Egomanentraining, Du Bildungsweltmeister!

Die jungen Leute taugen einfach nichts. Kaum aus der Schule, schon fallen sie durch bei den Ausbildern. Daher alle Jahre wieder: Bildungsgipfel, Bildungsoffensive, Bildungsweltmeisterschaft. Vielleicht wäre ein Erziehungsgipfel sinnvoller.

Er kam aus gutem Elternhause und direkt aus der Realschule an seinen Ausbildungsplatz in der Verwaltung. Konnte ausgezeichnet Englisch, verstand sich gut in Technik und wirkte überhaupt so gar nicht blöd. Dumm nur, dass irgendwas anderes mit ihm nicht stimmte. Am ersten Arbeitstag kam er gleich zweieinhalb Stunden zu spät. Ohne Angaben von Gründen. Man sagte ihm, dass er wenigstens anrufen müsse, wenn er zu spät komme, gab ihm die passenden Telefonnummern für den Fall. Am zweiten Tag trudelte er glatte zwei Stunden zu spät ein. Er musste seine Schwester noch am Flughafen verabschieden und überhaupt, er habe bislang Ferien gehabt und sei noch nicht im Takt. Beim Kundenkontakt duzte er alle, die ihm vor die Nase kamen, er war da völlig distanzlos. Als man ihm den Umgang erklärte, fiel er aus allen Wolken, als habe er noch nie was von Siezen gehört. Obwohl er eigentlich ein heller Kopf war, bekam er es einfach nicht auf die Reihe, gewisse Umgangsformen zu wahren. Seinen Kapuzenpulli tief in die Stirn gezogen und mehr Zeit beim Rauchen verbringend als am Arbeitsplatz ließ er die Zeit verstreichen. Zu spät kam er weiterhin. Als er mal nur 40 Minuten zu spät war, verkündete er stolz, er sei heute fast pünktlich gewesen. Das meinte er ernst.

Das Gejammer über junge Leute, ich weiß schon, das ist ein alter Sport. Es sollen schon Höhlenzeichnungen entdeckt worden sein, die man mit »Die Jugend ist schlecht« übersetzen konnte. Die Griechen und Römer beklagten sich genauso über die Grünschnäbel. Mancher römische Soldat, der an der Seite Cäsars Gallien überfallen hatte, konnte dem Jungspund Octavianus, den späteren Kaiser Augustus, von seiner Art her so gar nichts abgewinnen. Er wirkte ja auch so wie ein verweichlichtes Mädchen im Gegensatz zu dessen Onkel. Das Imperium gehe vor die Hunde, weil es an aufrechten Generationen mangele, weil die Jugend alles verspielt. Und was haben erst die Generationen nach dem großen Alexander erdulden müssen, weil sie ihrem Ahnherrn nicht zur Ehre gereichten – ja, und was hat Alexander selbst ertragen müssen, was hat man ihm denn alles unterstellt, diesem Jüngling, der angeblich so viel weicher und philosophischer und unmännlicher, daher so viel schlechter und würdeloser war, als sein alter Herr, als das hartgesottene Einauge Philipp?

Eigentlich ist unsere heutige Kritik, wenn man es dann genauer nimmt, gar keine Kritik an den Jungen. Man kritisiert die Alten. Die Jungen gucken es sich ja wo ab. Wenn sie dann mal wieder, so wie Christian Lindner, Messias der Ichlingspartei, im Wahlkampf zur Bildungsweltmeisterschaft aufrufen, also zum neuerlichen Anlauf, die Bildung in Deutschland zu verbessern, dann kann man da nur lachen. Nicht, dass Bildung in diesem Lande ohnehin schon außerordentlich gut wäre, man hat das Bildungsniveau ja kontinuierlich nach unten angepasst. Aber was hilft es denn bitte, wenn dann junge Leute an den Start gehen, die sich in einer Kindheit sonnten, in der der Individualismus zu einer elterlichen Religion für ihren Spross erklärt wurde und wo der Mittelpunkt der Welt jeder Plärrer des Hosenscheißers war? Wie kann denn Bildung das von den Ellenbogenerwachsenen abgekupferte Arschlochverhalten und die soziale Respektlosigkeit abfedern?

Was wir brauchen ist ein Egomanentraining, eine Resozialisierung im Umgang. Bildungsweltmeisterschaft, wie sie Herr Lindner forderte, ist natürlich etwas, womit man das Bildungsbürgertum locken kann. Hört sich gut an. Aber zur Bildung gehört ganz sicher mehr als das, was man an Schulstoff eingetrichtert bekommt. Zur Bildung gehört Umgang, Grundkonventionen, Respekt vor den anderen. Man duzt halt nicht gleich jeden Unbekannten. Man siezt den Typen in Krawatte und den Kerl im nikotingefärbten Hemd ebenso. Das gehört zur Bildung. Und wenn einer wie Herr Lindner meint, man müsse was an der Bildung drehen, wegen Wettbewerbsfähigkeit und so, dann kann er sich gleich mal an der eigenen Nase packen und sein Benehmen überprüfen, sein Platzhirschgehabe im Talk. Von Leuten wie ihn, kopiert man sich mieses Auftreten. Sein ungebildetes Benehmen, so wie es sich in seiner Partei freilich qua Sendungsbewusstsein gehört, ist eine Bildungsbremse.

Und was ist mit dem Azubi geschehen? Nach einigen Wochen wurde er gegangen. Schade um den jungen Mann, aber nachvollziehbar in der Konsequenz. Wie will man einen Arbeitsalltag mit jemanden gestalten, der elementare Grundprozesse des alltäglichen Lebens nicht gebacken bekommt und an dem der »Unterm-Strich-zähl-ich«-Individualismus, den man uns über Jahre gelehrt hat, zäh anhaftet? Wie gesagt, schade um den jungen Mann. Bildung brauchte er keine. Nicht in dem Sinne, wie sie die Bildungsexperten in diesem Lande begreifen. Vorbilder braucht er. In seinem Umfeld genauso wie im Fernsehen. Aber überall laufen halbsoziopathische Gemüter herum, zeigt man den Leuten, dass man sich selbst der Nächste ist und dann zappt man in die Glotze und Lindner turnt unanständig in Runden umher und wirkt dabei wie eine nur etwas besser gekleidete Version eines RTL-Nachmittagsprogramm-Brüllasis.

Die Jungen sind nicht das Problem – sie haben ein Problem: Die Alten, die ihnen etwas gänzlich Unbrauchbares vorleben.

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Roberto J. De Lapuente

Roberto J. De Lapuente ist irgendwo Arbeitnehmer und zudem freier Publizist. Er betrieb von 2008 bis 2016 den Blog ad sinistram. Seinen ND-Blog Der Heppenheimer Hiob gab es von Mitte 2013 bis Ende 2020. Sein Buch »Rechts gewinnt, weil links versagt« erschien im Februar 2017 im Westend Verlag. In den Jahren zuvor verwirklichte er zwei kleinere Buchprojekte (»Unzugehörig« und »Auf die faule Haut«) beim Renneritz Verlag.

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83 Gedanken zu „Egomanentraining, Du Bildungsweltmeister!

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  • 20. Oktober 2017 um 13:26
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    Stimmt so haargenau (insbesondere der letzte Satz), daß man hier eigentlich gar nicht mehr hinzufügen muß.

    Antwort
    • 20. Oktober 2017 um 13:45
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      Außer ein kleines s bei meinem Kommentar oben („gar nichts mehr hinzufügen …“)

      Antwort
    • 20. Oktober 2017 um 19:02
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      Ich meinte, der Artikel oben (und insbesondere der letzte Satz) stimmt so haargenau, daß man hier eigemtlich gar nichts mehr hinzufügen muß (außer vielleicht noch, daß auch ein Großteil des sogenannten Lehrbetriebs [Schuel, Unis etc.] nicht etwa Bildung, sondern vielmehr immer mehr Mißbildungen hervorruft). – Ja mehr noch, wir leben nun inzwischen in einem durch und durch maroden Gesellschafts- und Wirtschaftssystem in dem Reformen (Flickschusterei) längst nicht mehr greifen, was wir nun brauchen, ist eine zahlenmäßig deutlich zunehmende Einsicht in die Notwendigkeit eines echten Neustarts.

      Ich persönlich bewege mich daher nicht nur im geschützen Raum Gleichgesinnter, sondern schreibe auch beim Mainstream (derzeit auf Zeit.de) immer wieder meine Kommentare, denn ich will die Deutungshoheit dort nicht länger allein den „etablierten“ Schreibern überlassen (und bekomme dort übrigens immer wieder die Zustimmung zumindest einiger Leser!). – Wie wäre es denn, wenn auch – zumindest einige von Euch – diese Echokammer hier zeitweise auch einmal verlassen würden, um in ähnlicher Weise andernorts zu handeln? Oder wißt Ihr einen anderen, besseren Weg, um endlich einmal auch mehr Zulauf für unser gutes Anliegen zu generieren?

