… geradezu eine geschichtliche Notwendigkeit

Genossinnen und Genossen, heute wird unsere sozialistische Republik 70 Jahre alt. Wird? Nun gut, stimmt ja – sie würde. Sie ist ja nicht mehr. Würde: Ja, die gab es in der DDR auch. Nicht nur als Konjunktiv. Oft trat man sie auch mit Füßen. Klar. Es war aber nicht alles schlecht, Genossnenumgenossen. Vieles hätte dem neuen Deutschland gut getan. Und vieles hätte unter anderen Startbedingungen besser sein können.

Heute vor 30 Jahren hielt Erich Honecker eine Rede in Berlin, der Hauptstadt der Deutschen Demokratischen Republik, westlich-vulgo auch Ost-Berlin genannt. Das Land war damals 40 Jahre alt geworden. Strotzte vor Gesundheit, litt aber unter einer »zügellosen Verleumdungskampagne […] die international koordiniert« wurde und die darauf abzielte, »Menschen zu verwirren und Zweifel in die Kraft und die Vorzüge des Sozialismus zu säen«. So sah es jedenfalls der Staatsratsvorsitzende. Vor den Toren des Palastes der Republik konnte man sehen, wie diese Kampagne fruchtete. Selbst der sowjetische Staatsgast mit dem Feuermal in der Form der UdSSR auf dem Kopp, faselte etwas von der Bestrafung verspäteten Kommens und meinte das ganz sicher nicht sexuell.

Denn die DDR war damals nicht mehr sonderlich sexy, wenn sie auch in dieser Stunde, noch immer ein Erfolgsmodell darstellte. Oberflächlich betrachtet: Denn es gab sie ja noch. Ein Jahr später war sie allerdings schon in der Bundesrepublik aufgegangen – das heißt die fünf Bundesländer, die die Nachfolge der aufgelösten DDR einnahmen, wurden zu einem Teil des Klassenfeindes. Der greise Erich hatte in jenem letzten Oktober vor der Wiedervereinigung noch erklärt, dass die DDR »geradezu eine geschichtliche Notwendigkeit« war. Das bessere Deutschland gleichsam. Heute lachen wir freilich darüber. Nicht mal zu unrecht, denn wer so blind ist, wie die SED in jenen Jahren, den bestraft nun mal das Leben. Von der Notwendigkeit eines Deutschland, das sich anders gestaltet und wahrnimmt, als es das neue Deutschland ab Oktober 1990 tat, hätte man gerne noch weiter sprechen dürfen nach der Einheit. Haben wir aber nicht – was nahelegt, dass die Vereinigung nicht so richtig gelungen ist.

… wie schöns dort war ha ha  …

Vor einigen Jahren fiel mir Grass‘ Tagebuch von 1990 in die Hände. »Unterwegs von Deutschland nach Deutschland« nannte er es. Wie anders hätte es laufen können damals. Der Schriftsteller beschrieb einen Willy Brandt, der zunächst noch von deutsch-deutscher Könförderation sprach, der aber zu einer moralischen Absegnung einer populistischen Wiedervereinigung nach den Spielregeln des Westens getrieben wurde. in Lafontaine als Kanzlerkandidat kam darin or, der den Zusammenschluss so nicht wollte, ihn aber proklamieren musste, wenn er überhaupt eine Chance haben wollte, die kommenden Wahlen zu gewinnen. Und er nennt all die hoffnungsfrohen Stimmen aus der DDR, die von einer Reform und Überarbeitung des Sozialismus sprachen, die dann ganz schnell als Romantiker diffamiert wurden. Die D-Mark hatte sie denunziert.

Wir Nachgeborene des geteilten Deutschlands, wir, die wir Kinder waren, als die Teilung beendet wurde, wissen heute kaum, dass der Anschluss der DDR an die Bundesrepublik, gemeinhin als Wiedervereinigung bekannt, nur bedingt eine geschichtliche Alternativlosigkeit war. Es gab Chancen, die Vorzüge beider Systeme zu verbrüdern. Selbst Helmut Kohl hat ganz am Anfang, die Mauer war frisch gefallen, noch davon gesprochen. Wenn auch nur eine Woche lang, wenns hochkommt. Und selbst die damals noch junge Angela Merkel soll das in jenen Tagen der Wende gehofft und zum Ausdruck gebracht haben. Drei Jahrzehnte voller Verklärung und Vergessen haben den Blick für die Tatsachen und die damaligen Möglichkeiten verschleiert.

