Keime, CO2-Partikel und die liebe Wissenschaft

Ob es denn wissenschaftlich auch wirklich eindeutig erwiesen sei, dass CO2 unser Klima verändert, fragen Klimawandelleugner nur zu gerne. Sie berufen sich dabei auf eine reine Wissenschaft, die es so nie gegeben hat.

Als der britische Chirurg Joseph Lister im September 1876 auf dem Internationalen Kongress in Philadelphia über sein Antisepsis-Konzept sprach, galt er unter amerikanischen Kollegen als Quacksalber und Wichtigtuer. Lister hatte sich im Laufe seiner Karriere mit der Nekrose beschäftigt. Er wollte herausfinden, weshalb sich Wunden entzündeten. Das kam in der frühen Chirurgie häufig vor, ja sogar in der Mehrzahl der Fälle. Seit einigen Jahrzehnten war es möglich, Patienten in Narkose zu versetzen, damit wurden auch die Operateure mutiger, schnitten tiefer als vorher. Aber alle Kunst war häufig vergebens, denn am Ende eiterte die Narbe und der Patient verstarb.

Lange Zeit galten Krankenhäuser auch als Orte, wo man garantiert den Tod fand. Selbst dann, wenn man gar nicht sterbenskrank war. Grund war die mangelnde Hygiene – das wissen wir heute. Die damaligen Zeitgenossen machten sich darüber zunächst mal weniger Gedanken. Nach und nach setze sich aber Chlorwasser zur Händedesinfektion durch.

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28. August 2019 22:37

Die Wissenschaften und alle die irgendwie von ihnen profitierten, pflegten sich schon immer quer zu stellen, wenn neue Entdeckungen das Alte in Frage stellten.

Der Wiener Arzt Semmelmeier entdeckte , daß Kindbettfieber durch
Bakterien übertragen wird. Niemand glaubte ihm. Er ist daran verrückt geworden und mußte hospitalisiert werden. Schließlich hat er sich absichtlich infiziert. Er starb am Kindbettfieber. Da glaubte man ihm.

Heute kauft man sich Wissenschaftler. Die werden beweisen, daß CO2 unschädlich ist, und dann darf alles so bleiben. ;- ))

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Reply to  Roberto J. De Lapuente
29. August 2019 8:19

Lieber Roberto,

Korrektur: der Wiener Pionier der Hygiene hieß Ignaz Semmelweis.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Ignaz_Semmelweis

Kann gut sein, daß Ludwig Thoma für diesen Irrtum verantwortlich ist. 🙂

Noch ein Beispiel für Dummheit und Arroganz der männlichen Doctores: früher wurden unqequeme Frauen, die aus der Rolle fielen, schnell als ‚hysterisch‘ bezeichnet, weil man die Schuld dafür beim Uterus ( griechisch outera hystera = Gebährmutter) ansiedelte. Die gängige Therapie war, die operative Entfernung derselben. Die letzte Hysterectomie auf Grund der Diagnose Hysterie wurde 1952 in England durchgeführt.

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Reply to  Roberto De Lapuente
29. August 2019 10:23

*LOL*!!1!!

aquadraht
aquadraht
29. August 2019 10:53

Vielleicht sollte man noch erwähnen, dass praktisch keiner der „kritischen Wissenschaftler“ fachlich ausgewiesen ist. Es handelt sich praktisch immer entweder um Geologen oder Physiker ohne Forschungen und Publikationen zum Thema in wissenschaftlichen Journalen, Ingenieure meist aus dem Kohlebergbau oder gar „Journalisten“, bei uns aus dem Umfeld von EIKE oder „Achse des Guten“. Wer an wissenschaftlichen Diskussionen der Probleme interessiert ist, sollte sich an https://www.realclimate.org halten. Da werden alle wissenschaftlichen Einwände diskutiert, auch die der „Gegenseite“. Und da geht es eben nicht um ein paar Schlagworte. Dass es in den Wissenschaften keine letzten Gewissheiten gibt, liegt in ihrer Natur. Für letzte… Weiterlesen »

