Der Fall Baab: Journalismus als Delikt

Hätte der Journalist Patrik Baab von »Eskalationsphobie« der Deutschen gesprochen, dürfte er heute noch seinen Lehrauftrag bei der Uni Kiel erfüllen. Er hat allerdings Journalismus betrieben: Das ist der schlimmste Vorwurf, den man sich heute einhandeln kann.

Journalisten, die mehr als nur Haltung haben, Berufsethos nämlich, haben es dieser Tage schwer. Aktuelles Beispiel: Seymour Hersh. Der amerikanische Journalist hat mittels einer anonymen Quelle herausgearbeitet, wer für die Anschläge auf Nord Stream I und II verantwortlich zu machen ist. Die US-Navy und Norwegen nämlich. Die deutsche Presse stürzte sich auf diese Eminenz des amerikanischen Investigativjournalismus und ließ den Mann wie einen Anfänger aussehen. Die Kritik kam von »Kollegen«, von Journalisten, die die meiste Zeit ihres Arbeitsleben damit zubringen, am Schreibtisch zu sitzen oder gegenseitig von sich abzuschreiben.

Feldstudien kennen sie eher nicht. Für sie heißt journalistische Arbeit lediglich, vorgefertigte Stellungnahmen zu akzeptieren, sie lediglich auf Anweisungen hin zu hinterfragen. Als die US-Regierung Hershs Bericht dementierte, akzeptierten diese Kritiker Hershs das Dementi als glaubhafte Stellungnahme – hier endete ihr journalistisches Gespür mal wieder abrupt.

Ähnlich wie Hersh ist es in der jüngsten Vergangenheit dem deutschen Journalisten Patrik Baab ergangen. Er hat seinen Schreibtisch verlassen, um etwas zu tun, was der zeitgenössische Journalismus in Deutschland kaum noch tut: Sich einen Eindruck vor Ort zu verschaffen. Letztlich macht man ihm genau das zum Vorwurf. Als Journalist, so empfiehlt es sich offenbar in diesen Zeiten und Landen, bleibt man brav vor seinem Laptop sitzen und recherchiert bei Wikipedia und in den Weiten von Twitter. Allerdings niemals in der Ostukraine.

Baab in der Ostukraine

Der NDR-Journalist Patrik Baab war im September des letzten Jahres in der Ostukraine unterwegs. Grund seiner Reise dorthin: Recherchen für ein Buchprojekt. Die Inaugenscheinnahme der Verhältnisse vor Ort, gehört für ihn zum journalistischen Standard, wie er auch in seinem 2022 erschienen Buch »Recherchieren. Ein Werkzeugkasten zur Kritik der herrschenden Meinung« darlegte. Zu jener Zeit fanden jene umstrittenen Referenden in Luhansk, Donezk und Cherson statt, die den Beitritt der Regionen zur russischen Föderation ermöglichen sollten. Baab war zugegen. Er beobachtete die Geschehnisse vor Ort als Journalist – nicht aber, wie man ihm hernach unterstellte, als Wahlbeobachter.

Gemeinhin werden Wahlbeobachter berufen oder eingeladen. Patrik Baab hat eine solche Einladung nie erhalten, er war gewissermaßen in eigener Sache an Ort und Stelle. Als Rechercheur und neugieriger Journalist. Dennoch folgte die Reaktion prompt: Ein Bericht von Lars Wienand für das Nachrichtenportal von t-online machte damit auf, dass ein NDR-Reporter – Baab eben – bei jenen Referenden als Wahlbeobachter fungiere und damit die strittige Vorgehensweise Russlands legitimiere.

Anders gesagt: Man machte einem Journalisten Vorwürfe, weil er seine Arbeit tat. Wenn schon alleine die Anwesenheit eines Journalisten bei kritischen Ereignissen zur Legitimation eben dieser Ereignisse führe, dann wäre – dialektisch betrachtet – Berichterstattung im eigentlichen Sinne gar nicht mehr denkbar. Denn der Journalist wäre qua Existenz schon ein beeinflussender Faktor, der nicht mehr als Chronist der Ereignisse wirken könnte, sondern Ereignisse nur durch Anwesenheit verändere. Vielleicht ist das ja der Grund, warum man heute immer seltener Vor-Ort-Recherchen betreibt: Weil man sich raushalten will – das käme freilich einem Offenbarungseid des Berufsstandes gleich.

Entscheidung nach wenigen Minuten

Prompt unterstellte man Baab, er habe sich mit der Sache Putins gemein gemacht. Sein Besuch in der Ostukraine belege das. Patrik Baab selbst distanziert sich vom Krieg Russlands gegen die Ukraine. In seiner Vita als NDR-Reporter finden sich unzählige Filme und Features, die kritisch über und aus Russland berichten – und damit die russische Führungsriege nicht gut aussehen lassen. Der Infosperber hat unter einem Artikel zur Causa einige Produktionen von Baab verlinkt: Sie belegen, der Journalist hielt stets nüchterne Distanz zu Russland – professionell halt.

