Der Kapitalismus gehört nicht abgeschafft – er gehört reguliert!

Die Linke sollte sich vom Antikapitalismus verabschieden. Wenn man schon von den Lehren des letzten Weltkrieges spricht, dann sollte man auch die der Nachkriegszeit nicht vergessen: kapitalistische Dynamiken können von einem starken Staat gemeinwohlfördernd genutzt werden.

Wo unter Linken über Gesellschaft diskutiert wird, ist nach kurzem Geplänkel meist eine Analyse nicht weit: Das liege alles am Kapitalismus. Der hole das Schlechte aus Mensch und Gesellschaft hervor. Ihn zu überwinden, das sei der eigentliche Antrieb linker Motivation. So haben wir es schließlich von Marx. So brillant dessen Analyse der kapitalistischen Ökonomie auch war: Gewartet auf die Überführung des Kapitalismus in den Sozialismus hat auch er umsonst. Die Zwangsläufigkeit dieses Wechsels der Systeme vereitelte seine Ergebnisoffenheit, er konnte sich Kapitalismus auch nur so vorstellen, wie er ihn zeitgenössisch erlebt hatte. Obgleich er von dessen Anpassbarkeit schrieb, schien ein Wunsch der Vater eines Gedankens zu sein: Die Überwindung des Kapitalismus ist unausweichlich und unumgänglich.

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Publicviewer
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Publicviewer

Verräter kannst ja gleich die SPD oder noch besser die Grünen wählen…. 😉

Rainer N.
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Rainer N.

Utopia von Morus haben Sie wohl nie gelesen … Kapitalismus ist immer unvereinbar mit Humanismus. Oder Sie sollten einmal Strindberg lesen … Ein Lesebuch für die niederen Stände … Sie sind auch nur ein Mensch dieses “niederen Standes” … aber Sie sind wohl zufrieden wenn in Zukunft die Brotkrumen vom Tisch der Kapitalisten Ihnen zufallen … per Regulierung … damit alle Prekären sich nicht mehr um die Krumen schlagen müssen … wie es zur Zeit mit Tafeln geschieht … also meine Einschätzung … Sie sind, mit Verlaub, ein naiver Dummkopf, wenn Sie meinen, der Kapitalismus ließe sich regulieren. Der Kapitalismus… Weiterlesen »

WÜRG!
Gast
WÜRG!

Sagt Er denn jetzt, dass es Probleme gibt die es gemäß seiner Ideologie doch gar nicht gäbe ? oder ist es doch eine bigotte unerträgliche Mischung aus Besserwisserei, Betroffenheitsgejammer und Angstmacherei? Wobei mir ganz übel wird, weil ebener jener sich doch, kommt mir jetzt auch grade noch gar nicht all zu lang her, gern auch “Kulturell bereichert” hätte…

stefan becker
Mitglied
stefan becker

Lieber Roberto,

Warum soll ich für deine Beiträge zwei mal zahlen ? Ich hatte gehofft mit meiner, wenn auch bescheidenen Unterstützung , gäbe es ein Privileg sie auch lesen zu können. Ähnlich der Funtion eines ABO‘s .
Beste Grüße aus Münster

Robbespiere
Mitglied
Robbespiere

Was mir in der Diskussion um das geeignete Gesellschafts/Wirtschaftssystem fehlt, ist ein klares, allgemeinverständliches Konzept der Alternativen, auch ohne sich durch so trockene Kost wie Marx beißen zu müssen. Es gibt eben nicht nur Intellektuelle auf dieser Welt. Zum Zweiten fehlt mir die Antwort darauf, wer darüber und wie bestimmen soll, welcher Weg zukünftig eingeschlagen werden soll. Das kann ja nur das Staatsvolk sein und zwar direkt durch Abstimmungen, da Wahlen ohnedies keine echten Veränderungen bringen. Dazu sind sie gar nicht gedacht. Selbst wenn eine Partei das ernsthaft will, wird sie immer unter dem Druck von Lobbygruppen, der Gegnerparteien und… Weiterlesen »

Gast2
Gast
Gast2

Auf Kritik reagieren Verantwortliche recht dünnhäutig, schließlich wird davon “gelebt”, daß sich Tätigkeit und Dimension der Öffentlichkeit entziehen.

