Liebe und Organspenden gehen durch den Magen

Neben der Liebe gehen offenbar auch Organspenden durch den Magen. Zumindest muss man feststellen, dass die Debatte um die Widerspruchslösung sehr „aus dem Bauch heraus“ geführt wurde.

Wir haben über das Für und Wider und über ganz praktische Erwägungen in unserem aktuellen Podcast gesprochen.
Mit Roberto de Lapuente und Jens Berger.
Das Statement zu Beginn des Podcasts stammt von Anna Bergmann, Medizinhistorikerin.

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Molle Kühl
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Molle Kühl

Zitat von verarschten Eltern: „Wir waren bereit gewesen, ein Organ zu spenden, jetzt erfuhr ich, dass die Mediziner meinem Sohn Herz, Leber, Nieren und Augen entnommen hatten, man hatte ihm sogar die Beckenkammknochen aus dem Körper gesägt und an eine Knochenbank weitergeleitet, zum späteren Verkauf. Zerlegt in Einzelteile war er dann über Europa verteilt worden. Er war zum Recyclinggut geworden.“ Mit hohen Cortisongaben werden das fremde Organ und der Empfängerkörper gedopt, um die Natur zu betrügen. Die Folgen bleiben nicht aus. Die ständigen Cortisongaben schädigen auch die anderen Organe. Das transplantierte Organ bleibt, trotz Cortison, einer schleichenden Abstoßung unterworfen. Pilze,… Weiterlesen »

Molle Kühl
Gast
Molle Kühl

Hab nichts anderes erwartet. Vorfreude auf spannende Diskussionen heucheln und wenn was kommt, einfach aus mangelnder Kompetenz zum Thema den Ironiebutten drücken. Wenn Ihr Journalisten seid, dann ist ein Friseur ein Hirnforscher.

Molle Kühl
Gast
Molle Kühl

Ist schon peinlich, dabei erwischt zu werden, dass man mit einem derart komplexen und emotional aufgeladenen Thema nicht vertraut ist. Analyse, Struktur und Kritik ließen dem populistischen Stammtischniveau offensichtlich keinen Platz.

Pen
Gast
Pen

Na das hört sich doch gut an. Oder meintest Du das vielleicht umgekehrt?

Da hast Du Dich in Deinem Eifer wohl etwas vergaloppiert.

rainer
Gast
rainer

…..ich lese lieber…und deshalb kann ich dazu nichts vermelden…..

Pen
Gast
Pen

@rainer

Falls Du eine Aufheiterung brauchst, solltest Du Dir das anhören.

🙂

Pen
Gast
Pen

Sehr erheiternder und kurzweiliger Podcast, obwohl das Thema ja eigentlich gar nicht so lustig ist. :- ))

Schönen Dank. Mir gefällt auch, daß man – angeregt durch Eure Diskussion – noch einmal darüber nachdenkt.

Ich tendiere zu Robertos Einstellung und bin gegen jegliche Eingriffe von Seiten der Medizinerzunft – aus Respekt vor der Schöpfung und der Weisheit des Schicksals (oder wie immer man das nennen mag).

Aber Chapeau allen, die bereit dazu sind!

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

Moin Pen, ein gutes Argument! Aber auch wenn man nicht einer Religion angehört, kann man durchaus das m.E. hinter Transplantationen von Organen aus Hirntoten bedenken haben. Denn dahinter steht ein mechanistisches Weltbild, das den Menschen und des Menschsein, im Grunde auf das Gehirn fixiert. Das ist eine Einstellung die man zumindest hinterfragen muss, um zu einer Gewissensentscheidung zu gelangen.

Beste Grüße

ChrissieR
Gast
ChrissieR

Guude, Heldentasse!

Wenn man Hirntoten Organe entnehmen darf…..ja da sollten sich unsere Politiker mal besser ganz schnell in Sicherheit bringen !

LG

Christine

niki
Mitglied
niki

Schön wäre es, wenn die nur Hirntod wären… Viele von denen sind nicht blöd. Aber sehr zu unserem Leidwesen hochgradig von Lobbyisten beeinflusst…
Auf gut Deutsch: Korrupt bis ins Mark.
Allerdings viele Wähler der derzeitigen Regierung müssen in der Tat Hirntod sein, wer so etwas nicht sieht…

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@niki Schön wäre es, wenn die nur Hirntod wären… Viele von denen sind nicht blöd. Aber sehr zu unserem Leidwesen hochgradig von Lobbyisten beeinflusst… Auf gut Deutsch: Korrupt bis ins Mark. Genau und der Grund dafür ist Ausschluss der Bürger bei der Entscheidung über poilitische Sachfragen. Allerdings viele Wähler der derzeitigen Regierung müssen in der Tat Hirntod sein, wer so etwas nicht sieht… Deshalb muss es in Zukunft Wahlscheine mit Durchschlag geben. Dieser ist für den Notfall immer mitzuführen. Wer diese Spacken gewählt hat, erklärt damit seine Bereitschaft, als Ersatzteillager zu dienen. Damit wären alle Engpässe bei der Suche nach… Weiterlesen »

Pen
Gast
Pen

@Robbespiere

Superidee! Ich mag Deinen schwarzen Humor.

