Die Macht der Bilder: Nichts scheint, wie es ist

Was vermitteln uns Bilder? Die Wirklichkeit? Die meisten werden erwidern: nein, Bilder tun das nicht. Aus unterschiedlichen Gründen, sei es die Perspektive, sei es ein Ausschnitt, seien es auch nur die Lehren oder Interpretationen, die der Betrachter daraus zieht. Eigentlich wissen wir, wie trügerisch Bilder sein können, ja, meistens sogar sind. Dennoch erliegen wir ihrer Wirkung immer wieder. So wie die der Bilder, die uns aus Chemnitz erreichten. Ich kann hier nur meine Wahrnehmung beschreiben, und die muss auf den Prüfstand. Ich bin mir nämlich nicht mehr sicher, was ich gesehen habe und was nicht.

Kürzlich habe ich einen Text geschrieben, der sich um die Psychologie der Massen nach Gustave Le Bon drehte. Der Artikel war ok, denke ich. Nicht ok war aber wahrscheinlich mein Bezug zu den Ereignissen von Chemnitz. Denn ob es diesen Bezug auf Massenbewegungen bzw. die Dynamik, die sich innerhalb einer Masse abspielt, überhaupt in Chemnitz gab, das bezweifle ich inzwischen.
Aber der Reihe nach …

Waren in Chemnitz Massen im Spiel?

So wurde es dargestellt. Haufenweise Neonazis oder „besorgte Bürger“, ein wütender Mob, der hinter Menschen mit ausländischer Herkunft herrannte, brüllte, beleidigte, drohte und den Hitlergruß in die Kameras hielt.
Kein Zweifel, das gab es, die Bilder belegen das. Aber wie groß war das Ausmaß dessen, was uns vorgeführt wurde?

In meinem oben angesprochenen Artikel ging ich davon aus, dass es tatsächlich Massen waren, dass Tausende aggressiv unterwegs waren, um ihre Macht in dieser speziellen Situation zu demonstrieren. Dass der Hintergrund für dieses Verhalten weniger Macht als vielmehr Machtlosigkeit war (zumindest bei einem Großteil der Menschen), das lag zwar irgendwie auf der Hand. Doch das Gesamtbild der wütenden Masse habe ich übernommen.

Inzwischen habe ich zahlreiche weitere Bilder und Videos gesehen. Und mein Eindruck ist ein anderer als noch vor wenigen Tagen. Auch wenn es das Beschriebene gab, so bin ich mittlerweile nicht mehr überzeugt, dass es das Ausmaß hatte, das uns in den Medien vermittelt wurde. Denn ich habe Aufnahmen, Interviews und Beobachtungen gesehen, die deutlich weniger Schrecken transportierten, die die grölenden Neonazis eher als eine Randerscheinung wirken ließen.

Bevor sich jemand an dem Begriff „Randerscheinung“ stört: Jede einzelne „Randerscheinung“ dieser Art ist inakzeptabel! Doch hier geht es um etwas anderes, um die Frage, ob (beinahe) ganz Chemnitz als „Dunkel-Deutschland“ bezeichnet werden kann. Und das ist ohne Zweifel nicht der Fall. Doch es wurde und wird gemacht.
Warum?

Feindbild Chemnitz

Nach wie vor wird über Chemnitz gesprochen, als handele es sich um eine exotische Insel, mit der „wir“ nichts zu tun haben. Entsprechend waren die Reaktionen von Medien und Politik. Insbesondere aus Berlin folgten Be- und Verurteilungen, nicht nur in Richtung der Neonazis, sondern auch in die all jener, die in der Nähe waren.
Nun muss man sich nur einmal eine Situation vorstellen, in der von 1.000 Menschen vielleicht 20 oder 30 in einer Reihe stehen und pöbeln und den Arm heben. In späteren Filmaufnahmen sieht jeder, wer was gemacht oder nicht gemacht hat. Aber es reicht, wenn ich 50 oder 100 Meter entfernt stehe, um mich aus dieser Szene auszuschließen, ich bekomme es einfach nicht mit. Später, wenn ich die Bilder im Fernsehen oder Netz sehe, kann ich nichts mehr rückgängig machen, aber das mediale und politische Urteil über die Neonazis und mich steht fest. So schnell kommt man in die Nähe von Neonazis.

