… wer ist die Alternativloseste im ganzen Land?

So viele Jahre hat man sich unter Linken ein Ende von Merkels Kanzlerschaft erhofft. Nun, da ihre letzten Tage anbrechen, hofft selbst sie, sie möge noch bis zur nächsten Wahl ausharren. Ein letztes Mal ist sie die Alternativlose.

»Merkel muss weg!« Was seit geraumer Zeit eine Parole aus dem Dunstfeld der AfD ist, war vorher lange Zeit die Losung der Linken. Als die Frau nur Sozialabbau und europäische Hegemonialpolitik betrieb, waren die heutigen rechten Schreihälse noch recht ruhig. Das war nämlich nicht ihr Thema. Erst mit ihrer überstürzten und über Jahre verschleppten und ignorierten Flüchtlingspolitik kamen die Rechten auf den Trichter, die Parole den Linken zu entreißen. Die Linken im Lande benutzen den Satz seither nicht mehr so direkt, sie umschreiben das Dilemma lieber. Und manchen Moment hat es in den letzten Jahren gegeben, da hoffte man sogar als Linker, sie würde nicht sofort, nicht jetzt gleich abtreten, damit es nicht noch schlimmer kommt, als es ohnehin schon um uns steht.

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R_Winter
R_Winter
4 Jahre zuvor

»Merkel muss weg!«

Ja. Richtig sollte es heißen:

Merkel + Löw müssen weg, denn ihrer Zeit ist lange abgelaufen.

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  R_Winter
4 Jahre zuvor

Herr Löw hat nicht Schuld an diesem Fußball- Desaster. Wahrscheinlich liegt es am Mercedes Stern auf den Trikots der Mannschaft, und der Abschaltvorrichtung die bekanntlich in vielen drin ist wo der Stern drauf ist.

Beste Grüße

Linksman
Linksman
Reply to  Heldentasse
4 Jahre zuvor

Selbst bei Titel-Trainern zeigten sich nach längerer Amtszeit Abnutzungsprozess und Autoritätsverfall:
Unter Sepp Herberger 1962, unter Helmut Schön 1978, unter Jupp Derwall 1984, unter Berti Vogts 1998.
Einzig der Kaiser machte es richtig, als er 1990 in der Weltmeisternacht von Rom Abschied nahm.

Linksman
Linksman
Reply to  Roberto J. De Lapuente
4 Jahre zuvor

Yep. Und sein Versicherungskonzern brachte ihn auch in die Fernsehwerbung – mit viel Hallo. 😉

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Linksman
4 Jahre zuvor

Und Otto Walkes trieb eine Chelmerei mit dem Herrn Kaiser von der Hamburg Alzheimer, der Versicherung die immer vergisst Schadensfälle zu regulieren.

Beste Grüße

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Heldentasse
4 Jahre zuvor

Eher unwahrscheinlich, Heldentasse!
Wären die Abgaswerte der deutschen Mannschaft auf Mercedes/VW/Audi….Niveau gewesen, hätten die Koreaner reihenweise umkippen müssen…

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  ChrissieR
4 Jahre zuvor

Im Kontext, ein anderer Weltmeister aus Toitschland hat mal gerade wieder voll in die Tonne gegriffen:
VW hat ein Zulassungsproblem bei einer Viertelmillion Autos

Na gut, es war ja auch erst seit vier Jahren bekannt, dass 2018 WLTP gilt, so schnell sind die Toitschen halt nicht, womit wir wieder beim Fußball sind.

Ergo: Frau Merkel, sPd, VW&Co. und unsere Fußball- Helden, wir alle sind Toitschland!

Beste Grüße

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Roberto J. De Lapuente
4 Jahre zuvor

Ich glaube, das ist unerheblich. Alles hat seine Zeit – Löw hatte seine.

Gräm Dich nicht! Mein Opa ist 1943 auch nicht bis nach Moskau gekommen.

