Bei mir kann jeder machen, was er will … es sei denn, es gefällt mir nicht

Als Exportweltmeister sind wir naturgemäß dem Import gegenüber wenig aufgeschlossen, auch was Wertevorstellungen angeht. Daher sicher auch unsere fast schon kategorische Angst vor dem Islam, der uns im eigenen Land überfallen könnte. Klar, wir fürchten, dass unser geheiligtes Frauenbild womöglich einen Knacks (oder zwei) bekommen könnte, wenn sich islamische Ideen hier durchsetzen oder auch nur in der einen oder anderen Moschee festsetzen könnten.

Auch aus Russland wollen wir besser nichts haben. Womöglich fangen wir dann noch an, unsere schwulen Mitmenschen nicht mehr so rührend freundlich zu behandeln, wie das bisher der Fall ist. Bei uns sollen sich Schwule überall küssen können, wo sie wollen (wenn auch öffentlich nicht überall hin, wo sie wollen). Lassen wir den Umgang mit Schwulen also besser in Russland.

Und überhaupt: wir verbitten uns Einmischungen jeglicher Art. Wir haben an unserer Art zu leben, lange gearbeitet, sind stolz darauf und können nicht erkennen, was da noch verbessert werden könnte (es erinnert ein bisschen an Merkel, die nach der letzten Wahl erstaunlicherweise feststellte, dass sie keine Fehler ihrerseits erkennen könne). Da braucht aus dem Ausland niemand kommen und uns was vom Pferd erzählen, denn bei uns läuft‘s rund, die Menschenrechte sind bestens und durch intime Polizeiaufgabengesetze geschützt, die Pressefreiheit so frei wie ein Blatt Papier im Wind und die demokratischen Grundsätze wie die Daseinsvorsorge sind perfekt organisiert, vielfach auch privatisiert, weil der Staat dann doch hier und da überfordert ist oder keine Lust mehr hat, sich um profane Dinge wie die Sorgen der Menschen zu kümmern.

Ok, wir sehen ein, dass es immer Dinge gibt, die man verbessern kann, aber in einem Land, in dem man gut und gerne lebt (wenn man Glück hat) gibt es halt immer etwas anzupacken, zu (steuer)optimieren und auf den Weg zu bringen. Freihandel für alle (Unternehmen) oder Verantwortung im Ausland, Auslagerung von Armut in karg eingerichtete Küchen, das Abschieben von Obdachlosigkeit in Stadtteile, wo sie besser ins Gesamtbild passt. Diese Dinge eben. Passt schon, alles im oliv-grünen Bereich.

Müssen wir unsere Werte um jeden Preis exportieren?

Aber, mal ehrlich, können wir vielleicht einfach mal die Schnauze halten, wenn es um die Eigenarten in anderen Ländern geht? Ist unser Frauenbild das einzige, das legitim ist? Ist unser Verhältnis zur Homosexualität so einwandfrei, dass wir weltweit über den Dingen stehen? Ist unser christlich geprägtes Religionsbild so frei von Schuld und Sünde, dass wir es als vorbildlich auf einem Silbertablett präsentieren können? Und was stört mehr? Ein islamischer Ehemann, der seine Frau nötigt, einen Schleier zu tragen oder Tausende Unternehmen, die Frauen zwingen, für weniger Geld als ihre männlichen Kollegen zu arbeiten?  Nur mal so, als kleines Beispiel.

Was ist mit „Andere Länder, andere Sitten“? Gilt das nur, solange die Sitten anderer Länder eben dann doch eher denen von uns entsprechen? Es ist glatter Größenwahn, wenn wir Einmischung ablehnen, gleichzeitig aber darüber urteilen, wer wo wie mit wem umzugehen hat.

Natürlich kann man extreme Beispiele nennen, etwa das Entfernen einer Hand, die zuvor für Diebstahl genutzt wurde. Ist ja auch schrecklich. Und natürlich unangemessen, sagen wir (und denke ich ja auch). Ob es allerdings angemessener ist, einem deutschen Vergewaltiger „die Eier abschneiden“ zu wollen, kann zumindest diskutiert werden. Es wirft zudem ein Licht darauf, dass nur die passende Ausgangslage geschaffen werden muss, um im Zweifel hüben wie drüben gleichermaßen brutal mit Fehlverhalten umzugehen.

