzw. deren Sozialisierung. was am Ende auf das Gleiche hinausläuft.

Die Kartengesellschaften kassieren bei jeder bargeldlosen Zehlung zwischen 2 und 3 Prozent mit.
Passende Hard- und Software gibts auch nicht für lau.

Bareinzahlungen auf Konten werden schon seit Jahren durch horrende Gebühren unattraktiv gemacht.
Die Banken müssen Bargelautomaten und Schalterpersonal zur Verfügung stellen.
Ohne Bargeld könnten die auf ihre Filialen ganz verzichten, denn für das bargeldlose Zahlen und Homebanking, sowie Scheckeinreichungen oder Beratung reicht die Zentrale.
Da muss „König Kunde“ eben notfalls weitere Wege auf sich nehmen.

Ach ja: Für eine Bankenrettung per Bail-In oder die Weiterreichung von Negativzinsen muss man ohne Bargeld auch nicht mehr die Banken schließen, wie damals auf Zypern, was in D. vermutlich zu Aufruhr führen würde.
Man bucht einfach elegant von den Konten ab. Einen Banken-Run mit massenhaften Bargeldabhebungen gibts dann ja nicht mehr. Der Platz unter der Matratze bleibt eben dann leer.

Edelmetall in Privatbesitz als Alternative dürfte dann auch verboten werden.
Der anonyme Kauf pro Person per Tafelgeschäft wurde ja bereits von 9999€ auf 2000€ gesenkt.

Der Handel hat teilweise schon massiv auf Selbstzahlerkassen ( Ikea, Baumärkte ) umgestellt und seine Barzahlerkassen deutlich reduziert, was die traditionelle Zahlweise immer unattraktiver machen soll.
Auch der Handel möchte natürlich sparen, z.B. an Personalkosten oder dem Sicherheitsservice für Geldtransporte. Billiger wird dadurch allerdings nichts.

Wenn Kassenpersonal und Bankangestellte keine Jobs mehr haben, kann man sich leicht vorstellen, wer für deren Unterhalt aufkommen muss. Die Profiteure der Bargeldabschaffung unter Garantie nicht.

Und was kommt, wenn man an der Kasse steht und die Elektronik streikt und es keine Bar-Alternative mehr gibt, konnte ich vor Kurzem bei EDEKA erleben.
Da wollte eine „fortschrittliche“ Dame per App bezahlen, aber die Kasse hatte plötzlich keine Internetverbindung mehr. Viel Vergnügen in der schönen neuen Welt.

PS: Norbert Häring betreibt einen sehr lesenswerten Blog und es gibt einige Gespräche mit ihm auf YT.

https://norberthaering.de/

Rudi
Rudi
Reply to  Robbespiere
2 Jahre zuvor

@ Robbespiere
Der Internatioanle Währungsfond (IWF) will das Bargeld abschaffen, so seine Studie, die im April dieses Jahres veröffentlicht wurde. Dazu die Frankfurter Rundschau:

So schlägt der IWF vor, dass Zentralbanken ihre Leitzinsen deutlich unter Null Prozent senken sollten, um die Wirtschaft in Krisenzeiten anzukurbeln. Wer Geld auf dem Konto anspart, müsste dann Strafzinsen zahlen, statt von der Bank mit einem positiven Zins belohnt zu werden. Das jedoch hält der IWF nicht für durchsetzbar, solange es Bargeld gibt. Denn Bank-Kunden könnten ihr Erspartes abheben und zuhause aufbewahren, ohne Strafzinsen zu zahlen. Daher soll nach Ansicht des IWF das Bargeld bei negativen Zentralbankzinsen gegenüber Giralgeld (Bankengeld) kontinuierlich abgewertet werden. Ein Euro Bargeld hätte dann relativ zu einem Euro Giralgeld einen geringeren Wert. Wer bar zahlt, muss also mehr als per Überweisung oder Karte bezahlen.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Rudi
2 Jahre zuvor

@Rudi

Das habe ich auch schon gelesen.
Der IWF ist nichts anderes als die Inkasso-Abteilung der Finanzbranche.

Statt durch die permanente Flutung der Banken mit billigem Geld der Zentralbanken, welches die Vermögenspreise in die Höhe treibt, aber bei der Masse nicht ankommt, gehören endlich die Löhne ordentlich erhöht und die prekäre Beschäftigung beendet.

