Virtuelle Welten als Widerstandsbrecher

Virtuelle Realitäten können uns maßgeblich dazu bringen, uns mit unserem Dasein einfach so abzufinden. Kein Widerstand, keine kritischen Gedanken, und auch keine Sorgen und Ängste mehr, zumindest nicht bewusst. Ein denkbares Szenario oder nur eine Spinnerei?

Wenn es um die Digitalisierung, Automatisierung, Robotik, künstliche Intelligenz oder das Internet der Dinge geht, denken wir meist an die wirtschaftlichen Auswirkungen. Welche und wie viele Arbeitsplätze fallen in Zukunft einfach weg, gibt es Ersatz? Und wie wird das Geld verteilt und besteuert, wenn Maschinen künftig den größten Teil der Fertigung übernehmen? Ist ein Grundeinkommen die Rettung, und müssen künftig Maschinen besteuert werden? Alles wichtige Fragen, auch wenn die Antworten recht träge daherkommen. Weil Politik grundsätzlich langsamer ist als Technologie, es sei denn, sie plant einen Krieg, dann kann sie zuweilen schneller agieren als das Drücken eines Joysticks dauert.

Die virtuelle Realität (VR) spielt in diesen wirtschaftlichen Überlegungen meist eine – wenn überhaupt – nur untergeordnete Rolle. Doch man sollte ihr Aufmerksamkeit schenken, denn sie verändert uns in Zukunft erheblich. Und sie tut das schon jetzt, selbst wenn man noch nie eine Virtual-Reality-Brille auf der Nase hatte.

Mit dem Fernseher begann das Abtauchen in künstliche visuelle Welten

Das Drama begann hierzulande in den 1950er Jahren mit dem Fernseher. Wobei der zunächst in Deutschland keinen großen Einfluss hatte bzw. eher den Wohlhabenden zugute kam. Aber mit sinkenden Preisen, dem Farbfernseher, der Fernbedienung und technischen Möglichkeiten, TV-Produktionen hochwertiger zu gestalten, wuchs die Bedeutung des Fernsehens zunehmend. Und aus der mit leichtem Unterton bezeichneten „Flimmerkiste“ wurde ein Gerät, das uns immer mehr einnahm. Und das sich immer mehr Menschen leisten konnten.

Wirklich dramatisch wurde es aber erst mit der Einführung des Privatfernsehens. Dies begann mit dem ersten Senden am 1. Januar 1984 (George Orwell lässt grüßen) und sollte erheblichen Einfluss auf die Zuschauer, aber auch auf die Programmgestaltung der öffentlich-rechtlichen Sender nehmen. Wir hatten es nun plötzlich mit einer Vielzahl von Programmen zu tun, die Auswahl wurde stetig größer. Werbung gehörte natürlich auch dazu, und zwar nicht zu knapp. Doch die Menschen akzeptierten mit erstaunlicher Leichtigkeit Werbeunterbrechungen bei Spielfilmen und anderen Formaten. Man ging dann eben kurz aufs Klo oder holte sich etwas zu essen oder zu trinken (wobei: Wer alle 15 Minuten aufs Klo geht, sollte vielleicht einmal über seine Blasentätigkeit nachdenken).

Mit der Werbung freundete sich dann auch das öffentlich-rechtliche Fernsehen schnell an, die Einnahmen waren einfach zu verlockend. Begründet wurde das Vorgehen mit der Argumentation im Sinne der Beitragszahler. Die würden – würden die Öffentlich-Rechtlichen auf Werbung verzichten – tiefer in die Gebührentasche greifen müssen. Am 8. Januar 2015 schrieb die ARD auf ihrer Website:

Werbung ist ein kleiner, aber durchaus wichtiger Baustein zur Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Würde der öffentlich-rechtliche Rundfunk auf Werbung verzichten, müsste zum Ausgleich der monatliche Rundfunkbeitrag um 1,42 Euro steigen. Für die Bürger wären dies deutliche Zusatzkosten.

Das ist ein ziemlich guter Witz, wenn man bedenkt, wie oft und wie gezielt in den öffentlich-rechtlichen Sendern Werbung platziert wird (man denke nur an Fußballübertragungen). Aber sei‘s drum.

