Freiheit, Gleichheit, Fürchterlichkeit

Die liberale Identitätspolitik hat einen antidemokratischen Makel: Sie hantiert mit Opfer- und Schuldkomplexen – und baut diese zu verdichteten Wahrheiten aus, die unantastbar sein sollen. Der daraus erschaffene »neue Geist der Menschheit« ist weder frei noch offen, er speist sich aus zwanghaften Reflexen und Schubladendenken.

Neulich fiel mir was auf: Bei Aktenzeichen XY suchte man mal wieder einen Mörder. Viel wusste man über den Tathergang nicht. Es gab eine Leiche. Sichtbare Gewalteinwirkungen. Ohne handfeste Indizien zu haben, wird nun ermittelt, um den Mörder zu finden. Denn dass es ein Mord war, das steht außer Frage. Dass die Polizei eventuell auch eine Mörderin sucht, teilte man den Zusehern allerdings nicht mit.

Morde sind meist männlich – das lehrt die kriminalistische Empirie zwar, sie schließt aber nicht aus, dass es auch weibliche Mörder gibt. Frauen morden kreativer, behauptet die forensische Psychiaterin Sigrun Roßmanith – Stichwort: »Giftmischerin«. Unter Umständen ist es daher schwieriger, Frauen als Mörder zu entlarven. Übrigens nennt man Frauen die töten Mörderinnen. Mörder*innen – so wäre das richtig, wenn man modern und kein Sprachästhet ist. Und man kann sogar nach ihnen fahnden  geschlechtsneutral und ergebnisoffen, versteht sich.

Tätermann und Opferfrau

Leider ist nicht bekannt, ob diese genderistische Einseitigkeit von berufener feministischer Warte aus, irgendwo auch mal zur Empörung geführt hat. Man liest darüber wenig – vermutlich ja, weil es eine etwaige Empörung in solchen Fällen nicht gibt. Während wir alle zwei bis drei Wochen eine Gender- oder Feminismusdebatte aufgedrückt bekommen, sucht die hiesige Polizei einfach weiterhin ohne konkreten Hinweis Männer als Täter, wo man sich mindestens auch Frauen vorstellen könnte. Einfach nur deswegen, weil es schon immer so war.

Dass man allerdings etwas tut, was schon immer so getan wurde, kann man jedoch auf anderen Gebieten nur schwer ertragen. Fräulein sagt heute niemand mehr. Das sächliche kleine weibliche Wesen gilt als Titulierung respektlos, auch wenn es quasi schon immer benutzt wurde. Tradition alleine ist nun mal kein hinreichender Grund, um mit etwas Falschem weiterzumachen.

Zur ideologischen Ausrichtung passt die maskuline Mördersuche nicht schlecht. Denn die feministische und die genderistische Identitätspolitik ist zu einer Ideologie mutiert, in der das eigene Dasein dadurch aufgewertet wird, indem man das Alte, das Überkommene, geschlechtlich gesprochen, den Mann, als das Schlechte kartographiert. Aus dem berechtigten Anliegen emanzipatorischen Ursprungs hat sich eine radikale Eindimensionalität transformiert. Eine Ideologie, die die eigene Andersartigkeit mit einem Exzellenzanspruch überfrachtet, der die Andersartigkeit der anderen wiederum nicht nur zum Problem, sondern zur feindlichen Haltung aufwiegelt.

Aufwertung durch Abwertung: Ein auferlegter Zwang?

In diesem Zusammenhang von Aufwieglung zu sprechen, ist gar nicht so verkehrt. Die Debattenkultur bei solchen Sujets lässt sehr zu wünschen übrig. Nicht nur bei denen, denen man nachsagt, sie wollten ewig im Gestern weiterleben, sie seien reaktionär und nicht bereit für eine neue bessere Welt. Sondern eben und gerade auch bei den Vorkämpfern des vermeintlich neuen Zeitgeistes. Sie verteilen die Rollen, teilen ein wer historisches Opfer und wer historischer Täter zu sein hat. Diese Rollenverteilung eignet sich vielleicht für die Gerichtsbarkeit – aber schon für ein Ethikstudium wäre sie zu einseitig. Geschweige denn für den politischen Kampf.

