Bloß von Außen Minister

Er beteuert, erbaut, bekennt, animiert und belehrt: Der amtierende Außenminister scheint der wichtigste Gesinnungsgenosse im Land zu sein. Ist das seine ministerielle Aufgabe? Heiko Maas ist letztlich nur von Außen Minister.

Okay, ich gebe es ja zu, vielleicht bin ich da hoffnungslos nostalgisch: Aber jemand wie Hans-Dietrich Genscher, der deutsche Außenminister schlechthin, hätte sich nicht vor einem Publikum produziert wie ein plumper Narzisst. Nun gut, die These hinkt, denn der Mann kannte Twitter oder Facebook noch nicht. Seiner Versuchung waren insofern Zügel angelegt. Aber so wie neulich sein Nachnachnachfolger, der zwitscherte, dass nun eine Combo von Schauspielern sich seinen Zuschriften gewidmet, sie vorgelesen habe, damit das geschätzte Publikum mal weiß, mit welchem Hass, welcher Menschenverachtung er es jeden Tag zu tun hat: Das hätte Genscher niemals getan. Und ich bin mir relativ sicher, Spitzenpolitiker haben zu allen Zeiten schlimme Zuschriften erhalten, nur waren die mit Schreibmaschine getippt oder, bei Psychopathen mit Stil, mit Füllfederhalter notiert. Aber das war den Altvorderen ziemlich egal, sie ließen solche Post daher schon im Vorzimmer aussieben. Wie gesagt, man mag dies Nostalgie nennen, aber ich glaube wirklich, die Politiker von damals waren, trotz ihrer Fehler, trotz ihres Opportunismus’, aus einem ganz anderen Holz geschnitzt.

Natürlich hatte das auch mit Lebenserfahrung zu tun. Damals hatten sie Lebensläufe, Biographien – heute schmücken sie sich mit Viten, mit ausgestalteten Chronologien ihres wahnsinnig wichtigen Schaffens und außerordentlich bedeutsamen Könnens. Das ist natürlich der Preis unserer zum Glück an Krieg armen Zeit.

Ich gebe zu, ich bin nicht nur nostalgisch, sondern in der Beziehung auch ein wenig altmodisch. Ich finde nun mal, dass sich ein Minister nicht als Testimonial eignet – oder eignen sollte. Er sollte ein bisschen was ausstrahlen, wenn schon nicht Kompetenz, so doch zumindest Demut und Zurückhaltung, auch ein Gran an ehrlicher, authentischer Zuversicht kann hin und wieder nicht schaden. Aber als twitternder Aufmerksamkeitsökonom, der täglich Durchhalteparolen und Empörungsrhetorik verbreitet, der seine Amtsführung zu einem Schaulaufen von Empfängen macht, auf denen er geglänzt hat wie sonst keiner, kann man zu Heiko Maas nur eins feststellen: Sein ganzes Auftreten hat keinerlei Würde.

Nennt mich kleinkariert, aber ein Minister, der in die Kamera zwinkert, mit seinen Händen eine Kanzlerinnenraute in ein Herz verformt und so für das einjährige Jubiläum der Homo-Ehe wirbt, wirkt auf mich lächerlich bis clownesk. Außerdem hat das was schrecklich Selbstgefälliges. Es kommt mir vor wie eine Form mentaler Onanie, wie stümperhaftes Komplimentefischen, das einen narzisstischen Drang nachgibt. Maas tut das immer und immer wieder.

In einer NDR-Talksshow von 1985 hat Helmut Schmidt mal gesagt, dass – falls irgendwie vermeidbar – ein Regierungschef nicht mit »Tränen im Knopfloch« vorgeführt werden sollte. Die Moderatorin erhob Widerspruch, sie legte dem Bundeskanzler außer Dienst dar, dass ihr ein Staatsmann sehr viel näher und vertrauter auf sie wirkte, auch von ihr mehr geschätzt würde, wenn er Emotionen auch öffentlich zuließe. Schmidt erwiderte hanseatisch-cool: »Ich glaube Ihnen das – auf der anderen Seite ist seine Hauptaufgabe nicht, Ihnen vertraut vorzukommen.«

Dieser rhetorische Konter trockener Nüchternheit imponierte mir enorm, als ich die Aufzeichnung der Talkshow schon vor Jahren sah. Nüchternheit ist die neue Leidenschaft, finde ich. Wo sind denn die politischen Akteure, die sich das zum Credo ihrer Arbeit machen? Die »Träne im Knopfloch« ist heute bei fast allen dabei, Heiko Maas ist ein Meister des tränenerstickten, emotionalen Staatsmannes, der die nüchterne Distanz nicht nur nicht mehr wahrt, sondern sie zielgerichtet als PR in eigener Sache einsetzt.

