Das Konzept Stadtguerilla in Zeiten der Schwarzen Null

Eine neue Stadtguerilla wäre nun wirklich mal wieder wünschenswert. Die Aktionen des VCD letzte Woche können nur ein zögerlicher Anfang dazu sein. Natürlich darf verkratzt und geschlagen werden! Ein eingeschlagener Blinker ist eine Sachbeschädigung, viele eingeschlagene Blinker ein Zeichen.

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) hat letzte Woche zu Aktionen gegen Falschparker aufgerufen. Hierzu wurden Hütchen aufgestellt, Zettelchen verteilt und Autofahrer angesprochen. Nette Aktion, aber am Ende zuckt der Falschparker nur mit den Achseln, vielleicht lächelt er freundlich, wenn man ihn ertappt. Unter Umständen wird er aber auch wütend, nestelt im Handschuhfach herum. Ändern wird das nichts. Die Großstädte, insbesondere in den Stadtteilen, in denen es keine Tiefgaragen gibt, in den Übergangsgebieten zu den Stadtzentren, sind die erweiterte Falschparkzone. Und es ändert sich nur etwas, wenn dies Falschparker auch spüren: Und zwar im Geldbeutel. An der Moral packt man doch niemanden, das romantische Zeitalter ist doch längst über die Wupper gegangen.

Lösung: Ordnungsamt oder Polizei anrufen? »Eine Überwachung in dem Umfang, die zu einer dauerhaften Entspannung der Problematik führen würde, ist aufgrund der eingeschränkten personellen Ressourcen, mit denen die vielfältigen Aufgabengebiete abgedeckt werden müssen, nicht möglich.« Dieser Satz stammt aus einem Antwortschreiben des Straßenverkehrsamtes in Frankfurt. Ich hatte das Amt angeschrieben, weil in unserer Nachbarschaft ganze Gehsteigsegmente als Massenparkplatz zweckentfremdet werden. Anrufe meinerseits gab es vorher mehrmals. Man hebt ab, die meist männliche Stimme nimmt freundlich die Meldung entgegen, dann heißt es, dass es dauern kann, man soll sich bitte gedulden. Einmal hieß es, es würde locker zwei Stunden dauern, bis jemand Zeit hat zu kommen. Hin und wieder ist die Leitung aber auch dauerbesetzt, dann hat man wohl keine Lust mehr, Bürger zu vertrösten.

Nie habe ich einen Ordnungsbeauftragten nach einem meiner Anrufe gesehen. Womöglich habe ich gelegentlich nicht mehr aufgepasst, ob sich denn jemand einfand. Wenn ich aber nachhaltiger beobachtet habe, ob meine Meldung als wachsamer Bürger Früchte trägt, wartete ich vergeblich. Vor einigen Jahren haben Autofahrer unter dem Joch geklagt, unter dem sie angeblich leiden. Damals hatte man einfach die Bußgelder erhöht, falsch zu parken sollte innerstädtisch teurer werden. Diese larmoyante Aufregung war ganz umsonst, denn es fehlt schlicht und ergreifend an Personal, welches Bußgelder exekutieren könnte. Viel Lärm um nichts also. Der Sparzwang macht den Stellplatz billig. Bezahlen müssen es die anderen Verkehrsteilnehmer.

Na klar, ich kenne das schon, jetzt wird mancher fragen: Lapuente, was soll der Mist? Bist du jetzt der Oppa, der aus dem Fenster guckt und Nummern notiert? Haste Langeweile? Bürgerliche Spießigkeit als Zeitvertreib? Jaja, spottet nur. Denn es ist wohlfeil, wenn man so tut, als stehe man über dieser Kleinlichkeit. Mir macht die Falschparkerei nichts. Ich ärgere mich höchstens, dass sich mancher Droschkenkutscher als Nabel der Welt fühlt. Wenn ein dicker Benz im Weg steht, der suggeriert »Isch bin hier, mach einen Bogen um mich, du kommst hier net vorbei!«, dann nehme ich keinen physischen Schaden, nur mein Gerechtigkeitssinn kriegt einen Knacks. Aber all die Alten und Siechen, die hier mit Krückstock zum Supermarkt schleichen, die Rollstuhlfahrer, die an die Grenzen ihrer autonomen Mobilität kommen, weil da welche ihren mobilen Untersatz zu Immobilien umparken, Mütter mit Kinderwagen oder Kinder ohne Mütter mit Kinderwagen: Sie alle drücken sich nicht durch die engen Gässchen, die man ihnen gelassen hat. Sie wechseln die Straßenseite, just an Ort und Stelle, wo es natürlich keine Ampel gibt, wo eine Straßenbahn andonnert und Autofahrer, die noch nicht zu Falschparkern wurden, Richtung Stadtmitte brausen – wahrscheinlich in der Hoffnung auf einen Falschparkplatz. Das alte Mütterchen kriecht den Bordstein runter, wackelt entgegen der Fahrtrichtung ihrem Ziel zu. Diese Leute haben physische Schwierigkeiten, die enge Raumeinteilung zwischen verschachtelt parkenden Autos als Parcours zu nutzen.

Schon klar, es ist kein großes Verbrechen, wenn man sein Auto auf dem Gehweg parkt. Es wird auch kein Verbrechen aus der Nummer, wenn mehrere Autofahrer zugleich nebeneinander, hintereinander, kreuz und quer den Gehweg blockieren. Aber es ist ein Egoismus, der die schwächeren Verkehrsteilnehmer in Gefahr bringt. Einfach mal so, weil es jetzt bequem ist, mal für zwei Stunden vor der Shisha-Bar zu halten. Und wird es teuer für so einen Egomanen? Nö! Das Straßenverkehrsamt bittet um Verständnis: Es hat nicht genügend Leute am Start, um es teuer werden zu lassen für diese Herrschaften.

In Zeiten der Schwarzen Null braucht es zivilgesellschaftlichen Ersatz. Er muss für die Verteuerung der Falschparkerei sorgen. Lieber nicht zu öffentlich, sonst wird es am Ende teuer für die, die das Teure im Sinn haben. Eine Stadtguerilla muss her. Und natürlich darf verkratzt werden. Ich könnte mir eine klammheimliche Freude nicht verkneifen, wenn da der Seitenspiegel baumelt oder der Blinker in der Windschutzscheibe steckt. Das kann man nicht machen? Asylheime anzünden ist verhandelbar, aber das liebste Kind des Deutschen, das Automobil, darf keinen Schaden erleiden? Das könnte den imperialistischen Inbesitznehmern öffentlichen Gehwegeigentums wohl so passen! Ein eingeschlagener Blinker ist eine Sachbeschädigung, viele eingeschlagene Blinker ein Zeichen antiimperialistischen Kampfes. Dieses Schweinesystem, in dem Ordnungsgelder festgesetzt werden ohne Ordnungshüter zu haben, die welche verteilen, muss der Krieg erklärt werden. Es gibt kein richtiges Parken im falschen!