      Antwort
      • 20. Oktober 2017 um 19:25
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        Ich persönlich bewege mich daher nicht nur im geschützen Raum Gleichgesinnter, sondern schreibe auch beim Mainstream (derzeit auf Zeit.de) immer wieder meine Kommentare, denn ich will die Deutungshoheit dort nicht länger allein den „etablierten“ Schreibern überlassen

        An sich ein nobler Gedanke. Ich halte deine Absicht, aus dem Kommentarbereich gegen die
        organisierte Meinungshetze und Manipulation der Verlage anschreiben zu wollen, jedoch für
        reichlich naiv.

        Ich sehe gerade einen Artikel bei SPON „Wie Sahra Wagenknecht die Linke nach rechts schiebt“
        und frage mich, was ich im Kommentarbereich dieses Schmierblattet zu suchen hätte.

        http://www.spiegel.de/spiegel/sahra-wagenknecht-fordert-dass-die-linke-ihre-fluechtlingspolitik-aendert-a-1173934.html

        Warum soll man seine Arbeitskraft solch einem Verlag kostenlos zur Verfügung stellen ?

        Antwort
        • 21. Oktober 2017 um 1:49
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          „Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen.“

          Heißt es so schön. Das ist das Problem, denn die Medien verbreiten ihren bösartigen Mist. Darunter schreiben viele bösartige Leute, teils Verblendet, oft bezahlt dafür, noch mehr bösartigen Mist – und so gut wie niemand hält dagegen. Schon allein dadurch gewinnen die. Schlimmer ist nur noch, wenn die Leute, die es besser wissen müssten, dann auch noch mit diesem Shitstrom schwimmen.

          Wäre nebenbei so mit das entscheidenste, was man als junger Mensch lernen muss: Medienkompetenz. Aber das wird garantiert nicht beigebracht, eher hilft ein Drogendealer seinem Kunden, clean zu werden.

          Antwort
          • 21. Oktober 2017 um 7:13
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            Allgemeine Sozialkompetenz wird wieder wichtiger als Medienkompetenz.
            Die kleinen Gesten und Geschichten offline, werden wieder wichtiger weil sie ehrlich und verbindlich sind. Kein elitärer Zirkel würde öffentlich seine Pfründe verteidigen,
            nur der Pöbel macht sich berechen- und steuerbar weil er jede seiner Regungen für mitteilenswert hält. Wirklich Wichtiges geschieht unter vier Augen im stillen Kämmerlein. Seilschaften draußen und in echt müssen das Grundproblem
            von Vereinzelung und Entsolidarisierung durchbrechen für das nunmehr das Internet steht. Medienkompetenz bedeutet etwas gelernt zu haben, z.B. das der Arabische Frühling nicht dank Facebook über Deutschland hereinbrechen wird. Puh, nochmal Glück gehabt ! Das Internet hat die Menschen mehr voneinader entfremdet als verbunden. Solidarität findet draußen statt. Dieser ganze OnlineAktivismus ist ein Knochen der den Kötern zur Ablenkung auf die Straße geworfen wurde. Den Bösen muss man auf die Fresse hauen. Im Internet funktioniert das nicht.

          • 21. Oktober 2017 um 13:51
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            Du hast mit Vielem oben wirklich Recht; kleiner Widerspruch aber doch, vor allem zum letzten Satz oben; – ich korrigiere: Im Internet funktioniert das leider nur – viel zu selten, aber manchmal immerhin – doch schon ganz gut!. (Außerdem würde ich auch sagen: Solidarität findet – in erster Linie und – auch im besten Fall – immer noch draußen vor Ort, von Angesicht zu Angesicht statt.

          • 21. Oktober 2017 um 18:08
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            Ja, per se bietet das Internet Möglichkeiten, die es früher praktisch nicht gab.

            Umgekehrt natürlich ist es wieder schon so dermaßen groß, dass man da leicht die – wie ja bereits erwähnt wenigen – Fälle ziemlich gut in einem clusterfuck aus Nonsense und eben auch weiterer Propaganda untergeht.

            Mit der AfD (und allem drumherum) und deren wirklich enormer Internetpräsenz hat das System da bereits seine Waffen zum erfolgreichen Einsatz gebracht.

            Das mit von Angesicht zu Angesicht ist nebenbei zwar schon qualitativ besser, leider aber eben auch arg in seiner Reichweite begrentzt. Und auch hier hat man ja ja schon lange entsprechend viele andere Events.

            Das ist ohnehin ein weiteres, großes Problem. Viele Menschen denken und leben nur noch in Events. Und so stark diese auch strahlen und viele begeistern, sind sie fix wieder vorbei und vergessen. Damit wird aus einer potenziellen Bewegung, die etwas ändern könnte ein Strohfeuer, das einfach verpufft.

            Prof. Mausfeld hat leider mit so ziemlich allem recht. Die Eliten kennen all die Tricks von denen viele nicht im Ansatz auch nur die geringste Ahnung haben und wenden diese skrupellos an und da die Leute sich dessen nicht einmal bewusst sind, sind sie dem dann natürlich völlig hilflos ausgeliefert.

            Aber was tun? Wohl gar nichts. Die Masse begreift es einfach nicht, bekommt es oft genug nicht einmal mit und selbst bei denen, die anfangen zu zweifeln oder es längst besser wissen müssten, selbst die lassen sich immer wieder mitreißen.

            In der letzten Anstalt kam diese Zitat von Kästner, dass man den Schnellball zertreten muss, wenn er ins Rollen kommt, denn die Lawine kann man nicht mehr aufhalten. Unsere Lawine ist anders als die in den in Weimar und was folgte, aber sie rollte dennoch schon lange.

            Man hätte sie in den 50er Jahren aufhalten müssen und fürchte, man kann ihr jetzt nur noch zusehen.

          • 21. Oktober 2017 um 18:27
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            Never give up, hey! – Natürlich sieht es derzeit nicht gerade gut aus, aber – immer wieder wenn ich draußen – auch unter fremden Leuten bin (!), sehe ich – und zwar oft (!) – tolles Potential – selbst bei den sogenannten „einfachen Leuten im Volke“. Man muß sie nur richtig „kitzeln (ich habe da allerdings wohl auch ein ziemlich ausgeprägtes Talent dafür an alle möglichen Menschen gut ran zu kommen). – Natürlich wissen die meisten Leute über viele Details nur wenig und über die vielfachen Zusammenhänge oft auch kaum etwas, aber das was ich da IMMER WIEDER zu hören bekomme ist dennoch oft sehr beachtlich und – muß eigentlich nur noch immer weiter und auch immer wieder gefördert* werden! – „Rom“ ist noch lange nicht verloren, glaub‘ mir!!!

            * gefördert nicht nicht durch großartige Ideologiekampagnen, sondern indem man auf dem derzeitigen Wissensstand der Menschen aufbaut und dann immer wieder Schritt für Schritt Neues einfließen läßt (und sich dabei auch immer wieder vergewissert, ob und wie das bisher Gesagte ankam. Ich mache immer wieder sehr gute Erfahrungen mit dieser Vorgehensweise!

          • 21. Oktober 2017 um 18:09
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            Das war kein gegeneinander abwägen.

            Sozialkompetenz ist ein anderes Feld und natürlich enorm wichtig, sie hilft einen nur nicht so wahnsinnig mit den Tricks der Medien usw klar zukommen.

          • 21. Oktober 2017 um 20:12
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            Das ist richtig. Es sind zwei unterschiedliche Felder mit Schnittmengen.
            Wobei sich fehlende Medienkompetenz negativer auf die Sozialkompetenz
            auswirkt als umgekehrt. Die „Tricks der Medien“ umgeht man indem man Medien umgeht. Zu Vermeidungsstrategien bedarf es keiner Medienkompetenz; bloß die Welt ist vernagelt. Es gibt kaum Freiräume wo Medien, News, Unterhaltung, Bedürfnisweckung zu umgehen sind. Die Werbeindustrie hat nicht vergessen uns jedem ein Smartphone in die Hosentasche zu stecken.
            Es ist ein Zuviel, dem mit Kompetenz allein nicht begegnet werden kann. Mal abgesehen davon, frisst Werbung Ressourcen die erwirtschaftet werden müssen um verbrannt zu werden.
            Die Überflutung müssen wir also auch irgendwie eindämmen bevor es gilt kompetent zu werden.

          • 21. Oktober 2017 um 16:33
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            Ich stimme dem oben grundsätzlich zu, glaube aber nicht, daß unter den Bockmistschreibern besonders viele bösartige Leute stecken, sondern eher solche, die entweder nicht richtig kapieren worum es wirklich geht oder aber Leute, die sich vollkommen abhängig von ihren Brotgebern gemacht haben (Möglichkeit 3 – eine Kombination aus den beiden vorigen Varianten).