Nun könnte man einwerfen, dass man einen Dieb nicht mit einem Vergewaltiger vergleichen kann. Man kann dem aber auch entgegnen, dass es eine Frage der gesellschaftlichen, religiösen und historischen Gewichtung ist, wie welches Verbrechen bewertet wird. Wenn eine Verkäuferin eine Milchschnitte klaut, bekommt sie mehr Ärger als einer, der 10 Millionen an Steuern hinterzieht. Auch nicht gerade fair, oder?

Und wenn man will, kann man es auch aus einer anderen Perspektive betrachten. In Saudi-Arabien zum Beispiel, wo schon zahlreiche Hände von ihren Wirten getrennt wurden, herrscht kaum Kriminalität. Ist doch auch nicht schlecht, oder?
Doch, ist es, natürlich! Was in Saudi-Arabien passiert, ist oft grauenvoll (und da haben wir die Außenpolitik des Landes noch gar nicht berücksichtigt, will ich hier auch gerade gar nicht, denn ein Vergleich mit Deutschland würde da auch nicht viel Spaß machen). Aber auch wenn ich das grauenvoll finden mag, gibt mir das das Recht, eine Erwartungshaltung aufzubauen, die darauf abzielt, dass ein gutes Saudi-Arabien eines wäre, das ein Spiegelbild von Deutschland ist? Und – mal ganz blöd gefragt – wäre das dann noch Saudi-Arabien? Aber vergessen wir mal dieses spezielle Land.

„Bei mir kann jeder machen, was er will“

So sprach einst Helge Schneider. Bei uns kann natürlich nicht jeder machen, was er will. Es gibt Gesetze, und das ist ja auch gut so. Und wer zu uns kommt, soll sich an diese Gesetze halten, logisch. Wenn aber zum Beispiel an Silvester in Köln schwarze Männer weiße Frauen belästigen, ist das ein No-Go! Das führt dann halt zu der Überzeugung, dass alle schwarzen Männer böse und alle weißen Frauen gut sind. Die weißen Männer natürlich auch. Köln hat eindrucksvoll deutlich gemacht, dass wir nicht dazu in der Lage sind, eine solche Situation differenziert zu betrachten, sondern immer nur eine Schublade aufkriegen, um eine Bewertung vorzunehmen.

Nun ist es zwar so, dass in Deutschland jede Woche zwei Kinder getötet und jeden Tag 50 Kinder misshandelt oder missbraucht werden, auch nicht so toll. Aber verallgemeinern kommt in diesem Fall nicht in Frage, das wäre ja noch schöner. Machen wir bei den schwarzen Männern zwar schon, aber hey, das ist doch irgendwie was anderes, oder?

Das ist aber nur ein plumpes Beispiel, ich will auf etwas anderes hinaus. Nehmen wir den Islam. Wir prangern es an, wenn sich irgendwelche Gläubigen einbilden, dass der Islam die einzig wahre Religion ist, an die alle vernünftigen Menschen glauben müssen. Sagt mal, geht’s noch? Das erbost uns ehrlich und nachvollziehbar. Schließlich lassen wir uns nicht vorschreiben, woran wir glauben, wie wir leben, ob und wie wir beten, oder gar: zu wem! Das ist ja wohl immer noch unsere Sache!

Auf der anderen Seite sind wir der Meinung, dass Frauen überall auf der Welt Auto fahren dürfen müssen (ok, oft wird sich unter Deutschlands Autofahrern über den Fahrstil von Frauen lustig gemacht, aber das ist doch nur lieb gemeint, kein Grund, sich aufzuregen). Länder, die – warum auch immer – anderer Meinung sind, sei es aus religiösen, kulturellen und historischen Gründen, finden wir blöd und unterentwickelt. Die wissen ja gar nicht, was gut ist, und erst recht nicht, was richtig ist!
Und da haben wir es: Wir entscheiden, was richtig ist, was fortschrittlich, modern, menschlich und fair ist. Da wären etwa Sauerkraut und Schweinebraten, Solarien, Demokratie, Dieselfahrzeuge, private Altersvorsorge, Handtücher auf Liegestühlen in fremden Ländern, Exportweltmeisterschaften, zu lautes und falsches Singen nach neun Kleinen Feiglingen, beten, wenn das Konto im Minus ist, Obdachlose toll finden, wenn Flüchtlinge ihnen den Brückenplatz wegnehmen und auf dem Oktoberfest oder beim Fasching über Kant und Hegel philosophieren. Muss das nicht für die ganze Welt gelten?