Der Außenminister legt so viel Energie seiner Schaffenskraft in seine selbstverliebte Hoffnung, seinem Publikum, das eigentlich die Wählerschaft ist, nach und nach vertrauter vorzukommen. Hierfür stellt er sich dar als Vertreter eines weltoffenen, eines liberalen Deutschland, das offenbar in Dauerschleife bemüht ist, die Affekte seiner miserablen Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik insofern zu bekämpfen, sie nicht als Symptome des politischen Versagens zu deklarieren, sondern als individuelles Versagen der Wählerinnen und Wähler, die etwas gegen offene Grenzen haben oder sogar für die AfD stimmen.

Eigenverantwortung war stets der kühne Abgesang des neoliberalen Putsches. Soziale Zusammenhänge aufzulösen und sie den Leidtragenden selbst in die Schuhe zu schieben: Das war die Agenda. Heiko Maas war in den Jahren, da sich diese Agenda etablierte, Hinterbänkler-Blogger bei Focus Online. Zusammen mit Oswald Metzger – erinnert sich noch einer an den? – galt er als das Zugpferd gebloggter Meinung im Neuland. Metzger gingen seinerzeit die Reformen nie weit genug. Aber auch Heiko Maas, eigentlich ein gemäßigterer Zeitgenosse als der Butcher aus Oberschwaben, bekleckerte sich nicht mit Widerworten und flankierte die Vorhaben der rot-grünen Bundesregierung mit einem jungen Sozialdemokratengesicht, das zwar hier und da ein wenig Bauchweh ausbrütete, aber eigentlich schon klar auf Schröder-Kurs blieb. In dieser Logik von Eigenverantwortlichkeit, der Ausblendung soziologischer Zusammenhänge, ist der Mann geübt- bis heute.

Aber als Außenminister, als Repräsentant eines Landes und seines Souveräns, ist es wesentlich problematischer, wenn man so tut, als sei ein Teil der Wählerschaft selbst schuld, dass er jetzt vom Twitterminister in fast jedem dritten Tweet gerügt und moralisch abgewatscht wird. Noch dazu, weil man davon ausgehen muss, dass das nicht Haltung ist, sondern der groteske Versuch, mit einer solchen Performance Vertrautheit herzustellen, um dieses soziale Kapital später in den Fortbestand der politischen Karriere umzusetzen.

Als Journalist sollte man sich mit keiner, auch mit keiner guten Sache gemein machen. Dass der deutsche Journalismus das seit Monaten doch tut, die sachliche Berichterstattung zugunsten einer einseitigen Kampagne aufgegeben hat, ist die halbe Miete, die uns zur Nüchternheit fehlt. Bei Politikern liegt die Sache freilich anders, sie müssen sich mit einer Sache, und wenn schon, so hoffentlich mit einer guten, gemein machen. Er – der Politiker – selbst ist aber nicht die Sache – und seine Person ist nicht der Mittelpunkt des Geschehens. Er ist nicht Gesinnungsbeauftragter, hat kein moralisches Mandat, sollte kein Testimonial des Zeitgeistes und gleichzeitig nicht gefallsüchtig sein. All das findet man bei Maas aber leider in jeder Facette. Er interpretiert sein Außenministeramt genau so, wie man sich keinen Entscheidungsträger im Lande wünscht.

Als Teil der Regierung könnte er mitwirken daran, dass die Bevölkerung wieder Vertrauen und Zuversicht erlangt, indem man sich vom strikten Sparkurs abwendet und jene Menschen auffängt, die ihm so völlig Gaga Beleidigungen schicken, die er dann wiederum publikumswirksam verlesen lässt. Das ist ein Geben und Nehmen und man könnte vermuten, dass da so viele Abgehängte, Globalisierungsverlierer und Abstiegsverängstigte im Land weilen, ist für einen wie Maas auch bloß ein egozentrisches Geschäftsmodell. Gäbe es sie nicht, fiele eine gute Gelegenheit für ihn weg, sich als der nette, offene Heiko zu positionieren, als einer von uns, der jetzt zufälligerweise halt Außenminister ist. Einer, der doch nur von Außen Minister ist, innen jedoch so ganz anders ist. Vertraut irgendwie – mit einer Träne im Knopfloch.