Nashörnchen
Nashörnchen
Reply to  aquadraht
29. August 2019 11:47

Vielleicht sollte man auch noch erwähnen, daß es bei den „unkritischen Wissenschaftlern“ genau nicht besser aussieht: https://is.gd/8e1o9e Eher noch schlimmer. Viel schlimmer. Das Klima ändert sich nun mal, ob wir das wollen oder nicht. In solch einem chaotischen System spielen neben dem Menschen auch noch Milliarden verschiedenster anderer Faktoren eine Rolle, von denen die allermeisten heute noch überhaupt nicht bekannt sind, gar nicht bekannt sein können, weil sie erst irgendwann in der Zukunft – vielleicht – passieren. Oder eben nicht. Daraus irgendwelche „Prognosen“ ableiten zu wollen, ist ungefähr so seriös, wie Hühnerknochen in die Luft zu werfen. Der Rest ist… Weiterlesen »

Pen
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Reply to  Nashörnchen
29. August 2019 12:41

Als ob eine CO2 Abgabe etwas ändern würde.

Es gibt doch kein Problem, dem die Mächtigen nicht mit einer weiteren Ausbeutung der Bürger begegnen. Die können gar nicht mehr anders..

aquadraht
aquadraht
Reply to  Nashörnchen
29. August 2019 17:25

Dummes AfD-Geschwafel wie stets von Dir. Das Aufstellen von Prognosen auf Grund wissenschaftlicher Hypothesen, das ist Wissenschaft, die Du nicht erkennen würdest, wenn sie Dir in den Arsch beisst. Du schwafelst Dummfug. Das Speigelgeschwätz tut auch nichts zur Sache. Tatsachen sind: Der Gehalt and CO2 und anderen Treibhausgasen ist in den letzten 150 Jahren schneller gestiegen als in jedem vergleichbaren Zeitraum der beobachtbaren Erdgeschichte. Das ist durch arktische und antarktische Eisbohrkerne ausgewiesen und wird von keinem Wissenschaftler bestritten. Ebenso wenig der Treibhauseffekt selbst, ohne den wir gar nicht leben könnten, und dessen Zusammenhang mit dem globalen Klima. Verstündest Du auch… Weiterlesen »

Tobi
Tobi
29. August 2019 14:18

Ich denke, dass die Frage nicht darin besteht, ob Wissenschaft „rein“ sein kann, oder nicht. Das Problem liegt am menschlichen Umgang mit Komplexität und der damit verbundenen Überforderung. Nur ein geringer Teil der Bevölkerung hat wirklich das fachliche Wissen, die Lage nach dem aktuellsten Stand der Forschung zu beurteilen. Insofern ist man regelrecht gezwungen, zu „glauben“ anstatt zu „wissen“. Wobei es durchaus fatal sein kein, den persönlichen Glauben nach der Mehrheitsmeinung auszurichten. Wenn viele Menschen zu einem Fußballspiel gehen heisst das nicht, dass das Spiel gut wird. Wenn viele Menschen die NSDAP wählen, heisst das nicht, dass die NSDAP eine… Weiterlesen »

Juergen
Juergen
29. August 2019 15:58

Ich glaube auch, dass der Klimawandel zumindest in sehr weiten Teilen durch menschliche Aktivitäten verursacht wird. Einfach nur deshalb, weil die Behauptung, dass ein paar Millionen Tonnen CO-2 und riesige Flächen in Monokultur keinen Effekt auf das Klima haben würden, ziemlich unglaubwürdig klingt. Bin mir aber bewusst, dass diese meine Meinung ein Glaube ist, weshalb die glaubensrelevanten Worte im obigen Absatz fett gesetzt sind. 🙂 Ansonsten: Wissenschaft als System ist nie objektiv und kann es auch gar nicht sein. Ein einzelnes Teil dieses Systems (vulgo: der Wissenschaftler) mag meinen er/sie sei objektiv und mag sich auch sehr bemühen, alle relevanten… Weiterlesen »

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Roberto J. De Lapuente
29. August 2019 23:05

Muss man denn Wissenschaftler sein um zu begreifen, dass Kohlenstoff, der von einer global üppigen Vegetation über Jahrmillionen aus der Luft absorbiert und über weitere Jahrmillionen in die Erdkruste eingebunden wurde und den wir seit rund 200 Jahren massiv zu CO² vebrennen, eine Wirkung auf unser Klima haben muss?
Durch diese Prozessumkehr schaffen wir ein Lebensfeindliches Klima wie vor dem Karbon, nur dass der Pflanzenbestand dank menschlicher Hilfe immer mehr reduziert wird.