Klar, das wäre ja Anarchie, wenn da flashmobartig Leute aufliefen, die nicht, wie beim VCD, mal eben Zettelchen verteilen, sondern Denkzettel in die Motorhaube hämmern – wortwörtlich, versteht sich. Genau, liebe Leute, Anarchie. So ist das in No-Go-Areas, wo man zwar hingehen kann, wo man aber als Fußgänger nicht mehr weiterkommt. So endet es nun mal, wenn der Staat sich aus der Verantwortung stiehlt. Wenn er ganze Stadtteile zu No-Go-Areas verkommen lässt, weil dort keine Mitarbeiter mehr hineingehen. Könnten die jungen Leute, die demnächst mal wieder mit Kapuzen in einem Kiez randalieren nicht mal ausnahmsweise nur die Autos zerlegen, die falsch parken? Dann hätte der Schwarze Block sogar mal eine nützliche Aufgabe in Zeiten der Schwarzen Null.

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Nashörnchen
Nashörnchen
4. Juni 2018 6:33

Es ist Montag.
Es ist seeehr früh.
Da ist die Aufnahmefähigkeit der meisten Menschen naturgemäß noch sehr überschaubar.
Auch meine.
Vielleicht verstehe ich den Artikel einfach nur nicht.
Und Falschparker sind in der Tat oft sehr ärgerlich.
Keine Frage.

Trotzdem glaube ich, die meisten Bewohner der üblichen „No-Go-Areas“ würden sich WÜNSCHEN, keine anderen Probleme als die mit den Falschparkern zu haben. Da geht es üblicherweise nicht um weggetretene Blinker…

Ben
Ben
4. Juni 2018 7:58

Eigentlich ist die Falschparkerei doch eh nur ein Symptom einer komplett pervertierten Vorstellung von Mobilität und gesellschaftlichem Leben. Ich würde mich weniger um die paar hundert Leutchen scheren, die regelwidrig parken, als über die unhinterfragte Praxis, in Ballungsräumen kostbarsten öffentlichen Raum herumstehenden Blechkisten zur Verfügung zu stellen anstatt … naja, evtl. den Menschen die dort wohnen. Sicher, Viele, die dort parken, wohnen da auch. Aber wenn ich meinen Wohnraum um die paar mehr m² erweitere, die meine Karre 95% der Zeit in Anspruch nimmt, wieso dafür nicht Miete oder Grundsteuer zahlen? Man stelle sich vor, ich besäße 3 Fahrräder und… Weiterlesen »

Heldentasse
Heldentasse
4. Juni 2018 8:22

Ja wenn wir sonst keine Sorgen haben, außer „Falschparker in den Zeiten der schwarzen Null“ und ein paar entlaufenen Affen die Blinker einschlagen kann es ja nicht so schlimm sein.

Meine Oma hätte nun gesagt: Das ist was für warme Sommertage!

Beste Grüße

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Heldentasse
4. Juni 2018 9:49

Ja wenn wir sonst keine Sorgen haben, außer “Falschparker in den Zeiten der schwarzen Null” und ein paar entlaufenen Affen die Blinker einschlagen kann es ja nicht so schlimm sein.

Eben, was sind schon der ständig drohende Krieg und Militarisierung, permanent steigende Überwachung und Kontrolle der Bürger, Internetzensur, die Verarmung weiter Teile der Bevölkerung für die exorbitanten Gewinne Weniger, die Wohnungsnot, zerfallende Infrastruktur usw. gegen den Sack Reis, der in einem chinesischen Dorf beim abladen geplatzt ist?

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Robbespiere
4. Juni 2018 11:42

Im Kontext „Bürger“ und dem von Dir beschrieben Unbill schätze ich die Lage so ein, wie sie Herr Mühsam vor langer Zeit lyrisch so treffend in dem Gedicht „Bürgers Alpdruck“ beschrieb. Zitat:

Ein Totentanz macht Schlußbilanz
und schickt dich in die Binsen
samt Kapital und Zinsen.

Quelle

War jetzt noch die hirnlosen „Blinker“ Rüpel als eigentliches Problem oder gar Lösung betrachtet, dem ist auch nicht mehr zu helfen. Wenn ich nicht genau wüsste, dass dies die Neulandrebellen nicht machen, würde ich sogar ein e“Ablenkung vom Wesentlichen“ unterstellen.

Beste Grüße

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Heldentasse
4. Juni 2018 12:02

Wenn ich nicht genau wüsste, dass dies die Neulandrebellen nicht machen, würde ich sogar ein “Ablenkung vom Wesentlichen unterstellen”.

Nicht auszudenken, wo man gerade solch frohe Botschaft vernimmt:

https://spoekenkiekerei.wordpress.com/2018/05/24/zeitungen-im-todeskampf/

Ich beziehe mich hier rein auf die genannten Zahlen und nicht auf die Gesinnung des Blogs.

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Robbespiere
4. Juni 2018 12:34

Ja, für richtig schlechten Journalismus braucht man nicht viel Auflage! 😉

Oder positiv ausgedrückt: Man kann sogar, was einige Fachzeitschriften vormachen, z.B. mit 20t – Auflage richtig gute Artikel schreiben, wenn die Leser*innen bereit sind dafür angemessen zu zahlen, was sie aber nicht sind bei dieser „großen“ Lücken- Presse. Oder wie meine Oma zu sagen pflegte: Verarschen kann ich mich auch selber.

Meine Ergo: Um die ist es nicht traurig!

Beste Grüße

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Heldentasse
4. Juni 2018 12:57

Unsere Omas waren schon clever, gell ! 🙂

Autonarr
Autonarr
Reply to  Roberto J. De Lapuente
25. November 2020 20:12

Mein Vorschlag: baut massenweise Parksilos. Der ÖPNV ist ein Faß ohne Boden, also keine Staatsknete mehr für ihn.

Dann kann man meinetwegen auch gegen Falschparker mit wilden Abschlepporgien vorgehen.

fahrwax
fahrwax
4. Juni 2018 9:16

Derlei Formatierung passt wie gespuckt zu BILD, weil’s als Scherz zu hohl und zu flach ist.

