Wir brauchen eine Verbots-Partei!

Eine Verbots-Partei? Echt jetzt? Hatten wir die nicht schon einmal? In Form der Grünen? Nun, selbst wenn, davon ist nichts übrig geblieben. Dabei wären Verbote verdammt wichtig.

Sieht man sich in der politischen Landschaft um, kommen einem ernste Zweifel, ob die Verantwortlichen uns bewusst an der Nase herumführen oder einfach unfähig und unwillig sind, politische Forderungen durchzusetzen.
Und da geht es auch schon los: Forderungen werden eigentlich nur noch selten formuliert. Lieber werden Vorschläge gemacht, die man dann ausdiskutieren oder in Arbeitskreise outsourcen kann.
Das ist Müll!

Sie reden viel und tun nichts

Sehen wir uns doch einfach mal den unsäglichen Diesel-Skandal an. In den Medien spielt der inzwischen kaum noch eine Rolle, und die Politik macht sich ebenfalls einen schlanken Fuß. Kein Wunder, ist doch faktisch nichts passiert. Ok, sehen wir mal davon ab, dass VW jetzt mit tatkräftiger Unterstützung der Bundesregierung voll auf E-Autos setzt.

Oder lauschen wir den Worten einer Julia Klöckner, die es als revolutionär betrachtet, sich mit den großen Konzernen an einen Tisch zu setzen und sich vielleicht dabei noch filmen lässt. Um hinterher sagen zu können: Seht her, Untertanen, wir haben Nestlé ganz klar gesagt, was für Forderungen … pardon: Vorschläge wir machen, damit alles irgendwie ein bisschen besser und die Produkte von Nestlé eine Spur gesunder werden oder zumindest nicht noch kranker machen, als das bisher der Fall war.

Über das Gesundheits- oder Rentensystem brauchen wir eigentlich gar nicht großartig zu sprechen, denn beides ist bereits soweit privatisiert (oder wird immer stärker an die Wirtschaft abgetreten), dass Einflussnahme seitens der Politik ohnehin immer schwieriger wird.

Die Lebensmittelindustrie wird regelmäßig dazu „verdonnert“, mal wieder ein paar freiwillige Selbstverpflichtungen aufzuschreiben (kann die Autoindustrie auch sehr gut), den Banken und Versicherungen wird nahegelegt, doch die Kunden auch so ein ganz kleines bisschen in den Fokus ihrer Aufmerksamkeit zu nehmen, und Konzerne wie Amazon, Google oder Facebook wird publikumswirksam vorgehalten, dass es absolut teilweise im Grunde genommen nicht so richtig ok ist, dass sie kaum Steuern zahlen.

Und überhaupt, Banken und Versicherungen. Deren größtes Problem ist, ob sie ein bisschen mehr oder ein wenig weniger reguliert werden. Mir jedenfalls fällt niemand in politischer Verantwortung ein, der vielleicht man über eine konsequente Deregulierung nachgedacht oder diese gar offen ausgesprochen hätte. Übrigens, das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, nicht einmal kurz nach der letzten großen Finanzkrise wurde das heiße Eisen glaubwürdig und konkret angepackt.

Besonders die SPD (aber wahrlich nicht nur die, wir brauchen uns nur Jens Spahn anzusehen und darüber zu rätseln, was genau er denn nun eigentlich vorhat, um den Pflegenotstand irgendwann mal abzubauen) schafft es in geradezu verzückender Art und Weise, Missstände aufzustöbern, die sie selbst verursacht hat. Dann macht sie vehemente Vorschläge, die zwar nicht aufzeigen, wie, aber immerhin, dass sich etwas ändern muss. Wie gesagt, die SPD bringt dieses schizophrene Spiel zur Meisterreife, andere Parteien brauchen sich aber vor den ehemaligen Sozialdemokraten nicht zu verstecken.

Und so könnte es ewig weitergehen.

Verbote sind verboten

Erschwerend hinzu kommt etwas, das man – auch wenn ich von diesem Wort nicht so viel halte – das Narrativ der Anti-Verbots-Haltung nennen könnte. Spätestens seit dem unrühmlichen Veggie-Day, den die damals noch durchaus Verboten zugewandte Partei der Grünen auf den Tisch gelegt hat, überlegt es sich jeder siebenmal, bis er sich für ein Verbot – welches auch immer – ausspricht.