          • 8. November 2017 um 13:06
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            Da brauchst du keine Medienkompetenz.
            Im Deutschunterricht zu lernen, was gute Darstellungen und Beschreibungen sind, was Sachlichkeit und Neutralität sind, was eine komplette Darstellung ohne Auslassung von Fakten ist, das reicht schon, um SpiegelOnline und Co entlarven zu können.

            „Kompetenz“ in den Bildungswissenschaften schließt in der Regel Prozesse aus, die auf Charakter- oder Persönlichkeitsbildung zielen. Der Begriff kommt ursprünglich aus der Erwachsenenbildung und wurde im Zuge von Pisa-Schock und ähnlichen Miseren in die Bildungswissenschaften importiert. Nach Weinert (Weinrich?) sind Kompetenzen die sozialen, motivationalen und fachlichen Fähigkeiten und Befähigungen in einem Fachgebiet und die sollen in der Schule entstehen / erzeugt werden. Dumm nur, dass niemand bisher „motivationale Fähigkeiten und Befähigungen“ definiert hat – geschweige denn, wie sie in Bildungsprozessen erzeugt werden könnten. Soziale Kompetenzen können nicht „erzeugt“ oder „gelehrt“ werden, sondern nur vorgelebt, und wo das nicht stattfindet, da entstehen sie eben nicht.

            Kompetenz in der Bildung kann man sich an folgendem Beispiel klarmachen:
            Man nehme als Beispiel einen US-Amerikaner, der „kompetent“ in der US-Verfassung ist und überlege, was dies bedeutet! Dieser US-Amerikaner versteht die US-Verfassung, er kann sie erklären, auch durchaus auf einige Fälle anwenden und ihre Herkunft und Entwicklung erleutern. Er kennt die Bedeutung der US-Verfassung für die USA. Aber eines fehlt bei einem Kompetenz-Ansatz in den Bildungswissenschaften: Dem US-Amerikaner wäre es nämlich vollkommen egal, ob die Verfassung beibehalten oder abgeschafft würde, denn alles, was er über die Kompetenz-Schiene über die US-Verfassung gelernt hat, hat sein Inneres, also seine Persönlichkeit oder seinen Charakter nicht beeinflusst. Er hat eben keine eigene Meinung zur US-Verfassung, er kann sie nur erklären.

            Und das ist es, was der Kompetenz-Begriff in den Bildungswissenschaften anrichtet.

        • 21. Oktober 2017 um 7:37
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          Beim Mainstream zu kommentieren ist wichtig. Auch ich habe Kommentare für die gute Sache geschrieben, bis die Kommentarfunktion z.B. der SZ geschlossen wurde. Bei Zeit.de werde ich zu oft zensiert. Dort muß ich noch an meinem Stil arbeiten. 🙂
          SPON ist m.E. die Mühe nicht wert.

          Antwort
      • 20. Oktober 2017 um 20:00
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        Danke für das Lob. Denk mal wieder dran, wenn ich einen deutlich schlechteren Text veröffentliche. Kommt ja auch vor. Wenn man viel schreibt, schreibt man auch viel Mist.
        Hoax hat wahrscheinlich recht. Bei SPON zu posten ist nobel, aber wahrscheinlich wenig wirkungsvoll. Dennoch finde ich, solltest du das tun. Gibt ja immer mal zwischendrin Kommentare, die einem klarmachen, dass da draußen noch nicht alle den Verstand völlig verloren haben. Man erreicht mit Kommentaren im Mainstream manchmal Gleichgesinnte, wenn man schon keinen „umdrehen“ kann. Und auch das ist was wert, also sich gegenseitig Mut machen und so.

        Antwort
        • 20. Oktober 2017 um 22:12
          Permalink

          An Roberto … und Hoax zu Euren Kommentaren oben: Auch wenn man die Massen derzeit gewiß kaum mit kritischen Gedanken erreichen kann, sondern nur wenige/sehr wenige, und wenn (wie Du Roberto sagst) man zusätzlich dazu noch anderen Gleichgesinnten zumindest zeigen kann, daß sie nicht allein sind, ist das immer wieder schon ein Gewinn und das ist meines Erachten daher auch schon – sehr wichtig! – Und – ich denke auch, daß die Sache von einem Einzelnen betrieben natürlich kaum Wirkung erzeugen kann, wenn aber Viele das tun, so sehe ich auf längere Sicht doch recht gute Chancen für eine Gesinnungs- bzw. Meinungswandel, da eben sogar recht viele Menschen heute eigentlich durchaus (immer wieder) einem kritischeren Denken zuneigen, dabei aber anfangs keinen (allzu) festen, ja oft sogar regelrecht wackligen Standpunkt haben. – Man gewinnt dann freilich wohl erst einmal oft noch recht unsichere „Kantonisten“ die noch für einige Zeit nur „im Windschatten Anderer segeln können“ , aber – im Laufe der Zeit – kann sich ja auch bei diesen – mehr und mehr Selbstsicherheit und Urteils- und auch Durchhaltekraft entwickeln.

          Ich persönlich möchte jedenfalls nichts unversucht lassen (gerade auch solche Möglichkeiten nicht), denn die Lage der Menschheit insgesamt stinkt (wir wissen das ja längst ) immer mehr „zum Himmel“ und sich nur im Kreise Gleichgesinnter auszutauschen, wird da allein – wohl kaum hilfreich sein; man kann dann eigentlich gleich die Hände – nur noch in den Schoß legen. Ich meine, wir müssen unbedingt Wege finden, viel mehr Mitmenschen zu überzeugen. – Ich bin in dieser Sache aber auch für andere, bessere Ideen aufgeschlossen! (Ach ja, ich spreche genauso auch immer wieder alle möglichen Menschen in meinem unmittelbaren persönlichen Umfeld an, sobald ich eine dafür günstige Gelegenheit sehe und ich erlebe da – gar nicht so selten – auch bei vermeintlichen Spießbürgern – erstaunlich positive Ansätze!!!)

          P.S.: An Hoax: Ich glaube ganz und gar nicht, daß ich „meine Arbeitskraft“ mit meiner Methode „einem Verlag zur Verfügung stelle“, sondern ich diene damit der Allgemeinheit für einen guten Zweck (und daß man dafür mitunter von manchen Zeitgenossen auch noch „in den Hintern getreten wird“, ist mir übrigens auch klar; ist für mich aber eigentlich überhaupt nicht mein, sondern in Wirklichkeit vielmehr – deren Problem.)

          P.S.(2): (Ich hoffe, mein Duzen oben bereitet Euch keine Probleme, ich tu‘ das, weil ich‘ s einfach viel einfacher finde, kann aber wenn gewünscht natürlich auch per Sie weitermachen.)

          Antwort
          • 20. Oktober 2017 um 22:58
            Permalink

            P.S.: An Hoax: Ich glaube ganz und gar nicht, daß ich „meine Arbeitskraft“ mit meiner Methode „einem Verlag zur Verfügung stelle“, sondern ich diene damit der Allgemeinheit für einen guten Zweck (und daß man dafür mitunter von manchen Zeitgenossen auch noch „in den Hintern getreten wird“, ist mir übrigens auch klar; ist für mich aber eigentlich überhaupt nicht mein, sondern in Wirklichkeit vielmehr – deren Problem.)

            Es ist so, dass sich im Kapitalismus jeder Scheiß verkaufen lässt, sogar die Kapitalismuskritik selbst lässt sich verhökern. Dies machen Verlage mit Hilfe des Feigenblattes „Kommentarspalte“. Die Kommentarspalte bringt Leser zurück die auf nimmer Wiedersehen weg wären, hätten sie nur den Text gelesen. Die Neugier treibt den Kommentator zurück, bzw. eine Nachricht das auf einen Kommentar geantwortet wurde. Traffic und Klickraten erhöhen den Werbewert eines Onlineauftrittes, Content jeder Art erhöht die Relevanz bei Suchdiensten und damit wiederum den Werbewert.
            Echte, schmerzhafte Kritik und Zurechtweisung zum Artikel werden in Kommentarbereichen gelöscht, bzw. nicht freigeschaltet. Moderatoren werden geschult um sich nicht der Zensur verdächtig zu machen.
            Als Kommentator ist man unbezahlter Mitarbeiter von Spiegel-, Zeit-Online oder TAZ.
            Die „Allgemeinheit“ erreicht man ohnehin in Kommentarspalten nicht.
            Der Haupteil der Onlineartikel wird zur Redaktionszeit rausgehauen, eben dann wenn die „Allgemeinheit“ irgendwo durch Lohn-, und Fronarbeit ihr Existenzgeld zusammenkratzen muss. Die Kommentare sind zudem hochflüchtig, Seite 2-15 folgen Schlag auf Schlag bis die Lust zum Blättern vergeht. Wer soll das alles lesen ? Die „Allgemeinheit“ lässt sich überwiegend durch die Glotze bespielen oder
            holt sich die Rückversicherung zum eigenen Standpunkt bei Facebook. Die „Allgemeinheit“ besitzt kein Erkenntnisinteresse wie es viele gern hätten. Die „Allgemeinheit“ lässt sich aus Bequemlichkeit verarschen und bestätigt die Verarsche bei der nächsten Wahl.
            Kommentare in Kommentarspalten sind überflüssig wie Online-Petitionen.
            Ich bin auch nur hier um mir die Restbestände pseudolinker Verschrobenheit und Unbeholfenheit anzuschauen.

