Terror-Theater versus Politik-Inszenierung (Teil II)

Im ersten Teil ging es um die Frage, ob der Terrorismus tatsächlich in der Lage ist, unsere Gesellschaft ernsthaft zu gefährden und ob ein Kampf der Kulturen überhaupt sinnvoll sein kann. Darüber hinaus wurde hinterfragt, warum die Angst vor dem Terror größer ist als die vor dem Tod durch Verkehrsunfälle, Diabetes oder Luftverschmutzung.

Der zweite Teil beschäftigt sich mit der Reaktion der Politik auf Terror und mit einem womöglich besseren Agieren, um dem Terror den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Bellen gegen beißen

Wahrscheinlich haben Sie schon einmal gesehen, wie auf der Straße zwei an der Leine geführte Hunde aufeinander losgehen wollten. Gegen die guten Worte ihres Herrchens oder Frauchens sind diese Hunde konsequent immun, sie folgen ausschließlich dem Impuls, ihre Widersacher in die Schranken zu weisen. Wenn Herrchen oder Frauchen ob der eigenen Machtlosigkeit bzw. des Ungehorsams ihrer Vierbeiner nun ihrerseits wütend wird, ist das Geschrei groß. Plötzlich bellen die Hunde und brüllen die Menschen. Das hat fatale Auswirkungen, denn die Hunde nehmen die lauten Maßregelungsversuche ihrer Dosenöffner als Unterstützung ihres eigenen Tuns wahr. Der Mensch mag durchaus nachvollziehbaren Ärger empfinden, weil sein Vierbeiner so einen Aufstand um nichts macht, die Fellnase dagegen sieht das naturgemäß anders und brauchte nur noch diese zusätzliche „Motivation“, hervorgerufen vom Menschen, um erst recht so laut und heftig wie möglich am Rad zu drehen.

Und nun kommt die Frage: Was hat die Beschreibung einer solchen Situation mit Politik und Terrorismus zu tun?
Die Antwort: Politiker reagieren auf Terrorangriffe ebenso wie das eben beschriebene Frauchen oder Herrchen. Sie fangen an zu brüllen (teils im übertragenen, teils im wahrsten Sinne des Wortes), malen Szenarien an die Wand, die viel schlimmer und viel größer sind als das, was geschehen ist (als ob es nicht auch so schon schlimm genug wäre!), sie stellen ganze Religionen und Menschengruppen in Frage, fordern lautstark schärfere Gesetze und führen Debatten darüber, dass alles, wofür wir stehen, in Gefahr sei. Wir selbst sind – um bei dem oben beschriebenen Vergleich zu bleiben – dann quasi die Hunde, die nicht etwa beschwichtigt oder gar beruhigt werden, sondern jetzt mit dem Gekläffe erst richtig loslegen. In solchen Momenten ist es uns dann auch erst einmal egal, wenn wir wegen des Terrors schärfer überwacht werden sollen, belauscht und abgehört werden oder gleich ganze Polizeigesetze geändert werden, zu unserem Nachteil. Selbst den logisch nicht zu begründenden Einmarsch in andere Länder finden wir ok, weil dort womöglich die Terroristen herkommen, denen wir den ganzen Schlamassel zu verdanken haben.
Kurzfristig wirkt das Gefühl, dass diese Maßnahmen ja nun einmal sein müssen. Schließlich hat gerade ein Terrorangriff stattgefunden, da sind die beschriebenen Konsequenzen das Mindeste. Meinen wir häufig.

Dumm nur: all das wird nichts bringen, außer dass unsere eigene Unzufriedenheit gegenüber sinnlosen Maßnahmen zunimmt und somit auch die Unzufriedenheit insgesamt. Und letztlich auch die Angst vor weiterem Terror, denn was versucht wurde, hat ja nicht funktioniert. Politisch kann man kaum effizienter scheitern, denn a) wurde der Terror durch diese Inszenierung nicht erfolgreich bekämpft, und b) wurden die Freiheitsrechte eingeschränkt, ohne dass es eine Gegenleistung dafür gegeben hätte.