Carolin Emcke hat erst kürzlich den Leserinnen und Lesern ihrer SZ-Kolumne ein Gedankenexperiment an die Hand gegeben. Denn der Vorwurf, Minderheiten »würden mit „Identitätspolitik“ universale Prinzipien hintertreiben«, der sei auf keinen Fall stichhaltig. Mit dem Experiment glaubte sie die »Mechaniken der Exklusion« zu entlarven. Es geht ganz einfach: Der Leser sollte sich nur mal vorstellen, dass urplötzlich alle Menschen über 1,85 Meter Körpergröße vom Opernbesuch ausgesperrt würden. Irgendwann würde sie sich zusammentun, die individuell empfundene Ungerechtigkeit würde die Ausgeschlossenen zusammenbringen und beratschlagen lassen. Sie würden sich über ihre Größe definiert fühlen und daher das Hauptaugenmerk ihrer politischen Aufklärungsarbeit genau auf den Grund ihres Ausschlusses lenken.

Emcke meint nun, dass das gewissermaßen ein auferlegter Zwang ist. Denn »wer sich wehrt gegen Ungleichbehandlung oder Ausgrenzung, muss notgedrungen oft in Kategorien argumentieren, die selbst erst durch die Ausgrenzung entstanden sind.« Gewollt sei das aber nicht, es ergäbe sich gewissermaßen von alleine so. Auch wenn Emcke das so nicht direkt anspricht: Für sie ist das ein Automatismus. Jedenfalls dann, wenn es den Minderheiten darum gehe, nicht nur bloß als solche toleriert und anerkannt zu werden. Dieser Gedanke ist ein zentraler Punkt der Identitätspolitik.

Toleranz reicht nicht mehr

Wir kommen gleich darauf zurück, zunächst aber noch ein Wort zu Emckes Experiment. Carolin Emcke stammt aus dem elitären Milieu. Sie ist das Patenkind von Alfred Herrhausen. Über dessen Tod und was er mit ihr machte, berichtete und sinnierte sie in ihrem Buch »Stumme Gewalt. Nachdenken über die RAF«. Sie studierte in Havard. Den Kritikern der identitätspolitischen Überfrachtung, die zeitgleich fast immer betonen, dass diese neue linksliberale Haltung die zentrale Frage der Linken überlagert, nämlich die soziale Frage, wirft nun also eine Frau aus elitären Zirkeln ein Experiment vor die Füße, in dem es um einen Operbesuch geht. Wie aus dem Alltag gegriffen, möchte man da zynisch nachlegen. Es gibt tatsächlich Menschen, die von Opern- und Theaterbesuche ausgesperrt werden: Menschen aus den unteren Einkommenssegmenten. Hier zeigt sich schon, wie konstruiert nicht nur das Experiment, sondern die gesamte identitätspolitische Haltung an sich ist.

Lassen wir das aber mal als Fußnote stehen. Carolin Emcke spricht davon, dass es zur Betonung des Andersartigen und des Vielfältigen kommen muss, wenn man nicht nur toleriert und anerkannt werden will. Wenn man mehr will, nämlich die totale Akzeptanz, dann muss man das »Celebrate Diversity« als automatische Folge betrachten. Es ist der Irrwitz schlechthin, dass man den Kampf um Toleranz aufgegeben hat – vielleicht auch aufgegeben hat, weil er nicht ganz so unerfolgreich war. Randgruppen sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Sie zu tolerieren reicht aber offenbar nicht mehr aus.

Nein, jetzt geht es darum, sie zu lieben. In aller Totalität anzuerkennen. Ein Zustand, den niemand je gesellschaftlich erreicht hat – ja, ein unmöglicher Zustand geradezu. Wer ist schon total anerkannt? Und was soll das sein? An irgendeiner Stelle unserer First-World-Saturiertheit gingen wir offenbar dazu über, die berechtigten Kämpfe gegen Scharmützel auszutauschen, in denen wir protototalitaristische Sachverhalte abhandeln. Gleichstellung reichte nicht mehr: Es musste die Totale sein, die Bewunderung, die Anerkennung und die völlige Hingabe zur Diversität.

Das Gute als Menschheitsziel pfeift auf den demokratischen Diskurs

Wenn ich als nicht mehr ganz so junger weißer Mann sage, dass ich Transsexualität akzeptiere, sie toleriere, auch für einen entspannten Umgang mit ihr bin, gleichzeitig aber behaupte, ich verstehe das Phänomen nicht richtig, was aber nicht weiter schlimm sei, weil es mich so arg auch gar nicht interessiere, dann reicht das offenbar nicht mehr aus für die Absichten, die da manche Menschheitskämpfer hegen. Meine laxe Einstellung lässt mich so gewissermaßen in die geistige Nähe von Rechtspopulisten geraten. Bei denen sind Schwule und Lesben ja auch akzeptiert – die Chefin ist lesbisch. Ja, wenn die Schlechten das schon akzeptieren, dann müssen die vermeintlich Guten doch noch nachlegen und weiter-, darüber hinausgehen als bis zur bloßen Akzeptanz.