Was  in all der Zeit Konstante blieb, ist die Arroganz des Westens. Die Großspurigkeit des Siegers. Ist die gerecht? Waren die Facharbeiter der DDR zu blöd, um qualitativ hochwertig zu arbeiten? Kannten sie Abschlüsse, Karrieren und Renten ohne Leistung erbringen zu müssen? Waren die Führungskader schlicht nur dämlich? Das ist jedenfalls die Lesart des Mainstreams seit jener Wendezeit. Ostalgie bedeutet nicht nur Rotkäppchen-Sekt, »Sing, mei Sachse, sing« oder wippende Brüste und baumelnde Pimmel beim FKK auf Hiddensee … wie schöns dort war ha ha. Ostalgie bedeutet aus westlicher Perspektive bis zum heutigen Tage auch immer, dass nicht alles schlecht war in der DDR: Sondern das alles, wirklich alles, sehrsehrsehr schlecht war. Darin gefällt sich der Westen, das den Osten aufgenommen hat und der es jetzt mit Rechtsruck dankt.

Die Macht der Geographie

Ist diese Überheblichkeit gerecht? Haben die Westdeutschen so viel mehr geleistet? Monika Maron, nicht gerade als Verklärerin der ostdeutschen Wirklichkeit bekannt, fragt sich in ihrem Essay »Ich war ein antifaschistisches Kind«, weshalb die Westdeutschen ihr »eigenes Wohlergehen nur noch als eine gerechte Folge ihrer ehrlichen Arbeit ansahen, nicht aber auch als einen geographischen Glücksfall. Läge Schwaben an der Oder, läge Leipzig am Rhein […] Dann hießen die Schlagzeilen in den Zeitungen heute vielleicht: Wieder hunderttausend Demonstranten in Stuttgart.« Viele Bodenschätze hatte die DDR jedenfalls nicht. Uran, Braunkohle und Kalisalze waren im Sortiment. Sonst war Essig. Wenn Leipzig wenigstens eine direkte, im Herzen Europas plätschernde Wasserroute nach Rotterdam, einen Zugang zur Welt gehabt hätte: Was für Optionen hätten sich da ergeben?

Der Gedanke Marons ist gut, ein bisschen zeitgemäß sogar. Denn welche Macht die Geographie einnehmen kann, erklärte Tim Marshall in seinem gleichnamigen Bestseller recht nachvollziehbar. Karten beeinflussen die Geschichte, prägen die Politik und sie entscheiden letztlich über den Erfolg und die Langlebigkeit von Staaten und Nationen. Schade ist nur, dass Monika Maron später, nach der Wende nämlich, diese Erkenntnis verdrängt hatte und im Spiegel lieber vom »unüberwindlichen Ekel« fabulierte, der sie immer dann befalle, wenn sie auf ihre ostdeutschen Landsleute treffe. Da machte sie wieder aus der ostdeutschen Misere wieder so ein Mentalitätsding, der geographische Materialismus war ihr entfallen.

War es also alleine der Sozialismus, der chancenlos machte? Natürlich auch. Die Isolation, in die sich der real existierende Sozialismus verstrickte, in die er selbstverständlich auch gedrängt wurde, gebar keine Chancengleichheit. Ein großer Rest war jedoch Zufall, war historisch gewachsene Prämisse – ja war geographisches Pech. Das sind aber Faktoren, die keine Rolle mehr spielen bei der Schau auf die Ereignisse. Sie sind im Orkus einer Geschichtsschreibung verschwunden, die unliebsame Elemente unterschlug und uminterpretierte. Der Westen tut bis heute so, als habe auch der Osten seine Chance gehabt. Ihr habt es vermasselt, spottet er. Und pimpt nebenher den Rhein und die Ruhr als Lebensleistung des Westens auf.

Deutschland den Westdeutschen!

Ihr hattet eure Chance, liebe Ossis. Verkackt habt ihr es. So sieht man das bis heute im Westen. Lebensleistung? Was soll das gewesen sein? Was habt ihr denn gehabt? Klar, jeder hatte seinen Job, war in einer Gemeinschaft der Werktätigen aufgehoben, konnte noch als Rentner in der Kantine seiner Firma was spachteln. Aber was waren denn das für Jobs? Unnötige. Künstlich erzeugte. Das ist freilich der westliche Blick auf die Dinge. Der pekuniäre Blick. Dass man mit allen Mitteln versuchte, den Menschen eine sichere Basis zu ermöglichen, wird verunglimpft und als Sozialromantik verlacht. Aber genau dieser Versuch eines besseren Konzeptes wäre die Essenz des Ostens gewesen, die wir in den Westen hätten einfließen lassen sollen. Gemeinsinn halt. Wertehomogenität. Das klingt nach westlichem Gusto mittlerweile altbacken und spießig. Warum nur?