Terror aus dem Nichts – die ohnmächtige Gesellschaft

Terror macht etwas, das Politikern schwer zu schaffen macht. Er untergräbt den Anspruch darauf, politisch weitgehend ohne Gewalt agieren zu können. Polizeigewalt auf Demonstrationen lässt sich medial leicht rechtfertigen, weil der Gegenseite der Vorwurf gemacht wird, diese provoziert zu haben (was zuweilen sogar stimmen mag). Gewalt durch Sanktionen etwa, wie sie bei Hartz-IV Alltag sind, lässt sich der Öffentlichkeit meist – mit Unterstützung wohlwollender Medien und einer starken Wirtschaftslobby – als notwendiges Übel verkaufen, um „Sozialmissbrauch“ zu verhindern. Für nahezu jede Form der staatlichen Gewalt sind Rechtfertigungen und Erklärungen parat, die sich mittels einer breit angelegten Öffentlichkeitsarbeit gut verkaufen lassen.

Terror dagegen kommt unvorhergesehen daher, er lässt sich nicht erahnen oder planen. Wenn in einem konventionellen Krieg ein bestimmtes Gebiet erobert werden soll, sind sich die kriegführenden Parteien „einig“, dass es sich hierbei um das Objekt der Begierde handelt. Das macht die Planung einfacher. Der Terror aber kommt plötzlich und an Orten, an denen man mit ihm nicht rechnet. Somit ist die Politik, die ganze Gesellschaft, zunächst einmal gezwungenermaßen in einer passiven Rolle. Sie ist dazu verdammt, das Drama passieren zu lassen, bevor sie auf ein Erlebnis reagieren kann, das längst stattgefunden hat und nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Diese Hilflosigkeit macht wütend. Und sie führt zu Ankündigungen, die versprechen, derlei Taten in Zukunft nicht mehr zuzulassen. Versprechungen, die faktisch unmöglich einzuhalten sind.

Das oben beschriebene Phänomen, dass Politiker nach Terroranschlägen besonders laut kläffen, ohne (den Terrorismus) wirklich beißen zu können, erhöht die Ohnmacht, aber auch die Möglichkeit, politische Maßnahmen durchsetzen zu können, die ohne den Terror gar nicht notwendig gewesen wären. Somit erzielt der Terror, wenn dies geschieht, den einzig möglichen „Nutzen“. Er ist nicht in der Lage, sich auf einem konventionellen Schlachtfeld mit seinem Gegner zu messen. Dieser Gegner ist viel zu groß und mächtig, und ganz nüchtern betrachtet sind die Opfer eines terroristischen Amokläufers oder Lkw-Fahrers, auf die gesamte Gesellschaft bezogen, komplett unwirksam. Man mag jetzt kritisieren, dass jedes Opfer eines Terrorangriffs eines zu viel ist, was natürlich stimmt. Aber die Politik beschränkt sich ja nicht darauf, den Angehörigen der Opfer ihr Beileid auszusprechen (so wie sie es auch im Falle von Vulkanausbrüchen oder Tsunamis macht, gegen die sie nicht minder machtlos ist)), sie verspricht vielmehr, dass so etwas nicht mehr vorkommen wird, oder zumindest soll. Daher dann also politische Maßnahmen, die nicht nur nichts (gegen den Terror) bringen, sondern die Lage im eigenen Land eskalieren lassen. Nebenbei – und zur Freude entsprechender Interessengruppen – werden die Ausgaben für Terrorabwehr massiv erhöht, während die Anliegen der Menschen – Arbeit, Wohnraum, Gesundheit, Bildung, Infrastruktur – sträflich vernachlässigt werden. Doch der Grund dafür liegt ja auf der Hand: der Kampf gegen den Terror.

Krieg als Folge des Terrors oder Terror als Folge des Krieges?