Obwohl sich der Vorwurf, dass Patrik Baab als Wahlbeobachter zugegen war, nicht verifizieren lässt (hier kommen Wahlbeobachter zu Wort, Baab war nicht anwesend und auch nicht eingeladen), distanzierte sich die Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) in Berlin von Baab. In der Vergangenheit hatte der Journalist oft als Lehrbeauftragter dort gewirkt. Unter anderem hieß es in der Begründung der HMKW, Baab würde »den Aggressoren ein willkommenes Feigenblatt an die Hand« gebe. Außerdem betreibe er »journalistische Scheinobjektivität« – die Stellungnahme der HMKW lässt sich hier nachlesen. Interessant ist die Einleitung des Begründungstextes, in der man davon spricht, man habe von der Sache erst »vor wenigen Minuten durch den Artikel Scheinreferendum, hurra von Lars Wienand (t-online.de) erfahren« – nach Minuten hat man schon entschieden? Das klingt nicht nach einer umsichtigen Prüfung: Eher nach einem günstigen Moment für Leute, die ein politisches Exempel statuieren wollen.

Da Patrik Baab keinen gültigen Vertrag mit der HMKW hatte, konnte er gegen diese Entscheidung nach Minutenfrist nicht vorgehen. Im Falle der Christian-Albrechts-Universität in Kiel (CAU) sieht das etwas anders aus. Sie entzog ihm eine Woche nach der HMKW den Lehrauftrag. Die Begründung: Faktisch dieselbe. Offenbar machte man sich in Kiel nicht mal die Mühe und kontaktierte Baab vorab. Begründung seitens der CAU: Es sei »Gefahr in Verzug« gewesen. Man rätselt, was das bedeuten soll: Stand Baab mit Panzern vor Kiel – geht ja gar nicht, denn die Panzer Richtung Ukraine stehen nicht vor, sie stehen in Kiel.

In dieser Sache ist nun eine Widerspruchsklage anhängig, der »Widerruf der Lehrtätigkeit« scheint aus vielerlei Gründen unbegründet. Baab war ja nun eben kein Wahlbeobachter, ging seiner Arbeit nach: Die CAU hat eine mangelnde Sorgfaltspflicht beim Überprüfen von Pressemeldungen zu Baabs Reise bewiesen. Sie hat eben genau das getan, wovor Baab als Journalist dringlich warnt: Sie hat ungeprüft Behauptungen übernommen.

Uni Kiel: Aus Tradition Mitläufer – und mehr

Ohne jetzt vertieft auf die historischen Verfehlungen der CAU eingehen zu wollen: Die Kieler Universität hat schon aus Tradition ein recht gespaltenes Verhältnis zu demokratischen Standards – um es mal freundlich auszudrücken. So tat sie sich etwa 1914 durch Hurra-Patriotismus hervor, stützte Jahre später den Kapp-Putsch mit einem Freikorps (der Schriftsteller Axel Eggebrecht berichtete sehr anschaulich in seinem Buch »Der halbe Weg. Zwischenbilanz einer Epoche« davon) und stand 1933 nicht nur nicht abseits, sondern ermutigte Professoren deutlich, die neuen Machthaber zu unterstützen. Die Autorin Katia H. Backhaus hat zudem in ihrer Arbeit »Zwei Professoren, zwei Ansätze. Die Kieler Politikwissenschaft auf dem Weg zum Pluralismus (1971 – 1998)« herausgearbeitet, dass der Lehrkörper der CAU in den Achtzigerjahren eng mit Geheimdiensten (mit deutschen und auch amerikanischen) zusammenarbeitete.

Auf diese geschichtliche Dimension der CAU wird demnächst gesondert rekurriert, das verdient nochmal einer genauen Betrachtung. Erinnert sei aber noch an jenen erst neulich auffällig gewordenen Professor namens Joachim Krause vom Institut für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel. Der hatte unlängst zur Eskalation aufgerufen und dabei – schlimme Wortschöpfung – von einer »Eskalationsphobie« in weiten Teilen der deutschen Bevölkerung gesprochen. Krause ist freilich noch nicht mal von der CAU gerügt worden. Dabei gäbe es rückblickend mindestens einen weiteren Grund dazu.

Denn vor zwanzig Jahren hat Krause den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der Vereinigten Staaten und der Briten gegen den Irak gerechtfertigt. Beredt Zeugnis legt Krauses Analyse von 2003 ab: Sie ist hier nachzulesen. In den Schlussbemerkungen liest man, »dass die Politik der USA gegenüber den Irak (einschließlich der Androhung eines gewaltsamen Regimewechsels) im Sinne der internationalen Ordnung der Kollektiven Sicherheit außerordentlich konsequent ist und auch notwendig«. Und weiter: »Primäres Motiv der US-Politik ist es, einen Staat in die Schranken zu weisen, der die derzeitige internationale Ordnung wie kein anderer herausfordert […]« – offenbar ließ sich Krause mit dieser Aussage von jenen Falken der US-Politik beeinflussen, die damals bereits von Massenvernichtungswaffen im Irak sprachen und deren Drängen in jenen lügenbehafteten Auftritt Colin Powells vor dem UN-Sicherheitsrat mündete.