Als Sachsens Ministerpräsident Kretschmer sagte, dass es in Chemnitz „keinen Mob, keine Hetzjagd und keine Pogrome“ gab, war das Geschrei groß. Und sicher auch zu Recht. Natürlich gab es den Mob, natürlich wurden Menschen gejagt, natürlich spielten sich beängstigende Szenen ab. Doch womöglich liegt die Wahrheit in der Mitte des verharmlosenden Kretschmer und den dramatisierenden Medien. Nur wenige Menschen wissen es sicher, und die waren dabei und interpretieren das, was sie gesehen oder erlebt haben, auch unterschiedlich. Wie schon erwähnt, es kann ausreichen, 100 Meter weit weg von einer Szene zu stehen, um eine gänzlich andere Wahrnehmung der Geschehnisse zu haben.

Woher kommt die Angst?

Schauen wir kurz zurück. Ein Mann wurde erstochen. Danach folgte Trauer, dann Gewalt. Die Tat wurde instrumentalisiert, um Gewalt zu rechtfertigen, und Hass, der zusammenhangslos ist, weil es gereicht hätte, die Täter zur Verantwortung zu ziehen. Stattdessen wurde – wie so oft vorher, übrigens auch in den sogenannten Qualitätsmedien oder Talkshows – ein allgemeines Feindbild aufgebaut, das dazu diente, eine simple Lösung für ein großes Problem heraufzubeschwören. Eine politische und gesellschaftliche Lösung, basierend auf der Straftat zweier verdächtigten Täter. Das ist natürlich völlig absurd.

Und die meisten derer, die auf der Straße waren, äußerten zwar Wut und Angst, doch nur wenige Sätze reichten aus, um ihr eigentliches Dilemma deutlich zu machen: die Angst vor dem (weiteren) Abstieg, die Angst, den Job zu verlieren oder keinen neuen zu finden, die Angst, im Alter zum Amt gehen zu müssen. Häufig wurde der Verdacht ausgesprochen, dass es „den Flüchtlingen“ besser gehe, aber die innere Überzeugung fehlte den meisten der Angesprochenen. Es lief immer wieder auf den Sozialstaat hinaus, immer wieder kam zutage, dass es um die eigene Existenz geht, immer wieder lief es auf den Verdacht hinaus, dass es Flüchtlingen besser gehe. Und dass man nachts nichts mehr auf die Straße könne, weil es zu gefährlich sei.

An diesem Punkt greifen die Erkenntnisse meines oben angesprochenen Artikels dann übrigens doch wieder. Wenn die Masse sich einmal auf etwas festgelegt hat, entwickelt sich daraus eine Dynamik und eine Uneinsichtigkeit, der nur schwer zu begegnen ist. Hier haben die Rädelsführer aus der braunen Ecke einen äußerst effizienten Job gemacht. Die tönten ihre Hassbotschaften so laut heraus, dass sie wie ein Lauffeuer weiterverbreitet wurden. Wenn diese Dynamik erst einmal greift, ist es schwer, sie in eine andere Richtung zu lenken. Dennoch distanzierten sich in den darauffolgenden Tagen zahlreiche Chemnitzer von dieser radikalen Haltung. Alleine der Glaube an ihre Distanzierung war kaum noch vorhanden, was sie gewissermaßen noch einsamer machte.
Womit wir bei der Politik wären.

Gesund „ge-chemnitzt“

Ich lege mich fest: Die Ursachen dessen, was in Chemnitz passiert ist – wie groß oder klein es letztlich auch gewesen sein mag -, liegen nicht bei den Menschen, die flüchten müssen, nicht einmal bei denen, die kriminell geworden sind, auch wenn sie die Stimmung natürlich nicht verbessern. Die Ursachen liegen in den Ängsten der Menschen, die ohnmächtig zusehen müssen, wie ihnen die Lebensgrundlage Schritt für Schritt entzogen wird.
Die Ursachen liegen in einem kaum noch so zu nennenden Sozialstaat, der die soziale Sicherheit der Menschen an die Wirtschaft verkauft. Wo der Arbeitsmarkt immer mehr einem Sklavenmarkt gleicht, wo Planungssicherheit aufgrund von befristeten oder prekären Jobs verlorengeht, wo die Gewissheit, im Alter noch schlechter dran zu sein, in den Fokus des Denkens und Fühlens rückt, sind Feindbilder eines der letzten Mittel, um eine Erklärung zu finden.

