Zumutbarkeitslimbo mit der Bahn

Seit nunmehr 24 Jahren ist in Bad Orb kein Zug mehr verspätet angekommen – und ebenso wenig verspätet abgefahren. Nun ja, wenn man ganz genau sein will, muss man schon konkretisieren: Denn seit 24 Jahren ist kein Personen- oder Güterzug mehr in Bad Orb gesichtet worden. 1995 wurde die Bahnstrecke aufgegeben. Seit 2001 fährt dort nur noch eine touristische Schmalspurbahn, der Bahnhof der fast 10.000 Einwohner umfassenden hessischen Stadt, beherbergt heute ein Restaurant. Vielen Orten in Deutschland erging es ähnlich. Seit 1994 hat die Deutsche Bahn 5.400 Kilometer Gleise, das sind an die 16 Prozent des gesamten Streckennetzes, stillgelegt oder abgebaut.

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der-5-minuten-blog.de
Gast
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Roberto geht im eigentlichen Artikel noch auf die wirklich miesen Statistiktricks der DB ein. Was mich auch wahnsinnig aufregt: Züge, die mehr als die Hälfte ihrer Taktzeit verspätet sind, gelten bereits als Teilausfall. Sie werden wie ein kompletter Ausfall behandelt. Und ein Ausfall ist immer nur ein Ausfall.

Kann also nicht als Verspätung gezählt werden.
Quelle: https://www.deutschebahn.com/resource/blob/1187698/c5f9c20b7724aa2aa3b057c3ee092014/fragenantworten-data.pdf

Antom
Gast
Antom

Die Bahn ist ätzend, gut, dass ich nicht damit fahren muss!

Rudi
Gast
Rudi

„Frankfurt am Main, Roberto De Lapuente (eigenes Werk), gemeinfrei“

Der Bildaufbau ist gelungen. Der ICE steht thematisch im Mittelpunkt. Er führt den Blick des Betrachters diagonal in die Tiefe. Die Stange rechts im Vordergrund dagegen blockt die Blickführung. Diese hätte ich nicht mit ins Motiv genommen. Die Unschärfe des gesamten Werkes hängt mit dem mangelnden Licht vor Ort zusammen, könnte aber als Statement zur Bahnpolitik interpretiert werden, wenn sie bewusst eingesetzt wurde. Davon gehe ich aus. Also: Daumen hoch!

Energetische Verhaltenstoene
Gast
Energetische Verhaltenstoene

Doch es gibt ja auch das Gute, die guten Nachrichten ^^
Disclaimer: Der Hinweis der Polizei, ohne weitere Fakten zu nennen ermuntert eigentlich nur zum Spekulieren. Auch wenn das meiner Meinung nach gar nicht nötig ist…

Hintergrund: Linke rufen zum offenen Kampf und militanter Offensive gegen Rechte auf

Bei Kontrollen in Frankfurt stellte die Polizei jetzt fest:

Jeder fünfte Fahrer von Porsche, BMW oder Mercedes
war Empfänger von Sozialleistungen.

Also mehr Hetze gegen die Industrie und die (vormals) herrschende Ordnung hier zu lande.

Folkher Braun
Gast
Folkher Braun

Der erste Genickschuss für die Bahn erfolgte 1949, als beschlossen wurde, sie dürfte die Kriegsschäden selbst bezahlen. Der zweite war, dass die Bundesrepublik (alt) das System der Autobahnen finanzierte und damit – ungewollt – den Lkw-Verkehr förderte. Mitten in den Aufschwung versuchte Verkehrsminister Seebohm, den Lkw-Verkehr zu beschränken durch die Absenkung des zulässigen Gesamtgewichts von 40 auf 24 Tonnen. Dagegen ging die Wirtschaft auf die Barrikaden, weil man zum Wiederaufbau den Lkw-Verkehr auf der Kurzstrecke brauchte. Dann versuchte Schorsch Leber, den Lkw-Verkehr einzudämmen („Werkverkehrsabgabe“, Gleisanschluss-Subvention), war alles Käse. Dann wollte Verkehrsminister Volker Hauff den kombinierten Güterverkehr fördern (1981), taugte alles… Weiterlesen »

aquadraht
Gast
aquadraht

Dass sich die Bahnführung gegen Innovationen wehrt, ist ja nichts neues. Aber wer ein Sechstel der Schienen abwrackt, sollte auch bei grossen Vertikalbahnhöfen Einschnitte abkönnen. Falls die überhaupt kämen, denn in Summa wären ja mehr Güter auf der Schiene. Die SBB/FFS hat ja auch mehrere grosse Verladebahnhöfe.

Aber danke für die Infos. Und um das zu ergänzen: Ein solches System ist natürlich nur sinnvoll bei einem hinreichend dichten Schienennetz. Die Schweiz ist da vorbildlich, auch wenn auch da die Autolobby sägt, z.B. bei Plänen zum Abbau des Generalabonnements und Preiszuschlägen für Stosszeiten: „Optimierung“.

Heldentasse
Gast
Heldentasse

Dass sich die Bahnführung gegen Innovationen wehrt, ist ja nichts neues.

Das stimmt so aber nicht, S21 ist sehr innovativ und heute wie auch in Zukunft ein steter Quell der Freude!

Heldentasse
Gast
Heldentasse

Lebensnotwendige Infrastruktur (Pöse Zungen sprechen von Daseinsfürsorge) wie Bahn, Post, Gesundheitswesen etc. pp. zu privatisieren fand und findet doch wohl noch ganz überwiegend die Zustimmung der Wähler*innen Mehrheit! Denn anders anders kann ich es mir (auch beim auch beim besten Willen) nicht erklären warum immer und immer wieder die Parteien gewählt werden, die antreten den öffentlichen Dienst zu schleifen und sich „Privat“ vor „Staat“ auf die Fahnen geschrieben haben. Also stellt euch bitte nicht so mädchenhaft an wenn viel weniger funktioniert wie früher, und denkt im Namen des „Großen Nagus“ immer an den Profit der Kapitalgeber und die 12 Erwerbsregel:… Weiterlesen »

Pen
Gast
Pen

Moin Heldentasse, wenn man bedenkt, was für zukunftsweisende Veränderungen der charmante und s.g.Herr Knoflacher in Wien bewirkt und die alte Hauptstadt des Kaiserreiches damit zur schönsten Stadt der Welt gemacht hat, und sich dann anguckt, was die Deutschen so verzapfen, also nein, wirklich…ich geb’s auf. Kann es sein, daß sie einfach dumm sind?

Heldentasse
Gast
Heldentasse

Hallo Pen

M.E. habe die Ösis, Herr Knoflacher hin oder her und wohl er partiell sehr gute Arbeit leistet, die gleichen Probleme wie wir. Nur sind wir denen (und evtl. auch der Schweiz) womöglich noch ein paar Jährchen voraus im Genus der Segnungen des Neoliberalismus. Vielleicht liegt das an der relativen Nähe zum großen Bruder aus Übersee, oder an der Piefke Mentalität? Ich weiß es nicht.

Klar scheint aber auch, bemüht man Herrn Mausfeld, dass wir alle mehr oder minder auf „doof“ getrimmt wurden, und zwar auf so „doof“ das wir gegen unsere eigenen Interessen handeln.

Beste Grüße

Marc
Gast
Marc

Erwerbsregel 45:

Wer nicht expandiert ist tot.