Die Mär der Wendezeit wollte ja, dass der Ossi als Taugenichts wahrgenommen wird. Ja, nicht mal die friedliche Revolution wollte man den Ostdeutschen lassen. Westliche Künstler meinen bis heute, sie hätten die Wende verursacht. Udo Lindenberg etwa. Oder der Knight Rider persönlich. Im Zweifelsfall konnte man aber auch Franz-Josef Strauß nennen, den Misskredithai von der anderen Seite des Weißwurstäquators. Jeden – nur nicht jemanden aus dem Osten. In einem so pathetisch-westlichen Klima war nie Platz für Gedankenspiele, was uns aus dem Osten hätte bereichern können. Wenn der fickrige alte Mann mit Schlapphut in die Kameras nuschelt, dass sein Sonderzug nach Pankow der Anfang vom Ende der DDR war, dann weiß man die Lebensleistung der ostdeutschen Bürgerinnen und Bürger einordnet: Man lässt ihnen nicht mal die Wende als Leistung – Deutschland den Westdeutschen!

Mit mehr visionärer Kraft hätte der senile Erich vor 30 Jahren von der »geradezu geschichtlichen Notwendigkeit« sprechen können und damit gewisse Werte und Errungenschaften gemeint, die mit in einen potenziellen Vereinigungsprozess zu nehmen seien. Das war es ja, was Gorbatschow ihm stecken wollte. Er hat es nicht kapiert, die ganze Führungsriege war nicht reif dafür. So bekamen wir eine Einheit im kolonialen Stil. Ohne Sozialismus – und was noch schlimmer ist: Entsozialisiert. Dieser romantische Plan, den Bürgern Sicherheiten zu garantieren und sie nicht auf sich alleine zu stellen: Das war ja nicht das blödeste Vorhaben von drüben. Schade drum …

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niki
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niki

Ich weiß schon warum ich den 3. Okt. ziemlich negativ gegenüberstehe… Es wurde so ziemlich alles Verkackt, was zu verkacken war! Es war keine Wiedervereinigung sondern ein Anschluss am Westen, wo nach der Ost-Bürger nach Strich und Faden verarscht wurde… Klar gab es auch „Gewinner“… Nur wie alle Gewinner hier im Land, zeichnen die sich nicht selten durch eine gewisse Rücksichtslosigkeit aus, die man manches mal schon als Soziopathie einstufen könnte… Wir hatten gar so einen Typen als Bundespräsident… Nein, das war definitiv nicht meiner!… Und kein Wunder dass wir nun ein Problem mit den Rechten in den „Anschlussgebieten“ haben…… Weiterlesen »

Pen
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Pen

Auch das hätten die Chinesen besser hinbekommen. ;- )) Der Westen hat fertig.

ChrissieR
Gast
ChrissieR

@niki…

Genau so sehe ich das auch! In den letzten Jahren habe ich immer öfter gesagt, dass ich liebend gerne in eine DDR mit Reisefreiheit ziehen würde, wenn es sie denn gäbe…

Ich glaube, dass es bestimmt noch mehr Menschen gibt, die als “ Kapitalismusflüchtlinge“ in eine freie DDR gehen würden!

Liebe Grüsse

Christine

Nashörnchen
Gast
Nashörnchen

Eine DDR mit Reisefreiheit ist eine „contradictio in adiecto“ – ein Widerspruch in sich. Ent oder weder.
Ich verrate jetzt mal ein streng gehütetes Geheimnis: Es gab nur sehr sehr wenige Kapitalismusflüchtlinge, viele davon kamen von der RAF. In die andere Richtung waren es Millionen. Warum? Weiß ich auch nicht…

Stulles
Gast
Stulles

Ich habe neulich mit einer Frau gesprochen. Sie musste im weißen Kittel mit Häubchen, zehn Jahre in einer Kantine auf einem Stuhl sitzen. Das war einer ihrer Bullshitjobs in der DDR. “ Wieh hadden alle Abbeid in der DDR !“ Der Industrialisierung ist ein Diebstahl an Grund und Boden vorausgegangen. Man hat die Bauern beklaut oder Ernteabgaben so überzogen erhöht, dass sich die Kleinbauern nicht mehr selbst ernähren konnten. Ziel der Feudalherren war es, diese Menschen als Billiglöhner in ihre neuen Fabriken zu treiben. Ja, so ähnlich wie heute. Wie wäre es, diesen Prozess umzukehren ? Das Eigentum wird in… Weiterlesen »

Nashörnchen
Gast
Nashörnchen

Ganz einfach: „Junkerland in Bauernhand!“ Und dann alle Kleinbauern enteignen und LPG gründen zwecks „Kollektivierung der Landwirtschaft“. Das Ziel der Feudalherren. In den 1950ern…

Stulles
Gast
Stulles

Kannst du nicht mal ausnüchtern bevor
du was schreibst ?
Kein Bier vor vier !