Emcke entkräftet ihr Experiment mit diesem einen Satz vollkommen. Es dient gar nicht dazu, die Kritik an der aktuellen Identitätspolitik auszuhebeln. Ja ganz im Gegenteil, es skizziert quasi, woran es dieser Haltung mangelt: An Lockerheit, an der Gelassenheit, wonach Menschen eben etwas nicht lieben müssen, um es trotzdem auszuhalten. Das Gute als Menschheitsziel, wie es in solchen Diskursen um Diversität stets durchschimmert, hat insofern gar keinen demokratischen Selbstanspruch. Es führt den demokratischen Grundgedanken ad absurdum.

Denn letztlich kommt es in einer demokratischen Grundordnung nicht darauf an, was Menschen denken oder wen sie wirklich leiden können oder nicht. Es geht darum, was sie tun, wie sie handeln und ob sie bereit dazu sind, ihre Vorurteile ruhen zu lassen, sie zu kanalisieren. Sie ist eine physische Ordnung und nicht etwa ein mentales Gesinnungsgemeinwesen. Im Grund sind es genau diese Schubladen und zwanghaften Reflexe, die die identitätspolitisch Beseelten zu jenen Zeitgenossen werden lassen, die sie in der Praxis bekämpfen und die sie dort recht schnell als »AfD-Wähler«, »Faschist« oder »Ewiggestriger« titulieren. Dass es der Undemokrat ist, der den Undemokraten die bessere Welt beibringen will: Das ist die Fürchterlichkeit unserer Zeit.

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ChrissieR
ChrissieR
2 Jahre zuvor

Chapeau!

Mörder*innenguter Artikel!!

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Roberto J. De Lapuente
2 Jahre zuvor

Lieber Roberto,

Was soll daran respektlos sein? Deine Aussage finde ich im Gegenteil sehr respektvoll!
Falsche Toleranz habe ich halt anders erlebt, nach dem Motto :“ Ich bewundere Deinen Mut!“ Das ist kein Mut, das war nur die Alternative zu Depression oder Suizid….
Und solche Leute benutzten dann auch immer wieder, wenn sie über mich sprachen, das männliche Personalpronomen…

Liebe Grüße

Christine

Molle Kühl
Molle Kühl
2 Jahre zuvor

Ist doch in Ordnung mit den Männern als Täter resp. Mörder. Unbelehrbare behaupten doch stets (auch im Vorspann von literarischen Werken) das Täter bzw, Mörder auch weibliche Personen einschließt. Hauptmann, Amtmann, Landsmännin, Mädchenmannschaft, Obmann. Da schimmert doch sofort die Gebärmutter durch. Ist doch auch unbedeutend, ob Mann oder Frau, Katze oder Kater, rechte oder linke Niere. Jeder (jede?) hat seine (ihre?) Periode etwas anders. Lustisch. Oder: „Wer (männl.) hat seinen (männl.) Tampon im Bad liegen lassen?“ Lustisch.