ChrissieR
ChrissieR
4. Juni 2018 10:35

Schon wieder…Warten auf Freischaltung…Grüsslies an die NSA

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  ChrissieR
4. Juni 2018 11:48

Moin, also ich als emeritierte Busfahrerin sehe das Thema auch nicht als Sommerloch-Lappalie sondern eher als „Verkehrsrowdytum als Spiegel der Gesellschaft“ ! Wie oft musste ich minutenlang vor einer Engstelle stehenbleiben, weil irgendein Egomane „nur mal kurz“ an der dümmstmöglichen Stelle, oft sogar vor einer Feuerwehrzufahrt mit Warnblinker geparkt hatte. Oder in Haltestellenbereichen, wo ich dann gefordert war, mit dem Mittelteil des Gelenkbusses noch gerade so nahe an die Trottoirkante zu rangieren, dass der Rollstuhlfahrer noch einigermassen gefahrlos rausrollen konnte. Ich finde zwar Sachbeschädigung auch nicht besonders gut, aber bei den meisten Autofahrern würde das doch eher wirkrn als eine… Weiterlesen »

der-5-minuten-blog.de
4. Juni 2018 11:37

DER MANGEL Ja, nichts ist schlimmer als ein Mangel. Es war einmal ein Mangel an Fahrradwegen in meiner Stadt. Der ärgerte auch mich. Ständig musste ich fast mittig auf der Straße fahren. Zu viele Autofahrer hatten rechts ihren Wagen geparkt. Zum Glück hatte der Magistrat eine Lösung: Die Stadt schaffte Fahrradwege. Man darf sich das allerdings nicht so vorstellen, als ob Straßenarbeiter die Erde bis zu ihrem Mittelpunkt aufrissen, den Spalt mit Kies auffüllten, obendrauf zu betonierten und zum Schluss noch einen Fahrradweg draufmalten. Genau genommen schenkten sie sich sämtliche Schritte, bis auf den letzten. Jetzt hatten die Autofahrer ein… Weiterlesen »

Rudi
Rudi
4. Juni 2018 12:29

Roberto schreibt:

Und es ändert sich nur etwas, wenn dies Falschparker auch spüren: Und zwar im Geldbeutel.

Ich vermute mal, dass ein Porsche-, Mercedes- oder BMW-Fahrer in seinem Geldbeutel – besser: in seiner „Night Courrier Brieftasche“ von Gucci (420 Euro) – weitaus weniger bis gar nichts spürt im Vergleich zum Fahrer eines neun Jahre alten Twingo, der ein Portemonnaie von C&A „mit trendigem Allover-Camouflage-Print“ für 5 Euro in der Arschtasche mit sich rumträgt.

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Rudi
4. Juni 2018 12:42

Das stimmt, die edel Karossen sind alle Voll- Kasko versichert und sehr oft sogar Geschäftsfahrzeuge inkl. Mobilitätsgarantie. Richtig weh tut das dem Kleinverdiener der mit seinem nur Haftpflicht versicherten Billigheimer über die Runden kommen muss, wobei das heute ggf. schon richtig weh tun, zumal man die heutigen Blinker gar nicht mehr selber wechseln kann, und es auch in der Regel keine „Blinkergläser“ mehr gibt, sondern alles, zur Freude der Werkstätten, getauscht werden muss.

Beste Grüße

Rudi
Rudi
Reply to  Roberto J. De Lapuente
4. Juni 2018 13:54

Konkreter Vorschlag: Bis 70 KW (95 PS) gelten die derzeitigen Strafgelder für das Falschparken. Bis 80 KW (119 PS) werden pro KW zusätzlich 0,50 Euro eingezogen. Bis 90 KW (122 PS) 0,75 Euro, mehrt als 90 KW bedeuten 1 Euro pro KW zusätzlich. Beispiel Falschparken Twingo (55 KW): 10 Euro Golf (75 KW): 10 Euro + 3,75 Euro (5 * 0,50 Euro) = 12,50 Euro Golf (85 KW): 10 Euro + 5,00 Euro (10 * 0,50 Euro) + 3,75 Euro (5 * 0,75 Euro) = 18,75 Euro Porsche Cayenne Turbo (404 KW): 10 Euro + 5,00 Euro (10 * 0,50… Weiterlesen »

Trulliken
Trulliken
Reply to  Rudi
6. Juni 2018 19:19

Malt euch nur euer einfaches und primitives Feindbild. Muß schwer sein, mal über den Tellerrand hinaus zu schauen. Hat ja auch jeder die Zeit und die dafür erforderliche Gesundheit mal so eben 30 km zu Fuß zu gehen oder Rad zu fahren. ÖPNV außerhalb der Innenstadt? Wo denn? Mit Verboten ist es nicht getan. Die Politik muß halt auch etwas unternehmen. Aber wo Nullen aller Farbnuancen das sagen haben, da ist Hopfen und Malz verloren.

Ben
Ben
Reply to  Trulliken
8. Juni 2018 8:50

Und weil ich selber unter Druck stehe gibt mir dies das Recht, mich asozial zu verhalten? Und mit Verlaub: die Wenigsten, die mit ihren überdimensionierten Möhren das Leben der Städter belasten wirken auf mich wie hilfbedürfte, kränkliche Menschen. Hilfsbedürftige und Kränkliche sehe ich jeden Tag sich zu Fuß mit dem Rollator und per Bus und Bahn bewegen. Die Leute, die mit SUVs durch 3m breite Innenstadtstraßen röhren sind meist finanziell offensichtlich gut gestellte Herren, Jüngelchen oder die klassischen Fußballmuttis. Also genau die Schicht der Bevölkerung, die soziale Verantwortung durchaus in der Lage wäre zu tragen. Aber lieber nicht tut, weil… Weiterlesen »

niki
niki
4. Juni 2018 13:40

Als Radfahrer bemerke ich sehr häufig das die Radwege zugeparkt sind. Auf dem 12km Weg zur Arbeit muss ich durchschnittlich rund 10mal auf die Straße ausweichen. Von daher kann ich das Problem bestens nachvollziehen. Das ist also wahrscheinlich überall in Deutschland ähnlich. Mein Fazit wäre eigentlich den motorisierten Individualverkehr so sehr zu verteuern, dass es einfach zu teuer für die Mehrheit wäre ein eigenes Auto zu unterhalten. Was anderes nützt halt nichts. Aber dann wird man ja als „scheiß neidischer Öko“ beschimpft und wird mit zig Beispielen bombadiert wozu man denn ein eigenes Auto bräuchte… Ich kann die allermeisten Argumente… Weiterlesen »

