Ein Land zum Heulen

Das Jahr 2023 habe ich als eine völlig freudlose Zeit wahrgenommen. Dieses Land empfindet nichts mehr. Es funktioniert nur noch – aber auch das nicht gut. 2024 wird alles – identisch.

Die Stimmung ist total im Keller. Im kommenden Jahr ist die Fußball-Europameisterschaft in Deutschland. Aber kaum jemand spricht davon. Das war 2005 noch anders, überall hüpfte das Maskottchen, dieser Löwe ohne Hose, durchs Land – und die Leute hatten Lust auf das Sportereignis. Der Bestechung sei Dank war das Turnier ins Land geholt worden. Die Menschen hatten Freude daran. Und nun? Es kommt einfach kein Gefühl für die anstehende EM auf, nirgends spricht man davon. Bei der Weltmeisterschaft 2006 gab es Aufbruchstimmung. Wohin und für was, ist schwer zu sagen. Aber es war mindestens was los.

Man könnte das mit den schlechten Leistungen der Nationalmannschaft in den letzten Monaten erklären. Aber vor der Weltmeisterschaft vor 17 Jahren war das nicht so viel anders, man befürchtete nach etlichen Freundschaftsspielniederlagen, Klinsmann würde die DFB-Elf direkt ins Vorrunden-Aus führen. Das ist also kein Kriterium. Es scheint eher, dass dieses Land in tiefer Agonie liegt, eine mittlerweile jahrelange Kultur der Freudlosigkeit pflegte. Hier funktioniert man, verwaltet man. Aber Lebensart?

Ohne Spaß und Freude

1928 dichtete Erich Kästner seinen »Knigge für Unbemittelte«. Eine Zeile: »Ihr seid kein Volk von Lebensart!« Gerichtet war dieser Satz an die Deutschen. Kästner lässt die Macht darin Unterordnung predigen, aber sie sollte wohlgefällig sein: »Sterbt höflich und sagt Dankesehr.« Der Schriftsteller glaubte noch an den Unterordnung in geordneter Freundlichkeit. Heute ist weder Freude noch Freundlichkeit in Deutschland. Die Lebensart darbt mehr als je zuvor. Das Land ist verbiestert, werkelt ohne Lebensfreude vor sich hin.

Deutschland ist grau, ist Durchschnitt, findet sich unter »ferner liefen«. Es ist monoton, ist eintönig. Ein Friedhof mit Regenbogenflaggen; dieses Land hisst farbenfrohe Banner, ist aber farblos wie nie zuvor. Es ist ein enger Meinungskorridor, dessen Wände immer enger auf einen zukommen, wie die Wände einer Müllpresse. Ja, Deutschland ist eine Presse – hat aber keine nennenswerte selbige.

Alles wirkt festgefahren, eingefahren – und vieles seit Jahren total abgefahren. Züge nicht. Die fahren selten. Deutschland verwaltet sich nur noch. Was hat man sich über die Jahre der Spaßgesellschaft aufgeregt, damals in den Neunzigern, als die Gesellschaft naiv genug war anzunehmen, es ginge immer so weiter. Lustig, bespaßt und progressiv. Ende der Geschichte halt. Jetzt hieß es Party machen, Feten schmeißen. Nie wieder Kalter Krieg, nie wieder Spaltung – und Kriege würden Mangelware. In der ARD-Mediathek kann man dieser Tage eine dreiteilige Dokumentation über den Musikkanal VIVA streamen. Im letzten Teil gibt Collien Fernandes zu Protokoll, der 11. September habe die Stimmung im Feiersender VIVA sehr gedämpft, denn man habe begriffen, dass Gewalt und Krieg doch nicht vorbei waren. Hat sie Jugoslawien ausgeblendet?

Was für ein trauriges Land

Aber so war das damals. Der junge Rainald Grebe sang über Dörte, die der Ausweg, der Ausgang aus der Spaßgesellschaft sei. In seinem Lied beschrieb er eine Gestalt, die es damals schon gab: Betroffen, moralisch, körnerfressend. Man lachte über solche Spaßbremsen noch. Heute regieren sie uns, ziehen die Deutungshoheit an sich. Wo ist der Eingang in die Spaßgesellschaft? Ein bisschen schnuppern an der Unbeschwertheit. Irgendwie ist uns alles abhandengekommen, was das Leben leichter, entspannter und lebenswerter macht.