Angriffskrieg der USA: Keine egoistischen Energieinteressen

Kritikern, die schon damals von einem nicht legitimierten Angriffskrieg sprachen, erteilte Krause gleich noch eine Absage. Er schrieb: »Für die Annahme, wonach die Politik der USA primär durch egoistische Energieinteressen geleitet seien, findet sich kein Anhaltspunkt.« Anders jedoch Franzosen und Russen, sie orientierten sich »durch sehr eng definierte finanzielle Interessen an Erdölexploration im Irak«. Die US-Außenpolitik, so erklärte Krause damals also recht ungeniert, handle aus Gründen guter Absicht – man stelle sich mal vor, das würde heute einer Putin oder Russland ganz allgemein nachsagen wollen.

Die CAU wirft Patrik Baab vor, er habe seine journalistische Arbeit nicht richtig gemacht, weil er parteilich auftrete: Jedenfalls ist das die Quintessenz, zu der man kommen muss, führt man sich die Begründung zu Gemüte. Aber ein Akademiker, der in Sicherheitspolitik macht und gleichzeitig von »Eskalationsphobie« spricht: Wie geht das zusammen? Ist das die Wortwahl eines Menschen, der sich auf sicherheitspolitische Fragen spezialisiert hat? Weshalb unterstellt Krause niemanden, dass er seinen Aufgabe verfehlt hat?

Hätte Patrik Baab der Eskalation des Krieges bis hin zum potenziellen Atomschlag das Wort geredet, würde er heute munter Vorträge in Kiel halten. Sein Vergehen war, dass er sich nicht zum akademischen Nutzidioten machen ließ, sondern seinem Arbeitsethos nachging: Er postuliert keine ideologischen Worthülsen, sondern macht das, was er kann: Berichterstattung.

Grundsätzlich scheint das – wie oben schon angerissen – der schlimmste Vorwurf zu sein, mit dem man aktuell konfrontiert werden kann. Journalismus wird seit längerer Zeit als etwas begriffen, was die Strukturen der Macht konstruktiv begleitet. Er wird nicht als Korrektiv umgesetzt, sondern schreibt sich auf die Fahne, die Politik durch den Alltag zu lotsen. Nach Möglichkeit ohne zu viel Aufsehen zu erregen. Synonym für diese Entwicklung sind Legionen von Journalisten, die sich als sogenannte Faktenchecker verdingen. Ihre Aufgabe besteht nicht daran, etwaige Fakten ans Licht zu befördern, sondern Fakten zu schaffen, die politische Vorgaben oder Entscheidungen flankieren und stützen. Der Faktencheck wäre qua Definition ja ergebnisoffen zu betreiben: Wenn man jedoch schon mit einer Absicht ans Werk geht, ist nach hinten nichts offen, sondern schon alles abgesperrt und eingehegt.

Richtiger Journalismus: Gefährdung der Zeitenwende

Journalisten wie Patrik Baab kommen aus einer anderen Zeit, in der es noch als selbstverständlich galt, auch mal mit den Mächtigen oder auch nur mit dem eigenen Redakteur anzuecken. Natürlich sind Journalisten narzisstisch, ein Umstand, den Patrik Baab in seinem oben genannten Buch selbst bestätigt: Sie wollen – und wollten – immer von sich Reden machen. In anderen Tagen gelang das durch einen investigativen Coup, durch eine schwer ans Tageslicht geförderte Information, die man präsentieren konnte. Heute macht man von sich reden, wenn man Narrative stützt, die Wirtschaft und Politik etablieren möchten. In diesem neuen Sinne ist Baab freilich ein schlechter Journalist – eben weil er ein guter Journalist ist.

Das haben auch einige Studenten der Universität Kiel erkannt. Sie fordern Gerechtigkeit für Baab. Ihr Statement auf einem kleinen Telegram-Kanal zur Affäre Baab lautet: »Umfassende Recherche, die alle Blickwinkel beleuchtet, ist ein journalistisches Qualitätsmerkmal und kein moralisches Verbrechen. Wir fordern daher Patrik Baabs sofortige Wiedereinstellung an der CAU.« Julian Hett, Initiator des sich formierenden Widerstands gegen den CAU-Kurs sagte mir außerdem: »Der t-online Artikel vertrat falsche Tatsachenbehauptungen, die mittlerweile korrigiert wurden. Somit war es klar für mich: Reputation vor Wahrheit! Die letzten drei Jahre Corona-Politik an der Universität haben mir schon gezeigt, in welche Richtung sich das Ganze entwickelt. Es braucht deshalb dringend Reformen, die wieder die Wahrheit ins Zentrum stellen und Debatten zulassen, auch wenn sie kontrovers sind. Stattdessen wird sich aber darum bemüht die Gendersprache allumfassend einzuführen.«

Die Causa Baab zeigt, dass Journalismus ein Delikt darstellt in diesen Tagen. Aber nur dann, wenn er mit allen Sorgfaltspflichten ausgeführt wird. Wer vom Schreibtisch aus Journalismus spielt, weil er halbwegs in der Lage ist, dpa-Meldungen zu begreifen, sitzt auf der sicheren Seite eines Berufsstandes, der gerade dabei ist, sich endgültig selbst abzuschaffen. Um das zu verhindern ist es dringend notwendig, dass die Expertise eines Mannes wie Baab nicht verlorengehen darf. Er sollte nicht einer der letzten seiner Art sein: Er hat vielen jungen Leuten, deren Traumberuf im Journalismus liegt, noch viel zu zeigen. Ihn nicht mehr lehren zu lassen bedeutet letztlich auch, sein Know-How zu verlieren. Das können nur Leute wollen, die Journalismus als Hofberichterstattung begreifen: Und das sind die Kräfte der Gegenaufklärung.