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  niki
4. Juni 2018 14:04

Alles was du sagst, kann man getrost unterschreiben, nur sollte man nicht vergessen, dass es eine politische Entscheidung war, auf Individualverkehr statt ÖPNV zu setzen.
Es sieht nicht danach aus, dass sich das in naher Zukunft ändert, wie man an der Päppelung der Autoindustrie oder der Stilllegung von Bahntrassen sehen kann.
Dies den Autofahrern allein anzukreiden, halte ich für falsch. Das ist gewollt so.

niki
niki
Reply to  Roberto J. De Lapuente
4. Juni 2018 20:04

@Roberto J. De Lapuente: Ist mir klar das ÖPNV und Fahrrad-/Pedelecwege massiv ausgebaut werden müssen. Wenn man sich bspw. überlegt, dass die gefeierte Radautobahn im Ruhrpott so breit ist wie jeder durchschnittliche der wirklich zahlreichen Radwege in Kopenhagen… Eine Citymaut für alle Großstädte wäre sehr sinnvoll. Ansonsten halt je nach Wohnort und Größe des Autos eine Art zusätzliche Verkehrsraumverbrauchssteuer, wovon sich Behinderte u.a. von befreien lassen können… Allerdings mit dieser ReGIERung sinnlos!Alleine die Schwarze ähmmm… Rote NULL würgt schon alles im Vorfeld ab… Wenn dann doch noch ein paar Euro für übrig bleiben könnten, würde aber die viel zu mächtige… Weiterlesen »

Franklyhellish
Franklyhellish
Reply to  Roberto J. De Lapuente
5. Juni 2018 17:37

Blabla.
Anm. des Betreibers: Den brauch‘ ma hier nicht. Gesperrt.

Schweinemetzger
Schweinemetzger
Reply to  Franklyhellish
6. Juni 2018 12:47

Typisch für dich xxx

Tom J. Wellbrock
Reply to  Schweinemetzger
6. Juni 2018 15:16

@ Scheinemetzger: Wir haben Ihren Kommentar gespeichert, ebenso Ihre Mail- und IP-Adresse. Wir haben darüber hinaus den Vorgang bei der Polizei angezeigt und bereits die Vorgangsnummer erhalten.

Mordred
Mordred
Reply to  niki
5. Juni 2018 15:37

Als Radfahrer bemerke ich sehr häufig das die Radwege zugeparkt sind. Auf dem 12km Weg zur Arbeit muss ich durchschnittlich rund 10mal auf die Straße ausweichen. Park mal bei uns aufem Radweg. Wirste in spätestens 60 Minuten abgeschleppt. Mein Fazit wäre eigentlich den motorisierten Individualverkehr so sehr zu verteuern, dass es einfach zu teuer für die Mehrheit wäre ein eigenes Auto zu unterhalten Na vielen Dank auch. Stand heute würde meine Lebensqualität dramatisch abfallen. Bin kein Single und wohne auch nicht auf 50qm direkt überm Supermarkt. Wie ich auf nem Fahrrad ne Kiste Lebensmittel und mind. ne Kiste Wasser transportieren… Weiterlesen »

niki
niki
Reply to  Mordred
5. Juni 2018 17:20

@Mordred: Park mal bei uns aufem Radweg. Wirste in spätestens 60 Minuten abgeschleppt. Mag sein, dass die nur ein paar Minuten da stehen. Aber jede Minute ist zu viel. Siehe: https://i2.wp.com/www.neulandrebellen.de/wp-content/uploads/2018/06/Halteverbot.jpg?w=600&ssl=1 Manche stehen hier in der Gegend aber definitiv auch stundenlang herum. Wie ich auf nem Fahrrad ne Kiste Lebensmittel und mind. ne Kiste Wasser transportieren soll…? Fahrradanhänger, Lastenräder/-Pedelecs.. Das du auf solche einfachen Sachen nicht kommst. Ich selbst habe nur eine große Fahrradtasche mit der ich bis zu 25kg transportieren kann. Soviel hält auch der Gepäckträger aus. Dann kommt noch der Rucksack dazu. Da ich nur mit meiner Lebensgefährtin… Weiterlesen »

Mordred
Mordred
Reply to  niki
7. Juni 2018 13:25

Mag sein, dass die nur ein paar Minuten da stehen. Aber jede Minute ist zu viel. Wegen der Angst vorm abgeschleppt werden steht bei uns ja gerade keiner mehr da auch nur für ein paar Minuten. Fahrradanhänger, Lastenräder/-Pedelecs.. Das du auf solche einfachen Sachen nicht kommst. ok. Wie siehts dann mit 3 Kisten Getränke+Lebensmittel aus, ein großer Hund, Schnee und Eis, Besuche der Familie teilweise aufem Dorf in 50km Entfernung, Baumarkteinkäufe (Haus und Garten), Urlaubstrips… Ja! Wir könnten theoretisch auch ohne Auto existieren. Aber das wäre mit eklatanten Einschnitten wegen enormen zusätzlichem Planungs- und Zeitaufwand verbunden. Und da bin ich… Weiterlesen »

niki
niki
Reply to  Mordred
7. Juni 2018 22:10

ok. Wie siehts dann mit 3 Kisten Getränke+Lebensmittel aus, ein großer Hund, Schnee und Eis, Besuche der Familie teilweise aufem Dorf in 50km Entfernung, Baumarkteinkäufe (Haus und Garten), Urlaubstrips… Wenn das nicht zu häufig vorkommt, braucht man definitiv kein eigenes Auto, sondern man kann eines leihen. Baumärkte bieten oft sehr günstige Leih-Lieferfahrzeuge an. Bei mir in der Stadt ist der Baumarkt quasi ein Gebäude mit dem Einkaufszentrum, kann man also beides auf einmal machen. Oder gar nen Taxi nehmen. Ist auf jeden Fall nicht nur ökonomisch sinnvoller. Für Eis und Schnee habe ich Spike-Reifen 🙂 Im Gegensatz zum Gebrauch am… Weiterlesen »

Mordred
Mordred
4. Juni 2018 17:05

Forderst Du zu Straftaten bzw. Sachbeschädigung auf, Roberto?!

Wo lebst Du eigentlich? Bei uns gibt’s Politessen und Abschleppunternehmen ohne Ende. Is ja auch nur logisch in Zeiten der schwarzen Null. Gerade in den zentralen Lagen!