Beste Grüße

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Roberto J. De Lapuente
4 Jahre zuvor

Irgendwie musste ich den schrägen Witz ja an den Mann bringen. 😉 Im übrigen glaube ich fest daran, dass sich Menschen nicht „verbrauchen“ obwohl dieser Begriff oft mit „verausgaben“ gleich gesetzt wird.

Beste Grüße

R_Winter
R_Winter
Reply to  Roberto J. De Lapuente
4 Jahre zuvor

Herr Löw hat nicht Schuld an diesem Fußball- Desaster. Ich glaube, das ist unerheblich.

Dieser Ansicht bin ich nicht, denn der „Fisch stinkt immer vom Kopf“.
Es geht hier nicht ums „Nachtreten“ oder „Besserwissen“.

Wenn ein Bundestrainer auf der Wohlfüllwelle reitet (wie Merkel + ihr neoliberaler Anhang/ihreVordenker), dann ist bei den Fussball-Millionären das falsche Signal gesetzt.
Löw vermittelt in seinen Fernsehspot vom Creme- Hersteller, der Bank, die alles fair regelt bis zum Fensterlieferanten, der Spagetti-Kochen als Imageverstärker und einen arrogant wirkenden Löw braucht, ein Lebensgefühl, dass bei den Fußballfans und 95% der Bevölkerung nicht vorliegt.

Löw und die meisten Fußballer des Teams gingen nach Merkels Devise vor:
„Wir packen es, denn wir sind die Besten“.

Die DFB-Führung und Löw sind verantwortlich, dass die Ablenkung von den wirklichen Problemen in diesem Land in „die Hose gegangen“ ist –
gut so!

Pentimento
Pentimento
Reply to  Roberto J. De Lapuente
4 Jahre zuvor

Der „ballbesitzorientierte Fussball“ trifft den Nagel auf den Kopf. Die sind doch stinklankweilig. Es ist gut und gerecht, dass diese Mannschaft rausgeflogen ist.

Der WDR war bereits in den Startlöchern und brachte gleich gestern abend in den Tagestemen eine zweiminutenlanges, komprimiertes Russlandbashing. Und das Pentagon verlangt von Deutschland, dass Strassen und Brücken schleunigst saniert werden, damit der Aufmarsch zu WW3 reibungslos vonstatten gehen kann (s.heise). Da können wir wirklich froh sein, dass wir die alternativlose Unerträgliche noch haben, damit wir auch das noch schaffen.

Mordred
Mordred
Reply to  Roberto J. De Lapuente
4 Jahre zuvor

Man hat bislang in diesem Turnier gesehen, wie Mannschaften, die ballbesitzorientierten Fußball spielen, an ihre Grenzen stoßen.

Jo. Germany immer mit 75% oder sogar mehr am Start.

Die Taktikevolution ist soweit fortgeschritten, dass die Defensive zur neuen Erfolgstaktik gegen diese technisch starken Teams geworden ist. D.h. man spielt jetzt mehr denn je raumorientiert, läuft mehr und hat kaum den Ball – und gewinnt trotzdem.

Interessante Theorie. Tatsächlich dachte ich gegen Schweden und Südkorea, dass Germany alleine wegen wesentlich höherem Ballbesitz quasi garnicht verlieren kann.

aquadraht
aquadraht
Reply to  R_Winter
4 Jahre zuvor

Ich versteh ja nichts von Fussball. Aber ich las, und das klang sinnvoll für mich, dass sich die hochbezahlten Spieler auf die Nationalmannschaft nicht annähernd so konzentrieren wie auf ihre Clubs, wo das Geld herkommt. Das klingt für mich, als wenn da an der Struktur etwas faul wäre. Allerdings: ist das bei den erfolgreicheren Mannschaften (ich weigere mich das BWL-neudeutsche „Team“ zu verwenden) anderer Länder so viel anders?

Was Merkel angeht, ok sie kann weg, immer schon. Ob aber ein Gespann Spahn/Maas in irgendeiner Richtung besser ist, sehe ich nicht.

a^2

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  aquadraht
4 Jahre zuvor

@aquadraht

Was Merkel angeht, ok sie kann weg, immer schon. Ob aber ein Gespann Spahn/Maas in irgendeiner Richtung besser ist, sehe ich nicht.