Tobi
Tobi
Reply to  Robbespiere
30. August 2019 6:08

@Robbespiere
Ja, man muss Wissenschaftler sein.
Weil der sehr geringe CO2-Anteil in der Luft (ca. 0,04%) alleine für eine signifikante Erwärmung nicht ausreicht.
Entscheidend ist die positive Feedback-Kopplung mit Wasserdampf (also der ganz normalen Luftfeuchtigkeit). Der Grad dieser Kopplung wiederum ist von sehr vielen Faktoren abhängig und damit hochkomplex.
Was soweit geht, dass man gar keine unmittelbare zeitliche Korrelation zwischen CO2-Konzentration und Temperatur feststellen kann.
Man muss schon sehr lange Zeiträume betrachten, um einen Zusammenhang zu finden.
Deshalb wird auch noch weiter geforscht.
Wären alle Zusammenhänge ganz klar belegt, bestünde ja gar kein Anlass mehr, weiter zu forschen.

Pen
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Reply to  Tobi
30. August 2019 8:02

Und wie verhält es sich mit Methangas? Sollten wir vielleicht ein paar Kühe abschaffen?

Fest steht, daß die Erwärmung des Planeten proportional zur Anzahl der Menschen steigt. Die Wissenschaftler werden so lange ihre Forschungen betreiben, bis nichts mehr zu retten ist. Und darum geht es: Entscheidungen hinauszuzögern.

Aber den Obulus kann man auf alle Fälle schon mal einfordern. Einfach genial, diese Eliten.

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Reply to  Roberto De Lapuente
30. August 2019 9:45

Keine Sorge. Etwas weniger ist immer noch genug. :- )

niki
niki
Reply to  Roberto De Lapuente
30. August 2019 13:56

Warte nur ab wenn ich anfange an zu furzen… Dann bringt alles nichts mehr.
Jetzt mal ernsthaft. Weniger muss es im jedem Fall werden. Jedoch in der Tat ist das Problem des Egoismus weit verbreitet und viele wollen nicht bei sich selbst auch nur im entferntesten anfangen…

Genug für mich? Na dann ist ja gut

Könnte auch ein Zitat von so jedem Nicht-Vegetarier sein den ich persönlich kenne…

Pen
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Reply to  niki
30. August 2019 14:12

War nur’n Scherz 😉

Anton
Anton
Reply to  Roberto J. De Lapuente
30. August 2019 22:34

Ich mag Gummibären

aquadraht
aquadraht
Reply to  Tobi
30. August 2019 14:41

Das stimmt so nicht. Siehe hier
https://www.newscientist.com/article/dn11641-climate-myths-chaotic-systems-are-not-predictable/ und
https://skepticalscience.com/Evaporating-the-water-vapor-argument.html

Nur mal zwei Punkte. Die Behauptung

Was soweit geht, dass man gar keine unmittelbare zeitliche Korrelation zwischen CO2-Konzentration und Temperatur feststellen kann.

ist schlicht falsch, entweder Fehlinformation oder gelogen.

Tobi
Tobi
Reply to  aquadraht
31. August 2019 19:53

@aquadraht Oha, die üblichen Vokabeln von „Lüge“ und „Fehlinformation“. .. Und damit wieder die bekannten Reaktions-/Verhaltensmuster von schnöden Zeitgenossen, die mangels Zeit für Recherche nicht genug „Wahrheit“ finden können, sondern zur Selbstbestätigung auf irgendwelche Einzel-Internet-Links verweisen, damit das eigene Weltbild seine Bestätigung bekommt. Müsen wir wirklich den schlichten Populismus von „Klimaskeptikern“ auch von „Klimaaktivisten“ der anderen Seite hinnehmen? Nur damit es wahrscheinlicher ist, damit irgend jemand dort den Like-Button drückt!? Weil das ja „die Guten“ sind? Solange es keinen klaren Konsens gibt: Warum einigen wir uns nicht darauf, dass wir die Verbrennung von fossilen Rohstoffen generell begrenzen müssen? Und zwar… Weiterlesen »

