Spare in die Not …

Sparen, sparen, sparen. An allen Ecken und Enden. Jedenfalls sprechen alle an allen Ecken und Enden von der Sparsamkeit. Einmal quer mit der Bahn durch Frankfurt und man weiß ziemlich gut, was die Menschen beschäftigt – unzufrieden macht: Der Sparzwang.

Kaum aus dem Betrieb scharwenzelten hinter mir zwei junge Damen her, sie schwatzten ohne Punkt und Komma. Es ging um deren Arbeitsplatz, dort werde nur noch gespart, behauptete die eine. Die andere bestätigte, sie kenne das ja auch aus ihrer Abteilung. Seit Monaten fehle es an diesem oder jenem. Ihre Worte trug der Wind davon, denn ich wechselte das Stockwerk, stieg hinab in die Katakomben städtischer Mobilität, erreichte noch gerade so die U-Bahn und setzte mich gegenüber eines Mannes im Anzug, er lockerte sich gerade den Schlips und begann ein Telefonat zu führen. Es ging darin um Achim, einen Mann, den der Gesprächsteilnehmer am anderen Ende der Verbindung kennen müsse, wie der Schlipsträger beschwor. Jedenfalls, der Achim, er werde zum übernächsten Ersten gehen. Wegen der Sparpolitik im Geschäft, man brauche ihn nicht mehr. Das war Achim verrichtet hat, so hörte ich heraus, könne man sich neuerdings ja eh sparen. Achim fiele übrigens relativ weich, er habe schon was aufgetan – der Glückspilz. Dann erzählte er, dass er auf den Weg in die Innenstadt sei, dort sei große Sparaktion bei C&A – er wollte wohl einige Prozente sparen.

Sparangebote offerierte freilich auch die Werbung auf meinem Heimweg. Sparsam geht überdies der Verkehrsverbund mit dem Ersatzverkehr zum Ausgleich für die S-Bahn-Tunnelsperrung um. Er spart sich auch in vielen Zügen die Klimatisierung. Und hie wie da entfällt eine Verbindung: Wieder was gespart. So wie die beiden Herren in der Tram, beide in polizeilicher Uniform, die miteinander quatschten und bei denen man besorgt begriff: Die Polizei, dein Freund und Sparer. Denn beide Beamten hatten ihr Thema gefunden: Die Bundespolizei darbt, sie habe mal wieder zu wenig Kollegen und zu viele Aufgaben. Und die Ausstattung lasse auch zu wünschen übrig.

Während ich den beiden lauschte, surfte ich ein bisschen auf dem Smartphone und las mich in die Neuigkeiten des Tages ein. Deutschlands Straßen seien marode, die Brücken ohnehin – und es haben so viele öffentliche Schwimmbäder für immer geschlossen oder seien ein Sanierungsfall, dass einem gleich klar wird: Da wurde wieder mal über Jahre gespart.

Diesen kurz beschriebenen Tag gab es tatsächlich. Es war ein Tag gefühlter Sparsamkeit an jeder Ecke und an jedem Ende. Als ob die Menschen in diesem Land nur noch ein Thema haben: Sparen. Nämlich einerseits dem Sinne nach, wo sie selbst etwas sparen können und dann natürlich noch bei der Investitionsscheue, die unser Gemeinwesen an den Rande einer Katastrophe spart. Und es fühlt sich ja nicht nur so an, als sei dies das ganz große Thema der Stunde: Es ist es ja auch wirklich. Die Menschen haben mittlerweile durchaus erkannt, dass das Spardiktat unser Alltagsleben lähmt. Wir fahren auf Verschleiß und so eine Fahrt quer durch die City zeigt dann und wann an, dass es die Menschen beschäftigt. Die Frage ist, wann aus dieser Erkenntnis ein politischer Wille geformt werden kann.