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ChrissieR
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ChrissieR

Morsche!
… also irgendwie klingt das nach “Sommerloch” , lieber Roberto, dass Du Heiko Maas überhaupt für einen Artikel thematisierst!

…oder ich bin noch nicht richtig wach, kann auch sein…

Morgenstund hat Blei im Ar***

Grüsslies
Christine

Rudi
Gast
Rudi

Roberto: “Als Journalist sollte man sich mit keiner, auch mit keiner guten Sache gemein machen.” Das sind wohl die zehn Gebote des Journalismus. Ein Satz, der inzwischen wie ein Rosenkranz von allen, die sich zu dieser Berufgruppe zählen, heruntergebetet wird. Sie krönen sich damit zu einer vermeintlich objektiven Instanz, die es zwar nie geben, aber vorgetäuscht wird. Allein das Anführen der “guten Sache” ist schon Parteinahme, denn was eine “gute Sache” ist, hängt ausschließlich von demjenigen ab, der sie als solche identifiziert. Das Neutralitätspostulat des deutschen Journalismus führt nicht zum besseren Journalismus. Vieles wurde zum Vorschein gebracht, weil sich journalistisch… Weiterlesen »

Drunter & Drüber
Gast
Drunter & Drüber

H. H. W. Schmidt meißelte seine Wahrheiten mit bloßen Händen in den Sand.

Stimmt das eigentlich, dass er eine Koksnase gewesen war? Und der Mann, den sie Genschman nannten, dieses Marshmallow in Gelb-Blau,, hat der, sozusagen hauptursächlich, 1991 über Slovenien den Jugoslawienkrieg und damit die völlige Zerstörung dieses Vielvölkerstaates hervorgerufen?

Kann so etwas wirklich sein? Kann man das ganz nüchtern konservativ-nostalgisch konstatieren? Falls ja, möchte ich doch gerne darauf hingewiesen haben.

rainer
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rainer

…eigentlich muss man sich diesen Maas nur ansehen und schon ist alles gelaufen…..ein Typ, der keinen Arsch in der Hose hat und auch ansonsten nichts darstellt…..

ChrissieR
Mitglied
ChrissieR

@rainer: Also quasi : Merkel in männlich….
oder ” der Mann ohne Eigenschaften”

ert_ertrus
Gast
ert_ertrus

Dagegen könnte die Merkel noch als weibliches Bismarckpendant durchgehen – aber dieser Wischiwaschityp (der irgendwie aussieht wie ein laberfächerunterrichtender politisch korrekter Oberstudienrat) ist ein bei der SPD weit verbreiteter Abgeordnetentypus – da können Familien nicht einmal mehr Kaffee kochen!

Robbespiere
Mitglied
Robbespiere

@rainer

Stimmt, aber hat Macht und kann nicht zur Rechenschaft gezogen werden.
Das ist das Fatale an einer parlamentarischaen Pseudo-Demokratie.

RKL
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RKL

Eigentlich möchte der Heiko eine Muschi haben.
Das zeigt er uns auf dem Foto.
Heiko ist im falschen Körper und Amt gefangen.

Robbespiere
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Robbespiere

@RKL

Heiko ist im falschen Körper und Amt gefangen.

Taumberuf: Stripperin in Saarlouis. 🙂
Wer seine Seele schon verkauft hat, kann auch den Rest noch feilbieten.

Konterrevolutionär
Gast
Konterrevolutionär

Der Lawrow lässt die Arme einfach runterhängen wenn er irgendwo steht.

Was ist daran falsch ?

Robbespiere
Mitglied
Robbespiere

@Konterrevolutionär

Der Lawrow lässt die Arme einfach runterhängen wenn er irgendwo steht.

Was ist daran falsch ?

Nichts, aber LaWrov ist halt auch ein Mann, kein aufgestellter Hundekötel.