Wobei ich mich schon korrigieren muss. Die Grünen wurden und werden zwar gern als „Verbots-Partei“ hingestellt, doch damit tut man ihnen (leider) unrecht. Radikale Forderungen (ob nun nach Verboten oder anderen Dingen) haben die Grünen schon abgelegt, als Joschka Fischer noch Außenminister war.

Aber vergessen wir mal die Grünen. Das Prinzip, auf denen herumzureiten und sie als Verbots-Partei zu diffamieren, greift viel weiter.

Fahrverbote? Verboten!
Banken regulieren? Verboten!
Privatisierung stoppen? Verboten!
Höhere Löhne? Verboten!
Höhere Renten? Verboten!
Kennzeichnungspflicht bei Lebensmitteln? Verboten!
Klimaschutzmaßnahmen? Verboten!
Und so weiter.

Es klingt wie ein Paradoxon, und irgendwie ist es ja auch eins. Alles, was auf ein gezieltes Verbot hinausläuft, um schädliche Entwicklungen zu verhindern oder Schädigungen rückgängig zu machen, ist verboten. Über den lächerlichen Veggie-Day brauchen wir da schon lange nicht mehr zu sprechen, es geht um Größeres. Aber wenn es um Größeres geht, geht es nun mal nicht ohne Verbote.

Das böse, böse Tempolimit

Wir kommen nicht mal ansatzweise an große Themen heran, beispielsweise ein Verbot von zu niedrigen Löhnen, ein Verbot von Altersarmut, ein Verbot von Atomwaffen gar oder ein Verbot von Kriegen, die von deutschem Boden ausgehen. Weil jede Forderung sofort im Keim erstickt wird.

Zu sehen etwa am Tempolimit. Ein solches ist nicht nur in vielen Ländern längst Gesetz (was bedeutet, dass zu schnelles Fahren verboten ist, es ist verboten!), es ist darüber hinaus eine Frage der Vernunft. Neben den durch hohes Tempo ausgestoßenen Schadstoffen sinkt auch die Unfallrate, wenn ein Tempolimit greift. Doch darum geht und ging es nicht in der Debatte.

Es ging immer um: Freiheit. Wer rasen darf, bis sich die Reifen vom Asphalt lösen, ist frei. Wer etwas dagegen einzuwenden hat, ist ein Idiot, Sozialist oder beides.

Diese Argumentation ist sachlich absurd und zudem keine Begründung für Freiheit, allenfalls für Freizeit, und die gibt es auch, wenn man nur 120 oder 130 Stundenkilometer fahren darf.

Argumentiert wird also über eine emotionale, jedoch sachlich nicht vernünftig begründbare Linie, die aber bestens funktioniert. Und die letztlich ein ganz anderes Ziel verfolgt, als Autofahrern das Gefühl der Freiheit zu vermitteln.

Es geht um Freiwilligkeit. Womit wir wieder beim oben erwähnten Narrativ sind. Pflichten, Verbote, Regulierungen sind böse, so wird es erzählt, weil sie uns – wer auch immer das dann im konkreten Fall sein mag – die Freiheit nehmen. Und wenn das gilt, dann gilt es natürlich auch für die Wirtschaft, die Industrie, die Rüstung, die Banken, die Versicherungen, die Lebensmittelkonzerne oder die Pharmalobby. Sie alle werden in den Himmel gelobt, wenn sie sich bereit erklären, freiwillige Selbstverpflichtungen zu unterschreiben, die das Papier nicht wert sind, auf dem sie formuliert wurden.

Ohne Verbote geht es nicht

Wir stecken fest, im Neoliberalismus. Und der sagt, dass der „Markt“ alles sei, dass der „Markt“ alles regele und der „Markt“ letztlich zum guten Ende führe. Weil er den Anspruch hat, dass es allen besser geht.

Wir alle wissen aber, dass das nicht funktioniert. Der „Markt“ hat nichts Gutes im Sinn, er wird gelenkt von Menschen und Unternehmen, die auf die Profitmaximierung fokussiert sind. Wohlwollend könnte man sogar sagen, dass das nun mal das kapitalistische und neoliberale Konzept ist.

Ein Berufsdieb ist ja auch nicht darauf aus, das ganze Jahr über Geschenke zu verteilen, nein, er will fette Beute machen, und zwar für sich, für seinen Vorteil. Niemand bei klarem Verstand würde den Vorschlag unterbreiten, dass der Berufsdieb sich freundlicher verhält, wenn er eine freiwillige Selbstverpflichtung unterschreibt. Dem „Markt“ wird diese Freundlichkeit aber zugetraut, und man muss schon mit dem Klammerbeutel gepudert sein, wenn man wirklich denkt, es könnte tatsächlich so sein.