Nashörnchen
Gast
Nashörnchen

9.21 Uhr ist eindeutig nach vier. Aber wenn Geschichte, Mathe und Rechtschreibung immer freitags war…

Linkenabknaller
Gast
Linkenabknaller

Natürlich. Die DDR basierte, wie jedes linke System, letztlich auf Raub (und zwar von den gesellschaftlich und genetisch Höherstehenden), wenngleich es im offiziellen Sprachgebrauch als Enteignung verbrämt wurde. Aber wie sagte schon die olle Thatcher: Das Problem mit dem Sozialismus ist der, daß dem Sozialisten letztlich immer das Geld der anderen ausgeht. Das hatte Gorbatschow gemerkt und daher dieLiquidation des Ostblocks eingeleitet. Die Thatcher war zwar eine bösartige deutschfeindliche Kuh, aber in dieser Sache hat sie recht gehabt. Alle Linken sind geborene Verbrecher, genetischer Sondermüll, und der Faschismus war die einzig mögliche Reaktion auf das linksistische Jahrtausendverbrechertum. Ich halte den… Weiterlesen »

Oma
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Oma

Was sind genetisch Höherstehende? Und ist es human und notwendig, dies so zu erwähnen? Jeder soll denken und sagen, was ihm beliebt, es geht aber auch ohne menschenfeindliche Abwertung des Anderen!!

ert_ertrus
Gast
ert_ertrus

Suprematisten leiden meist unter enormen Minderwertigkeitskomplexen, weil sie der Allgemeinheit wenig oder nichts zu bieten haben (arme Würstchen, die sie im Leben meist sind) … Ständige Püffe von oben verleiten sie dazu, nach (gefühlt) weiter unten zu treten.

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Linkenabknaller Bei welchem Sargschreiner hast du dir dieses krude Weltbild zusammennageln lassen? Natürlich. Die DDR basierte, wie jedes linke System, letztlich auf Raub (und zwar von den gesellschaftlich und genetisch Höherstehenden), wenngleich es im offiziellen Sprachgebrauch als Enteignung verbrämt wurde. Wo ist da der Unteschied zum Kapitalismus? Sind denn Privatieirungen zu Gunsten re8cher Investoren etwa kein Raub an Gemeingut und Enteignung? Sind Steuergeschenke an die ohnehin reiche Oberschicht ohne Gegenleistung etwa keine Enteignung der Bürger über die Schwächung der Statsfinanzen? Dass Steuerflucht der Oberschicht nicht geahndet wird, und ddurch Infrastruktur sowie Bildungseinrichtungen vergammeln, ist das keine Enteignung von uns Allen?… Weiterlesen »

Nashörnchen
Gast
Nashörnchen

Hoch jo, die guude ollde DäDäRäää. Es wor jo nisch olles schläscht! Ja, so vieles fehlt: Der antifaschistische Schutzwall, nur mal so als Beispiel, den kriegen sie einfach nicht mehr hin. Aber es gibt Hoffnung! Viele Straßen, Brücken, Schulen, Bahnstrecken sehen schon wieder aus wie damals, auch die Löhne und Renten nähern sich langsam aber stetig dem einstigen Niveau, im Osten waren sie ja nie wirklich weg davon, jede Nacht zünden progressive Menschen fleißig Autos an, auch da läuft die Annäherung, Urlaubsreisen sind bald wieder beliebt wie damals, Berlin legt grad ein passendes Wohnungsbauprogramm auf, Äntschie wird längst genauso abgeschirmt… Weiterlesen »

Rudi
Gast
Rudi

Gerade hat der angebliche Revolutionär Rainer Eppelmann das Große Bundesverdienstkreuz erhalten. Es ist sein zweites Kreuz. Schon 1994 wurde dem CDU-Mann und Multifunktionsposteninhaber das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse überreicht. Mit solchen Ehrungen schreiben die Konservativen die Geschichte der sog. friedlichen Revolution gegen den „Unrechtsstaat“ weiter. Die zeithistorische Erzählung vom Streben nach Freiheit, die der Kapitalismus Westdeutschlands angeblich bot und weiterhin bietet, soll zementiert werden und in den Schulbüchern sich ewig widerspiegeln. Eine Revolution zu nennen, die kaum anderes war, als in die Umarmung der CDU sich zu begeben, nimmt dem Begriff die ihm eigene Würde. Gerade habe ich gelesen, dass die… Weiterlesen »

Oma
Gast
Oma

Der Staat ist nicht Dein Freund

Rudi
Gast
Rudi

@ Oma
So kann man das nicht sagen, denn: Der Staat sind wir alle.