Welche Marionette die Direktiven aus Finanzwirtschaft/ Wirtschaft ausführt, ist doch für die Masse recht unerheblich.
Für uns führt der Pfad bei den gegebenen Mehrheiten immer nach unten, solange wir die Vormundschaft über unsere Gesellschaft nicht der Politik entreißen.

Heldentasse
Heldentasse
4 Jahre zuvor

Ich denke zur Zeit ist König Fußball einer der Alternativlosesten im ganzen Toitschland, denn eins ist ganz sicher, und m.E. nach diesen Leistungen vollkommen gerechtfertigt, unsere Jungs kommen nun bald nach Hause, geschlagen von m.E. nicht erstklassigen Gegnern. Vielleicht hat das frühe aus auch was gutes, der Ablenkungsfaktor für politischen Unbill wird nun eine wenig kleiner werden.

Beste Grüße

Art Vanderley
Art Vanderley
4 Jahre zuvor

Nicht Merkel hat die Sozialdemokratie ausgeschaltet, das hat die schon selber besorgt. Es ist richtig, Merkel nicht weghauen zu wollen, nicht geringe Kräfte in der Union, allen voran der bayerische Frankenführer, wollen österreichische Verhältnisse.
Merkel sollte jetzt sogar gestützt werden, mit jedem Jahr kommt der Zeitpunkt näher, zu dem sowohl ihr als auch den Rechten eine sehr unverdauliche Alternative erwachsen wird, und die wird ausgerechnet der untoten Sozialdemokratie entspringen.
Die „neue Sozialdemokratie“ neoliberaler Prägung war, ausgehend von England und den USA, nicht aufzuhalten und fegte durch alle sozialdemokratischen Parteien des Westens hindurch.
Dieselbe Entwicklung haben wir jetzt umgekehrt, abermals geht sie von den angelsächsischen Ländern aus, und sie ist genauso unaufhaltsam wie in den 90ern die Neoliberalisierung der westlichen Sozialdemokratien.

Heiko
Heiko
Reply to  Art Vanderley
4 Jahre zuvor

Die Argumentation verstehe ich nur halb, aber warum bekomme ich auf einmal ein unwiderstehliches Bedürfnis alle Seinfeld Folgen sehen zu wollen?
😉

Art Vanderley
Art Vanderley
Reply to  Heiko
4 Jahre zuvor

„unwiderstehliches Bedürfnis alle Seinfeld Folgen sehen zu wollen?“
Unerklärlich….;-)

Mordred
Mordred
Reply to  Art Vanderley
4 Jahre zuvor

Es ist richtig, Merkel nicht weghauen zu wollen, nicht geringe Kräfte in der Union, allen voran der bayerische Frankenführer, wollen österreichische Verhältnisse.

Tja, Merkel behalten führt aber imho auch zum – immerhin langsameren – Untergang. Dennoch bin ich wohl auch für „behalten“. Denn egal welcher Nachfolger es wird…in Sachen EU und Flüchtlinge würde es härter nach rechts rücken. Der Witz dabei ist, dass die gesamte Mischpoke ziemlich überrascht gucken wird, wenn dann auf einmal wirklich wichtige Themen wie Eurokrise, Digitalisierung und co. zuschlagen.
Oder wie siehts eigentlich hiermit aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Worldwide_harmonized_Light_vehicles_Test_Procedure
Bei Porsche kann man deswegen momentan gar keine Neuwagen bestellen und alle anderen deutschen Hersteller haben einen erheblichen Teil ihrer Motoren ebenfalls unbestellbar gemacht. Gewinneinbrüche, Arbeitsplätze, Zulieferer…die Branche ist in tiefster Krise und niemanden juckt es?

aquadraht
aquadraht
Reply to  Mordred
4 Jahre zuvor

Warum ist es wichtig, ob Merkel bleibt? Was wird dadurch erreicht, dass Flüchtlinge etwas langsamer ersaufen? Was bringt es Arbeitslosen, Arbeitenden und Wohnungssuchenden? Was bringt es den Ländern, die „wir“ überfallen, mit teilweise genozidalen Sanktionen (Syrien) überziehen und/oder mit Waffenlieferungen „beglücken“? Tatsache ist, dass man mit „Schlimmeres verhüten“ das Schlimmere kriegt, und nichtmal unbedingt langsamer.