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Roberto J. De Lapuente
4. Juni 2018 19:19

@Roberto J. De Lapuente J. De Lapuente Wie gesagt, das Straßenverkehrsamt schreibt selbst, dass es an Ressourcen fehlt Das mag regional unterschiedlich sein, aber nichts ist doch einfacher, als knappe Stadtsäckel mit Hilfe der STVO aufzufüllen. Zum Thema Abschleppen scheinst du rechtlich nicht ganz auf der Höhe zu sein: Kann man machen. Man geht aber in Vorkasse. Schon, aber die Freigabe des Fahrzeugs gibts erst nach Kostenerstattung und ob allzu viele Parksünder bereit sind, das Prozesskosten-Risiko einzugehen, erscheint eher zweifelhaft. Das setzt zumindest eine gut gefüllte „Portokasse“ voraus bzw. profundes juristisches Hintergrundwissen. Damit grenzt sich der Kreis der Streithähne schon… Weiterlesen »

ChrisA
ChrisA
Reply to  Roberto J. De Lapuente
5. Juni 2018 11:35

Klar fehlt’s wo anders an Politessen. Die sind ja alle schon in Bottrop. Hier kann man sich aussuchen, ob man 35€ für die vergessene Parkscheibe beim Edeka zahlt, oder sich das mit Kleckerbußgeldern für 5km/h zu viel bei den mannigfaltigen mobilen Blitzern abholt, die in den sich regelmäßig ändernden Beschilderungen verstecken.

Mordred
Mordred
Reply to  Roberto J. De Lapuente
5. Juni 2018 15:13

In der Tat habe ich ähnliche Erfahrungen wie ChrisA, aber nicht nur für Bottrop, sondern im Großteil des Potts läuft es so ab. Du kannst ja noch nicht einmal alle 2 Stunden zum Auto, um Deine Parkscheibe einfach vorzustellen…die fotografieren nämlich mittlerweile die Autoreifenstellung. Sehr schön kommt auch ne nicht mehr lesbare Umweltplakette, weil die Schrift sonnenbedingt ausgebleicht ist… Deine Vorkasse-Geschichte kenne ich so nicht. Bei uns wirste staatlich oder privat initiiert abgeschleppt und dann bekommst Du Deine Karre erst wieder, wenn Du die Auslöse beim Abschleppunternehmen bezahlst. Ab 22 Uhr abholen kostet Aufschlag und jeder weitere Standtag sowieso. Mein… Weiterlesen »

Mordred
Mordred
Reply to  Roberto J. De Lapuente
7. Juni 2018 13:27

Jau. War 2mal da. Erinnerte mich verkehrstechnisch stark an Paris.

Art Vanderley
Art Vanderley
4. Juni 2018 20:42

Falschparken und Stadtgeruilla? Naja, letztere Idee ist so schlecht nicht, aber dann bitte umfassender. Lärmterror und Pendlermassen, die täglich über die Städte herfallen, das scheint doch das größere und v.a. gesundheitsschädlichere Problem zu sein. Also warum zaghaft um Falschparker streiten, da sehne ich mich nach einer alten und radikalen Forderung der Ökobewegung zurück, Autos raus aus allen Städten. Dann gibt es Ruhe, Platz, gute Luft und auch der Pendler wohnt arbeitsnah und trotzdem halb im Grünen, und so nebenbei wird auch das Problem überhitzter Städte abgeschwächt. Jetzt ist die Zeit für konsequente Forderungen, der Autowahn war noch nie so marode… Weiterlesen »

niki
niki
Reply to  Roberto J. De Lapuente
5. Juni 2018 0:20

Wer in die Stadt will, dem soll es teuer zu stehen kommen, sofern er individuell verkehrt. Ansonsten: Nimm die Tram. Oder das Fahrrad/Pedelec… Pendeln kann man mit dem Rad in der Ebene ~10km ohne großartig ins Schwitzen zu kommen. Mit einem Pedelec durchaus 20km. Ich kenne einige die mit einem S-Pedelec locker 40km pro Strecke pendeln. Und die meinen, dass diese manches Mal schneller sind als früher mit dem Auto. Ansonsten halt ÖPNV… Z.Zt. pendele ich 3mal die Woche 12,5km eine Strecke (also 25km/Tag) mit dem Rad. Bei schlechtem Wetter nehme ich den Bus… Da ich auf der Arbeit noch… Weiterlesen »

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  niki
5. Juni 2018 8:21

…da die Busse ja nicht die ganze Nacht lang fahren, musste ich schon mit dem Auto, in meinem Fall einer 28 PS Kastenente, zur Arbeit und zurück pendeln. Bei Dienstschluss um 1:30 Uhr war ich dann, besonders im Winter, froh, nicht mit dem Zweirad unterwegs zu sein..

niki
niki
Reply to  ChrissieR
5. Juni 2018 10:13

@ChrissieR: Für die Masse der Menschen welche Pendeln müssen, spielen aber diese von dir aufgeführten Dienstzeiten kaum eine Rolle. Diese haben doch in den meisten Fällen einen „9-5-Job“. Und da gibt es doch etwas häufiger Alternativen, als für dich… Aber trotzdem: Von ganz speziellen Einzelfällen, möchte ich eigentlich nicht diskutieren, da fast jeder, ob wirklich berechtigt oder nicht spielt dabei keinerlei Rolle, für sich diese einfordert. Das würgt sämtliche Diskussionen in diese Richtung im Vorfeld gleich ab… Abgesehen davon könnte man, nicht in deinem Fall als (ehemalige) Busfahrerin, wohl eher darauf setzen, erst ein Pendeln zumindest zu minimieren… Telearbeit würde… Weiterlesen »