Das Fernsehen prägte uns lange Zeit, wir richteten unsere Tagesabläufe nach unserem Lieblingsprogramm aus, spätestens zur Primetime musste alles störend Alltägliche erledigt sein, damit wir uns beispielsweise voll und ganz unserem geliebten „Tatort“ widmen konnten. Damit waren wir bereits im Strudel dessen, was das Fernsehen uns vorgab: unser Zeitmanagement. Was für eine Erleichterung, als man dann mit einem Videorekorder seine Lieblingssendung aufnehmen konnte. Heute ist das eine geradezu lachhafte Vorstellung, aber damals kannte noch niemand Streamings oder Mediatheken, nicht einmal DVD-Player oder -Rekorder waren in Aussicht. Doch die Tendenz war klar: Durch die Möglichkeit, Sendungen aufzunehmen, konnten wir unser Pensum erhöhen, wir schauten entweder live oder später die Aufzeichnung an.

Insbesondere das Privatfernsehen trug dazu bei, dass sich unsere Hirnwindungen simpleren Aufgabestellungen hingaben. Das Niveau in den Privatsendern war von Anfang an nicht gerade geeignet, um ein Studium (und sei es auch nur ein Fernstudium) zu ersetzen, im Gegenteil, Trash überwog von Beginn an. Und formte uns in eine neue Richtung. Eine Richtung des Nichtdenkens und ausschließlichem Konsumierens.

Man könnte noch viel über die Auswirkungen des Fernsehens, und noch viel mehr über die des Privatfernsehens schreiben, aber wir wollten ja auf virtuelle Realitäten hinaus. Und zu denen kommen wir dann jetzt auch.

Igeln wir uns in Zukunft immer weiter ein?

Die technische Seite soll hier nicht im Vordergrund stehen. Um sich Grundsätzliches bezüglich virtueller Realitäten anzueignen, eignen sich wissenschaftliche Artikel im Netz, man kann sich aber auch auf Wikipedia einen ersten Überblick verschaffen.

In diesem Text soll es vielmehr um einen Ausblick gehen, und um die Frage, inwieweit uns virtuelle Realitäten künftig beeinflussen. Und ich vermute, dass diese Beeinflussungen erheblich sein werden. Der Grund ist denkbar einfach: Der Mensch liebt die Illusion. Ob es die Bibel war und ist, Märchen, Fantasy, Science Fiction, ob es Filme oder Serien sind, oder eben das Smartphone, das eine neue Form der Illusion schafft. Menschen wollen entführt werden, in Welten, die sie betreten und wieder verlassen können.

Doch die modernen Illusionen bringen mehr noch als vergangene ein erhebliches Maß an Suchtpotenzial mit sich. Sicher, man kann nach einem Buch süchtig werden, wenn es nur spannend genug geschrieben ist, die Figuren authentisch sind und die Handlung uns einfach fesselt. Doch danach kehren wir doch sehr selbstverständlich wieder in die „wahre“ Welt zurück (wie wahr diese Welt tatsächlich ist, lässt Diskussionsspielraum, den wir aber an dieser Stelle ebenfalls vernachlässigen wollen – mein Podcast mit Patrick Breitenbach ist aber eine Empfehlung an jene, die sich ein wenig mit dem Konstruktivismus befassen wollen).

Die virtuelle Realität erreicht aber eine ganz neue Stufe der Illusion. Neu daran ist die Tatsache, dass die Illusion, je weiter sich die Technik der VR entwickelt, immer perfekter, immer authentischer wird. Wer einmal den Film „Minority Report“ gesehen hat, wird sich erinnern, wie sich Tom Cruise geradezu verzweifelt in die virtuelle Realität begeben hat, um so etwas ähnliches wie Kontakt zu seiner verstorbenen Frau aufzubauen. Natürlich gab es diesen Kontakt nicht wirklich, aber der Figur, die Cruise verkörperte, war das egal. Er litt so sehr unter seiner Situation, dass die virtuelle Brille eine der letzten Möglichkeiten war, sich mit seinem Schicksal abzufinden (was nicht sonderlich gut gelang, wie man anmerken muss).