Da wäre wohl niemals Mangel an Ersatzteilen

Pen
Gast
Pen

@Heldentasse

Genauso meine ich das, nicht religiös, sondern eben wegen dieses den Menschen auf das rein Materielle reduzierende Weltbild. Das Wort ‚makaber‘ ist wohl etwas aus der Mode gekommen.

Man kann auch religiös sein, ohne einer bestimmten Religion anzugehören.

pen
Gast
pen

Das Prinzip Patientenverfügung sollte man vielleicht noch einmal überdenken. Offenbar hat es wie alles zwei Seiten. Das folgende Interview dazu ist hochinteressant. Die schwarze Null ist kohlschwarz! Man kommt nicht umhin, an Euthanasie zu denken.

https://klausbaum.wordpress.com/2020/01/23/patientenverfuegungen/

niki
Mitglied
niki

Vollkommen richtig kritisiert wird in diesem Blog der allgemeine Zustand des Gesundheitssystems und die Folgen der Privatisierung. Auch der Zusammenhang des Systems mit den Patientenverfügungen wird nicht zu unrecht kritisiert.

Allerdings das Grundprinzip Patientenverfügung ist trotzdem nicht das schlechteste. Zumindest wenn eine unter entsprechenden Voraussetzungen zustande gekommen ist.
Ich musste mich damit schon ausführlich beschäftigen. Und wenn wirklich keine Hoffnung für den Patienten besteht und eine Lebensverlängerung nur noch weitere Qualen bedeuten…
Wer einen Schmerzpatienten im näherem Umfeld hat, wird wohl entsprechend für das Thema sensibilisiert sein. Hoffentlich!

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

Liebe Diskutanten, m.E. hätte man die ganze Diskussion auch mit verkürzen, bzw. ab dem Zeitpunkt beenden können, wo das der Begriff „Gewissensentscheidung“ fiel, und klar gemacht wurde, dass am besten jeder selber für sich selber entscheidet was mit ihm/ ihr nach dem Tod bzw. Hirntod passiert, und das ist in dem einen „Spenderausweis“ oder anderen „Widerspruchslösung“ System möglich. Ich ganz persönlich habe mich ganz klar gegen eine Organspende entscheiden und zwar hauptsächlich aus zwei Gründen: 1. Möchte ich nicht, dass mir ein Gesundheitssystem Organe entnimmt, was zehntausende Menschen pro Jahr an resistenten Krankenhauskeimen verrecken lässt, obwohl dies relativ leicht vermeidbar… Weiterlesen »

Pem
Gast
Pem

Hallo Tasse, das mit dem Gewebespendern wußte ich gar nicht. Es bestätigt aber meine Abneigung gegen unseren medizinischen Betrieb, deren Umgang mit kranken Menschen, ihre Überheblichkeit und Arroganz. Dazu kommt die lukrative Verquickung mit der Pharmaindustrie. Alles, was ich an Krankheiten habe, nicht viel, aber mr reichts, sind bleibende Nebenwirkungen von Medikamenten, und nichts davon, war wirklich nötig. Aber das wußte ich leider erst, als es zu spät war. Seitdem versuche ich, denen möglichst aus dem Weg zu gehen, mich gesund zu ernähren, und meinem Körper zu vertrauen. Ja, und es ist deren mechanistisches Weltbild, was mich abstößt. Als zwei… Weiterlesen »

Roberto J. De Lapuente
Admin

Ja, da hätten wir aufhören können. Wir wollten aber noch nicht – in meinem Fall hatte ich noch eine halbe Flasche Bier vor mir stehen. Die wollte ich nicht alleine trinken 😉

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

Das kenne ich ganz genau, und wird mir gleich beim monatlichen Frühschoppen auch passieren, nämlich: Wenn das Bier noch nicht alle ist wird einfach weiter gefaselt. 😛

Molle Kühl
Gast
Molle Kühl

Yep, wenn’s oben strubbelig wird, läßt sich besser herumschwadronieren. Dass Euch dieses kollektive Elaborat nicht peinlich ist…..

Pen
Gast
Pen

Peinlich ist ganz was anderes…

Roberto J. De Lapuente
Admin

Gott, bist du ein ahnungsloser Schwafelfürst, Mollekühl.

Pen
Gast
Pen

@Roberto

Am Besten fand ich, wie Ihr Euch immer wieder aufgefordert habt, nicht alle auf einmal zu reden, um dann wieder einträchtig zur gleichen Zeit loszulegen.

So ist das eben, wenn man viel zu sagen hat, und sich zudem sein kindliches Gemüt bewahrt hat. :- ))