Pentimento
Gast
Pentimento

Heiko Maas ist eine absolute Fehlbesetzung. Schon seinetwegen gehört die GroKo abgewähl. In einer Zeit, in der es von Kriegshetze und – Vorbereitungen nur so knistert, könnte ein guter Außenminister viel bewirken. Heiko Maas aber handelt ganz im Sinn der Kriegstreiber. Wenn es ihm befohlen wird, kann er – wie im Fall Skripal – Diplomaten gar nicht schnell genug ausweisen. Vermutlich wurde dieser Streber genau seiner servilen Haltung wegen von wem auch immer in diese Position gehievt. OT: Mit Hans-Dietrich Genscher verbinde ich allerdings den Tod der Studentin Elisabeth Käsemann, die von der argentinischen Militärjunta gefoltert und ermordet wurde. Genscher… Weiterlesen »

RKL
Gast
RKL

Ein Diplomat der zündelt, kann kein Diplomat sein.

Pentimento
Gast
Pentimento

Hans Dietrich-Genscher, “Der mit den Ohren”. O-Ton Herbert Wehner. :-))

ChrissieR
Mitglied
ChrissieR

Dumbo , der Elefant…

Pentimento
Gast
Pentimento

@Christine

OT, heute nahm ich in der großen Stadt ;-)) einen Gelenkbus. Deiner gedenkend beobachtete ich den Fahrer und kann nur sagen: CHAPEAU !!!

Grüße,
Elisabeth

ChrissieR
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ChrissieR

😉

RKL
Gast
RKL

Fällt mir grad zu Herbert Wehner ein:

„Wenn wir uns weiterhin einer Steuerung des Asylproblems versagen,
dann werden wir eines Tages von den Wählern, auch unseren eigenen,
weggefegt.“ ( Herbert Wehner, 1982 )

Linksman
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Linksman
RKL
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RKL

Gut aufgepasst ! 1982 gab es überhaupt kein Asylproblem.

Linksman
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Linksman

Und 2019 gibt es kein RKL-Problem.

RKL
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RKL

Merk ich mir. Jetzt hast du einen Heckenschützen im Rücken.

Robbespiere
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Robbespiere

@Pentimento

Heiko Maas ist eine absolute Fehlbesetzung. Schon seinetwegen gehört die GroKo abgewähl. In einer Zeit, in der es von Kriegshetze und – Vorbereitungen nur so knistert, könnte ein guter Außenminister viel bewirken.

Sein Vorvorgänger Steinmeier war doch genau so ein diplomatischer Schwamm, der dem Faschistenregime in der Ukraine den Rücken kraulte und Russland vor den Kopf stieß.

Folkher Braun
Gast
Folkher Braun

Bei Norbert Häring kann man nachlesen, dass Maas der Kandidat des Atlantic Council gewesen ist. denn Gabriel war denen zu pro-russisch.

Robbespiere
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Robbespiere

@Folkher Braun

Na dann wirds aber nix mit ner Stelle bei Gazprom, aber vielleicht klappts ja bei Chevron und Co..

Pentimento
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Pentimento

@Robbespiere

“Sein Vorvorgänger Steinmeier war doch genau so ein diplomatischer Schwamm, der dem Faschistenregime in der Ukraine den Rücken kraulte und Russland vor den Kopf stieß.”

Einer schlimmer, als der andere! Wenn man an Walter Rathenau denkt, der seine Botschafterkollegen fließend in vier Sprachen zum Frieden zu überreden versuchte, möchte man schier verzweifeln über diesen Niedergang.

Pentimento
Gast
Pentimento

Maas erinnert mich äußerlich und in seiner servilen Beflissenheit an Adolf Eichmann. Die gleiche Banalität gepaart mit Macht und bedingungslosem Gehorsam.

RKL
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RKL

“äußerlich” kommt hin ….

https://media.novinky.cz/278/262783-top_foto1-2pctx.jpg?1357300020

“innerlich” würde man Eichmanns Taten verniedlichen …

Pentimento
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Pentimento

@RKL

Volle Zustimmung! Ich beziehe mich hier nicht auf die beispiellosen Verbrechen des Adolf Eichmann, sondern nur auf den Menschentypus. So ein Vergleich wäre in der Tat ungeheuerlich! Danke für das Foto, das mich in meinen Eindruck nur bestärkt.

RKL
Gast
RKL

Hannah Ahrendt beschrieb das als “Banalität des Bösen”. Das war damals verdammt mutig von ihr.