Dies würde die Nachfrage erhöhen und die Deflation beenden, deren sichtbarer Ausdruck ja die niedrigen Zinsen sind. Geld ist am Markt ja nur deshalb so billig, weil man auf Unmengen davon sitzt und kaum Jemand es haben will.
Das billige Geld nützt aber nichts, wenn weder konsumiert noch investiert wird, weil die düsteren Zukunftsaussichten das „Gürtel-enger-schnallen“ nahelegen und Produktionskapazitäten nicht ausgelastet sind.

Wenn sich dann auch noch die Regierung weigert, durch öffentliche Investitionen die Wirtschaft und damit die Beschäftigung anzukurbeln, wenn durch die Weltwirtschaftskrise der Export einbricht, geht es für die Mehrheit der Bürger steil bergab.

Der IWF weiß das sehr wohl, vertritt aber die Interessen der Finanzmafia und deren Zentrum heißt nunmal USA und Wallstreet, nebst Filialen wie London.
Man will das neoliberale Pferd so lange im Galopp reiten, bis es tot zusammenbricht.

Die Bargeldabschaffung schiebt den Termin für den Pferdemetzger nur ein Stück
weiter in die Zukunft.

PS: Zum Verständnis, wie wir von Politik und Finanzwirtschaft verladen werden, ist das folgende Video immens bedeutsam:

https://makroskop.eu/2020/07/kommt-nach-der-pandemie-die-staatsschuldenkrise-video-und-zusammenfassung/

Rudi
Rudi
Reply to  Robbespiere
2 Jahre zuvor

@Robbespiere

Geld ist am Markt ja nur deshalb so billig, weil man auf Unmengen davon sitzt und kaum Jemand es haben will.

Wenn man so viel Geld hat und es auf dem Realmarkt nicht anlegen kann, kommt man auf neue Finananzprodukte, wie das schönfärberisch heißt, also Derivate und so ein Kram. Man wettet auf steigende oder fallende Kurse. Oder man geht auf den Sektor der Leerverkäufe. Aktien werden verkauft, die man sich vorher geliehen hat, um sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder billiger kaufen zu können.

Seit Jahren preist das staatlich gefördete Verbrauchermagazin ‚finanztest‘ ETF-Fonds an, die meistens einen Aktienindex abbilden. Die handelnden Fonds-Manager arbeiten u.a. mit Leerverkäufen. So verwoben ist der Verbraucherschutz ins Casino.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Rudi
2 Jahre zuvor

@Rudi

Seit Jahren preist das staatlich gefördete Verbrauchermagazin ‚finanztest‘ ETF-Fonds an, die meistens einen Aktienindex abbilden. Die handelnden Fonds-Manager arbeiten u.a. mit Leerverkäufen. So verwoben ist der Verbraucherschutz ins Casino.

Es würde mich nicht wundern, wenn manche Fongesellschaft für solche Kunden-Informationen in „gaaaaanz unabhängigen Fachpublikationen“ einen Bonus zahlte.

Grundsätzlich soll von mir aus gerne mit solchen Finanzinstrumenten spielen, wer überschüssiges Geld hat.
Das wirklich fatale ist, dass man die Rente Dank Riester und Co. teilprivatisiert hat und gerade Menschen mit geringen Einkommen in solche riskanten Finanzprodukte drängt. Sichere Gewinne gibts nur für die Emmitenten, durch hohe Gebühren.

Leerverkäufe gehören wg. dem Risiko der Manipulation kategorisch verboten.
Wenn ein großer Player eine hohe Summe einsetzt, kann das den Börsenkurs so weit nach unten treiben, dass gesetzte Stopp-Los- Orders aktiv werden und den Kursverfall weiter perpetuieren.
Für den Initiator ein Bombengeschäft, für alle anderen Investoren in dem Titel ein Riesenverlust, sofern man nicht über entsprechende Derivate abgesichert ist.

Pen
Pen
Reply to  Robbespiere
2 Jahre zuvor

@Rob

Es wundert mich, daß die Leute mit dem Bargeld ausreisen dürfen, wo doch jeder weiß, daß es unversteuert ist, auf Nimmerwiedersehen das Land verläßt und für immer verloren ist. Oder fällt das in die Kategorie der gründlichen, aber psychisch kranken Steuerfahnder? Ist der Staat vielleicht gar nicht auf Seiten des kleinen, ehrlichen Bürgers, sondern auf der Seite der Räuber?