Man muss sich ja nicht freuen, wenn nochmal die Welt zu Gast bei Freunden sein wird. So lautete 2006 der Slogan der Weltmeisterschaft. Aber diese Ignoranz für ein solches Turnier sagt doch alles. Müdigkeit dominiert das Land. Deutschland steckt in einem Burnout. Es ist ein ausgesaugtes Land. Über Jahre ausgebeutet, emotional erdrückt, moralisch ausraubt. Krise jagt Krise. Der Klimawandel beschäftigt auch andere Gesellschaften dann und wann. Aber eine Religion macht man dort nicht daraus. Man weiß: Was bringt Klimaschutz, wenn darüber das Leben auf der Strecke bleibt? Die Freude und der Spaß?

Ich war schon auf Beerdigungen, auf denen einen bessere Stimmung herrschte. Deutschland ist schlimmer als eine Beerdigung. Es scheint in diesem Bild der Tote, emotional und mental völlig verendet zu sein. Gute Stimmung findet man hier nicht mehr, alles ist verbiestert, gespalten und aufgeladen. Es ist ein tieftrauriges Land, ohne Sinn für Lebensfreude und Genuss. Energie steckt man nur noch in Pseudoempörung, Diffamierung und Cancel Culture. Die größte Freude scheint es zu sein, irgendwelche gebrandmarkten Gesellschaftsgruppen anzufeinden und als Bande von Dummköpfen zu diskreditieren. Deutschland ist destruktiv, fatal zerstörerisch. Außenpolitisch wie im Inneren. Was für ein Hegemon der Lebensverneinung hier herangewachsen ist! Das wird sicher noch lustig. Auf eine bitter-traurige Weise.

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Roberto J. De Lapuente

Roberto J. De Lapuente ist irgendwo Arbeitnehmer und zudem freier Publizist. Er betrieb von 2008 bis 2016 den Blog ad sinistram. Seinen ND-Blog Der Heppenheimer Hiob gab es von Mitte 2013 bis Ende 2020. Sein Buch »Rechts gewinnt, weil links versagt« erschien im Februar 2017 im Westend Verlag. In den Jahren zuvor verwirklichte er zwei kleinere Buchprojekte (»Unzugehörig« und »Auf die faule Haut«) beim Renneritz Verlag.

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AeaP
AeaP
6 Monate zuvor

Es ist die freudlose und moralinsaure Protestantisierung, ganz im Sinne des neoliberalen Totalitarismus.

Rudi K
Rudi K
6 Monate zuvor

Ich hatte dieses Jahr schon besser in Erinnerung. „Schuld daran“ waren aber zwei Frauen aus Südosteuropa auf einem multikulturellen Strassenfest.

N.B.
N.B.
6 Monate zuvor

2023 war ein Jahr absolut zum vergessen für mich…

Ich habe aber auch wirklich gute Gründe zum klagen.

Und mit Fußball konnte ich noch nie etwas anfangen.

Aber die besten Zeiten zum auf der Straße mit dem Rennrad zu trainieren sind irgendwelche Endspiele von Fußballturnieren wo Deutschland letztere erreicht hat, hoffentlich dann mit Verlängerung und Elfmeterschießen… Nach dem Ende dieser Spiele wird es aber dann sehr schnell gefährlich als Radfahrer auf den Straßen!

2024 kann für mich persönlich eigentlich nur besser werden…

btw: Für jeden den es interessiert:
Ich habe die Chemotherapie nicht vertragen und bevor mich diese dauerhaft schädigt wurde die Chemo abgesetzt! Erhebliche neuropathische Störungen, inkl. starker Nervenschmerzen schon im 1. Zyklus (von 4). Das ist in dieser Stärke und Frühzeitigkeit sehr selten.

2024 beginnt dann trotzdem die Immuntherapie!
Trotzdem werde ich noch ein paar Monate mit dieser Neuropathie zu tun haben. So lange kann es dauern, bis sich die Nervenbahnen in den Händen und Füßen wieder beruhigt haben.

N.B.
N.B.
Reply to  Roberto J. De Lapuente
6 Monate zuvor

ist geschehen 🙂 (mit meiner eigentlichen Haupt-E-Mailadresse)

Pen
Pen
Reply to  Roberto J. De Lapuente
6 Monate zuvor

Gut, was Du tust, was ich gern täte, aber nicht kann.

Könnte mir vorstellen, daß anderen zu helfen, eine Depression erträglicher machen kann.

Heribert
Heribert
Reply to  Pen
6 Monate zuvor

Jede Person kann für andere Menschen da sein, kostet meist wenig oder nichts!

Pen
Pen
Reply to  N.B.
6 Monate zuvor

NB

Tut mir so leid. Denke an Dich.

