Aufgestanden in Ruinen!

#aufstehen kann eine Chance sein. Wenn es sich auf die richtigen Themen besinnt. Die Themen nämlich, die sich der moralische Liberalismus oder der liberale Moralismus als Hauptaugenmerk auf die Fahnen geschrieben hat, haben schon politische Plattformen. Linker Realismus braucht jetzt auch eine Sammelstation.

Die neue linke Sammelbewegung #aufstehen war gerade publik geworden, da hagelte es schon wilde Kritik. Die Wiwo nannte die Maßnahme eine »PR-Aktion mit starken Egotrip-Anteilen«. Der sozialdemokratische Oberkritikaster Ralf Stegner wetterte natürlich auch mit, als »Partei-Linker« hält er es ganz wie der Highlander: Es kann nur einen geben – so eine linke Plattform ist ein Angriff auf seine Stellung: Am Ende merkt noch einer, wie links der Herr Stegner tatsächlich ist. Das SPD-MdB Sebastian Hartmann verstieg sich zu der Annahme, dass es eine linke Sammelbewegung seit 1863 gegeben hätte. Sie hieße SPD und man sollte doch bitte in sie eintreten. Echt kein Wunder, dass die Sozis nur noch von Freunden, Bekannten und Verwandten gewählt werden. Julian Reichelt von der Bild hatte man wieder gar nichts kapiert und twitterte was von Venezuela und leere Regalen. Vermutlich mal wieder Kommunistenparanoia. Historiker Michael Wolffsohn verglich #aufstehen ganz gegenteilig mit der NSDAP. Interessant ist das, weil als die Linkspartei als Sammelplatz einer Wahlalternative ins Leben gerufen wurde, stellte zum Beispiel Roland Tichy den damaligen Mitinitiator Lafontaine auf eine Stufe mit Hitler. Leider hatte Altaltaltkanzler Schmidt seinerzeit nichts anderes im Sinn, als in Mentholschwaden zu baden und zeitgleich zu philosophieren, dass Oskar so ein bisschen wie »Adolf Nazi« sei. Immer wenn sich links des liberalen Mainstreams was sammelt, dann muss mindestens ein Hinweis auf Hitler her. Ohne einen griffigen Hitler-Vergleich auf den Lippen scheint die deutsche Bedenkenträgerei nun mal keine Freude im Leben zu haben.

Gerade die #aufstehen-Kritiker aus der Linkspartei sollten sich zurückerinnern. Auch sie waren seinerzeit Sympathisanten eines Projektes, das die großen Meinungsmacher im Lande gemeinhin als Ausdruck des Rechtsruckes darstellen wollten. An der Kritik am Sammeln erkennt man zuweilen, wer angekommen ist in der Republik und wer sich eine gewisse Mobilität bewahrt hat.

Nun will ich ja wahrlich nicht so tun, als sei #aufstehen bereits jetzt der ganz große Wurf. Man weiß es nicht. Noch ist alles offen, die Agenda kann in fast jede beliebige Richtung steuern. Und wie es scheint, passiert ein Stück weit das, was auch damals passierte, als sich Die Linke manifestierte: Alles was irgendwie, auf irgendeine Art und Weise links ist, sich links fühlte, glaubte, wusste, drang in oder an die Peripherie der neuen Partei. Das ist natürlich auch wichtig, denn je mehr Menschen aufstehen, desto mehr Schlagkraft kann eine Bewegung wie diese entwickeln.

Problematisch wird es nur, wenn die Themenauswahl nicht klar ausgerichtet wird: Nämlich auf die soziale Frage, sprich: Auf den Komplex, der Arbeitsmarkt-, Sozial- und Gesundheitspolitik betrifft. Harte Verteilungsthemen, die ein klares Primat vor den Soft Skills linker Identitätsthemen genießen. #aufstehen sollte als Sammlungsplattform klare Grundsätze haben. Toleranzsujets haben in der Parteienlandschaft eine Heimat. Ob nun Antirassismus, Antisexismus, Antihomophobie oder Genderismus: Bei Sozialdemokraten, Grünen und natürlich Linken sind das doch die It-Themen. Eine überparteiliche Sammlungsbewegung muss sich dieser Themen nicht auch noch annehmen. Sie hat als ein eher ökonomisches Panel zu fungieren – natürlich unter den Gesichtspunkten nicht zu akademisch und verquast zu klingen, eher sowas wie eine »populäre« Andockstelle dem Wortsinn nach darzustellen.

Die kurz angeschnittenen Thematiken des liberalen Moralismus sind nicht das Problem der Menschen, die in diesem Land leben. Nils Heisterhagen analysiert in seinem Buch »Die liberale Illusion: Warum wir einen linken Realismus brauchen« wie folgt: Die Linksliberalen haben »sich auf eine liberal-postmoderne Identitätspolitik fokussiert und das führte zu Ausblendungseffekten. Man hat vor allem die ›soziale Frage‹ ausgeblendet.« Seine Kritik am neuen postmodernen Linksliberalismus lautet, dass wir es mit einer Haltung zu tun haben, »die ein von einer neuen Akademikerklasse vorangetriebenes Selbstverwirklichungsdenken für Menschen widerspiegelt, welche aus den größten ökonomischen Nöten schon längst herausgewachsen sind, dass er also im Grunde Identitätspolitik für Postmaterialisten ist.« Die kleinen Leute und die Besorgten in der Mittelschicht, so Heisterhagen weiter, würden dabei schlicht vergessen.