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Roberto J. De Lapuente

Roberto J. De Lapuente ist irgendwo Arbeitnehmer und zudem freier Publizist. Er betrieb von 2008 bis 2016 den Blog ad sinistram. Seinen ND-Blog Der Heppenheimer Hiob gab es von Mitte 2013 bis Ende 2020. Sein Buch »Rechts gewinnt, weil links versagt« erschien im Februar 2017 im Westend Verlag. In den Jahren zuvor verwirklichte er zwei kleinere Buchprojekte (»Unzugehörig« und »Auf die faule Haut«) beim Renneritz Verlag.

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34 Gedanken zu „Der Fall Baab: Journalismus als Delikt

  • 2. März 2023 um 8:36
    Permalink

    @ Roberto J. De Lapuente

    Um das zu verhindern ist es dringend notwendig, dass die Expertise eines Mannes wie Baab verlorengehen darf.

    Mich deucht da fehlt ein „nicht“.

    Antwort
    • 2. März 2023 um 9:02
      Permalink

      Danke für den Hinweis!

      Antwort
    • 2. März 2023 um 17:17
      Permalink

      Mich deucht auch was (falls gewünscht):

      Weshalb unterstellt Krause niemanden, dass er seinen Aufgabe verfehlt hat?

      Antwort
      • 3. März 2023 um 9:08
        Permalink

        🙂 deucht ist einfach schön.
        Auch Bange erlebt bei mir ein Revival.
        „Angst und Bange“- ein nicht sehr schönes Massenphänomen in Deutschland.

        Antwort
  • 2. März 2023 um 9:29
    Permalink

    Ein guter Artikel über Journalismus, wie er sein sollte, um eben nicht mehr konform mit verbrecherischer Politik zu sein, wie in der unrühmlichen Vergangenheit.

    Was Patrik Baab widerfährt, aber auch Ulrike Guerot oder Markus Fiedler und vielen Anderen, ist der Versuch, Menschen mit kritischem Verstand durch die Vernichtung ihrer Existenzgrundlage mundtot zu machen.

    Antwort
    • 2. März 2023 um 15:58
      Permalink

      Vernichtung ihrer Existenzgrundlage

      Ich fürchte, das ist nur die vorläufige¹ Spitze des Eisbergs; Darunter gibt es die vielen dezenten Hinweise an Freie Mitarbeiter oder Marathon-Praktikanten², das Durchtunneln der Firewall zwischen Anzeigenabteilung³ und Redaktion oder das betretene Schweigen bei der Redaktionskonferenz, wenn das Schwarze Schaf aus dem Overton-Fenster gesprungen ist.

      ¹Demnächst vielleicht Knast, ggf. verschärft. 1.4.2024: Das Auslieferungsabkommen mit der Rest-Ukraine (Großherzogtum Kiew) wurde unter großem Jubel unterzeichnet; Endlich können auch deutsche Putin-Versteher im Kiewer Arbeits- und Verrichtungslager ihrer gerechten Strafe zugeführt werden oder sich im Straf-Battalion Melnyk beim Minenfeld-Hüpfen bewähren.
      ²“Noch so ein russenfreundlicher Artikel und Sie haben bald viel mehr Zeit für ihr Hobby Pfandflaschen-Sammeln!“
      ³Vom Volumen her werden die (halb-)staatlichen Anzeigen immer wichtiger, nicht nur bei Corona

      Antwort
      • 2. März 2023 um 16:51
        Permalink

        @Cetzer

        Ich fürchte, das ist nur die vorläufige¹ Spitze des Eisbergs; Darunter gibt es die vielen dezenten Hinweise an Freie Mitarbeiter oder Marathon-Praktikanten², das Durchtunneln der Firewall zwischen Anzeigenabteilung³ und Redaktion oder das betretene Schweigen bei der Redaktionskonferenz, wenn das Schwarze Schaf aus dem Overton-Fenster gesprungen ist.

        Das erinnert mich an den ZDF-Korrespondenten Gack, der sich erdreistete, das offizielle Narrativ vom Giftgasangriff in Duma anzuzweifeln.
        Auf seinem Stuhl im Büro Kairo sitzt jetzt Frau Atai und Gack ist „enbedded“ in Mainz.

        ¹Demnächst vielleicht Knast, ggf. verschärft. 1.4.2024: Das Auslieferungsabkommen mit der Rest-Ukraine (Großherzogtum Kiew) wurde unter großem Jubel unterzeichnet; Endlich können auch deutsche Putin-Versteher im Kiewer Arbeits- und Verrichtungslager ihrer gerechten Strafe zugeführt werden oder sich im Straf-Battalion Melnyk beim Minenfeld-Hüpfen bewähren.

