Schulz schlimmer als Schröder

Geschenkt, natürlich hat Schulz einen parteipolitischen Kadaver geerbt. Gar keine Frage. Aber keiner vor ihm hat der sozialdemokratischen Partei einen solchen Schaden zugefügt, wie dieser Ex-Messias. Nicht mal Schröder.

Diesen Herrn Schröder zählt man ja immer wieder gerne auf, wenn man den Niedergang der SPD mit einem Namen ausstatten will. Und es stimmt ja auch. Er hat damals die Agenda seiner Partei verändert, falsche Fährten ausgelegt und rote Linien überschritten. Aber dennoch, egal wie man zu ihm steht: Der Mann hatte wenigstens Eier – und er besaß Chuzpe. Dass die Sozialdemokratie sich in jenen Jahren wegen des modernen Finanzkapitalismus‘ umstellen musste, das war keine völlig fehlerhafte Einschätzung. Eine Neuerfindung war notwendig. Dass sie dann so ausfiel: Das war der Fehler der Schröderianer. Nicht, dass sie es überhaupt versuchten. Natürlich musste man Mitte-links-Bündnisse an die neuen Umstände anpassen – darüber jedoch die Arbeitnehmer zu vergessen, das war wahrlich kein Kavaliersdelikt.

Egal, wie man zu diesem Gerhard Schröder und seinen Genossen auch stand: Sie hatten wenigstens eine Vision. Keine gute, keine nachhaltig richtige zwar, aber immerhin, sie hatten einen Kurs. Der mündete freilich in der Beliebigkeit – das muss man ihm vorwerfen. Aber eine gewisse Stringenz behielt man sich da noch vor. Neoliberale Ideen zum Beispiel, die man programmatisch einwob und zu denen man dann auch stand. So blöd das dann auch war.

Martin Schulz hat nichts von dieser Haltung. Er taumelt hin und her – gestern noch Messias, heute nur noch falscher Prophet. Erst wollte er Kanzler werden, dann nicht mal Vize-Kanzler, Opposition beichten und dann doch für die Koalition predigen. Erst stellt er sich hin und definiert keinen gemeinsamen Nenner mit der Bundeskanzlerin, um Wochen danach eine gemeinsame Grundlage zu feiern. Dann heißt es, die Sondierung sei bombastisch gelaufen, und kurz danach stellt er vor seinen Genossinnen und Genossen klar, dass man nochmals nachverhandeln könnte.

Das ist so ziemlich der schlechteste Parteivorsitzende, den man sich für die Sozialdemokratie denken kann. In seiner Wendehälsigkeit hat er selbst die Kanzlerin überboten – und die ist ja schon schlimm. Natürlich haben sich zwischen Schröder und Schulz einige Parteibosse versucht, aber keiner hatte sich so als Neuausrichter stilisiert, wie es dieser Mann tat. Keiner konnte seinen messianischen Eifer erlangen. Gabriel war eine vorsitzende Katastrophe, aber eine kalkulierbare Katastrophe, man wusste ja, dass er keinen was vormachte: Stillstand war sein Fortschritt. Warum bewegen, wenns grad so bequem ist?

Schulz ist da völlig anders, er sagt was und macht das Gegenteil. Und das nicht in chronologischer Reihenfolge, von Minute zu Minute, sondern alles im gleichen Moment. Während er für die GroKo verhandelt, tut er nebenher so, als sei er der Oppositionsführer. Mit seiner Weigerung, nachhaltig Stellung zu beziehen, hat er seine ohnehin um Verrücktheiten nicht arme Partei, völlig verrückt und kirre gemacht. Wenn man die Genossinnen und Genossen nicht so gut kennen würde, könnten sie einem glatt leid tun.