          • 20. Oktober 2017 um 23:46
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            kannst du deinem voyeurismus nicht irgendwo anders huldigen?

          • 20. Oktober 2017 um 23:49
            Permalink

            Du hast mit allem oben Gesagten zweifellos Recht, aber Du hast Dich durch den ganzen Mist dieser Leute über die Frustrationsschwelle hinaus offenbar in die Kapitulation, in die Ohnmacht und in den Zynismus treiben lassen, ist Dir das klar? – Aber genügt es Dir inzwischen wirklich, nur ein wehrloser Gefangener zu sein? Ich kann mir das eigentlich nicht vorstellen; im Gegenteil – Du klingst zornig, Du hast also immer noch – Kraft!

            (Sorry, meine Zeilen hier sind ganz gewiß nicht böse gemeint, aber – denk‘ mal darüber nach.)

          • 21. Oktober 2017 um 1:09
            Permalink

            Achwo der liest sein Geschwätz nur gern. Auf sachliche Einwände einzugehen ist ihm zu viel, da wechselt er das Thema, sobald er merkt, dass jemand davon etwas versteht.

            Das Kommentieren, gerade in den bürgerlichen Medien, auch der Märchenschau (meta.tagesschau.de) ist eine Sysiphusarbeit, die häufig mit Nichtveröffentlichung „belohnt“ wird. Ich weiss nicht, ob es sinnvoll ist, will es aber auch niemandem ausreden. Ich freue mich immer über durchdachte Kommentare, die in hochzensierten Kommentarbereichen durchgerutscht sind.

          • 21. Oktober 2017 um 12:47
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            Kommentieren

            Das Kommentieren, gerade in den bürgerlichen Medien, auch der Märchenschau (meta.tagesschau.de) ist eine Sysiphusarbeit, die häufig mit Nichtveröffentlichung „belohnt“ wird. Ich weiss nicht, ob es sinnvoll ist, will es aber auch niemandem ausreden.

            Und ob das sinnvoll ist! Manche Kommtare sind derart gut und informativ, daß sie fast ein Gegengewicht zu unseren Verblödungsmedien darstellen. Das ist ja der Grund, daß einige Blätter ihre Kommentarfunktion abgestellt haben. SPON macht das gezielt bei heiklen Themen, meistens, wenn der Artikel besonders verlogen und auf Mainstream gebürstet ist.

            Genau wie man lieber die Nachdenkseiten oder bestimmte Blogs liest, lese ich besonders erbärmliche Artikeln von bestimmten Schreibern gar nicht zu Ende, sondern gehe gleich auf die Kommentare.

            Also unbedingt weiter schreiben!

          • 21. Oktober 2017 um 6:12
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            Du hast Dich durch den ganzen Mist dieser Leute über die Frustrationsschwelle hinaus offenbar in die Kapitulation, in die Ohnmacht und in den Zynismus treiben lassen

            Nein, ich bin bloß kein Kommentarspaltenaktivist bei Zeit-Online.

            Aber genügt es Dir inzwischen wirklich, nur ein wehrloser Gefangener zu sein?

            Nein, mich gibt es auch wehrhaft und offline

            Ich kann mir das eigentlich nicht vorstellen; im Gegenteil – Du klingst zornig, Du hast also immer noch – Kraft!

            Wieso „noch“ ? Wann versiegen meine Reserven ?

            Sorry, meine Zeilen hier sind ganz gewiß nicht böse gemeint, aber – denk‘ mal darüber nach.

            Mal angenommen ich hätte vor deinen Hinweisen nicht schon über
            einiges nachgedacht. Was wäre die Konsequenz ?
            Mich bei Zeit-Online anmelden und zornig meine wertvolle Lebenszeit
            totschlagen ? Ich müsste dort Artikel lesen und würde manipuliert. Lohnt das wirklich ? Ich mache das hier schon kaum.

          • 21. Oktober 2017 um 11:58
            Permalink

            Zu Deinem Punkt 1 oben: Dein gutes Recht so zu entscheiden, und – schön zu „hören“, daß Du (eben auf Deine Weise) nicht kapitulierst.

            Zu Punkt 2: Daß Du auch wehrhaft bist , daran ist gewiß nicht zu zweifeln, wenn ich Dich hier so selbstbestimmt argumentieren „höre“! (In Allem hier steckt übrigens kein bisschen Ironie drin, ich meine das Alles wirklich so).

            Zu Punkt 3: So wie Du „klingst“, hast Du offenbar sogar noch – allerhand Reserven!!!

            Zu Punkt 4: Du hast auf Deine ganz persönliche Weise natürlich unbestreitbar auch (Dein) Recht (ich kann mir aber – so wie Du hier auftrittst – ehrlich gesagt kaum vorstellen, daß Du in solcher Umgebung (leicht) manipulierbar wärst, sondern traue Dir vielmehr sogar eine ungewöhnlich hohe Widerstandskraft gegen Solches zu!)

            Alles in Allem: Du hast – Deine Grenzen offenbar wirklich ganz bewußt gezogen und daher – auch meinen besonderen Respekt! – So well … and right on …

          • 21. Oktober 2017 um 13:35
            Permalink

            Es ist dir wichtig in Kommentarspalten den Schaden zu begrenzen
            den Autoren darüber angerichtet haben. Warum auch nicht.
            Warum aber, schreibst du nicht selbst Artikel für ZON ?
            Kannst es doch vorerst mal über die Gastfunktion probieren.

          • 21. Oktober 2017 um 16:38
            Permalink

            Spaßvogel, oder meinst Du wirklich, daß ich dort Chancen habe reinzukommen? (Mußt mich nicht für dumm verkaufen, das gelingt Dir nämlich nicht!

          • 21. Oktober 2017 um 1:51
            Permalink

            Richtig und letztlich, wenn man es immer wieder macht, eine lange Zeit, bleibt auch genauso davon immer wieder auch etwas hängen, bringt Leute zum nach- und umdenken.

            Ob das reicht? Ich weiß es nicht. Wahrscheinlich nicht. Aber wenn ich sterbe und es nichts gebracht hat, weiß ich wenigstens, dass ich es versucht habe.

          • 21. Oktober 2017 um 7:46
            Permalink

            So schnell stirbst du nicht…..

            In welche Richtung sollen die Leute nach- und umdenken ? Was ist die Alternative zum bestehenden System ?
            Derzeit kriechen allerhand Mangager, Ökonomen und Wirtschaftsgrößen aus ihren Löchern um reumütige Interviews zu geben. Die Globalisierung sei scheiße gelaufen, unfair und nicht gewaltneutral ist neuerdings zu hören.
            Aha ?! Europa sei auch dahin und Deutschlands Exportlastigkeit brandgefährlich. Hört ! Hört !

            Über welches alternative Wirtschaftsmodell sollen die Leute in den Kommentarspalten nachdenken ? Zu was sollen sie bekehrt werden ?
            Sowas möchten die wissen !

            Niemand weiß das ! Deshalb lassen alle die PanzerIn aus der Uckermark
            im Standgas einfach weiterfahren. Bis alles platt ist.

          • 21. Oktober 2017 um 9:45
            Permalink

            „Panzlerin in der Uckermark“, schau‘ an – da hast Du mir neben Deinem so betonten Frustabladen doch auch ein tolles neues Stichwort geliefert, mit dem ich in Zukunft auch noch arbeiten kann: ein ganz ehrlich gemeintes Dankeschön an Dich für diesen wertvollen kleinen Beitrag!

          • 21. Oktober 2017 um 11:25
            Permalink

            (Du hast mit Deinem – wie ich oben sagte – „betonten Frustabladen“ inhaltlich in allen oben gesagten Kritikpunkten Recht, und auch Deine Argumente für Deine Entscheidung sind durchaus einleuchtend; ich respektiere daher – allein schon deswegen – Deine Meinung (etwas Anderes steht mir ja eigentlich – auch gar nicht zu). – Trotzdem schade, daß Du so abgeneigt bist, Du wärst eigentlich wohl ein guter, weil offenbar auch mit einer ganzen Menge an Sachkenntnis ausgestatteter Mitstreiter. – Aber geh‘ nur – Deinen Weg, Du hast ganz gewiß unbestreitbar – das Recht dazu – auf Deiner Seite!)