Nun Hat sich der Staat aber schon lange von der freiwilligen Selbstverpflichtung verabschiedet, Verbote auszusprechen (es sei denn, sie tun der Wirtschaft nicht weh), stattdessen … ja, stattdessen macht er Vorschläge, setzt sich mit den Verantwortlichen aus der Wirtschaft zusammen (was er ja gerne tun darf, aber bitte schön mit klaren Zielen, Forderungen und gegebenenfalls Verboten) und prahlt, was für tolle Ergebnisse die letzten Gespräche über XY-ungelöst so gebracht haben. Wohl wissend, dass diese letzten Gespräche, außer einer Medienpräsenz, rein gar nichts gebracht haben.

Wir müssen uns klarmachen, dass Verbote nicht per se etwas Schlechtes, sondern dass sie in zahlreichen Bereichen einfach notwendig sind. Wenn es in den oben genannten Bereichen tatsächlich zu Verboten käme, die der Allgemeinheit etwas Nachhaltiges bringen würden, könnten wir von mir aus auch mit dem Tempolimit noch eine Weile warten. Das wäre dann eine Frage der Prioritäten.

Aber das Verbot an sich als böse und verboten zu betrachten, das ist absurd. Und sollte verboten werden.

P.S. Wir werden zu diesem Thema demnächst einen Podcast machen.

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Ulrike Orso
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Sehr gut! Braucht man nix hinzuzufügen.

Eschi
Gast
Eschi

Warum haben die Liberalen eigentlich nen Lauf ? Die „freiheitliche“ FDP liegt bei 8% plus/ minus.
Weil der Lindner die Haare schön hat ?

„Das fundamentale Ideal der FDP besteht in der Freiheit des Einzelnen, insbesondere vor staatlicher Gewalt.“ ( Wiki, FDP )

Harr harr !

Eschi
Gast
Eschi

OFF

Drohneneinsätze, Cops mit Nachsichtgeräten
und ein Schlägertrupp von RWE

Was geht jenseits der Medienwirklichkeit
tatsächlich ab im Hambacher Forst ?

http://de.indymedia.org/node/34392

Drunter & Drüber
Gast
Drunter & Drüber

Trainieren unter Realbedingungen…

Eschi
Gast
Eschi

Ohne Wertung zur gefälligen oder ungefälligen Kenntnisnahme.

Ich persönlich finde keine
Legitimationsgrundlage für die
Anwendung
von Gewalt.

Ist eben nur interessant zu wissen,
wie der Staat gegen unliebsame Bürger
vorgeht und vorgehen könnte.

MAREIKE
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MAREIKE

Es ist schon witzig unsere Umkehrungszeit und wie es geschafft wurde diese Umkehrung so in nahezu alle Gehirne zu pflanzen, ohne das ein Geheul ausbrach! Im Gegenteil: immer lief es auf eine Verteidigung hinaus, gepaart mit einem Wohlverhalten: seht her ich lass alles zu, …hab ich nicht brav bewiesen: keine Verbote (im Machtelitenbereich…) Ganz lange und eindeutig waren immer die Kirchen und die CDU, sich für Verbote Aussprechenden — bis zum Anschlag! (Du sollst nicht…) Mitte rechts stand für Verbote, Mitte Links für Freiräume! Doch vielen Kritischen, links von der CDU, wurde immer klarer: es wird klassisitisch angewandt: Das was… Weiterlesen »

Rainer N.
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Rainer N.

Verbote … da war doch was … nein das waren Gebote …

https://www.youtube.com/watch?v=jvEgGhQDFgk

… was ich mir verbot …

MAREIKE
Gast
MAREIKE

Nee, nee,
ich finde das Fussvolk braucht wieder eine Freiheitspartei! Mehr Demokratie wagen!
Wild campen: verboten!
Spontandemos: reglementiert!
Aufm Rasen sitzen: verboten!
Lagerfeuer am Strand: verboten!
Nachts im Freibad schwimmen gehen: verboten!
Einfach Kuchen backen und aufner Straße verkaufen: verboten!
Wild irgendwo Musik machen: verboten!
Stuhl und Tisch auf den Bürgersteig und klönen mit Nachbarn: verboten!