N.B.
N.B.
Reply to  Pen
6 Monate zuvor

Vielen Dank 🙂

Wolf
Wolf
6 Monate zuvor

Das eigentliche Problem ist eher die „moralinsaure Protestantisierung“, die ein Vorschreiber erwähnte. Nicht zu vergessen auch die großflächig anzutreffende Verweigerungshaltung, wenn es ums Thema „Verantwortung“ geht. „Fehler? Iiiiich? Niemals! Putin ist schuld!“. Tragisch ist, daß viele noch halbwegs in der Spur laufende Leute so frustriert von dem ganzen Unfug sind, daß sie kaum noch protestieren (von den Landwirten mal abgesehen).

Das ist aber nix typisch Deutsches, das wurde den Leuten von anderen Leuten außerhalb Deutschlands anerzogen. War zu Kästners Zeiten auch schon so.

Man erinnere sich an die große Zeit des Ruhrgebiets nach der großen Katastrophe… der Deutsche hat keine Lebensart? Hatte die noch nie? Blödfug, sage ich! Wenn wer zu feiern wußte, dann waren es die bunten Gewächse des Ruhrgebiets! Viele andere Regionen standen den Ruhrpöttlern aber in kaum was nach 😉

„Lebensart“ schlummert im gemeinen Deutschen genauso wie in allen anderen Nationalitäten. Nur wird sie dem Deutschen ständig von irgendwoher schlechtgeredet.

Trotzdem werde ich 2023 als letztlich gutes Jahr in Erinnerung behalten, denn es hatte für mich und ca. 3999 andere Menschen im beschaulichen Köln des Novembers ein japanisches, wunderschönes, spaßspendendes Glanzlicht im Portfolio. Erlebt man nicht alle Tage, sollte man aber 😉

Cetzer
Cetzer
Reply to  Wolf
6 Monate zuvor

nix typisch Deutsches

Nach meinem Eindruck sind auch in Italien zunehmend die Galgenhumoristen¹ am Drücker. Dabei sollte man berücksichtigen, dass das typische Italien-Bild immer noch hartnäckig vom langanhaltenden Wirtschaftswunder ab den 50ern, Al Dente d’oro², geprägt ist, obwohl dort schon länger und sehr spürbar die fetten fossilen Jahre zu Ende gehen – Ahimè! La Crisi…

¹“Das wird sicher noch lustig. Auf eine bitter-traurige Weise.“
Erzähl schnell deinen letzten Witz, Compañero – Django muss nachladen
²Auf Goldzahn-Art. Nach Wachstumsraten des BIP teilweise stärker als bei uns

Last edited 6 Monate zuvor by Cetzer
Robbespiere
Robbespiere
6 Monate zuvor

Wenn man die letzten 40 Jahre zurückblickt, dann erkennt man, dass das Anschwellen der Tränendrüsen schon mit Kohl begann und seither kontinuierlich zugenommen hat.
Nur kam der gesellschaftliche Zerfall so wohldosiert, dass er nur von Wenigen wahrgenommen wurde und da zähle ich mich durchaus auch nicht dazu.

Im Hintergrund wurden die neoliberalen Fäden aber fleißig gesponnen und jeder Erfolg dieser verbrecherischen Ideologie führt zu einer immer höheren Schlagzahl in immer kürzeren Abständen.
Zudem wurden alle „Störfaktoren“ wie linke Parteien oder Gewerkschaften eingemeindet, so dass organisierter, solidarischer Widerstand nur noch schwer möglich ist, v.A. wenn man ihm, wie bei Corona, ein Gefährdungspotential andichten kann, weil die MSM ihren Job nicht machen.

2023 ist ergo nur der temporäre Höhepunkt der Dystopie der Machteliten und wird sich noch steigern, weil bislang massiver Widerstand ausbleibt.

Wenn es für 2024 etwas Positives gibt, dann die Aussicht, dass sich der wertbefreite Westen mit der Ukraine verrechnet haben dürfte, auch wenn das in Anbetracht der vielen Toten zynisch klingen mag.
Immer mehr ukrainische Soldaten ergeben sich, statt sich sinnlos verheizen zu lassen.

Egal wie der Krieg ausgeht, die Ukraine hat längst aufgehört, ein souveräner Staat zu sein, sondern sie ist ein Spielball der Geldgeber geworden.

Dem kann sie nur entkommen, wenn sie ihre Führung entsorgt und sich der russischen Förderation anschließ, weil dadurch sämtliche Ansprüche des Westens nichtig werden.
ein Drittel des Bodens gehört ja bereits westlichen Agrarkonzernen un hat nicht gerade Herr Kiesewetter etwas von Lithium gefaselt?

Cetzer
Cetzer
Reply to  Robbespiere
6 Monate zuvor

mit Kohl

Wenn man an Habeck oder Scholz kratzt, stinkt es sofort verdächtig nach Saumagen.