          • 21. Oktober 2017 um 11:54
            Permalink

            Trotzdem schade, daß Du so abgeneigt bist, Du wärst eigentlich wohl ein guter, weil offenbar auch mit einer ganzen Menge an Sachkenntnis ausgestatteter Mitstreiter. – Aber geh‘ nur – Deinen Weg,

            Danke für Lob und Freizügigkeit, das hört man gern.

            Ändere deine Bewegungsrichtung. Lass die Leute zu dir kommen,
            fülle Säale, scheiß sie zusammen und lass sie dafür bezahlen.
            Dann bist du nicht mehr tauschbar und wirst gehört.

            https://www.youtube.com/watch?v=RkNddCXSLvM

          • 21. Oktober 2017 um 16:43
            Permalink

            Du sagst mit hier nichts Neues; ich weiß das längst, aber mit Bezahlung habe ich in diesen wichtigen Angelegenheiten nun ganz und gar nichts im Sinn, mein lieber Zyniker! (Ich dachte eigentlich, Du könntest mich nun schon – etwas besser einschätzen.)

          • 21. Oktober 2017 um 18:13
            Permalink

            Das war nicht in dem Sinne gemeint, dass ich daran sterbe, sondern wenn ich halt – recht zwangsläufig – irgendwann sterben werde, will ich nicht zurücksehen und mir sagen: vll hätte ich etwas tun können, zumindest innerhalb meiner Möglichkeiten, bin aber lieber mit dem Strom geschwommen.

            Denn letztlich, was man am meisten von Leuten hört ist ja: Die Welt ist halt so, ich kann eh nichts daran ändern.

            Ja. So sicherlich nicht.

            Letztlich ist das, was der Einzelne beitragen müsste ja fast schon eine Banalität. Leider müssten es halt sehr, sehr viele tun. Eine Heldentat wie in irgend einem Videospiel oder Blockbuster wäre da wohl weit einfacher. Im Alleingang die Welt retten zu können. Leider braucht es zur Rettung viele. Zerstören? Da reicht quasi eine Hand voll.

          • 21. Oktober 2017 um 12:52
            Permalink

            Richtig und letztlich, wenn man es immer wieder macht, eine lange Zeit, bleibt auch genauso davon immer wieder auch etwas hängen, bringt Leute zum nach- und umdenken.

            Volle Zustimmung.

      • 22. Oktober 2017 um 16:08
        Permalink

        Ja, da hast Du recht.
        Ich kommentiere auf ZON, SPON, FAZ, TP, frührt auch bei WELT und SZ.
        Welt und SZ ist inzwischen sinnlos, FAZ und SPON ca. 50% veröffentlicht, ZON OK, TP fast 100%.
        Auf ZON und TP gibt es auch zum Teil gute Antworten und es können sich sogar Diskussionen entwickeln da sehr zeitnah veröffentlicht wird, bei TP bekommt man sogar per E-Mail eine Rückmeldung wenn jemand den eigenen Beitrag kommentiert.

        MfG: M.B.

        Antwort
      • 8. November 2017 um 12:57
        Permalink

        Warum nicht? Weil eigene Beiträge, die den Artikeln oder der Meinung des jeweiligen Online-Mediums widersprechen, gelöscht werden mit Verweis auf „Hausrecht“, obwohl man bei einer öffentlich zugänglichen Kommentarfunktion rechtlich wohl eher von „öffentlichem Platz“ sprechen sollte.

        Antwort
  • 20. Oktober 2017 um 14:32
    Permalink

    Eine weitere Problemgruppe sind frische Bachelor-Absolventen. Sollen mit 22 Jahren an den Arbeitsplatz und haben bis dahin aber ausschließlich verschulte Strukturen kennengelernt und am besten auch noch bei Mutti gewohnt. Selbstständiges Denken und Erarbeiten/Einarbeiten? Ahnung von irgendwas jenseits des Lernstoffs? Leider nein.

    Antwort
    • 20. Oktober 2017 um 15:11
      Permalink

      Die müssen mal wieder zum Bund, die Luschen !
      Zum Ausbilder Schmidt als Bürger in Uniform !

      Rühren !

      Weitermachen !

      Antwort
      • 20. Oktober 2017 um 16:51
        Permalink

        Unfug! Alltagslebenfähig müssen sie gemacht werden. Das geht auch ohne Bund.

        Antwort
        • 20. Oktober 2017 um 17:28
          Permalink

          Wenn der Russe kommt, helfen keine
          lebenspraktischen Fertigkeiten.
          Darin ist uns der Russe überlegen.

          Wann kommt er denn endlich ?
          Es ist so trostlos in Deutschland.

          Antwort
          • 20. Oktober 2017 um 19:55
            Permalink

            Er ist schon da. Er heißt Wladimir und schreibt Bücher über Discos und die Lustigkeit des Sozialismus.

          • 20. Oktober 2017 um 20:12
            Permalink

            Lustig die Geschichte, wo seine Frau einen stockbesoffenen Obdachlosen aus dem Keller wuchtet. Es gab einen Stromausfall im Haus. Er pennte vor dem Sicherungskasten. Sie mit Taschnlampe unterwegs, dachte er hätte einen Stromschlag erlitten, schleppte ihn die Treppen hoch und legte ihn auf den Gehsteig.

          • 21. Oktober 2017 um 1:52
            Permalink

            Dachte, der sitzt mit der Milchschnitte im Fernsehen…

        • 20. Oktober 2017 um 18:25
          Permalink

          Der macht nur Spaß: Ausbilder Schmidt aka Holger Müller ist ein Comedian, der sich übern Bund
          lustig macht 🙂 Mehr in der Mario Barth-Fashion – aber doch unverwechselbar 🙂

          Antwort
          • 20. Oktober 2017 um 19:54
            Permalink

            Ich glaube, den habe ich vor vielen Jahren mal gesehen. Nuja, nicht mein Humor. Ich bin ja auch Linker, habe also gar keinen Humor und weil ich zu faul zum Treppensteigen bin, also nicht gerne in den Keller gehe, suche ich leider nur selten den Ort auf, an den ich gehe, wenn ich dann doch mal lachen wollte.

          • 22. Oktober 2017 um 10:49
            Permalink

            Ich bin ja auch Linker,

            Haaaaaaaaaaahaaaaaaaaaaaaaaahaaaaaaa……der war gut !

  • 20. Oktober 2017 um 16:58
    Permalink

    Was wir vor allem brauchen, ist Kapitulation

    Kapitulation vor den sich exponentiell entwickelnden Informations- und Wissensfluten, die spätestens seit Beginn des Industriezeitalters ein kritisches Niveau erreicht haben und denen wir ganz offensichtlich nicht mehr Herr werden.

    Besonders bemerkenswert dabei ist: Wir haben diese Fluten selber erschaffen.

    Jedoch fällt die eigene Bewertung diesbezüglich – vermutlich bedingt durch die eigene kurze Lebenszeit – immer relativ schlicht aus: Da geht es um den Vergleich zwischen Alten und Jungen, um vermeintlich unfähige Politiker, oder die Suche nach Schuldigen bei aktuellen, fehlgeschlagenen Großprojekten (Schneller Brüter, Stuttgart 21, BER, Atommüll-Endlagerung etc.).
    Über die tagtäglichen Abgründe, wenn mal wieder Millionen von Accountdaten bei irgendeiner Company gehackt wurden, oder der „Mein O2“-Zugang des eigenen Mobilfunkvertrags nur Daten-Müll anzeigt (die „agile“ (neoliberale) Softwareentwicklung lässt grüßen) regen wir uns ja schon gar nicht mehr groß auf.

    Der Glaube, dass wir mit mehr „Bildung“ bzw. Spezialisierung diesen Abgründen langfristig etwas entgegensetzen könnten, ist ein Irrglaube.
    Außer dem permanenten Verlust an persönlicher Freiheit und der eigenen, kontinuierlichen Mutation zum Konsum-Zombie wird sich nichts ändern.

    Denn eigentlich geht es (mal wieder) um das bisherige „System Mensch“ an sich.