Terror ist der Versuch, Nadelstiche zu setzen, oder auch: einen Krieg zu gewinnen, ohne die entsprechenden Mittel zur Verfügung zu haben. Selbst die Opfer von 9/11 sind zahlenmäßig nicht ansatzweise mit denen zu vergleichen, die konventionelle Kriege gefordert haben und weiterhin fordern. Die Opfer, die den Kampf (oder: Krieg) gegen den Terror zur Folge hatten, fallen schon eher ins Gewicht. Wegen des Terrors wurden und werden ja nicht nur Gesetze in den betroffenen Ländern verschärft. Es gab nach 9/11 (man könnte auch provozierend sagen: bereits davor) den ganz klaren Plan, in Länder einzufallen, um (angeblich) den Terror zu bekämpfen. Das hat, außer zu unzähligen zivilen Opfern und noch mehr Menschen auf der Flucht, zu keinerlei Besserung geführt. Wenn der Terror im eigenen Land stattfindet und man nicht weiß, wo und wann und in welcher Form dies geschieht, kann man parallel dazu zwei, vier oder 12 Länder überfallen, an der Unvorhersehbarkeit des Terrors wird das nichts ändern. Wohl aber an der Intensität, denn andere Länder anzugreifen, führt zu Opfern, zu Leid und letztlich zu Rachegelüsten. Nicht immer mündet dieses Gefühl in Terror, aber eben doch oft genug.

Wenn es wirklich gefährlich wird

Wenn wir davon ausgehen, dass der Terror in seiner derzeitigen Form nur überschaubaren Schaden anrichten kann, müssen wir uns fragen, was einen maximalen Schaden anrichten könnte. Und das ist Terror auf der Grundlage von atomaren, biologischen und Gefahren durch das Internet, also: Cyber-Terror. Sollten Terroristen in die Lage kommen, Cyber-Terror, Atom-Terror oder Bio-Terror umfassend zu realisieren, stehen wir einem ganz anderen Problem gegenüber. Denn dann sind es nicht mehr die beschriebenen Nadelstiche, mit denen wir konfrontiert sind, sondern flächendeckende Angriffe, die gänzlich andere Konsequenzen haben.

Unauffällige Maßnahmen gegen den Terror sind gefordert

Der Terrorismus, mit dem wir es seit Jahren zu tun haben, hat also nur eingeschränkte Möglichkeiten, uns wirklich tief in unserem Inneren zu treffen. Bisher jedenfalls ist nicht bekannt, dass Terror es geschafft hätte, ein Land wie Deutschland, Frankreich, Italien oder Großbritannien von Grund auf zu verändern. Wir leben unser Leben weiter, und selbst die Angst vor dem Terror beschränkt sich auf die Zeiten direkt nach Anschlägen. Sobald die Erinnerungen verblassen, und das geht schnell, widmen wir uns wieder unserem Alltag, dem Leben, unseren Sorgen, Träumen und Wünschen, die sich faktisch nicht verändert haben. Die massive Angst mag in den ersten Tagen nach einem Anschlag vorhanden sein (wenn auch eher abstrakt, denn seien Sie ehrlich: Wann haben Sie das letzte [oder erste] Mal daran gedacht, dass ein Terroranschlag Ihr Leben auslöschen könnte?). Dann ebbt sie aber wieder ab und wird eher durch ständige Talkshows, Medienberichte, Interviews und Statements befeuert, sodass ein gewisser Effekt bleibt.