        Oder Bemarsh, mit Einfachfahrkarte nach Guantanamo zum Whiskey-Tasting, ääh Waterbording.

        ²“Noch so ein russenfreundlicher Artikel und Sie haben bald viel mehr Zeit für ihr Hobby Pfandflaschen-Sammeln!“

        „Nehmen sie ihren Hut, sie werden ihn vor dem Bahnhof brauchen“.

        ³Vom Volumen her werden die (halb-)staatlichen Anzeigen immer wichtiger, nicht nur bei Corona

        Der Amadeo Antonio & Zentrum Liberale Moderne- Defibrilator rettet Journalistenleben. 😉

        Antwort
  • 2. März 2023 um 12:02
    Permalink

    Es besteht ein grundsätzliches Problem:
    DER Journalismus incl der Journalist waren immer schon „Herolde des Herren“. Aus einigen wenigen „echten“ Journalisten hat man dann ein Heldenepos erzählt, jeder Journalist heftete es sich an die Brust und wollte/will fortan als Gottes Stellvertreter behandelt werden!
    Es muss endlich in die Köpfe dass die Mehrheit einfache Schreibtischtäter sind und waren! Und nur 1%die Eier haben investigativ zu sein! Das Drama -wie bei allen Institutionen- die fehlende Solidarität der Vielen!!!
    Dieses 1%kämpft nämlich nicht nur gg die Oligarchen, Parasiten und Sozialschmarotzer sondern auch massivst gg die eigene „Kluft“.

    Diese verlogenen Heldeneposgeschichten (in diesem Fall stimmt Lügenpresse auch) verhindern m.E. das Fordern und Standards setzen und dann das abkanzeln!!
    Wir gehen nicht mehr von unten nach oben, wir beschreiben von oben nach unten!!

    Mit cooy%paste, mit den 4 Vorschreibern (dpa, reuters, etc) und mit der Installierung von Pressefuzzis in allen größeren „betrieben“ ist der Journalist sehenden Auges und ohne Widerstand (!?!?) zur Sekretärin verkommen!

    Antwort
    • 2. März 2023 um 17:39
      Permalink

      Heldenepos

      In vielen Romanen und Filmen, oft haben die Journalisten-Helden einen Schuss James Bond im Blut Martini. Am Ende der Filme sieht man dann, wie das erbeutete, inkriminierende Filmchen/Beweisstück (von USB-Stick oder so) im Fernsehen gezeigt wird und im Hintergrund schon die ersten Verhaftungen von großen und ganz großen Tieren stattfinden. Alles so realistisch wie die vielen hard-boiled Privatdetektive oder Polizeioberwachtmeister Dimpfelmoser auf der Jagd nach Klaus ZwackelSchwabmann, dem Zauberer ohne Erlaubnisschein aber mit Feuerwehrschlauch.

      4 Vorschreibern (dpa, reuters, etc)

      Was ist das Kaltstellen von 1000 Journalisten gegen die Gründung einer Presseagentur?

      Antwort
      • 2. März 2023 um 21:22
        Permalink

        Was ist das Kaltstellen von 1000 Journalisten gegen die Gründung einer Presseagentur?

        Ich verneige mich. Sehr schön!

        Antwort
    • 2. März 2023 um 22:04
      Permalink

      Ich mag mich immer gern über den Terminus „investigativer Journalismus“ echauffieren.
      Entweder er ist investigativ oder er ist kein Journalismus. Der Rest betreibt Propaganda oder ist schlicht Chronist.

      Antwort
    • 2. März 2023 um 22:56
      Permalink

      Ja; man sollte immer an John Swinton denken, der schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts feststellte:

      Das Geschäft des Journalisten in New York ist es, die Wahrheit zu verdrehen, unverblümt zu lügen, sie zu pervertieren, zu schmähen, zu Füßen des Mammon zu katzbuckeln und das eigene Land und Volk für sein tägliches Brot zu verkaufen, oder, was dasselbe ist, für sein Gehalt. Ihr wisst es und ich weiß es; Was für ein Unsinn, einen Toast auf die ‚Unabhängigkeit der Presse‘ auszubringen! Wir sind Werkzeuge und Dienstleute reicher Männer hinter der Bühne. Wir sind Hampelmänner. Sie ziehen die Fäden und wir tanzen. Unsere Zeit, unsere Fähigkeiten, unser Leben, unsere Möglichkeiten sind alle das Eigentum anderer Menschen. Wir sind intellektuelle Prostituierte.

      Okay; das mit dem Attribut „intellektuell“ hat sich inzwischen in den meisten Fällen auch erledigt. Oder Paul Sethe:

      Pressefreiheit ist die Freiheit von 200 reichen Menschen, ihre Meinung zu verbreiten.

      Die Seuche fängt doch bereits im Lokaljournalismus an. Die beiden örtlichen Käseblätter sind mir noch nie durch eine auch nur annähernd kritische Lokalberichterstattung aufgefallen. Stattdessen scharwenzelt und kungelt man auch hier mit den „Mächtigen“ und freut sich über gute Kontakte.

      #LockdownFiles.