    Antwort
    • 20. Oktober 2017 um 18:32
      Permalink

      Der Junge im Text benimmt sich wie ein Autist – weil er vermutlich mehr Lebenszeit online (also allein 🙂 …) verbraten hat
      als im unmittelbaren Kontakt mit Analogmenschen. Übrigens: persönliche Pünktlichkeit ist im Cyberspace nicht von Nöten –
      alles ist jederzeit abrufbar. Wie soll man dann auch nur einen Schimmer von der Notwendigkeit des Pünktlichseins (aka Respekt vor der Lebenszeit und -Planung seiner Mitmenschen) entwickeln können? Was natürlich nicht ausschließt, dass man selbst alles stante pede auf dem Goldtablett serviert haben möchte 😉

      Antwort
  • 21. Oktober 2017 um 1:41
    Permalink

    Als Politologe habe ich mir mal ein Jahr als Hilfslehrer an einer Berufsschule angetan. Ich war damals schon „begeistert“ – 1975 -, wie viele Analphabeten die Hauptschulen in Berufsvorbereitungsjahr und Berufsgrundschuljahr entlassen haben.
    Zehn Jahre später habe ich als Industriemeister für Kraftverkehr angesehen, wie gewisse Schulungsinstitutionen selbige Analphabeten zu „Berufskraftfahrern“ (Facharbeiterbrief) gebastelt haben. Das ging ganz einfach, weil die Dozenten zugleich IHK-Prüfer waren. Auch wenn Du vor einem Dieselmotor gestanden hast und die Reihen-Einspritzpumpe als „Vergaser“ tituliert hast, konntest Du Facharbeiter werden.
    Dass wir heute zu Hunderttausenden überflüssige Sozial- und Wirtschaftswissenschaftler produzieren, ist mir ziemlich wurscht.
    Dass wir keine kompetenten Handwerker mehr bekommen, wo doch das duale Bildungssystem uns jahrzehntelang die qualifizierten Leute geliefert hat, ist für mich die größte Gefahr für den „Standort Deutschland.“ Demnächst sind wir so blöd wie es uns in US-amerikanischen Betriebsanleitungen seit ewigen Zeiten vormachen: Nach 100 Warnhinweisen wird einem erklärt, wie man mit einem Gabelschlüssel die Bremsbacke von der Starrachse löst.
    Und zum Auslesen der Steuergeräte in einem popligen Knolzwagen müssen wird uns für den Termin in die Schlange stellen, wenn der qualifizierte Inschinör aus dem Hauptwerk in Knolzburg seine Aufwartung macht.

    Antwort
    • 21. Oktober 2017 um 1:55
      Permalink

      Kompetenter Handwerker hat doch eh verkackt. Zu teuer, arbeit dauert zu lang, da professionell durchgeführt. Nene, muss alles schnell und billig. Und wenn’s dann kurze Zeit später kaputt geht, wird rumgeheult – und wieder schnell und billig renoviert.

      *seufz* Menschen sind sch…

      Antwort
      • 21. Oktober 2017 um 13:34
        Permalink

        War mal so naiv eine Zeichenlampe zwecks Reparatur in einen Laden zu bringen. Da wurde ich ausgelacht. Eine neue zu kaufen sei billiger. Jetzt gibt es mancherorts ein Reparaturcafe o.ä. Dort sind Handwerker ehrenamtlich tätig und helfen beim Heilmachen.

        Von oben her wird sich nichts ändern. Den Verantwortlichen geht es doch gut in diesem System. Veränderung findet nur von unten statt. Das gilt für Umwelt- und Naturschutz, Aufklärung über industrielle Nahrung, Verzicht auf Pestizide, Aufklärung beim Sinn bestimmter Medikament usw.

        Antwort
    • 21. Oktober 2017 um 11:13
      Permalink

      Jupp, kenn ich! Auch ich habe mich als Busfahrerin BKF- mäßig nachqualifizieren müssen, wir haben Fehlersuche an nem alten MAN-Hauber gemacht…der Flansch am Luftkompressor war sowas von locker, dass ein Blinder das mit dem Krückstock gesehen hätte? Wir haben alle den Facharbeiterbrief mit summa cum laude bekommen! Gut, wir waren alle keine Greenhorns und waren nur am Lachen über die Nummer…
      Analphabeten waren auch keine dabei, nur paar Ausländer, die konnten sich aber auch ausreichend deutsch artikulieren.

      Und in der Busfahrerpraxis werde ich dann mit Jugendlichen konfrontiert, die nicht mal in der Lage sind, Präpositionen zu verwenden.
      Auf die Frage:“ Fahren Sie Bahnhof?“ antworte ich nur noch :“Nein, ich fahre Citaro!“

      Alloah
      Christine

      Antwort
      • 21. Oktober 2017 um 14:27
        Permalink

        Naja, ob früher alles besser war, weiss ich auch nicht. Ich habe Werkstätten noch in der „Stifte muss man schlagen, treten, notfalls töten“-Zeit erlebt (so schlimm wars nicht, aber n Schraubenschlüssel flog schon mal), und die nicht ganz so hellen Lichter in der Berufsschule gab es da auch, vor allem solche, die vom Land kamen und da in konfessionellen Zwergschulen ihre Volksschule gemacht haben. Da konnten viele nicht wirklich lesen und schreiben. Das wurden nicht notwendig schlechte Handwerker, oft im Gegenteil. Von Freunden habe ich zwischenzeitlich oft Klagen über die Realschüler und Abiturienten gehört, die in der BS glänzen, aber in der Werkstatt jedes Werkstück versauen. Vielleicht hat sich das ja wieder gedreht und das Iphone liefert Analphabeten jeder Bildungsstufe :), die auch noch kein Werkstück hinkriegen. Dafür hamwer ja Computer ..

        Auf die Frage:“ Fahren Sie Bahnhof?“ antworte ich nur noch :“Nein, ich fahre Citaro!“

        Hiess das nicht „Fahrnse am Bahnhof?“ – „Nee, ich fahr hier ..“

        Antwort
  • 21. Oktober 2017 um 10:16
    Permalink

    Speziell an Roberto J. De Lapuente und Tom Wellbrock:

    Ich habe auf Eurer Seite in „Über die Rebellen“ gelesen, daß Ihr noch Mitstreiter sucht, die Eure Sicht auf diese Welt teilen: so well – hier ist wohl einer – nämlich ich, und ich würde bei Euch – von Zeit zu Zeit – sozusagen als freier Mitarbeiter ganz gerne auch einen Beitrag (und eben nicht nur Kommentare) von mir veröffentlichen. Wie ich „ticke“ werdet Ihr ja inzwischen wohl in etwa wissen, Ihr könnt bei mir aber auch weiter nachfragen, wenn Ihr noch mehr über mich wissen wollt (meine eMail-Adresse liegt Euch ja vor). (Eigentlich wollte ich diese Bewerbung nicht in den öffentlichen Raum stellen, aber ich habe auf Euren Seiten keine andere Möglichkeit entdeckt, mit Euch in Verbindung zu kommen).

    P.S.: Mein Schwerpunkt beim Schreiben liegt – meist nicht so sehr auf Stellungsnahmen zu tagesaktuellen Ereignissen , sondern vielmehr – im Aufarbeiten der geistigen Hintergründe, die für die vielen, heute so enorm anwachsenden Probleme und Schwierigkeiten in der Welt verantwortlich sind. Schreibt mir doch, ob dies – auch Eurer Interesse weckt, ich bin dann gern (selbstverständlich ohne irgendwelche Honorarforderungen, sondern einfach nur mit Freude an der Sache) mit dabei!

    (Eine eigene Website hatte ich vor ein paar Jahren übrigens auch einmal, möchte mir diesen technischen Kram aber nicht noch einmal antun, sondern schreibe daher mittlerweile lieber als Gast auf Websites, die mir – so wie Ihr – eine gute Grundidee und ein gutes Konzept zu haben scheinen.)

    Antwort
    • 22. Oktober 2017 um 9:39
      Permalink

      Melde Dich doch mal hier.

      Antwort
  • 21. Oktober 2017 um 11:26
    Permalink

    Ich verstehe die ganze Aufregung um die Bildung und das sich daraus ergebende Benehmen junger Leute nicht vollständig.

    Nachdem wir die ab ca. 1980 Geborenen in unser überaus erfolgreiches Wirtschaftssystem indoktriniert haben (die armen haben ja nichts anderes kennen gelernt), führen wir von Wirtschaftsverbänden gedrängt, das Fach Wirtschaft in den Schulen als Pflichtfach ein (zunächst in BW aber da geht sicher noch was). Zuerst dachte ich, die Lenker ziehen dadurch das Pferd vom falschen Ende her auf, aber dann kam mir die logische Erklärung. Parallel zur intentionierten Verblödung der jungen Leute kam bei etwa gleicher Geschwindigkeit, also sozusagen im Gleichschritt, die Computerentwicklung und damit -affinität (Internet, Spiele, Social-Media, etc.) dazu, was sie ziemlich kontraproduktiv fettleibig und faul (abseits ihrer Computeraktivitäten und interessanterweise viel signifikanter bei Jungen als bei Mädchen) werden ließ. Thatcher, Reagen, das Lamsdorffpapier, die Schröderseeheimerbande und so weiter hatten das nicht auf ihrer Agenda und so wird jetzt also nachgebessert und das folgerichtige i-Tüpfelchen daraufgesetzt. Die jungen Leute sollen ruhig den ganzen Tag am Computer hängen oder ihr Smartphone anglotzen aber bitte mit den richtigen Inhalten: Börsenwerte, Ifo-Prognosen, wirschaftsteil Spiegel und der wichtigen Information, dass Kriege zwar immer öfter nötig sind aber selbstverständlich nur um den Barbaren Demokratie und Menschenrechte zu bringen, was denn sonst.