Es gibt dazu einen schönen Film von Margarethe von Trotta aus dem Jahr 2012 mit Barbara Sukowa
in der Hauptrolle. Ich bin im Film als Statist zu sehen. Deshalb kann ich diesen Film nur empfehlen :-)))

Pentimento
Gast
Pentimento

Ja, da hab ich mich schamlos bei Hannah Arendt bedient. – Den Film kenne ich. Echt gut. In welcher Szene kann man Dich denn bewundern?

RKL
Gast
RKL

Billard weil sie den Prof. im Hörsaal rausgestrichen haben…. “Staligrad” war härter…Ich springe bei 2:02 vom Panzer OVvoo1qFPDo

:-))))

Folkher Braun
Gast
Folkher Braun

Wir sollten uns nicht aufregen. Die CDU war in der Hauptsache von Robert Pferdmenges finanziert und organisiert (also Sal. Oppenheim) und das Kohl war war eine Pflanze der Höchst-Chemie und jetzt bekommen wir BlackRock mit das Merz. Zwischenzeitlich hat das SPD mit dem Maschmeyer ein paar deals durchgezogen.

Es bleibt also alles beim Alten. Was soll die Aufregung?

SPD bei 13%
Gast
SPD bei 13%

SPD sackt auf 13% , die Grünen sind Umfrage-Volkspartei

Auweiaaaa ! Heikooo, tu was …..

http://www.wahlrecht.de/umfragen/index.htm

Loco
Gast
Loco

Und hier haben wir den nächsten Tritt in die Eier für die einst so stolze Sozialdemokratie. Wie tief muss dieser durchgeschröderte Schatten einer Partei noch Fallen, bis die Parteibasis endlich ihr verkümmertes Rückgrat wiederentdeckt und die neoliberal Verseuchte Parteispitze endlich zum Teufel jagt?

Robbespiere
Mitglied
Robbespiere

@Loco

Wie tief muss dieser durchgeschröderte Schatten einer Partei noch Fallen, bis die Parteibasis endlich ihr verkümmertes Rückgrat wiederentdeckt und die neoliberal Verseuchte Parteispitze endlich zum Teufel jagt?

Meiner Einschätzung nach werden die zusehen, wie der Kahn unter der 5%- Wasserlinie verschwindet. Wer von dem bestehenden Personal sollte da auch eine innerparteiliche Opposition anführen?
Eine Pateibasis, die sich so lange an die Politik ihrer Spitze klammerte, hat dermaßen einen Krampf, dass sie sich nicht mehr lösen kann.

R_Winter
Mitglied
R_Winter

@Loco
Die neoliberal orientierten Medien verschweigen und / oder spielen den Abstieg der sPD herunter. Sie wollen inhaltlich keine andere Politik, als die vorherrschende Politik.
– Die sPD ist leider verbrannt.
– Die Linken-Betonköpfe stecken in ihrer 10%-Blase.
– Die Grünen entwickeln sich immer mehr zu einer „grünen-neoliberalen Partei, mit einem bürgerliches Image in der Mitte“ und damit ist R-R-G ein geplantes Auslaufmodell.

Damit bleibt nur eine Chance zur Verhinderung, des immer schneller fortschreitenden Aussaugen der Gesellschaft:

„# aufstehen“ als Partei.

Robbespiere
Mitglied
Robbespiere

@R_Winter

So sehr ich deinem Kommentar auch zustimme, von “Aufstehen” als Partei halte ich wenig.
Wie einfach eine Volksbewegung auf “Kurs” gebracht werden kann, sieht man ja am Beispiel der Grünen.
Wir müssen uns endlich von dem Glauben lösen, dass Parteien unsere Interessen vertreten.
Der einzige Weg, die Macht und Korrumpierbarkeit der Parteien zu brechen, ist die direkte Demokratie.

R_Winter
Mitglied
R_Winter

@Robbespiere

Eine direkte Demokratie setzt in einem 80 Mill. Volk einen gewissen Gleichstand an “Informations-Wissen-Wollen” voraus, Das Niveau der Privat-TV-Sender (als Beispiel) lässt mich zweifeln, zumal die verkauften Medien in der Hand von meist neoliberal ausgerichteten fünf Familien liegt. Damit lässt sich eine Mehrheit von zweifelhafter Güte erzeugen. Die AfD ist ein weiteres Beispiel – auch Merz und Spahn sind Produkte dieser Medien.

