Es ist wieder Spargelzeit!

So unterscheiden sich die Wahrnehmungen: Während viele innerhalb der Linken Wagenknechts Positionen für schwierig halten, hörte ich den Spargel wachsen, als Kipping von selbigen sprach. Was jetzt konsequent wäre: Ihr Rücktritt!

Ich habe ja in den letzten Wochen oft mal mitleidig gelächelt, wenn man gewisse linke Kreise als Hipster-Latte-Fraktion hinstellte, also als Leute, die irgendwie ein linkes Lebensgefühl kultiviert, aber sonst nichts auf dem Kasten haben. Dass es solche »Linke« in Prenzlauer Berg gibt, wo sich an sich unpolitische Leute einen liberalen Anstrich verpasst haben, das wusste ich freilich schon. Aber dass es sie innerhalb der Partei, besser gesagt innerhalb der Parteispitze gibt, das habe ich nicht ohne Weiteres glauben wollen. Ich hielt es für eine dieser Übertreibungen, die halt mal im Umlauf sind, wenn sich Richtungsflügel zanken. Hätte Katja Kipping nicht vom Spargel gesprochen, von den Spargelstechern genauer gesagt, wäre ich nach wie vor der Meinung, dass diese Haltung nur ein Prenzlauer-Berg-Problem ist.

Die Dresdnerin an der Spitze der Linkspartei erklärte dem Deutschlandfunk diese Woche die Vorzüge unkontrollierter Freizügigkeit unter anderem so: »Ich wüsste gar nicht, wie der Spargel bei uns auf den Tisch kommen soll, wenn es da nicht Menschen aus anderen Ländern gäbe.« Ausgerechnet die Spargelstecher als vorbildliches Beispiel? Jene armen Teufel, die schwere körperliche Arbeit verrichten, die noch nicht mal mit dem Mindestlohn verrechenbar ist und die dann auch noch in Containern hausen müssen, möglichst nahe an den Feldern, damit der Patron sie stets schnell zur Hand hat?

Natürlich ist das eine dieser Tätigkeiten, die im Inland nicht so viele machen wollen. Eben auch, weil die Relation zwischen körperlichem Einsatz und finanziellen Ertrag nicht stimmt. Logische betriebswirtschaftliche Schlußfolgerung also: Der Ostblock machts. Als der Mindestlohn aufkam, waren es die Spargelbauern, die den Deutschen drohten, dass der Spargel teurer würde. Er würde zum puren Luxus. Also musste eine Ausnahmeregelung her – und plötzlich galten Kost und Logis auch als Teil des Lohnes.

Ulrike Herrmann wies in ihrem Buch »Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung« darauf hin, dass es stets zu niedrige Löhne waren, die die Modernisierung verschleppten. Wären die Löhne für das Spargelstechen hoch, müsste also folglich die Ware preislich angepasst werden, so wäre das nur eine Übergangsphase. Effiziente Technologien entstehen nämlich immer dann, wenn Unternehmer hohe Löhne bezahlen müssen. Dass es also heute noch immer wenig automatisierte Systeme in diesem Sektor gibt, hat wenig damit zu tun, dass man diese Tätigkeit nicht richtig automatisieren kann – es hat damit zu tun, dass die Löhne (künstlich) klein gehalten werden.

Jetzt nennt mich altmodisch, aber ich finde, die Parteivorsitzende einer Partei, die sich als links in dem Sinne begreift, dass sie für die ökonomisch Benachteiligten sprechen möchte, sollte solche Kleinigkeiten schon verinnerlicht haben. Sie sollte also schon wissen, dass die Rekrutierung günstiger Arbeitskraft ein Grund zur Innovations- und Modernisierungsverweigerung ist. Solche Forderungen verewigen den Knochenjob, wo er schon lange nicht mehr sein müsste. Und alles nur, weil man von der Furcht beseelt ist, der Spargel könne nun noch teurer werden. Das was unter der Sauce Hollandaise begraben liegt, bestimmt also der Untergang des Abendlandes – jeder hat so sein eigenes Armageddon vor Augen.