Spare in die Not: Diese Modifikation eines deutschen Sprichwortes taugt nicht mehr als politischer Gestaltungsauftrag. Die Sparreformer sind schon längst durchschaut. Keiner glaubt mehr an bessere Umstände, an eine allgemeine Verbesserung der Situation, weil man hie und da knapst oder ganze Betriebszweige verdorren lässt. Wir benötigen einen letzten Willen zur Sparsamkeit, den ultimativen Ansatz, sich etwas sparen zu wollen: Nämlich jene, die alles in Grund und Boden zersparen. Es ist eigentlich erschreckend, wenn man sieht und hört, wie sehr dieses Thema bereits verwurzelt ist in die Alltagsprobleme der Menschen und noch immer geschieht kaum etwas, um diese Entwicklung zu stoppen. Einen griffigen und lakonischen Schlusssatz unterlassen ich an dieser Stelle – wir neulandrebellen müssen sparen.

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Kartoffelnase
Kartoffelnase
17. August 2018 7:20

Es wird gar nicht gespart. An anderer Stelle habe ich gelesen, dass Frau Merkel 230 Milliarden
Euro zum Fenster rausgeworfen haben soll. Irgendwelche „Wirtschaftsexperten“ hätten diese
Summe berechnet.

Wie soll denn sowas funktionieren, Geld verschleudern und gleichzeitig sparen ?
Da stimmt doch was nicht !

Balmung
Balmung
Reply to  Kartoffelnase
17. August 2018 11:31

Die Knete ist vielleicht da hingegangen, wo sie dringend benötigt wurde, zu Banken und Konzernen.

Kartoffelnase
Kartoffelnase
Reply to  Balmung
17. August 2018 18:01

Jo, ein paar hundert Millionen sind auch für die Energiewende versenkt worden, Fehlplanungen, Fehlbauten usw.

Aber 230 000 Millionen Euro ( zweihundertdreißigtausend Millionen Euro ) sollen verbrannt worden sein ?! Ohne Gegenwert,

keine Kredite …..

Ist die Frau irre oder alles nur an den Haaren herbeigezogen ?

Rudi
Rudi
17. August 2018 8:22

Ein Lichtblick: Bei der Kalorienzufuhr wird nicht gespart. Eine dänischen Studie behauptet: „Der Anteil der fettleibigen Deutschen wird … von 25,8 Prozent 2017 auf 36,6 Prozent 2045 ansteigen.

niki
niki
Reply to  Rudi
17. August 2018 8:53

Multiple Gründe… Erstens muss es nicht die Kalorienzufuhr sein, sondern in erster Linie Bewegungsmangel… Den allermeisten wird doch schon in der Grundschule Bewegung aberzogen… Selbstständig und mit dem Fahrrad oder zu Fuss zur Schule? Nein… Viel zu gefährlich: Mama bringt dich ins Klassenzimmer. Genauso sieht das in der Freizeit vieler Kids aus. Viele werden zum 200m entfernten wohnenden Schulfreund zum Spielen mit dem Auto gebracht!!! Ernsthaft! Dazu wenn man sich anschaut, wie es auf der Straße aussieht? Für Radfahrer und Fussgänger sieht es hier echt übel aus… Alles für das Auto! Und wehe man muss nur 200m ohne dieses zurücklegen,… Weiterlesen »

Rudi
Rudi
Reply to  niki
17. August 2018 9:55

@ niki „Erstens muss es nicht die Kalorienzufuhr sein, sondern in erster Linie Bewegungsmangel…“ Man kann dieses Zuviel, dieses Nichtsparen an der Kalorienzufuhr, als Input- und Outputproblem begreifen. Wer sich wenig bewegt, braucht weniger Kalorien. Allerdings: Die erhöhte Dosis von Kalorien durch Bewegung auszugleichen, ist ein äußerst schwieriges Unterfangen. (1 h Joggen bei einem Körpergewicht von 70 kg und einer Geschwindigkeit von 10 km/h bringt einen Verbrauch von 730 kcal.) Einfacher wäre es, beim Essen zu sparen. Das Problem: In den Anfangszeiten der BRD aß man drei Mal am Tag – meist zu Hause. Heute kann man sich vor dem… Weiterlesen »