Terror ist das Ergebnis einer expansiven, aggressiven und imperialen Politik, und weil das so ist, wird durch die Politik Ursache und Wirkung bewusst verschleiert. Das mag dem eigenen Image mehr oder weniger guttun. Doch letztlich geht es darum, sich gegen die Folgen der eigenen verfehlten Politik zur Wehr zu setzen, und das kann nicht gelingen, indem laut gebellt und gebissen wird, weil dies Opfer in einer Größenordnung zur Folge hat, die genau diese gelebte Praxis zu verantworten hat.
Wenn der Terror die Konsequenz der eigenen politischen Verantwortung ist (und das ist er zweifelsohne), dann wäre es das Mindeste, Angst und Panik nicht weiter anzuheizen. Doch genau das geschieht, und es geschieht unter maximalem rhetorischem, politischem und medialem Aufwand. Um das eigene Gewissen reinzuwaschen, mag das eine geeignete Methode sein. Das erhöhte Aufkommen von Terror verhindert das aber nicht.
Notwendig wären vielmehr Maßnahmen, die ohne große Öffentlichkeit auskommen (einmal ganz abgesehen davon, dass eine Politik, die Terror nicht weiter beflügelt, die mit Abstand beste Maßnahme wäre). Maßnahmen also, die nicht das eigene Ego, nicht die eigene Rechtfertigung, nicht die nächste Wahl in den Vordergrund stellen, sondern den Effekt der Gegenwehr. Öffentliche Auftritte und die Verbreitung von Angst unter den Menschen taugen dazu herzlich wenig. Nötig wären also Aktionen und Recherchen im Hintergrund, die möglichst professionell und still ablaufen.

Doch es ist schwer vorstellbar, dass dies passiert. Immer wieder liest man davon, dass Täter bereits beobachtet wurden oder – fast schon ein Klassiker – „polizeibekannt“ gewesen seien, bevor sie ihre Taten verübten. Man kann schwer beurteilen, was im Hintergrund schiefgelaufen ist, aber man kann gut beurteilen, was es im Vordergrund ist: aktionistische Politiker und Medien, die den Hals nicht voll genug bekommen können und über jeden Unsinn berichten, als hätten sie den Urknall entschlüsselt.

Der Terror braucht die Öffentlichkeit, weil ihm im Rahmen seiner eingeschränkten Möglichkeiten der praktizierten Gewalt nicht viel mehr übrigbleibt, um effektiv zu sein. Dass er diese Öffentlichkeit bekommt, hat er der Politik und den Medien zu verdanken. Da er viel mehr zurzeit nicht erreichen kann, hat er alles erreicht, was er konnte.
Man darf allerdings bei all diesen Aspekten nicht die Frage vergessen, was zuerst da war: der Terror oder die Politik, die ihn geschaffen hat?

Diese Frage ist allerdings rhetorischer Natur.  [InfoBox]

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Defi Brillator
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Defi Brillator

Die Frage ist doch die, was das aussagt. Die Antwort wäre: Gewalt ist auch immer eine Lösung. Man stelle sich mal vor, die Aktivisten vom Hambi hätten sich nicht nur an Bäume gekettet, sondern hätten sich auch mit der Verwaltung von RWE in die Luft gesprengt.

Rainer N.
Gast
Rainer N.

Die Frage, was zuerst war, ist sinnlos, wie die Frage Huhn oder Ei. Puh, wenn ich nun eine Erörterung anfangen würde … hätte ich viel zu schreiben. Knapp geschrieben, es liegt in der Natur des „Urmenschen“, den wir mit unserer Zivilisationsdecke nur verbergen. Der Humanismus, Erasmus und andere Vordenker, hat versucht, Menschlichkeit zu schaffen. Es ist gescheitert. Deswegen meine Meinung, und da ich vorhin irgendwo gelesen habe, die Uhr wurde auf 2 Minuten vor dem Ende der Menschheit gestellt … also 120 Sekunden, denke ich, das ist noch zu viel an Restzeit. 15 Sekunden … maximal … und die Zeit… Weiterlesen »

Raienr N.
Gast
Raienr N.

Nachtrag. Noch unterdrücken Menschen andere Menschen, und die Unterdrücker schaffen es noch, die Schuld für die Unterdrückung auf andere Menschen abzuwälzen. Wenn dann irgendwann eine KI für die Unterdrückung …

Robbespiere
Mitglied
Robbespiere

@Rainer N.

Knapp geschrieben, es liegt in der Natur des “Urmenschen”, den wir mit unserer Zivilisationsdecke nur verbergen. Der Humanismus, Erasmus und andere Vordenker, hat versucht, Menschlichkeit zu schaffen. Es ist gescheitert.