Und damit sind wir beim Punkt. Die reale Welt wird für viele Menschen ebenfalls immer unerträglicher. Ein erbarmungsloser Arbeitsmarkt, Arbeitslosigkeit, Armutsgefahr, Perspektivlosigkeit und eine immer schneller werdende Welt schreien geradezu nach Alternativen, nach Auswegen, um der Brutalität des Lebens zu entkommen, und sei es nur für ein paar Minuten oder Stunden.

Sich in einer (virtuellen) Welt zu befinden, in der man Herr seines Schicksals ist, in der man Einfluss hat, den Lauf der Dinge bewusst verändern kann, das kann eine solche Alternative sein. Derzeit ist das Publikum für virtuelle Realitäten noch übersichtlich, und insbesondere die Menschen, die sich am unteren Ende der Kette befinden, kommen mit ihnen nur selten in Kontakt. Doch aller Wahrscheinlichkeit wird das nicht so bleiben.

Virtuelle Illusionen für alle – ein Ausblick

Hier gelange ich an den spekulativen Teil meines Textes. Ich vermute, dass virtuelle Realitäten in Zukunft eine enorm wichtige Rolle spielen werden, um den Mächtigen die Macht zu erhalten und die Wehrlosen weiterhin still zu halten. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Löhne in einem sich stetig weiter entwickelnden neoliberalen System positiv gestalten lassen, stehen schlecht. Wann auch immer wenige mutige Politiker den Versuch der Regulierung unternehmen, wird von ARD bis ZAPP die böse, böse Planwirtschaft an die Wand gemalt. Irgendwo dazwischen plappert ein Christian Lindner oder Peter Altmaier irgendwas von Digitalisierung und Wahlfreiheit daher, und die Medien wissen ohnehin längst nicht mehr, wie kritischer Journalismus funktioniert. Zur Wahl stehen also entweder politische Lösungen, Aufstände oder eben alternative Möglichkeiten für die Menschen, um sich mit den Fakten zu arrangieren.

Die Traurigkeit, die Melancholie, die Bewegungsunfähigkeit und Apathie erleben wir längst bei vielen Menschen. Wirklich wehrhaft – zumindest im rhetorischen Sinne – erscheinen nur noch ein paar von denen, die es sich leisten können. Wer ein wirtschaftliches Auskommen, einen vollen Kühlschrank und vielleicht eine kleine Ferienwohnung auf Sylt hat (sanktionsfrei, versteht sich), kann sich bei Wein und Käse mit Freunden zusammensetzen, um über das Leid zu wehklagen, das der Neoliberalismus mit sich bringt. Menschen, die mit dem Mindestlohn zurechtkommen müssen, die aufstocken und sich ernste Sorgen um den nächsten Monat und ihre Rente machen müssen, denken in aller Regel kleiner, sie müssen sich ganz akute und konkrete Sorgen machen, die sie beim kritischen Blick auf das große Ganze behindern, wenn nicht sogar die mentale Möglichkeit völlig ausschalten. Diese Entwicklung ist durchaus gewollt, denn wer sich mit alltäglichen Notwendigkeiten befassen muss, und wer dabei feststellt, dass ihm die Erfüllung dieser Notwendigkeiten zwischen den Fingern zerrinnt, der ist leicht zu haben für Möglichkeiten, die ihm das Dasein vermeintlich erleichtern.

Vermutlich werden virtuelle Realitäten relativ schnell ein Massenprodukt werden, das für wenig Geld zu haben sein, womöglich sogar aktiv von der Politik und/oder der Wirtschaft subventioniert wird. Immer mehr Menschen werden künftig eintauchen in virtuelle Welten, werden süchtig danach und sich mit ihrem Schicksal in der realen Welt abfinden. Weil sie genügend Momente haben werden, die ihnen ein vorgetäuschtes Gefühl der Befreiung verschaffen.