niki
niki
Reply to  Rudi
17. August 2018 13:19

So einfach ist es nicht! Ich kenne genug schlanke Menschen, welche trotzdem keinerlei Kondition besitzen und auch entsprechende Krankheiten ausbilden, aufgrund des Bewegungsmangels! Letzteres ist nicht nur auf Playstation/Xbox und Co. zurückzuführen, sondern, dass Kinder sich nur in seltenen Fällen sich draußen alleine irgendwo hin bewegen dürfen… Das wirkt sich natürlich weit ins spätere Leben aus! Bei den sichtbar übergewichtigen Menschen ist es natürlich in den meisten Fällen ein einfacher Kalorienüberschuss. (Aber auch da gibt es Ausnahmen, abgesehen vom einem Hashimoto-Syndrom und anderen Stoffwechselkrankheiten spielt manchmal die Genetik übele Scherze mit einem. Betrifft mich allerdings nicht. Ich bin diesbezüglich gesund,… Weiterlesen »

Kartoffelnase
Kartoffelnase
Reply to  Roberto De Lapuente
17. August 2018 10:46

Das ist aber ein hübscher Name, Dicki Lapuente ! Kommen ihre Vorfahren aus Schweden ?

Rudi
Rudi
Reply to  Roberto De Lapuente
17. August 2018 11:56

Es kommt noch dicker, wenn ich in ‚konkret‘ lese: „Provozieren … scheint nur Lapuente zu dürfen, denn keine Form der Militanz lässt er durchgehen.“ Immerhin. Weshalb sollten militante politische Varianten goutiert werden? Und an anderer Stelle der Rezension heißt es: „Sein Buch gehört zum Genre der egozentrierten Verklärungsliteratur im Selbstimmunisierungsstil.“ Das ist nicht freundlich, was immer auch damit gemeint sein kann.

Rudi
Rudi
Reply to  Roberto De Lapuente
17. August 2018 13:31

Das dürfte sie sein. Der selbe Name steht unter der Rezension. Urteile selbst über ihre körperliche Erscheinung.

Loco
Loco
Reply to  Roberto De Lapuente
17. August 2018 16:10

Eigentlich solltest du es als Kompliment sehen, wenn im Wachturm der Anti-Ds kein gutes Haar an deinem Buch gelassen wird – zeigt, dass du nicht ganz Unrecht mit deinen Thesen hast 😉

Und Konflikt ?
Und Konflikt ?
Reply to  Roberto J. De Lapuente
26. August 2018 0:27

Stolz ?
Das ist bloß eine Krücke gegenüber den Schwachen und Kranken…

niki
niki
Reply to  Roberto De Lapuente
17. August 2018 13:28

Ich kenn alle Seiten…. Als Kind wurde ich nicht ohne Grund Spargeltarzan genannt… Stark Übergewichtig war ich auch mal ein paar Jährchen, bis ich die Notbremse gezogen habe. Es ging mir sehr sehr schlecht… Allerdings die Art und Weise wie ich zum Optimalgewicht zurückkehrte ist garantiert nichts für jeden. Sehr viel Radsport (bin gar nun im Wettkampf konkurrenzfähig) und Vegetarismus.
Ich bin auch der Überzeugung davon, dass dieses garantiert nicht jeder schaffen kann… Oftmals spielen da ganz viele verschiedene Faktoren dagegen, wo man keinerlei Chance hat.

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Roberto De Lapuente
17. August 2018 17:36

Dickenbashing im Blog eines Dicken – mutigmutig, ihr dürren Kommentatoren ?