Ist dir schon einmal der Gedanke gekommen, dass es vieleicht diese „Zivilisationsdecke“, auch Kultur genannt, sein könnte, die das Urmenschliche in uns entartet?
Möglicherweise unterdrückt diese Zivilistionsdecke die Natur des Wesens Mensch und läßt nur noch Ventile destruktiver Art offen?
Wilhelm Reich hat dazu einige interessante, wissenschaftliche Überlegungen angestellt.

Pen
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Pen

@Robbes, sicher richtig. Freud nannte dies „das Unbehagen in der Kultur“. :-))

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

Möglicherweise unterdrückt diese Zivilistionsdecke die Natur des Wesens Mensch und läßt nur noch Ventile destruktiver Natur offen? Es scheint mit bezogen auf unsere aktuelle „Kultur“ aber zumindest partiell etwas anders zu sein. Folgt man Herrn Mausfeld, dann ist es nämlich so, dass uns angeborene positive menschliche Aspekte erst mal ausgetrieben werden „müssen“, damit wie richtig funktionieren können. Beste Grüße Zitat: Unabhängig davon, ob sich die Verhaltenstherapie seit Skinner weiterentwickelt hat oder nicht: Das zu Grunde liegende destruktive Menschenbild geht eine innige Verbindung ein mit einer um sich greifenden Manipulations- und Verwertungslogik, dem Wesenskern des Neoliberalismus. Diese schwer zu überwindende Prägung… Weiterlesen »

Alltagsterror
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Alltagsterror

Das Gift der Angst, ist ein nach Prof. Mausfeld zentrales Steuerungselement im Neoliberalismus

Wer ist in Deutschland wessen Terrorist ? Der Bevölkerungsanteil mit Angststörungen soll laut Statistik bei 25% liegen. Insgesamt leiden 25 Prozent aller Menschen mindestens einmal im Leben unter Angststörungen.
Es handelt sich um Angsstörungen, nicht um „gesunde Ängste“ die jeder durchlebt, Prüfungsangst,
Trennungsangst usw.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/182616/umfrage/haeufigkeit-von-angststoerungen/

In Deutschland gibt es für Terroristen nicht viel zu reißen. Für Angst und Panik muss hier niemand
anreisen und in der Gegend rumballern.

Energetische Verhaltenstoene
Mitglied
Energetische Verhaltenstoene

Bitte beantworten Sie folgende Fragen:
1.) Als der SED Putsch in unseren Land damals stattfand habe ich

a) weiter geschlafen…
b) den Anlass genutzt um mit Freunden zu feiern.
c) Dem stimme ich eher zu !

2.) Wenn Wahlen nichts ändern können, wie können dann Wähler am Wahlausgang Schuld haben ?

a) Ich verstehe die Frage nicht.
b) Das muß der Trainer entscheiden!
c) Dem stimme ich eher zu.

3.) Man hört ja immer wieder „Amerikanisierung“, woran denken Sie dabei ?

a) Kriege statt Sozialsysteme zu finanzieren.
b) Mit den Füßen abzustimmen, auszuwandern !
c) Es geht auch ohne Bananen ?

4.) Selbsteinschätzungsteil:

Halten Sie mich für borniert aber:
____________________________________________________________
____________________________________________________________
____________________________________________________________
____________________________________________________________

(bitte ausfüllen)

Robbespiere
Mitglied
Robbespiere

@Heldentasse Es scheint mit bezogen auf unsere aktuelle “Kultur” aber zumindest partiell etwas anders zu sein. Folgt man Herrn Mausfeld, dann ist es nämlich so, dass uns angeborene positive menschliche Aspekte erst mal ausgetrieben werden “müssen”, damit wie richtig funktionieren können. Das ist doch genau das, was ich ausdrücken wollte. Mit „natürlichen“ Menschen ist kein Staat zu machen, also mus man ihn verbiegen. Mit der Kultur schafft man eine gemeinschaftliche Identität und grenzt deren Mitglieder ggü. fremden Menschen und „Häretikern“ ab. Die rigorose Verteidigung der eigenen Kultur macht selbst vor der größten menschlichen Hemmschwelle, dem Töten eines Artgenossen, nicht halt,… Weiterlesen »