Hier machen Politik und Medien einen grauenvoll „guten“ Job, denn sie unternehmen gegen den Aufbau dieser Feindbilder nichts, im Gegenteil, sie schüren sie vehement. Und aus diesem Grund sind die medialen und politischen Reaktionen auf Chemnitz auch so verheerend. Die Menschen, die auf die Straße gegangen sind, werden allesamt verantwortlich gemacht für die desaströse Situation, mit der sie zurechtkommen müssen. Die Politik und die Medien haben sich wieder einmal gesund ge-chemnitzt (man möge den Namen der Stadt bei der nächsten Gelegenheit austauschen), sie machen sich einen schlanken Fuß und müssen nicht darüber sprechen, was sie damit zu tun haben.

Theoretisch müsste man den Menschen, die in Chemnitz auf der Straße waren, nicht einmal deutlich machen, dass Menschen aus anderen Ländern nur flüchten, wenn sie keine Perspektive mehr sehen oder Angst um ihr Leben haben. Es würde reichen, ihnen aufzuzeigen, wo politisch und gesellschaftlich hierzulande angesetzt werden müsste, um ihre Situation zu verbessern. Sie wären – auch da lege ich mich fest – schnell bereit, ihren Zorn auf diejenigen zu richten, die ihn verdient haben. Aber dazu wäre eine umfassende Aufklärungsarbeit nötig, die zumindest von einem Großteil der Medien (die genau Bescheid wissen!) mitgetragen wird.
Nichts davon erleben wir.

Und die Macht der Bilder?

Was bleibt, ist die Macht der Bilder. Was uns aus Chemnitz gezeigt wurde, entspricht sicher nur zu einem Teil der Realität. Und ich kann auch heute nicht beurteilen, wie genau diese Realität aussieht, ich kann nur raten und interpretieren. So wie die meisten anderen auch, die nicht dabei waren.

Aber zum feierlichen Abschluss dieses Textes hätte ich noch eine kleine Verschwörungstheorie parat:

Das Konzert, das unter dem Motto #wirsindmehr am 3. September 2018 stattgefunden hat, das war mehr als beeindruckend. 65.000 Zuschauer erfreuten sich eines Events, das in der Kürze der Vorbereitungszeit in dieser Perfektion normalerweise kaum zu stemmen gewesen wäre. Es stimmte einfach alles, die Künstler, das Licht, der Ton der Moderatoren, der Sound der Bands, die Kameraperspektiven, die gesamte Logistik. Die Rolling Stones dürften ob ihrer minutiös geplanten Konzerte ebenfalls beeindruckt sein.

Ist das so spontan und kurzfristig normal?
Ist es wohl.  

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Torsten
Gast
Torsten

Kann unser Ossi-Unmut nicht einfach mal in einem Satz als uns berechtigt auf die Palme bringende Frage akzeptiert werden:

Warum sind mehrfach vorbestrafte polizeibekannte und abgelehnte Asylbewerber auch nach Jahren immer noch hier?

Über nichts anderes verlangen wir von den Verantwortlichen, gleich wo die Sitzen und wer die alles sind.. ne einfache frontale aufrichtige ins Gesicht uns sehende festmachende nicht allglatt wieder ausweichende ehrenhafte ehrliche Antwort!

Nischt anderes wolln mir…

Marla
Gast

Weil die Antwort aus mehreren Teilen bestehen müsste: Viele Asylbewerber sind wegen pipifax polizeilich geführt! Anmeldung falsch, Grenze überschritten, keine Papier dabei etc pp… Warum mit harten Gewaltdelikten geahndete Asylbewerber nicht auch klare Sanktionen erfahren, erschließt sich mir nicht! Wir konnten das ja auch bei der Mafia Invasion beobachten: bis heute ruhen sich hier in Deutschland Gewaltäter aus! Das ist schlecht für Deutschland! Unser aller Rechtsempfinden würde und soll nicht Menschen in den Tod schicken! Also wohin mit strafällig Gewordenen, wenn ihnen der Tod zuhause winkt! Ich bin strickt gegen eine Abschiebung in den Tod! (England hat seine Straftäter nach… Weiterlesen »

