Faktenlos durch die Nacht

Die Mechanismen des Tag-Nacht-Rhythmus wurden jetzt sogar mit einem Nobelpreis geadelt. Schicht- und Nachtarbeit weitet sich trotzdem weiter aus. Auch im prekären Bereich. Wir kennen die Krankmacher und ignorieren sie.

Die drei US-Forscher Jeffrey C. Hall, Michael Rosbash und Michael W. Young ereilte Anfang dieses Monats eine frohe Kunde: Der diesjährige Medizinnobelpreis geht an sie. Mit ihren Forschungsarbeiten aus den Achtziger- und Neunzigerjahren haben sie belegt, dass alles Leben auf der Erde an die Rotation der Weltkugel gekoppelt ist. Die so genannte »innere Uhr« ist also keine Einbildung, wie es weiland die Seele als irgendein gasförmiges Organ mal war. Man kann sie genetisch messen. Es ist nämlich ein Protein, das biologische Organismen zur Nachtzeit anhäufen und das am Tage wieder abgebaut wird, das den Biorhythmus regelt. Der Schlaf und die Körpertemperatur stellen sich beispielsweise durch diesen Prozess ein. Wer dauerhaft aus diesem Rhythmus fällt, erhöht sein Krebsrisiko, kriegt leichter eine Herzerkrankung und darf Beeinträchtigungen des Magen-Darm-Trakts erwarten.

Der Volksmund wusste ja schon immer, dass Nachtarbeit nicht gesund ist. Das waren Erfahrungswerte, jeder kennt schließlich einen Nachtarbeiter aus Familie oder Nachbarschaft. Wissenschaftlich verifiziert wurde dieses Bauchgefühl schon vor Jahrzehnten; der Biorhythmus ist ja schon seit langem ein Begriff, den man kennt und zitiert. Unzählige Studienergebnisse schafften es zuletzt zu einer kurzen Zeitungsspalte, wie zum Beispiel jene des Forschungsinstituts CNRS aus Toulouse, die vor einigen Jahren kurz als Meldung aufflackerte und gleich wieder verschwand. In ihr konnte man lesen, dass jemand, der zehn Jahre nachts arbeitet, nicht etwa auch zehn Jahre mehr auf dem Buckel habe – nein, er altere in biologischer Einheit umgerechnet an die 17 Jahre. Und nun gibt es dieses ganze Themenfeld sogar mit dem Nobelpreis prämiert.

Die menschliche Gesellschaft ist ja schon stolz auf ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse. Die Wissenschaft sei schließlich das progressive Element jeder Gesellschaftspolitik, heißt es zuweilen in Sonntagsreden ganz optimistisch. Aber obwohl wir es amtlich haben, dass Schichtmodelle, insbesondere zur Abend- und Nachtzeit, schädlich sind, sterben sie aufgrund erkenntnistheoretischer Überholtheit nicht aus. Obwohl wir grundsätzlich wissen, dass vermehrte Stressphasen zu gravierenden physischen wie psychischen Erkrankungen führen, orientiert sich der Arbeitsmarkt an so gut wie keine einzige wissenschaftliche Erkenntnis zum Thema. Die vielzitierte Life-Work-Balance kratzt ja bestenfalls an dieser Problematik.

Schicht-, Nacht- und Wochenendarbeit haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Innerhalb von nur 14 Jahren, zwischen 2001 und 2014, stieg zum Beispiel die Wochenendarbeit von 6,7 Millionen auf 8,8 Millionen Beschäftige. 3,3 Millionen Menschen mussten 2011 regelmäßig in der Nacht arbeiten, 2004 waren es noch 2,5 Millionen gewesen. Und von 1995 bis 2015 stieg die Zahl der Schichtarbeiter um 1,8 Millionen auf 5,6 Millionen. Diese Entwicklung hat mit der Flexibilisierung des Arbeitsmarktes zu tun. Gleichwohl hat das Ende des Ladenschlussgesetzes in den meisten Bundesländern die Arbeitszeitspannen erheblich erhöht, sodass die Abendarbeit zum Standard im Verkauf geworden ist.

Andere Berufsfelder waren von jeher von solchen Arbeitszeitmodellen betroffen. Nehmen wir nur mal die Pflege. Es wird immer wieder in allen Parteien davon gesprochen, dass sie besser bezahlt werden müsste. Die Linkspartei spricht zudem davon, dass mehr Personal notwendig wäre, um die Belastungen auf mehreren Schultern zu verlagern. Das ist zwar ein guter Ansatz, allerdings durchaus ausbaufähig. So ist es nicht ganz nachvollziehbar, wieso in Krankenhäusern Ärzte Bereitschaftsdienste absolvieren können, während Pflegekräfte Nachtdienste schieben. Eine Pflegebereitschaft auf Station ließe wenigstens die Möglichkeit offen, einige Stunden biorhythmisch zu schlafen.

So aber setzt man Millionen von Pflegerinnen und Pfleger dem Risiko aus, selbst mal gepflegt werden zu müssen von Leuten, die dann demselben Risiko ausgesetzt sind. Eine krankmachende Abwärtsspirale. Wie im Grunde all diese Arbeitszeitentwicklungen auf dem Arbeitsmarkt. Wir wüssten es eigentlich besser, zeichnen Wissenschaftler mit Preisen aus und ehren deren geschaffenes Wissen und machen dann wissentlich weiter so, schaffen Krankheit und Pflegebedarf und werden einfach nicht klüger aus dem, was uns vorliegt.

Postfaktisches Zeitalter? Na sicher doch. Das wurde am Arbeitsmarkt nicht erst gestern eingeläutet. Der ganze Wirtschaftskreislauf beruht darauf. Die Arbeit ist eine Krankmacherin, speziell dann, wenn sie den Biorhythmus tangiert. Das ist anerkannter Fakt. Ohne Auswirkungen auf den Ablauf.

