Was kann ich für Sie tun, Frau Ganserer?

Liebe Frau Ganserer,

wie soll ich es sagen, ohne Sie zu verletzen? Wobei … als Politikerin des Bundestages sollten Sie ja eigentlich nicht so dünnhäutig sein. Sie verdienen gutes Geld und haben vermutlich gewusst, worauf sie sich einlassen. Der gemeine Bürger kann recht gemein sein, erst Recht, wenn er sich nicht gut vertreten fühlt von der Politik.

Und damit bin ich auch schon beim Punkt. Nehmen Sie es mir nicht übel (oder machen Sie es, mir ist das eigentlich gleich), aber ich fühle mich durch Sie nicht im Geringsten vertreten. Sie sind ja eine Repräsentantin des Volkes, aber mich repräsentieren Sie nicht.

Ich muss allerdings einräumen, dass Sie in bester Gesellschaft sind, denn ihre Kollegen und Kolleginnen sind auch nicht viel besser. In Ihrem Fall kommt aber ein Aspekt erschwerend hinzu: die Partei, in der Sie Mitglied sind. Wenn es Ihnen damit besser geht, kann ich auch Mitgliederin sagen, aber das Problem bleibt das gleiche.

Wissen Sie, die Grünen, und allen voran die beiden Führungsclowns Baerbock und Habeck (Clowns der Sorte eines Stephen King, übrigens) sind so ziemlich das Schlimmste, was es seit – sagen wir mal – 30 Jahren in der deutschen Politik gibt. Sie haben keine Ahnung von Diplomatie, von Wirtschaft ohnehin nicht, sie pfeifen auf die, die sie gewählt haben, und auf die, die sie nicht gewählt haben, pfeifen sie gleich doppelt.

Sie lassen zu, dass wir uns auf einen Weltkrieg zubewegen, und sie lassen zu, dass es im Winter zu Aufständen kommen könnte, die jedoch nicht das Schlimmste wären. Schlimmer ist der Grund dafür: ein Grüner, der lapidar von einem „Lehman-Brothers-Effekt im Energiebereich“ spricht, eine Grüne, die mal eben Russland „ruinieren“ will, solche Figuren müssten längst schon auf einer Anklagebank Platz genommen haben, statt stolz kalt zu duschen und mit dem Hintern auf warmem schwerem Gerät zu sitzen.

Und dann Sie, Frau Ganserer! Ihre politischen Schwerpunkte sind doch Umweltpolitik und das ganze Transthema, oder? Ich nehme Sie aber gar nicht wahr. Höre nix von Ihnen, denn immerhin setzt sich die Annalena gerade dafür ein, Kohlekraftwerke länger laufen zu lassen, um Putin zu schaden. Sie sagt, der Klimaschutz sei das Wichtigste überhaupt, aber es scheint als sei das Wichtigste nur das Zweitwichtigste, direkt nach dem Ruin Russlands.

Ihre ganze Partei ist eine einzige Bankrotterklärung, und Sie sind davon nicht ausgenommen. Ich verabscheue die Grünen, die ehemalige Partei des Friedens (zumindest stand das mal auf der Fahne, der Fahne der Opposition allerdings) zutiefst, und ich verabscheue alle Parteimitglieder, die bei diesem perfiden und höchst gefährlichem Spiel mitmachen. Dementsprechend verabscheue ich auch Sie, Frau Ganserer!

Ich habe mal nachgeschaut, was über Sie im Netz so ganz aktuell zu finden ist. Es gibt eine ganze Menge, aber alles dreht sich nur um Transthemen. Soll das wirklich alles sein, was Sie drauf haben? Wo ist Ihre Stellungnahme zur Umweltpolitik der Grünen? Wo Ihre Meinung zum Ukraine-Krieg und den Folgen der deutschen Politik, die sich daraus ergeben?
Wo, Frau Ganserer, wo?

Sie sind in einer Partei, die gerade dabei ist, das Gesellschaftsmodell, in dem wir seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs leben (mal besser, mal schlechter) komplett gegen die Wand zu fahren. Und ich spreche Sie persönlich stellvertretend für all die anderen Mitglieder der Grünen an. Sie alle tragen eine Mitverantwortung, eine Mitverantwortung an dem, was in diesem Land gerade passiert.