Robbespiere
Mitglied
Robbespiere

@Torsten Kann unser Ossi-Unmut nicht einfach mal in einem Satz als uns berechtigt auf die Palme bringende Frage akzeptiert werden: Warum sind mehrfach vorbestrafte polizeibekannte und abgelehnte Asylbewerber auch nach Jahren immer noch hier? Das ist die falsche Frage! Richtig muss es heißen: Warum behandelt man uns im Osten als Deutsche zweiter Klasse? Wöfür haben wir demnstriert und den Zerfall der DDR erzwungen, um dann von Kohl über blühende Landschaften belogen zu werden, nur weil der wiedergewählt werden wollte und unsere Bürgerrechte an die Wirtschaft und Spekulanten verkauft hat? Weshalb wurden hier nicht genügend Arbeitsplätze geschaffen damit alle Deutschen den… Weiterlesen »

Marla
Gast

Volle Zustimmung: das sind die Fragen!
Vor allen Dingen auch, warum die Bundesregierung nix tat als die Flüchtlingswerke um Hilfe ‘schrien’ VOR 2015!
Alles dem Ostgewächs Merkel oder der Frau Merkel in die Schuhe schieben macht diese größer als sie ist!
Wir erleben politische Versager!
Vergleich: Banken röcheln selbstverschuldet und ihnen wird prompt geholfen!
Flüchtlinge röcheln und Politik sitzt das aus!

Robbespiere
Mitglied
Robbespiere

@Marla

Alles dem Ostgewächs Merkel oder der Frau Merkel in die Schuhe schieben macht diese größer als sie ist!

Nun, sie regiert nicht alleine, ist aber die Regierungschefin. Niemand zwingt sie dazu und wenn sie ein Gewissen hat, welches sie plagt, kann sie auch zurücktreten.

Marla
Gast

Danke für den Perspektivenwechsel und die Nachdenklichkeit….. Dramatisch finde und fand ich den Kurs des so genannten Linken Spektrums: Dass rechts-konservative instrumentalisieren , manipulieren, mißbrauchen….. Mies und schlecht… Aber wo war und ist das Heer (die Masse) der Reflektoren! “Alle Nazis, alle Rassisten, alle Täter-Mitläufer”…. außer ich! Schien die Devise der Schreibtischtäter zu sein! Mein Verdacht: uns Wessis tut es gut, immer und immer wieder den Ossi an den Pranger zu stellen! Wir -Gebildeten- brauchen das Feindbild ‘Ost’ und den ‘Ungebildeten’! Und genau darauf zielt “Teile und Herrsche” ab! Vor lauter missionarischer Distanzierung incl Empörung merken viele nicht: die (evtl… Weiterlesen »

Roberto J. De Lapuente
Admin

Stimmt, der Ossi ist die beste Erfindung zur Hebung der verrotteten Wessi-Moral.

Rudi
Gast
Rudi

Roberto: Hier machen Politik und Medien einen grauenvoll „guten“ Job, denn sie unternehmen gegen den Aufbau dieser Feindbilder nichts, im Gegenteil, sie schüren sie vehement. Und gleichzeitig geht es mit ihnen wirtschaftlich bergab, wie telepolis vor ein paar Tagen schrieb: Fast alle Massen-Printmedien befinden sich in der Krise. Die Bild verlor in den letzten 20 Jahren zwei Drittel ihrer Leser. Die Druckauflage der Süddeutsche Zeitung sank in den letzten 10 Jahren um 36 Prozent, die des Handelsblatts um 52 Prozent und die der ZEIT um 11 Prozent. Fast alle Zeitungen und Magazine rechnen sich ihre Verkaufszahlen mit teilweise verschleuderten ePapers… Weiterlesen »

Roberto J. De Lapuente
Admin

Pst, ich bin doch nur der Ghostwriter! 😉

Marla
Gast

Ich finde deren Wandlung wirklich spannend=erschreckend! Vom enfant terrible zum Schwiegermamas Liebling! Von der Friedenpartei zur Kriegspartei! Von der Ökopartei zum BioBauernhof incl Automobilverehrer und city trees Anhänger Von Straßenrowdie zu Albrigts Liebling! Die Frauenbewegung wurde durch die Doppelspitze maginalisiert! Alle wichtige Forderungen wurden eingegrünt! Bündnis90, der geile Input aus der DDR… plattgemacht… Eine Partei, die massiv neue pädagogische Konzepte, neue gesellschaftliche Konzepte, im permanemten Kampf gegen die NS-reflektions-unwilligen Väter ankämpften…. Irgndwie alles weg! Eine Partei, die im Widerstand gegen den USAVietnam krieg groß wurde…. brüstet sich mit transatlantischen Bündnissen! Gerade dieses ‘vor den Kopf stossen der Wähler’ sehe ich… Weiterlesen »