Nein, eher nicht. Wir wären gut beraten, wenn wir andere Lebensweisen akzeptieren würden, selbst wenn sie unseren hehren Gepflogenheiten nicht entsprechen. Denn womöglich, unter Umständen, vielleicht ist die Art, wie wir leben, nicht überall auf diesem Globus das, was als grundsätzlich erstrebenswert angesehen wird. Und womöglich täte es uns ganz gut, zuweilen mal über den eigenen Tellerrand – gefüllt mit Schweinemagen oder Tiefkühlpizza – hinwegzusehen und uns die Frage zu stellen: Geht es mich eigentlich etwas an, wie die Menschen in Land A oder B leben?
Gut möglich, dass wir dann zum Schluss kommen, dass es uns nichts angeht. Leben und leben lassen. Oder, wie Helge Schneider treffend sagte: Bei mir kann jeder machen, was er will.  [InfoBox]

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R_Winter
R_Winter
4 Jahre zuvor

Wenn eine Verkäuferin eine Milchschnitte klaut, bekommt sie mehr Ärger als einer, der 10 Millionen an Steuern hinterzieht. Auch nicht gerade fair, oder?

Doch.
Wo kommen wir hin? Erst die Milchschnitte und dann noch an den Milliarden Vermögen knappern – stoppt den Anfängen.

Bei uns kann natürlich nicht jeder machen, was er will. Es gibt Gesetze, und das ist ja auch gut so. Und wer zu uns kommt, soll sich an diese Gesetze halten, logisch.

…und da hast Du Recht (oder auch nicht).
Wenn sich Politiker mit BILD im Rücken, Behörden sich über Gerichte hinwegsetzen und OLG nicht umfassend aufklären (obwohl sie 5 Jahre Zeit hatten), dann….
Recht gilt weitgehend nur für arme Schlucker – so war es immer und wird auch in Zukunft so sein.

Übrigens:
Mit Angst lassen sich auch große Massen hervorragend steuern und das sagst Du im ganzen Artikel treffend.

Kömisch
Kömisch
4 Jahre zuvor

Mal abseits von Alltagsbetrachtungen und abgehackten Händen……

Die Europäer haben etliche Kriege benötigt, davon zwei Weltkriege, um in die Abgründe
der menschlichen Seele zu blicken. Daraus hatte sich einst die Einsicht entwickelt, den
Menschen und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt einer aufgeklärten Gesellschaft
zu rücken. Die „westlichen“ Gesellschaften sind mit dem Irrsinn im Maße gewachsen,
wie sie ihn selbst verursacht haben. Der Wahn als Chance zur Entwicklung.

Im Vergleich zu anderen Gesellschaften haben wir Entwicklungsvorsprung. Wir
nutzen den aber nicht. Wir fallen zurück. Wir waren schon weiter als wir sind,
wenn wir als Maß die Freiheit nehmen, die wir uns gegenseitig zugestehen.
Dazu zählt auch die Freiheit, verroht, unaufgeklärt und unfrei in der Sicht auf
andere Kulturkreise zu sein. Freiheit ist in Gut und Böse nicht teilbar.

Schweigsam
Schweigsam
4 Jahre zuvor

Der Deutsche weiss alles besser, nur zu leben weiss er nicht. Wie man eindrucksvoll in den Gesichtern ablesen kann (zufrieden wirkt er nicht).

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Schweigsam
4 Jahre zuvor

@Schweigsam

Der Deutsche weiss alles besser, nur zu leben weiss er nicht.