Das hier ist Dickenbashing und Dünnenbashing bei genauerer Betrachtung & Beste Grüße

https://www.youtube.com/watch?v=yFa_vJxe5-w

Kartoffelnase
Kartoffelnase
Reply to  Heldentasse
17. August 2018 19:13

Aretha Franklin ist tot.
Ihr Lied „Respect“ aus dem Jahre 1967 war eine der Hymnen der
Bürgerrechtsbewegung in den USA.

https://www.youtube.com/watch?v=6FOUqQt3Kg0

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Kartoffelnase
17. August 2018 22:15

R.I.P.

Drunter & Drüber
Drunter & Drüber
Reply to  Robbespiere
18. August 2018 19:21

Und Lemmy erst…

Heldentasse
Heldentasse
17. August 2018 9:35

Das toitsche Geschäftsmodell ist sparen an allen (Löhnen, Infrastruktur, Daseinsvorsorge usw.) auch auf kosten der anderen EU Länder der Eurozone, die sich für unsere großen Habenden verschulden. Nach nun fast 20 Jahren dieser toitschen Dumping- Wirtschaft gehen viele Schuldner nun auf dem Zahnfleisch, und wir zeigen mit dem Finger auf sie. Wie pervers ist das denn?

Wenn man Herrn Flassbeck folgt wäre ein sparen aller Markteilnehmer, schon alleine schon wegen der Saldenmechanik, auf die Dauer dazu geeignet die Wirtschaft komplett kollabieren zu lassen, wir halten trotzdem die Fahne der „schwarzen Null“ hoch, Wie pervers ist das denn?

Beste Grüße

https://www.youtube.com/watch?v=Tips7pIwCuw

Rosa Schlüpfer
Rosa Schlüpfer
Reply to  Heldentasse
24. August 2018 23:29

Lesen Sie jetzt: Auf dem Weg in die unglaublichste aller vorstellbaren Zukunft !
Merkwürdig verquer las ich vom Globalen-Schulden-Wachstum und, dass Schulden ‚eine bessere Anlage‘ seien. Sollte also auch ich in Schulden investieren ? Wachstum… So liehen sich die Reichen etwas über die Armen -‚Denn Ihr wollt doch Solidarität, oder ?‘ Und, weil das mit ganz viel Liebe von statten ging, dienten die Gläubiger, den sich etwas Leihenden.

Perspektivischer Bezug
Perspektivischer Bezug
Reply to  Rosa Schlüpfer
24. August 2018 23:35

Gleichheit ?
Ein soziales Konstrukt einiger Spinner um Kriminalität und Machtmissbrauch zu Rationalisieren – damit sie sich selbst als Unschuldige aufspielen können ?

Nashörnchen
Nashörnchen
17. August 2018 14:20

…er lockerte sich gerade den Schlips und begann, damit ein Telefonat zu führen.

Komma gespart. Ich leiste mir eins, dann isses lustiger… 😉

Nashörnchen
Nashörnchen
Reply to  Roberto J. De Lapuente
17. August 2018 15:15

Och – „damit, “ wär schon auch gegangen. Hätte halt bissl den Sinn des Satzes entstellt… 😉

Sukram71
Sukram71
18. August 2018 16:44

Das Bild oben ist von Anton Hoffmann und wurde erstellt, um im Ersten Weltkrieg für Kriegsanleihen zu werben. – Genau so sieht das ja auch aus.

Pfui! – Ich hätte ja niemals gedacht, dass man ausgerechnet hier Werbung für Kriegsanleihen und die Aufrüstung der Bundeswehr macht. 😉

Lall Lalla
Lall Lalla
Reply to  Sukram71
18. August 2018 17:03

Falsch ! Es handelt sich um ein Plakat der englischen Propagandaabwehr aus
dem zweiten Weltkrieg.
Unten rechts sitzt ein Sukram. Er bekommt einen Speer zwischen die Augen weil er
immer den Hals unqualifiziert aufreißt.