Oma
Gast
Oma

Rudi, der Staat sind vor allem öffentl. Bedienstete und die polit. Klasse! Wir sind wohl eher Gesellschaft. Frei nach Erich Mühsam; Wo Gesellschaft sein soll, ist kein Platz für den Staat und umgekehrt!Staat ist nichts Anderes als zentralisierter Ausführungsdienst einer vom Volk gelösten Kaste zur Beherrschung des entrechteten Volkes

Rudi
Gast
Rudi

@Oma: „Staat ist nichts Anderes als zentralisierter Ausführungsdienst einer vom Volk gelösten Kaste zur Beherrschung des entrechteten Volkes“

Biste nicht froh, dass deine Enkel zur Schule gehen können? Dass dies nicht nur den Abkömmlingen des Geldadels möglich ist?

Biste nicht froh, dass es öffentliche Bibliotheken gibt, bei denen du nahezu umsonst ein- und ausgehen und Medien ausleihen kannst?

Natürlich gibt es viel zu kritisieren, insbesondere die Vernachlässigung der öffentlichen Daseinsvorsorge. Aber alles dies lässt dein Urteil nicht zu, wir seien ein entrechtetes Volk, das von einer von diesem gelösten Kaste beherrscht werden würde. Noch sind wir keine Demokratische Republik Kongo.

Oma
Gast
Oma

In den Niederlanden kann jeder selber entscheiden , ob er in eine staatliche , kirchliche oder private Schule geht alle aber öffentlich finanziert. Auch Ihr Kommunisten wolltet den Staat, das Interesse der herrschenden Klasse, später absterben lassen! Ich bin für Gemeinschaft, freie Vereinbarungen, freie Assoziationen, nicht für die Herrschaft des Kapitals, welches sich ebenfalls der Gemeinschaft zu fügen hätte! Für jeden kleinen Vorteil des Staatsbürgers, haben Beamte usw oder Politiker unzählige mehr! Ihr Staatssozialisten vergisst, dass im Namen des Staates die größten Mordaktionen möglich waren, indem der angeblich nicht dazu Gehörende abgewertet werden konnte!ich gebe Dir aber natürlich recht, der… Weiterlesen »

Stulles
Gast
Stulles

Hallo anton !
Wie fühlst du dich nach deiner Geschlechtsumwandlung ?

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Stulles

Beschissen……das Mieder kneift. 😀

Rudi
Gast
Rudi

@ Oma

In den Niederlanden kann jeder selber entscheiden , ob er in eine staatliche , kirchliche oder private Schule geht alle aber öffentlich finanziert.

Wat issn det für ne Logik? Private Schulen öffentlich finanziert? Deswegen sind diese stiftungsfinanziert. Im Übrigen werden in dieser Republik die kirchlichen Schulen zu ca. 90% bezuschusst, obwohl sich die TrägerInnen das Personal autonom aussuchen können, konfessionsgebunden natürlich.

Die Privatschulen in den Niederlanden
o dürfen Schüler ablehnen deren Eltern nicht zu einer Religionsgemeischaft gehören
o unterliegen dem Privatrecht
o werden nicht vom Staat gegründet oder organisiert
o werden vom Gremium des Verbandes oder der Stiftung verwaltet

Ob das demokratischer ist, finde ich fraglich.

Oma
Gast
Oma

Stiftung ist Träger nicht Finanzier
Versuch unfähige Lehrer zu entfernen, praktisch kaum möglich
Was unterscheidet manche Staatsliebe bestimmter deutscher Linker von der Argumentation der reaktionären Beamtenlobby?

aquadraht
Gast
aquadraht

Oma Antonia, ich schmeiss mich weg,

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@aquadraht

Die Neulandrebellen müssen reihenweise Bezugsscheine für faulige Kohlköpfe haben.
Was man in Ommas Buffet aus dem Kriech so alles findet. 🙂

Interessierter Gast
Gast
Interessierter Gast

Huhuhu, wie überaus komisch.

Oma
Gast
Oma

Rudi, immer mehr staatliche Leistungen bedeuten immer mehr Staatsbedienstete! Man darf dafür sein, sollte es aber nicht verschweigen!

Oma
Gast
Oma

Rudi, bist Du nicht froh, dass es katholische Krankenhäuser und private Lebensmittelgeschäfte gibt?müsssten für Dich auch Beamte machen, richtig!

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Rudi

Staatsapparat passt wohl besser.
„Wir sind der Staat“ würde nur passen, wenn wir Mitbestimmung hätten.
So dient der „Staat“ lediglich denen, die ihre Interessen auch durchsetzen können, sei es mit Stimmenkauf oder Erpressung.