Eschi
Gast
Eschi

“ Willste übern Rasen laufen, musste
dir nen Grundstück kaufen !“

https://youtu.be/lTBDZT-g0Zo

Die gute, alte, subversive Rappelkiste.
Das war noch brauchbares Kinderfernsehen
zur Einstimmung auf den Klassenkampf.

niki
Mitglied
niki

Schon richtig…

Und deswegen aber auf die Grünen, dafür gibt es andere Gründe, und die Linke für wirklich wichtige Verbotsvorschläge einzudreschen ist selten dämlich…

Aber wenn es darum geht die Umwelt zu vernichten und oder die Menschen zu vergiften zu verhindern reden die Medien von Freiheit…
Freiheit für die Wirtschaft (und zum Rasen)… Ja weil halt …

Ich wiederhole mich ungern, aber ich halte Freiheit nach wie vor zu einem der meisten missbrauchten Begriffe der Neuzeit!

Eschi
Gast
Eschi

ich halte Freiheit nach wie vor zu einem der meisten missbrauchten Begriffe der Neuzeit

Kommt ein Mann ins Jobcenter:
„Guten Tag, ich bin Elektriker!‘
„Nein, sie sind kein Elektriker.
Sie sind jetzt Verfügungsmasse.“

Ich fnde den Freiheitsbegriff in
vieler Hinsicht nicht überstrapaziert.

MAREIKE
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MAREIKE

In der Fussvolkklasse können wir nicht genug dafür kämpfen Freiheit zu erlangen und zu verlangen!

MAREIKE
Gast
MAREIKE

“ einzudreschen“ Hab ich nicht….. Ich hab nur drauf hingewiesen, dass wir mehr denn je wieder in einer Klassengesellschaft und Klassenrechtsstaatlichkeit und Klassendemokratie sind! Und mit meine Ansatz wollte ich warnen: nicht selber zum „Henker-werden“ auszurufen! (Es waren SPDGRÜNLINKE, Frauenbewegte, die ganz liberal all die Schweinereien durchgesetzt haben!) Mein Eindruck seit Jahren: alle ‚demokratischen‘ Schweinereien werden zum Nachteil des Fußvolks eingesetzt! Vll sollte man endlich die Politik, die Behörden an die „Gebote“ erinnern! Abgasskandal: es loegen alle strafrechtliche Möglichkeiteb vor…. nur niemand der sich traut! Feinstaub- Stickoxid.. was die DUH macht ist doch nix anderes als gerichtlich darauf hinzuweisen, dass… Weiterlesen »

MAREIKE
Gast
MAREIKE

„Freiheit“
Leider sind wir m.E. in einer Zeitepoche, wo viele Wörter, die den meisten bis in die Knochen eine Bedeutung innewohnen, mittlerweile einem macht- une gewaltgeilen verwertungsmechanismus unterworfen! Demokratie, Menschenrechte, Gerechtigkeit, GG, Freiheit, offene Gesellschaft, Kultur, und und….
Da hat sich eine Spalfung aufgetan: das Fußvolk verbindet mit diesen Worten LebensKultur! Die Machteliten Unterwerfungsmechanismen!
Und aus meinem Umfeld heraus muss ich sagen, die die am meisten darauf reinfallen kommen eher aus der linksliberalen Demokratieschmuseecke!

Wir müssten evtl immer Freiheit und Spiegelfreiheit sagen! Oder meine Freiheit, eure Freiheit,
Fracking Gas wird als Freedom Gas verkauft!

Pen
Gast
Pen

Ich wiederhole mich ungern, aber ich halte Freiheit nach wie vor zu einem der meisten missbrauchten Begriffe der Neuzeit!

Dabei ist es doch ganz einfach: die Freiheit des einen hört dort auf, wo sie dem anderen SCHADET.

Glyphosat
Massentierhaltung und nitratverseuchtes Grundwasser
Zuviel Zucker und Fett in der Nahrung
Luftverschmutzung
Autobahnen ohne Geschwindigkeitsbegrenzung
Privatisierung
Unbezahlbare Mieten
Verrottende Schulen und Lehrermangel
Verfallende Infrastruktur
Prekäre Jobs
Pflegenotstand
Teurere Heizungskosten durch Frackinggas
Kohlekraftwerke
Kriegshetze, Kriegsbeteiligungen und korrupte Politiker

schaden den Bürgern!