      Antwort
  • 2. März 2023 um 13:32
    Permalink

    „Heute macht man von sich reden, wenn man Narrative stützt, die Wirtschaft und Politik etablieren möchten.“

    Und im besten Fall werden die dann mit Posten als Regierungs- oder Ministeriumssprecher inkl. satter Altersbezüge (die sich freie bzw. angestellte Journalisten sonst viel teurer „ersichern“ müssen) belohnt – jüngst erst der Kerl, der die Laudatio (anders kann man das nicht nennen) auf den designierten Verteidigungsminister Pistorius offenbar schon in seiner NDR-Schreibtischschublade hatte, um sie gleich nach der Verkündung der Personalie durch den Bundespanzler öffentlich-rechtlich verlesen zu können.
    Alternativ mit ähnlichen, zwar nicht so öffentlichkeitswirksamen (Narzissmus, wir erinnern uns), aber dafür noch deutlich oppulenter entlohnten Posten in der viel zu „freien Wirtschaft“.

    Antwort
    • 2. März 2023 um 16:40
      Permalink

      Posten als Regierungs- oder Ministeriumssprecher

      Da kann man dann in aller Gemütsruhe die Berichte lesen, dass bei Springer (WELT+BILD) Hunderte (Investigativ-)Journalisten entlassen wurden oder bei Bertelsmann ganze Zeitschriften in die Druckerpresse gebissen haben; Auch die ChatGPT-Version Freddy Krueger dürfte nur in den Alpträumen prekärer Journalisten vorkommen..
      Im Grunde ist das alles nichts anderes als bei den Armen Schweinen, die bei der Heilsarmee erst beten und mitsingen müssen, bevor es eine halbe ButterMargarine-Stulle und ein Tässchen Edelbitter-Kaffee gibt.

      Antwort
      • 3. März 2023 um 9:25
        Permalink

        Auch die ChatGPT-Version Freddy Krueger dürfte nur in den Alpträumen prekärer Journalisten vorkommen..

        Nicht nur bei denen. Ich habe mir ChatGPT bisher noch nicht angesehen sondern nur „Meinungen“ dazu gelesen, die sind aber beängstigent.

        Im Grunde läutet gerade das Sterbeglöckchen für Schriftsteller, Journalisten, Politberater, Juristen und Ärzte.
        Alles Felder in denen reichlich Datenbestände gesammelt wurden die nun „nutzbringend“ erschlossen werden können.
        Was freue ich mich schon auf die ersten Gesundheitskioske, in den Aldi- Fillialen mit dem nachfragesteuernden Sortiment.

        https://tinyurl.com/bdh9znn6

        Antwort
  • 2. März 2023 um 15:30
    Permalink

    Politik der USA primär durch egoistische Energieinteressen geleitet

    Ich hatte (ca. 2006) im DLF(?) ein längeres Feature zum Thema Irak-Krieg gehört, das sich ein bisschen wie Krauses Kotau vor den USA anhörte, aber das Wort Öl (Ressourcen, Energie-Interessen…) kam sicherheitshalber überhaupt nicht vor ~ Der Kaiser ist¹ Öl-süchtig!

    [Journalismus] schreibt sich auf die Fahne, die Politik durch den Alltag zu lotsen

    Z.B. mit Stil-Beratung, Selbstbewusstseins-Stärkung, Fototerminen mit Familie oder Kindern, Politiker des Monats

    Stattdessen wird sich aber darum bemüht die Gendersprache allumfassend einzuführen

    Damit soll das schlechte Gewissen beruhigt werden, weil man sich an dieser einen Stelle, an der Artikel- und Pronomen-Front, ja doch für Gerechtigkeit einsetzt.

    dpa-Meldungen zu begreifen

    und dem vorgeschriebenen Stil ein wenig anzupassen: BILD sprach zuerst mit dem Toten, BUNTE hielt dem Sterbenden bis zuletzt unter Tränen die Hand, FOCUS hat die exklusiven Fotos des Toten vor und nach seiner Wiederauferstehung, SPIEGEL+ zeigt Details aus der Steuererklärung des Toten (hinter Paywall: aus dem Jahre 1987…)

    ¹Fracking ist wie das panische Durchsuchen einer nachts besuchten Apotheke erst nach Methadon und dann nach anderen Ersatzstoffen, zuletzt Rasierwasser oder Badezusatz

    Antwort
  • 2. März 2023 um 16:44
    Permalink

    Man kann sich die Frage stellen, ob denn alle komplett verrückt geworden sind, was ja durchaus möglich ist.

    Oder man kann sich fragen, was denn – völlig ohne ideologische Brille von welcher Seite auch immer – gerade in der Ukraine passiert.

    Es sterben viele normale Ukrainer, aber es sterben auch massenhaft ukrainische Nazis. Die, die man angeblich im „Werte-Westen“ nicht erkennt. Nichtmal dann, wenn die offen den Arm heben, sich Hakenkreuze sonstwo hintätowieren, Straßen nach Bandera benannt werden usw.

    Und selbstverständlich darf so ein dahergelaufener Uni-Dozent einem das schöne Narrativ nicht kaputtmachen, indem er einfach hinfährt und berichtet, was er sieht.

    Nazis? Wo sind denn Nazis? Sieht jemand Nazis?