All die Parteibosse, die die SPD nicht neu erfinden konnten, nachdem Schröder die Partei falsch erfunden hatten, haben sich nie auf die Rolle als Kämpfer gegen die neoliberalen Verfehlungen festlegen lassen. Das böse N-Wort kam bei ihnen nicht mal vor. Die hatten wenigstens den Restanstand, den Leuten und ihren Genossen nicht völlig falsche Vorstellungen einzupflanzen. Das taten sie nur in dem Maße, wie es die parteiliche Folklore gerade noch zuließ. Aber Schulz – der hat denen alles versprochen, von der absoluten Mehrheit, der neuen Republik im Postmerkelismus, bis hin zur totalen Opposition. Nur um am Ende klarzustellen: Nee, wir machen es dann doch nochmal ganz anders.

Dieser Mann ist der mieseste Parteivorsitzende, den diese Partei je hatte. Die Schröderianer haben etwas Falsches versucht, das war der Zeitgeist damals, sie wurden gewarnt und wollten nicht hören. Die Schulzianer sind völlig anders. Sie haben keine Linie, nicht mal eine falsche. Sie sind getriebene Hühner, wo die Schröderianer wenigstens noch kurzsichtige Füchse waren. Die Schröder-SPD hatte noch Werte, wenn es auch nicht die richtigen waren. Die Schulz-SPD hat gar keinen Wert mehr. Sie ist die brutalstmögliche Realpolitik, für Krieg und Frieden, für neoliberale Privatisierungen und staatliche Oberhand synchron und gleichzeitig.

Die Genossinnen und Genossen sind jemanden auf den Leim gegangen, der eines nie war: Parteilicher Stratege und perspektivischer Betrachter der Situation. Dieser Herr Schulz ist derjenige, der die SPD unter die 20 Prozent drückt – und das ist nicht mal den Schröderianern gelungen.


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48 Kommentare auf "Schulz schlimmer als Schröder"

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biggerB
Mitglied
„Dieser Herr Schulz ist derjenige, der die SPD unter die 20 Prozent drückt – und das ist nicht mal den Schröderianern gelungen.“ ——————————————————————————————————————————————————————————————————- Das ist den Schröderianern nur deshalb nicht gelungen, weil die Wähler von gewissenlosen Typen wie Schröder, Müntefering, Scholz und Co. über Jahre hinweg eiskalt belogen wurden, bis die rote Schwarte krachte. Und diese Sauerei hat auch nur deshalb schon damals keiner Ergebnisse UNTER 20% für die Sozen produziert, weil das scheue Reh mit Rufnahmen Wahlvolk bis heute nicht richtig kapiert hat, welche neoliberalen, gewissenlosen Trolle sie über Jahre hinweg gewählt haben, von denen es brutal beschissen wurde.… Read more »
Heldentasse
Mitglied

Man kann nur hoffen, dass es die LINKE sein wird, welche den zu erwartenden sozialdemokratischen Kollaps auffängt und nicht die braune Brut der AfD.

Wie heißt es so schön, die Hoffnung stirbt zuletzt! Aber durch die, u.a. durch die Sozen, bewusst verursachten politische und sozialen Missstände, kann doch hierzulande in letzter Konsequenz nur braun dabei herauskommen. Weimar lässt grüßen!

Beste Grüße

Rebella
Gast

Nur mal so, aus ökonomischem Interesse: Wie wird die Nachfrage unabhängig vom Menschen ?
“Aus der Geschichte kann man lernen; daß Bequemlichkeit oft wichtiger war, als zum Beispiel so ein herer Wert wie Souveränität. Ist also erst ein Abbild erschaffen, welches bequem für einen selbst, frei von Absicht, Kenntnis oder Konsequenz aktueller Vorgänge, mit der Prämisse -das sei sowieso alles an den Haaren herbeigezogen und aus der Luft gegriffen…“ darauf der Andere: „Oder die gradezu willenlose Gefolgschaft gegenüber einer Partei ?“

Heldentasse
Mitglied

Ganz mein reden, Chulz ist der schlimmste Schröder seit Gabriel! Aber im Grunde ist das doch alles so furchtbar klar, warum lassen wir die Sozen denn nicht einfach mal in Ruhe ihren politischen Selbstmord verüben? Dann ist zumindest mal ein Elend weniger auf der Welt.