Zerfall so wohldosiert

In englisch-sprachigen Foren habe ich schon x-mal ein passendes Zitat von Hemingway gesehen: “How did you go bankrupt?” Bill asked. “Two ways,” Mike said. “Gradually and then suddenly.

[der talentierte] Herr Kiesewetter 

Als ehemaligem Batteriechef¹ liegt ihm das Lithium² sehr am Herzen, genauso wie die innere Führung seiner Untergebenen. Darum war er als (zuletzt) Oberst auch bekannt für seine gründlichen Spindkontrollen mit brutalstmöglicher Konfiszierung von Schnaps, Parfum und russischen Wörter- oder Liederbüchern.

¹ https://de.wikipedia.org/wiki/Roderich_Kiesewetter nicht verwandt oder verschwägert mit Roderick Usher aus ‚Untergang des Hauses Usher‘ von E.A. Poe
² Sollte Wunderkind Musk herausfinden, dass man es in E-Autos durch billiges Ordensblech ersetzen kann, wird das Lithium einfach ins Trinkwasser geschüttet, damit sich die Untertanen nicht mehr über Steuererhöhungen oder standrechtliche Erschießungen aufregen https://de.wikipedia.org/wiki/Lithiumtherapie

Last edited 6 Monate zuvor by Cetzer
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Cetzer
6 Monate zuvor

Wenn man an Habeck oder Scholz kratzt, stinkt es sofort verdächtig nach Saumagen.

Bei den beiden Fischköppen riecht es wohl eher nach Fish & Chips, a la Thatcher. 😉

Gradually and then suddenly.

Genau so und plötzlich steht der „Great Reset“ unterm Christbaum begleitet von einer Weihnachtsansprache per GEZ im geleasten TV ( Ihr werdet Nichts mehr besitzen und wir werden glücklich sein ) von WEF-Papst Klaus I, alias Darth Vader.

Als ehemaligem Batteriechef¹ liegt ihm das Lithium² sehr am Herzen

Ach, da sitzt bei ihm der Antrieb, der ihn, einer japanischen Winkekatze gleich, immer wieder den gleichen Schwachsinn wiederholen läßt ( ab X:XX wird zurückgepöbelt )?

Sollte Wunderkind Musk herausfinden, dass man es in E-Autos durch billiges Ordensblech ersetzen kann, wird das Lithium einfach ins Trinkwasser geschüttet, damit sich die Untertanen nicht mehr über Steuererhöhungen oder standrechtliche Erschießungen aufregen https://de.wikipedia.org/wiki/Lithiumtherapie

Clever….

…hast du Lithium in der Blutbahn, wirst du fiedlich wie ein Truthahn ( zu Thanksgiving ).

flurdab
flurdab
Reply to  Robbespiere
6 Monate zuvor
Pen
Pen
Reply to  Robbespiere
6 Monate zuvor

Es war mir unbegreiflich, warum unter Merkel die Schulen verfielen, Elterninitiativen die Toilettenräume renovierten, usw. Verstehs heute noch nicht.

Wäre nie so darauf gekommen, daß Absicht dahinter steckt.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Pen
6 Monate zuvor

@Pen

So mancher Kopf ist m.M.n. reif, auf einen Pflock gespießt zu werden.

Pen
Pen
Reply to  Robbespiere
6 Monate zuvor

👍

flurdab
flurdab
Reply to  Robbespiere
6 Monate zuvor

Die Aussetzung der Vermögenssteuer 1996 durch die Regierung Kohl.
Das bedeutet dass der „Staat“ seit 1996 keinerlei Einblick in die Vermögensverhältnisse mehr hat, was bedeutet das die Superreichen 27 Jahre Zeit hatten die Spuren ihres Vermögens zu verschleiern.
Deshalb ist es ja so wichtig eine Bargeldobergrenze von 1000 € einzuführen, damit das Geldwaschen endlich abgestellt wird. 🙂

Dem kann sie nur entkommen, wenn sie ihre Führung entsorgt und sich der russischen Förderation anschließ, weil dadurch sämtliche Ansprüche des Westens nichtig werden.