Robbespiere
Mitglied
Robbespiere

@Gast2

Auf Kritik reagieren Verantwortliche recht dünnhäutig, schließlich wird davon „gelebt“, daß sich Tätigkeit und Dimension der Öffentlichkeit entziehen.

Eben und das ist unverantwortlich, weswegen die letztendliche Entscheidungsgewalt in die Hände des Souveräns gehört.
Daran führt kein Weg vorbei, wenn es die Gesellschaft nicht zerreißen soll, weil der peopagierte Individualismus eben kein Kitt für selbige ist, sondern Sprengstoff.

DasKleineTeilchen
Gast
DasKleineTeilchen

oha, monsignore auf dem “vernunft”pfad eines “regulierten” kapitals?!? langsam wird dein outing hysterisch, roberto. und der reinen lehre entsprechend hinter der bezahlschranke einer anderen site…nerven haste, das ist ma sicher.

aber kurze frage, wenn hier schon n anreisser mit kommentarspalte steht; was versteht der autor unter “kapitalistische Produktionsweise”?

Gorgonzola
Gast
Gorgonzola

Der Mensch produziert und die Natur produziert. Der Mensch ist Natur.
Was produziert der Kapitalist ? Würde und könnte der Mensch etwas
produzieren wenn ihm der Kapitalist dafür kein Geld vorschießt ?
Warum überhaupt ist der Kapitalist dazu in der Lage, Geld vorzuschießen ?
Ab welchem Moment unterlässt es der Kapitalist, Geld zur Produktion
vorzuschießen ?

Was ist der Unterschied zwischen Kapitalismus und Neoliberalismus ?

Das soll kein Quiz werden. Manche Fragen sollte man für sich vorab beantworten.

Brian DuBois-Guilbert
Gast
Brian DuBois-Guilbert

Nun, ich stelle mir gerade vor, was Charlie von der Narrenschiffsbrücke wohl gesagt hätte, wenn er denn diesen unfassbaren Stuss des Autors gelesen hätte.
Besser kann man wirklich die Hose nicht mehr runterlassen, wie es RDL hier tut.
Meine Fresse – der Typ hat echt Nerven, so einen Scheiß abzulassen.
Zum linken Spektrum gehört er jedenfalls nicht mehr, wenn er ÜBERHAUPT je dazugehörte.

Andreas
Gast
Andreas

Er ist so links wie es halt die sPD auch ist.

Jarek
Gast
Jarek

Bei Staatsquoten in Europa zwischen 40% (Irland) und fast 57% (Frankreich) kann man da noch vom Kapitalismus sprechen? Das Problem ist, dass mittlerweile auch die staatliche “Regulierung” eher Schmiermittel für die gurt funktionierende Umverteilung von unten nach oben darstellt. Im Prinzip haben wir eine starke Entwertung der Arbeit in den letzten zig JAhren erlebt. Erst mit den Anfängen der Dienstleistungsgesellschaft und ersten Krisen der 60er/70er und dann mit den Reformen der 90er/00er Jahre. Diese dramatische Entwicklung kann man in den Anteilen am Nationaleinkommen (vor Steuern/SV) sehen: http://wir2018.wid.world/files/part-2/figure-262.png Ohne radikale Veränderungen der Relationen Arbeitgeber-Arbeitnehmer und die Stärkung der Position des Zweiten… Weiterlesen »

niki
Mitglied
niki

@ Jarek: Was hat die Staatsquote eigentlich damit zu tun? Diese wird eigentlich immer dann moniert wenn es darum geht um Privatisierungen und Kürzungen des Sozialstaates zu propagieren. Jedoch eigentlich ist das keine geeignete Größe um daraus die Form des Wirtschaftssystems abzuleiten.