    Nein, die kämpfen doch alle für unsere „Freiheit“, die muss man „unterstützen“ in ihrem völlig aussichtslosen Kampf gegen Russland. Denen erzählt man die Story vom Pferd, von wegen Rückeroberung der Krim usw.

    Man liefert ihnen Waffen, aber immer nur soviele, dass es nichts nützt. Und man bringt überall ganz viele ukrainische Fahnen an, damit die keine Zweifel an ihren neuen „Freunden“ kriegen.

    Vorteil: Man wird das alte Militär-Gerümpel los und kann es unter Gefechtsbedingungen testen, man erledigt haufenweise Nazis und man kann die eigene Bevölkerung auch noch prima auf „Kriegswirtschaft“ (also das geplante grüne Reich, das ja soviel besser werden wird als das 3. Reich) einstimmen.

    Nicht, dass die Leute noch Fragen stellen. Beispielsweise, warum sie so spät in Rente gehen können und mit sowenig Rente, warum sie sowenig Immobilieneigentümer haben, obwohl sie doch so „reich“ sind und warum sie sich als „Reiche“ kaum noch ihre Heizkosten leisten können, von der Miete ganz zu schweigen.

    Langsam frage ich mich, ob es deshalb heißt, man wäre „rechts“, wenn man für Friedensverhandlungen ist, weil das die Knochenmühle stoppen würde, in der ukrainische Nazis zu Staub zermahlen werden, denn das ist es, was gerade in der Ukraine läuft.

    Antwort
    • 2. März 2023 um 18:13
      Permalink

      alle komplett verrückt geworden

      Während Corona war ich mir bzw. meiner Haltung zu 100% sicher, aber wegen der Atomkriegsgefahr bin ich voll krass durch den Wind.
      Sicher verrückt ist die EU-Kommission unter Pinhead Borrell, die jede Menge Munition ins Feuer werfen will und das aus Mitteln der Europäischen „Friedens“-Fazilität (EPF).

      viele normale Ukrainer […] massenhaft ukrainische Nazis […] Knochenmühle

      Meines Wissens gibt es dort zahlenmäßig nicht so viel knallharte Nazis, bei Wahlen bekamen offen faschistische Parteien nur wenige Prozent. In der Knochenmühle an vorderster Front werden wohl in erster Linie normale, arme Ukrainer¹ verheizt; Die knallharten Nazis finden sich eher bei den Sperrtruppen, den RekrutierungsKommandos oder wie ihr großes Vorbild, Horst Wessel, in einem Kiewer Bordell beim Zählen der Tageseinnahmen.

      ¹Kleine, zwangsrekrutierte Leute, manche vom Typus: Kann keiner Fliege was zu leide tun

      Antwort
      • 2. März 2023 um 18:54
        Permalink

        ihr großes Vorbild, Horst Wessel, in einem Kiewer Bordell beim Zählen der Tageseinnahmen

        🙂
        Was Du so alles weißt.

        Antwort
        • 2. März 2023 um 19:23
          Permalink

          @spartacus

          Was glaubst du wohl, für wen Lilly Marleen an der Laterne stand? 😀

          Antwort
    • 3. März 2023 um 9:36
      Permalink

      Den Oligarchen der USA war der „Spass“ bisher angeblich 220 Milliarden US$ wert.
      Da der Philantroph aber nichts verschenkt, stellt sich die Frage wie man daraus ein „gutes“ Geschäft machen kann und wer als Gläubiger einspringt,
      wenn es denn nicht so gut läuft.

      Dem Milliadör ist nichts zu schwör.

      Antwort
  • 2. März 2023 um 17:48
    Permalink

    Ach, Roberto, Wokistan ist jetzt zwar alle paar Nasen lang tüchtig verschnupft, ansonsten aber prima mit sich im Reinen und verzückt von ganz, ganz tollen neuen Erfahrungen, die man während einer „regelbasierten Inquisition kritischer Geister so erleben tut“ (huch, Annalena wirkt schon . . .).

    Plagt doch mal das Gewissen: Charity! Charity hilft immer. Charity ist DER Hammer!

    Manch einer ist sogar noch kreativ in seiner moralinen Besoffenheit und übertrifft sich intellektuell selber. Folgende Wortschöpfung eines kreativen Medienvertreters ist derzeit mein Favorit: „Eskalationsphobie“.

    HILFE

    Antwort
    • 2. März 2023 um 18:49
      Permalink

      Corona: Infektionsphobie
      Vor Atomkrieg: Eskalationsphobie
      Nach Atomkrieg: Kannibalismus-Phobie

      Antwort
  • 2. März 2023 um 17:49
    Permalink

    Sehr guter Artikel, Roberto.

    Der Fall ist ein weiterer Hinweis darauf, wie weit wir schon gekommen sind.
    In dem Fall zu den Berufsverboten wegen unbotmäßigem Verhalten oder entsprechender Äußerungen. Gerade im wissenschaftlichen Bereich sollte das ein No Go sein. Da zählt die entsprechende Kompetenz und solange jemand nicht eindeutig verfassungsfeindlich auftritt oder andere wesentlich Rechtsvorschriften massiv übertritt, gibts keine Gründe für Abberufung, eigentlich. Nicht umsonst versucht sich ja die Uni Bonn im Fall Guerot auf ein Plagiat herauszureden. Lehraufträge kann man halt problemlos entziehen. Das fing bei Corona an und es bleibt anscheinend auch. Und vermutlich erledigen das die subalternen Institutionen in der Regel ganz von alleine. Da muß sich nicht mal die Regierung exponieren. Man befreit sich Stück für Stück von den Werten, für die angeblich andere auch in unserem Interesse kämpfen.