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  niki
5. Juni 2018 10:55

@niki Für die Masse der Menschen welche Pendeln müssen, spielen aber diese von dir aufgeführten Dienstzeiten kaum eine Rolle. Diese haben doch in den meisten Fällen einen “9-5-Job”. Das mag für Bürojobs oder teilweise im Einzelhandel zutreffen, aber die Zahl derer, die früher arbeiten müssen, ist deutlich höher als von dir vermutet und das ÖPNV-Angebot hinkt da reichlich hinterher. Ich kenne da so Manchen, der gerne auf den PKW und die damit verbundenen Mehrkosten verzichten würde, es aber schlicht nicht kann, weil eine sinnvolle Alternative fehlt. Wie bereits gesagt, es war eie politische Entscheidung, dem Individualverkehr den Vorrang zu geben… Weiterlesen »

niki
niki
Reply to  Robbespiere
5. Juni 2018 11:30

@Robbespiere: Natürlich ist es eine politische Entscheidung. Das es ganz anders geht beweisen Großstädte wie Kopenhagen und zig andere im Ausland. Natürlich nur in Ländern wo die Automobilindustrie nicht das Sagen hat… Trotzdem: Ob eine Alternative zum eigenen Auto möglich ist oder nicht, wird häufig nicht berücksichtigt was tatsächlich möglich ist. Sobald der typische Wochenendeinkauf oder ähnliches ins Spiel kommt, wo nun mal oft der Kofferraum voll ist, fehlt die Fantasie oder es ist schlichtweg Unkenntnis welche Alternativen in Frage kommen würden. Im Internet gibt es ganz viele Berichte über das Verkehrskonzept Kopenhagens … Als Deutscher dort mal einen Tag… Weiterlesen »

niki
niki
Reply to  Robbespiere
5. Juni 2018 13:59

Das mag für Bürojobs oder teilweise im Einzelhandel zutreffen, aber die Zahl derer, die früher arbeiten müssen, ist deutlich höher als von dir vermutet und das ÖPNV-Angebot hinkt da reichlich hinterher. So weit mir bekannt ist, gibt es 18 Millionen reine Büroarbeitsplätze in Deutschland. Davon 60%, oder sagen wir 30%, weil Deutschland an alten und dummen Gewohnheiten sehr festhält, weniger Pendelfahrten dank Telearbeit? Das ist eine Menge!!! Ich streite überhaupt nicht ab, dass es gar (fast) eine Revolution in Sachen ÖPNV geben muss… Am besten fahrkartenlos und durch Steuern finanziert! Von Takt ganz zu schweigen… Nur erreichen tut man etwas… Weiterlesen »

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  niki
5. Juni 2018 15:33

@niki Nur erreichen tut man etwas über die Geldtasche und wenn man gleichzeitig die Macht der Automobilindustrie zerschlägt!!! Über die Geldtasche der Autofahrer errreicht man nur, dass man ihnen einen größeren Teil ihres Einkommens entzieht, der dann an anderer Stelle fehlt. Die alte Forderung der Grünen beispielsweise nach Spritpreisen von mind. 2,50 DM ist ja schon längst erfüllt, trotzdem wird der Individualverkehr nicht weniger. Dafür bräuchte es alternative Verkehrskonzepte, die wiederum nicht von Heute auf Morgen umsetzbar sind, welche aber von der Politik durch die enge Bindung an die Autoindustrie bzw. Finanzwirtschaft ( siehe Privatisierungen ) gar nicht erst ins… Weiterlesen »

Ben
Ben
Reply to  Robbespiere
8. Juni 2018 9:10

Es geht ja nicht alleine darum, alle Autofahrer höher zu belasten, sondern vor allem mal Industriesubventionen zu streichen – Dienstwagenprivileg, Diesel, große Karren, was weiss ich noch. Und die Grünen haben nie 5DM für Sprit gefordert. Sie haben nur vorgerechnet, was er kosten MÜSSTE, wenn man alle externen Kosten – Krieg, Rettungsdienst, Polizei, Krankheiten, Tote, Verletzte, Verschwendung von Flächen, Klimaschäden, Flächenversiegelung, etc. – einpreisen würde. Das ist ja das eigentlich Perverse: am meisten gekniffen sind die, welche den geringsten finanziellen und sozialen Spielraum haben. Wer für 1200 Netto in der Klinik auf dem Land Nachtschichten schiebt oder im Lager ab… Weiterlesen »

Rudi
Rudi
Reply to  Roberto J. De Lapuente
5. Juni 2018 8:38

@ Roberto Wer badet es aus? Der Städter! Das muss ein Ende nehmen. Pass auf, dass du nicht in die üblichen Fahrwasser gerätst! Die Städter stilisiert als diejenigen, die alle Last der Welt auf sich nehmen müssten. Dabei haben sie die beste Lobby. Alle überregional wirkenden Publikationen werden von Städtern für Städter gemacht. Die wesentlichen Kulturströmungen werden in den Städten kreiert, und ökonomische Innovationen (Stichwort: Startups) haben ihren Ausgangspunkt in den städtischen Zentren. Bedeutende Museen oder Theater finden sich nur in den Metropolen. Der Rest der Bevölkerung, also die Ländler, hat das Nachsehen. Denn dort, so scheint es, braucht man… Weiterlesen »

niki
niki
Reply to  Rudi
5. Juni 2018 10:17

@Rudi: Städter gegen Landbevölkerung… Round ONE!!! FIGHT!!!!

Din
Din
Reply to  Rudi
5. Juni 2018 13:52

@ Rudi
Es geht doch überhaupt nicht um die Geräuschkulisse, sondern das Widerrechtliche belegen von Geh- und Fahrradwegen. Das wäre genau so beschissen auf dem Dorf wie in Frankfurt.
Übrigens finde ich, dass man deinen Vorwurf nach mangelnder Kultur ebenfalls als gierig bezeichnen könnte

„Schön auf´m Land leben und dann noch verlangen, dass die bedeutende Kultur zu ihnen gebracht wird“ 🙂

Meine Frage wäre nun; ist es nicht auch dir ein Anliegen, dass es bessere Anbindungen an die Städte gibt, damit du beides haben kannst: Kulturelle Teilhabe UND Landleben?

(mit Landleben meine ich das von dir gennannte Ländler Dasein)

Rudi
Rudi
Reply to  Din
5. Juni 2018 16:37

@ plingplong: „Es geht doch überhaupt nicht um die Geräuschkulisse, sondern das Widerrechtliche belegen von Geh- und Fahrradwegen.“ Natürlich haben die Städter mein Mitgefühl: >>Tatsächlich leiden Städter öfter an psychischen Erkrankungen als Landbewohner. „Angsterkrankungen und Depressionen kommen bei Menschen, die in der Stadt leben, etwa 30 bis 40 Prozent häufiger vor“, sagt Andreas Meyer-Lindenberg vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit an der Universität Mannheim.<< (Spiegel) Euer Hirn reagiert deutlich empfindlicher auf Stress als das von Kleinstädtern und Landbewohnern, fand Meyer-Lindenberg heraus. Es komme einiges zusammen: >>Lärm, Dreck und Staub, Gerüche, beengte Wohnverhältnisse, Anonymität.<< Die Erregung über das Falschparken ist wahrscheinlich ein… Weiterlesen »

aquadraht
aquadraht
Reply to  Rudi
5. Juni 2018 18:12

Das ist natürlich blödes Gewäsch. Tatsächlich kann es sich der Geringverdiener gar nicht leisten, auf dem Land zu wohnen, wo er ein Auto braucht. Geringverdiener leben auch in aller Regel zur Miete, und halbwegs erschwingliche Mietwohnungen sind auf dem Land auch Mangelware, ausser es ist so jwd, dass niemand in die Einliegerwohnungen ziehen mag. Und die auf Zeitarbeit oder Minijobs angewiesen sind, sind auf dem Land sowieso angeschissen. Daher leben eher Mittelständler und Gutverdiener auf dem Land. Bauern arbeiten gewiss sehr hart und schleppen oft einen Schuldenberg rum, aber zu den Unterschichten zählen sie in der Regel auch nicht. Wenn… Weiterlesen »