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PanzergrenadierBBC
PanzergrenadierBBC
4 Jahre zuvor

Noch übler sind die seit einigen Jahren beliebten Kontischichten. Dies bedeutet zwei Tage früh, zwei Tage Mittag/Spät und zwei Tage Nachtschicht und dann drei Tage frei. Dadurch entsteht eine neun Tage Woche, so dass die Arbeitnehmer die dieses Model mitmachen müssen total aus dem Wochenrythmus fallen. Man kann nicht mehr jedes Wochenende mit Freunden weggehen, man kann nicht mehr verlässlich ein Vereinsleben führen, dass häufig auf das Wochenende ausgerichtet ist, man mit den Kindern auch nicht immer dann was unternehmen wenn man frei hat.
Darüber hinaus sind für diesen wahnsinnigen Rhtytmus drei Tage frei zu wenig. Der menschliche Körper kann sich auf einen Rhytmuswechsel alle 48 Stunden nicht einstellen, was am Ende auf die Gesundheit geht. Weiterhin glaube ich nicht, dass sich auf Dauer der menschliche Körper in drei Tagen von so einem Streß erholen kann.

Wenn man es übertreiben will, so findet man heute wieder vermehrt Zustände in der Arbeitswelt vor, die an das Mittelalter erinnern. Wir tun aber so als ob die Menschheit das Mittelalter schon lange überwunden hat.

dors Venabili
dors Venabili
Reply to  PanzergrenadierBBC
4 Jahre zuvor

Hohes Sicherheitsbedürfnis, 24/7 Erreichbarkeit und Sofortreaktion finden alle gut und verlangen es. Dagegen steht die Renditeerwartung von Produktivitäts-/Dienstleistern . Unsere bisherige Geschichte hat diesen Engpass immer zugunsten der Rendite gelöst mit Herausbildung eines kleinen, feinen , ausgewählten Kreis von Hochprofitlern.
Humanität, individuelles Wohlergehen und zukunftsgerichtete Ethik sind „Gedöns“ welches leider immer nur in Wahlprogrammen vorkommt.

ert_ertrus
ert_ertrus
Reply to  PanzergrenadierBBC
4 Jahre zuvor

Eher an den Frühkapitalismus. Im Mittelalter wurde geruhsamer gearbeitet – und es gab viel mehr Feiertage als heute 😉

trackback
4 Jahre zuvor

[…] sich trotzdem weiter aus. Auch im prekären Bereich. Wir kennen die Krankmacher und ignorieren sie.Weiterlesen bei den neulandrebellen Lesen Sie auch: Vier Jahre gewählt und trotzdem hektisch Dass Journalisten jede Sau durchs Dorf […]

trackback
4 Jahre zuvor

[…] sich trotzdem weiter aus. Auch im prekären Bereich. Wir kennen die Krankmacher und ignorieren sie.Weiterlesen bei den neulandrebellen Lesen Sie auch: Vier Jahre gewählt und trotzdem hektisch Dass Journalisten jede Sau durchs Dorf […]

Hoax
Hoax
4 Jahre zuvor

Einerseits erstickt der Kapitalismus an seiner Produktivität , andererseits
sollen die Hauptakteure, die 99% dieser Gesellschaft nicht am Gewinn
beteiligt werden. Worüber unterhalten wir uns, wenn es um krankmachende
Beschäftigungsformen geht ? Es geht ja keinesfalls um eine faire Verteilung
von Arbeit. Unser System von Arbeit wird ja überwiegend tatsachenverkehrend
als faires Modell dargestellt, bei dem jeder zumindest etwas abbekommt und
niemand zu kurz kommt.

Das es nicht um Wertschätzung für Leistung geht, zeigt die gesellschaftliche
Honorierung von Arbeit am Menschen die durch Maschinen nicht zu rationalisieren
ist. Mit steigendem Gewinn müsste die Honorierung von Pflegern, Betreuern,
außerschulischen Pädagogen, Rettungssanitätern usw. steigen, tut sie aber nicht.

Warum nicht ? Eine hochproduktive Gesellschaft die zu dämlich ist, ihre Gewinne
fair zu verteilen. Das kann doch nicht sein !?

Jörg Hensel
4 Jahre zuvor

Ich war ehem. Ermittler einer Sonderordnungsbehörde mit polizeilichen Aufgaben und sonderpolizeilichen Befugnissen im SozMin SH (Arbeitsschutz) und kann sagen, dass nicht das GG, sondern der Neoliberalismus in der öffentlichen Verwaltung und in den Gerichten Einzug gehalten hat.

So wurde das GG in der Arbeitswelt von den Arbeitsgerichten bspw. in den Schulen außer Kraft gesetzt; trotz Grundrechtebindung !

Bezug des Arbeitsschutzes zum Grundgesetz – Vgl. Amtliche Begründung Drucksache Bundestag
13/3540 – Seite 11 – Ziff. 2 – 3. Spiegelstrich.

Zitat: „In der Bundesrepublik Deutschland folgt aus Artikel 2 Abs.2 des Grundgesetzes die Pflicht des Staates, Leben und
Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit durch öffentlich-rechtliche Vorschriften zu schützen.“
Quelle: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/13/035/1303540.pdf

Eigener Fall

Neoliberalismus hat sich staatliche Strukturen zu Beute gemacht, um mit den Mitteln des Staates Konzerne und Reiche einer öffentlichen Kontrolle zu entziehen und sie von Beiträgen zu Gemeinschaftsaufgaben zu befreien.
Er will den Staat gleichsam parasitär übernehmen und ihn zu einem Interventions- und Subventionsstaat für die Reichen umbauen.
Er hat eine Vielzahl von Mechanismen entwickelt, durch die sich ökonomische Macht in politische Macht transformieren lässt.

Imago
Imago
Reply to  Jörg Hensel
4 Jahre zuvor

@ Jörg Hensel: Klasse Dein Kommentar oben, und – ganz ganz toll auch , daß Du (ich hoffe ich darf so sagen!) den Weg zu uns her gefunden hast (und damit hier auch beweist, daß es auch in solchen Behörden noch immer sehr lebendige und wache Menschen gibt)! – Ich freu‘ mich sehr darüber!!!