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Pen
2 Jahre zuvor

@Pen

Die Regierung, bzw. die Parteien, sind immer auf der Seite derer, die ihr Existenzminimum nahe am Hungertod ( darum ja auch Diäten genannt ), aufstocken, um unseren Volksvertretern ein menschenwürdiges Dasein zu ermöglichen. 🙂

Selbstverständlich müssen Steuerfahnder psychich krank sein, die derlei mildtätige Spenden beschlagnahmen wollen.
Sowas ist unethisch, ja geradezu inquisitorisch.

Juergen
Juergen
2 Jahre zuvor

Den Trend zur Abschaffung des Bargelds gab’s schon weit vor Corona – aber wie alle anderen Organisationen zur Durchsetzung von Partikularinteressen – nutzen die Aktivisten jetzt eben auch die Krise um ihre Ziele zu vermarkten. Ist auch keine Verschwörungstheorie, schließlich ist die Abschaffung in manchen Ländern (siehe das so liberale und progressive Schweden) ja bereits gelebte Praxis.

Geschenkt, dass man das jetzt mit neolinkem Wortsalat (Inklusion, Gleichstellung, Öko, etc.) begründet. Schließlich wird heutzutage alles mit neolinkem Wortsalat zugekleistert.

Selbstverständlich wird die Abschaffung des Bargeldes weiter forciert werden und häufiger Praxis werden. Es gibt einfach zu viele Interessengruppen die davon profitieren würden (Zentralbanken, Silicon Valley, Finanzdienstleister, Aktienbesitzer, Geheimdienste um nur einige zu nennen). Also muss man jetzt nur noch den „Progressiven“ erzählen dass Abschaffung von Bargeld „progressiv“ und „links“ sei und Bargeld „rechts“ und nichts stört die neue Ordnung. 🙂

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Juergen
2 Jahre zuvor

zustimmung.

Wie allerdings die Zentralbanken von der Bargeldabschaffung profitieren sollten, ist mir nicht klar.
DerBargeldanteil im gesamten Geldsystem beträgt m.W.n. gerade mal 4% und die Kosten im Zusammenhang mit der Bereitstellung von Bargeld sind über die Seigniorage abgedeckt.

Juergen
Juergen
Reply to  Robbespiere
2 Jahre zuvor

@Robbespiere

„Wie allerdings die Zentralbanken von der Bargeldabschaffung profitieren sollten, ist mir nicht klar.“

Nur die Abschaffung von Bargeld erlaubt negative Zinssätze weil Leute ansonsten ihre Rücklagen im Schuhkarton unterm Bett lagern würden anstatt diese zur Sparkasse zu tragen.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Juergen
2 Jahre zuvor

Die Negativzinsen müssen die Geschäftsbanken für ihre Einlagen bei der Zentralbank zahlen.
Ergo belastet es die Zentralbank nicht, wenn jene das nicht wg. dem Risiko eines Bankruns auf die Endkunden durchreichen können.
Die ZB sitzt am oberen Ende der Verwertungskette.
Allerdings, und damirt liegst du wohl richtig, ist die Verflechtung mit den Geschäftsbanken ( Group of Thirty ) sehr eng.

https://de.wikipedia.org/wiki/Group_of_Thirty

Juergen
Juergen
Reply to  Robbespiere
2 Jahre zuvor

@ Robbespiere

„Die Negativzinsen müssen die Geschäftsbanken für ihre Einlagen bei der Zentralbank zahlen.“

Ja, jetzt. Aber in Zukunft sollst

Du

die Negativzinsen zahlen. Okay, nicht nur Du sondern wir alle. Das Geld auf Deinem Giro- oder Sparkonto soll also durch Negativzinsen kontinuierlich weniger werden. Das geht natürlich nur wenn Du es nicht als Bargeld abheben und aufbewahren kannst.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Juergen
2 Jahre zuvor

Ja, jetzt. Aber in Zukunft sollst

Du

die Negativzinsen zahlen. Okay, nicht nur Du sondern wir alle. Das Geld auf Deinem Giro- oder Sparkonto soll also durch Negativzinsen kontinuierlich weniger werden. Das geht natürlich nur wenn Du es nicht als Bargeld abheben und aufbewahren kannst.