Jemand der so rücksichtslose Argumente ranschleppt, die so völlig enthoben sind von den werktäglichen Realitäten, die gar keinen Bezug zu Ansätzen ökonomischen Denkens zeigen, passt doch irgendwie gar nicht an die Spitze einer linken Partei. Wie gesagt, ich bin altmodisch. Und ich will es daher auch ganz direkt sagen. Frau Kipping hat sich so eine Blöße gegeben, derart deutlich gemacht, dass sie von der wesentlichen Materie einer linken Alternative für die lohnabhängigen Menschen im Lande keine Ahnung hat, dass ich freundlichst anraten möchte: Treten Sie zurück! Man kann nicht linke Parteichefin sein und gleichzeitig Ausbeutung und den merkelistischen Innovationsverweigerungskurs befürworten wollen.

Auf der Suche nach dem Interview, spuckte mir Google das Hotel Kipping in Katja Kippings Heimatstadt Dresden aus. Dort steht Spargel auf der Speisekarte. Ich weiß ja nun nicht, ob das Katjas Leute sind. Wobei eine weitere Google-Recherche ergab, dass ihre Eltern zumindest mal ein Hotel führten – aber das muss ja nichts im Bezug auf das genannte Hotel heißen. Ohne günstige Arbeitskraft geht es auch in der Hotellerie heute übrigens kaum noch. Wenn Hoteliers für unkontrollierte Freizügigkeit sind, dann gehört das zu deren Geschäftsmodell. Linke Politik sollte dieses Geschäftsmodell jedoch eingrenzen – und nicht entgrenzen.

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Roberto J. De Lapuente

Roberto J. De Lapuente ist irgendwo Arbeitnehmer und zudem freier Publizist. Er betrieb von 2008 bis 2016 den Blog ad sinistram. Seinen ND-Blog Der Heppenheimer Hiob gab es von Mitte 2013 bis Ende 2020. Sein Buch »Rechts gewinnt, weil links versagt« erschien im Februar 2017 im Westend Verlag. In den Jahren zuvor verwirklichte er zwei kleinere Buchprojekte (»Unzugehörig« und »Auf die faule Haut«) beim Renneritz Verlag.

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28 Gedanken zu „Es ist wieder Spargelzeit!

  • 15. Juni 2018 um 6:52
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    Mit dem Spargel begibt sich Frau Kipping auf die gleiche Ebene wie David Folkerts-Landau – der Chefvolkswirt der Deutschen Bank und mit einem persönlichen Vermögen von ca. 200 Mio. ausgestattet.

    In einem Interview für die „Welt“ (14.12.2015) sagte er u.a.:

    „Dass eine Million Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind, ist für mich das Beste, was 2015 passiert ist.

    In den USA arbeiten unzählige Einwanderer als Gärtner oder Erntehelfer, warum nicht auch hier so anfangen?

    Ich lasse den Rasen um mein Haus in Ostfriesland bisher monatlich mähen – wenn es günstiger wird, lasse ich es vielleicht öfter machen.

    In dem Seniorenheim, in dem meine Mutter lebt, gäbe es genug Arbeit für zehn Pflegekräfte mehr. Die Beschäftigungsmöglichkeiten sind da, letztlich ist es immer eine Frage des Preises.“

    Antwort
    • 15. Juni 2018 um 18:46
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      Frau Kipping mit dem Chefvolkswirt der Deutschen Bank auf gleicher Ebene. Gibt es einen stichfesteren Beweis für die Unterwanderung der Linken durch die Neocons?

      Antwort
      • 16. Juni 2018 um 9:39
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        Das wird aber von Teilen der Linken und deren medialen Claqueuren als hehrer Idealismus verkauft.
        Nun, gut zu wissen, dass es letztendlich pragmatische Beweggründe sind. Soll noch jemand sagen, die Linke sei wirtschaftlich unvernünftig….

        Antwort
  • 15. Juni 2018 um 8:21
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    Selbst die heutige EU-Freizügigkeit ist schon schlimm genug! Solange nicht mindestens ungefähr gleiche wirtschaftliche und soziale Verhältnisse in den Herkunftsländern herrschen, ist liberale Freizügigkeit massivst asozial! Das muss einmal jemand dieser Frau sagen (besser [verbal] Einprügeln!). Das ist originäre rechtsextreme Gutsherren-Politik!