Jörg Hensel
Reply to  Imago
4 Jahre zuvor

Ja, danke. Aber weil ich versuchte, das Grundgesetz und die Gesetze zu wahren (§ 6 BAT), wurde ich gemobbt und gekündigt. Das ist jetzt 13 Jahre her; seit dem erhalte ich eine wegen Mobbing anerkannte Erwerbsminderungsrente, die im Bereich der Grundsicherung liegt. Ich hatte vor dem ArbG geklagt. Die Richter wollten das GG und das Arbeitsschutzgesetz nicht anerkennen. Von den Gerichten erhielt ich nur Scheinurteile. Hierauf die Richter angesprochen, bekam ich eine Strafanzeige wegen Beleidigung. Bei der Akteneinsicht vor der Hauptverhandlung sah ich, dass der §63 auf mich angewendet werden sollte.

Imago
Imago
Reply to  Jörg Hensel
4 Jahre zuvor

@ Jörg Hensel: Dazu fällt mir ganz automatisch eine Steueraffäre ein, bei der das Bundesland Hessen (damals unter Führung von Ministerpräsident Roland Koch!!!) vier eigentlich außerordentlich tüchtige Steuerfahnder Schritt für Schritt aus dem Dienst rausmobbte, schließlich entfernte und per Gutachter schließlich auch noch für paranoid erklären ließ, was dann offenbar auch noch für deren Zwangspensionisierung sorgte.

https://de.wikipedia.org/wiki/Steuerfahnder-Aff%C3%A4re

Imago
Imago
Reply to  Jörg Hensel
4 Jahre zuvor

@ Jörg Hensel: Was bedeutet § 63? Du mußt davon ausgehen, daß wir uns hier mit solchen „Feinheiten“ im Allgemeinen nicht so gut auskennen!

Thrombo
Thrombo
Reply to  Imago
4 Jahre zuvor

Wahrscheinlich handelt es sich, wie ich aus dem Kontext zu erkennen glaube, um § 63 StGB Maßnahmenvollzug/Unterbringung in einem (forensisch–) psychiatrischen Krankenhaus.

Eine Minute Konsultation mit dem Browser deines Vertrauens und du hast die Antwort auf deine Frage. Ne, Technik ist wirklich nicht dein Ding …

Imago
Imago
Reply to  Thrombo
4 Jahre zuvor

@ Thrombo: Hatte in dem Fall gar nichts mit der Technik zu tun, sondern war ’ne Mischung aus mangelnder Geistesgegenwart, Müdigkeit und Faulheit, die mich das verschlafen ließ; aber so kann man mal wieder sehen, – nobody is perfect! – Zum § 63 fällt mir noch der Fall Mollath ein, da dürfte wohl dann wohl auch dieser Paragraf angewendet worden sein; und zum Satz „nobody is perfect“ habe ich übrigens am Sonntag auf einem Bauernfest einen ganz tollen Bauernspruch gelernt und der geht so: „Man hat erst dann ausgelernt, wenn alle Finger an der Hand gleich lang sind!“ – Ist doch eigentlich ein recht lehrreicher und – gleichzeitig auch noch lustiger Spruch, oder?

P. S.: Ich „funke“ hier übrigens gerade deswegen so viel, weil ich – gerade auch Zeit dafür habe, ich Euch hier kennenlernen will, mich dabei – auch ganz gut „warm“-schreiben kann und mir das alles obendrein – auch Spaß macht.

Jörg Hensel
Reply to  Imago
4 Jahre zuvor

Der § 63 StGB ist der Paragraph, welcher Gustl Mollath für Jahre in die Zwangspsychiatrie gebracht hatte. Man betreibt eine Tatfingierung, um eine Person, die einen lästig ist, in ein Strafverfahren zu bringen, um ihn dort von einem Sachverständigen begutachten zu lassen.

Die Richter signalisieren den Sachverständigen, welches Gutachten sie gerne hätten (vgl. Studie MM Uni München/SPON – „Richter signalisieren bei der Auftragsvergabe von Gutachten, welche Ergebnisse sie erwarten“).

So kann die „Zielperson“ auf Jahre hin weggesperrt werden.

Er ist ab diesem Zeitpunkt definitiv rechtlos.

Nur die Ärzte der staatl. Anstalten befinden darüber, wann die Person wieder rauskommt.

Mollath hatte Glück weil die SZ und andere Medien sich hier stark gemacht haben.

Ilona Haslbauer (YT) wurde auch weggesperrt für etliche J0ahre, weil sie angeblich einer Person mit einem Einkaufswagen in die Hacken gefahren sein soll.

Jährlich werden über 200.000 Menschen in D in Psychiatrie weggesperrt.

Das sind zwei Großstädte (3sat „Deutschland im Homogenisierung Wahn – Psychiatrie Zwangseinweisungen“).

Der § 63 verstößt gegen die UN Behindertenkonvention, da er gegen das dortige Selbstbestimmungsrecht verstößt (telepolis – „Zwangspsychiatrie und Zwangsbetreuung sind mit der UN-Behindertenkonvention unvereinbar“).

Zu erwähnen wäre noch, dass im Strafverfahren nicht über den angeblichen Strafsache verhandelt wird. Es wird ggf. nur als Einfallstor benutzt, um jmd. zu psychiatrisieren, um ihn dann auf Jahre hin wegsperren zu können, weil er/sie ggfs. über Wissen verfügt, die andere selbst in Bedrängnis bringen könnten.