Rudi
Rudi
Reply to  aquadraht
6. Juni 2018 17:36

@aquadraht

Das Land Hessen hat Intelligentes auf den Weg gebracht: Alle Landesbediensteten erhalten seit dem 1. Januar das Landesticket, mit dem sie in Hessen kostenfrei den ÖPNV nutzen können: alle Regionalzüge S-Bahnen, Straßenbahnen, U-Bahnen und Busse sowie Anruf-Sammel-Taxen in Hessen. Die Jahreskosten belaufen sich auf 51 Mio Euro.

Rudi
Rudi
Reply to  Roberto J. De Lapuente
7. Juni 2018 12:39

@ Roberto Das sehe ich anders als du. Schließlich ist dies ein Einstieg in den umsonstigen öffenlichen Verkehr, der eigentlich von allen Seiten, außer der Autoindustrie und der ihr zuarbeitenden Politiker, gefordert wird. Und bedenke: Wer im eigenen Fahrzeug zur Arbeit fährt, hat die Möglichkeit, die Fahrten zur Arbeit steuerlich abzusetzen. Da kommt je nach Entfernung schon etwas zusammen, teilweise auch mehr als die Kosten der Jahresfahrkarten. Noch etwas: Hessen ist seit 2004 nicht mehr in der Tarifgemeinschaft der Länder. Ziel war damals, die 42-Stunden-Woche für die hessischen Landesbediensteten durchboxen zu können. Nun haben sich die Vorzeichen ein wenig geändert:… Weiterlesen »

Mordred
Mordred
Reply to  Roberto J. De Lapuente
5. Juni 2018 15:51

Viele Pendler nehmen sich das Recht heraus, ihren Lebensmittelpunkt in die grüne Wiese zu verlagern, um am Ende täglich mit der Dreckschleuder in die Stadt zu kutschieren. Wer badet es aus? Der Städter! Das muss ein Ende nehmen.

Logischer wäre wohl eine Verlagerung der Arbeitsplätze, Home Office und Elektrifizierung der PKW.
https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/duesseldorf-ist-die-hauptstadt-der-pendler_aid-21108809
Am Tag pendeln 296.000 nach Düsseldorf bei einer Einwohnerzahl von 593.000. Und es werden ohne Ende weitere Gebäude für Gewerbe gebaut. Der helle Wahnsinn.

Rudi
Rudi
Reply to  Mordred
5. Juni 2018 16:54

Viele Pendler nehmen sich das Recht heraus, ihren Lebensmittelpunkt in die grüne Wiese zu verlagern, um am Ende täglich mit der Dreckschleuder in die Stadt zu kutschieren. Nehmen wir mal an, dass viele Pendler sich nicht das Recht nähmen, ihren Lebensmittelpunkt ins Jenseits der Stadt zu verlagern, wäre die Wohnsituation eine bessere? Eventuell weniger Autoverkehr. Was wäre mit den Mieten? Wären die günstiger oder wäre die Wohnungsknappheit geringer? Es gibt Berufe, die in der Stadt ausgeübt werden müssen, ich denke an Polizisten, Erzieherinnen, Krankenschwestern oder an die Fahrer der Stadtbahnen, die es sich nicht mehr leisten können, städtisch zu wohnen,… Weiterlesen »

Art Vanderley
Art Vanderley
Reply to  Rudi
5. Juni 2018 21:10

@Rudi Würden mehr Pendler in die Städte ziehen, würde sich die Infrastruktur natürlich anpassen (müssen). Und es geht doch nicht um Stadt gegen Land oder umgekehrt. Beim Lärm und Dreck sind Städter klar im Nachteil, v.a. die sozial Schwächeren, weil die an den lauten Straßen wohnen. An anderen Stellen hat das Land dann wieder strukturelle Nachteile und es spricht nicht das Geringste dagegen, daran etwas zu ändern. @Roberto J. De Lapuente Der Export schlechter Luft und von Lärm in die Städte ist auch so ein Punkt, Zustimmung. Umwelt ist längst ein Standortfaktor, wird Zeit, daß die Politik und auch die… Weiterlesen »

Folkher Braun
Folkher Braun
4. Juni 2018 22:48

In meiner zwanzigjährigen Karriere als Lkw-Fahrer habe ich zum krönenden Abschluss fünf Jahre Tagestouren mit einem Wechselbrücken-Zug gefahren. Ganz öko immer vom Kombibahnhof Wuppertal ausgehend. Ein wesentlicher Teil der Verkehrsbehinderungen macht der Lieferverkehr durch das Parken am Straßenrand. Dadurch verringert sich das „Durchströmen“ auf weniger als 50 Prozent. Da werden (Krefeld-Oppum) Firmen angesiedelt, die man nur rechtsherum rückwärts erreichen kann. Das ist erstens gefährlich und zweitens für alle zeitraubend. Wenn der Supermarkt an der Hauptstraße liegt und der Markt keine Rampe hat, steht der Zug eben an der Seite und das Ladegeschäft geht nur mit Ladebordwand. Schön langsam. Wer z.B.… Weiterlesen »

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Folkher Braun
5. Juni 2018 9:25

Richtig! Ich finde, SUVs sollten vor Allem extrem besteuert werden, am Besten sogar eine extra Fahrerlaubnis einführen, da die meisten SUV Kutscher die Breite nicht einschätzen können und Dir im engen Ortsverkehr entweder zu weit links entgegen kommen oder 20 cm vom Bordstein entfernt parken! Wie können die Leute nur so beknackt sein, mit nen 2,20 breiten Panzerspähwagen in die City zu fahren? Mit meiner Ente komme ich überall durch! Und..wenn Du die Moritzstrasse in Wiesbaden kennst, wechselseitig Zweitereihe-Parker und Baustellen, dann kannste Dir vorstellen, wie geil das für die Fahrgäste ist, wenn Du mit dem Gelenkbus recht flott Slalom… Weiterlesen »

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Folkher Braun
5. Juni 2018 12:01

..meine Antwort hängt wieder mal in der Freischalte….