Drunter & Drüber
Drunter & Drüber
Reply to  Lall Lalla
18. August 2018 17:26

Wollen Sie ihm vielleicht mit einer glühenden Kneifzange das Herz aus der Brust reißen? Sie köönen natürlich auch, wie von T. Miike plastisch dargestellt, mit einem Engelshaar die Beine oberhalb der Knöchel zerteilen. Tun Sie sich ja keinen Zwang an! Dies hier ist ein sehr tollerantes Folterblog.

Sukram71
Sukram71
Reply to  Lall Lalla
18. August 2018 18:18

Es ist ein Propaganda-Bild für deutsche Kriegsanleihen im Ersten Weltkrieg. Anton Hoffmann war dafür bekannt. Hier eine kleine Übersicht seiner Werke. „Zeichnet Kriegsanleihen!“, „Alles für die Heimat!“, „Tod dem Geiz!“, „Der Sieg!“

Wie unsensibel und geschichtsvergessen kann man nur sein, ausgerechnet hier einem der damaligen Kriegstreibern und Propaganda-Malern zu huldigen! – Blut klebt an euren Händen! Die Unschuld ist euch genommen. Buße ist angesagt. Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht rotieren im Grab. XD

Drunter & Drüber
Drunter & Drüber
Reply to  Sukram71
18. August 2018 19:19

Seien Sie beruhigt, weder Frau Luxemburg noch Herr Liebknecht würden sich von den Autoren oder Betreibern dieser deutschen Internetseite so beeindruckt fühlen, dass auch nur das geringste Zucken in ihren Grabstätten registriert werden könnte. Die Herrschaften (Webseitenbetreiber & Autoren, ohne Binnen-I) sind ja beinahe so konservativ-reaktionär wie Sie. Und in den Gräbern verschwiegener Moder…

Balmung
Balmung
Reply to  Sukram71
18. August 2018 19:32

Kriegsanleihen tun spätestens jetzt aber auch wirklich Not, Putin soll aktuell schon in Sachsen Anhalt stehen.

Art Vanderley
Art Vanderley
18. August 2018 20:55

Die kapieren ihr eigenes System nicht, ohne Investitionen auf Kredit gibt es auch keinen Kapitalismus. Austerität ist eigentlich antikapitalistisch, vielleicht gibt es deswegen so wenig Widerstand, niemand wickelt das System erfolgreicher ab als die Neoliberalen selber.

Kartoffelnase
Kartoffelnase
Reply to  Art Vanderley
18. August 2018 22:06

Die kapieren ihr eigenes System nicht, ohne Investitionen auf Kredit gibt es auch keinen Kapitalismus.

Warum verschulden sich die Unternehmen nicht ? Warum verschuldet sich der Staat ?

Die Fahrzeugindustrie könnte sich toll verschulden und in E-Mobilität investieren. Warum machen das die Asiaten aber die deutschen Autobauer nicht ?

Was ist mit der Energiewende ? Hier geht für die Unternehmer so ziemlich alles. Tausende von Verschuldungsoptionen. Der Energiewendemarkt ist derart gigantisch das sich ganz Europa ver….., ähm..jetzt
wirds unübersichtlich….

Kartoffelnase
Kartoffelnase
Reply to  Kartoffelnase
18. August 2018 22:22

Früher haben die Unternehmer gesagt: „Bevor der Fiskus das kriegt, kauf ich lieber was dafür!“
Die haben dann was gekauft was sie auch abschreiben konnten. Die haben investiert.

Heute lassen die Unternehmer die Linken von den gekauften Medien und ihren korrupten Politikern jagen, dass bloß
die Steuern nicht angehoben werden. Wenn Steuern, dann die Mehrwertsteuer damit es die kleinen Leute trifft.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Kartoffelnase
19. August 2018 1:11

