Der Sozialstaat ist unbezahlbar!

Letzte Woche ließ die Bildzeitung die Öffentlichkeit wissen, dass wir 2017 so sozial waren wie nie zuvor. Immerhin hätten wir ja auch so viel Geld in den Sozialsektor gesteckt wie nie. 36,5 Milliarden mehr als noch 2016. Fast eine Billion Euro war uns das Soziale folglich wert. Arbeitgeber und FDP kritisierten das natürlich umgehend. So eine Debatte wollte die Bildzeitung freilich auch entfesseln, die Zahlenspiele sollten abschrecken und Angst machen, dass sich Leistung am Ende also doch nicht mehr lohne. Dass sich die Aussagekraft dieser Zahl am Bruttoinlandsprodukt (BIP) orientieren müsste, darüber ließ man sich dann nicht weiter aus. 29,6 Prozent des BIP waren es nämlich, die ins Soziale flossen. Wenig mehr als 2016, mehr oder weniger so viel, wie in den letzten 25 Jahren auch. Dass Deutschland also zum Hypersozialstaat geworden wäre, kann man rechnerisch nicht nachvollziehen.

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bernie...so gemein(t)?FriedhelmJarekDefi Brillator Letzte Kommentartoren
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bernie
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bernie

Und wo ist das Geld geblieben? Bei meiner Familie, die wirklich in einer Notsituation steckt, ist bis heute nichts davon angekommen. Im Gegenteil wir müssen alles selbst finanzieren, und stehen dadurch bald vor dem finanzellen und sozialen Aus – Hast eine demente und parkinsonkranke Mama im Haus, oder im Altersheim, kannst alles bezahlen (nur weniges zahlt der Staat) – und die einzige Schuld meiner Mama ist schwerstpflegebedürftig geworden zu sein. Wobei schon das Wort “Schuld” zynisch ist denn sie kann nichts dafür so krank geworden zu sein…. Und interessant fände ich mal in den Medien was über solche Fälle zu… Weiterlesen »

Friedhelm
Gast
Friedhelm

Nicht zu vergessen die Ersparnisse der Leistungsbezieher. Es war schon immer so, dass Dritt-, und Eigenhilfe vor dem Bezug von Sozialleistungen zu erbringen sind. Das war vor Schröders Agenda schon so. Was soll der arbeitslose Millionär auch mit seiner Villa und dem Hubschrauber ? Die Eigenleistung ist jedoch gestiegen. Was der Leistungsbezieher verscherbeln muss, braucht der Sozialstaat nicht mehr zu leisten. Es klingt ja großherzig was im Sozialgesetzbuch steht. Laut § 12 Abs. S. 4 SGB II muss ein selbst genutztes Haus von angemessener Größe oder eine entsprechende Eigentumswohnung vor Hartz 4 – Bezug nicht verramscht werden. Tatsächlich aber doch,… Weiterlesen »

Jarek
Gast
Jarek

Ich finde es immer wieder erquickend, dass Versicherungsleistungen einfach in einen Topf mit dem Namen “Sozialstaat” geschmissen werden. Zum einen werden sie, bis auf Steuerfinanzierung der RV, von den Versicherten finanziert, zum anderen hält sich der soziale Ausgleich innerhalb dieser SV durch die Höchstbemessungsgrundlage in Grenzen.

Will man wirklich die Wirksamkeit des Sozialstaates messen, dann muss man betrachten, wie ausgleichend, egalisierend er wirkt. Und damit sieht es wahrlich nicht gut aus.

...so gemein(t)?
Gast
...so gemein(t)?

Sozialleistungen und da allen voran Harz-IV -als eine

Wahl des Lebensstiles oder als Alternative, um wenig-

gemochte Jobs, nicht selbst annehmen zu müssen ?

Defi Brillator
Gast
Defi Brillator

Die daraus resultierende Entwicklung ist mit der SciFi Serie Incorporated schon dokumentiert.

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