#aufstehen sollte eine materialistische Bewegung sein. Materialistisch dem Sinne nach, dass Themen im Fokus stehen, die mit der Verteilung des erarbeiteten Wohlstandes, mit der sozialen Frage und mit Gerechtigkeit an sich zu tun haben. Ressourcen statt Gefühle, mentale Rohstoffe statt Befindlichkeit. Wenn sich diese neue Sammlungsbewegung genauso verwässern lässt mit jenem postmaterialistischen Kanon, dann wird sie schnell an ihr Ende geraten und sich überflüssig machen. Die normative Linke hat sich zuletzt als das stilisiert, was sie als Losung der Bundeskanzlerin stets kritisiert hat: Alternativlosigkeit. Man hat um weiche Themen gestritten, teils grandiose Verleumdungskampagnen gefahren und die Ansichten andersdenkender Linker mit Schaum vorm Mund verurteilt. Es ist Zeit für harte Themen. Nur sie sollte der gemeinsame Nenner dieses parteiübergreifenden Projekts zu sein. #aufstehen muss vielfältig aufgestellt werden, Diversität ist ja ein Merkmal unserer Gesellschaft. Aber die Themenauswahl sollte von vielen verschiedenen Menschen schon eingeengt werden – sonst verliert man sich auch hier abermals in einer Beliebigkeit, mit der kein Staat zu machen ist.

Die Linke ist eine Ruine, hat zuletzt abgewirtschaftet und die Flucht nach hinten angetreten, indem sie ihre ureigensten Themen nicht mehr so beherzt besetzte, wie sie das sollte, um als Alternative zum neoliberalen Kurs wahrgenommen zu werden. Aufgestanden in Ruinen / Und der Zukunft zugewandt! Es braucht eine Neugestaltung der Linken, die nicht das Rad neu erfinden, sondern sich einfach nur des Rads erinnern muss. Arbeitsmarkt, soziale Absicherung, Gesundheit, Bildung: Das sind die Themen. Unisexklos, politisch korrekte Sprachregelungen_innen, thematische Begrenzung auf Grenzenlosigkeit oder hinter jedem Satz antirassistische Spyware anzuschrauben: Das ist die Kür von Leuten, die offenbar nicht mal ahnen, wie schwer man in der Mittel- und Unterschicht um die Existenzsicherung zuweilen ringen muss.

Ob nun #aufstehen die letzte Chance ist, ein Mitte-Links-Bündnis langfristig zu etablieren: Es wäre vermessen so ausschließlich zu mahnen. Aber eines dürfte dann schon sicher sein: So viele Möglichkeiten wird es dazu sicher nicht mehr geben.

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Bingo
Bingo
3 Jahre zuvor

Guter Artikel, aber ist das so:

Die kleinen Leute und die Besorgten in der Mittelschicht, so Heisterhagen weiter, würden dabei schlicht vergessen.

oder vielleicht doch eher so:

https://www.sueddeutsche.de/politik/linke-kapital-verfehlt-1.3354578

?

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Bingo
3 Jahre zuvor

@Bingo

In der Tat, ein wirklich guter Artikel.

Die kleinen Leute und die Besorgten in der Mittelschicht, so Heisterhagen weiter, würden dabei schlicht vergessen.

Bei Teilen der Linken ist das wohl so. V.A. die Migrationsdebatte überschattet die soziale Schieflage im eigenen Land un nimmt damit die Verantworlichen für die Zerstörung des gesellschaftlichen Zusammenhalts aus der Schusslinie.
Man könnte meinen, das sei das drängendste Problem in Deutschland und Europa und liefert unfreiwillig der AFD auch noch Munition für ihre Propaganda.

Der Artikel in der SZ ist an Dürftigkeit kaum zu unterbieten.
Da wird dem Autor ( dessen Buch ich nicht gelesen habe ) ein Etikett aufgeklebt, ohne inhaltlich auf seine Positionen überhaupt einzugehen.
Das soll eine Buchkritik sein?

Bingo
Bingo
Reply to  Robbespiere
3 Jahre zuvor

Das soll eine Buchkritik sein?

Nein, ein Versuch „Populismus von links“, zu diskreditieren.

Hens
Hens
Reply to  Bingo
3 Jahre zuvor

Vox populi vox Dei !

wschira
wschira
Reply to  Hens
3 Jahre zuvor

Heisst das Zitat von Strauss nicht „Vox populi vox Rindvieh“?

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Bingo
3 Jahre zuvor

@Bingo

Nein, ein Versuch “Populismus von links”, zu diskreditieren.

Ging leider daneben, so ganz ohne Bezug auf die Thesen des Autors.
Typisches MainstreamBashing.

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Roberto J. De Lapuente
3 Jahre zuvor

Lieber Roberto, die Hitzewelle hat auch noch das letzte Hirn ausgedörrt!!!

seyinphyin
seyinphyin
Reply to  Robbespiere
3 Jahre zuvor

Ich sehe nicht, dass diese Themen von der LINKE nicht mehr behandelt werden. Sie landen halt nicht in den Medien wo die Denkfaulen sich ihr Weltbild servieren lassen. Warum das dort nicht landet, ist klar. Also sollte eigentlich.

Aber hey, klar, glauben wir einfach den Medien oder irgendwelchen blogs, wozu sich selbst damit beschäftigen.

Folkher Braun
Folkher Braun
Reply to  seyinphyin
3 Jahre zuvor

Das sehe ich anders. Wo ich ja Absolvent der „bolschewistischen Kaderschmiede“ (Otto-Suhr-Institut an der FU, Examensjahrgang 1973) bin, dazu den Ver.Di-Dödel für mehr als 40 Jahre Mitgliedschaft besitze, erlaube ich mir zu bemerken, dass

1. es zu viele „Erdmann/Duke etc“ gibt, die aufgrund ihres bombastisch/fantastischen exklusiven Zugangs zur reinen Wahrheit sich mit der Lebenswirklichkeit des normalen Malochers nicht mehr beschäftigen müssen. Denn der rafft es ja nicht. Wir haben also auf der linken Seite zu viele „Religiöse“. Das heißt Leute mit einem exklusiven Zugang zum Wissen (über die innere Organisation der bürgerlichen Produktionsweise).