    Echte linke Politik ist für ein Ende von fürchterlichen Arbeitsverhältnissen! Im Endeffekt weiß auch jeder der Marx gelesen hat, gar für ein Ende von Lohnarbeit! Natürlich ist letzteres noch Utopie. Aber dank der Digitalisierung könnte es deutlich näher kommen. (Automatisierung nicht nur von einfachen Aufgaben, wie dem Spargelstechen, sondern auch von komplexen Prozessen. (Sobald Prozessoptimierungen von einer KI übernommen werden und diese selbstständig durchführen und realisieren kann, ohne Hilfe des Menschens, sollte die kapitalistische Gesellschaft wie wir sie heute kennen überwunden worden sein. Sonst wird die Digitalisierung zur kaum vorstellbaren Dystopie. Die düsteren Visionen von div. Autoren dürften dann wie Kindergeburtstage aussehen.)
    Bedingungsloses Grundeinkommen? Nicht unbedingt, denn die Gefahr dass es neoliberal ausgeprägt sein wird ist viel zu groß! Aber zumindest ein repressionsfreies soziales Mindesteinkommen, welches den Namen wert ist und nicht zum Inbegriff der Angst wie Hartz 4 wird!

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    • 16. Juni 2018 um 8:27
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      Glück gehabt, ich lese hier eher selten Mal rein.

      Was soll der Antrag bringen? Sich bei der Regierung beschweren und mal wieder einen wunderbaren Vorwand liefern, als 5. Kolonne Moskaus hingestellt zu werden? Die kriegsgeilen Faschisten interessiert das eh nicht und der Pöbel bekommt es nicht mit, weil der gar nichts mitbekommt. Klärt ja niemand auf. Ganz im Gegenteil. Selbst die ‚linken‘ Blogger beteiligen sich laut johlend an der Systempropaganda.

      Yay…

      Dass die LINKE deswegen Russland hasst ist blankes Reindeuten.

      Antwort
      • 16. Juni 2018 um 11:37
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        Hast Du auch noch ne Ausrede für Lederers Zensur (Jebsen) und seine Privatisierungsschweinerei? Oder für Liebichs Atlantikbrückenaktivität? Weitergehen, hier gibts nichts zu sehen ..

        Ich finde es schon perfide, wie Du ehrliche Linke wie Wolfgang Gehrcke niedermachst.

        a^2

        Antwort
  • 15. Juni 2018 um 10:04
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    dass es stets zu niedrige Löhne waren, die die Modernisierung verschleppten

    Guter Punkt. Es gibt inzwischen vollautomatische Spargelerntemaschinen. Nur sind die in der Anschaffung noch so teuer (oder die Erntehelfer in den Lohnkosten so billig) dass diese Maschinen noch kein Massenprodukt werden konnten. (Und damit konnten auch die Fertigungskosten für die Ertnemaschinen noch nicht genügend weit fallen.)

    Apropos Spargel. Die Confiserie Felicitas bietet auf Amazon 3 ganze Stangen Spargel mit Nougatfüllung an. (für 7,69 Euro)

    Alles im Niedergang, man
    Markus (https://der-5-minuten-blog.de)

    Antwort
    • 15. Juni 2018 um 18:30
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      Wie bitte, füllt man Spargel?
      Spargelstange in die Drehmaschine spannen und hohldrehen???

      Antwort
  • 15. Juni 2018 um 10:53
    Permalink

    Super Artikel Roberto. Danke für diese Info bzgl. Frau Kipping. In der Tat wäre der Rücktritt angebracht.

    Neben Frau Herrmann sagen übrigens ca. ALLE Sachverständigen seit Adam Smith das gleiche zu dieser Grundlage des Kapitalismus, egal aus welchem Lager die kommen.

    Aber auch nur minimale Bildung in Ökonomie scheint bei Salonlinken ja geradezu verpöhnt zu sein. Der Kapitalismus ist halt irgendwie böse und das wars. Wenn man in seinen Orchideenthemen wie offene Grenzen oder 21% Lohnunterschied Mann/Frau irgendwo „Neoliberalismus“ als Schlagwort reinpackt, gilt man da wohl schon als intellektüll^^

    Antwort
  • 15. Juni 2018 um 16:53
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    Der Zusammenhang von Löhnhöhe und Produktivitätszuwachs wurde vor Jahren schon nachgewiesen. Einfach mal nach Alfred Kleinknecht kugeln.
    Der ist emeritierter Prof für Volkswirtschaftslehre, allerdings in den Niederlanden. Weshalb unsere veröffentlichte Meinung ihn ignoriert.