Erwarten Sie wirklich, dass sich im Moment irgendjemand für Transthemen interessiert? Womöglich tun Sie das, so ähnlich wie die ichbezogene Emilia Fester der Meinung ist, das Land mit ihren absurden Gedankenspielen zu drangsalieren, die am Kern der Bedürfnisse der Menschen vorbeigehen.

Wissen Sie, was mich aber am meisten ärgert? Dass Sie seit ihren ersten Auftritten in der Öffentlichkeit nur über Ihre Themen sprechen. Das sind die Themen von Ihnen und einer verschwindenden Minderheit der Gesellschaft. Sie hocken also auf dem gleichen bequemen Sessel wie Ihre Kollegen und Kolleginnen und beschäftigen sich mit sich selbst und Ihrer Außenwirkung.

Die vermeintlich die Bevölkerung repräsentierende Politik befindet sich unter einer gut bezahlten Käseglocke, weitab und außerhalb der Probleme und Ängste der Bevölkerung. Mit Ihnen ist nun noch jemand dazugekommen.

Und Sie transportieren genau das, was auch die Komplizenschaft im Bundestag transportiert: Sie erwarten, dass ich etwas für Sie tue, nicht umgekehrt. Auf so eine Politik kann ich verzichten, egal, ob männlich, weiblich, trans oder geschlechtslos.

Wenn Sie mich also fragen würden, wie ich Ihnen bei Ihrem Anliegen helfen kann, dann sage ich: Überhaupt nicht, kümmern Sie sich lieber um die, die Ängste und Sorgen haben.

Ganz ehrlich, Ihr Anliegen ist mir im Moment komplett egal.
Es gibt Wichtigeres, viel Wichtigeres.

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Tom J. Wellbrock

Tom J. Wellbrock ist Journalist, Autor, Sprecher, Radiomoderator und Podcaster. Er führte unter anderem für den »wohlstandsneurotiker«, dem Podcast der neulandrebellen, Interviews mit Daniele Ganser, Lisa Fitz, Ulrike Guérot, Gunnar Kaiser, Dirk Pohlmann, Jens Berger, Christoph Sieber, Norbert Häring, Norbert Blüm, Paul Schreyer, Alexander Unzicker und vielen anderen. Zusätzlich veröffentlicht er Texte auf verschiedenen Plattformen und ist für unsere Podcasts der »Technik-Nerd«.

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Stephan
Stephan
4 Monate zuvor

Sehr gut geschrieben. Kann man tatsächlich auf die anderen Clowns 1:1 anwenden.

Detlef Schulze
Detlef Schulze
4 Monate zuvor

In einer alternativen Realität nimmt Frau Ganserer auf der Richterbank platz, äußert sich pausenlos über die Ukraine und deutsche Aussenpolitik, und Wellbrock fragt was eine transsexuelle Forstwirtin dazu qualifiziert Recht zu sprechen und warum Politiker sich nicht auf Themen konzentrieren, wo sie Expertise haben.

Schwitzig
Schwitzig
Reply to  Detlef Schulze
4 Monate zuvor

Du glaubst also ernsthaft, dass diese Politikierende auf irgendeinem Gebiet wissensbasiert Expertise besitzt? Ernsthaft? Ich bitte Dich – wir sprechen hier über eine Grünierende.

johan van breda
johan van breda
4 Monate zuvor

Es gibt kaum noch Wanderzirkusse. Man sagt dies sei die Folge eines großen Fachkräftemangels, insbesondere bei Clowns. Irgendwie scheint niemand zu wissen, wo sie sind, diese Clowns…

K K
K K
Reply to  johan van breda
4 Monate zuvor

Im Kabinett, im Parlament, in der EU-Kommission… es gibt heutzutage mannigfache Verwendung für diesen Berufsstand.

Wütender Bürger
Wütender Bürger
Reply to  johan van breda
4 Monate zuvor

Der größte Wanderzirkus Deutschlands hat vor Jahren seine letzte Reise von Bonn nach Berlin angetreten und ist seit dem in der Hauptstadt ortsansässig. Hauptattraktion dieses jetzt festen Zirkus sind Clowns in jeder Variation: zum Lachen, zum Weinen, zum Gruseln, zum Schämen. Viele der Clowns beherrschen mehrere dieser Kategorien gleichzeitig.

