Hartz IV: Der „Spiegel“ und die armen Kinder

Der „Spiegel“ hat sich mit Kindern aus Hartz-IV-Familien beschäftigt. Doch was auf den ersten Blick so scheint, als habe das ehemalige Nachrichtenmagazin das Schicksal armer Kinder für sich entdeckt, entpuppt sich schnell als ziemlich üble Propaganda.

Als im „Spiegel“ Nummer 7, vom 8. Februar 2020, der Artikel mit dem Titel „Die Kinder von Hartz IV“ erschien, war ich neugierig. Vor allem darauf, was die betroffenen Kinder bzw. Jugendlichen selbst zu ihrer Lage zu sagen hatten. Denn genau das wollte der „Spiegel“: Jungen Menschen die Möglichkeit geben, über ihr Leben zu berichten.

Der Artikel beginnt mit Zahlen, erschütternden Zahlen:

• 1,9 Millionen Kinder und Jugendliche lebten im Sommer 2019 in Familien, die auf Hartz IV angewiesen waren.
• Der Regelsatz für Kinder zwischen 14 und 19 Jahren beträgt 328 Euro.
• Das Armutsrisiko bei Kindern in Hartz-IV-Familien liegt bei 21,7 Prozent bei Kindern zwischen 10 und 17 Jahren.
• Das Armutsrisiko bei Kindern unter 10 Jahren beträgt sogar 24,4 Prozent.

Dann wird es vermeintlich spannend, denn der „Spiegel“ lässt Jugendliche zu Wort kommen, die von Hartz IV betroffen waren oder sind.

Hartz IV ist schlecht, aber so schlecht nun auch wieder nicht

Die Berichte der Jugendlichen sind zunächst einmal eindringlich und beeindruckend. Sie beschreiben, wie sie mit wenig Geld klarkommen müssen, wie das immer wieder scheitert, und sie sprechen von den Problemen in der Schule, in der Freizeit, von den fehlenden Möglichkeiten, an Sport oder Kultur teilnehmen zu können. Weil einfach das Geld nicht da ist.

Fünf Jugendliche kamen zu Wort, und ihre Erzählungen sollte man sich durchlesen. Sie zeigen ohne Umschweife, wie es ist, mit Hartz IV leben zu müssen. Und sie demonstrieren, wie schwierig das ist.

Doch der „Spiegel“ wäre nicht der „Spiegel“, wenn er nicht auch etwas Positives erkennen würde.

Jeder ist seines Glückes … wir kennen das ja bereits

Interessant sind die letzten Sätze, die die Jugendlichen gesagt haben. Oder, um es etwas zu relativieren: gesagt haben sollen. Oder, um es noch ein bisschen weiter zu fassen: Interessant sind die Sätze, die am Ende der Erzählungen stehen, denn sie prägen sich ein. Und es drängt sich die Frage auf, ob das wirklich so spontan war, wie es den Eindruck vermitteln will. Die Berichte der Jugendlichen wirken authentisch, nicht wie diktiert. Aber am Ende der Beiträge kommt man zumindest ins Grübeln. Dazu weiter unten mehr.

Hier die besagten letzten Sätze der vier von fünf Jugendlichen:

Meine Mutter sagt, sie sei dankbar dafür, dass es in Deutschland so etwas wie Hartz IV gibt. Mir ist das Thema egal. Ich fühle mich nicht schlechter, nur weil meine Mutter Hartz IV bezieht. Arm sind Leute, die keine Wohnung und nichts zu essen haben. Ich bin nicht arm.

Das nächste Beispiel:

Ich habe in meiner Freizeit ständig für die Schule gelernt. [ … ] Jetzt studiere ich Medizin und beginne bald mein praktisches Jahr in der Gynäkologie. Ich bekomme 777 Euro Bafög im Monat, jobbe und komme gut zurecht, weil ich immer noch knauserig bin und mir keine teuren Sachen kaufe. 2016 hat meine Mama einen Job gefunden, in einer Kindertagesstätte, nach 10 Jahren ohne Arbeit. Aber sie ist immer noch nicht wieder die Frau aus meiner Kindheit.

Das wird schon, oder? Kommen wir zum nächsten Beispiel:

Aber ich habe es geschafft. Ich studiere jetzt, habe ein Stipendium, darf endlich eigenes Geld verdienen. Doch ich weiß genau, dass viele junge Menschen durch dieses unfaire System zurückgehalten werden. Deshalb will ich für einen politischen Wandel kämpfen.