2. es in den „Linken“ sozialdemokratische Elemente gibt, die den Laden im Grunde bei der SPD eingemeinden wollen, also praktisch Kurt Schumacher seine Dissertation über den „Staatsgedanken in der Sozialdemokratie“ von 1929 auf neudeutsch. Bei denen er sich anbiederte, die schickten ihnen dann in´s KZ.Die aktuelle SPD ist zu blöd zu begreifen, dass sie wieder den Noske geben muss.

3 Insofern ist das Konzept, was ja ursprünglich Team Sahra hieß, nicht verkehrt. Erst mal nachsehen,wen wir mobilisieren können. Und dann abschätzen, was sich daraus stricken lässt.

seyinphyin
seyinphyin
Reply to  Folkher Braun
3 Jahre zuvor

Ah, der Pöbel ist also einfach zu blöd, na dann. Typische Einstellung der Faschisten.

Der „Malocher“ ist also gar nicht im Stande, dieses Wissen zu begreifen, das in heiligen Türmen streng bewacht versteckt wird.

Sorry, aber das ist bullshit. Das ist alles nicht schwer zu verstehen. Aber wenn natürlich auch Leute hier lieber Scheiße werfen als bei der Aufklärung zu helfen, während die rechten Horden da straff organisiert ihre Antiaufklärung verbreiten, dann kommt beim Malocker natürlich nur diese rechte und ‚linke‘ Scheiße an. Und nein, nicht Kipping (und auch Wagenknecht) und Co sind die ‚Linken‘, das seid ihr. Denn ihr kämpft nicht für links, ihr kämpft gegen es, indem Ihr es jeden Tag für die Leute, die man gewinnen solltem, weiter beschmutzt und Euch dann feige in Euren blogs versteckt und weiter lästert.

So viel zu „Elfenbeintürmen“.

DAS hier ist einer dieser Elfenbeintürme und unten fangen die Rechten die Scheiße auf und nutzen sie für ihre Zwecke – oder freuen sich ganz einfach, wenn von oben einer der Linken gezielt und absichtlich getroffen wird und reiben das noch extra rein.

So sieht das aus, so läuft das da ‚unten‘ ab. Aber das sieht man ja netter Weise von da ‚oben‘ nicht.

wschira
wschira
Reply to  seyinphyin
3 Jahre zuvor

„Kindchen“, Du bekommst heute so viele negativen Bewertungen, wie ich bei Dir noch nie gesehen habe. Ist da die Hitze schuld?
Nebenbei, normalerweise lese ich Deine Beiträge gern, aber heute stehst Du total neben Dir.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  seyinphyin
3 Jahre zuvor

@seyinphyin

Aber hey, klar, glauben wir einfach den Medien oder irgendwelchen blogs, wozu sich selbst damit beschäftigen.

Stimmt, schauen wir doch mal ganz real dahin, wo die Linke mitregiert, wie z.B. in Berlin.
Stichwort: ÖPP bei Schulen und die Aktivitäten eines Herrn Lederer.
Wenn das genuin linke Politik im Sinne des Gemeinwohls sein soll, dann muss wohl mein politischer Kompass klemmen.

seyinphyin
seyinphyin
Reply to  Robbespiere
3 Jahre zuvor

Jup, also Faschisten wählen oder gar nicht (= Faschisten wählen). Und wenn Ihr es nicht macht, die anderen tun das. Dank Euch. Danke für die ‚Aufklärung‘ der Masse, dass das System alternativlos ist.

Als ‚echter Linker‘ lässt man sich nur vom Messias persönlich erlösen, alles andere ist unter der Würde, nicht wahr?

Viel Glück beim Warten, währen die Satanisten die Kochkessel für Euch aufsetzen.

Neinnein, keine Sorge, #aufstehen wird bestimmt die Erlösung bringen, Wagenknecht IST der unfehlbare Messias und das Paradies wird kommen. Nur eine Unterschrift auf einer HP reicht, versprochen. *kopfschüttel*

Linksman
Linksman
Reply to  seyinphyin
3 Jahre zuvor

@sey
Gibt’s da nicht was vom ramelowpharm®?
Mit der CDU gegen Faschisten…

anton
anton
Reply to  Robbespiere
3 Jahre zuvor

dessen Buch ich nicht gelesen habe

welche Überraschung!!

Brechthold Bert
Brechthold Bert
3 Jahre zuvor

Aufgestanden in Ruinen / Und der Zukunft zugewandt!

So heißt das: Auferstanden aus Urinen und der Zukunft zugewandt !

So viele Möglichkeiten wird es dazu sicher nicht mehr geben.

Das ist ganz sicher so – Letzte Tankstelle vor der Autobahn !

R_Winter
R_Winter
Reply to  Brechthold Bert
3 Jahre zuvor

@Brechthold Bert
Bist Du ein Troll der AfD?

Isabelle
Isabelle
Reply to  R_Winter
3 Jahre zuvor

Wo gibt es da etwas braun-schwarz-reaktionär Rechtes zu lesen, so das man auf eine AfD-Zugehörigkeit schließen könnte ?