Last edited 4 Monate zuvor by Wütender Bürger
Horst Kevin
Horst Kevin
Reply to  johan van breda
4 Monate zuvor

Ich möchte euch ja nicht die gute Laune verderben, aber da tut Ihr (richtigen) Clowns unrecht. Andere würden bestimmt gern von Verharmlosung sprechen.

Das ist ein sehr ehrbarer Beruf und es gehört schon etwas dazu. Ein richtiger Clown kann nicht dumm oder tatsächlich ungeschickt sein. Ohne empathische Fähigkeiten wird er nie sein Publikum erreichen.

Ich bevorzuge es, diese mangelhaften Flachkräfte als Darsteller zu bezeichnen. 🙂

K K
K K
4 Monate zuvor

„…solche Figuren müssten längst schon auf einer Richterbank Platz genommen haben…“

Da ist doch sicher die „Anklagebank“ und nicht die Richterbank (fürs Richten in eigener Sache?) gemeint, oder?

Wütender Bürger
Wütender Bürger
Reply to  K K
4 Monate zuvor

Vielleicht meinte er die „Richtbank“…???

K K
K K
Reply to  Wütender Bürger
4 Monate zuvor

Sicher nicht… denn noch ist die Todesstrafe laut GG ja abgeschafft. Mal sehen, auch daran wird sicher noch gerüttelt werden, wenn erst die Volksaufstände kommen… der Lissabon-vertrag lässt dei Option den Mitgliedsländern ja auch ausdrücklich für diese Fälle offen.

Und es sind bereits viele Grundsätze gekippt worden, speziell unter Rot-Grün… Auslandseinsätze der Bundeswehr einschl. dem Führen eines Angriffskriegs, Lieferung auch schwerer Waffen in Kriegsgebiete… um nur einige zu nennen.

Last edited 4 Monate zuvor by K K
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  K K
4 Monate zuvor

@KK

Sicher nicht… denn noch ist die Todesstrafe laut GG ja abgeschafft. Mal sehen, auch daran wird sicher noch gerüttelt werden, wenn erst die Volksaufstände kommen… der Lissabon-vertrag lässt dei Option den Mitgliedsländern ja auch ausdrücklich für diese Fälle offen.

Möglich, aber auch diese Wurst hat zwei Enden.

Wütender Bürger
Wütender Bürger
Reply to  K K
4 Monate zuvor

Nicht zu vergessen:Verteidigungsministerium schafft neue Strukturen für Inlandseinsätze der Bundeswehr
Zitat:

Das neue Kommando soll demnach künftig unter anderem für die operative Führung nationaler Kräfte im Rahmen des Heimatschutzes zuständig sein. Neben der Amts- und Katastrophenhilfe beinhaltet das auch die zivil-militärische Zusammenarbeit von Polizei und Bundeswehr bei der Terrorabwehr sowie bei der Zerschlagung von Aufständen in Deutschland. 

Damit ist klar, wohin die Reise geht: Demonstrationen gegen Aktionen oder Maßnahmen der Regierung werden kurzerhand zu „Aufständen“ erklärt. Den geistigen Grundstein dafür hat Frau Faeser vor ein paar Tagen ja schon gelegt.

Und dann heißt es: „Da sind die aufständischen Demonstranten! Feuer frei!“

Wütender Bürger
Wütender Bürger
4 Monate zuvor

Tom: Du kannst ja auch richtig gemein sein. Dank Deines Artikels habe ich jetzt Kenntnisse von einer Person, die ich eigentlich nie kennen wollte. 🙄

Computer: medizinisches holografisches Notfallprogramm aktivierten!

Bzzzz… Bitte nennen Sie die Art des medizinischen Notfalls!

Doktor, bitte löschen Sie die Erinnerung an diese Person!

Schwitzig
Schwitzig
4 Monate zuvor

Nun, eine Politikierende, die es nicht wert ist, dass man sich an sie erinnert.
Und wenn doch, dann nur als eine „Deligitimierende“.
Delegitimation ist das neue Wort für Blasphemie. Auch sonst gibt es immer mehr Ähnlichkeiten zum Mittelalter.