STA und Gerichte spielen das Spiel mit. – Ein glatter Verstoß gegen Art. 14 ICCPR / Analognormen. – In meinem Falle habe ich auf meine Einspruchsrechte verzichten müssen, um der Begutachtung zu entgehen und erhielt so einen Strafbefehl.

nikita
nikita
Reply to  Jörg Hensel
4 Jahre zuvor

VORSICHT!!
Der persönliche Umgang mit Sozial-Behörden und Sozial-Gerichten, auch anderen Gerichten der BRD, ist mit der außer-Kraft-Setzung des GG durch die Schröder-AGENDA gefährlich!!
Art. 20 GG bindet kein Gericht, keinen Politiker mehr, keine seiner Beihilfe-Leistenden-Staatl. Institutionen!
Die Täuschung über die Rechtslage hat System bei Gerichten heute!
Die Medizinischen Gutachter in Tateinheit unseren Deutschen Richtern sind mit von einer „ermächtigten“ Täuschungs-Abteilung, wie der Fall Mollath beweist! Der wird, wie viele ander auch, noch Jahrzehnte seinem Entschädigungs-Anspruch hinterher laufen. Das muss für die betroffenen Richter eine LUST sein!?
Wüsste die verrohte Mittelschicht welche GEFAHREN auf sie warten wäre sie vermutlich ein wenig solidarischer.
Vorsicht im Umgang mit AMTSTRÄGERN , keiner ist dem GG verpflichtet, nicht mal die Richtlineinkompetenzin höchst selbst, die se hat keine Ahnung von individuellen Persönlichkeitsrechten der Bürger dieses Landes, die Minister-Riege unterstützt sie zielführend.
Wie kann man einem Juristen Maas den sonst den Straftatbestand UNTREUE erklären?? Einem Juristen Schröder, Steinmeier, Oppermann und vielen anderen die die UNTREUE gestalten?!
Die AGENDA hat den Betrug an Armen Salonfähig gemacht, und jeder der nicht mitspielt wird in seiner Existenz zerstört…..so ist es.
Ich bin seit 2005 auf dem zwangsverzögerten Rechtsweg, es gibt hier in Deutschland nicht
gefährlicheres…..

Imago
Imago
Reply to  Jörg Hensel
4 Jahre zuvor

Wenn ich mich richtig erinnere, war es entweder Prof. Rainer Mausfeld (oder aber Prof. Heinz-Josef Bontrup), der in einem seiner (inzwischen ja schon ganz gut bekannten) Vorträge sinngemäß davon sprach, daß die anfangs mit ihrem Konzept gar nicht so gut dastehenden Neoliberalen den Markt wie auch die früher weitaus populären linksliberalen Denkstrategien sehr genau studiert und teilweise inzwischen offensichtlich auch sehr gut kopiert und dann unter ihren eigenen Vorzeichen anzuwenden gelernt haben. – Inzwischen haben sie also (Jörgs Bericht oben spricht ja deutlich dafür) ihr subversives Netz in fast aller Bereichen der Gesellschaft weitgehend erfolgreich installiert, aber – noch ist nicht aller Tage Abend!

Die Neulandrebellen hier sind für mich ein Thinktank der guten, freiheitlich-human gesonnenen Gegenpartei und es gibt inzwischen ja auch viele andere Websites, die in diese Richtung tendieren. Im Augenblick sieht es zwar so aus als ob der Siegeszug des Neoliberalismus kaum noch aufzuhalten ist, aber dennoch – das letzte Wort in dieser Angelegenheit ist meiner Ansicht nach – noch lange nicht gesprochen!!! – Dich Jörg oben – hoffe ich hier nun gerne – immer wieder einmal zu sehen!

Imago
Imago
Reply to  Imago
4 Jahre zuvor

Da ich mir nicht sicher bin, ob Ihr meinen gleich hier unten folgenden „Kommentartext“ zu „Egomanentraining, Du Bildungsweltmeister“ auf Euren Seiten überhaupt auch mitgekommen habt, (eine Reaktion darauf kam ja bisher von Eurer Seite her nicht) will ich ihn – hier auf diesen Weg nun – zuerst noch einmal wiederholen:

„Ich habe auf Eurer Seite im Bereich „Über die Rebellen“ gelesen, daß Ihr offenbar noch weitere Mitstreiter sucht, die Eure Sicht auf diese Welt teilen: so well – hier ist wohl einer – nämlich ich, und ich würde bei Euch – von Zeit zu Zeit – sozusagen als freier Mitarbeiter ganz gerne auch einen Beitrag (und eben nicht nur Kommentare) von mir veröffentlichen. Wie ich „ticke“ werdet Ihr ja durch meine Kommentare bei Euch inzwischen wohl in etwa wissen, Ihr könnt bei mir aber auch weiter nachfragen, wenn Ihr noch mehr über mich wissen wollt (meine eMail-Adresse liegt Euch ja vor). (Eigentlich wollte ich diese Bewerbung gar nicht in den öffentlichen Raum stellen, aber ich habe auf Euren Seiten hier KEINE ANDERE MÖGLICHKEIT entdeckt, mit Euch in Verbindung zu kommen!).“

P.S.: Mein Schwerpunkt beim Schreiben liegt – meist nicht so sehr auf Stellungsnahmen zu tagesaktuellen Ereignissen , sondern vielmehr – im Aufarbeiten der geistigen Hintergründe, die für die vielen, heute so enorm anwachsenden Probleme und Schwierigkeiten in der Welt verantwortlich sind. Schreibt mir doch, ob dies – auch Eurer Interesse weckt, ich bin dann gern (selbstverständlich ohne irgendwelche Honorarforderungen, sondern einfach nur mit Freude an der Sache) mit dabei!

(Eine eigene zeitkritische Website (mit dem Titel „Achtgegeben“) hatte ich vor ein paar Jahren übrigens auch einmal, möchte mir diesen für mich sehr mühsamen technischen Kram aber nicht noch einmal antun, sondern schreibe daher mittlerweile lieber als Gast auf Websites, die mir – so wie Ihr – eine gute Grundidee und ein gutes Konzept zu haben scheinen.)“

Würde mich also freuen, wenn Ihr mir nun antworten würdet; – beste Grüße an Euch von Imago

Imago
Imago
Reply to  Imago
4 Jahre zuvor

Mein letzter Beitrag oben ist natürlich speziell an Roberto De Lapunte und Tom Wellbrock gerichtet; ich vergaß leider, dies oben auch als Überschrift zu platzieren.