Kim Schicklang
Kim Schicklang
2 Jahre zuvor

„Wenn ich als nicht mehr ganz so junger weißer Mann sage, dass ich Transsexualität akzeptiere, sie toleriere, auch für einen entspannten Umgang mit ihr bin, gleichzeitig aber behaupte, ich verstehe das Phänomen nicht richtig, was aber nicht weiter schlimm sei, weil es mich so arg auch gar nicht interessiere, dann reicht das offenbar nicht mehr aus für die Absichten, die da manche Menschheitskämpfer hegen.“
Das liegt daran, dass Identitätspolitikerinnen das meistens falsch erklären und dafür ein psychiatrisches Weltbild in ihrem Kopf haben. Eigentlich ist Transsexualität etwas ganz einfaches: Es gibt Menschen, deren Körper von ihrem Geschlecht abweicht. Der abweichende Körper ist ein transsexueller Körper. Das ist alles.
Um Transsexualität als existent anzuerkennen, ist also nur eine einzige, simple Sache notwendig: Nicht weiter davon auszugehen, dass Körpermerkmale immer dem Geschlecht eines Menschen entsprechen. Wer das nicht sofort schafft, müsste sich dann einfach nur mit Wissenschaft beschäftigen und könnte sich dann in die embryonale Entwicklung einlesen und sich damit beschäftigen, welche Hormone wie wirken und warum dann Organe sich so oder so entwickeln… aber all das ist nicht nötig, wenn einfach nur anerkannt wird, dass Körper von Menschen unterschiedlich sind und eben manchmal Menschen Körper haben, die nicht ihrem Geschlecht entsprechen.
Leider, und das ist ein Phänomen unserer Zeit, wird dies aber von vielen gar nicht anerkannt. Und warum? Weil es ganz viele Wortführerinnen gibt, die den Körper, den sie sehen, als Geschlecht setzen und das, was Menschen über sich selbst äussern als abweichende Identität bezeichnen. Aus den Aussagen, die Menschen wahrheitsgemäss über sich selbst treffen – wie beispielsweise der Satz „Ich bin eine Frau“ – wird dann, per Definition, eine Identitätsbekundung. Aus der Anerkennung des Gegenübers wird die Nicht-Anerkennung. Es ist die Verachtung in Perfektion. So können Menschen ausgegrenzt werden und die Ausgrenzung wird dann so verpackt, dass der Eindruck entsteht, Ausgrenzung sei etwas tolles, humanes, wertvolles und erstrebenswertes.
Also: Wäre nett, wenn dann das nächste mal ein bisschen klarer wird, was Transsexualität ist und zu was Transsexualität in der Regel gemacht wird… das sind zwei verschiedene Dinge. Es lohnt sich echt, darüber nachzudenken. Weil am Beispiel „Transsexualität“ ziemlich gut aufgezeigt werden kann, wie eine identitäre Weltanschauung, Themen und Menschen unsichtbar macht. Identitätspolitik will gar nicht die Zustände verändern, in denen Menschen ausgegrenzt werden. Identitätspolitik will die Bewertung der Ausgrenzung verändern. Sie will, dass die Ausgegrenzten ihr Ausgegrenztsein feiern, damit alles bleiben kann, wie es ist. Und Identitätspolitik will, dass wir uns darüber gar nicht mehr verständigen können, weil uns eingeredet wird, wir verstünden die zu den Anderen gemachten sowieso nicht.

Roberto De Lapuente
Roberto De Lapuente
Reply to  Kim Schicklang
2 Jahre zuvor

Das ist ein typisches Beispiel. Ich weiß, was es ist – nachvollziehen kann ich es dennoch nicht. Auch nicht vom wissenschaftlichen Standpunkt aus. Das ist auch okay, weil mich das Thema bestenfalls tangiert. Habe weder ein Problem mit dem Thema noch mit den Betroffenen. Aber ich muss meinen Einsatz nicht intensivieren. Der Kommentar tut aber so, als müsste das sein. Warum? Ich kann damit gut leben und hege keinen Groll. Reicht das nicht?

Gaby Peschel
Gaby Peschel
Reply to  Roberto De Lapuente
2 Jahre zuvor


Sehe ich ganz ähnlich. Letztlich ist es so (- ohne es despektierlich zu meinen -): ich befinde mich nicht in der Situation derer Menschen, also erlaube ich mir auch keinerlei Urteil darüber. Ob und in wie weit sich zb eine Person dem anderen Geschlecht hingezogen fühlt ist nicht meine Emotion/Entscheidung, also muss ich mich auch nicht damit auseinander setzen. Wenn jemand androgyn zur Welt kommt, ist es meist für den Betroffenen oft schon schlimm genug (psychisch) – da muss ich nicht noch zusätzlich draufhauen!

Emanzipation hin, Emanzipation her. Grob festgestellt nehmen sich die Meisten nur das mit was ihnen gerade zuträglich ist. Ich persönlich brauche keine Frauenquote; ich möchte nach meiner Leistung beurteilt und eingestellt werden – alles andere wäre in vielerlei Hinsicht kontraproduktiv.


Ob nun Mörder oder Mörder*in; der oder die Getötete wird darüber hinaus auch nicht wieder lebendig.

LG

Nachtrag :
Zur Diskussion über Wortgebräuche.
Wäre es nicht wichtiger heutzutage über Blickwinkel zu sprechen um Emphatieförderung zu betreiben?
Beispiel „Fräulein“:
Anfang 20 empfand ich mir gegenüber diese Bezeichnung als respektlos. Heute schmeichelt es mir. Rückblickend wünschte ich mir, ich hätte es damals auch schon so gesehen – denn das wäre (aus meiner heutigen Sicht) auch richtig gewesen.