Beste Grüße

Irmi
Gast

Chulz ist der schlimmste Schröder seit Gabriel!

So isstet, weshalb die Seeheimer auch die lenkbare, pseudolinke Nahles in Position bringen.

Les Brigandes – Merkel muß weg (Merkel dégage!)
https://youtu.be/yFgSRM1ANjU

Robbespiere
Mitglied
Dass die Sozialdemokratie sich in jenen Jahren für den modernen Finanzkapitalismus umstellen musste, das war keine völlig fehlerhafte Einschätzung. Wie darf ich das verstehen? Mußte sich die SPD „für“, also im Sinne des Finanzkapitalismus umstellen, was sie ja auch getan hat, oder „wegen“ selbigem? Egal, wie man zu diesem Gerhard Schröder und seinen Genossen auch stand: Sie hatten wenigstens eine Vision. Hatten sie wirklich eine Vision, außer dem eigenen Profit, oder erfüllten sie nicht lediglich die Vision des Finanzkapials, die Welt ohne lästigen Eingriff von Staaten zu beherrschen? Was Schulz betrifft, so unterscheidet er sich in seiner politischen Ausrichtung nicht… Read more »
Heldentasse
Mitglied

Der Herr Chulz, in seiner Rolle als Rächer der sozial Enterbten, ist doch kein Knochen im Partei Gerippe! Der lebte jahrelang wie die Made im Speck, keineswegs eine besonders gute Voraussetzung mitfühlend mit den „ärmeren Massen“ zu sein.

Für mich ist klar, dass man ersieht alleine schon daraus ersieht, dass diese Menschen es nicht ernst meinen können mit der Teilhabe für alle, es ist m.E. ein Widerspruch in sich.

Beste Grüße

Robbespiere
Mitglied

@Heldentasse

Der Herr Chulz, in seiner Rolle als Rächer der sozial Enterbten, ist doch kein Knochen im Partei Gerippe! Der lebte jahrelang wie die Made im Speck

Letzteres bestreite ich gar nicht, aber im Sinne einer „Partei für die kleinen Leute“, als Alternative zum neoliberalen Einheitsbrei, ist die SPD nur noch eine leere Karkasse ohne Fleisch und Innereien.

Heldentasse
Mitglied

Diese Partei ist nur noch ein politisches Gerippe, dass stimmt natürlich. Trotzdem vermögen diese toten Knochen nicht wenige noch trefflich zu nähren.

Beste Grüße

Robbespiere
Mitglied

@Heldentasse

Diese Partei ist nur noch ein politisches Gerippe, dass stimmt natürlich. Trotzdem vermögen diese toten Knochen nicht wenige noch trefflich zu nähren.

leider nur solche, deren Speisekammer ohnehin schon überquillt und zukünftig diejenigen, deren Speisekammertür den Anschlag auf der rechten Seite hat.
Es fällt zunehmend schwerer, solchen Kakerlaken nicht den Kammerjäger an den Hals zu wünschen.

wolli
Mitglied

diese toten Knochen

Sicher dir ein paar Reliquien, evtl werden die mal was wert.

Rudi
Gast
@Heldentasse Schulzens Taktik im Wahlkampf war ja u.a., sich als Würselenerianer zu stilisieren, der sich mit seinen durchschnittsdeutschen Nachbarn bestens versteht und im Grunde die selbe Lebensweisheitssprache spricht wie alle Malocher dieses Landes. Beim Geldeinnehmen jedoch war er einer der Geschicktesten innerhalb der EU-Bürokratie. Er nutzte jede Ritze der Gesetzeslage zugunsten seines eigenen Kontos, so dass er locker die Kanzlerin bescheiden aussehen lassen konnte. Die Süddeutsche Zeitung zeigte auf, dass er sogar sein engstes Umfeld virtuos auf ein höheres finanzielles Level brachte: •Schulz wird vorgeworfen, er habe seine Leute nicht nur mit Jobs versorgen, sondern auch auf einflussreiche Posten hieven… Read more »
wolli
Mitglied