Das wirklich Schlimme ist das Fehlen einer linken Perspektive. Selbst einer immerhin diskutablen Defensivposition wie der eines sozialdemokratisch/ordoliberalen Sozialstaats wollen sich erhebliche Teile der atlantifaschistisch und globalistisch durchseuchten Teile der Linken nicht anschliessen, sondern diffamieren diese als „nationalistisch“. Die Linke ist derzeit heilloser gespalten als vor 100 Jahren, und obendrein perspektivlos. Von Sozialismus wird nur noch unter vorgehaltener Hand gesprochen, oder der Begriff wird beliebig uminterpretiert, und lockt überdies kaum einen Hund hinter dem Ofen hervor, sowenig wie Anarchiespinnereien anderer Mini-Flügel.

Wohlgemerkt, es geht mir nicht um Trübsal blasen, sondern darum, dass man weiss, was man will, und mit wem (und mit wem nicht).

a^2

Art Vanderley
Art Vanderley
Reply to  aquadraht
4 Jahre zuvor


Die Autoindustrie frißt ihre Kinder. Merkels windelweicher Umgang mit der Autowirtschaft ist selbiger eigentlich feindlicher gesinnt als jedwede Kritiker.
@aquadrat
Stimme zu, wir brauchen gute Inhalte, den innerlinken Streit sehe ich allerdings nicht so negativ, über kurz oder lang war der unvermeidlich, besser jetzt als später.
Merkel weg ist keine Lösung, weil es nicht grundsätzlich was bringt, das Führungspersonal tauschen zu wollen, vielmehr kann das auch gewaltig nach hinten losgehen. Inhaltlichen Druck kann man ja dennoch aufbauen, oder erst recht dann.

Linksman
Linksman
Reply to  aquadraht
4 Jahre zuvor

@aquadraht

Tatsache ist, dass man mit “Schlimmeres verhüten” das Schlimmere kriegt, und nichtmal unbedingt langsamer.

Zustimmung. Nicht nur das:
Der junge Sebastian Haffner hatte 1939 in seiner „Geschichte eines Deutschen“ die Ära Brüning als „Semidiktatur zur Abwehr der echten Diktatur“ bezeichnet. Tatsächlich wurde die Bevölkerung durch die Politik des autoritären Sozialstaatszerstörers schon mal an das Schlimmste gewöhnt. Die Nazis konnten umso problemloser daran anknüpfen.

Jarek
Jarek
4 Jahre zuvor

Ich glaube nicht an irgendwelchen humanitären Gründe, die Merkel in der Flüchtlingspolitik bewegen. Sie ist vielmehr ein Teil der neoliberal-konservativen Fraktion, die voller Schrecken auf Japan und die Perspektive des demographischen Schwunds schaut.

Die Salonlinke sieht Merkel nicht nur als ihre Säulenheilige, sondern auch (unausgesprochen) als Garant der Stabilität. Auch der sozioökonomischen.

Pentimento
Pentimento
4 Jahre zuvor

„In allen anderen Berufen werden die Berufstätigen, wenn sie 28 Stunden am Tag die Krise herbeibeschwören und jammern und Drohkulissen aufbauen, ohne Wenn und Aber in den Vorruhestand geschickt. Wer es mental nicht packt, seine Aufgaben in seinem Jobprofil zu lösen, hat in einer sozialversicherungspflichtigen Anstellung eigentlich nichts mehr verloren. Der Steuerzahler alimentiert seine Mandatsträger doch nicht für dieses armselige Schauspiel. Politik ist dafür da, zu gestalten, Gesetzesentwürfe einzureichen, Vorschläge und Ideen zu liefern. Nicht an den Grenzen, sondern im Land.“

Mely Kiyak (diezeit) meint, dass die Protagonisten der derzeitigen Regierungskrise eigentlich in die Reha gehören.