Eine gute Idee, ohne Zweifel. Und das letzte Beispiel:

Ich bin jetzt 19 und wohne in einer WG in Stuttgart und habe bis Ende Dezember in einem kleinen IT-Start-up in Teilzeit gearbeitet. Manchmal gebe ich meinem Vater ein bisschen von meinem Geld ab. Ich arbeite dafür, dass mir nicht passiert, was ihm passiert ist.

Die Botschaft ist klar

Es läuft immer wieder darauf hinaus, dass Hartz IV nicht schön ist, man aber mit Kraft und Ehrgeiz und Sparsamkeit und einer gehörigen Portion Demut erreichen kann, was man erreichen will. Dass widrige Umstände zwar stören, aber kein Grund sind, nicht an den eigenen Erfolg zu glauben.

Um nicht falsch verstanden zu werden: Natürlich sind Ehrgeiz und der Wille, etwas zu erreichen, Eigenschaften, die man nur jedem (jungen) Menschen wünschen kann. Doch so, wie es der „Spiegel“ transportiert, muss es letztlich dann auch funktionieren. Immerhin sind es Menschen aus Hartz IV, die diese Geschichten geschrieben haben, daran sollen sich dann bitte schön auch alle anderen Betroffenen orientieren.

Dass es aber junge Menschen gibt, die – aus sehr unterschiedlichen Gründen – diese Durchsetzungskraft und diesen Optimismus nicht mitbringen können, wird geflissentlich verschwiegen.

Interessant wäre natürlich auch die Antwort auf die Frage, wie die Statements der Jugendlichen zustande kamen. Nun war ich nicht dabei, kann also nur spekulieren.

Aber letztlich gibt es wohl zwei Möglichkeiten:

1. Das Ende der Statements der Jugendlichen war abgesprochen.
2. Das Ende der Statements der Jugendlichen war nicht abgesprochen.

Beides wäre mehr als bedenklich. Denn wenn es ihnen so diktiert wurde, liegt eine Form der übelsten Beeinflussung vor (was allerdings nicht unterstellt werden kann, ohne Beweise dafür zu liefern). Sollten die Jugendlichen dagegen voller Überzeugung gesagt haben, was sie gesagt haben, wären sie bestens integriert – in ein neoliberales System, dem sie in gewisser Weise sogar noch dankbar sein müssen.

Wäre Letzteres der Fall, können wir uns darauf einstellen, dass Widerstand immer unwahrscheinlicher wird. Weil die Jugendlichen heute mit Hartz IV aufwachsen wie mit dem Computer oder dem Smartphone. Für die gesamtgesellschaftliche Entwicklung wäre das fatal. Weil aus der Fratze des Neoliberalismus dann das freundliche Gesicht geworden wäre. Und damit das Ende der Gegenwehr in Stein gemeißelt.

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Ronaldo
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Ronaldo

Die Union, gerade die in NEW, Meckpom und Bayern hasst Arbeitslose
Wähler , Du hast es in der Hand
Fuck Laschet

Torsten
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Torsten

Lebensschicksale… Lebensentwürfe… Lebenssituation. Wer hier mal was dazu sagen möchte und anderen, so wie gewisse religiöse Eiferer, sagen will „hast eben nicht genug gebetet, dass es dir besser geht“ dem sei Hiob mal zu lesen empfohlen. Es gibt für uns so derart viele geheimnisvolle Szenarien das es dem einen gelingt, dem anderen aber allen Lebensmut raubt. Und auch immer daran denken: es sind stets immer nur „Zeiten“ in denen wir anderen begegnen. Ob sich das Gegenüber in dieser „seiner Zeit“ dann gerade im Steine werfen, Häuser einreißen oder im wieder aufsammeln und Häuser bauen befindet, dass ist uns verborgen. Kann… Weiterlesen »

Drunter & Drüber
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Drunter & Drüber

Aber letztlich gibt es wohl zwei Möglichkeiten:

Wohl kaum.