@Kartoffelnase Früher haben die Unternehmer gesagt: “Bevor der Fiskus das kriegt, kauf ich lieber was dafür!” Die haben dann was gekauft was sie auch abschreiben konnten. Die haben investiert. Ja früher, zu Zeiten von Bretton Woods, da gab es auch noch Kapitalverkehrskontrollen. Da konnten heimische Unternehmen nicht einfach ihr Kapital rund um den Globus verschieben. Dank der ach so tollen Globalisierung können Unternehmen und ihre Eigentümer Staaten erpressen, in dem sie mit der Audslagerung und Betriebsschließungen aka Arbeitsplatzabbau drohen. Trump versucht ja gerade, den Ausverkauf Clintons amerikanischer Arbeitsplätze via Asien wieder umzukehren. Ob es gelingt, ist eher fraglich, weil sich… Weiterlesen »

Kartoffelnase
Kartoffelnase
Reply to  Robbespiere
19. August 2018 2:16

Black Rock regiert die Welt ! https://de.wikipedia.org/wiki/BlackRock „BlackRock Inc. ist eine 1988 in New York City gegründete Fondsgesellschaft. Mit 6,29 Billionen US-Dollar (Stand: 31. Dezember 2017,[2] rund 5,52 Billionen €) verwalteten Vermögens stellt sie den größten unabhängigen Vermögensverwalter weltweit dar. ….ist mit teils erheblichen Beteiligungen an allen 30 DAX-Unternehmen auch der mit Abstand größte Einzelaktionär an der Deutschen Börse. Das weltweite ETF-Geschäft wird von BlackRocks Tochter iShares dominiert, welche annähernd die Hälfte des Marktanteils auf sich vereint.[3] BlackRock gilt aufgrund seines wirtschaftlichen und politischen Einflusses als „heimliche Weltmacht“ und weltweit größte Schattenbank und wird deshalb von Journalisten und Fachleuten kritisiert.… Weiterlesen »

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Kartoffelnase
19. August 2018 2:59

@Kartoffelnase

BlackRock Inc. ist mit teils erheblichen Beteiligungen an allen 30 DAX-Unternehmen auch der mit Abstand größte Einzelaktionär an der Deutschen Börse.

Die steuerliche Freistellung beim Verkauf von Unternehmensteilen verdanken wir Schröder, seinem Finanzminister Eichel und dessen Staatssekretär Zitzelsberger.
Das war die Einladung für Heuschrecken aller Art.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/kapitalismus/krise-des-buergertums-auch-die-linken-haben-nichts-geahnt-11126848.html

Einer schweigenden Mehrheit...
Einer schweigenden Mehrheit...
Reply to  Robbespiere
24. August 2018 21:35

Sind Früchte Staatsbürger ?
Nun die wohnen, konsumieren Energie; es gibt so etwas wie eine Blüte in ihrer Kultur und klar, Wachstum… und um die Menschen herum schreit grade zu alles: „Wachstum!-Wachstum!“ -und Verfall, und eben an der Stelle müssen sich Menschen „kümmern“…

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Kartoffelnase
19. August 2018 0:52

@Kartoffelnase Warum verschulden sich die Unternehmen nicht ? Warum verschuldet sich der Staat ? Der Staat verschuldet sich ja eben gerade nicht, wie man an Fiskalpakt, Schuldenbremse und schwarzer Null sehen kann. Der läßt die Substanz lieber verrotten und privatisiert dann, damit die Wirtschaft, allen voran die Finanzwirtschaft, auch noch den letzten Tropfen aus den Bürgern aussaugen und sich das Gemeinschaftseigentum unter den Nagel reißen kann. An Investitionen haben die Unternehmen auf Grund mangelnder Konkurrenz und Marktkonzentrationen kein Interesse, so lange der veraltete Schrott noch satte Gewinne verspricht. Fehlende Angebotsvielfalt ist der Tod jeder Innovation, weil schlicht der wirtschaftliche Druck… Weiterlesen »