Ich sehe keinen anderen Weg, als #aufstehen zur Partei werden zu lassen, auch wenn es z.Z. sehr schwer vorstellbar und der Weg wohl aus finanziellen Gründen z.Z. nicht realisierbar ist.

Robbespiere
Mitglied
Robbespiere

@R_Winter Eine direkte Demokratie setzt in einem 80 Mill. Volk einen gewissen Gleichstand an “Informations-Wissen-Wollen” voraus Dass man sich dabei nicht auf die Medien verlassen kann, ist selbstredend. Dazu muss eine öffentliche Plattform geschaffen werden, die für Alle zugänglich und transparent ist. Das sollte technisch kein Problem sein. Das “Wissen-Wollen” ist ein Prozess, der erst in Gang kommen muss. Man hat schließlich dem Bürger über Jahrzehnte die Beteiligung an der Sachpolitik ausgetrieben und zum reinen Wahlabnicker degradiert. Grundsätzlich sind die Menschen ja nicht allesamt strunzdumm und wenn sie merken, dass sie etwas bewegen können, dürften sie nach und nach aktiver… Weiterlesen »

R_Winter
Mitglied
R_Winter

@Robbespiere

Deine Ausführungen sind zu überdenken.

RKL
Gast
RKL

Eine Konsensgesellschaft, nä ? Jeder Gesetzentwurf muss einstimmig
von 82 Mio. angenommen werden. Keine Enthaltung nur 82 Mio. mal
Ja oder 82 Mio. Neinstimmen – Konsens halt

Es gab da viele alternative Wohnprojekte die das so versucht haben.
irgendwann, ab etwa 150 Mitbewohnern haben die das Handtuch geworfen…

Zu direkt, diese Form der direkten Demokratie…

Robbespiere
Mitglied
Robbespiere

@RKL

Meines Wissens nach hat die Schweiz etwas mehr als 150 “Mitbewohner” und da scheint es zu funktionieren.
Auch Island wäre ein passendes Beispiel.
Es ist wohl alles eine Frage des Willens und der Organisation.

Merke:

Wer von Vornherein die Flinte ins Korn wirft, sollte sich nicht wundern, wenn das Brot nach Eisen schmeckt. 🙂

RKL
Gast
RKL

Die Schweizer und Isländer haben plebiszitäre Elemente eingebaut.
Eine Konsensgesellschaft ist aber etwas anderes und unmöglich zu verwirklichen.
Zugegeben, ein extremes Beispiel.

Hans Herbert von Arnim möchte die Ministerpräsidenten vom Bürger wählen lassen.
Also Volksvertreter vom Volk selbst wählen zu lassen, klingt irgendwie einleuchtend.
Eine Abwahlmöglichkeit wäre auch sinnig. Man muss heute die Nerven haben
und darauf warten, dass Herr oder Frau Abgeordnete sich die Ehre zum Rücktritt gibt.
Dieses Nahles und vdL-Elend ist ja nicht mehr auszuhalten.
Wäre eben nur sinnlos wenn nach Sympathie und Antipathie entschieden würde.
Wie man es regelt, sei aber erstmal dahingestellt. Gehen geht alles.

Robbespiere
Mitglied
Robbespiere

@RKL

Die Schweizer und Isländer haben plebiszitäre Elemente eingebaut.
Eine Konsensgesellschaft ist aber etwas anderes und unmöglich zu verwirklichen.

Nach dem, was ich dazu gelesen habe, scheint das eher in überschaubaren, matriacharlischen Stammesgesellschaften zu funktionieren.

Also Volksvertreter vom Volk selbst wählen zu lassen, klingt irgendwie einleuchtend.
Eine Abwahlmöglichkeit wäre auch sinnig.

Das wäre eine Möglichkeit, aber wie du sagst, nur mit der Abwahloption, sonst sind die Vögel ja noch mächtiger als bisher und das für die volle Laufzeit.

Auch eine Idee zum Thema…….

https://www.rubikon.news/artikel/wahlen-sind-undemokratisch

….losen statt wählen bzw. eine Mischform.

Man hat schon Affen Aktienportfolios auswählen lassen und die performten besser als die sog. Profis. :-).