Tom J. Wellbrock
Reply to  Imago
4 Jahre zuvor

Mein letzter Beitrag oben ist natürlich speziell an Roberto De Lapunte und Tom Wellbrock gerichtet; ich vergaß leider, dies oben auch als Überschrift zu platzieren.

@ Imago: Sorry, jetzt erst gelesen. Wir besprechen das mal.

Imago
Imago
Reply to  Tom J. Wellbrock
4 Jahre zuvor

@ Tom Wellbrock: Jetzt wird‘ s (in technischer Hinsicht) wohl erst mal etwas kompliziert, denn ich habe nun gerade vor kurzem auf meiner Yahoo-Mailbox zwar Deine (kurze) Mail erhalten (Inhalt, Du wirst über mein Ansinnen heute Nachmittag mit Roberto sprechen …), wollte Dir dann aber als Antwort ein etwas ausführlicheres Schreiben zusenden, dies kam aber ebenso zu mir zurück, wie bei meinem ersten Versuch, den ich gestern schon – mit diesem Schreiben per eMail machte. Ich kann Eure Mails also offebar empfangen, aber Euch bislang offenbar nichts zusenden; – da ich aber nicht unbedingt der „große Technik-Freak“ bin, kann ich mir da noch keinen „Reim“ drauf machen,

(Was die Bezahlung für‘ Schreiben anbelangt, sag‘ ich dann hier schon mal – ich will da kein Geld dafür, ich ‚ tue das aus Freude an der Sache und weil es mir wichtig ist, so gut ich kann meinen Beitrag zu leisten, daß wir hierzulande/ja eigentlich weltweit – endlich wieder besser Lebensbedingungen bekommen).

Tom J. Wellbrock
Reply to  Imago
4 Jahre zuvor

@ Imago: Ist alles angekommen, keine Sorge 🙂

Jörg Hensel
Reply to  Jörg Hensel
4 Jahre zuvor

Was ich vergessen habe ist, dass ich zusammen mit dem NDR eine Reportage gemacht habe.

Hier geht es um eine quasi Großschadenslage in den Schulen SH.

Anhand dieses Films kann man m.E. gut erkennen, wie die Verstoßlage aussieht und was hätte (seit 1996) gemacht werden müssen.

Bis heute weigert sich das Bildungsministerium das Arbeitsschutzgesetz bzw. das Grundgesetz umzusetzen, was jährlich Millionen an Steuergelder kostet.

Soweit das Bekenntnis Schleswig-Holsteins zum Grundgesetz bzw. zur Grundrechtebindung gem. Art. 1 (3) GG …

Meinen Fall, der damit verbunden ist bzw. Auslöser für die Reportage war, habe ich einmal aufgeschrieben und anhand des Grundgesetzes und diverser Menschenrechtsquellen bewertet. die Fallbeschreibung ist zwar für Journalisten gedacht, kann aber ebenso an andere Interessierte zur Kenntnis gebracht werden, auch um Erkenntnisse gewinnen zu können, die vllt. von Nutzen für andere Situationen sind. Allerdings auch für den Sachverhalt, der im o.a. Artikel behandelt wird.

Wichtig wäre zudem zu wissen, dass hier wohl nicht nur Rechtsbeugung vorliegt, sondern auch diverse Korruptionstatbestände, wie das Kurzgutachten der Kanzlei Knappmann-Korn / foodwatch nahelegt.

Leider haben die Medien diesen Part komplett ausgelassen.

Der NDR und die Kieler Nachrichten wollten hierüber noch nicht einmal reden und meine Erklärungen anhören.

Insofern … Auch hier Lückenpresse.

Irmgard
Irmgard
Reply to  Jörg Hensel
4 Jahre zuvor

Was ich vergessen habe ist, dass ich zusammen mit dem NDR eine Reportage gemacht habe. Hier geht es um eine quasi Großschadenslage in den Schulen SH.

Erzieher sind ihren Arbeitstag lang in einer KiTa auch einer Lärmbelasung ( Kinderlärm ) ausgesetzt,
die über 80 db liegt und damit krankmachend ist. Dazu gab es großangelegte
Messungen. Maschinenführer z.B. müssen ab 80 db einen Gehörschutz tragen. Der Arbeitsschutz
für Erzieher bestünde darin, einen Kollegen oder eine Kollegin zu haben mit der man sich
abwechseln kann. Einer im Aufenthaltsraum, der andere bereit im ruhigeren Nebenraum
etwas vor oder dergleichen. Nun aber werden die Betreuerschlüssel heruntergefahren
und mit dem „Lärmschutz“ ist es dann dahin. Das ist eine Tatsache die auch kaum bekannt
ist. Auch in KiTas werden Mitarbeiter krankgespart.

Imago
Imago
4 Jahre zuvor

@ Irmgard: Da es Dir gefällt was ich schreibe, solltest vielleicht auch mal beim „Nachrichtenspiegel.de“ reinschauen, dort schreibe ich bereits schon, allerdings bisher auch nur Kommentare. (Der Nachrichtenspiegel ist zwar auch ein politisch kritischer Blog, hat aber eine etwas andere, auch in Richtung Philosophie tendierende Ausrichtung; ich persönlich mag das auch und zwar eigentlich sogar sehr)

Irmgard
Irmgard
Reply to  Imago
4 Jahre zuvor

Guck auch öfter bei:

infosperber.ch

Der Franz Alt fragt sich dort z.B. wie die rasante Geschwindigkeit des Artensterbens erklärbar ist
https://www.infosperber.ch/Artikel/Umwelt/Artenvielfalt-Singende-Vogel-zirpende-GrillenDas-war-einmal

oder

rubikon.news

Was wir noch heute von Stanley Milgram lernen können. Ein Aufruf zum zivilen Ungehorsam.
https://www.rubikon.news/artikel/nur-mut

Imago
Imago
Reply to  Irmgard
4 Jahre zuvor

@ Irmgard: Danke für die beiden Tipps, es sind beides sehr gute Artikel! (Das Milgram-Experiment ist mir [schon lange] bekannt, sollte aber eigentlich für alle Menschen zum Teil ihres Allgemeinwissens werden!