Hübsche Idee, nur bezweifle ich das die „Investoren“ ihre Forderungen so leicht abschreiben werden. Müssen sie ja auch nicht, die EU schmeißt eine Lokalrunde.
Der Friedrich ist ja nur freigestellt, der hat nicht gekündigt,

Cetzer
Cetzer
6 Monate zuvor

wie die Wände einer Müllpresse

Notausgang Cannabis-Legalisierung mit Bürokratie-Booster.
Natürlich könnte man als eingefleischter Schwurbler auf die Idee kommen, dass es um die vorsorgliche Räumung der teuren Gefängniszellen für KlimaLeugner, WissenschaftsLästerer und Bärbock-Verächter geht; vergleiche Berichte über die (nur nachträgliche ?) Umstrukturierung der türkischen Knäste nach dem unprovozierten Putsch von 2016 („rund 38.000 Häftlinge auf Bewährung aus dem Gefängnis zu entlassen, die wegen krimineller Delikte vor dem 1. Juli verurteilt worden sind“

N.B.
N.B.
Reply to  Cetzer
6 Monate zuvor

Die Cannabis-Legalisierung ist natürlich typisch deutsch geworden! So ein massives BÜROKRATISCHES Monster, dass man von einer Lauterbach’schen Mutation sprechen kann! Der Typ hat wohl von den ganz tollen Drogen genascht… Echt mal vollkommen versemmelt! Wie alles!

flurdab
flurdab
Reply to  N.B.
6 Monate zuvor

Das sind alles Arbeitsplätzchen. Das Bemühen sollte man nicht zu gering werten. Der selbe Ansatz wie bei Paus „Kindergrundsicherung“.

Und überhaupt ihr Pessimisten. Der Habeck zum Beispiel macht doch einen guten Job, die Wirtschaft hat er fast kaputt und die verschiedenen Klimata kriegt der auch noch klein.
Beim Roberto wirkt es ja schon, den seine Stimmungslage/ sein Stimmungsklima ist ja schon perdu.
Aber gut, wenn man als letzter Mohikaner von seinen Stammesbrüdern verlassen in Frankfurt fest sitzt, das kann einem schon die Petersilie verhageln.
Da braucht es noch nicht einmal eine Bundesinsolvenz als Dreingabe.

Mils
Mils
6 Monate zuvor

Am besten ziehste weg nach Russland oder Ungarn. Kontake haste ja. Gute Reise! 🙄🤦‍♂️

N.B.
N.B.
Reply to  Mils
6 Monate zuvor

Du bist schon ein ziemlich armes Würstchen? Nicht?

Schwitzig
Schwitzig
Reply to  Mils
6 Monate zuvor

Leute wie Du machen das Auswandern selbst nach Bangladesch attraktiv.

Martina
Martina
6 Monate zuvor

Eine Beerdigung ist das einzige, was dieses Jahr für mich nicht zu bieten hatte. Die Beerdigung kommt im Januar. Vorgestern ist meine Mutter nach langer, schwerer Krankheit verstorben.

Ein Jahr lang habe ich sie gepflegt. Und trotzdem habe ich das Ende nicht kommen sehen, obwohl die Anzeichen sich häuften.

Besserung sehe ich für 2024 auch nicht.

Mein dementer, fast blinder Vater lebt noch. Er ist der Meinung, er kommt alleine klar. Er braucht keine Haushaltshilfe, oder den Pflegedienst (der ihn gerade in der Pflegestufe hochstufen lässt). Er braucht nicht einmal ein Taxi, er hat schließlich ein Auto. Das Auto meiner Mutter. Sein eigenes hat er vor einem halben Jahr zu Schrott gefahren.

P.S. Eine Beerdigung gab es auch. Die Katze meiner Mutter wurde überfahren. Ist zugegeben nicht in derselben Kategorie wie meine Mutter.

flurdab
flurdab
Reply to  Martina
6 Monate zuvor

Mein ehrliches Beileid.
Der Tod kommt immer ganz überraschend, man verdrängt ihn solange es geht.
Der Mensch hofft…

Martina
Martina
Reply to  flurdab
6 Monate zuvor

Ja. Der Mensch hofft, bis zu letzt.

Danke.

Martina
Martina
Reply to  Roberto J. De Lapuente
6 Monate zuvor

Auch Dir vielen Dank.

Pen
Pen
Reply to  Martina
6 Monate zuvor

@Martina

Das war zuviel. Ich fühle mit Dir.

flurdab
flurdab
6 Monate zuvor

Es ist ein enger Meinungskorridor, dessen Wände immer enger auf einen zukommen, wie die Wände einer Müllpresse. Ja, Deutschland ist eine Presse – hat aber keine nennenswerte selbige.

Dafür haben wir aber jede Menge Mangeln.
Fachkräfte- Mangel, Wohnungs- Mangel, Billige Arbeitnehmer- Mangel, Strom- Mangel etc. Man könnte sagen wir sind Mangel- Weltmeister!
So schlecht kann es dem Land eigentlich nicht gehen, bei der Menge an südamerikanischem Pulverschnee die über Rotterdam importiert wird.