Kartoffelnase
Kartoffelnase
Reply to  Robbespiere
19. August 2018 2:09

Der Staat verschuldet sich ja eben gerade nicht, wie man an Fiskalpakt, Schuldenbremse und schwarzer Null sehen kann. Meine Frage war rein rethorischer Natur. Weder die „normale Wirtschaftsmechanik“ des Kapitalimus sieht Schuldenbremsen vor, noch ist sowas eine Forderung des Wirtschafts(neo)liberalismus. Das ist schlichter Blödsinn. Das dieser Blödsinn mit Zweidrittelmehrheit das Grundgesetz geändert hat, sagt sehr viel über das ökonomische Verständnis unserer Abgeordneten aus. Die sind nach Strich und Faden verarscht und gekauft worden. An Investitionen haben die Unternehmen auf Grund mangelnder Konkurrenz und Marktkonzentrationen kein Interesse, so lange der veraltete Schrott noch satte Gewinne verspricht. Da ist was dran. Die… Weiterlesen »

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Kartoffelnase
19. August 2018 2:36

@Kartoffelnase Weder die “normale Wirtschaftsmechanik” des Kapitalimus sieht Schuldenbremsen vor, noch ist sowas eine Forderung des Wirtschafts(neo)liberalismus. Bedenke dabei, dass Schuldenbremsen des Staates zu einem Verfall der Substanz am Gemeinbsitz führt, was wiederum als Argument zur Privatisierung zu Schleuderpreisen führt und der Privatwirtschaft neue Geschäftsfelder mit reichlich Gewinn eröffnet. Egal ob in der Infrastruktur, dem Bildungswesen oder im Gesundheits- / Pflegebereich, es kann der Privatwirtschaft doch nichts Besseres passieren, als dass der Bürger in jedem Lebensbereich ihre Gewinne/ Dividenden mästet. „Das Kartellrecht ist weitgehend auf EU-Ebene ausgelagert. Da haben wir immer weniger Einfluss drauf.“ Wer in der EU für das… Weiterlesen »

Kartoffelnase
Kartoffelnase
Reply to  Robbespiere
19. August 2018 3:08

Dahinter steckt auch der naive Glaube unserer Volksvertreter, die Jobs aus der Produktion ins Dinestleistungsgewerben schieben zu können. Wenn der Stahl in China gekocht wird und Turnschuhe in Vietnam genäht werden, muss der freigesetzte, deutsche Arbeitnehmer in die Versicherungsbranche wechseln und Versicherungsscheine zählen, so die Idee dahinter. Italien hat sich auf dem Weg in die Dienstleistungsgesellschaft überschlagen, schon auf der Hinfahrt. Wenn die Mitglieder einer Gesellschaft davon leben sollen, sich gegeseitig die Haare zu schneiden, geht das nicht gut. Wenn Dinge von Gebrauchswert nur exportiert werden, geht das auch nicht gut . Wie funktioniert es denn ? Trump versucht es… Weiterlesen »

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Kartoffelnase
19. August 2018 4:04

@Kartoffelnase Dahinter steckt auch der naive Glaube unserer Volksvertreter, die Jobs aus der Produktion ins Dinestleistungsgewerben schieben zu können. Die für naiv zu halten, halte ich für allzu schmeichelhaft. Die wissen ganz genau, was sie tun. Nicht umsonst arbeiten die im Eiltempo an der Sicherheitsarchitektur mit Überwachung , Polizeigesetzen usw.. Da geht es nicht um Terorabwehr von irgendwelchen religiös motivierten Terroristen , sondern um das zunehmend unzufriedene Volk. Wenn ich mit meinem bescheidenen Bildungsniveau begreife, wo diese Politik hinführt, dann wissen die mit ihrem Informationshintergrund das schon lange. Am Beispiel USA oder auch GB kann man schon seit Jahren sehen,… Weiterlesen »