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Kim Schicklang
2 Jahre zuvor

Kim,

Du sprichst mir aus der Seele. Ich habe seit fast 20 Jahren den Weg von “ Mann“ zu Frau hinter mich gebracht und ich kenne alle Reaktionen – von verlogener “ Toleranz“ bis zu Anfeindungen!
Irgendwann habe ich mir ein dickes Fell zugelegt und betrachte meine Mitmenschen oft mit der wohlwollenden Gutmütigkeit eines Tierpflegers…

Es waren hauptsächlich junge Männer mit Migrationshintergrund , die „Probleme“ mit mir hatten….und mich ungefragt und unverschämt „ansprachen“….

Gottes Zoo ist halt unendlich gross!!

Alloah

Christine

Gaby Peschel
Gaby Peschel
Reply to  ChrissieR
2 Jahre zuvor


Japp, der Herrgott hat nen großen Tiergarten – lauter Ochsen und Rindsviecher. Wusste Omamama auch schon 🤗

LG

anton
anton
Reply to  ChrissieR
2 Jahre zuvor

Respekt für Deinen Weg!

Nashörnchen
Nashörnchen
2 Jahre zuvor

Eieieieiei,,,
Da sucht das BVerfG nun jahrelang nach einem Kläger, um endlich Gerechtigkeit für all die Abermillionen (Korrektur: Man hat inzwischen nachgezählt, es sind soger glatte ZWANZIG!!! deutschlandweit) Deiwörsen in unserem Land schaffen zu können und findet endlich so einen und läßt das alles in Gesetze gießen und so voll toll deiwörse Genderklos bauen und dann assumest Du hier so total sexistisch die Mördernmörder, anstatt mal ordentlich progressiv Mordende (m/w/d) sichtbar zu machen. Tsstsstss…

Zu meiner Zeit™ gab es ja noch nur Jungs und Mädels und die hatten dann unzählige Weltanschauungen: Die Popper, die Rocker, die Hippies, die Teddys, die Schwulen, die Yuppies, die Kommunisten, die Imperialisten, die Maoisten, die ich weiß gar nicht mehr, wie die alle hießen. Werd ja auch nicht jünge. Quasi jeder hatte seine eigene. Und die haben alle miteinander geredet und gesoffen und gestritten und dann haben sie sich sich gegenseitig die Schlüpper runtergezogen und dann gab es (manchmal) Kinder und dann ging das ganze Theater wieder von vorne los.
Heute gibt es so unzählig viele Geschlechter, daß die sich gar nicht mehr jeden Tag einen neuen Namen für sich selber ausdenken können und nur noch genau zwei Weltanschauungen: Die ICH BIN GUT ALSO HAB ICH GRUNDSÄTZLICH IMMER RECHT oder die Rääächtzzzpopulisten und der in einer sich alle paar Jahre verdoppelnden Menscheit demographisch so bitter nötige Nachwuchs wird aus höchst frühmittelalterlich-fundamentalistisch-konservativen fernen Gegenden der Welt importiert, auf daß nun endlich alles voll total bunt und progressiv und europäisch gemeinsam homogen werde. So werden hunderte Millionen Jahre Evolution einfach mal so voll total progressiv über den Haufen geschmissen. Kann man jetzt mögen. Oder halt eben nicht.

Nun ja. Ich bin halt auch bloß so’n alter weiser Mann. Ich werde die Geschichtsbücher nach der Erdverglühung in 9 Jahren nicht mehr lesen können. Schade, Statistisch hätte ich noch 20 Jahre gehabt. Aber naja – man kann halt nicht alles haben. Es wird grad Dürresommer, Ergo: ich fahr jetzt zum Brückentag einfach mal so in den Garten und werde da hacken und harken und graben und grillen wie son Neandertaler und laß mich von all den neuerdings grad eben längst ausgestorbenen Insekten piesacken. Man muß ja auch mal mit bissl weniger zufrieden sein…

Nashörnchen
Nashörnchen
Reply to  Nashörnchen
2 Jahre zuvor

Okay – ich seh es grad noch deutlicher: Die (westliche) Menschheit ist komplett dekadent und komplett irre. Der Rest ist dann auch wurscht…

malocher
malocher
2 Jahre zuvor

Die identitären Linken versuchen den Linksintellektualismus zu deakademisieren.
Endlich mal linke Themen über die man wie übers Wetter und das anstehende Abendbrot debattieren kann. Das ist der Populismus der Linken. Sehr zerstörerisch, weil es auch links für komplexe Problemlagen keine einfachen Lösungen geben kann. Die Jüngeren blenden deshalb gern mit linker Alltagsprosa die soziale Frage aus, weil sie als Kinder des Neoliberalismus nicht mal die Fragestellung kapiert haben. Die Rechten drängen zunehmend in dieses Vakuum.