Kolumne „Unsere Vorruheständler aus dem Alpenland“

Linksman
Linksman
Reply to  Pentimento
4 Jahre zuvor

Mely Kiyak, das verpeilte Streifenhörnchen aus Sulingen, ist ein erledigter Fall.

Pentimento
Pentimento
Reply to  Linksman
4 Jahre zuvor

She is a right wing bird…aber mit den Vorruheständlern liegt die richtig…:)

aquadraht
aquadraht
Reply to  Pentimento
4 Jahre zuvor

Naja, diese verpeilte Schwätzerin scheint noch nie gearbeitet zu haben. „In allen Berufen“ wird, „wer es mental nicht packt“, gefeuert oder rausgemobbt. Nichts mit Vorruhestand, sondern HartzIV. Die Kiyak hat einen Druckposten als „Alpha“huhn bei einem deutschen Medienoligarchen und darf mit den „Alpha“hähnen atlantisch mitgackern, im Takt für NATO, Krieg und Migration (das gibt billige Wachleute, Putzen und Sexarbeiter_*Innen für ihre Klasse).

Und das Gefasel ist ohne jegliche Substanz. Letztlich ist Banane, welche Darsteller Kanzer_*In oder Minister_*In spielen, solange die Musik, nach der sie tanzen, immer aus der gleichen Ecke kommt. Das ist aber zu hoch für die Dame.

a^2

Pentimento
Pentimento
Reply to  aquadraht
4 Jahre zuvor

Ok,ok..Ihr habt ja recht!

Mordred
Mordred
4 Jahre zuvor

»Merkel muss weg!« Was seit geraumer Zeit eine Parole aus dem Dunstfeld der AfD ist, war vorher lange Zeit die Losung der Linken.

Aus diesen Tatsachen begründen viele Leute Thematiken wie „Querfront“ oder allgemeiner, dass AFD und Linke sich in vielen Punkten gleichen würden.

aquadraht
aquadraht
Reply to  Mordred
4 Jahre zuvor

Scheiss drauf. Diese „vielen Leute“ gleichen ihren „Freunden“ wie den Azow-Nazis, den syrischen Kopfabschneidern und den Neoconfaschisten auch in vielen Punkten.

aquadraht
aquadraht
4 Jahre zuvor

Naja, der Grund ist wohl, dass man im Moment eher Furcht als Hoffnung mit dem Abtritt von Merkel verbindet. Was im Dunkelfeld hinter Merkel lauert, sind Hyänen eines AfD-light-Dunstkreises, die entweder die AfD durch Rechtsüberholen überflüssig machen oder mittelfristig auf eine CSDU-/AfD-Koalition orientieren wollen.

Auf der Linken gibt es dagegen keine ernsthafte Perspektive oder Gegenwehr. Gerade wurde eine Erklärung „Solidarität statt Heimat“ ( https://solidaritaet-statt-heimat.kritnet.org/ ) veröffentlicht, in der sich schäumende Pöbeleien gegen die Verteidiger des Sozialstaats in der Linken finden, und unter anderem alle Unterschriften des Kipping-Flügels und des unsäglichen „Institut Solidarische Moderne“. Die Linke, weit über die Linkspartei hinaus, ist gespalten in „linksliberale“ Atlantiker, Globalisierungsfans und Werteheuchler und Verteidiger von Friedenspolitik und Sozialstaat.

Zum Zustand der SPD wurde bereits das Meiste gesagt, und die Grünen mit ihrer fanatischen Parteinahme für koloniale Schlächtereien und faschistische Putsche und Putschregime mit den Nazi-Cheerleadern und Ostlandreitern Harms, Beck und Fücks können höchstens noch sehr beschränkt als irgendwie links angesehen werden.