    Der Kreis schließt sich. Die Hirnsauger vollenden ihr Werk. Alles wird gut.

    Antwort
  • 21. Oktober 2017 um 13:14
    Permalink

    Wir brauchen ein ganz anderes System. Die Schulen, die Kirche und andere Erziehungseinrichtungen meinen es ja nicht gut mit uns. Wenn man Herrn Mausfeld glauben darf, und da habe ich keine Zweifel, wollen sie gerade den gehorsamen Bürger heranzüchten, der nicht eigenständig denken soll und die Mechanik des Machtapparats (die Technik der Schäfer, um bei Mausfeld zu bleiben) nicht durchschauen darf.

    Kreatives, eigenständiges Denken und Querdenken ist nicht erwünscht. Stattdessen wird man mit Wissen vollgestopft und der Wert auf gute Zensuren gelegt, um für den späteren Wettkampf gerüstet zu sein. Ein anderes System müßte mehr Gewicht auf das praktische Leben, das soziale Miteinander und auf das Merken und Hinterfragen legen. So etwas könnte von Bürgerinitiativen geleistet werden.

    Grundtechniken wie Rechtssschreibung, Grammatik und Rechnen sind Voraussetzung, aber das kann man Kindern in einem Viertel der Zeit beibringen, was viele Eltern, die ihre Kinder zuhause erziehen, bewiesen haben. Wozu haben wir wohl die Schulpflicht?

    Antwort
    • 21. Oktober 2017 um 14:00
      Permalink

      Ich stelle mir immer wieder vor, wie gut es doch wäre, wenn es einen WIRKLICH GUTEN LEBENSKUNDLICHEN UNTERRICHT in den ganzen Schulen und Unis gäbe (sehr viele Erwachsene müßten freilich auch erst einmal zur Nachhilfe kommen, um auch wirklich alltagstauglich zu sein!). Mausfeld wäre wahrscheinlich ein sehr guter Bildungsminister, denn er weiß ganz genau, woran es bei uns fehlt und was in Wirklichkeit wichtig ist; – ein großartiger Mann!

      Antwort
    • 21. Oktober 2017 um 16:16
      Permalink

      @pentimento

      „Grundtechniken wie Rechtssschreibung, Grammatik und Rechnen sind Voraussetzung, aber das kann man Kindern in einem Viertel der Zeit beibringen, was viele Eltern, die ihre Kinder zuhause erziehen, bewiesen haben.“

      Das scheint mir einfach eine Behauptung zu sein. Mehr nicht. Darauf sollte man keine Bildungsanalysen bauen. Es gibt nicht wenige Kinder, die nach vier Jahren Grundschulzeit immer noch nicht das kleine Einmaleins beherrschen und noch mit dem Finger unter der Zeile lesen müssen. An eine einigermaßen korrekte Rechtschreibung ist nicht zu denken.

      Ein reales Problem ist die bildungspolitische Forderung: Kein Schüler ohne Abschluss. Da schiebt man dem Lehrpersonal die Verantwortung voll und ganz in die Schuhe, obwohl die äußeren Umstände (zu wenige Lehrer/innen, kaum angemessene materielle Voraussetzungen) alles andere als ideal sind. Die Folge ist: Alle Schüler werden mitgenommen, alle sollen den Schulabschluss schaffen. Deshalb senkt der Lehrkörper die Ansprüche. Würden sonst mehr als 50 Prozent eines Jahrgangs die „Hochschulreife“ erhalten? Das ist doch ein Paradox.

      Antwort
      • 21. Oktober 2017 um 17:59
        Permalink

        Stimme zu. Wollte allerdings auch auf die Zeitverschwendung in den Schulen hinweisen, der ja auch mit Lehrermangel einerseits und dem Ziel des Abschluß für alle andererseits zu tun hat.

        Ganz abgesehen davon, daß bei den heutigen Arbeitsbedingungen kaum noch Eltern die Zeit haben, Kinder zuhause zu unterrichten.

        Antwort
    • 21. Oktober 2017 um 21:00
      Permalink

      EIN SEHR WICHTIGER TIPP:

      Auf den Nachdenkseiten ist heute unter der Überschrift „Videohinweise der Woche“ ein Video mit einem – hervorragenden und auch äußerst wichtigen Vortrag – von Yvonne Hofstätter mit dem Titel „Das Ende der Demokratie“ aufgelistet, der – in seiner Dringlichkeit und Qualität – dem hier wohl bekannten Prof. Rainer Mausfeld in Nichts nachsteht!

      Der Vortrag hat sowohl unsere inzwischen immer mehr gefährdete Demokratie wie auch die oft immer schlechter werdende Kommunikation zwischen uns bzw. unseren ohnehin verschiedenen, sich aber zusätzlich auch noch immer weiter aufsplittenden Bevölkerungsgruppen zum Thema. Da Yvonne Hofstätter auch das Talent hat, diese komplexen Sachverhalte sehr gut verständlich vortragen zu können, kann ich dieses Video nur wärmstens empfehlen!!! – Hier der Link dazu (direkt zu Youtube):

      https://www.youtube.com/watch?v=g2P_HyAFpoI

      Leute, schaut Euch das an; es tut gut zu wissen, was diese Frau uns sagen kann!

      Antwort
  • 21. Oktober 2017 um 21:05
    Permalink

    EIN SEHR WICHTIGER TIPP AN ALLE LESER HIER:

    Auf den Nachdenkseiten ist heute unter der Überschrift „Videohinweise der Woche“ ein Video mit einem – hervorragenden und ÄUSSERST WICHTIGEN VORTRAG – von Yvonne Hofstätter mit dem Titel „DAS ENDE DER DEMOKRATIE“ aufgelistet, der – in seiner Dringlichkeit und auch seiner Qualität – dem hier wohl bekannten Prof. Rainer Mausfeld in Nichts nachsteht!!!

    Der Vortrag hat sowohl unsere inzwischen immer mehr gefährdete Demokratie wie auch die oft immer schlechter werdende Kommunikation zwischen uns bzw. unseren ohnehin verschiedenen, sich aber zusätzlich auch noch immer weiter aufsplittenden Bevölkerungsgruppen zum Thema. Da Yvonne Hofstätter auch das Talent hat, diese komplexen Sachverhalte sehr gut verständlich vortragen zu können, kann ich dieses Video nur wärmstens empfehlen!!! – Hier der Link dazu (direkt zu Youtube):

    https://www.youtube.com/watch?v=g2P_HyAFpoI

    Leute, schaut Euch das an, denn es ist gewiß – ausgesprochen wichtig zu wissen, was diese Frau uns zu sagen hat!

    Antwort
      • 22. Oktober 2017 um 0:36
        Permalink

        Danke Dir für Deinen Link, (hab‘ mir‘ s eben auch kurz angeschaut) es ist auf jeden Fall ein interessanter Artikel, den ich – obwohl ich schon so Einiges über dieses Thema weiß, morgen dennoch aufmerksam lesen werde. – Mich würde aber auch interessieren, ob Du Yvonne Hofstätter und ihren Vortrag (offenbar vom 19. Juli 2017) schon kennst bzw. was Du von dem Vortrag hältst. Mir war die Frau bis heute gänzlich unbekannt, und ebenso auch so Einiges, was sie in ihrem Vortrag sagte. Ihr eigentlich außerordentlich komplexes Thema ist für mich persönlich – hochinteressant, und ich finde außerdem, daß sie das alles sehr gut vorträgt!

        (Mein Duzen bitte nicht falsch verstehen, ich denke nur, daß das Siezen in aufgeklärten Kreisen [wovon ich hier auf diesen Seiten eigentlich schon ausgehe] eigentlich nicht erforderlich sein sollte; damit zu nahe treten will ich aber niemand und ändere daher auch – wenn gewünscht – meine Praxis.)

        Antwort
        • 22. Oktober 2017 um 6:49
          Permalink

          Nein, kenne ich nicht. Mit den Nachdenkseiten-Videolinks kann man sich
          ein komplettes Fernsehprogramm zusammenstellen. Wer das alles gucken
          möchte, hat einen Vollzeitjob. Das Interview mit Heiner Flassbeck ist auch
          recht interessant „Ein deutsches „weiter so“ ist das Ende der EU“.
          Er sagt was er immer sagt, dass es viele hausgemachte Probleme gibt
          und recht einfache Lösungen dagegen.