Für viel zu Viele trifft das leider zu, was du sagst.
Die Prioritätenliste ist halt falsch gewählt. Was hier zählt, ist oftmals der Status und der zieht Grenzen ein, wo eigentlich keine sind. Autos, Häuser, Fernreisen sind oftmals allesamt wichtiger, als wirklich zu leben, zu lieben und ein bescheidenes, aber zufriedenes Leben zu führen.
Protestantische Arbeitsmoral ist Pflicht, lustvoll zu leben schwere Sünde.

Die gesamte religiöse Massenverblödung gehört endlich auf den Müllhaufen der Geschichte, incl. des Kultes des Kapitalismus.

Pentimento
Pentimento
Reply to  Robbespiere
4 Jahre zuvor

@Robbespiere

Protestantische Arbeitsmoral ist Pflicht, lustvoll zu leben schwere Sünde.

Menschen, die einfach nur zufrieden sind oder einen glücklichen Eindruck machen,bekommen schnell zu hören: „du machst es dir zu einfach“.

Motivation: Neid.
Ziel: Schuldgefühle erzeugen.

Nashörnchen
Nashörnchen
4 Jahre zuvor

Geht es mich eigentlich etwas an, wie die Menschen in Land A oder B leben?

Nö. Nicht wirklich.
Es könnte aber trotzdem sein, daß es mich einfach mal interessiert. Man wird ja nicht dümmer davon. Dann setz ich mich in den Flieger und schau es mir an. Wenn mich Kanada interessiert, flieg ich nach Kanada, wenn Australien, dann Australien. Und alle anderen Länder dazwischen genauso.

Ich muß mir dazu allerdings einen Reisepaß (ja, in manchen Ländern reicht auch der PA) in die Tasche stecken und ich muß vorher eine Weile sparen und wenn die Kohle alle ist, muß ich wieder nach Hause fliegen. Und wenn es mir in irgendeinem Land partout nicht gefällt und ich dem deshalb meine Art zu leben aufzwingen will, wird es mich achtkantig rausschmeißen (okay – außer Mallorca vielleicht). Daß mir dafür irgendwer Teddybären an den Kopf wirft, ist auch so eine teutsche Besonderheit…

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Nashörnchen
4 Jahre zuvor

@Nashörnchen

Deine Geschichte klingt plausibel, hat aber einen kleinen Haken:

Die Menschen ,die als Flüchtlinge und Migranten hier anlanden, sind keine Touristen auf Sightseeing-Tour, sondern kommen in exakt die Länder, die ihnen zuvor durch ökonomischen Druck oder Kriege die Lebensgrundlage zerstört haben.
Es hilft auch nichts, sie zum Sündenbock zu stempeln, denn dadurch wird deren Grundproblem nicht beseitigt und das, worüber wir heute debattieren, ist nur ein Bruchteil dessen, was da noch auf uns zukommt.
Es wäre weitaus vernünftiger und billiger, dafür zu sorgen, dass die Gründe zur Migration/ Flucht wegfallen.
Dazu bedarf es aber der Fähigkeit des „Abstrahierens“ über die Folgen eines „Weiter so“ und da stößt der „teutonische Verstand“ leider oftmals hart an seine Grenzen.

Nashörnchen
Nashörnchen
Reply to  Robbespiere
4 Jahre zuvor

Wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, ging es einfach nur um „Andere Länder, andere Sitten“: In vielen Ländern geht es schon ziemlich irre zu, aber so richtig scheiße isses nur in Deutschland. Nun ja…

Aber gut – die ganzen „händeringend gesuchten Fachkräfte, alles top ausgebildete Ärzte und Ingenieure, da können sich die dummen, faulen Kartoffeln noch ’ne Scheibe abschneiden“ kommen ja trotzdem. Und wenn die pösen Kapitalisten sich da dann genug potentielle Billigstsklaven und Lohndrücker abstrahieren können, umso besser. Dann sind die plötzlich auch gar nicht mehr so pöse, sondern zutiefst humane und bunte und vielfältige Weltretter…

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Nashörnchen
4 Jahre zuvor

@Nashörnchen

In vielen Ländern geht es schon ziemlich irre zu, aber so richtig scheiße isses nur in Deutschland. Nun ja…

Wie meinst du das, in Bezug auf Deutschland?