Wie löst man eigentlich Zigeuner*Innensoße
korrekt pc und gendernäßig auf ?
Wäre ein schönes Deutschthema
in der Gesamtschule achte Klasse.

Der Laden da draußen aber, funktioniert leider
etwas komplzierter.

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  malocher
2 Jahre zuvor

@malocher:

Jeder zu beschulenden Person ( Schüler/in) als Belohnung einen Negerkuss oder Mohrenkopf geben, dann klappt das schon!😂

MAREIKE
MAREIKE
2 Jahre zuvor

Jahrhunderte haben Männer Frauen eingeredet sie hätten „Fehler“… könnten nicht denken, nicht Auto fahren, keine Ahnung von Zahlen und Wirtschaft und und und
Das Ganze von Kirche, Wissenschaft, Behörden, Ämter, Medien glaubhaft verteilt….
Und aufgrund dieser Fakes würden dann politische, bildungs, beteiligungs Fakten geschaffen!!
(Wird gern verdrängt von so genannten ’neuen, liberalen‘ Männern)

Ich behaupte seit einiger Zeit: Männern fehlt das kleine Etwas! Am Y Cromosom fehlt das Häkchen und als Kompensation wachen sie neidisch auf jeden so genannten Vorteil oder auch mehr Zuwendung, die evtl.Frau erhalten könnte!

Gewinne werden privatisiert, den Männern zugesprochen…
Verluste werden sozialisiert: Frauen und Kindern aufgeladen…..
Geh mal mit offenen Augen durch die Welt und nicht mit dem mimimiMißgunstBlick….
Von der Forderung: „Frauen gehört die Hälfte der Welt“ sind wie meilenweit entfernt, sieh selber….

Die Forderungen nach sprachlicher Gleichberechtigung war ja eine Reaktion auf die komplette Männer-zentrierte Welt! (Männer scheinen eine Art zu haben, ab da die Welt zu beschreiben wo es für sie irgendwie gut oder ungerecht oder asozial anfängt…. die Zeit davor wird gern verdrängt, mmh)

Wenn 9 Frauen und ein Mann ein Buch schreiben wird von Autoren gesprochen, wenn Buch erfolgreich von 10 Frauen publiziert wurde, wird auch gern von Autoren gesprochen…. wenn es um Gedöns geht, dann Frau, wenn männerharte Wirklichkeit „Politik, Wirtschaft, Medien, Internet, Wissenschaft, Kirche, etcpp) dann kommt Männertitel. (Hab es selber jahrelang mit Spass bei Pressemitteilungen ‚untersucht‘)

Ich z.B. ärgere mich seit Jahre, dass in den Krimis die MännerKommissare (wie auch sonst so) ohne Probleme scheint’s 24 Stunden Überwachung des potentiellen ‚Mörders‘ hinbekommen, während Frau Kommissarin mit Kind natürlich komplett überfordert ist!
Und in den Liebesschmonzette ähnlich: ER neu alleinerziehend, voll im International agierenden Unternehmen und liebevoller Ganztagspappi, SIE: Alleineriehende Chaotin, prekär….
Da hatte ich die Hoffnung auf die volltönenden Väteraufbrüche gesetzt, die laut eingetreten wären die Doppelbelastung Familie und Beruf eigentlich als Kolumbusse noch immer durch Abwesenheit gestemmt zu haben 😉

MAREIKE
MAREIKE
Reply to  Roberto J. De Lapuente
2 Jahre zuvor

Ach, diese Abwert-Klatsche…..
Früher hieß es „dann geht doch nach drüben“ heute wirst du -ganz (neo-)liberal- psychiatriesiert!

MAREIKE
MAREIKE
Reply to  Roberto J. De Lapuente
2 Jahre zuvor

Au Mann, echt Alder….
Wenn sogenannte linke Männer älter werden
dann scheinen sie einerseits PupertätsRegression zu betreiben und gleichzeitig irgendwie ziemlich wert-konservativ, wenn nicht sogar noch rechter zu werden….