Enrico
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Enrico

Chemnitz war geplant und inszeniert. Die Rechten haben ihre bestellten Bilder bekommen, die den Spurwechsel der Revolution von rechts auf die Straße dokumentieren sollen. ” Das ist die Dimension von morgen, ihr da draußen ! “, “Notwehr” nannte Gauleiter Gauland das. Während #Aufstehen Buntstifte und Malbücher verteilt, zeigen die Rechten Aktion und Dynamik. So sollte es sein und alle haben willfährig mitgespielt. Erst wurde im Herbst 2015 ein Grüppchen von Flüchtlingen zur Flut bildlich komprimiert, die augenscheinlich Grenzen überspült, und 2018 gibt es die gestauchte Lösung von rechts als Naheinstellung. Niemand in den Redaktionen muss den Fotografen und Kameraleuten solche… Weiterlesen »

Heldentasse
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Heldentasse

Chemnitz war geplant und inszeniert. Die Rechten haben ihre bestellten Bilder bekommen,

Wo sind die Beweise oder zumindest die Indizien für diese These?

Silke
Gast
Silke

1.) Der Beweis ist das Affentheater um die AfD und “rechte Lösungen”. Mehr Bühnen konnten in den letzten Jahren nicht verschenkt werden. So heiß waren die Talkshowsessel nicht um diese PR “kritische Auseinandersetzung” zu nennen. 2.) Die moderne SA marodiert dank Hand-, und Reisekasse. Wer füllt die ? Rechtsextreme die vom Verfassungschutz beobachtet, und offiziell Arbeit suchend gemeldet sind, reisen durch die gesamte Republik von “Event” zu Event und nächtigen in teuren Hotels. Frag ruhig !

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

@Tom

THX für diese wichtigen Reflektionen, die mindestens zwei Sachen unterstreichen. Zum einen das es schon unter nicht bösartigen Bedingungen, sehr schwer ist sich der Wirklichkeit zu nähern, und zum anderen dies immer schwerer wird je mehr Rattenfänger daraus Profit ziehen wollen.

Es fehlt hier m.E. an Wahrhaftigkeit der meisten Akteure, und ich habe mir vorgenommen nichts mehr im Kontext zu glauben, was ich nicht mindestens zwei mal aus verschiedenen Quellen gegen “gescheckt” habe. Auch sollte man sich immer wieder fragen, wem nützt es wenn Tatbestände so oder andersherum dargestellt werden.

Beste Grüße

R_Winter
Mitglied
R_Winter

Tom, Deine Ansichten sind zutreffend und der Satz Die Ursachen liegen in den Ängsten der Menschen, die ohnmächtig zusehen müssen, wie ihnen die Lebensgrundlage Schritt für Schritt entzogen wird. beschreibt die Probleme vieler Menschen, auch jene, denen es heute noch gut geht. In meinen Bekannten- und Familienkreis wird hinter der Hand gesagt, was Du in dem Satz zusammengefasst hast. 16% für die sPD und 17% für die Nazi-Partei AfD sagen viel. Noch können wir die Situation verändern, aber in ca. 10 Jahren sind die Betroffenen zu schwach und werden durch Maßnahmen der neoliberalen Ausführungsregierung zerdrückt. Wir werden „planmäßig“ ausgesaugt und… Weiterlesen »

Frank Frei
Gast
Frank Frei

Du weisst nur das, was du selber weisst. Und selbst das ist zu 95% gefiltert und vom Unterbewusstsein eingenordet. Ich empfehle den Vortrag von Prof. Duerr zu dem Thema.

Defi Brillator
Gast
Defi Brillator

Sie wären – auch da lege ich mich fest – schnell bereit, ihren Zorn auf diejenigen zu richten, die ihn verdient haben

Das entspricht nicht meiner Beobachtung. Sie brauchen geanau dieses Feindbild. Sie kämen nie auf die Idee, z. B. etwas gegen die Landesbank zu sagen oder ihren Arbeitgeber. Getreten wird nach unten.

Balmung
Gast
Balmung

Sie brauchen geanau dieses Feindbild. Sie kämen nie auf die Idee, z. B. etwas gegen die Landesbank zu sagen oder ihren Arbeitgeber. Getreten wird nach unten.

Das muss wohl, offensichtlich, am Nazi Gen liegen.