Jörg Hensel
4 Jahre zuvor

Vielleicht darf ich noch erwähnen, dass gegen all diese gesundheitlichen Fehlentwicklungen in der Arbeitswelt eigentlich das Arbeitsschutzgesetz gegensteuern soll (vgl. i.d.Z. a. das Wirksamkeitsgebot gem. § 3 (1) S. 2 ArbSchG).

Denn das ArbSchG geht vom ganzheitlichen Ansatz bzw. von einer „menschengerechten Gestaltung der Arbeit“ aus (vgl. § 2 (1) ArbSchG) und berücksichtigt dabei alle Gefährdungen, die am Arbeitsplatz auftreten können (physikalisch, biologisch, chemisch, psychomental), was insb. in § 5 ArbSchG zum tragen kommt.

Das Arbeitsschutzgesetz übt darüber hinaus eine Konzentrationswirkung auf alle Arbeitsschutznormen aus.

In diesem Zusammenhang spielen auch die Grundsätze gem. § 4 ArbSchG eine große Rolle, nicht nur wegen der dort genannten arbeitswissenschaftlichen Erkenntnisse, die zu berücksichtigen sind.

*

Seine Entsprechung hat das Arbeitsschutzgesetz einerseits in der Rahmenrichtlinie Arbeitsschutz 89/391/EWG.

Andererseits findet sich in der amtlichen Begründung zum ArbSchG der b.b. Bezug zum Grundgesetz. Hier das Recht auf körperliche Unversehrtheit gem. Art. 2 (2) S. 1 GG.

Doch die Pflicht zu gesunden Arbeitsbedingungen findet sich auch in der Europäischen Sozialcharta, in der Charta der Grundrechte der EU (Art. 31 ), im UN Sozialpakt (Art. 7b. ICESCR) u.a.m..

Aufgrund all dieser Schutznormen dürfte es eigentlich keine systemisch strukturellen Erkrankungen in der Arbeitswelt geben.

Eigentlich.

Doch die neoliberal besetzten Exekutivorgane (Arbeitsschutzbehörden) und die politisch abhängigen Arbeitsgerichte, setzen alles daran, vg. Normen abzuwehren und als unwirksam zu deklassieren; trotz Art. 5 ICESCR / Analognormen und trotz der Grundrechtebindung gem. Art. 1 (3) GG.

Nach meiner Wahrnehmung liegt hier der Tatbestand der Rechtsbeugung und des Unterlassens (§ 336 StGB) vor; doch eine Verfolgung durch die Staatsanwaltschaften scheidet von vornherein ausscheidet, da sie politischen Weisungen unterlegen sind (§ 146 GVG).

Die s.g. Leitmedien könnten über diese massenhaften Verstöße gegen o.a. Menschenrechte berichten und die Rolle der Exekutive und der Arbeitsgerichte die Bevölkerung informieren.

Genau das aber tun sie nicht, so dass es noch nicht einmal einen gesellschaftlichen Diskurs hierüber gibt.

Auch die Gewerkschaften reihen sich zunehmend in den neoliberalen Kanon ein (vgl. u.a. Öffnungsklausel Leiharbeit bis zu 48 Monate).

Was bleibt ?

Ich weiß es nicht …

Imago
Imago
Reply to  Jörg Hensel
4 Jahre zuvor

@ Jörg Hensel: Kennst Du eigentlich die „Nachdenkseiten.de“? Das ist eine sehr informative Webplattform, bei der Deine Kenntisse auf diesem Gebiet mitunter gewiß auch eine wichtige Rolle spielen könnten! Oder – Du solltest vielleicht selbst darüber schreiben und versuchen, diese Informationen als Artikel auf den entsprechenden Webseiten unterzubringen, auf jeden Fall aber irgendwie erreichbar bleiben, denn Dein Wissen kann in Zukunft auf einmal ganz schön wertvoll für Andere sein! (Eigentlich sollte nach meinem Dafürhalten in solchen Angelegenheiten auch Amnesty International in Deutschland Interesse zeigen, aber ich kann mich da auch irren, denn Arbeitsschutz ist für mich ein fast völlig neues und sehr spezielles Gebiet). – Desweiteren fällt mit noch „human connection“ ein, eine Internetplattform die allerdings derzeit noch im Aufbau ist und daher noch keine Inhalte bietet. Finden, kontaktieren und Dich darüber informieren was genau geplant ist kannst Du aber jetzt schon, wenn Du auf die Seite „human connection“ gehst. – Zu den Nachdenkseiten oben noch eine Bemerkung: Sehr empfehlenswert um sich aus guter vertrauenswürdiger Quelle alternativ über den aktuellen Stand der Dinge zu informieren; – aber vielleicht weißt Du das ja auch schon. – Ich hoffe jedenfalls, daß Du uns hier erhalten bleibst, denn ich habe oben zum ersten Mal etwas von Dir gelesen, bin aber selbst auch erst seit kurzer Zeit hier.

Jörg Hensel
Reply to  Imago
4 Jahre zuvor

Danke. – Ich kenne die Nachdenkseiten und habe dort (glaube ich ) auch schon mal was geschrieben. Allerdings gab es bislang keine Reaktion. Schön wäre es, wenn Interessierte Medien zu mir Kontakt aufnehmen würden. Insofern bin ich da auf Hilfe von Dritten angewiesen. Auch weil die Kräfte langsam nachlassen.