    Antwort
  • 15. Juni 2018 um 18:45
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    Hallo, nur meine Meinung gegen die weltfremde LINKE Dame aus DD: 1) die Flüchtlinge außerhalb von pol. Asyl und Not/Krieg sind keine. Sondern Zuwanderer in die Wohlfahrts- bzw. Sozialsysteme in D, 2) Zuwanderer sowohl von kriminellen Young Lands z.B. aussm Maghreb als auch von Ananphabeten betrschte ich im Gegensatz zu der Dame aus DD nicht als kulturelle Bereicherung, 3) die von der B-Kanzlerin in D veranlaßte Welcome-Grenzöffnung Anfang Sept. 2015 zugunsten unkontrollierter Massenzuwanderung vor allem islami(sti)scher Prägung war nicht nur rechtsnihilistisch. Sondern wie sich nun langsam nach Amrin, Kandel, BAMF etc.rumspricht illegal.

    Antwort
  • 15. Juni 2018 um 19:03
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    Guter Artikel @Roberto, danke!
    „Ich wüsste gar nicht, wie der Spargel bei uns auf den Tisch kommen soll, wenn es da nicht Menschen aus anderen Ländern gäbe.«
    Wenn die Linken nach so einem entlarvenden Satz aus dem Mund der narzistischen Kipping nicht geschlossen, zu Wagenknecht überlaufen, dürften sie sich eigentlich nicht links nennen.

    Antwort
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  • 15. Juni 2018 um 22:04
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    Es bewahrheitet sich immer wieder… schon vor 89 sprachen wir im Osten vom „Tal der Ahnungslosen“ im Bezug auf das sächsische Umland von DD 😉

    Antwort
  • 15. Juni 2018 um 23:31
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    Das Argument von Lohnhöhe und Modernisierung hat mit „links oder nicht links“ leider auch nichts zu tun, sondern ist selbst schon ein aus kapitalistischer Logik abgeleitetes. Selbst wenn es keine Modernisierungswirkung höherer Löhne gäbe (ob Modernisierung immer gut ist, wäre ja auch zu fragen), wäre die Löhne der Spargelstecher zu niedrig.
    Und im Übrigen meinte schon Marx, Forderungen nach Lohnerhöhungen sollten ersetzt werden durch die nach der Zerschlagung des Lohnsystems. Aber ich weiß schon: Das ist nun wirklich (zu) links.

    Antwort
    • 15. Juni 2018 um 23:53
      Permalink

      Aber ich weiß schon: Das ist nun wirklich (zu) links.

      Als Antwort dazu:

      Zitat Marx:
      „Sowie nämlich die Arbeit verteilt zu werden anfängt, hat Jeder einen bestimmten ausschließlichen Kreis der Tätigkeit, der ihm aufgedrängt wird, aus dem er nicht heraus kann; er ist Jäger, Fischer oder Hirt oder kritischer Kritiker und muss es bleiben, wenn er nicht die Mittel zum Leben verlieren will – während in der kommunistischen Gesellschaft, wo Jeder nicht einen ausschließlichen Kreis der Tätigkeit hat, sondern sich in jedem beliebigen Zweige ausbilden kann, die Gesellschaft die allgemeine Produktion regelt und mir eben dadurch möglich macht, heute dies, morgen jenes zu tun, morgens zu jagen, nachmittags zu fischen, abends Viehzucht zu treiben, nach dem Essen zu kritisieren, wie ich gerade Lust habe, ohne je Jäger, Fischer, Hirt oder Kritiker zu werden.“ – Die deutsche Ideologie. Marx/Engels, MEW 3, S. 33, 1846/1932

      Übersetzt ins heutige Verständnis: Die Utopie Marx‘ ist durchaus möglich, in dem Menschen durch die Digitalisierung langfristig die Lohnarbeit ausgeht…
      „Cyberkommunismus“?