Aber ehrlich: brauch ich diese pingpong Keulen Diskussion? Bringen sie mich weiter? Bringen sie meine Gehirnzellen in Wallung?
Nein!
Also tschüß

MAREIKE
MAREIKE
Reply to  MAREIKE
2 Jahre zuvor

Und zum Täter:
Ganz schlechtes Beispiel…..
Ehrlich …. manchmal sind Statistiken nämlich super gut zu gebrauchen und sollten auch mitbedacht werden! Hier geht es ja nicht um BusfahrER oder YoutubER sondern darum zu warnen und zu ergreifen….
Und da zu sagen: achtet lieber auf nen Mann, ist zielführender als gegendert : achtet lieber auf Männer und Frauen! Alle könnten Euch vergewaltigen, ist nicht auszuschließen!

Als meine Oma vom Krieg erzählte hat sie -Lach, sehr gleichbehandelnd- ihren Töchtern immer gesagt: wenn Soldaten kommen, egal welcher Couleur, dann verschwinden im Heu!
(bestimmt gab es auch ganz nette russische, amerikanische, britische, deutsche, … Soldaten, aber die Mädels mussten sich immer sicherheitshalber verstecken;) („voll unfair“ würden die heutigen sich benachteiligt fühlenden midlife crisigen Männer murmeln!)

Musil
Musil
Reply to  MAREIKE
2 Jahre zuvor

„Wenn Männer wirklich im Interesse des Feminismus handeln wollten, würden sie sich umgehend selbst umbringen.“ Und hier fängt Mareike an, von einer besseren Welt zu träumen.

MAREIKE
MAREIKE
Reply to  Musil
2 Jahre zuvor

Tja, lesen und nachdenken schadet irgendwie auch nicht
Und dann richtig und wahrheitsgemäss zitieren würde einfach ein bisschen zum Frieden beitragen!

malocher
malocher
Reply to  MAREIKE
2 Jahre zuvor

Das haben die vor 30 Jahren schon im feministischen Fachschaftsrat erzählt. Büchertische gabs mit Frauenliteratur und Plena ohne Ende. Die Aktivistinnen haben alle geheiratet, sind Mütter und noch spießiger geworden. Ich roll das jetzt nicht wieder auf.

Die Anarchos anderer Fachschaftsräte hatten überwiegend Physik und Chemie studiert. Die arbeiten noch immer bei Bayer und im Atomkraftwerk.

In spätestens 10 Jahren ist dir das alles egal was du hier schreibst, Mareike.

MAREIKE
MAREIKE
Reply to  malocher
2 Jahre zuvor

Ja, es ist wichtig…. wenn Mann sich benachteiligt fühlt, dann schweigt Frau…..

Seit Frauen geheiratet haben, den Männern Kinder geschenkt und spiessig geworden sind….. sind damalige Ansichten und Argumente in die Mottenkisten gesteckt worden und heraus kommt der gegenderte Mann, der sich voll echt ey benachteiligt fühlt?

Es kann sein, dass es mir in 10 Jahren egal ist….

Spannend wie dann die Welt aussehen würde…. mmh
Bayer zerbricht an Monsanto…
Atomkraftwerke in Dt abgestellt …
Männer sind wieder richtig Männer und ziehen in den Krieg mit Russland …
(Und Vergewaltigung ist wieder -ähnlich der Steuerhinterziehung- Kavaliersdelikt oder Kolateralschaden…)
Und alle Frauen heiraten, kriegen Kinder und nähen Gardinen,… die die nicht, werden dann Fräuleins genannt

Und in vielen Ländern ist Land unter, mmh
Egal…

malocher
malocher
Reply to  MAREIKE
2 Jahre zuvor

Nee, wie du in 10 Jahren zu deinen Ansichten hier stehst, war gemeint.
Die konstruierte Mann-Frau-Kontroverse
hat sich in zehn Jahren thematisch totgelaufen, sogar bereits in den letzten
dreißig Jahren. Der Alois Schwarzer-Feminismus ist durch. Da gibt es interessantere Strömungen die auch
die soziale Frage integrieren.
Ist ja kein Elitenthema zu dem man es gemacht hat, geht ja auch um die Putzfrau
ohne verstellte Aussicht auf Führungsposten. Die hat andere Probleme
als die gespielte Furcht vor Latentvergewaltigung.