Lutz Lippke
Lutz Lippke
Reply to  Jörg Hensel
4 Jahre zuvor

Das Arbeits(schutz)recht ist ein wichtiges Teilgebiet des Rechtsstaatlichen. Den Arbeitsgerichten wird zwar Arbeitnehmerfreundlichkeit nachgemunkelt, aber das meint wohl nur, dass geschaßte Arbeitnehmer eine kleine Abfindung beim Arbeitsrichter rausschlagen können, um nicht sofort der Allgemeinheit auf der Tasche zu liegen. Aber spätestens dann sorgt das Sozialrecht dafür, dass der Arbeitnehmer sich in Richtung prekäre Beschäftigungen bewegt. Keine rosigen Aussichten für Streit um Arbeitsbedingungen und Löhne.
Auf anderen Rechtsgebieten ist es real nicht besser. Im Gegenteil. Warum ist das im Recht so?
Juristisches Recht sollte man eigentlich als gesellschaftliches Allgemeingut so ernst nehmen wie mathematisches Rechnen. Tatsächlich wird aber alles Juristische als schwer zu durchschauende Kunst von auserwählten Experten zelebriert. Grundsätzlich ist das unbegründbarer Blödsinn und dient nur der Intransparenz. Jeder kann zwar die Rechnung im Lokal halbwegs prüfen und die Meisten haben auch eine Vorstellung von höheren Rechenarten und -größen, aber Vertragsbedingungen, Anträge bei Behörden oder Gericht sind für die Meisten ein Buch mit 7 Siegeln. Was rechtsstaatlich richtig oder falsch ist, wird nicht durch regelhaftes Nachprüfen bestimmt, sondern daran bemessen, ob das Ergebnis zusagt. Das ist ein gravierender „Rechenfehler“ zum Recht, weil Recht somit zur Ware, zum Gegenstand von Spekulation, Einfluss und Willkür wird. Gerade wer die Gesellschaft sozialer, gerechter und demokratischer gestalten will, muss sich mit Fragen der Rechtsstaatlichkeit grundsätzlich und praktisch auseinandersetzen, statt das Recht allenfalls partiell und ergebnisorientiert für seine hehren Ziele der Umwälzung auszunutzen. Wer kennt nicht den Ausspruch von Rosa Luxemburg: „Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden…“ Auf Rechtstaatlichkeit bezogen könnte man das so adaptieren „Recht ist immer das Recht des Anderen bzw. des Gegners.“ Das praktisch durchzusetzen, wäre originärer Kampf um Gerechtigkeit und gegen Willkür.
Leider fehlt es in weiten Teilen der Linken an grundsätzlichem Interesse für Fragen zu den Grundlagen einer funktionierenden Rechtsordnung.

Imago
Imago
Reply to  Lutz Lippke
4 Jahre zuvor

@ Lutz Lippke: Du hast meiner Ansicht nach von A – Z völlig recht in Deinem Kommentar, insbesondere leider gerade auch mit Deinem letzten Satz: „Leider fehlt es in weiten Teilen der Linken an grundsätzlichem Interesse für Fragen zu den Grundlagen einer funktionierender Rechtsordnung.“ Toll für mich, dies einmal auch von anderer Seite zu „hören“, denn ich (eigentlich völliger Laie in Sachen Rechtsordnung) habe mir über das, was Du in Deinem Kommentar geschrieben hast, schon vor recht vielen Jahren (ca. 20 J.) so meine Gedanken gemacht. Lies einmal meinen folgenden Text dazu, vielleicht gefällt er Dir ja:

Über Rechte und Vorrechte

Eine Philosophin namens Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach (1830 – 1916) hat sich zu ihrer Zeit auch schon (sehr weitreichende und damit auch sehr tiefgehende) Gedanken über die Rechtsordung gemacht und mit folgendem Satz eine für mich jedenfalls eigentlich ewig gültige Wahrheit ausgesprochen; sie sagte: DER GRÖSSTE FEIND DES RECHTS IST DAS VORRECHT.“- Wie wahrheitsgetreu sie damals schon sprach, und doch hat ihre Warnung bis heute nicht viel, ja schlimmer noch – nämlich eigentlich gar nichts genützt, denn:

Durch die Schaffung von immer ausgeklügelter abgefassten Rechte, durch ganze Bände und Bibliotheken mittlerweile unzähliger Gesetzestexte wurden – und werden bis heute noch immer – ganze Denklabyrinthe (!!!) errichtet. Einerseits dienen diese zwar tatsächlich dem Recht (und mitunter auch der Gerechtigkeit), andererseits jedoch werden dadurch oft gerade auch alle möglichen Zwangsvorstellungen, vor allem die der ohnehin schon besonders Privilegierten noch weiter und weiter … begünstigt. – Kein Wunder daher, daß solch‘ zwanghaftes Anhäufen bisher zwangsläufig auch immer wieder mehr und mehr haarsträubende Reaktionen, dann wieder Gegenreaktionen usw., Urteile und Vorurteile und schließlich gar eine völlige Verstrickung und – ganz am Ende inzwischen auch eine zunehmende Lähmung ganzer Lebensbahnen bewirkt. – Für die breite Öffentlichkeit aber (die ja eigentlich immer wieder – oft sogar in sehr hohem Maße von all dem betroffen ist!!!) ist dies – leider – kaum von Interesse; sie läßt sich im Fall von Rechtsstreitigkeiten lieber weiterhin von den entsprechenden Rechtsexperten beraten und vertreten und macht sich ansonsten über unser Rechtsystem „am Besten so gut“ – wie keine Gedanken!

Daß dieses Thema eigentlich aber – für uns alle – von höchster Brisanz ist, zeigt sich zum Beispiel darin, daß viele transnationalen Konzerne mittlerweile sogar federführend an der Schaffung vieler neuer Gesetze beteiligt sind; Gesetze und Gesetzesgrundlagen, die genau ihnen – immer mehr Vorrechte und Vorteile sichern, für die Mehrheit der (Welt)-Bürger aber – zumeist immer mehr Nachteile und zusätzlich aufgebürdete Kosten bedeuten!