Rudi
Gast
Rudi

@ Robbespiere So dient der „Staat“ lediglich denen, die ihre Interessen auch durchsetzen können, sei es mit Stimmenkauf oder Erpressung. Wir lebten in einer Demokratie, sagt man tagein, tagaus. Denn wir wählen die Spitzen des Staates bzw. des Saatsapparates, sei es auf Bundes-, Landes-, Kreis- oder Kommunalebene auf eine begrenzte Zeit. Nach dieser stellen sich diese wieder dem Souverän. Entweder sie erhalten ein neues Mandat oder sie werden abgewählt. Bisher wurde ich weder erpresst noch wurde mir Geld angeboten, um mein Wahlverhalten zu beeinflussen. Die Werbung um meine Stimme versuche ich zu durchschauen. Ob mir das gelingt, weiß ich nicht.… Weiterlesen »

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Rudi Wir lebten in einer Demokratie, sagt man tagein, tagaus. Denn wir wählen die Spitzen des Staates bzw. des Saatsapparates, sei es auf Bundes-, Landes-, Kreis- oder Kommunalebene auf eine begrenzte Zeit. Nach dieser stellen sich diese wieder dem Souverän. Entweder sie erhalten ein neues Mandat oder sie werden abgewählt. Hältst du das für Demokreatie, wenn du an einem Wahlsonntag Kandidaten nominieren darfst, die Parteien dir vor die Nase setzen, ohne zu wissen, wofür die qualifiziert sein sollen? Demokratie bedeutet im griechischen Volksherrschaft. Das Wesen der Herrschaft ist aber, dass sie nur direkt ausgeübt werden kann. Gibst du sie ab… Weiterlesen »

Pen
Gast
Pen

@Robbespiere

Jetzt weiß ich auch, warum wir nie eine echte, direkte Demokratie haben werden. Wie sollte man das durchsetzen? Wir haben ja nicht mal eine unechte (repräsentative) Demokratie.
Da werden unter großem Getöse zwei Kandidaten aufgebaut und allenthalben die ungeheure Wichtigkeit dieser Wahl betont, und dann sitzt da plötzlich eine von den Laien. Überraschung!

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Pen

Jetzt weiß ich auch, warum wir nie eine echte, direkte Demokratie haben werden. Wie sollte man das durchsetzen?

Gelbwesten?

Pen
Gast
Pen

Gelbwesten?

Das ist auch meine letzte Hoffnung.
Gelbwesten aller Länder, vereinigt Euch!

Stulles
Gast
Stulles

Der Johannes braucht keine gelbe Weste

https://www.derwesten.de/region/castrop-
rauxel-mann-besetzt-alten-baum-in-15-metern-hoehe-ich-verlange-eine-id227250191.html?service=amp

Blockieren – Einfach nachmachen !

niki
Mitglied
niki

Interessanterweise werden die französischen Gelbwesten in Deutschland als Argument missbraucht, dass man gerade keine großartigen Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen durchsetzen muss…

Aber das nur am Rande…

Stulles
Gast
Stulles

Die Eiche steht auf dem Neubaugebiet eines
“ Investors „. Geht es ums Klima ?

Geht es ums Klima wenn die Gelbwesten
Schienen, Autobahkreuze und Landstraßen
zwar nicht blockieren, aber Kriechtempo provozieren ?

Pen
Gast
Pen

Niki,

Interessanterweise werden die französischen Gelbwesten in Deutschland als Argument missbraucht, dass man gerade keine großartigen Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen durchsetzen muss…

Hast Du da einen Link?

niki
Mitglied
niki
Pen
Gast
Pen

Niki, Dankeschôn!

Rudi
Gast
Rudi

@ Robbespiere Gibst du sie ab und sei es an ein Parlament, so hast du sie nicht mehr und bist damit der Beherrschte. Was ist die Alternative? Etwa Volksbegehren? Auch diese setzen, so wie du das formulierst, ein Parlament voraus: Es reicht schon, wenn es für die wichtigen Entscheidungen die gesetzlich verankerte Möglichkeit zu Bürgerbegehren mit einer nicht allzu hohen Hürde an Unterschriften gibt. Ich wehre mich keineswegs gegen Volksbegehren. Erwarte dir aber nicht zuviel davon. Wie hoch etwa sollte das Quorum festgelegt werden, damit es gültig ist? Reichen 5, 10, 20 Prozent der Wahlberechtigten? Oder ist es egal, wie… Weiterlesen »

Oma
Gast
Oma

Wem Gott gibt ein Amt, dem gibt er auch Verstand
Wo arbeitet der Rudi?