Wenn es überhaupt Hoffnung gibt, dann nur durch eine neue linke Massenbewegung. Ob die angekündigte Sammlungsbewegung das werden kann, muss sich zeigen. Man sollte ihr eine Chance geben.

a^2

Pentimento
Pentimento
Reply to  aquadraht
4 Jahre zuvor

Wir werden ihr eine Chance geben! !!!!1!!1* !!!!

Vielleicht ist es die letzte , bevor der deutsche Untertanengeist uns wieder ein faschistoides System beschert. Wie sind auf dem besten Wege. Leider ist es wohl so, dass das Gros der Deutschen sich nicht für Politik interessiert. Sie wollen nun mal nicht gestört werden. Sie wollen vor allem ihre Ruhe haben und sie wollen geführt weden, egal, von wem. Da hat sich seit 1945 nichts geändert. Wenn dann alles zusammenbricht und sie sehen müssen, was sie angerichtet haben, dann gucken sie so betreten aus der Wäsche, wie die deutschen Fans, wenn ihre Mannschaft verliert. Aber eine Veränderung des Bewusstseins findet nicht statt. Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann möchte ich weinen.

Seit über einem Jahr rollen amerikanische Panzer durch Deutschland nach Polen, und es interessiert kein Schwein. Mit den Propagandaschleudern, die sich einmal zu recht Medien nennen durften, wird sich auch nichts ändern. Die Amis erdreisten sich sogar, sich zu beschweren, dass die Deutsche Bahn dem Personen – und Berufsverkehr den Vorrang vor ihren Truppentransporten gibt. Die Gleichschaltung der Medien ist die eigentliche Katastrophe. Die könnten alles ändern, aber sie wollen nicht. Es werden nur noch Leute eingestellt, die voll auf Linie sind.

Pentimento
Pentimento
Reply to  Pentimento
4 Jahre zuvor

Der spanische Filmregisseur Luis Buñuel ( Belle de Jour, Der Andalusische
Hund ) bezeichnete – vor gut vierzig Jahren ! – die Medien als den fünften Apokalyptischen Reiter.

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Pentimento
4 Jahre zuvor

Dazu ein Beitrag von Herrn Fleck. Beste Grüße

https://youtu.be/SNdO7pUMrtA?t=1h36m10s

Pentimento
Pentimento
Reply to  Heldentasse
4 Jahre zuvor

Danke @Heldenrasse, genau das Zitat meinte ich. Sehr weitsichtig gedacht von Luis Buñuel. Der Name wird Bunjuel ausgesprochen.

aquadraht
aquadraht
Reply to  Pentimento
4 Jahre zuvor

autsch, das war aber ein Verripper 🙂

Pentimento
Pentimento
Reply to  aquadraht
4 Jahre zuvor

ähh…Verripper?

aquadraht
aquadraht
Reply to  Pentimento
4 Jahre zuvor

das mit der Heldenrasse 🙂

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  aquadraht
4 Jahre zuvor

ROTFL!

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  aquadraht
4 Jahre zuvor

Naja, der Grund ist wohl, dass man im Moment eher Furcht als Hoffnung mit dem Abtritt von Merkel verbindet. Was im Dunkelfeld hinter Merkel lauert, sind Hyänen eines AfD-light-Dunstkreises, die entweder die AfD durch Rechtsüberholen überflüssig machen oder mittelfristig auf eine CSDU-/AfD-Koalition orientieren wollen.

Ist es m.E. bestimmt nicht unrichtig, wenn man zumindest partiell das was zur Zeit politisch abgeht mit den Vorgängen in der Weimarer- Republik vergleicht, und dabei zum Schluss kommt das es da durchaus Parallelen gibt, siehe dazu Identität in der Krise.