Die VERBRECHEN des Merkelregimes kann man beliebig weiterführen.

MAREIKE
Gast
MAREIKE

Na, da nur die Merkel in Haftung zu nehmen ist zu leicht! Ich rede von #Staatsversagen! Denn die, die handeln sollten – im Sinne von Allgemeinheit, im Sinne von Mutter Natur, im Sinne von gestern und morgen- versagen absichtlich und das seit Jahrhunderten! https://www.sueddeutsche.de/politik/prantl-strafgesetzbuch-grundrechte-menschenwuerde-1.4512794 „Der deutsche Wertekanon muss sich endlich von unseligen Traditionen lösen. Der Staat hat dem Menschen zu dienen – nicht umgekehrt. () Das deutsche Strafgesetzbuch stellt, immer noch, den Schutz des Staates und der öffentlichen Ordnung, nicht aber den Schutz der Menschenwürde, des Lebens und der körperlichen Unversehrtheit an die Spitze der zu schützenden Güter. Das ist… Weiterlesen »

Pen
Gast
Pen

Volle Zustimmung. Deswegen erwähnte ich das MerkelREGIME.
Das schließt das mit ein, was Du den Staat nennst.

Ich würde auch die Medien, die Banken und Konzerne mit einschliešen, solange die Medien nicht frei sind und es keine strikte Trennung von Politik und Wirschaft gibt.

Und solange der Lobbyismus sein Unwesen treibt.

Musil
Gast
Musil

Du meinst die neoliberale Definition von Freiheit: Die Freiheit, keine Rücksicht auf andere (die Allgemeinheit) nehmen zu müssen. Das gilt natürlich nur für jene, die es sich leisten könne. Der Pöbel hat natürlich im feudalen Korsett zu funktionieren.
Die (Cum-Ex-)Raubritter werden nicht verfolgt, Kreuzzüge führen wir immer noch. Eigentlich hat sich die Gesellschaft nicht wirklich verändert. Wird vielleicht wieder Zeit, dass ein paar Paläste brennen.

sc
Gast

Es verwundert nicht, dass der Artikel „Ich will Verbote!“ von S.Dalkowski in DIE ZEIT, 9. Februar 2017 so viel kommentiert wurde. Wer wird gerne zu seinem Glück gezwungen, obwohl es um’s längerfristige Überleben geht? Dabei wären Verzicht auf unnötige Produkte, Suffizienz und somit Wirtschaftsschrumpfung für den konditionierten Konsum“zombie“ innerhalb der Eigendynamik seiner selten selbstgewählten Arbeitsmaschinerie an sich angenehmer als gierige Profitmaximierung. Liegt’s an mangelnder medialer Reichweite der #degrowth-Ideen, an falschem Information Retrieval bzw. PR, dass zu lasche völkerrechtliche Verträge für Umweltschutz, internationale Umweltabkommen, Corporate Social Responsibility (CSR), Nachhaltigkeitsstrategien, UNEP, Klimakonferenzen udgl. seit Jahrzehnten gegen die gierigen Doktrinen der verschwenderischen Massenproduktionen… Weiterlesen »

Pen
Gast
Pen

Vieles wird nicht ohne Verbote gehen. Was ist schon dabei, wenn es zum Wohle des Ganzen ist?

Es gibt schließlich Verkehrsregeln und andere Gesetze, die dem Funktionieren des Staates und des menschlichen Zusammenlebens dienen.

Da kräht auch keiner nach Freiheit.

Carlo
Gast
Carlo

Warum braucht jemand überhaupt Parteien?

Eschi
Gast
Eschi

“ Wir hatten damals nach dem Kriech nix
anderes. Wir haben sogar von Kartoffelschalen
noch Bratkartoffeln gemacht.“ ( O-Ton meine Omma )

MAREIKE
Gast
MAREIKE

Eine sehr sehr wichtige Frage!

Eschi
Gast
Eschi

Geht es um Parteien oder um Selbstbedienungsläden ?

MAREIKE
Gast
MAREIKE

Auch ein Effekt von unsinnige Verboten:
Vermieter darf Miete nicht moderat halten, sagt Finanzamt! (Hatte mit schon ein Bekannter erzählt!)