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Rudi Was ist die Alternative? Etwa Volksbegehren? Auch diese setzen, so wie du das formulierst, ein Parlament voraus: Das Problem ist nicht das Parlament an sich, als Organisationseinheit betrachtet, sondern seine unkontrollierte Allmacht. Wo diese Kontrolle und der notwendige Korrektiv fehlen, ist dem Einfluss kapitalstarker Interessengruppen die Tür weit geöffnet. Dieses Parlament ist mitnichten unabhängig, und seinee Parteisoldaten sind es auf Grund der Fraktionsdisziplin noch viel weniger. Eine echte Opposition fehlt gänzlich und damit auch eine Lobby für die Mehrheit der Bevölkerung. Ich wehre mich keineswegs gegen Volksbegehren. Erwarte dir aber nicht zuviel davon. Wie hoch etwa sollte das Quorum… Weiterlesen »

niki
Mitglied
niki

Ob der ( ungeregelte ) Brexit für die Briten wirklich die angekündigte Katastrophe sein wird, gilt für mich noch lange nicht als ausgemacht.

Die größte Problematik würde die Versorgungssicherheit der Briten sein…
Man rechnet von einem Importstau von 6-12 Wochen an der Grenzen wegen der der notwendigen Zollabwicklung. Dann gäbe es LKW-Staus von Calais bis Paris…
Alles andere wäre nur unangenehm,…

Nashörnchen
Gast
Nashörnchen

Ja, wer kennt sie nicht, die LKW-Staus von der Schweiz bis nach Frankfurt, von Norwegen bis Dresden, von China bis München…

Nach dem Brexit werden die Großbriten aufblühen wie nie und alsbald werden es ihnen alle anderen nachmachen, bis Deutschland ganz alleine EU spielt. Das Beste, was Europa passieren kann. Hoffentlich geht’s schnell…

niki
Mitglied
niki

@Nashörnchen:
Du willst gar nicht mehr vernünftig diskutieren, sondern lädst nur noch deinen sarkastischen Dreck ab.

Nashörnchen
Gast
Nashörnchen

Es ist nunmal Blödsinn, selbst für Propaganda unterirdisch dämlich. Soll ich das jetzt auch noch feiern?

Nashörnchen
Gast
Nashörnchen

Es gibt um die 200 Länder auf der Welt. ALLE treiben irgendwie Handel miteinander. NUR mit den Briten soll das plötzlich nicht mehr gehen.
Merkste selber…

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Nashörnchen

Es gibt um die 200 Länder auf der Welt. ALLE treiben irgendwie Handel miteinander. NUR mit den Briten soll das plötzlich nicht mehr gehen.
Merkste selber…

So sehe ich das auch.
Die Erde ist keine Scheibe, wo die EU mitten drauf sitzt und alle Anderen über den Rand rutschen.
Schlimmer als die WTO-Regeln kann es für die Briten nicht kommen.

Nashörnchen
Gast
Nashörnchen

Natürlich wird Brüssel die piesacken bis aufs Blut – ein einfacher geräuschloser Austritt mit weiterhin ganz normalem Handel, vielleicht gar ein britischer Aufschwung, DARF einfach nicht passieren, sonst sind in 5 Jahren alle anderen auch weg. Und inzwischen bauen die Chinesen erstmal 1000 neue Containerschiffe…

Pen
Gast
Pen

Niki,

Vielleicht kommen dann die Rosinenbomber wieder zum Einsatz?
Die Amis werden ihre Pudel doch nicht im Stich lassen?

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@niki

Die größte Problematik würde die Versorgungssicherheit der Briten sein…

Hier die 5 wichtigsten Importwaren von GB:

https://www.gevestor.de/details/die-5-wichtigsten-importprodukte-grossbritanniens-722479.html

Da ist die EU größtenteils nicht involviert.

niki
Mitglied
niki

Okay… wir werden es ggf. sehen! Kann sein, dass ich dem allgemeinen Tenor aufgesessen war…

Meine Lieferanten für Haferriegeln fallen auf jeden Fall bei einem Brexit aus… hmpf!!!
Muss ich mir selbst welche machen 😀

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@niki

Meine Lieferanten für Haferriegeln fallen auf jeden Fall bei einem Brexit aus… hmpf!!!

Was ist mit dem Umweg über Irland, oder verarbeiten die jedes Getreide zu Guiness? 🙂

Nashörnchen
Gast
Nashörnchen

Meine Lieferanten für Haferriegeln fallen auf jeden Fall bei einem Brexit aus… hmpf!!!

Das tut mir jetzt leid. ;-(
Aber selbstgemachte sind eh viel leckerer!

niki
Mitglied
niki

Was wäre, wenn die AfD mit Volksbegehren durchkäme? Bei dem einen oder anderen Thema ist das vorstellbar.