Die perfide Nummer, die dahinter steckt habe ich durchaus begriffen, u.A. darum bin ich ja auch gg. die Bargeldabschaffung.

Nur Leute mit einem dicken Brett vor dem Kopf freuen sich darüber.
Technik kann ja nur gut sein. 😀

niki
niki
Reply to  Juergen
2 Jahre zuvor

Eine Frage hätt‘ ich noch…
Klammern wir mal alle anderen negativen Wirkungen der Abschaffung des Bargeldes mal aus, weswegen ich selbstverständlich auch gegen eine Abschaffung des Bargeldes bin…
Wäre das nicht die digitale Variante von Silvio Gesell’s Freigeld?

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  niki
2 Jahre zuvor

Um was geht es denn bei diesem Freigeld?

So tief bin ich in der Materie nicht drin, allerdings ist schon der Begriff Digital für mich ein rotes Tuch.
Wahre Freiheit gibts nur mit Cash, ob nun in Papier oder Edelmetall.

niki
niki
Reply to  Robbespiere
2 Jahre zuvor

Beim Gesell’schem Freigeld ging es darum, dass die Menschen das Geld nicht lange horten, sondern gleich ausgeben um die Wirtschaft anzukurbeln, weil es halt mit jedem Monat sich abwertete… Der jeweilige Zeitwert wurde auf den Geldschein aufgedruckt.
Also eine Art negativer Zins…

Digital für mich ein rotes Tuch.

Ja klar, die möglichen totalitären Wirkungen sind zu groß!

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  niki
2 Jahre zuvor

Beim Gesell’schem Freigeld ging es darum, dass die Menschen das Geld nicht lange horten, sondern gleich ausgeben um die Wirtschaft anzukurbeln

Eine hohe Geldumlaufgeschwindigkeit wäre wünschenswert, aber dafür müßte man v.A. an die ran, welche massiv Geld akkumulieren bzw. in die Finanzwirtschaft stecken.
Durch je mehr Hände Geld fließt, umso größer wird der Wohlstand in der Breite.

Dann könnte sich mein Friseur endlich mal ne neue Schere leisten, die nicht ziept. 😀

Art Vanderley
Art Vanderley
Reply to  Juergen
2 Jahre zuvor

„Geschenkt, dass man das jetzt mit neolinkem Wortsalat (Inklusion, Gleichstellung, Öko, etc.) begründet“
Dennoch eine aufschlußreiche Wortwahl.

Rudi
Rudi
2 Jahre zuvor

Roberto:

Die Gates-Stiftung und Corona: Alles Verschwörungstheorie? Mit dem Urteil ist man ja schnell zur Hand.

Die Gates-Stiftungen tragen das selbe Muster. Seine 2006 mitinitiierte „Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika“ versprach bis 2020 den Hunger zu halbieren. Das Gegenteil ist eingetreten, weil das genmanipulierte angeblich ertragreichere Saatgut spezifische chemische Unterstützung braucht, die von den üblichen Verdächtigen geliefert wird. Diverse kapitalistisch geführte Staaten, wie USA, GB, D, Norwegen oder NL, unterstützten das Projekt mit Hunderten von Millionen Dollar. Die afrikanischen Bauern müssen das Hybridsaatgut kaufen, ihre Länder den Kauf subventionieren, damit saatgut-spezifische Dünger und Pestizide von BASF, Bayer und anderen finanziert werden können.

Warum sollte das bei den Impfprogrammen anders sein? Gates denkt kapitallogisch. Am Ende profitieren die Großkonzerne, bei denen Gates und Konsorten Aktien halten. Die Geschäftsidee ist gut: Man verkauft sich als sozialer Held, der die Menschheit vor den Unbilden des Kapitalismus retten will, um selbst den Mehrwert, den dieser Kapitalismus abwirft, abräumen zu können. Die Spirale dreht sich weiter.

Pen
Pen
Reply to  Rudi
2 Jahre zuvor

@Rudi

In Indien, Mexico, Afrika u. a. ist das schon in vollem Gange. Das nennt man „konventionelle Landwirtschaft“. :-))

Dagegen können wir etwas tun, indem wir Bioprodukte kaufen. Auch Kleidung aus Biobaumwolle. Weniger ist mehr.

https://www.brot-fuer-die-welt.de/projekte/indien-bio-boom/

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Pen
2 Jahre zuvor

@Pen

Man kann solche Inititiven von Kleinbauern nur begrüßen.
Leider werden in Der EU v.A. die Großbetriebe gefördert, also genau die Abnehmer der Agrarindustrie, während Jahr für Jahr kleine Höfe aufgeben müssen.
Die Nachfrage ist ja da, nur muss die aus Ländern wie China bedient werden, wo jede Kontrolle bzgl. der Verwendung von Chemieeinsatz fehlt und ich bezweifle, dass hier korrekt auf echte Bioqualität geprüft wird, was aus dem Ausland in unseren Regalen landet.