Heldentasse
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Heldentasse

@Robbespiere Du schriebst: Mit “natürlichen” Menschen ist kein Staat zu machen, also mus man ihn verbiegen. Und Du hast damit m.E. zu 100% recht. Das ist die Wirklichkeit die wir nicht mehr erkennen können, weil wir „verbogen“ wurden. Beste Grüße „Dieser größere Zusammenhang von Erfahrung, diese wirkliche, empirische Welt ist heute noch die der Gaskammern und Konzentrationslager, von Hiroschima und Nagasaki, von amerikanischen Cadillacs und deutschen Mercedeswagen, die des Pentagon und des Kreml, nuklearer Städte und chinesischer Kommunen, von Kuba, von Gehirnwäsche und Massakern. Aber die wirkliche, empirische Welt ist zugleich die, in der diese Dinge als selbstverständlich hingenommen, vergessen… Weiterlesen »

Rainer N.
Gast
Rainer N.

Nein, der Gedanke kommt mir nicht. Denn dann steht die Frage im Raum, ab wann war der Urmensch denn als „Mensch“ zu betrachten. Es gab ja mehrere „Arten“ Mensch. In den Genen sind da ja noch Bruchstücke enthalten, je nachdem, mit welchen „Arten“ da Kontakt und „Beziehungen“ bestanden. Und ich habe da eher den Gedanken an die Gruppendynamik. Die kennen sie sicher auch. Wie in der Rangordnung bei unseren nächsten Verwandten … nur weil nun die „Staatengebilde“ so große „Gruppen“ erschaffen haben, fällt die „Gruppendynamik“ nicht so auf. Aber es wird da gerne mit gearbeitet, Teile und Herrsche, ach, ich… Weiterlesen »

Robbespiere
Mitglied
Robbespiere

@Rainer N. Nein, der Gedanke kommt mir nicht. Denn dann steht die Frage im Raum, ab wann war der Urmensch denn als “Mensch” zu betrachten. Es gab ja mehrere “Arten” Mensch. In den Genen sind da ja noch Bruchstücke enthalten, je nachdem, mit welchen “Arten” da Kontakt und “Beziehungen” bestanden. Und ich habe da eher den Gedanken an die Gruppendynamik. Die kennen sie sicher auch. Wie in der Rangordnung bei unseren nächsten Verwandten … So sehr weit muss man vermutlich in der menschlichen Entwicklungsgeschichte gar nicht zurückgehen. Die Gruppendynamik im Ursprung hat etwas mit der „Bestenauslese“ zum Erhalt der Gruppe… Weiterlesen »

Gaby Peschel
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Gaby Peschel

„Urmensch“ – guter Startgedanke. Was machte den Urmenschen aus? Zuvorderst der Überlebenstrieb. Ich behaupte mal, dass dieser „Trieb“ heuer *nicht* mehr „Trieb“ sein „muss“ und dennoch aus den Tiefen unseres Unterbewusstseins immer wieder zum Vorschein kommt – wenngleich jene, denen es so geht, es nicht mal merken bzw es als das wahrnehmen was es ist. (Ich denke da zb an das ausbeuterische Verhalten in anderen Ländern; glaube nicht das es einzig der Erweiterung oder Erhaltung von „Macht“ dient). Meiner Meinung nach verhindert das Ausbeuten auch die eigene Weiterentwicklung. Mögliche andere Wege zum Ziel geraten dadurch mitunter auch in Vergessenheit. Bin… Weiterlesen »