Irenicues
Irenicues
Reply to  MAREIKE
2 Jahre zuvor

„Ich behaupte seit einiger Zeit: Männern fehlt das kleine Etwas! “
Weiter braucht man eigentlich nicht lesen. Stell dir mal vor, jemand würde sagen Frauen fehlt etwas. Schnappatmung und hysterischer shitstorm, wäre die Folge.

„Gewinne werden privatisiert, den Männern zugesprochen…
Verluste werden sozialisiert: Frauen und Kindern aufgeladen…“

Wie zum Teufel kommst du darauf? In unserer Gesellschaft gibt es eine große Transferleistung von Männern zu Frauen, und nicht umgekehrt.
Und Gewinne werden schlichtweg den Mächtigen zugesprochen. Das sind nun bei weitem nicht immer Männer, und wenn sie es sind, hängt meistens eine Familie mit dran, die davon auch profitiert. (Bei möchtigen Frauen auch)

„Frauen und Kinder“
Ich find es immer lustig, dass Feministen das in einem Atemzug nennen. Als ob das irgendwie mit einander zu tun hätte. Aber in euerm Weltbild ist das wohl so. Frauen sind halt unschuldig, und wenn sie schuldig sind, dann nur weil die Gesellschaft sie so gemacht hat. Wie unmündige Kinder halt.

„Die Forderungen nach sprachlicher Gleichberechtigung war ja eine Reaktion auf die komplette Männer-zentrierte Welt!“

1. komplett Männerzentrierte Welt?
Aha, wann soll das gewesen sein? In allen Epochen der Geschichte war die Welt vor allem Reichen-zentriert. So ziemlcih immer waren 90Prozent aller Männer und Frauen, unmündige Menschen. (Leibeigene, nicht Wahlberechtigt (falls es überhaupt Wahlen gab), arm)
Nur weil ein Großteil der Mächtigen (niemals alle) männlich waren, heißt dass nicht , dass das die zentrale Eigenschaft war. Und wirklich immer war männliches Leben weniger wertvoll. „frauen und Kinder zuerst“ ist kein Zufall, sondern drück ein klares Wertebild aus. Frauen sind rettungswürdiger, als Männer. Sogar rettungswürdiger als Kinder (werden schließlich zuerst genannt). Und das ist nicht etwa mittelalterlich, sondern wurde unter anderem von der Uno im Kossovo so gehandhabt. Frauen und Kinder raus. Männer mussten da bleiben und sich abschlachten lassen.

2. sprachlicher Gleichberechtigung
In der englischen Sprache gibt es all diese Bezeichnungen nicht, ist die Welt in den englischsprachigen Ländern nun irgendwie anders? nein. also ist es schlichtweg, ein völlig nutzloser Ansatz die Sprache mehr zu gendern. der nur nervt (Lesbarkeit).

„achtet lieber auf nen Mann, ist zielführender als gegendert : achtet lieber auf Männer und Frauen! “
Falsch! Es ist sogar extrem problematisch, denn dann findet man eben die Mörderin überhaupt nicht mehr. Es ist immer falsch bei kriminalistischen Ermittlungen von etwas auszugehen, was man nicht sicher weiß.

„Geh mal mit offenen Augen durch die Welt und nicht mit dem mimimiMißgunstBlick….“
Äh ja… Richtig. Du tust das natürlich. Niemals irgendwo missgünstig („Ich behaupte seit einiger Zeit: Männern fehlt das kleine Etwas! „) Aber ich vergass. Wenn frauen sich beschweren weil irgendetwas ihnen ungerecht erscheint, ist das natürlich immer gerechtfertigt.
Wenn Männer auf Ungerechtigkeiten hinweisen, dann ist das natürlich nur Jammern und mimimi.

Knalle
Knalle
2 Jahre zuvor

OT

„Zum ersten Mal gibt es die Möglichkeit eines weltweiten Kollapses“

Pulitzer-Preis-Träger Jared Diamond warnt die Politik, sich nur auf den Klimawandel zu konzentrieren. Das Zusammenspiel mehrerer Krisen sei das Gefährliche.

https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/evolutionsbiologe-jared-diamond-zum-ersten-mal-gibt-es-die-moeglichkeit-eines-weltweiten-kollapses/24351438.html?utm_source=pocket-newtab

Knalle
Knalle
2 Jahre zuvor

Der schlimmste Feind !

https://youtu.be/RAvGBstNM9w