Beim Geldeinnehmen jedoch war er einer der Geschicktesten innerhalb der EU-Bürokratie. Er nutzte jede Ritze der Gesetzeslage zugunsten seines eigenen Kontos

Evtl. war der chulz für Lobbyisten uninteressant.

der-5-minuten-blog.de
Mitglied
Na, ja. Flexibel und pragmatisch passt der Mann die jeweils aktuellen Ziele an den Möglichkeiten und Perspektiven an. Das sieht aus der Ferne vielleicht wie sinnlos ping pong aus. Aber war Schulzes Hin und Her nun besser oder schlechter als Schröders Sturkopf? Wenn wir mal Kassensturz machen: (Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/368770/umfrage/stimmenanteile-der-spd-bei-den-bundestagswahlen/) Gerhard Schröder schob die SPD mit ihm als Kanzlerkandidat auf 41%. Plus 4,5% gegenüber der Bundestagswahl von 1994. Danach bröckelte es nur noch. Zum Schluss, als Merkel kam, sah, siegte, waren es trotzdem noch über 30 Prozent. Die Messlatte von Schulz lag bei knapp 26 Prozent aus der Wahl 2013, die… Read more »
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[…] Partei einen solchen Schaden zugefügt, wie dieser Ex-Messias. Nicht mal Schröder.Weiterlesen bei den neulandrebellen Lesen Sie auch: Im Schulz-Endeffekt: Festgefahren! Schulz-Effekt: Vor einigen Monaten war das der […]

Carlo
Gast

Herr Schulz, Frau Merkel, Frau Weidel und wie sie alle heißen mögen sind samt ihren Bewegungen nicht die Ursache für gesellschaftliche Fehlentwicklungen. Sie verdeutlichen die Symptome. Man muss der Propaganda schon gewaltig auf den Leim gegangen oder selbst ein Teil dieser sein, wenn man sich ständig mit dem Bashing gegen Menschen beschäftigt. Viel Aufregung um nichts und null Problemlösungsrelevanz.

Seb
Gast

Schröder und seine „Genossen“ haben die Arbeitnehmer nicht vergessen, sie haben sie verraten.
Kommt aufs selbe raus, ändert die moralische Bewertung der Tat aber doch ein wenig….