RKL
Gast
RKL

Man hat schon Affen Aktienportfolios auswählen lassen und die performten besser als die sog. Profis. :-). Wenn du Geld auf der Kante hast, Geld an das du für den Lebensunterhalt nicht mehr ran musst, Spielgeld halt…..dann wird das automatisch mehr ……Reich werden wird immer als hohe Kunst verkauft…. Kostolany und haste nicht gesehen…..tatsächlich ist das schlichtes Zeug… Bündel eine Million in Scheinen, stapel sie auf der Klospülung und tausche sie zurück in eine Währung deiner Wahl …..man muss nicht hochintelligent sein um eine Währung zu wählen die besser steht ….Schon haste mehr…..Das musst du nur oft genug machen…. So wie… Weiterlesen »

Robbespiere
Mitglied
Robbespiere

@RKL

Wenn du Geld auf der Kante hast, Geld an das du für den Lebensunterhalt nicht mehr ran musst, Spielgeld halt…..dann wird das automatisch mehr ……Reich werden wird immer als hohe Kunst verkauft…. Kostolany und haste nicht gesehen…..tatsächlich ist das schlichtes Zeug…

In die Verlegenheit werde ich in diesem Leben nicht kommen. 🙂

So wie us Uli….

Us Uli? Wäller?

RKL
Gast
RKL

– Sozialdemokrat*innen wollen Rücktritt der gesamten SPD-Führungsspitze und Sonderparteitag –

https://www.marco-buelow.de/sozialdemokratinnen-wollen-ruecktritt-der-gesamten-spd-fuehrungsspitze-und-sonderparteitag/

RKL
Gast
RKL

OFF

vdL`s Altlasten

Das Bildungs-, und Teilhabepaket
“Lebensfremdes Bürokratiemonster”

https://www.nachdenkseiten.de/?p=46867#more-46867

Das hats Ursel ganz toll gemacht. 10 € pro Monat für den
Fußballverein aber kein Geld für Fußballschuhe.

Robbespiere
Mitglied
Robbespiere

@RKL

Das hats Ursel ganz toll gemacht. 10 € pro Monat für den
Fußballverein aber kein Geld für Fußballschuhe.

Da kann sie nix für.
Pumps mit Stollen waren einfach nicht zu kriegen. 🙂

Kitkat
Mitglied
Kitkat
RKL
Gast
RKL

Sieht gut aus und steht ihm ….. Wenn er das nicht macht um sich an die jüngeren Wähler zu schmeißen,
darf er so gehen .-)

Sahra Wagenknecht darf sich auch andere Klamotten anziehen. Chucks, Jeans und schwarzer Kapuzer .-)
Ihre Stock-im-Arsch-Kleider sind bis auf die Farbe alle langweilig gleich…Die Haare sind auch so nix…kürzer mit Pony
zur Seite…

Wenn die Inhalte stimmen, darf die Verpackung Understatement sein ……Beim Heiko haut das noch nicht hin….

RKL
Gast
RKL

Halb-Off

Blind-panischer Aktionismus bei der SPD bei 13% , Tendenz sinkend:

“Arbeit wird stressiger, sagt SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil. Er fordert ein
Grundeinkommensjahr: eine Auszeit, in der Beschäftigte 1.000 Euro pro Monat bekommen. ”

https://www.zeit.de/arbeit/2018-11/lars-klingbeil-spd-generalsekretaer-grundeinkommen-arbeitnehmer-finanzen

Es war alles gut wie es war. Feines Schmiergelpapier hätte genügt. Da musste niemand mit dem Vorschlaghammer
auf dem Sozialstaat herumdreschen.

Robbespiere
Mitglied
Robbespiere

@RKL

Es war alles gut wie es war. Feines Schmiergelpapier hätte genügt.

Genau, Fußpeeling für Klingbeil, aber mit Schwingschleifer und 60er Körnung.

RKL
Gast
RKL

Und nun die Pegelstände an Sieg und Lahn

GroKo unbeliebt bei 38 %, Union unter Herbst 2015-Wert 24,5 %,
SPD 13,5 %, Linke zieht nicht vorbei 11%

http://www.wahlrecht.de/umfragen/index.htm

Robbespiere
Mitglied
Robbespiere

@RKL

Und nun die Pegelstände an Sieg und Lahn

Naja, deswegen läuft der neoliberale Kahn insgesamt noch lange nicht auf eine Sandbank auf.

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