R_Winter
Mitglied
R_Winter

Bisher jedenfalls ist nicht bekannt, dass Terror es geschafft hätte, ein Land wie Deutschland, Frankreich, Italien oder Großbritannien von Grund auf zu verändern . Der Terror hat immer zwei Seiten. – Die oberflächliche Seite ist die Reaktion der Öffentlichkeit (als Folge der Medienreaktionen). – Die zweite Seite ist die Veränderung des Rechtsgefüges. Hier wird als Begründung der „Terror“ angeben, jedoch sind die Beweggründe der Neoliberalen anders – ganz anders. Teilweise wird der „Terror“ von den Neoliberalen geplant (siehe das Beispiel Syrien. Hier hatten die USA und Israel die Terroristen massiv aufgerüstet und durch Saudi Arabien finanziert lassen). Der Terror verändert… Weiterlesen »

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

Was ist denn überhaupt mit den belegten historischen Tatsachen im Kontext Terror, wo bewiesen ist, dass mittelbar auch Staaten hinter Terroranschlägen stecken können? Herr Ganser hat in diesem Themenbereich promoviert, aber auch aus anderen unverdächtigen Quellen kann man sich leicht darüber informieren.

Z.B. Geheime Außenpolitik der USA – Staatlich inszenierter Terror – GLADIO -Geheimarmeen in Europa (arte)

Ich finde das sehr viel spannender und auch als ein Indiz dafür, dass Staaten „Terror“ für ihre Zwecke instrumentalisieren.

Beste Grüße

DrohnenTerror
Gast
DrohnenTerror

Ich finde das sehr viel spannender und auch als ein Indiz dafür,
dass Staaten “Terror” für ihre Zwecke instrumentalisieren.

Es ist aber doch bereits als Terror zur werten, wenn Waffen aus Eigeninteresse
geliefert werden um Kräfteverhältnisse zu verändern, oder um Konfliktparteien
gegeneinander auszuspielen. Obwohl es „klassische“ Stellvertreterkriege aus
Zeiten des Kalten Krieges so nicht mehr gibt, ist der StellvertreterTerror noch
gängige Praxis.
Ein Heer von Söldnern wird mit platter Ideologie und Cash zwischen Gut und
Böse zerieben, wahlweise strategisch gestützt oder vernichtet von einer
Luftwaffe aus Drohnen.

Hoffentlich befreien uns die Russen bald !

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

Hoffentlich befreien uns die Russen bald !

Als ob irgendeine Großmacht auf diesem Planeten was mit Freiheit am Hut hätte! In diesen Kategorien denken und handel die nicht!

DrohnenTerror
Gast
DrohnenTerror

Der letzte Satz war ein Scherz.

Dennoch, Russland ist „freiheitlicher“ organisiert als man uns glauben lassen möchte.
Ein neoliberalisiertes Russland hätte die Hölle für die gesamte Welt zu Folge.
Jelzin war auf dem besten Wege dies umzusetzen.

Pen
Gast
Pen

„Dennoch ist Rußland freiheitlicher organisiert, als man uns glauben lassen möchte.“
Putin veranstaltet dreistündige, öffentliche Pressekonferenzen, ohne die Fragen zu kennen. Merkel dagegen segnet vorher die Fragen ab, hat die wohlüberlegten Antworten parat und wird exklusiv mit einer bewährten Mainstream Journalistin präsentiert, die genau weiß, was sie zu sagen hat. Improvisation? Spontaneität? No way!

DrohnenTerror
Gast
DrohnenTerror

Putin ist nicht Russland. Russland ist schlimmer als Putin aber
im Vergleich zu China viel weniger rigide.
China hat Tibet annektiert. Wird Zeit China zu sanktionieren.