Man könnte Volksbegehren mit grundgesetzwidrigen Inhalt verhindern, in dem man diese vorher vom BVerG prüfen lässt…

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@niki

Man kann auch festschreiben, dass Abstimmungen dann nicht zulässig sind, wenn sie gg. das Völkerrecht verstoßen.

Oma
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Oma

Positiv Negativ Liste
Viele Vorurteile gegen Bürgerbeteiligung in dieser Gesellschaft

Oma
Gast
Oma

Rob sei es durch Arbeit beim Staat

aquadraht
Gast
aquadraht

Dünnpfiff. Ich bin nicht der Staat.

Oma
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Oma

Du auch nicht?

Stulles
Gast
Stulles

@ DIESER Staat ist nicht dein Freund !

Oma
Gast
Oma

Alles Andere wäre nur noch bedingt ein Staat, eher eine bestimmte organisatorische Notwendigkeit!

Sukram71
Mitglied
Sukram71

Wie brauchen einfach mehr Verständnis füreinander. Dazu kann sicher auch ein regelmäßiger Schüleraustausch zwischen Ost und West beitragen. 🙂

Stulles
Gast
Stulles
Oma
Gast
Oma

Danke für Empfehlungen

Stulles
Gast
Stulles

Das zweite Buch von oben ist zu empfehlen.
Da gehts um Gruppenprozesse und -lösungen.
Die meisten politischen Aktionen und Projekte gehen in die Hose, weil sich die
Leute irgendwann gegenseitig vors Knie treten und das Ziel aus den Augen verlieren.
Was kann passieren ? Wie vermeidet man das und erhält eine, für alle Seiten angenehme „Arbeitsatmosfäre“ ?

Stulles
Gast
Stulles

Das Achtsamkeitsgedöns sollte man allerdings vorsichtig dosieren. Das kann esoterisch-nervige Formen annehmen. Wird auch zunehmend in der Produktwerbung verbraten.

Oma
Gast
Oma

Meintest Du der Anfang ist gemacht?

Stulles
Gast
Stulles

Ja ! Siehe Beschreibung, ist eine Aufsatzsammlung für den Einstieg:

„Der vorliegende Band 1 fasst unter dem Motto „Kultur der Kooperation“ Beiträge zusammen, die die Bedeutung eines aktiven und bewussten Umgangs mit Gruppenprozessen für den Projekterfolg deutlich macht. Themen hierbei sind
– Phasen der Gemeinschaftsbildung
– Achtsamkeit
– Konstruktiver Umgang mit Zoff und Konflikten
– Methoden der Entscheidungsfindung
– Gewaltfreie Kommunikation
– Solidarische Kommunikation

Über die Startseite kommt man in die Übersicht des Verlagangebotes.

ChrissieR
Gast
ChrissieR

Guude, Roberto!

Was ist denn das für ein Kommentator, “ Linkenabknaller“?
Den Kommentar von 17:43 Uhr müsste man eigentlich schon strafrechtlich verfolgen!
Es zeigt mir aber immer wieder, wie total krank Teile unserer Gesellschaft mittlerweile sind….und auch noch wählen dürfen…

Bald verliere ich die Lust, hier weiterzulesen…

Alloah

Christine

Stulles
Gast
Stulles

Verlinkt der Tichy schon auf die NLR oder wo kommen die ganzen Nazis und hohlen AfD-Köppe her ?

niki
Mitglied
niki

@Stulles:
Eine Strategie der rechten Thinktanks ist es mit solchen Aktionen die linken Foren und Blogs zu stören und die Leute zu vergraulen…

Stulles
Gast
Stulles

Die lagern nur Gülle in ihren Tanks.
Keine Spur von Think.

niki
Mitglied
niki

@ Chrissie:
Diese Gesellschaft produziert reichlich Psycho- und Soziopathen… Das ist auch systembedingt. Je rücksichtsloser und egoistischer, desto „erfolgreicher“ im Turbo-Kapitalismus/Neoliberalismus. Letzterer widerspricht sich nicht einmal mit dem Faschismus und den Nazis…
Eigentlich sollte man denen die Scheiße, wo eigentlich das Hirn sitzen sollte, aus dem Schädel prügeln…
Aber wir sind ja linke Humanisten, da beschränken wir uns auf die Forderung gemeingefährliche Irre wegzusperren, welches rechtsstaatlich zu beschließen wäre…

Pen
Gast
Pen

Ist aber schade. Es würde reichen, wenn sie hierwegbleiben würden. Um die Meinung von Psychpathen zu hören, brauche ich keine linken blogs.