Konjunkturpaket: Mehrwert durch die Mehrwertsteuer?

Taugt das Konjunkturpaket der Bundesregierung etwas? Kommt es bei denen an, die es am dringendsten benötigen? Und was hat es mit der Senkung der Mehrwertsteuer auf sich?

Über diese Fragen – vornehmlich aber über die Mehrwertsenkung – habe ich mit Jens Berger gesprochen. Wir haben uns zudem der Frage gewidmet, ob die drastischen staatlichen Maßnahmen auch durchgezogen worden wären, wenn es unserem Gesundheitssystem besser ginge. Und wir haben über Maßnahmen gesprochen, die tatsächlich helfen würden und schon vor Jahren in die Wege geleitet hätten werden müssen.

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01:15 Keine Talkshow
02:00 Das Konjunkturpaket, ganz grob
05:10 Was bedeutet die Corona-Krise für die deutsche Exportpolitik?
06:30 Warum die Hilfsgelder für Europa?
10:16 Um was geht es bei der Mehrwertsteuersenkung?
14:30 Löhne hoch, aber wie?
23:00 Haben die Verbraucher etwas von der Senkung der Mehrwertsteuer?
26:30 Mehrwertsteuersenkung für ein halbes Jahr – ein gigantischer Aufwand
29:00 Kann eine temporäre Mehrwertsteuersenkung etwas bewirken?
31:30 „Wumms“ als politische Sprache
33:00 Nur ganz kurz: Das neue Rezo-Video
33:30 Was wäre von einer dauerhaften Mehrwertsteuersenkung zu halten?
34:30 Was helfen würde
39:30 Der Gesundheitssektor in der Krise (der eigentliche Grund der staatlichen Maßnahmen?)
42:00 Die nächste Pandemie kommt bestimmt
44:00 Ein wirtschaftlicher Ausblick in die Glaskugel
45:30 Was macht eigentlich der Finanzsektor?
48:00 Lufthansa aus dem Dax geflogen, „Neue Wohnen“ hat sie abgelöst
48:30 Erinnerung an eine alte Wette

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niki
niki
2 Jahre zuvor

Halb OT:
Apropos Zuschüsse…
Gleiches Prinzip bei den Zuschüssen des Bundes für den Radwegebau in den Kommunen…
Kommunen denen es gerade nicht finanziell besonders gut geht, werden diese Zuschüsse kaum beantragen, weil diese sich nicht einmal den eigenen Anteil der Kosten für den Neubau der Infrastruktur für Fahrräder leisten könnten.
Und natürlich musste man nicht lange auf das Gelaber der Bundesregierung und Automobillobby warten, dass die Kommunen und Menschen schlicht keine Radwege wollen täten…

niki
niki
2 Jahre zuvor

Zu den Mehrwertsteuersenkungen:
Ich kann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen, dass bei uns im Rad-Laden diese nicht an dem Kunden weitergegeben wird…
Mein Chef wird sich nur über die höhere Gewinnspanne freuen…
Bei dem Boom im Fahrradgeschäft würde mein Chef sich auf keinen Fall genötigt sehen die Preise zu senken… Das Gegenteil ist der Fall…!

Hingegen bei der „Tamponsteuer“ wurde genau drauf geschaut, ob die MWSt.-Senkung weitergegeben wurde…

Also je mehr Druck auf die Unternehmen ausgeübt werden kann, aus welchen Grund auch immer, desto eher wird eine MWSt.-Senkung an die Kunden weitergegeben…

Politikus
Politikus
2 Jahre zuvor

Wenn Jens Berger uns sagt, dass er von Finanzmärkten nichts versteht, dann kann hier nicht als Rebell des Neulands auftreten.

Die Nachdenkseiten wurden aufgefordert, mal etwas zu dem Modell eines intelligenten Marktes zu evaluieren.

Hier der Text der Mail.

Können Sie dazu Ihre Gedanken entwickeln?

1.Sahra Wagenknecht, quo vadis?
Re: Ein Teil dieses ganzheitlichen Konzepts hat du ja hiermit nachgereicht
2. Was ist der i-Markt und wie kann Wirtschaft demokratisiert werden?
Was unterscheidet das Organisationseigentum des i-Marktes vom Genossenschaftlichen?

„Die Frage des Eigentums ist nach seinen Gebrauch zu beurteilen im Zusammenhang mit dem Charakter der Arbeit, die in diesem Eigentum geleistet wird.“

3. Quelle:

Man könnte auch fragen, worin scheitern die „Linken“ im Allgemeinen als auch Sahra Wagenknecht im Besonderen.

Ich kann hier nur festsstellen, dass weiter in den Kategorien von privatem Kapital, Staat und Steuern gedacht wird.
Das ist kein Neuland!

Im i-Markt gibt es keinen virtuellen Finanzmarkt mehr und Steuern im klassischen Sinn könnten obsolet werden.

Richtig bleibt zwar, dass die aktuelle Politik nur eine Show ist und an den Ursachen der Finanzkrise, die eben nicht behoben wurde, nichts geändert hat.
Im Gegenteil, die Maßnahmen stellen die Frage in den Mittelpunkt, wie mit einem Finanzcrash in der Zukunft umgegangen werden müsste.

Die Corona-Pandemie hat nur wie ein Brennglas ein paar Probleme des globalen Kapitalismus in den Mittelpunkt ökonomischen Falschdenkens gerückt.

Und wir brauchen gar keinen neuen Virus, um in die nächste Krise zu schlittern, wenn wir auf die essentiellen Fragen der Menschheit keine Antwort finden.

Serienfan
Serienfan
2 Jahre zuvor

Als die FDP damals die „Mövenpick-Steuer“ einführte, also eine Senkung der Besteuerung von Hotelübernachtungen, wurde das nie als Geschenk an Hotelgäste, sondern als Geschenk an Hotelbetreiber gesehen.

Abgesehen davon: Kleine Einkommen geben im Monat (nach Abzug von Miete usw.) vielleicht 400 bis 500 Euro im Handel aus. Selbst wenn der Handel alles komplett an Kunden weitergibt, wäre das ein enormer Steuerzuschuss von 12 bis 15 Euro.

Ob der Umstand, dass ein Pullover nicht mehr 99, sonder 96 Euro kostet, den großen Kaufrausch auslöst, bezweifle ich auch noch ein wenig.

Gerade erfolgreiche Monopolisten wie Amazon werden das sicher an die Kunden weitergeben, bei denen gilt der Grundsatz „Marktabdeckung statt Umsatz“. Sie werden damit wahrscheinlich sogar werben, während der kurz vor der Pleite stehende Einzelhandel wahrscheinlich auf die paar zusätzlichen Kröten angewiesen sein wird. Letztlich wird also eher Amazon seinen Vorsprung weiter ausbauen, während dem Einzelhandel das Almosen, das er auch noch an die Kunden weitergeben soll, gar nichts nützen wird.

BTW: Rezo ist 28 Jahre alt, was er übrigens in dem (von euch ja so schlecht befundenen )Video mehrfach betont.