Pen
Pen
Reply to  Robbespiere
2 Jahre zuvor

@Rob

Es gibt doch fast auf jedem Markt Biogemüse aus regionalem Anbau. Grundsätzlich stimme ich Dir aber zu.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Pen
2 Jahre zuvor

@Pen

Auf größeren Märkten gibt es das, aber die hat es nicht überall,
Der Rest der marktbetreiber deckt sich in den klassischen Markthallen ein und wenn nicht mehrmals die Woche Markttag ist, verliert auch Biogemüse oder Salat recht schnell an Qualität.

Trotzdem sind Märkte eine tolle Sache, alleine schon wg. der größeren Auswahl, die man in keinem Supermarkt findet.
Wo sonst bekommt man noch eine Quarta, einen Boskop oder die duftende Goldpermäne?

Pen
Pen
Reply to  Robbespiere
2 Jahre zuvor

@Rob

Zustimmung. Diese Sorten und die Pastinake haben nur durch die Kleinbauern überlebt. 🙂

Drunter & Drüber
Drunter & Drüber
Reply to  Rudi
2 Jahre zuvor

Die Spirale dreht sich weiter.

Im Kapitalismus tut sie das ausnahmslos immer! Insofern ist das auch nur fast halbehrlich, wenn Sie andererseits diese böse sozialistische Planwirtschaft vehement ablehnen…

– wegen Planwirtschaft und ganz besonders wegen sozialistisch.

Sukram71
Sukram71
2 Jahre zuvor

Dass es Überlegungen gibt Bargeld abzuschaffen war nie ein Geheimnis oder gar eine Verschwörung. Angesichts des Widerstandes wird sich das so schnell aber keiner trauen.
Als Zwischenschritt muss Kartenzahlung erstmal flächendeckend als *Möglichkeit* verpflichtend eingeführt werden.

Das sollte man aber auch nicht mit der Einführung von digitalen Währungen verwechseln. Bei Facebook gibt es Bestrebungen eine digitale Währung einzuführen, in China ebenfalls und irgendwann wird sich vielleicht auch die EZB Gedanken zu einem digitalen Euro machen müssen.

Die meisten jungen Leute zahlen sowieso mit Karte, Handy oder Smartwatch, weil das viel praktischer ist, als an der Kasse mit Scheinen und Münzen herumzuhantieren. Nur irgendwelche Hinterwäldler oder Omas zahlen im Supermarkt noch mit Bargeld und halten den ganzen Betrieb auf. Selbst in Deutschland. 🙄

Außerdem muss man nicht ständig zum Bankautomaten latschen, Gebühren bezahlen und übers Handy kann man bei digitaler Zahlung viel leichter sehen, wo man sein Geld gelassen hat.

Restaurant und Kneipen, die keine Kartenzahlung anbieten werden von mir schon lange boykottiert. Schon alleine, weil ich kaum noch Bargeld bei mir habe und keinen Platz für so was Lächerliches wie Münzen. Und dass Bargeld bei Restaurants und Kneipen dazu dient, nicht alles bei der Steuer angeben zu müssen, ist ein offenes Geheimnis. Läden ganz ohne Kartenzahlung gibt es aber – im Gegensatz zu vor wenigen Jahren – kaum noch.

Irgendwann in nicht allzulanger Ferne werden diese Bargeldfetischisten aussterben und dann hat sich das Thema endlich auf natürliche Weise erledigt. Da könnt ihr euch auf den Kopf stellen. Wir haben schließlich das Jahr 2020 und nicht 1900! Mit Bargeld macht man sich heute wirklich nur noch lächerlich und outet sich als reaktionärer Hinterwäldler. 🌲🤣

Drunter & Drüber
Drunter & Drüber
Reply to  Sukram71
2 Jahre zuvor

Mit Bargeld macht man sich heute wirklich nur noch lächerlich und outet sich als reaktionärer Hinterwäldler. 🌲🤣

Dazu braucht es hier kein Bargeld. Da reicht jeder Satz zu weiblichen Selbstbestimmungsthemen oder „ähnlichem Gedöns“ Es ist ja ganz erstaunlich, wie sehr sich die Haltung einiger MassenkommentatorInnen und ihrer verhassten SPD-Politiker hierin gleichen!