aquadraht
aquadraht
Reply to  Tobi
1. September 2019 21:32

Ich frage mich, warum ich Blödsinn einfach so hinnehmen soll. Und ich werfe nicht einfach zwei Links hin, sondern verweise auf Artikel mit einer Riesenzahl von Belegen aus wissenschaftlichen Arbeiten, die die „klimaskeptischen“ Behauptungen widerlegen. Hier mit Tonnen Buzzwords einen Nebelvorhang zu werfen, mag Deinem Selbstbewusstsein auf die Füsse helfen. Aber Deine Behauptungen sind falsch. Ich kann Dir da noch einen Haufen von nicht nur Internet-Links, sondern auch Verweisen auf wissenschaftliche Bibliotheken und Papers liefern. Wolken und Wasserdampf spielen eine Rolle, als Treiber und Inhibitor unter gewissen Umständen. Deshalb wurde das auch jahrelang peinlichst untersucht. Und gewiss ist CO2 nicht… Weiterlesen »

aquadraht
aquadraht
Reply to  Tobi
8. Dezember 2019 10:47

Nein, man muss kein Wissenschaftler sein, um einfache Logik zu begreifen. Es ist unredlich, sich auf das Leugner-„Argument“ vom CO2-Anteil in der Luft zu berufen, das man nur durch die Wissenschaft wissen kann, und dann wissenschaftliche Erkenntnisse der Naturgeschichte zu leugnen. Wir wissen (durch Wissenschaftler, nämlich Naturgeschichtler), dass im Ordovizium der CO2-Gehalt 15mal und im Karbon 10mal höher war als heute. Die Differenz zwischen diesen Werten und denen von heute ist als Kohle, Öl, Gas, Kalkmineralien etc. im Boden gelandet. Und da holen wir seit 200 Jahren fröhlich die Ergebnisse von Jahrhundertmillionen raus, Aber klar, keine Auswirkungen, oder man muss… Weiterlesen »

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Tobi
8. Dezember 2019 14:06

@Tobi Ja, man muss Wissenschaftler sein. Weil der sehr geringe CO2-Anteil in der Luft (ca. 0,04%) alleine für eine signifikante Erwärmung nicht ausreicht. Das wie und die Frage nach den Zeiträumen, in denen sich Veränderungen abspielen, ändert aber doch nichts an der grundsätzlichen Logik meiner Aussage. Ohne menschliches Zutun blieben die fossilen Kohlenstoffspeicher weitgehend unberührt und könnten nicht in CO² umgewandelt werden und auch die Vegetation ( an Land oder maritim ), welche als einzige in der Lage ist, CO² zu absorbieren wäre ohne menschliche Eingriffe üppiger. Dafür braucht man keine Wissenschaft, das erschließt sich über den Verstand. Im Übrigen… Weiterlesen »

aquadraht
aquadraht
Reply to  Roberto J. De Lapuente
1. September 2019 21:13

Um hier nochmal einzuhaken: NEIN, das hat mit „Glauben“ nichts zu tun, sehr wohl aber mit Vertrauen. Jedesmal, wenn Du ein Gerät in die Steckdose steckst, vertraust Du darauf, dass niemand statt 220V 2KV angelegt hat, ohne mit dem Voltmeter dranzugehen, obwohl Du in dem Fall wahrschenlich tot wärst. Du fährst über Autobahnbrücken, ohne jemals die statischen Berechnungen gesehen zu haben (ich will Dir nicht zu nahe treten, aber Du hättest sie vermutlich eh nicht verstanden). Aber wenn Du so rangehen würdest, könntest Du gar nichts tun, denn weder könntest Du beweisen, dass nicht gleich das Treppenhaus einkracht, oder, wenn… Weiterlesen »

Nashörnchen
Nashörnchen
31. August 2019 14:21
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