Marla
Gast

Naja, gefühlt würde ich mal sagen: die 99% trauen sich nicht nach oben zu treten, sondern suchen sich a la Schulhofjungs die Schwächeren aus!
Entweder gegen Frauen, Mütter oder Kinder, gegen Alte oder Junge, Ungebildeten etc pp

Aus Karl May habe ich gelernt: ein sich als stark bezeichnender Indianer tötet nie jmd von hinten und einen Schwächeren angreifen gilt als unmännlich!
‘die 99 sind feige und unmännlich!’

Marla
Gast

Was auch nachdenkenswert m.E. ist: Die Agenda 2010 wird heruntergebrochen auf Hartz4 und dann nur der SPD angeheftet! Die Mittäter Grüne tauchen offiziell nicht auf… Jetzt beim Osten ist doch interessant, dass Grüns sich auf der guten Demo feiern lassen ohne gefragt zu werden was eigentlich aus Bündnis90 Ideen wurden! Meine These: Grüne werden als “Neue Volkspartei” gehandelt: sie sind urban, kosmopolitisch, Selbstoptimierend, USAnisch freundlich und massiv gegen Russland! Und: wie man in BW und Stuttgart sieht: anpassungsfähig bis zur Selbstaufgabe. Also das was Ökonomie Diktatoren brauchen um demokratisch die Welt einzusacken! Aber auch sogenannte Linke Kritikerinstanzen lassen Grüne nahezu… Weiterlesen »

Balmung
Gast
Balmung

Also, was mich wirklich wundert, um so beliebiger und beschissener die Grünen sich entwickeln, um so mehr haben sie Erfolg bei Wahlen.

Pentimento
Gast
Pentimento

@Balmung,
Lehrer! Lehrer wählen die! Hatte neulich gerade eine Diskussion mit einem. Sie sind unbelehrbar! Der deutsche Spiesser scheint das Beliebige und
Beschissene zu lieben. Beim Beliebigen kann der
deutsche Untertan nichts falsch machen. Denkt er. ☺

Hapunkt Epunkt
Mitglied
Hapunkt Epunkt

Konzerte gegen das Böse und für die Unterdrückten. Eine mittlerweile lieb gewonnene Tradition. Wer erinnert sich nicht mit Wehmut an das Konzert damals, das gegen Hartz4 und die Öffnung der Leiharbeit veranstaltet wurde. Oder das Festival, als sich Deutschland nach so ewig langer Zeit endlich wieder an Demokratisierungskriegen beteiligen durfte. Oder die riesige Party, als die 900ste Tafel eröffnet wurde. Oder die vielen kleinen spontan ausgerufenen Feierlichkeiten, wenn unsere geliebten Politikdarsteller darüber nachdachten, Hartz4-Beziehern den Klageweg gegen Sanktionen zu versperren; Pfandflaschenkästen neben Mülleimern zu befestigen, damit die Alten und Arbeitslosen nicht mehr entwüdigend im Abfall wühlen müssen; oder auch der… Weiterlesen »

Schweigsam
Gast
Schweigsam

Ja, das empfinde ich als Volltreffer!
Diese Campinos, Westernhagens sind für mich allesamt “Wohlfühl-Linke”.
Aber wenn es darum geht linke Politik in die Tat umzusetzen, ja dann, schweigen diese Millionen schweren “Künstler”.
Es könnte ja sein das man ihnen in die Tasche greifen möchte für mehr Gerechtigkeit. Eben Gerechtigkeit zählt für sie aber schon vielmehr Selbstgerechtigkeit. Man ist ja nicht gerade mit Altruismus zum Star geworden…

Pentimento
Gast
Pentimento

Habe ich das alles verpaßt? , dachte ich spontan, aber nein, leider ist es Ironie . Sie blieben alle stumm, als sie wirklich nötg gewesen wären, und sie vielleicht tatsächlich etwas hätten bewirken können. Selbst der gute, alte Kokstantin Wecker war sich neulich nicht zu schade, sich von den Einheitsmedien gegen die neue Sammlungsbewegung vor den Karren der Eliten spannen zu lassen.

#aufstehen!

Julian V.
Gast

Sehr gut recherchiert! Selbst die ZEIT oder die WELT hatten in ihren Printzeitungen Lücken! Ein Autor von lesefunk.de beschäftigt sich gerade mit dem Thema

Sukram71
Mitglied
Sukram71

Weil Bilder so mächtig sind und kleine Ausschnitte manchmal einen teilweise falschen Eindruck mit großer Wirkung vermitteln, war es so wichtig, ein Konzert als große Gegendemo zu veranstalten.