Kartoffelnase
Kartoffelnase
Reply to  Robbespiere
19. August 2018 11:39

Jetzt lassen die Jack-Wolfskin-Linken ihre Jacken aber in China nähen, für Löhne um die 10 Cent pro Stunde. Diese Selbstverständlichkeit der Ausbeutung schwabbt zurück, die Angestellten von H&M oder REAL rotieren bereits mit anderen in der sozialen Abwärtsspirale ( https://arbeitsunrecht.de ). Was verstehen die Latte-Linken an Internationalismus und Freihandel falsch, dass sie einzeln oder beides unbedingt stützen möchten ? Asien ist ja ein einziger Sklavenmarkt des Westens, sieht man jede Woche auf den Grabbeltischen bei Lidl oder Aldi so liegen. Warum finden die Kipping-Linken das gut und erhaltenswert ? Haben die Engländer das richtig gedacht und gewollt, das mit dem… Weiterlesen »

Duldsamkeit und ihre harten Proben....
Duldsamkeit und ihre harten Proben....
Reply to  Kartoffelnase
24. August 2018 22:28

Gegenprobe: Nun ist Generalisierung ja immer wieder ein Thema – auch kritisch hinterfragt. Stimmen Sie folgender Aussage zu ?
’Es reichen wenige, um den Ruf einer ganzen Gruppe zu ruinieren.‘, aber Korrelationen belegen ja keine Kausalität ?

Art Vanderley
Art Vanderley
Reply to  Kartoffelnase
19. August 2018 21:24

@Kartoffelnase
„Warum verschulden sich die Unternehmen nicht ? Warum verschuldet sich der Staat ? “
Gute Frage. Jedenfalls ist der Staat gut genug, Kredite nicht völlig versiegen zu lassen, indem er jede Bubbelbank rettet, ohne Regulierung natürlich.
„Warum machen das die Asiaten aber die deutschen Autobauer nicht ?“
Vielleicht auch Mentalität? In Deutschland hält man Rückständigkeit oft für ein Zeichen der eigenen Stärke, warum nicht auch hier?

Kartoffelnase
Kartoffelnase
Reply to  Art Vanderley
19. August 2018 22:33

Vielleicht auch Mentalität? In Deutschland hält man Rückständigkeit oft für ein Zeichen der eigenen Stärke, warum nicht auch hier? Die Deutschen wissen und können nur alles besser. Was Neues bekommen die aber nicht hin. Betriebsblindheit dank politischer Schirmherrschaft, auch politische Korruption genannt. Man fühlt sich sicher. Warum sichert der Staat nicht die Unternehmerrisiken aller Unternehmer ab ? Letztendlich werden die deutschen Aurobauer „systemrelevant“ wie die Banken werden. Warum ist die Summe aller kleinen Handwerksbetriebe nicht ssssystemrelevant ? Und was bitte hat die Retterei mit „Markt“ und „Marktradikalität“ zu tun ? Den ganzen Scheiß dieser Flickschusterei wollen die uns ja als… Weiterlesen »

Art Vanderley
Art Vanderley
Reply to  Kartoffelnase
20. August 2018 20:38

„Und was bitte hat die Retterei mit “Markt” und “Marktradikalität” zu tun ? “
Die gilt immer für andere, nicht für die eigenen Interessen.

Marla
30. August 2018 20:08

Eine der genialsten Manipulationen war dem Fußvolk und seinen Vertretern einzureden, sie hätten Schulden…. (Und den Kleinstbetriebe, die keine Schulden hatten, riet man zu Schulden-machen, wegen der Steuer!) (So wurden auch Bauernhofe zu Agrarkonzernen umgewandelt!) Seitdem wird bei ihnen gespart was das Zeug hält…. Schulden zahlt man ja zurück, ehrensache! Aber seitdem ist der Feudalismus wieder eingekehrt! Rechts von der schwarzen Null sind riesen Scheunentore, wo Geld mit ContainerSchiffen durchgeschleust wird… und links von der Null sind kleine Briefschlitze, wo mit Briefwaagen jedes Quantum abgerechnet, vorgerechnet und mit miesem Gesichtsausdruck ausgegeben wird! Der Vorteil dieses DemokratiePossenspiels: die Reichen werden immer… Weiterlesen »

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