Alle Welt spricht von den Veränderungen, die die Digitalisierung auf dem Arbeitsmarkt mit sich bringt und bringen wird. Diese Veränderungen sind nicht zu leugnen, doch die Frage nach der auskömmlichen Existenz hat mit der Digitalisierung nichts zu tun. Denn diese auskömmliche Existenz ist schon lange in Gefahr, und ganz sicher wird sich dieser Trend fortsetzen. Das ist jedoch weniger der Digitalisierung geschuldet, denn die müsste lediglich so organisiert werden, dass die Menschen von ihren Vorteilen profitieren. Das ist aber politisch nicht gewollt, im Gegenteil. Die digitale Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt wird missbraucht, um die analogen Fehler zu vertuschen und das Auseinandergehen der Schere zwischen Arm und Reich zu rechtfertigen. Damit wird der Digitalisierung der Schwarze Peter zugeschoben, der jedoch ganz woanders zu suchen ist.

Um die Menschen still und passiv zu halten, sind virtuelle Welten geradezu das perfekte Mittel. Dem Individuum wird das bis zu einem gewissen Punkt sogar guttun. Weil es Spaß an der Illusion hat, weil es gerne spielt und die Möglichkeiten der virtuellen Realität genießen wird, jetzt und in Zukunft.

Ob die massive Vertiefung in die virtuellen Realitäten allerdings der Gesellschaft und damit auch letztlich dem Individuum wirklich eine Hilfe sein wird, die die eigene Entwicklung beflügelt, darf bezweifelt werden, wenn wir die politische und wirtschaftliche Entwicklung verfolgen.

Wie eine Welt aussieht, die so viele Konsumenten virtueller Realitäten hat wie derzeit noch Fernsehzuschauer, kann ich mir im Moment nur schwer vorstellen. Ich fürchte aber ernsthaft, dass diese Welt unter den Voraussetzungen, wie wir sie jetzt vorfinden, keine bessere sein wird. Auch das liegt allerdings weniger an den virtuellen als an den analogen Realitäten.  [InfoBox]

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ChrissieR
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ChrissieR

Och, nee, Tom!
Ich bin zwar auch noch analog aufgewachsen…aber als es noch keine virtuelle Realität elektronisch gab, hab ich mich mit Büchern weggeträumt! Oder Urlaub in den Bergen gespielt auf der Modellbahnanlage eines Mitschülers….Mein Kopfkino ist so gut, da brauch ich keine virtuel reality…
Und unsere Grosseltern haben uns schon spannende Märchen erzählt…

Alloah

Christine

R_Winter
Mitglied
R_Winter

Tom, treffend analysiert und geschrieben –
nur ist die „Zukunft ?“ der nächsten 10 Jahre noch schlimmer. Die Entwicklung der „Steuerung“ in China
ist das Vorbild der Neoliberalen und übertrifft alle unseren gegenwärtigen Vorstellungen.

Defi Brillator
Gast
Defi Brillator

Bzgl. dem Übertreffen: Nein! Die Vorstellungen kann man anhand einer „ganz normalen“ Fa. gut erkennen. Auch Potenz und Tendenz. Und trotzdem machen alle mit.

R_Winter
Mitglied
R_Winter

Die Einstellungen scheinen noch immer nicht zu funktionieren oder warum wird der Kommentar nicht angezeigt?

Nashörnchen
Gast
Nashörnchen

Panem et circenses. Die Idee ist dann doch schon bissl älter als das Fernsehen.
Es gab ja auch immer mal wieder Versuche, den Menschen auf das rein ökonomisch verwertbare Objekt zu reduzieren. Hat sich aber auch nicht so richtig durchgesetzt. Und das ist gut so…

Mordred
Mitglied
Mordred

Ich nehme an, dass Du Inception anstatt Minority Report meintest?

Derzeit ist das Publikum für virtuelle Realitäten noch übersichtlich, und insbesondere die Menschen, die sich am unteren Ende der Kette befinden, kommen mit ihnen nur selten in Kontakt. Doch aller Wahrscheinlichkeit wird das nicht so bleiben.