Mit unserer Deutschen Mark wäre das nicht passiert

Pen
Pen
Reply to  Drunter & Drüber
2 Jahre zuvor

@D&D

Nunja…

Sie haben die SPD-PolitikerInnen vergessen. :-))

Und nun nicht gleich wieder wütend werden.

Drunter & Drüber
Drunter & Drüber
Reply to  Pen
2 Jahre zuvor

Wo Sie recht haben…

niki
niki
Reply to  Sukram71
2 Jahre zuvor

Mit Bargeld macht man sich heute wirklich nur noch lächerlich und outet sich als reaktionärer Hinterwäldler.

Erde an Sukram: Bist du auch ganz gesund…? Vollkommen irrelevant wer wie zahlt…
Wichtig ist das die Option des Bargeldes unbedingt und überall bleibt! Ansonsten wenn noch schlimmere Soziopathen an die Macht kämen, hätten diese ein ultimatives Werkzeug um unbequeme Menschen kaltzustellen. Man sperrt denen einfach das Konto!

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  niki
2 Jahre zuvor

Es reizt zwar, auf so hirnloses Geschwafel zu antworten, aber das motiviert ihn nur zu noch dämlicherem Getrolle.

Sukram71
Sukram71
Reply to  niki
2 Jahre zuvor

Ja, Bargeld ist auch wichtig, wenn mal ne Weile der Strom ausfällt, das ist natürlich wahr. Dennoch sollte Kartenzahlung überall angeboten werden und Bargeld kann höchstens als Notfall Backup dienen.

Außerdem gibt es auch Möglichkeiten Kartenzahlung und digitale Zahlungen anonym zu gestalten. Die Geldkarte hatte dazu das Potenzial. Oder mit Bitcoins ist das m E auch möglich. Die kann auch niemand „abschalten“.

Ansonsten musst auch ihr euch dran gewöhnen, dass die Welt sich weiterdreht. Wenn Menschen auf dem Ausland, zB Dänemark, hier her kommen, die wundern sich nur über unsere Rückstandigkeit. Deutschland hängt da locker 10 Jahre hinterher. Genau wie in allen anderen Bereichen der Digitalisierung.

niki
niki
Reply to  Sukram71
2 Jahre zuvor

@Sukki:
Kann man mit Bitcoin und deren Derivaten überall Zahlen? Vor allem im nä. Supermarkt?

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  niki
2 Jahre zuvor

Warum fütterst du diesen Vogel?
Wenn einer schon meint, digital und anonym gingen zusammen………

niki
niki
Reply to  Robbespiere
2 Jahre zuvor

Der Vogel hat doch sonst nichts mehr wo er Freude dran hat. Der arme Kerl hat ja sonst nichts zu lachen..

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  niki
2 Jahre zuvor

Denkste.

Der ist mehr unterwegs, als du ahnst. 🙂

niki
niki
Reply to  Robbespiere
2 Jahre zuvor

Das er u.a. bei Golem.de die Leute zutextet und sich genauso lächerlich macht wie hier, geschenkt!

ert_ertrus
ert_ertrus
Reply to  Sukram71
2 Jahre zuvor

In dem Fall bleibe ich gerne Hinterwäldler! Wer hier reaktionär ist, ist Deinem Post zu entnehmen.

Sukram71
Sukram71
Reply to  ert_ertrus
2 Jahre zuvor

Bargeldverfechter sind diese Diesel-Fahrer-mit-Hut-im-Auto-Klientel, die ihr Haus bei Google Street-View verpixeln lassen und sofort vor Gericht ziehen, wenn in ihrem Dorf ein Mobilfunkmast das Funkloch schließen soll! Und wenn ein E-Scooter im Weg steht rufen die die Polizei. 🤣🤦‍♂️

ert_ertrus
ert_ertrus
Reply to  Sukram71
2 Jahre zuvor

Diese E-Scooter sind ja nun mal wirklich beSCHEUERt. Übrigens fahren wir unsere Diesel mit Heizöl 😉

niki
niki
Reply to  Sukram71
2 Jahre zuvor

Das über den Kammscheren von mehreren vollkommen unabhängiger einzelner Probleme, die in den allermeisten Fällen rein gar nichts miteinander zu tun haben, ist ein besonders deutliches Signal kognitiver Dissonanz!