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Roberto J. De Lapuente
5. Juni 2018 14:28

Bestimmt russische Hacker, lieber Roberto,wer auch sonst????

Folkher Braun
Folkher Braun
6. Juni 2018 0:13

Wie bescheuert die Diskussion um den Innenstadtverkehr geführt wird, kann man unschwer an dem EU-Forschungsprojekt BESTUFS (best urban freight solutions) von vor zehn Jahren nachlesen. Da wurden die dollsten Konzepte entwickelt, mit welchen Transportern auf welchen Lieferzonen wie Kisten und Colli geliefert werden könnten. Ich gebe mal ein Beispiel aus der Praxis. Ich wohne in des Dussels Dorf an einer Ausfallstraße Richtung Osten. Zwei Spuren in jeder Richtung, dazu Straßenbahn mittig. Einhundert Meter Luftlinie entfernt steht seit 40 Jahren die Niederlassung eines Pkw-Herstellers. In guten Zeiten kommen sechs Autotransporter pro Tag, um neue Pkw anzuliefern. Und genau so viele kommen,… Weiterlesen »

niki
niki
Reply to  Folkher Braun
6. Juni 2018 17:17

OT:

radelnden Pharmareferenten

Dabei ist das inzwischen wohl der sauberste Sport…
Wer ein bisschen tiefer in Materie eintaucht, wird mit den Ohren schlackern, denn die Überwachung der Radsport-Athleten ist schon echt erheblich.

Auch der Profisport mit seiner Dopingproblematik hält dafür her, damit Totalüberwachung, denn nichts anderes müssen die Profiradsportler über sich ergehen lassen, als normal gilt. Das wird dann auch nach und nach auf den Normalbürger übertragen! Denn was könnte der im stillen Kämmerlein so kriminelles ausbrüten!?!

Nur mal zum nachdenken…

Mordred
Mordred
Reply to  Folkher Braun
7. Juni 2018 13:34

In guten Zeiten kommen sechs Autotransporter pro Tag, um neue Pkw anzuliefern. Und genau so viele kommen, um gebrauchte Pkw abzuholen. Nehmen wir mal an, jeder braucht 30 Minuten für das Be- oder Entladen, wie lange ist unsere Straßenkapazität mehr als halbiert?

Analog zu Autobahnbauarbeiten, Müllabfuhr etc. frage ich mich, warum diese Tätigkeiten nicht zwischen 18 und 6 Uhr morgens stattfinden….natürlich mit entsprechenden Lohnerhöhungen…

niki
niki
Reply to  Mordred
7. Juni 2018 21:54

natürlich mit entsprechenden Lohnerhöhungen…

Wovon träumst du?
Könnte passieren das diese Arbeiten bald in der Nacht stattfinden um einen Verkehrsinfarkt ein paar Jahre herauszuzögern…
Aber Lohnerhöhungen?! Doch nicht in Deutschland!

Mordred
Mordred
Reply to  niki
20. Dezember 2018 16:09

Ich träume nicht, sondern ich denke an Städte wie Tokio, Singapur und mWn auch New York, wo man so vorgeht 🙂

Und was den sog. Verkehrsinfarkt angeht: baut Verkehrswege, das es nur so kracht! Wir hinken ca. 30 Jahre hinter dem Bedarf her; die meisten Autobahnen bräuchten acht Spuren, die Eisenbahn bräuchte jede Menge neue Strecken und das Bundesstraßennetz gehört ebenfalls ausgebaut, ggf. mit drei- und vierspurigen Teilstrecken. Viel hilft viel.

Schnörch
Schnörch
6. Juni 2018 19:04

Faschistoodes Gehabe. Gute Nacht.

Heldentasse
Heldentasse
7. Juni 2018 8:53

Im Kontext des Artikels m.E. sehr wertvoll.

Interview mit Prof. Dr. Hermann Knoflacher: Mobilität neu denken!

Beste Grüße

niki
niki
Reply to  Heldentasse
7. Juni 2018 22:17

Quintessenz des Interviews:
Autoparkplätze sind das Grundproblem…

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  niki
8. Juni 2018 8:21

Ich sehe das etwas differenzierter, dass Grundproblem was Herr Knoflacher aufführt ist die nicht menschengemacht und quasi aufgezwungene Art eine Mobilität die alles auf Dauer kaputt macht. Wir huldigen dem Gott der exorbitanten Autofreiheit natürlich auch, in dem wir Fahrbahnen und Parkplätze, statt Straßen und Parks bauen, aber im Grunde sind das „nur“ Symptome eines gesellschaftlichen Irrweges.

Beste Grüße

https://www.youtube.com/watch?v=1zF1YSRF-q0

Hermann Fliegenkäfig
Hermann Fliegenkäfig
Reply to  Heldentasse
16. Juni 2018 10:44

Der rotgrüne sogenannte Verkehrsexperte Knoflacher ist als Ideologe, der kostbaren Verkehrsraum vernichtet hat, hinreichend bekannt. Außerdem scheint er generell nicht ganz zurechnungsfähig zu sein, wie das Interview mit ihm zeigt 😆 https://www.krone.at/1657287

Folkher Braun
Folkher Braun
8. Juni 2018 0:50

Vorzuschlagen ist, auf die Erkenntnis von Kaiser Wilhelm Zwo sich zu besinnen: „Ich glaube an das Pferd, das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung.“ (aus dem Gedächtnis zitiert). Also: statt 48 Millionen Autos 48 Millionen Pferde. Jedes mümmelt und verdaut sechs Tonnen Getreide pro Jahr. Das Meiste davon bekommen wir als Pferdeköttel wieder zurück, womit wir unsere Biogasanlagen bereichern könnten. Statt der Pkw-Einstellplätze müssten wir Pferdeeinstellplätze einrichten. Natürlich brauchten wir auch entsprechend Pferdepfleger. Damit wären alle Schwierigkeiten mit den versorgungssuchenden Zuwanderern gelöst. Alles kein Problem.

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22. Juni 2018 6:02

[…] Woche kümmerte ich mich textlich um Falschparker und darum, wie die Sparpolitik den öffentlichen Raum, hier speziell die […]

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