Ganz sicher ist #aufbäumen, #aufsässig, #aufbrechen als letzte Chance der Linken in Deutschland zu verstehen !
Sogar die schwarze SPD samt Grünen spielen in einem dunkelschwarzen Umfeld aus CDU,CSU,AfD und FDP ( 30%,17%,8% )keine Rolle mehr.

Die Spalter aus der Parteilinken sollten sich sehr genau überlegen warum sie unbedingt den Braun-Schwarzen den
Steigbügel halten will. Aus Fehlern lernt man doch angeblich…….

seyinphyin
seyinphyin
Reply to  Isabelle
3 Jahre zuvor

Nonsense. Die Linke hat derzeit gar keine Chance, weil der Faschismus fest im Sattel sitzt und in den Köpfen der Menschen. Der Deutsche steht auf sowas und selbst an den Endsieg glaubten viele ewig, einfach weil es ihnen so gesagt worden ist, gar nicht erst angefangen von dem Dreck, der danach lief und die Widerständler als die Verräter galten, keinesfalls die Nazis.

Deutschland ist so nicht zu retten, da hilft nur der Kollaps.

ODER Ihr organisiert und macht etwas mehr als nur einen Blog den praktisch keiner liest oder eine Internetseite, wo man letztlich auch nur das hört, was die Linke nun schon bald seit Jahrzehnten predigt. Frage ist, warum man dann jetzt daraus eine externe Bewegung machen muss, das ist super seltsam…

Als kleine Köderfalle für Nicht-LINKE die sich an diese Partei sonst nicht rantrauen? Das ist doch bereits das Eingeständnis des Scheiterns, wenn schon das ein Problem ist.

seyinphyin
seyinphyin
Reply to  Roberto J. De Lapuente
3 Jahre zuvor

*lach* Kindchen, wenn es mir um Beliebtheit ginge, würde ich so wie Du schreiben, dann hätte ich tausende AfD Bots und Lohnschreiber sofort auf meiner Seite. Die lieben Dich nämlich, ob Dir das bewusst ist oder nicht. Du und Deine Blogger Buddies zerfetzten LINKE und Linke weit besser als sie es allein je könnten.

Aber klar, bilde Dir ruhig ein, dass es anders ist und Du konstruktiv bist, indem Du und NDS jede noch so winzige Äußerungen der „Nicht Wagenknecht Fraktion“ zu einem riesigen Scheißeballon aufblasen und über der LINKEN platzen lassen.

Viel Glück.

Ich persönlich wäre stark dafür, Deutschland zu retten. Aber allein mit so wenigen anderen ist das einfach nicht möglich, vor allem mit so Messerstechern wie Euch dann noch in ‚eigenen‘ Reihen (wobei das immer fragwürdiger ist, sieht man sich an wie das pathologisch seit Jahren verfolgt wird).

Nur zu, votet das runter, zumindest in Eurer Fantasiewelt reicht das sicherlich, um es unwahr werden zu lassen.

Linksman
Linksman
Reply to  seyinphyin
3 Jahre zuvor

@sey
Nach der Dolchstoß- nun die Messerstecher-Legende. Irgendwie süß…

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  R_Winter
3 Jahre zuvor

@Brechthold Bert
Bist Du ein Troll der AfD?

Kann nicht sein, der ist doch schon Darsteller in der Sesamstraße!

Grobi
Grobi
Reply to  Heldentasse
3 Jahre zuvor

Auf dieses Witzschen mal einen Tusch, nä ….

https://www.youtube.com/watch?v=ScyFmEdPzLc

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Grobi
3 Jahre zuvor

Mann oh Meter, was ist dann das für ein Gedudel? So etwas hätte man früherrr nach Sibirien geschickt 😉 , ja wohl! Wann mal einer fragt wie das richtig geht, also vom Prinzip her, dann zeigt man ihm das hier:

https://www.youtube.com/watch?v=TKAwPA14Ni4

Hartmut
Hartmut
3 Jahre zuvor

Aufgestanden in Ruinen / Und der Zukunft zugewandt!

Hallo Roberto, falls das ein Zitat aus der DDR-Hymne gewesen sein sollte, merkt man, dass Du westlich der Werra aufgewachsen bist.
„AufERstanden AUS Ruinen“ heißt es nämlich im Original. Aber vielleicht hast Du es ja bewusst so geändert, denn so langsam nähern wir uns mit der vergammelnden Infrastruktur auch heute wieder dem damaligen Zustand „Ruinen schaffen ohne Waffen“. 🙁

Hartmut
Hartmut
Reply to  Roberto J. De Lapuente
3 Jahre zuvor

Nun ja, ich hatte jetzt nicht wirklich erwartet, dass ein Wessi den Text der DDR-Hymne fehlerfrei kennt. Muss ja auch nicht sein. 😉
Nachdem Honecker laut den Antworten vieler (nun gesamtdeutschen) Schüler irgendwann mal Bundeskanzler war, ist das ja nun wirklich verzeihlich.
Zum Trost: Was das Ausmaß der UNwissenheit über die DDR betrifft, holen die ostdeutschen Schüler auf. Nun ja, die Gnade der späten Geburt.
DDR = Stasi und Stacheldraht, mehr muss man doch über diesen Staat nicht wissen. DDR? War da was?

Bingo
Bingo
3 Jahre zuvor

Die Linke ist eine Ruine, hat zuletzt abgewirtschaftet und die Flucht nach hinten angetreten, indem sie ihre ureigensten Themen nicht mehr so beherzt besetzte, wie sie das sollte, um als Alternative zum neoliberalen Kurs wahrgenommen zu werden.