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  ert_ertrus
2 Jahre zuvor

@ert_ertrus

Wer hier reaktionär ist, ist Deinem Post zu entnehmen.

Wie wahr und unser Blog-Pudel würde sich auch glatt chippen lassen, wenn
Domina Angela das so anordnete.

Sukram71
Sukram71
Reply to  Robbespiere
2 Jahre zuvor

Chippen hat so ne erotische Ader…

Art Vanderley
Art Vanderley
Reply to  Sukram71
2 Jahre zuvor

50 Cent für diesen Kommentar- natürlich bargeldlos überweisen.

Pen
Pen
2 Jahre zuvor

OT- In der arte Mediathek läuft ein sehr guter, aber erschütternder Beitrag über europäische Kolonien in Afrika und Indien und deren Kampf um Befreiung und Selbstständigkeit.

https://www.arte.tv/de/videos/086124-001-A/entkolonisieren-1-3/

(bis Oktober)

Atalante
Atalante
2 Jahre zuvor

Oh ja, super, Bargeld abschaffen, was sich da für Möglichkeiten ergeben…
Zum Beispiel „HartzIV“-Empfänger: Da kann man dann bei jedem Einkauf gleich kontrollieren, ob er von dem sauer verdienten Geld der Steuerzahler (auf deren Kosten der ja schmarotzt), sich nicht irgendwelchen Luxus genehmigt, wie nen Blumenstrauß( Grünpflanzen sind im Regelsatz ja nicht vorgesehen) für das Grab der Mutter oder, oh mein Gott, ein Bier (Alkohol auch nicht im RS vorgesehen) zum Feierabend mit den Arbeitskollegen, weil man eben TROTZ Arbeit noch mit Hartz IV aufstocken muss… DAS sind natürlich dann Gründe für die nächste Sanktion, denn die Banken werden dann per Gesetz dazu verpflichtet, an die anfragenden Behörden auch Umsätze und Kontostände zu melden und nicht nur, ob oder welches Konto auf den Namen existiert (wie bereits heute der Fall)
Und wenn man das bei den Hartz-Assis ohne größere Widerstände in der „Rest-Bevölkerung“ (natürlich begleitet vom entsprechenden medialen Feuerwerk „SO gegen diese Assis mit UNSEREM Steuergeld um“ (wie geschehen bei „Hier kippt so ein HartzIV-Bezieher Sprudel auf die Straße um für das Pfandgeld der Pfandflaschen Alk (den er über den Lebensmittelgutschein nicht bekommt) zu kaufen“) durchgesetzt hat, kann man das ja ratz-fatz auf alle ausweiten und schneller als man gucken kann, werden alle möglichen „unliebsamen Subjekte“ von der Teilhabe abgeschnitten, indem man ihnen kurzerhand den Zugang zum Geld bzw. Zahlungsmöglichkeiten kappt, bis diese „unliebsamen Subjekte“ wieder „brav“ sind…
Nur mal so als Gedankenspiel…
Und Corona kommt jetzt ganz passend, das pöse pöse Bargeld könnte ja potentiell Übertragungsmedium sein, deswegen heisst es ja überall „nach Möglichkeit bargeldlos zahlen“ (noch „Nach Möglichkeit und freiwillig“, wenn man das ein wenig weitertreibt, könnte man, mit fleißiger Unterstützung durch entsprechende Studien, eine bargeldlos-Pflicht daraus machen, und wer nicht bargeldlos zahlen will/kann, Pech gehabt, gibts halt nichts mehr zu fressen, so what? Im Zweifel sogar ganz praktisch, weil die, die bar zahlen (müssen) eh meist die sind, die sowieso nix aufm Lappen haben, mithin für die Wirtschaft eh uninteressant, ergo verzichtbar, -zynisch?- vielleicht, aber wenn ich Sprüche lese und höre wie: Wenn ein HartzIV-Empfänger sich nicht selber finanzieren kann, sollte er auch legal seine Organe verkaufen können, wundert mich nix mehr) …Just my 2 cents