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    • 2. März 2023 um 19:04
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      Gerade im wissenschaftlichen Bereich

      Da spielt wohl beim Aufstieg (oder um sich überhaupt halten zu können) das Einwerben von Drittmitteln eine ganz wichtige Rolle; Als groteske Auswirkung wird dann z.B. in ein Experiment völlig sinnlos Schwerelosigkeit (Mikro-Schwerkraft) hinein fabuliert, damit man es auf die ISS verfrachten und auch auf Erden, beim eigentlichen Experiment, von den entsprechenden Fördermitteln für Raumfahrt profitieren kann.
      Das ganze System, nicht nur die Wissenschaft, ist sowas von korrupt – Am besten ernennen wir gleich Don Corleone zum Diktator auf Lebenszeit, bis zur Ablösung durch Paten-Mord; Z.B. die Italiener waren mit Berlusconi ja schon auf gutem Wege in dieses wohlverdiente Endstadium.

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      • 3. März 2023 um 7:40
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        Da kann ich nicht zustimmen. Don Corleone und Berlusconi haben erstens einen Ehrenkodex, sind zweitens intelligent und haben drittens ein Rückrat – alles Eigenschaften, welche unsere Politikierenden und Journalisierenden noch nicht einmal buchstabieren können.

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        • 3. März 2023 um 9:48
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          Wobei die meisten von denen noch nicht einmal etwas haben, was Sie verlieren könnten, wenn Sie denn ein Rückrat entwickeln würden.
          Die leben ja noch den amerikanischen Traum, vom Tellerwäscher zum Millionär.
          Die deutsche Variante, vom Prekären zum Prekariat.
          Oder eben der Weg über die „Besetzungscouch“.

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    • 3. März 2023 um 9:40
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      Welche Werte?
      Hat die überhaupt schon mal jemand definiert?

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      • 3. März 2023 um 15:10
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        Z.B. freie Meinungsäußerung ohne Konsequenzen (außer Widerspruch).
        Die Wertgrundlagen der Wissenschaft hatte ich ja skizziert.
        Was die Journalierenden angeht, bekommt der Begriff der vierten Gewalt im Staat eine ganz neue Bedeutung. Die ist kein Korrektiv mehr (was sie zumindest partiell mal war), sondern ein Verstärker.

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  • 3. März 2023 um 17:35
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    Ja, Herr Lapuente: Es handelt sich um Sesselfurzerschurnos. Gruß,

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  • 3. März 2023 um 20:05
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    Haha, der Journalismus ist raus. Das übernimmt jetzt Verdi und spielt mit den Kindern von Freiheit der Früchtchen.
    Bisher klebten die ja nur an Posten. Künftig wohl direkt auf den Gleisen. Die Verwaltungen sind ja schon großteils stillgelegt.

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  • 4. März 2023 um 14:10
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    Mir nützt die seit nunmehr 20 Jahren praktizierte Übung seitens der Journaille, sich in die Bedeutungslosigkeit zu kritzeln, sehr. Es macht das Auffinden journalistischer Diamanten viel einfacher, da leichter zu erkennen.

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  • 17. April 2023 um 2:41
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    Historisches bzgl. Uni Kiel:

    2005 hat Historiker Oliver Bange im Rahmen des Seminars „Bonn und die Bombe –
    Nuklearmachtträume der Bundesrepublik und ihre west-östliche Perzeption 1948-1970“
    an der Universität Mannheim herausgearbeitet, dass die Rechtsexperten des Instituts für internationales Recht a.d. Uni Kiel – laut Wiki seit 1995 bekannt als „Walther-Schücking-Institut für internationales Recht“ – 1957 die Regierung Adenauer mit einem Gutachten versorgten, das die Pariser Verträge und andere Dokumente untersuchte hinsichtlich der nuklearen Teilhabe der BRD. Resultat: Die BRD dürfe alles – ABC-Waffen bauen, sich daran beteiligen, Soldaten ausbilden, im Verteidigungsfall sogar einsetzen – mit einer Ausnahme: Herstellung auf eigenem Territorium. Das machte den Weg frei für andauernde Diskussionen um mögliche Atombomben durch die „Hintertür“ qua Kooperationen – bis 1969 und dem endgültigen Verzicht durch Bonn. Dies nicht zuletzt, um die Ostpolitik nicht zu gefährden. Bis dahin war allen Regierungen sehr wohl bewusst, dass Bonn, wenn es das unbedingt gewollt hätte, sich Bomben hätte beschaffen können. Selbstredend war das Kieler Gutachten damals ein gut gehütetes Geheimnis: „Gutachten über A-, B- und C-Waffen (Juni 1957)“ im Auftrag des BMVg, d.h. Minister FJS damals.

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