Ich glaube, man stellt einfach eine entsprechend formulierte Frage, deren Beantwortung ausschließlich dem intendierten Zweck dient. Hat man im Verlauf des Gesprächs drei oder vier solcher Fragen gut verteilt untergebracht, ist es relativ leicht, mit den Antworten so zu jonglieren, wie es dem Eigeninteresse dient. Es gibt keine nichtmanipulativen Gespräche bei einem derartigen Machtgefälle wie dem zwischen Spiegel-Reportern und jugendlichen Hilfeempfängern! Kleine Geschen… ähm Honorare sind sehr hilfreich.

Was wäre die Alternative? Neulandrebellen? Ich warte…

…immer noch

Roberto J. De Lapuente
Admin

Was wäre die Alternative? Neulandrebellen? Ich warte…

…immer noch

Dass du immer noch wartest, ist dein Problem. Weiterziehen ginge nämlich auch.

Pen
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Pen

Soso, ihre Majestät warten.

Drunter & Drüber
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Drunter & Drüber

Wessen jetzt, ihre oder meine? Und wer sind die? Und Ihre so? Was macht die?

MacPaul
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MacPaul

Der letzte Absatz trifft es auf den Punkt; genau so ist es, bei den Eigenschaften der Menschheit.

Molle Kühl
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Molle Kühl

„Dass es aber junge Menschen gibt, die – aus sehr unterschiedlichen Gründen – diese Durchsetzungskraft und diesen Optimismus nicht mitbringen können, wird geflissentlich verschwiegen.“ Hier wird das Vorurteil über jugendliche H4-Abhängiger transportiert, die sich nach Meinung des Autor und den Klischeevorstellungen von RTL und BILD-Rezipienten doch gefälligst energielos, frustriert, bildungsunwillig, sozial isoliert, resignativ und in der materiellen Armut auf lebenslänglich eingerichtet haben. Der Blogger kreidet es den Interviewten an, dass sie durch vorbildliche und sparsame Haushaltsführung ihrer Erziehungsberechtigten, das „Privileg“ hatten und dank gymnasialer Schulbildung einen günstigen Start ins Berufsleben zu haben. Nicht unwichtig ist, dass es sich dazu auch… Weiterlesen »

Pen
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Pen

Gut interpretiert. Würde ich genauso sehen. Was erwartet man denn vom Spiegel? Die Absicht ist klar, wir sollen uns an den Neoliberalismus gwöhnen, so schlecht ist das gar nicht, finden Liz Mohn und Friede Springer.

Danke, Tom, daß Du es über Dich gebracht hast, für uns dieses bescheuerte Propagandablatt zu lesen, und Dir ab und zu eine von diesen blöden Talkschows anzusehen. Chapeau!

Horst2
Gast
Horst2

Diese Propaganda Pro-Hartz4 ist mir bereits auch wiederholt aufgefallen. Und diese findet tatsächlich sehr subtil statt, genau so wie Wellbrock es weiter oben beschrieben hat. Den zugehörigen Spiegel-Artikel kenne ich leider nicht. Die H4-Empfänger werden allerdings auch ganz konkret fertig gemacht. Die Propagandamaschine muß dabei immer wieder erwähnt werden, da diese kriegspsychologisch wirklich den Boden für diese „Vergewaltigung“ von Millionen Menschen schafft. Das Gesetz (wie erst kürzlich festgestellt) ist in einem seiner Kernelemente verfassungswidrig und verstößt damit gegen den höchstrangigen Artikel der Verfassung. (Schutz der Menschenwürde) Über das entsprechende Urteil wurde gerade einmal einen Tag lang berichtet. Im Mainstream fand… Weiterlesen »

niki
Mitglied
niki

2. Das Ende der Statements der Jugendlichen war nicht abgesprochen. Möglicherweise ist das so… Problematik dahinter ist aber auch noch dass niemand von denen im schlechten Licht gesehen werden möchte… Deswegen wirst du schon fast reflexartig von vielen hören: Ich tue etwas und möchte mich positiv von den anderen abheben… In meiner eigenen Erfahrung als ehemaliger H4-Empfänger ist das so, dass man förmlich genötigt wird sich so zu äußern, damit man nicht als der letzte Dreck angesehen wird… Vor allem von Amtswegen wird einem alles mit Hilfe schwarzer Erziehung eingetrichtert… Es ist mit einer Gehirnwäsche zu vergleichen! Ich kann mich… Weiterlesen »