„Die explodierenden Mietpreise in Ballungs-Räumen: Ein Ärgernis für viele Mieter. Aber auch mancher Vermieter hat es nicht leicht: Denn wer ein Mietshaus erbt, wird vom Finanzamt zur Kasse gebeten. Und wer unter Preis vermietet, bekommt Ärger oben drauf.
https://www.zdf.de/nachrichten/heute-in-deutschland/finanzaemter-fordern-hoehere-mieten-102.html

Eschi
Gast
Eschi

Die Führungsetagen vom ÖRe-Rundfunk könnten ihre zahlreichen Immobilien an WGs vermieten um ihren Schnitt zu machen. Die brauchen so einen Kampagnenjournalismus in eigenener Sache eigentlich nicht.

MAREIKE
Gast
MAREIKE

Mehr Verbote lösen nicht die großen Probleme, sie werden dann wieder nach oben schleimen und nach unten treten eingesetzt! „Die Parlamentarier haben am wenigsten Macht“, kritisiert sie. Die Verwaltung, die Ministerialbürokratie seien die Zentren der Macht und trieben die Maschinerie der Gesetzgebung an. Verantwortungsvollen Politikern bliebe regelmäßig zu wenig Zeit, die kurzfristig vorgelegten Entwürfe so zu prüfen, wie sie es ihren Wählerinnen schuldig seien. Das Ergebnis sind nach Ansicht von Jonsdottir nicht nur zu viele, sondern vor allem qualitativ schlechte Gesetze. Jonsdottirs Bilanz ist bitter: Parteien wären Teil einer Religion, die Gesetzgebung sei die neue Bibel. „Das System ist selbsterhaltend“,… Weiterlesen »

MAREIKE
Gast
MAREIKE

http://norberthaering.de/de/27-german/news/1154-wef-un „Das Weltwirtschaftsforum und die Vereinten Nationen (UN) haben ein Memorandum of Understanding zur Intensivierung ihrer Zusammenarbeit unterzeichnet. Es ist der UN erkennbar peinlich – aus gutem Grund. Es ist ein weiterer Schritt der Selbstentmachtung der UN und ein weiterer Meilenstein für den Club der Multis auf dem Weg zu seinem erklärten Ziel – der Weltherrschaft. () „Im Fall der Multinationalen Konzerne hat ihre effektive Reichweite als de-facto Institutionen der globalen Governance schon lange die Tätigkeit des UN-Systems überflügelt. (…) Multinationale Konzerne und zivilgesellschaftliche Organisationen müssen als vollwertige Akteure im globalen Governance System anerkannt werden, nicht nur als Lobbyisten.“() “Diese… Weiterlesen »

MAREIKE
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MAREIKE

Schön erschreckend, wenn sogenannte Linke rechte Forderungen stellen und bei der Schuld-zuweisung auch eher nach unten treten (blabla Car) Wir brauchen keine Verbortspartei! Wir brauchen eine „Eier in der Hose haben“ Partei! Jedes Jahr werden, eingezwängt in die Sommerpause (warum auch immer) 150-300 Gesetze durchgepeitscht Deutschland könnte mehrfach tapeziert werden mit Gesetzestexten…. Nur: wenn da, wo es angebracht ist, „leider, leider nichts tun, Blindheit, Tatenlosigkeit verordnet“ … warum sollten neue Gesetze, neue Verbote, neue Handlungsanweisungen irgendwas bringen? Die zwei m.E.wichtigsten Gesetze stehen im GG Vor dem Gesetz sind alle gleich Die Würde des Menschen ist unantastbar…. Beide Gesetze werden seit… Weiterlesen »

MAREIKE
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MAREIKE

Aus den 60ern gibt es einen unschönen USAnischer Feldversuch: Eine Lehrerin wollte ihren Kindern die NS Zeit erklären! Dafür unterteilte sie die Kinder in Blauäugige und Andersfarbige Augen Kinder. Die Blauäugige wurde nach vorne gesetzt, gefördert und gelobt…. die Augen-andersfarbigen bestraft, sanktioniert und/oder ignoriert…. Es dauerte gerade 2 Tage und sie hatte „Krieg“ im Klassenzimmer…. es brauchte Monate und professionelle Hilfe, um den Schaden wieder zu reparieren! Aus meiner Sicht erleben wir genau dieses inner sogenannten WWG! Die Zweiteilung der Menschheit, und dieses Mal unter zu Hilfenahme der sogenannten demokratischen Instanzen! Abgasskandal: Umweltverschmutzung und Totschlag (Tötung in Kauf nehmen) könnte… Weiterlesen »