Der De Lapuente leidet vermutlich gerade nur verstärkt unter einer Winterverstimmung, aber heute ist ja glücklicherweise Wintersonnenwende, ab nun bleibt es jeden Tag wieder ein wenig länger hell. Wobei ich diesen Winter auch für sehr duster empfinde, liegt vermutlich an den ganzen Solarpanelen, wenn die erstmal das Sonnenlicht weggesaugt haben bleibt ja nüscht mehr für die Allgemeinbeleuchtung. 🙂

Zum Fußball, ich glaube der ist Tod. Aus dem Hintern erklingt kein fröhlicher Furz mehr.
Zuviel Big Buisness, zuviel Kohle. Und „Freunde“ zu Gast, nee, nach 2015 will davon keiner mehr was hören. Gäste sind wie Fisch, nach drei Tagen fangen sie an zu stinken. 😉

Ich wollte mir zu den Walt- Disney- Geburtsfeierlichkeiten eine Gans gönnen, wird nichts draus. Die wollen hier im Zoo für eine Tageskarte 20,00 € haben. Also ich weiß ja nicht…
🙂

Heribert
Heribert
Reply to  flurdab
6 Monate zuvor

wir müssen wegen Falschparkens im letzten Italienurlaub 100 Euro bezahlen
jammere ich?

flurdab
flurdab
Reply to  Heribert
6 Monate zuvor

Wer jammert denn hier?
Ich empfinde nur 20.00 € für eine Gans die man erst noch fangen und rupfen muss, als überteuert. 🙂

Heribert
Heribert
Reply to  flurdab
6 Monate zuvor

Diesmal essen wir Bio—Pute
ich liebe Pute, ok etwas trocken sagen manche, aber Hammer

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Heribert
6 Monate zuvor

@Anton InKoggnito

Jammer ich?

Wozu auch, wenn du schon glaubst, für deinen SUV sei das Kolloseum das standesgemäße Parkhaus? 😉

Heribert
Heribert
Reply to  Robbespiere
6 Monate zuvor

Rom interessiert mich nicht, mein lieber, ich bekenne mich zum Dalento

Heribert
Heribert
Reply to  Heribert
6 Monate zuvor

Salento

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Heribert
6 Monate zuvor

@Anton InKoggnito

Leiste dir doch endlich mal zu Weihnachten eine beleuchtete Tastatut, denn es muss „S“alento heißen, falls du den Absatz vom italienischen Stiefel meinst.
Nicht dass noch Jemand auf die Idee kommt, du hättest eine manuelle Hasenscharte. 😉

Und lass um Himmels Willen deine grüne Freundin Ricarda nicht wissen, dass du für eine Kiste Salice Salentino mit so langen Anfahrten das Klima belastest, sonst landest du am CO²-Pranger. 🙂

Heribert
Heribert
Reply to  Robbespiere
6 Monate zuvor

Hast Du die Schreibweise aus Moskau?
! Für italienische Spezialitäten muss man aber nicht dorthin fahren! Jeder Discounter hat die Spezialitäten im Angebot. Blut und Herz sind entscheidend für die Reisen dorthin!

Heribert
Heribert
Reply to  Heribert
6 Monate zuvor

Ich fliege sogar, die grünen WählerInnen sind VielfliegerInnen!

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Heribert
6 Monate zuvor

@Anton InKoggnito

Ich fliege sogar, die grünen WählerInnen sind VielfliegerInnen

Ach, du hast mit dem Flieger falsch geparkt?

Heribert
Heribert
Reply to  Robbespiere
6 Monate zuvor

Flieger, Leihwagen! Wie gelangst Du nach Russland?

flurdab
flurdab
Reply to  Heribert
6 Monate zuvor

Du hast ein Mitfluggelegenheit?
Können die Grünen das denn nun mit eigener Muskelkraft oder brauchen die noch immer Besen dazu?

Heribert
Heribert
Reply to  flurdab
6 Monate zuvor

Niemand fliegt mehr als grüne WählerInnen. Klar, der Staatsdienst zahlt Bombikowa

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Heribert
6 Monate zuvor

@Anton InKoggnito

Hast Du die Schreibweise aus Moskau?

Bist du sicher, dass du in Italien warst?

Heribert
Heribert
Reply to  Robbespiere
6 Monate zuvor

Erklärst Du mir gerade Italien, erdachte Russenmaus?

Heribert
Heribert
Reply to  Heribert
6 Monate zuvor
Heribert
Heribert
Reply to  Robbespiere
6 Monate zuvor

Du warst noch nie da

Pen
Pen
Reply to  Robbespiere
6 Monate zuvor

Mhh, Salice Salentino!