Folkher Braun
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Folkher Braun

1980 wurde mir als Gefahrgut-Tankzugfahrer ein defekter Kessel untergejubelt. Mit dem Ergebnis, beim Ausladen bekam ich eine Ladung Methanol ins Gesicht. Der Werkssani von Nobel in Troisdorf erlaubte mir, mit dem Tanksattel nach Hause zu fahren. O.k. Stoffnummer 1230 und Gefahrgutkennzeichnung 33 und ungereinigt Null problemo. Die Tage drauf konnte ich immer schlechter gucken und meldete mich krank. Um das Verfahren abzukürzen: Mein Chef hat keine Unfallmeldung abgeschickt, die BG Fahrzeughaltungen wusste von nix und als ich nach einem Jahr wieder halbwegs gucken konnte, war ich so lange auf eigene Rechnung krank und kam auf AlHi. Das war das blaue… Weiterlesen »

Horst2
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Horst2

aber wie sieht das aus, wenn eine alleinerziehende Mutter mit zwei schulpflichtigen Kindern an Krebs erkrankt? Man hat die Zustände hierzulande derart pervertiert, dass die normalen Lebensrisiken (Krankheit, Scheidung …) zwischenzeitlich materiell von vielen Leuten kaum noch abdeckbar sind. Deshalb hatten viele im linken Milieu sich eine zunehmende Organisierung erhofft nachdem die Massenverelendungspolitik von Rot/Grün unter Schröder initiiert worden ist. Statt einer zunehmenden Organisierung hat aber leider die Kanibalisierung und der Vernichtungswettbewerb zugenommen. Verschärft wird die ganze Sache noch durch den Import von ausländischen Sozialstaatstouristen. Die Belastungen der Sozialkassen sind zwischenzeitlich überbordend: über 20 Millionen Rentner über 2 Millionen Pensionäre… Weiterlesen »

niki
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niki

Verschärft wird die ganze Sache noch durch den Import von ausländischen Sozialstaatstouristen. Wohl kaum… („Sozialstaatstouristen“ ist ein widerwärtiger Ausdruck!…) Glaub man nicht, dass die Neoliberalen den Hartz4-Empfängern auch nur einen Cent mehr gegönnt hätten hätte es die Flüchtlingskrise 2015 nicht gegeben… Hartz4 ist in seiner Höhe und Drangsalierung so gestrickt, dass man gerade soeben überlebt, aber immer in Panik ist, ganz schnell auf der Straße zu landen… Gegenwehr ist von den geringen Mitteln kaum möglich. Und falls doch, wird einem von Amtswegen alles in den Weg gelegt um sich wehren zu können… Das fängt schon bei der Ortsanwesenheitspflicht an! Wenn… Weiterlesen »

Horst2
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Horst2

Hartz4 ist in seiner Höhe und Drangsalierung so gestrickt, dass man gerade soeben überlebt, aber immer in Panik ist, ganz schnell auf der Straße zu landen… Nun, da sind schon einige auf der Straße gelandet. Versuch mal mit H4 eine Wohnung zu bekommen. Hatte zwar noch nicht das Vergnügen, aber es ist ja bekanntlich zwischenzeitlich schwierig mit einem regulären Job die Wohnung zu wechseln. Ansonsten sind verschiedentlich schon Leutchen auf der Straße gelandet oder (günstigstenfalls) in einer Notunterkunft (sofern ein Platz frei war). Die entsprechenden „Ängste“ sind also nicht ganz unbegründet. Wer ein bißchen im youtube sucht, der findet auch… Weiterlesen »

Pen
Gast
Pen

Es existiert ein Ausgabenproblem wie z.B.Erhöhung des Rüstungsetats um 2 Prozent, damit die Grünen mit den Defendern aus Übersee den bösen Russen angreifen können. Wählt hier noch jemand die Grünen?

ETWA?

Ronaldo
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Ronaldo

Werde wohl die SPD wählen müssen, die darf nicht verschwinden! Sie ist in der Flüchtlingsfrage auch realistischer als die Linkspartei usw.

seyinphyin
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seyinphyin

Die LINKE steht in der Flücthlingsfrage dafür, dass man den Menschen keinen Grund mehr gibt zu flüchten, als auf vielfältige Weise ihre Heimat zerstört, ausplündert, missbraucht.