          Videohinweise der Woche
          http://www.nachdenkseiten.de/?p=40697#more-40697

          Für deinen Online-Aktivismus hat dir der Albrecht Müller eine
          Dokumentenmappe online gestellt. Falls in der Kommentarspalte
          von ZON wieder was schiefläuft, kannste da reingucken.

          Interessante Dokumente des Zeitgeschehens
          http://www.nachdenkseiten.de/?p=27937

          Viel Spaß noch !

          Antwort
          • 22. Oktober 2017 um 10:08
            Permalink

            Sehr guter Tipp oben – für meine eigenen Online-aktiv-Ambitionen; – vielen Dank dafür!
            Und – by the way – ich wünsche mir schon lange eine möglichst ausführliche chronologische Liste über die vielen Politik- und Wirtschafts-Skandale in der BRD (und auch der EU) seit Gründungsbeginn der BRD, denn eine solche Karte würde ich gerne in manchen Diskussionen ziehen um deutlich zu machen, welche Seilschaften hier schon so lange immer wieder am Werk sind bzw. auch, wie das im Großen und Ganzen geschieht! – Hast Du da vielleicht auch einen Tipp?

          • 22. Oktober 2017 um 10:41
            Permalink

            Nein, ich kenne keinen großen Atlas der Wirtschaftsskandale.
            „Wirtschaftsskandale“ zeigen nur einen geringen Ausschnitt aller
            Machenschaften. Skandalisiert wird Aufgedecktes. Das worüber Staatsanwaltschaften stolpern, greifen heute Journalisten nur auf
            statt selbst zu recherchieren.

            Wobei wir beim Stichwort und Tipp für dich angelangt wären.

          • 22. Oktober 2017 um 11:10
            Permalink

            Hoax, – wirst Du Dir den Vortrag von Frau Hofstätter (mein Kultuttipp weiter oben) auch anschauen? – Ich hoffe darauf, der Vortrag beschreibt die sehr weitreichenden Konsequenzen der neuen Technik und Deine Meinung dazu würde mich – wie schon gesagt – auch sehr interessieren!

          • 22. Oktober 2017 um 11:20
            Permalink

            Ergänzung zu weiter oben (Thema Listenbeschaffung):

            Eine (weitgehend) vollständige Liste der vielen Politik- und Wirtschafts-Skandale in der BRD (und auch der EU) seit Gründungsbeginn der BRD wäre ein hervorragendes Mittel, um den inzwischen längst durch und durch maroden Zustand unseres Gesellschafts- bzw. unseres Wirtschaftssystems endlich einmal auch ganz deutlich aufzuzeigen! – (aber ich selbst kann dies beim besten Willen nicht auch noch tun (und bin für eine solche akribische Aufspürarbeit wohl auch nicht besonders geeignet).

          • 22. Oktober 2017 um 11:54
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            Verstehst du das nicht ? Wie alt bist du überhaupt ? Schüler ?

            Die „Skandale“ zeigen maximal die Spitze des berüchtigten Eisberges.
            Irgendwelche Listen über Wirtschaftsskandale sagen nichts zur
            Dunkelziffer der politischen Korruption , dem System und
            Methodik dahinter aus. Das für einfache, gesellschaftliche Probleme,
            vollkommen bizarre und idiotische Lösungen gefunden werden, lässt
            auf ein Netz von politischer Korruption schließen, zumal die Gewinner
            politischer Fehlentscheidungen immer „alte Bekannte“ sind die sich
            solche Entscheidungen finanziell leisten können.

            Für Faule haben die Nachdenkseiten oben links ein Suchfenster.
            Wenn man dort Lobbyismus, Vorteilsnahme, Korruption, politische
            Korruption und weiteres eingibt, kommt unten was raus.
            Das liest man dann.

            Wenn es um Seilschaften und Brückentechnologien gehen soll,
            musst du Robbespierre hier fragen. Er ist Brückenbauexperte und
            Dr. h.c. Copy an Paste.

          • 22. Oktober 2017 um 12:09
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            Ey, ey; – warum auf einmal so ungehalten und unhöflich? Du mußt mich nicht in den Grundzügen der Recherchierkunst aufklären (denn ich fragte nach eine möglichst vollständigen Liste!!!) und auc nicht in dem, was hierzulande eigentlich „ab geht“, darüber weiß ich selbst auch bestens Bescheid. – Ich bin nur nicht „der Rechercheur schlechthin“, und das mag vielleicht verbesserungswürdig sein, ist aber noch lange kein Grund, mich als sinngemäß als „Grünschnabel“ oder Faulpelz zu bezeicnen, zumal ich oben meine Gründe dargelegt habe, warum ich mich nicht auch noch auf‘ s akribische Recherchieren stürzen will! (Ich bin übrigens so gut wie 63 Jahre alt, mein lieber „Klugscheißer“, aber ich danke Dir trotzdem gerne für Deinen Hinweis auf Robbespierre, mit dem Du wohl einen der Leser bzw. eines der Mitglieder hier gemeint hast.)

          • 22. Oktober 2017 um 12:14
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            Ey, ey; – warum auf einmal so ungehalten und unhöflich?

            Weil du nervst !

          • 22. Oktober 2017 um 15:23
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            Danke für den „schwarzen Peter“, den Du damit mir zuschiebst, statt Dich vielleicht auch ein bisschen – in Selbstkritik zu üben.

          • 22. Oktober 2017 um 12:38
            Permalink

            @Hoax

            Wenn es um Seilschaften und Brückentechnologien gehen soll,
            musst du Robbespierre hier fragen. Er ist Brückenbauexperte und
            Dr. h.c. Copy an Paste.

            Das wird bestimmt die „Kritik des Jahres“. TOLL!

          • 22. Oktober 2017 um 13:35
            Permalink

            Ich habe mich nur gefragt wo es sich versteckt hält und einen Köder ausgelegt, für das Robbes …. Es saß die ganze Zeit in der Hecke und
            hat gespäht :-)))

          • 22. Oktober 2017 um 14:07
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            @Hoax

            Deine Probleme müßte man haben.

          • 22. Oktober 2017 um 15:35
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            Darf ich wissen „Eingeweihter“, was dieses kryptische Gehabe nun zu bedeuten hat oder habe ich mit dieser Frage auch gleich noch die zweite Runde in diesem merkwürdigen Spiel durch eine zweite mir noch völlig unbekannte „schwarze-Peter-Karte“ verloren? Oder habe ich es hier mit einem Kindergarten tun, habe ich womöglich einem – ohne es zu merken – sein „Schäufelchen“ weggenommen und bekomme daher nun eine „deftige Retoure“? Red‘ tacheles Mann, wenn Du hier öffentlich sprichst, oder aber halt Deinen Mund!

          • 22. Oktober 2017 um 17:27
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            Mein Kommentar „Darf ich wissen „Eingeweihter ….“ bezog sich rein auf Hoax und sein kryptisches Gelabber weiter oben; – alle Anderen also – bitte nicht falsch verstehen!

          • 22. Oktober 2017 um 17:34
            Permalink

            @Imago

            Kindergarten trifft es gut, hat von meiner Seite jedenfalls mit dir nichts zu tun.

          • 22. Oktober 2017 um 18:09
            Permalink

            Statler und Waldorf jetzt auch im Internet :-)))

          • 22. Oktober 2017 um 19:57
            Permalink

            @ Hoax: Wenn Du immer das letzte Wort haben und unbedingt als Sieger gelten willst, dann mußt Du jetzt auch tapfer weiterschreiben; irgend ein dumme Bemerkung wird Dir schon noch einfallen. – Äh, ich wüßte das vielleicht etwas für Dich, aber das ist eigentlich gar nicht so dumm: Steig‘ mal runter von Deinem hohen Roß „Eingeweihter“, vielleicht merkst dann, daß das Pferd auf dem Du zu reiten glaubst – in Wirklichkeit längst tot ist. – So, und jetzt bist Du wieder dran, Gscheitle!

          • 22. Oktober 2017 um 18:53
            Permalink

            @ Robbespiere:
            Ich dachte das auch nicht (war mir allerdings auch nicht so ganz sicher, ob ich das auch wirklich richtig eingeschätzt habe). – Jedenfalls gut so, daß Du mir dies eindeutige Signal gegeben hast; – Danke schön dafür!

  • 22. Oktober 2017 um 16:47
    Permalink

    Also das mit dem „Siezen“ seh ich etwas anders, das ist, wenn überhaupt, das geringste unserer Probleme). Und ich bin definitiv kein Junger mehr. Viel schlimmer ist die Intoleranz, die Entsolidarisierung, die Verachtung gegenüber weniger Privilegierten. Die Ignoranz gegenüber anderen Meinungen und ein damit einhergehendes völlig verschrobenes Demokratieverständnis (Meine Meinung ist Mehrheitsmeinung). Angelehnt an den den neoliberalen Freiheitsbegriff: „Ich nehme mir die Freiheit, keine Rücksicht auf andere zu nehmen.“

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