Lafontaine hatte ja , nach seinem Bekunden, bei Gründung der „LINKE“ die Hoffnung, die Sozialdemokraten indirekt wieder nach links zu rücken. De facto ist aber, unter Kipping/Riexinger, das exakte Gegenteil passiert, die LINKE hat sich SPD und Grünen angenähert, statt umgekehrt. „Regierungs-“ oder „Politikfähigkeit“ nennt sich diese Choose.

seyinphyin
seyinphyin
Reply to  Bingo
3 Jahre zuvor

Meine Güte die NDS mit ihrem Wagenknecht fanboytum haben echt die übelsten Schäden von allen erzeugt. Dieser unglaubliche Schwachsinn über Kipping und Riexinger die ganze Zeit (nebenbei längst von den Neurechten übernommen, Gratulation für das erfolgreiche „influencing“ in diesen Kreisen).

Zumal das jedes Mal beweist, dass auch viele NDS Konsumenten und Co sich halt eben dort etwas vorbeten lassen – und gar nicht selbst nachdenken. Toll. Als ob das so viel besser wäre.

Kathi
Kathi
Reply to  seyinphyin
3 Jahre zuvor

Dieser unglaubliche Schwachsinn über Kipping und Riexinger die ganze Zeit (nebenbei längst von den Neurechten übernommen, Gratulation für das erfolgreiche “influencing” in diesen Kreisen).

Wenn die beiden ihre Fraktionsvorsitzende vorbehaltlos unterstützen würden, gäbe es keinen „Schwachsinn“.

Das ist ja wie beim Schöckemöhle damals. Der Schockemöhle hat seinen besten Pferden mit dem Knüppel vors Knie gehauen.
Im Vergleich nenne ich das, fortgesetztes barren einer Fraktionsvorsitzenden.
Wo soll sie denn hinspringen ? In den Abgrund ?

Loco
Loco
Reply to  seyinphyin
3 Jahre zuvor

Wagenknecht fanboytum

neurechtes influencing

Wie gut das du als zuständiger Anti-D- Blockwart uns darauf aufmerksam machst…

seyinphyin
seyinphyin
Reply to  Loco
3 Jahre zuvor

Ah, Antideutsch, soso. *lach* Ihr seid so kaputt im Schädel. XD

Linksman
Linksman
Reply to  seyinphyin
3 Jahre zuvor

Meine Güte, seyinphyin mit seinem Kippriex fanboytum hat echt den übelsten Schädel. Prost! 😉

seyinphyin
seyinphyin
Reply to  Linksman
3 Jahre zuvor

Witzig, ich mag Wagenknecht genauso gern wie Kipping (sie kämpfen ja auch für dieselbe Sache – NEIN! DOCH! OH!). Deswegen unterstütze ich sie und Ihre Partei, statt wie Ihr blind auf sie einzumetzeln. Blind, weil ihr gar nicht merkt, dass Ihr auch Wagenknecht extrem schadet und Eure größten Fans die Rechtsradikalen sind.

Aber hey, down- und upvotes geben Euch dann schon recht. Gut, geht es danach hat die AfD zu 1000% recht, den die hat eindeutig immer die meisten Upvotes – nebenbei auch und gerade wenn sie mal wieder Euren Hass gegen Kipping und Co übernehmen, da gibt dann 100te upvotes. Warum? Weil damit die LINKE unwählbar wird. Tja.

Die meisten Namen hier sagen mir eh nichts. Da stelle ich mir dann wirklich die Frage, wo ihr sonst noch so postet. Und was….

Aber nun kräftig downvoten. Die Realität beugt sich dem bestimmt irgendwann. 😉

Bingo
Bingo
Reply to  seyinphyin
3 Jahre zuvor

Meine Güte die NDS mit ihrem Wagenknecht fanboytum haben echt die übelsten Schäden von allen erzeugt.

Ja, zum Heulen, dieses Lifestyle Linken Bashing. Hier gibbet noch mehr davon:

https://www.rubikon.news/artikel/solidaritat-statt-offener-grenzen

Lesenswert

Dago
Dago
Reply to  Bingo
3 Jahre zuvor

Offene Grenzen sind als Phantasmen zurückzuweisen.

Die Sparstrümpfe der kleinen Leute gehen im großen Ganzen auf und die Onkel Dagoberts
der Welt machen weiterhin Rückenschwimmen in ihren Geldspeichern.

Keine Mensch braucht linke Sofaaktionisten und Fassadenkletterer die sich vor der Eigentumsfrage drücken !!

Hier zwei Fundstücke. Vielleicht als Grundlage für einen Artikel.

Vom Besitzindividualismus zur gemeinwohlorientierten Sozialpflichtigkeit – Der neuzeitliche Eigentumsbegriff in der Entwicklung des Privat- und Verfassungsrechts.
https://books.google.de/books?id=9Qw1jLHY-ZQC&lpg=PA233&ots=477Ipht6zU&pg=PA233#v=onepage&q&f=true

Die Eigentumsfrage als Demokratiefrage
https://www.uni-muenster.de/PeaCon/histomat/eigentumsfrage-hjk.pdf

Dago
Dago
Reply to  Bingo
3 Jahre zuvor

Offene Grenzen sind als Phantasmen zurückzuweisen.

Die Sparstrümpfe der kleinen Leute gehen im großen Ganzen auf und die Onkel Dagoberts
der Welt machen weiterhin Rückenschwimmen in ihren Geldspeichern.

Keine Mensch braucht linke Sofaaktionisten und Fassadenkletterer die sich vor der Eigentumsfrage drücken und den neoliberalen Endsieg befeuern !

Hier zwei Fundstücke. Vielleicht als Grundlage für einen Artikel.