Karto
Karto
Reply to  Nashörnchen
4 Jahre zuvor

aber so richtig scheiße isses nur in Deutschland. Nun ja…

Deshalb macht die ganze Welt einen Bogen um dieses Land. Hier ist nichts zu holen.
Keine Schwangere würde sich bei Windstärke 5 in ein Gummiboot mit 50 anderen setzen,
keine 8000 € für die Überfahrt übers Mittelmeer bezahlen, um später in diesem gottverdammten
Kackland als Ärztin oder Ingenieurin für Umme zu arbeiten. Da könnt man ja gleich Stütze beziehen.
Außerdem ist zu viel Schiffsverkehr auf dem Mittelmeer. Die ganzen Kartoffeln setzen über
und wandern nach Afrika aus. Da ist kaum ein Durchkommen.

Jared
Jared
4 Jahre zuvor

Klar, ein „Verein zur Förderung des Deutschtums im Ausland“ (gab es wirklich, heißt heute „Verein für Kulturbeziehungen“!!) befördert eher nicht die Völkerfreundschaft. Eine „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ aber eher doch, vor allem, weil bestimmte Regeln, Sitten und Gebräuche sowohl in verschiedenen „Aus“-Ländern, als auch bei uns bei größeren Bevölkerngsgruppen keine ungeteilte Zustimmung finden. Unsere brandneuen Polizeigesetze in Bayern und NRW erwähntest Du bereits. Das Abschneiden von Körperteilen (außer Haaren, Fuß- und Fingernägeln) für was-auch-immer, das Verprügeln von Nichtheterosexuellen oder das sittengemäße Einknasten von Frauen fällt grob in die gleiche Kategorie.
Wir brauchen uns tatsächlich über niemanden zu erheben. Wo ein Land die von ihm selber ratifizierten Pakte grob verletzt
(https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Pakt_%C3%BCber_b%C3%BCrgerliche_und_politische_Rechte
https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Pakt_%C3%BCber_wirtschaftliche,_soziale_und_kulturelle_Rechte),
kann man aber schon mal auf Augenhöhe ein:“Das finde ich jetzt aber voll daneben Alter“ loslassen und auch mal die Lieferung von ein paar Panzern, Polizeiwaffen oder U-Booten verweigern.

Yossarian
Yossarian
4 Jahre zuvor

Warum soweit ausholen? Eigentlich haben sich praktisch alle Staaten dieser Welt bereits über das Völkerrecht eine Antwort dazu gesucht: Einmischung ist nicht, fertig!
Und ich bin mir ziemlich sicher, wenn sich daran alle sauber halten würden, dann wäre die Welt tatsächlich ein wesentlich menschlicher und friedlicherer Ort. Das schließt auch nicht aus, dass man sich zu den Menschenrechten bekennt und dieses auch im Falle von Nichteinhaltung kritisiert, aber dort endet es eben. Es liegt in der Verantwortung der Völker sich gegen eventuell repressive Regierungen zu wenden. Das ist nicht immer schön, aber so hat man sich nunmal geeinigt und dass man überhaupt einen gemeinsamen Nenner fast aller Länder gefunden hat, empfinde ich als einen riesen Fortschritt und abseits meiner persönlichen Empfindung kann man das auch objektiv historisch als Fortschritt sehen.

Karto
Karto
4 Jahre zuvor

Die Zwangsarbeit für ALG II-Bezieher kommt

Mit der großspurig als „Teilhabechancengesetz“ (10. SGB II-ÄndG) betitelten Änderung des SGB II wird de facto die Zwangsarbeit für ALG II-Bezieher eingeführt und legitimiert. Danach sollen „sehr arbeitsmarktferne“ Personen, welche seit sechs Jahren ALG II erhalten, für die Dauer von 5 Jahren zwangsweise einem Arbeitgeber zugewiesen werden.

https://www.gegen-hartz.de/hartz-iv-teilhabechancengesetz-die-zwangsarbeit-fuer-alg-ii-bezieher-kommt