Der Krieg in Vietnam wurde nicht zuletzt durch ein paar Fotos und Filmausschnitte beendete, die die Stimmung in den USA haben damals kippen lassen. Nur als Beispiel, das mir so ad hoc einfällt.

Und beim letzten Abschnitt, kommt mal wieder der offenbar völlig unverbesserliche Hang zu Verschwörungstheorien zum Ausdruck. Klar … 🙂

ChrissieR
Mitglied
ChrissieR

Also ich fand Chemnitz sehr sympathisch und hätte den Vorschlag, es wieder in Karl-Marx-Stadt zurück zu benennen, dann fühlt sich ooch dr Nischel wohler und ausserdem ein weiträumiges AfD Verbot…

Pentimento
Gast
Pentimento

Interessanter Artikel zu Chemnitz. So geht guter Journalismus.

https://www.heise.de/tp/features/Was-hat-Chemnitz-mit-Teile-und-Herrsche-zu-tun-4157288.html

Dieser ganze Mist scheint inszeniert, um die abgrundtiefe Dummheit derer, die für die Flüchtlingspolitik verantwortlich sind, zu verschleiern.
Jede kritische Stimme wird ins rechte Lager gedrängt.Genauso machen sie es mit Wagenknecht und Lafontaine. Die dumme Linke ist von der transatlantischen Bertelsmannstiftung unterwandert und wird wohl den Weg der Piratenpartei gehen. Gut, daß Sahra sich noch rechtzeitig von denen distanziert hat.Der Krieg geht nicht rechts gegen links, sondern arm gegen reich.

Meles meles
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Meles meles

Man kann die Linke wegen ihrer abrufbaren, immer gleichen Reaktionen, als feste Größe in Szenarien einbauen. Jeden Mist kann man denen erzählen. Weil sie nicht die hellsten Kerzen auf der Torte sind, glauben sie alles, sofern der reaktionäre, neoliberale Müll mit einer dünnen Schicht Weltoffenheit bepinselt wurde. Mit dem Applaus von links, für ihre offenen Arme, hat Merkel im Herbst 2015 künftige Kritik abgewürgt und sich unangreifbar gemacht. So blieb “Merkel muss weg” ein Slogan der Rechten. Links zu sein geriet zunehmend unter den Verdacht der Geisteskrankheit, weil die Forderung nach offenen Grenzen bei vollem Lohnausgleich, nicht anders zu interpretieren… Weiterlesen »

Meles meles
Gast
Meles meles

Zum Link noch:

Die Menschen sind da weil sie es dürfen. Wir sind kein Willkürregime
in dem man morgen nicht mehr weiß welche Rechtsgrundlagen noch gültig sind.

Die Verursacher sozialökonomischer Schräglagen werden nicht zur Verantwortung gezogen.
Das ist unser Problem.

Peter Silie
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Peter Silie

1) Man konnte am gleichen Tag noch diese ganze mediale Hysterie verfizieren, Indizien gab es genug!
2) Dass die Leute ausschließlich auf ihr eigenes Portemonaie / Zukunft schauen, greift zu kurz. In Deutschland klemmt es schließlich an hunderten von Ecken. Und DAS treibt die Leute um, nicht nur die eigene Rente etc.

Vostok 2018 LIVE
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Trident Juncture ab 25. Oktober
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Trident Juncture ab 25. Oktober

Themenvorschau Okt./2018 Etwa 40 000 Nato-Soldaten bereiten sich zeitgleich auf eine Übung in Norwegen vor. „Trident Juncture” gilt auf Seiten des westlichen Militär-Bündnisses ebenfalls als das größte Militär-Manöver seit Ende des Kalten Kriegs. Bei dem Einsatz ab dem 25. Oktober wird die Bundeswehr mit etwa 8000 Uniformierten den größten Truppenteil stellen. Darunter befinden sich auch etwa 150 Soldaten der Panzergrenadierbrigade 41 mit Stabssitz in Neubrandenburg. Die Flugabwehrraketengruppe 21 aus Sanitz bei Rostock sowie die Flugabwehrraketengruppe 24 aus Bad Sülze sind ebenfalls beteiligt. Ab 2019 werden die deutschen Soldaten als sogenannte Speerspitze der Nato eingesetzt. Mit dem Großmanöver in Norwegen soll… Weiterlesen »

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