Vom Besitzindividualismus zur gemeinwohlorientierten Sozialpflichtigkeit – Der neuzeitliche Eigentumsbegriff in der Entwicklung des Privat- und Verfassungsrechts.
https://books.google.de/books?id=9Qw1jLHY-ZQC&lpg=PA233&ots=477Ipht6zU&pg=PA233#v=onepage&q&f=true

Die Eigentumsfrage als Demokratiefrage
https://www.uni-muenster.de/PeaCon/histomat/eigentumsfrage-hjk.pdf

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Bingo
3 Jahre zuvor

@Bingo

Der Artikel trifft voll ins Schwarze!

Punkt
Punkt
Reply to  Bingo
3 Jahre zuvor

Eine schöne Geschichte für die Insassen diverser Blasen.
Die Kioskbetreiberin, die morgens um 4 Uhr Brötchen für Berufspendler schmiert,
versteht das nicht. Der Manni an der Stanze hat damit auch seine Probleme.

Wie erzählen Linke diese Geschichte ihren Sollwählern verkürzt, ohne
AfD-Lügen zu verbreiten ?

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Punkt
3 Jahre zuvor

@Punkt

Worauf beziehst du dich konkret?

seyinphyin
seyinphyin
Reply to  Bingo
3 Jahre zuvor

Ist schon witzig, dass der Hauptargument der Leute gegen Kipping und für Wagenknecht sich an „offenen Grenzen“ festmacht, nicht? Die AfDisierung der LINKEN, vorangetrieben von… tja, von wem eigentlich. Mei, mei…

Linksman
Linksman
Reply to  seyinphyin
3 Jahre zuvor

@sey
Nur deutsche Linke fordern offene Grenzen für alle.
Sei nicht so deutsch.

R_Winter
R_Winter
3 Jahre zuvor

Ich habe mich bewußt bei Deinen Aussagen bisher zurück gehalten, aber was Du in diesem Beitrag geschrieben hast, ist nur als „Mist“ zu bezeichnen.

#aufstehen kann eine Chance sein. Wenn es sich auf die richtigen Themen besinnt. Die Themen nämlich, die sich der moralische Liberalismus oder der liberale Moralismus als Hauptaugenmerk auf die Fahnen geschrieben hat, haben schon politische Plattformen.

Du legst fest, was die richtigen Themen sind? Armes Deutschland.

Nun will ich ja wahrlich nicht so tun, als sei #aufstehen bereits jetzt der ganz große Wurf.

Nichts wissen, aber jetzt alles im Sinne der Alt-Parteien (auch der Parteispitze der „Die Linke“) kleinreden

Die Linke manifestierte: Alles was irgendwie, auf irgendeine Art und Weise links ist, sich links fühlte, glaubte, wusste, drang in oder an die Peripherie der neuen Partei.

Du hast nichts verstanden, was „#aufstehen“ bewirken und welcher Personenkreis angesprochen werden soll. Bestimmt nicht die „reine Linke“, die mit ihren idiotischen Vorstellungen, die Menschen in die Arme der AfD treibt.

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  R_Winter
3 Jahre zuvor

@R_Winter

Ich empfinde (streiche Toms setze) Robertos Aufruf als gut! Wenn man es so versteht, dass eine richtige politische Bewegung „von unten“ unbedingt einen offenen politischen Prozess darstellt, muss vieles z.Z. noch unklar bleiben, bis es sich entwickelt hat. Alles andere wäre ja eine Art „Agenda“ Politik wo die hohen Damen und Herren dem gemeinen Volk zeigen wo es lang geht, und davon habe ich persönlich, gelinde gesagt. die Schnauzte voll, egal von welcher Seite aus das betrieben wird.

Beste Grüße

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Roberto J. De Lapuente
3 Jahre zuvor

SORRY!

Tom J. Wellbrock
Reply to  Roberto J. De Lapuente
3 Jahre zuvor

Ach du, er freut sich sicher ?

Über meine Texte wird diskutiert, ohne dass ich sie schreibe.

Ich fasse das als Kompliment auf 🙂

Beobachtbar
Beobachtbar
Reply to  Roberto J. De Lapuente
3 Jahre zuvor

Spoiler
was sich jedoch leicht relativieren lasse, ‚Logisch, das du davon nichts weißt, passt doch auch gar nicht in dein Weltbild.‘

Loco
Loco
3 Jahre zuvor

Die Nachdenkseiten haben den medialen Umgang mit #aufstehen und Sahra Wagenknecht sehr treffend formuliert:
„Sage mir wer dich kritisiert und ich sage dir was du richtig gemacht hast.“

Allgemein finde ich es einen Achtungserfolg, dass in wenigen Tagen sich mehr als 50.000 Menschen für dieses Projekt registriert haben, auch die Themensetzung trifft genau ins Schwarze – weg von der wirren Identitätspolitik, welche von der verkopften Verfallsform der intellektuellen Linken bevorzugt wird, hin zu Problemen mit gesellschaftlicher Sprengkraft.(Es ist allgemein sehr seltsam, warum schlechte Bezahlung, Mietwucher und Kriegstreiberei nicht auch durch andere sich als links verstehende Akteure wesentlich lauter angesprochen wurden).

Ein Ziel hat #aufstehen auf jeden Fall schon erreicht: Es wird über das Projekt gesprochen – und wie wir alle wissen jede Form von Publicity ist gute Publicity.