Xi Jinping „lebt in seiner eigenen Welt“, Frau Merkel…oder nicht ?

aquadraht
Mitglied
aquadraht

China hat Tibet nicht annektiert. Tibet ist ein Teil Chinas, in dem wurden nach 1950 schrittweise und nach dem Putschversuch der Lamaclique 1960 endgültig Feudalismus und Sklaverei, zusammen mit verstümmelnden Körperstrafen und „buddhistischem“ Halbtotfoltern und dann Sterbenlassen abgeschafft. China mag nicht alles richtig gemacht haben, und während der Kulturrevolution ist da Schlimmes passiert, übrigens überwiegend durch Rote-Gardenmobs junger Tibeter, während die PLA den Potala und den Jokhang schützte. Die Lebenserwartung ist seither von unter 30 auf über 75 Jahre gestiegen, das Durchschnittseinkommen ist höher als in Südosteuropa, Analphabetismus ging von 99 auf praktisch Null. Es gibt tausende Male mehr Schriftwerke… Weiterlesen »

Anton
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Anton

Kein Geld für die Bahn , aber nach Tibet, der Bub!

Jane Doe
Gast
Jane Doe

Auf Youtube gibt es einen hörenswerten Vortrag von Colin Goldner mit dem Titel „Hinter dem Lächeln des Dalai Lama“. Erhellend.

DrohnenTerror
Gast
DrohnenTerror

„China hat Tibet nicht annektiert“

Du verbreitest doch Verschwörungstheorien ! Das ist doch Querfront was du erzählst !
Du sprichst doch gar nicht fließend Tibetanisch um das alles wissen zu können.
Warum fliegst du andauernd nach Tibet, du Ökoferkel ?

aquadraht
Mitglied
aquadraht

🙂 Übrigens bin ich gar nicht geflogen, bäh .. Das erste Mal bin ich mit einem etwas klapprigen und ungeheizten (brrr) Bus von Golmud nach Lhasa gefahren, 27 Stunden. Und dann wieder runter nach Chengdu. Danach war die Bahn von Xining nach Lhasa fertig. Und richtig, Tibetisch (keinen der drei untereinander nicht verständlichen „Dialekte“, von denen der von Lhasa und Umgebung das „offizielle Tibetisch“ ist) spreche ich nicht annähernd ausreichend, selbst mein Putonghua, die lingua franca unter ethnischen Tibetern seit Jahrhunderten, war ausgesprochen defizitär und ist es jetzt, da ich länger nicht in China war, noch mehr. Übrigens danke, Jane… Weiterlesen »

ChrissieR
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ChrissieR

Guude, Heldentasse!
Da kann ich nur Georges Brassens zitieren: “ Mort aux vaches, vive l’anarchie!!!

Pen
Gast
Pen

@Heldentasse

Ich hab nicht die Spur eines Zweifels mehr daran, daß die WTC Türme vorsätzlich gesprengt wurden, um den nie endenden, weltweiten Krieg gegen den Terrorr zu rechtfertigen. Die Amis können immer mehr Militärstützpunke errichten, denn wo sie einmal sind, dort bleiben sie. Der militärisch-industrielle Komplex wird nie überflüssig werden, und so sind alle zufrieden – pardon, die Leidtragenden dieser Poliitik sind es natürlich nicht.

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

Für mich ist ganz klar, die irrationale Angst vor Terror (und anderem Unbill der durch die Qualitätsmedien zelebriert wird) ist auch ein Herrschaftsinstrument. Es könnte dabei auch sein, dass die Mächtigen die auf dem Instrument spielen lassen, Angst davor haben, dass die Ohnmächtigen ihre Angst verlieren.

Beste Grüße

Etwas Folklore zur Entspannung im weiteren Kontext:

Georg Kreisler – Wir sind alle Terroristen
Und natürlich etwas aus dem Leben des Prain

Pen
Gast
Pen

@Tom Wellbrock

Danke für den feinen Artikel, der ebenso an – wie aufregend ist. Das Beispiel mit den Hunden macht ihn sehr anschaulich. Es paßt hier nämlich und stört nicht, was man von den Einleitungen nicht sagen kann, mit denen das ehemalige Nachrichtenmagazin glaubte, seine Leser aufwecken zu müssen, und deretwegen ich vor 40 Jahren mein Abo gekündigt habe. Trotzdem fühlte ich mich ein klein wenig an deren Stil erinnert. 😉

Operation Cyclone
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Operation Cyclone

OPERATION CYCLONE

Puppsburger Augenkiste
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