Lutz Lippke
Lutz Lippke
Reply to  Imago
4 Jahre zuvor

Absolute Zustimmung!

nikita
nikita
Reply to  Jörg Hensel
4 Jahre zuvor

Interessierte Medien – oh da wäre ich vorsichtig, besonders wenn die Kräfte nachlassen, kenne ich auch.
Es gibt viele Medien die die ARMEN-Entmündigung und -Enteignung mittragen, leider.
Lieber Jörg ich halte die Daumen, ALLE. Es braucht einen guten ANWALT .
Hilfe von Dritten, ja, schön wäre es gewesen.
Der Erfahrungs-Austausch mit Geschädigten hat mir mehr gebracht, die Erkenntnisse über die Möglichkeiten der Verächtlichmachung waren erhellend und schützend!
Es ist wieder einmal ein Mörderischer Zeitgeist unterwegs, da ist persönliche SICHERHEIT die oberste Prämisse…weil die BRD dies nicht mehr bietet. Spitzel-Dienste haben Hoch-Konjunktur, der gesamte ÖD steht da im Dienst des Staates, nicht des Volkes.
Mit Vertrauens-Vorschüssen sollte man heute nicht mehr spekulieren, dabei kann man alles verlieren.
Aber wem sage ich das….weiste ja selbst.

Imago
Imago
Reply to  Jörg Hensel
4 Jahre zuvor

@ Jörg Hensel: Ich kann Dich in Deiner Lage sehr gut verstehen, aber Du hast derzeit leider das Pech, daß das was Dich nun so schwer getroffen hat, für die breite Öffentlichkeit (gewohnt, sich in Rechtsangelegenheiten einfach nur den dafür ausgebildeten Rechtsexperten anzuvertrauen und ansonsten nicht weiter darüber nachzudenken) kaum von Interesse ist. Du bist damit in etwa in der gleichen Lage wie Menschen, die von einer „seltenen Krankheit“ befallen sind, für die die Pharmakonzerne in der Regel keine Medikamente entwickeln, weil ihnen das – einfach nicht lukrativ genug erscheint; – die meisten Leute sind eben – (zumindest derzeit noch) blind dafür. Ich kann Dir daher nur raten, das was Dir widerfahren ist – nicht länger allzu sehr an Dich herankommen zu lassen und damit nicht nur allein auf dieses Thema fixiert – wieder mehr am „normalen“ Leben teilzunehmen! – Hier nun noch ein kurzer alter Aufsatz von mir zu unseren allgemein noch kaum richtig erkannten Rechtsproblemen, in dem Du Dich und Dein momentanes Schicksal vielleicht auch wiederfinden kannst:

Über Rechte und Vorrechte

Eine Philosophin namens Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach (1830 – 1916) hat sich zu ihrer Zeit auch schon (sehr weitreichende und damit auch sehr tiefgehende) Gedanken über die Rechtsordung gemacht und mit folgendem Satz eine für mich jedenfalls eigentlich ewig gültige Wahrheit ausgesprochen; sie sagte: DER GRÖSSTE FEIND DES RECHTS IST DAS VORRECHT.“- Wie wahrheitsgetreu sie damals schon sprach, und doch hat ihre Warnung bis heute nicht viel, ja schlimmer noch – nämlich eigentlich gar nichts genützt, denn:

Durch die Schaffung von immer ausgeklügelter abgefassten Rechten, durch ganze Bände und Bibliotheken mittlerweile unzähliger Gesetzestexte wurden – und werden bis heute noch immer – ganze Denklabyrinthe (!!!) errichtet. Einerseits dienen diese zwar tatsächlich dem Recht (und mitunter auch der Gerechtigkeit), andererseits jedoch werden dadurch oft gerade auch alle möglichen Zwangsvorstellungen, vor allem die der ohnehin schon besonders Privilegierten noch weiter und weiter … begünstigt. – Kein Wunder daher, daß solch‘ zwanghaftes Anhäufen bisher zwangsläufig auch immer wieder mehr und mehr haarsträubende Reaktionen, dann wieder Gegenreaktionen usw., Urteile und Vorurteile und schließlich gar eine völlige Verstrickung und – ganz am Ende inzwischen auch eine zunehmende Lähmung ganzer Lebensbahnen bewirkt. – Für die breite Öffentlichkeit aber (die ja eigentlich immer wieder – oft sogar in sehr hohem Maße von all dem betroffen ist!!!) ist dies – leider – kaum von Interesse, sie läßt sich im Fall von Rechtsstreitigkeiten lieber weiterhin von den entsprechenden Rechtsexperten beraten und vertreten und macht sich ansonsten über unsere Rechtsystem „am Besten so gut“ – wie keine Gedanken!

Daß dieses Thema eigentlich aber – für uns alle – von höchster Brisanz ist, zeigt sich zum Beispiel darin, daß viele transnationalen Konzerne mittlerweile sogar federführend an der Schaffung vieler neuer Gesetze beteiligt sind; Gesetze und Gesetzesgrundlagen, die genau ihnen – immer mehr Vorrechte und Vorteile sichern, für die Mehrheit der (Welt)-Bürger aber – zumeist immer mehr Nachteile und zusätzlich aufgebürdete Kosten bedeuten!

der-5-minuten-blog.de
4 Jahre zuvor

Ja, ich arbeite am Flughafen Frankfurt und kann das bestätigen.

Schichtarbeit macht krank!

In den letzten Jahren lag der Krankenstand bei über 10% (und er steigt auch langsam weiter an.) „Zum Glück“ hat unsere Firma ein Heilmittel gefunden. Sie findet Mittel und Wege Mitarbeiter, die häufig krank sind, zu kündigen. Ich nennen das die neue Nachhaltigkeit

Ales im Niedergang, man
Markus (https://der-5-minuten-blog.de)