Dass alles weckt in mir die Hoffnung, dass wir endlich von der von rechts forcierten Einwanderungs-/Asyldebatte weg kommen und endlich dir wirklichen Probleme im real existierenden Kapitalismus angehen, vielleicht (so naiv das klingt) entdeckt sogar die verstümmelte durchgeschröderte Sozialdemokratie ihre alten Tugenden wieder…

seyinphyin
seyinphyin
Reply to  Loco
3 Jahre zuvor

Nur mal ein Beispiel, wie viel Unterschriften in diesem Land wert sind:

https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2016/kw17-de-algii/419974

Loco
Loco
Reply to  seyinphyin
3 Jahre zuvor

Da hast du ein schönes Beispiel für die Arroganz der Mächtigen ausgegraben – nebenbei habe ich mit keiner Silbe erwähnt, dass die bisherige Anzahl an interessierten Menschen genug ist oder dass #aufstehen schon politisch der große Wurf ist.

Bis jetzt haben wir nur einen viel versprechenden Anfang aus dem sich ein dringend nötiger Politikwechsel entwickeln kann. Ob und wie dies geschieht liegt nicht zuletzt bei uns – wollen wir uns in den bestehenden Verhältnissen bequem einrichten (einige Teile der Linken scheinen dies zu bevorzugen – siehe „Der Mut der Hoffnungslosigkeit“ von Slavoj Zizek) oder wollten wir etwas verändern?

Es ist auf jeden Fall klar, dass die Nabelschau in akademischen Zirkeln mit den ganzen poststrukturalistischen und identitätspolitischen Kreiswichs-Debatten aufhören muss. Wir müssen weg von Partikularinteressen, die dem neoliberalen Mainstream nicht widersprechen zurück zur Verteilungsfrage. Als Linke müssen wir wieder Kümmerer und Ansprechpartner sein. Dafür müssen die wirklichen Probleme in unserer Gesellschaft beim Namen genannt werden. Mit Pflegenotstand, unbezahlbaren Mieten und präkerer Beschäftigung liegen diese Themen auf der Straße – wir müssen sie nur Aufheben.

Ich halte #aufstehen für ein potenziell gutes Mittel tätig zu werden, auch ist die Popularität von Sahra Wagenknacht (trotz der Rufmordkampagnen gegen sie!) ein gutes Zugpferd für dieses Vorhaben.

seyinphyin
seyinphyin
Reply to  Loco
3 Jahre zuvor

Welche Popularität? Unter den Leuten, die eh schon links wählen? Unter aller anderen ist sie schlichtweg nur eine LINKE, SEDlerin, Stalinistin, usw. usw. usw.

#aufstehen macht bisher genau eine Sache: so zu tun, als wären all seine Themen nicht die der LINKEN (denn dann bräuchte man ja #aufstehen nicht). Das ist natürlich völlig falsch, das wissen aber all die Unmündigen nicht.

Die Unmündigen merken nur, dass die LINKE scheiße ist und sofern sie dann zu den extrem wenigen Leuten gehören, die NDS verfolgen oder auch Achse des Guten und dergleichen (die inzwischen gerne auf die NDS verweisen – seltsam, nicht?), bestätigt es dann noch die von den MSM beständig gestreute Propaganda, dass die LINKE ein Haufen kaputter Sektierer ist. Und das richtet sich nebenbei dann auch gegen Wagenknecht, etwas, das ihre supertreuen Überfans nicht verstehen wollen, dass ihr Kriegstreiberei gegen alle anderen Linken, die es wagen die Göttin zu kritisieren, eben diese Göttin zum Kollateralschaden macht.

Aber klar, wenn die Rechten aufspringen und am lautesten im Netz für NDS, #aufstehen und Co trommeln, dann hat das sicherlich nur positive Gründe und ist kein Zeichen dafür, dass das alles ganz andere Folgen haben kann.

Aber dann schreiben wir ganz einfach wieder einen gehässigen Artikel darüber, geben allen anderen die Schuld und gut ist. Nicht?

Loco
Loco
Reply to  seyinphyin
3 Jahre zuvor

Das eklige Projekt von Kotzbrocken Broder zitiert also die Nachdenkseiten? – Schonmal was von Kontaktschuld gehört?

Es ist ebenfalls verstörend, wie wenig Medienkompetenz du den Menschen in diesem Land zutraust. Interessanterweise halten die meisten Menschen hier diese unselige Flüchtlingsdebatte, welche wegen kleinerer Glaubensabweichungen die Linke spaltet und in der jüngeren Vergangenheit ein von Vollhorst inszeniertes Sommertheater war für gar kein Problem – nach neueren Meinungsumfragen machen sich die Menschen viel mehr um die Katastrophe im Pflegebereich und die unbezahlbaren Mieten in unseren Großstädten sorgen!

Auch sind Medienkampganen, die der „Erziehung“ von nicht Neoliberalismuskonformen“ Parteien dienen keine so große Neuigkeit (man erinnere sich nur an Pfundis vs. Realos bei den Grünen in den 90ern). Dummerweise wird durch hysterisches Emotionaliseren innerhalb der Debatte das Spiel der Mächtigen bereitwillig mitgespielt, der letzte Parteitag der Linken mit dem eindeutigen Ziel Gedankenverbrechen zu bekämpfen ist ein schönes Beispiel dafür. Hier wurden wichtige linke Themen liegen gelassen, weil eine Hand voll Machtmenschen ein Exempel statuieren wollten.

Als Mensch mit einer linken Weltanschauung sollte man an erster Stelle Menschenfreund sein – denk mal darüber nach!

in the middle
in the middle
Reply to  Loco
3 Jahre zuvor

.

Heldentasse
Heldentasse
3 Jahre zuvor

Der sozialdemokratische Oberkritikaster Ralf Stegner wetterte natürlich auch mit

Wenn so Typen wie Herr Stegner diese Bewegung kritisieren, ist es ein Grund mehr sich da einzubringen!