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Pen
6 Monate zuvor

@Pen

Durchaus, aber ein Negro Amaro aus Apulien ist auch nicht zu verachten, v.A. läßt der, gute Qualität vorausgesetzt, die Magensäure nicht so ansteigen.

Pen
Pen
Reply to  Robbespiere
6 Monate zuvor

Klingt gut.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  flurdab
6 Monate zuvor

@flurdab

Ich wollte mir zu den Walt- Disney- Geburtsfeierlichkeiten eine Gans gönnen, wird nichts draus. Die wollen hier im Zoo für eine Tageskarte 20,00 € haben. Also ich weiß ja nicht…

Sei flexibel und kauf dir bei Aldi einen tifgefrorenen Dagobert, Donals oder Daisy Duck.
Gefüllt feierst du da locker 3 Tage den Disney-Geburtstag für 14,99€ und hast auch noch eine warme Küche. 😀

flurdab
flurdab
Reply to  Robbespiere
6 Monate zuvor

Das sind Enten, die sind mir aus religiösen Gründen verboten. Obwohl, sind ja eigentlich auch Fisch. So wie auch der Biber.
Ich habe vor Jahren mal eine TK- Ente aus irgendwo hinter der Oder gekauft. War ein Flop, hatte einen massiven Bluterguss in der Brust. Seit dem meide ich Großgeflügel aus der Tiefkühlung, aber die Bio- Gans für 30.00 € per Kilo ist eben auch nicht drin. Deshalb ja die Idee mit dem Zoo. 😉
Da kommt der rheinische Proletarier zum Vorschein.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  flurdab
6 Monate zuvor

@flurdab

Also vor vielen Jahren habe ich mir Weihnachtsgänse beim Bauern gekauft, Riesenviecher, aber wenn die entfettet nach der Schwitzkur aus dem Backofen kamen, war da nicht mehr viel dran.

Seitdem gibts 2 Enten als Ersatz, schön gefüllt mit Maronen und Apfel, gewürzt mit Beifuß, Pfeffer und Salz.

Ein Leckerbissen und völlig ausreichend für uns und die Gäste, mit Rotkohl und Knödeln.

Mit den Aldi-Tieffliegern aus der Eis-Truhe, vermutlich mit polnischem Pass, habe ich bisher gute Erfahrungen gemacht.

die Bio- Gans für 30.00 € per Kilo ist eben auch nicht drin. Deshalb ja die Idee mit dem Zoo.

So fängst du dir lediglich eine Zoo-Nose ein, will heißen, du darfst deine Nase zwar durch die Gitterstäbe vom Gänsegehege stecken, aber der Magen bleibt leer. 😀

PS: Wenn die von dir gekaufte Ente einen Bluterguss hatte, dann kann das bedeuten, dass sie sich nicht kampflos ihrem Schicksal ergeben hat und das verdient allemal eine würdevolle Bestattung……in einem Bräter. 🙂

flurdab
flurdab
Reply to  Robbespiere
6 Monate zuvor

Zebra wäre ja auch eine Idee.
Aber für Sauerbraten reicht die Zeit nicht mehr.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  flurdab
6 Monate zuvor

@flurdab

Zähbra ( zäher Braten) gibts im Zoo auch nur als Geruchsvariante und ja…..um den real durch Beizen weich zu kriegen, reicht die Zeit nicht mehr. 😀

Heribert
Heribert
Reply to  Robbespiere
6 Monate zuvor

Ihr feiert doch erst am 6. Januar oder nicht! Alles wegen dem Leben in Deutschland!😂😃

flurdab
flurdab
Reply to  Roberto J. De Lapuente
6 Monate zuvor

Ich habe dir nur eine Winterverstimmung und Fernweh unterstellt.
Dit mit dem Jammern war jemand janz anderes. 😉

Pen
Pen
6 Monate zuvor

Dies Land sieht aus wie die Mundwinkel von Frau Merkel.

Freudlos.

Pen
Pen
Reply to  Roberto J. De Lapuente
6 Monate zuvor
Juergen Wehrse
Juergen Wehrse
Reply to  Pen
6 Monate zuvor

Der war gut, Pen, richtig gut! Gut und treffend recherchiert ist aber auch Dein Text, Roberto, m.M.n.:

Sterbt höflich und sagt Dankesehr . . .

Besser geht’s nicht, oder? Oder? Das folgende Zitat fand ich bei den Schweizer Christen und gefällt mir ebenfalls:

Jede Ideologie, die den Menschen in den Dienst einer «höheren» Sache stellt, ist zerstörerischer Götzendienst, zu allen Zeiten. (Kosuke Koyama, Theologe)

Selbstverständlich zerbreche ich (hoffnungsloser Fall von Zweckoptimist) mir auch unentwegt den Kopf über die „Religion der Dekonstruktion, oder was wir manchmal den „Woke-Kult“ nennen (Brandon Smith).“

Die Realität ist leider – für junge Menschen – sehr, sehr ernüchternd: Leistet man Widerstand – kann es die Existenz bedeuten. Leistet man keinen Widerstand – lädt man große Schuld auf sich. Die Wahl also zwischen Pech und Schwefel!