Lutz Lippke
Gast
Mein Traum, den ich zum Glück nur wachträume, ist, dass sich die sogenannte Linke irgendwann darauf besinnt, dass sich Politik nicht in Parteiaffinität, Wahlen, Parlamente und Führer erschöpft. Auch Demo bis Randale sind allenfalls Mittel zum Zweck. Wenn man der AfD unabhängig von eigenen Präferenzen zugesteht, dass sie Wahlerfolge feiert und zunehmenden Einfluss auf die Gestaltung der gesellschaftlichen Realität nimmt, dann liegt das wohl bisher kaum an Wahlprogramm, Parlamentsarbeit und Führungspersonal. Warum nun aber die Personalie Schulz für die SPD und die Querelen in der Führung der Linken das Dilemma der linken Alternative sein soll, verstehe ich nicht. Ein anderer… Read more »
Robbespiere
Mitglied
@Lutz Lippke Wenn ich dich richtig verstehe, dann ist die Essenz deines Apells, dass unser Grundproblem das Privateigentum an sich ist und eine Verbesserung der Verhältnisse nur durch Umwandlung in Gesellschaftseigentum zu erreichen ist. Folgere ich das richtig? Nur werden sich die Eigentümer auf den Schuz des Eigentums im GG berufen, welches sie ansonsten gerne zu ihren Gunsten aushöhlen oder ignorieren. Wie also willst du dieses Ziel erreichen? Millionen werden sich mit Händen und Füßen wehren, wenn sie die Herrschaft über ihr Eigentum verlieren sollen und dieses allenfalls vom Staat pachten können, so sympathisch dieser Gedanke auch erscheint, weil er… Read more »
Lutz Lippke
Gast
Meine Einwände betreffen weniger das Ziel, eher den Weg. Dazu eine einfache Analogie: Unter einem „gerechten“ Gesellschaftsspiel (z.B. Karten-, Würfel-, Brettspiel) verstehen wir doch allgemein, dass wir bei gleichen Chancen zu Spielbeginn unter für alle gleichermaßen verbindlich geltenden Regeln spielen und Wiederholungen ungleiche Ergebnisse nicht verstärken. Es lässt sich sicher empirisch belegen, dass diese Spiele allgemein als gerecht und gemeinschaftsfördernd empfunden werden, obwohl es dabei auch Sieger und Verlierer gibt. Bei Spielen mit Verstärkung der ungleichen Zwischenergebnisse zu ungleichen Siegchancen ist das Spiel trotz gleicher verbindlicher Regeln zumindest schon nicht mehr gemeinschaftsförderlich. Ein Spielbeginn unter ungleichen Ausgangsbedingungen oder Spiele mit… Read more »
Robbespiere
Mitglied
@Lutz Lippke danke für deinen Buchtipp,den ich leider wg. eines Augenleidens nicht nutzen kann, da das Werk nicht in elektronischer Form mit Schriftvergrößerungsoption vorliegt. Aber umauf die Spielregeln einzugehen, vielleicht folgende Gedanken: Ein Problem ist das dynastische Denken unserer Gesellschaft. Jeder möchte einen einmal errungenen Vorteil für alle weiteren Generationen der eigenen Blutinie weitergeben und möglichst noch erweitern. Andere Linien werden dadurch automatisch zu „Konkurrenten“ um begrenzte Resourcen. Dies ist ein Symptom der Seßhaftigkeit, da nomadisierende Menschen nie mehr anhäufen würden, als sie bequem mit sich schleppen können, sie ohnedies alles Notwendige in der Natur finden und ihre Anzahl vom… Read more »
Carlo
Gast
@Robbespiere Ein Problem ist das dynastische Denken unserer Gesellschaft. Jeder möchte einen einmal errungenen Vorteil für alle weiteren Generationen der eigenen Blutinie weitergeben und möglichst noch erweitern. Andere Linien werden dadurch automatisch zu „Konkurrenten“ um begrenzte Resourcen. Ich denke nicht, dass man Verallgemeinerungen nutzen sollte, wenn es um menschliches Verhalten geht. »Der Mensch ist so oder so oder so.« Er kann alles sein und unterschiedliche Lebensbedingungen werden unterschiedliches Verhalten bei unterschiedlichen Menschen hervorrufen. Die »begrenzten Ressourcen« deuten aber auf ein Problem: die Ideologie über die Verteilung knapper Güter, im Volksmund auch Ökonomie genannt. In dieser sind Bedarfsdeckung und Überfluss keine… Read more »
Robbespiere
Mitglied
@carlo Ich denke nicht, dass man Verallgemeinerungen nutzen sollte, wenn es um menschliches Verhalten geht. »Der Mensch ist so oder so oder so.« Er kann alles sein und unterschiedliche Lebensbedingungen werden Ich sage nicht, dass es keine Ausnahmen im menschlichen Verhalten gibt, aber das Beschriebene erscheint mir als Erklärung dafür plausibel, dass so viele Menschen das Raffen von Resourcen ohne massiven Widerstand akzeptieren. Warum sonst sind Magazine und Reportagen , die aus der Welt der Reichen und Schönen berichten, keine Ladenhüter? Die sog. Eliten werden doch regelrecht bewundert und die Wenigsten fragt danach, mit welchen Methodensi zu ihrem Wohlstand kamen.… Read more »
Lutz Lippke
Gast
Zum Buch kann man was machen, wenn ich Deine Email bekonme. Vielleicht klappt das über die Blogger. Dass der fortgeschrittene Kapitalismus unter einem systemischen Wachstumszwang steht, wird ja umfangreich thematisiert. Ein ganzer Wissenschafts- und Wirtschaftszweig befasst sich mit der Frage, wie der Wahn als Segen dargestellt werden kann. Zu dieser Agenda gehört auch die Mär von den geltenden Grundwerten und der demokratischen und rechtsstaatlichen Ordnung. Jeder darf also durch Wahlen mitbestimmen, hat grundsätzliche Rechte und kann sich als Gleichberechtigter vor Gerichten auf die Geltung von Recht und Gesetz verlassen. Über die richtigen Formen der politischen Mitbestimmung gibt es umfangreiche Diskussionen.… Read more »
Robbespiere
Mitglied
@Lutz Lippke Zum Buch kann man was machen, wenn ich Deine Email bekonme. Vielleicht klappt das über die Blogger. Wenn du das Buch in Dateiform vorliegen hast würde ich es gerne lesen. Ich habe die Möglichkeit dazu über Kindle oder Calibre. Du könntest es vielleicht an Tom oder Roberto senden, die es dann an mich weiterleiten. Meine Email-Adresse haben sie ja. „Zu dieser Agenda gehört auch die Mär von den geltenden Grundwerten und der demokratischen und rechtsstaatlichen Ordnung.“ Demokratie bedeutet Herschaft des Volkes und zwar direkt. Das was uns als indirekte Demokratie verkauft wird, ist eine reine Lachnummer. Wenn Politiker… Read more »
Lutz Lippke
Gast
Robbespiere
Mitglied