Beste Grüße

aquadraht
aquadraht
Reply to  Heldentasse
4 Jahre zuvor

Sorry, aber mit dem Artikel, selbst wenn er nicht in der taz stünde, kann ich nicht viel anfangen. Sicher ist das richtig, was ganz am Schluss kommt, dass Parteien Inhalte vertreten und soziale Gerechtigkeit schaffen müssen, wenn sie Menschen überzeugen wollen. Das Gefasel, wie toll die 5%-Klausel ist, ist aber komplett neben der Sache. In Weimar, das wird sogar im Artikel zugegeben, waren nicht die Kleinparteien das Problem, die auch keine Regierungen oder Koalitionen verhindert haben. Der „Zwang, sich in das Parteiensystem nachhaltig zu integrieren“, also Inhalte zu verwässern, den die 5%-Klausel angeblich schafft, hat aber weder die Grünen noch die PDS/Linke noch die AfD verhindert. Eine solche Blockade gab es vor dem Kohlregime, als die SPD noch als links galt.

Die Probleme in der Weimarer Republik hatten mit dem Wahlsystem nichts zu tun. Da war der kaiserliche Staats- und Justizapparat, der ohne Reinigung in die neue Republik übernommen worden war und konsequent demokratiefeindlich gegen die Republik arbeitete.

Da war das Gründungsverbrechen der Weimarer Republik, die Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg und das blutige Gemetzel an den radikaldemokratischen Arbeitern und Intellektuellen durch die SPD und ihre bewaffneten rechtsextremen Verbündeten im Bürgerkrieg 1919 und nach dem Kapp-Putsch.Diese Blutschuld setzte sich fort bei der Niederschlagung der Arbeiterregierungen in Sachsen und Thüringen und den polizeilichen Morden im Wedding 1928 und in Hamburg 1932.

Das Problem der Weimarer Republik war die Spaltung der Linken, die von der SPD ausging, die lieber mit Rechten als mit Linken zusammenarbeitete. Sicher haben auch die Kommunisten durch Sendungsbewusstsein und Dogmatismus dazu beigetragen, dies zu rechtfertigen. Sie sind aber regelmässig über ihren Schatten gesprungen, um sich die Abfuhren von der SPD zu holen, die gegenüber Militärs und reaktionären Bürokraten buckelte und auf Arbeiter scharf schoss. Bis zur Nazimachtübernahme hatte keine politische Gruppe in Deutschland mehr Arbeiter ermordet als die SPD, daran hat auch die DDR nie rangestunken.

Nationalismus, my ass. Das ist bestenfalls dritt- oder viertrangig ein Problem oder auch ein Mobilisierungsargument für die AfD. Wenn überhaupt. Das ist auch denen klar, die andere Linke als Nationalisten verleumden.

a^2

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  aquadraht
4 Jahre zuvor

Das Problem der Weimarer Republik war die Spaltung der Linken, die von der SPD ausging, die lieber mit Rechten als mit Linken zusammenarbeitete.

Das ist doch heute auch der Fall! Wobei die heutigen Sozen m.E. noch nicht einmal “ bescheidene Radieschen: außen, rot und innen weiß“ sind.

Die Grundidee das verlinkten TAZ Artikels finde ich bemerkenswert und plausibel, nämlich das Krisen die Identität der Mittelschicht in Frage stellten und auch stellen. Diese Schicht (m.E. wissenschaftlich indiziert) verroht und es braucht zum politischen und gesellschaftlichen Amoklauf nur noch einen Katalysator, der heute m.E. AfD heißt.

Eine gute Parabel dazu stellt m.E. die Schlußszene von „Er ist wieder da“ dar. Der Hauptdarsteller erschießt in höchster Not Hitler, der daraufhin vom Dach fällt. Erleichtert schaut er nach unten sieht aber keine Leiche, dreht sich um und erblickt Hitler, der darauf hin sinngemäß sagt: „Du kannst mich nicht töten, ich bin in Deinem Kopf!“

Mein Ergo: Die These das wir gerade so etwas wie Weimar 2.0 erleben ist nicht gänzlich von der Hand zu weisen.

Beste Grüße

aquadraht
aquadraht
4 Jahre zuvor

mal wieder Freischaltung .. grmbl (jemand zu Hause? Isch will Freischaldung, Alda)