Ich meine natürlich Widerstand, der diesen Namen auch verdient . . .

Auch das sollte/muss man – leider – berücksichtigen! Die schlechte Laune hat vielleicht auch da seinen Grund.

Dem permanent „staatlich geförderten“ Hass werde ich auch weiterhin widerstehen – um umso mehr die Verursacher dieses ewigen Hasses tief, ganz, ganz tief zu verachten. Das bin ich meinem Gewissen schuldig!

Ich danke allen „Neulandrebellen“ von Herzen und wünsche ein FROHES FEST und ganz, ganz viel Kraft für 2024! Kraft werden wir alle brauchen, sieht nicht rosig aus . . .

Heribert
Heribert
Reply to  Pen
6 Monate zuvor

Der Hintern von La Lopez wäre fast allen lieber

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Pen
6 Monate zuvor

@Pen

Bulldoggen-Oligarchie mit hängenden Lefzen? 😉

Pen
Pen
Reply to  Robbespiere
6 Monate zuvor

@Robbespiere

So ist es.

flurdab
flurdab
Reply to  Pen
6 Monate zuvor

Lebt der ihr Mann eigentlich noch?
Ich meine, das grenzt doch an Grausamkeit.

Pen
Pen
Reply to  flurdab
6 Monate zuvor

Hieß oder heißt er nicht Sauer?

Wenn, dann dürfte er inzwischen völlig übersäuert sein.

🙂

Last edited 6 Monate zuvor by Pen
ShodanW
ShodanW
6 Monate zuvor

Mit dem Sommerdunkelmärchen und der Korruption ist wohl die positive Identitätsfindung endgültig aus Deutschland gewichen. Alles nur Show, alles nur Geklüngel, da war dann endgültig Schluss mit Stolz und Freude. Eines der letzten, verbindenden Elemente in diesem Land hatte sich verkauft, seine relative Unschuld verloren, und dann waren noch unsere Helden von einst involviert.

Manchmal denke ich, dass man im Mainstream diese Megaenttäuschung nicht mehr erleben geschweige denn herbeiführen will und sagt zu Geklüngel und Korruption weit oben lieber Ja und Amen.

Kooka
Kooka
6 Monate zuvor

Fußball-Großereignise in D sind für mich der reine Horror. 2006 hatte ich einen schweren Autounfall und 2014 einen noch schwereren Fahrradunfall. Und aller guten Dinge sind bekanntlich Drei. Aber ich will das Unglück nicht herbeireden.
Trotzdem schöne Feiertage und einen guten Start 2024. Seit einem Sportunfall an Silvester 2000 kann ich das Wort Rut… nicht mehr hören.

epikur (ZG Blog)
epikur (ZG Blog)
5 Monate zuvor

„Was für ein Hegemon der Lebensverneinung hier herangewachsen ist!“

Sehr treffend ausgedrückt, lieber Roberto!

Meines Erachtens sind all das die Folgen der C-Maßnahmen (nicht zu verwechseln mit „der Pandemie“!). Lebensfreude wurde systematisch verboten und kriminalisiert. Musik. Tanz. Theater. Spiel. Kunst. Wie üblich wurde hier wieder alles zu 110 Prozent erfüllt. Und das steckt weiterhin in den Knochen.

Ergo: ohne eine schonungslose C-Aufarbeitung wird es auch keine Freude mehr in Deutschland geben. Zu befürchten steht, dass es vorher noch ordentlich knallen wird.

Rotewelt
Rotewelt
5 Monate zuvor

Ich komme gerade aus Frankreich zurück. Überall freundliche Menschen, die lächeln, witzig und geistreich sind, Kunden, die einen am Marktstand ansprechen und in Gespräche verwickeln, nette Bedienungen, Polizisten, die sich entschuldigen, weil wir, die dummerweise am Markttag in einer Verbotszone geparkt hatten, wegen runtergelassener Schranken und zusätzlich quer davorstehendem Polizeiauto nicht mehr rauskamen, und die dann schnell ihr Auto wegfuhren, für uns die Schranken öffneten und uns einen schönen Tag wünschten. Meist habe ich nach der Rückkehr das Gefühl, hier von einer Keule erschlagen zu werden, so schwer, beklemmend und auch latent aggressiv ist hier die Stimmung.