Das ist die Position der LINKEN und auch die einzige, die funktionieren kann.

niki
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niki

Nun, da sind schon einige auf der Straße gelandet…

Ohne einer Vielzahl realer Fälle —-> keine Drohkulisse…
Ansonsten täte ja jeder drüber lachen…

Ronaldo
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Ronaldo

2015 darf und wird sich nicht wiederholen! Man hat Angst vor den bösen Rechten! Deutschland ist beamtentreu, verprügelte Grenzschützer an Europas Aussengrenze sind aber natürlich nicht schlimm,

Brian DuBois-Guilbert
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Brian DuBois-Guilbert

Lass´ dich bitte schnellstens einweisen…tue uns bitte den Gefallen…BITTE !!!

Ronaldo
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Ronaldo

Man kann ja die Leistungen für den kleinen Brian kürzen, da bleibt Kohle für die Syrer!

seyinphyin
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seyinphyin

Das Vermögen der Reichsten in diesem Land, die ohnehin schon viel zu viel besitzen, wächst jedes Jahr um weiter 200+ Milliarden Euro an. Nettogewinn. Damit Du mal weißt, wo das ganze Geld wirklich hingeht. Und das sind die Auslandsvermögen noch nicht einmal mit drin.

seyinphyin
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seyinphyin

Rechte sind nicht nur Nazis und Rassisten. Rechte sind auch Neolibs, die z.B. genau dieses kaputte Hartz 4 System entworfen haben.

Rassismus ist da nur Ablenkung. Diese Wirtschafts-Rechten verachten die Inländer und Ausländer gleichermaßen, das ist alles Pöbel.

Ronaldo
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Ronaldo

Sey, damit hast Du allerdings mehrmals recht
Auf den letzten Abschnitt jetzt bezogen😎😀

seyinphyin
Gast
seyinphyin

Hartz 4 ist in erster Linie eines: eine sehr billige Lösung die Leute still zu halten und sie gleichzeitig mit Androhung von Obdachlosigkeit und Tod in Lohnsklaverei zu treiben, was dann als Drohszenario auch wunderbare Auswirkung auf den Rest des faulen, wertlosen Proletarierabschaums anwendbar ist. Zahlt man es nicht, wird ein gehöriger Teile zwangsläufig kriminell werden, was ganz direkt weit höhere Schäden erzeugen wird als selbst ein lebenslanger Hartz 4 Bezug kosten würde, was ebenso zwangsläufig eine enorm negative Auswirkung auf das gesamte Gesellschafts- und damit auch Wirtschaftsklima haben wird, also noch Mal weitere Schäden erzeugt und sperrt man die… Weiterlesen »

Atalante
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Atalante

OK, vielleicht ein wenig OT, ich bin keine Jugendliche mehr, habe aber diese Hartz-Sch… mitmachen müssen, da ich, im Studium schwer erkrankt, dieses nicht abschließen konnte und auf ALGII angewiesen war…(Konnte dann über die Arbeitsagentur(nicht das Jobcenter) wenigstens ne Umschulung machen, damit ich überhaupt was an Ausbildung hab) Mit wenig Geld auskommen, das ist verkraftbar (mehr aber auch nicht, man ist schon sehr eingeschränkt, das macht einem auch zu schaffen, auch und gerade, wenn man gucken muss, wo man noch „angemessenen“ Wohnraum bekommt und wie man einen Umzug dahin stemmt usw…), was mich dann allerdings regelrecht fertig gemacht hat, waren… Weiterlesen »

niki
Mitglied
niki

@Atalante Nun… Da bist du bei weitem nicht die einzige der regelmäßig der Kragen dabei platzt… Wenn man als frisch ausgebildete IT-Fachkraft in eine PC-Anfänger-Maßnahme gesteckt wird, was hier bei weitem kein Einzelfall war bzw. ist, und die alltägliche Erniedrigung und Drohkulisse im Jobcenter erfahren musste, versteht dich nur allzu gut… Ganz ehrlich… Ich war auch kurz vorm durchknallen (Edit: Vielleicht sind das gar nicht so wenig, mein Bruder hatte wie schon erwähnt ein Büro im Jobcenter zerlegt), also vor einem echten Amoklauf im Jobcenter… Das ganze entwickelte sich dann doch hin zu einer erheblichen Stresserkrankung und kostete mich rund… Weiterlesen »

Albert
Gast
Albert

Was anderes vom Spiegel erwartet?