@Lutz Lippke

Danke für den Link. Mit der entsprechenden Vergrößerung kann ich den Text gut lesen.
DIGI 20 kannte ich noch gar nicht. Da scheint es noch mehr interessante Werke zu geben.

Balmung
Gast
Ansi
Gast

Wenn die SPD-Basis da jetzt nicht die Notbremse reinhaut und sich nach Neuwahlen
keine linkslastige Regierung bildet, wird Augsteins These Realität.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-die-rechtspopulisten-und-dernationalenationale-sozialismus-kolumne-a-1191417.html

SPD = 17%
AfD = 15 %

https://www.wahlrecht.de/umfragen/

Das Überleben der SPD ist dabei vollkommen irrelevant.

Ansi
Gast

Nahles schlimmer als Chulz?

Dieser asoziale Selbstbedienungsladen müsste eigentlich weggeknallt werden.
Demokratisch legitime Mittel zur Abwehr gibt es keine.

R_Winter
Mitglied

Koalitionsvertrag zwischen CDSU und sPD

http://dynamic.faz.net/download/2018/koalitionsvertrag.pdf

Martin Schulz und sämtliche sPD-Verhandler sollten nach diesem Ergebnis mit der neuen Rakete von Musk*) zum Mars geschickt werden (ohne Treibstoff für den Rückflug).

*)“Elon Musk schickt Riesenrakete ins All“
Handelsblatt

Ansi
Gast

Wir wollen, wir wollen ….. Tausend Dinge die sie längst gewollt haben
könnten….

„Die Rentenkommission soll ihren Bericht bis März 2020 vorlegen.“

Dann ist schnell 2021 und die sind ohne brauchbare Lösung wieder
raus aus der Nummer. Alles Zeitschinderei !

Ansi
Gast

Die wollen uns verarschen ! Die Krankenhäuser sind weitgehend privatisiert worden !

„Krankenhäuser
Um eine gute stationäre Versorgung sicherzustellen, sind deutlich erhöhte Investitionen in Krankenhäuser für Umstrukturierungen, neue Technologien und Digitalisierung notwendig. Die Länderkompetenz in der Krankenhausplanung und die Verpflichtung zur Investitionsfinanzierung bleiben erhalten. “

In diesem Koalitionsvertrag steht nur Scheiße drin ! Die wichtigen Sachen werden nicht radikal angegangen ! Die sachgrundlose-, und Kettenbefristung bleibt weitgehend erhalten..und vieles
andere auch ….

trackback

[…] der neoliberalen Agenda in Europa ging er allerdings in der Masse unter. Der SchleVoZ, also der schlechteste SPD-Vorsitzende aller Zeiten, wird also in den Außendienst verabschiedet. Wenn man Staubsauger verkauft, kann man das so […]

Nasigo
Gast