Beste Grüße

P.S.: Müsste in bei dem Herrn und dessen Dienstgrad „Oberkritikaster“, dass hintere „k“ verdoppelt, und das „t“ vor dem „er“ nicht unbedingt durch ein „p“ ersetzt werden?!

seyinphyin
seyinphyin
3 Jahre zuvor

Es gibt keine Mitte. Und ein Rechst-Links Bündnis kann nicht funktionieren. Entweder kommen Leute nach links oder sie bleiben mindestens’Wirtschafts-‚Faschisten und werden nichts dergleichen tun.

Nebenbei, weil das Ganze ja als „Gegenbewegung“ zu AfD und so verkauft wird:

Die Afd hat:

1. Die MSM auf ihrer Seite, auch wenn die meisten das nicht begreifen.

2. Und sie scheißen das gesamte Internet zu, überall, youtube, twitter, facebook, foren, etc (wo auch die admins/moderatoren sie unterstützen).

Die hat nicht einfach nur irgendwo eine Seite mit ein paar Video wie scheiße Asylanten sind, alles links-grün-whatever versifft, Euro doof, Grenzen dicht und Co und wer das geil findet, soll es unterschreiben.

Also wenn Ihr wirklich einen Erfolg aus diesem #aufstehen machen wollt, dann müsst Ihr da raus und es unter die Leute bringen. Ständig. Überall. Und mindestens mit Nachdruck.

Heldentasse
Heldentasse
3 Jahre zuvor

Guter Kommentar bei KenFM:

https://www.youtube.com/watch?v=zbYBtTB2p8o

Loco
Loco
Reply to  Heldentasse
3 Jahre zuvor

Jep, das fasst den Stand der „Diskussion“ gut zusammen – vielen Dank fürs Teilen 🙂

Reinhard
Reinhard
Reply to  Heldentasse
3 Jahre zuvor

Die Olle lügt ohne roth zu werden ! Was für ein verschlagenes ….piiieep …….so eine alte …..piieepp…..!

Den Sozialkahlschlag und die ruinöse Umgestaltung des Arbeitskartoffelmarktes haben die Grünen mit der
Agenda 2010 von 2003 bis 2005 mit der SPD umgesetzt ! Da war sonst niemand dabei !

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steinfried
steinfried
Reply to  Heldentasse
3 Jahre zuvor

Die Olle lügt ohne roth zu werden ! Was für ein verschlagenes ….piiieep …….so eine alte …..piieepp…..!

Den Sozialkahlschlag und die ruinöse Umgestaltung des Arbeitskartoffelmarktes haben die Grünen mit der
Agenda 2010 von 2003 bis 2005 mit der SPD umgesetzt ! Da war sonst niemand dabei !

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wschira
wschira
Reply to  steinfried
3 Jahre zuvor

Startest Du hier mit zwei accounts oder hast Du nur den Quatsch von Reinhard kopiert?

bernie
bernie
3 Jahre zuvor

„[…] Das ist die Kür von Leuten, die offenbar nicht mal ahnen, wie schwer man in der Mittel- und Unterschicht um die Existenzsicherung zuweilen ringen muss[….]“

Guter Satz, und man sollte noch erwähnen, dass die Existenzsicherung schnell zum großen Problem wird wenn jemand, ohne eigenes Verschulden, schwerstkrank wird – es wird ein Überlebenskampf daraus, und ich weis von was ich schreibe als Angehöriger einer schwerstpflegebedürftigen Person. Die Diskussion bei der Pflege ignoriert diesen Punkt, der kein Einzelfall mehr in Deutschland ist, völlig. Oder hat jemand mal viele Berichte in den Medien darüber gelesen?

Was den Punkt Hitler angeht, da stört mich schon lange, dass dieser deutsche Hausgeist für alles herhalten muss was heute schief läuft, oder die Weltgeschichte angeht.

Warum verschweigt man in Deutschland seit Jahrzehnten das der Faschismus Mussolinis eine viel größere Bewegung war als der Nationalsozialismus Hitlers?

Liegt es vielleicht daran, dass man dann schreiben müßte der Faschismus ist immer noch da?

Er hat in Südamerika überlebt, und ist über den Neoliberalismus – der zuerst seinen Praxistest in einem faschistischen südamerikanischen Land hatte, in Pinoquets Chile – nach USA und Europa bzw. über den Planeten gekommen?

Und warum berichten die Mainstream-Medien nicht über die verdächtige Nähe der heutigen kapitalistisch-neoliberalen Propaganda zur faschistischen Ideologie – Sozialdarwinismus zum Beispiel? Woran liegt das? Ist man bereits so gehirngewaschen das man nicht sehen will was ist? Warum berichtet man in .de nicht über US-Autoren die genau dieses Überleben des Faschismus – bis heute – detalliert berichten? Ich denke das Aufstehen der AfD und der sogenannten Neuen Rechten ist auch eine Folge dieser Ignoranz gegenüber der Tatsache, dass das Faschismus bis heute überlebt hat.

Hat dieses Verschweigen gar System?

Gruß
Bernie

in the middle
in the middle
3 Jahre zuvor

Man hat bei den Linken den Titel geschafft. die 15 Jahre im Hohen Hause sind um, man ist.
Was übrig ist vom Journalismus oder den CD ´s, kann sich sich vielleicht anders sammeln, aber nicht mit den Mitgliedern und Würdenträgern der politischen Bewegung.
Eben the Left.

trackback
3 Jahre zuvor

[…] August des letzten Jahres schrieb ich dazu an dieser Stelle: »Problematisch wird es nur, wenn die Themenauswahl nicht klar ausgerichtet wird: Nämlich auf die […]