      Antwort
  • Pingback:Hanfpartei: Die Alternative für das linke Vakuum

  • 16. Juni 2018 um 8:37
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    Lohnt sich die Bösartigkeit eigentlich wenigstens finanziell? Also gibt es Angebot von z.B. Springer und Co – oder gibt das Nacheifern einfach nur persönlich ein gutes Gefühl?

    Aus einem – schon dank des Fragenden, der in erster Linie geradezu krampfhaft nach dem Konflikt gierte – grottenschlechten Interview wird ein einzelner Satz in typischer Propagandaart aus dem Kontext gerissen und daraus eine Verteidigung der Spargel-Lohnsklaverei gebastelt.

    Das Interview wurde nebenbei telefonisch geführt, wie man im Interview selbst mitbekommt.

    Aber nette Bellingcaterie am Ende. Einfach mal was zusammengooglen.

    Antwort
    • 16. Juni 2018 um 11:38
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      Ich habe mir vorgenommen, auf unsachliche Einwürfe nichts mehr zu sagen, einfach weil es nicht lohnt. Bei dir mache ich heute nochmal eine Ausnahme: Also, lohnt es sich …. du, sorry, ich merke gerade, ich habe doch keine Lust dazu, ist mir zu albern, weil dann müsste ich dir z.B. erklären, das ein Telefoninterview ja heißt, dass jemand trotzdem was gesagt hat und es eben nicht das böse Telefon war, das einem Worte in den Mund teleportiert.
      Ich muss weg, Spargel kaufen.

      Antwort
  • 17. Juni 2018 um 9:41
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    Bei den SpargelerntehelferInnen und auch den PflegerInnen, die Kipping im Inteview auch anspricht, handelt es sich im Grunde nicht um Arbeitsmigranten, sondern um SaisonarbeiterInnen, die im Rahmen der EU- Arbeitnehmerfreizügigkeit unter sklavenähnlichen Bedingungen hier arbeiten müssen. Es wäre Aufgabe einer linken Partei in diesem Bereich für menschenwürdige Bedingungen zu sorgen. Wenn man diese Werktätigen einfach unkritisch als Beispiel für notwendige Arbeitsmigration angeführt werden, ohne diese moderne Form der Lohnsklaverei auch nur ansatzweise zu kritisieren, dann stellt man sich im Grunde auf die Stufe moderner Kolonialherren, die diese moderne Lohnsklaverei für ihre Profite brauchen. Die weiße Frau ißt gerne ihren Spargel, den polnische Lohnsklaven geerntet haben, ohne dies auch nur ansatzweise kritikwürdig zu halten. Guten Appetit..

    Antwort
  • 18. Juni 2018 um 14:12
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    Klar! Und das macht die wundervolle Katja Kipping ja auch in vorbildlicher und vorkämpferischer Weise!
    Was für ein selten dämlicher und dementsprechend ja auch genau von den Falschen goutierter Text von Dir, Roberto!

    Antwort
    • 18. Juni 2018 um 14:17
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      Das wars? Das ist deine Sichtweise? Einfach nur Befindlichkeit als Mittel dafür, eine andere Sichtweise als dämlich abzutun. Oh, wenn es nicht mehr ist, dann mache ich mir um meine Sichtweise nun wirklich keine Sorgen.

      Antwort
      • 19. Juni 2018 um 23:58
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        Was meinst Du mit Befindlichkeit?
        Dein Spin geht nicht auf. Er zerschellt schlicht an der Realität der mit der Vier-in-Einem-Perspektive für Gerechtigkeit in Einkommensverteilung, geschlechtlicher Aufgabenteilung, umfassende Teilhabe an der gesellschaftlichen Gestaltung und der Herausbildung humanistischer, souveräner, republikanischer Charaktere ALLER (Citoyens) kämpfenden Frau!

        Antwort
        • 20. Juni 2018 um 2:07
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          wasndasfürn satz? der an der perspektive (sumsel) zerschellende Spin? Oder zerschellt Roberto an der Frau (krach)? Und wer ist die 4in1-Frau, Katja K.? Und biste nun Baz odern Bartel? Fragen über Fragen ..

          Antwort
        • 20. Juni 2018 um 6:03
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          Ich habe auch kein Wort verstanden – es sind genau diese verquasten Konstrukte, die den Leuten klarmachen: Die wählemer ned.

          Antwort

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