World of Wacraft, Second Life etc. gibt es doch auch schon seit 10 Jahren oder länger. Mit unter 20€/Monat kannst Du Dich 24/7 virtuell beschäftigen.
Meines Erachtens liegt es also auch nicht nur an der Hardware und der realitätsnahen Grafik (teilweise sieht die Grafik ja schon besser aus als die Realität^^), sondern auch an der „realisierten“ Welt.

Roberto J. De Lapuente
Admin

Wir haben momentan Schwierigkeiten mit der Technik. Das soll im Laufe der nächsten Zeit verbessert werden. Es wird aber noch eine Weile dauern. Bitte habt Geduld – und kommentiert weiter. Wenn mal ein Kommentar feststeck, solltet ihr nicht vom Schlechtesten, sprich von Zensur ausgehen: Wie gesagt, es ist die Technik.

ChrissieR
Mitglied
ChrissieR

Deshalb fahr ich Oldtimer!! Null problemo mit der einfachen Technik!😊

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

Ein praktischer Ansatz, denn aufhalten z.B. durch Verbote kann man das abtauchen der Menschen in virtuelle Welten nicht, wäre, Kompetenzen zu vermitteln damit die Menschen konstruktiv mit diesen virtuellen Medien umgehen. Dazu gehören u.a. auch positive Visionen, analog zu anderen ja auch den klassischen Medien. So kann man z.B. durch lesen von Schundliteratur der Welt entfliehen, oder durch den „Konsum“ gewichtiger Werke die Welt erst begreifen lernen. Wer weiß, wenn man so an die Thematik herangeht kann diese Technologie sogar Chancen für eine vernünftige Bildung bieten, man stelle sich nur mal vor man könnte die Werke der Weltliteratur zu Hause… Weiterlesen »

Phrygian
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Phrygian

Gut ich gebe zu, ich bin evtl. zu alt für diesen virtuellen Kram…. Denke aber, im Bereich Konstruktion, Medizin usw. kann das wohl recht sinnvoll sein. Aber als evtl. süchtig machende Dauerbespaßung könnte es, neben den von Tom geschilderten Effekten und Absichten, vielleicht auch gesundheitliche Probleme geben. Manchen Menschen wird ja schon im 3D-Kino schlecht. Aber vor allem… gibt es da eine Altersgrenze (nach unten), was macht es mit unseren Kindern und wer will das kontrollieren? In diesem Zusammenhang las ich kürzlich einen sehr interessanten Artikel bei den Nachdenkseiten. Interview mit Dr. Teuchert-Noodt (Neurobiologin), Nachzulesen hier: https://www.nachdenkseiten.de/?p=49485 Also ich sehe… Weiterlesen »

Folkher Braun
Gast
Folkher Braun

Ich „oute“ mich mal als Betroffener der IoT-Technik. Seit 1981 bin ich „Bremsendienst-Prüfberechtigter“. Über ein Jahrzehnt bin ich mit sechs Manometern unter Lastzügen herumgeturnt, um deren Bremsfähigkeit nach Richtlinie 71/320 EG nachzuweisen. Heute besitze ich – von drei Bremsenherstellern – je eine software, mit der ich die Bremssysteme prüfen kann. Wir bekommen immer mehr Radköpfe, die vollautomatisch hergestellt werden. Man kann die aber nicht vollautomatisch reparieren. Anders gesagt: Was in der IoT rationalisiert wird, muss auf der Seite der Reparatur sich erst noch beweisen. Vor sechs Monaten habe ich „virtuell“ die Batterie eines Stirnwand-Kühlsystems (das ist das, was am Kühlkoffer… Weiterlesen »

42
Gast
42

Das menschliche, kindliche Gehirn entwickelt sich erst durch „Begreifen“,
durch das räumliche Abtasten und Abmessen von Gegenständen, durch
das Abschreiten von Distanzen und Hüpfen, Drehen und Krabbeln im
3Dimensionalen Raum.
Die Kinder, und später Erwachsene, vom Holodeck werden behindert sein.
Ohne haptisches Feedback kein hochstrukturiertes und spezialisiertes Gehirn.

Entwicklungspsychologisch betrachtet ( aktueller Stand ), sind Toms Szenarien
und mögliche Auswirkungen nicht wirklich unwirklich.

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