Jarek
Gast
Jarek

Sicher. Die Staatsquote wird oft herangezogen, wenn focus oder faz wieder Steuersenkungen oder den “schlanken Staat” predigen. Ich sehe es eher nüchterner – dass man auch in einer Volkswirtschaft wo der Staat einen großen Anteil an dem Kuchen hat/umverteilt (und 40-50% sind viel, Ende des 19. Jh. waren’s gerade 10%), kann es trotzdem vorwiegend für eine relativ kleine Gruppe gut funktionieren.

pentimento
Gast
pentimento

Ach, Roberto! – Und wieder wurde jemand umgedreht, oder ist er übergelaufen?

“Ach, wir hatten viele Herren
hatten Tiger und Hyänen
hatten Adler, hatten Schweine
doch wir nährten den und jenen.
Ob sie besser waren oder schlimmer:
Ach, der Stiefel glich dem Stiefel immer
und uns trat er. Ihr versteht: Ich meine
dass wir keine andern Herren brauchen, sondern keine!”

Aus “Die Ballade vom Wasserrad” ( Bertold Brecht )

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse
stefan becker
Mitglied
stefan becker

Was willst du nur mit all denen machen, die gaaanz anderer Meinung sind wie du und Berthold Brecht ?
Finde die Lösung , Stalin hatte schon mal einen Ansatz, Mao auch …

Anna
Gast
Anna

Das ist, mit Verlaub, so ein Null-Beitrag.
Sagt der eine: So, wie es ist, so kann es nicht bleiben,#Hunger#WK#Ausbeutung
Sagt der andere: Und was machst du mit, denen, die anders denken?#Stalin#RoteKhmer#whatever

Was ist denn *jetzt* mit denen, die keine Bleibe haben oder unsere Schrott-Mode herstellen?

stefan becker
Mitglied
stefan becker

Will sagen: jeder Versuch des Menschen Natur auf den Kopf zu stellen und von ihm zu erwarten, dass er die Ansichten unserer Highendlinksideologen versteht und freiwillig umsetzt, wird mit Mord und Totschlag enden. Also halte ich den Ansatz, den Roberto hier verfolgt für den einzig gangbaren friedlichen Weg, um das Beste aus den unterschiedlichsten Interessen, unterschiedlichster Menschen zu machen. Ein regulierter Kapitalismus ließe auf Dauer eine Menge Spielraum die systemimmanenten Fehler und Probleme zu korrigieren.

Anna
Gast
Anna

Die “Natur des Menschen” ist eine schlechte argumentative Basis, faktenfrei anthropologisch und ahistorisch.
Highendideologien muss man nicht verstehen, um sie umzusetzen. Frag mal z.B. Handwerker, in welchem System sie super zurecht kamen. Oder nein, frag einfach mal, wie es im NS, in der DDR und heute läuft. Und vergleiche.

Dieses “Mord und Totschlag wird kommen”-Gerede nervt mich. Als ob nicht heute auch Leute sterben, in Somalia, dem Kongo, Sierra Leone, Argentinien, Kurdistan – weil der Kapitalismus eben so aussieht, wie er aussieht, und auch keine Staaten bildet, die zum Pazifismus verpflichtbar wären.

stefan becker
Mitglied
stefan becker

Anna, das alles steht doch völlig außer Frage. Du erklärst die Realität. Die Realität aber ist so real, dass sie sich nicht so mir nichts, dir nichts ändern läßt. Und ich habe diese Realität mindestens genauso satt wie du. Es braucht Zeit, bis deine Erkenntnis von einer relevanten Mehrheit verstanden wir. Aber genau das willst du nicht verstehen. Mache Vorschläge, bringe dich aktiv ein, überzeuge die Menschen von deinen Ideen und du wirst sehen, da geht etwas.
Alternative : einfach mal die Klappe halten. Du bist so negativ

Ich bin übrigens Handwerker und habe bisher 43 Jahre in meinem Beruf gearbeitet.

stefan becker
Mitglied
stefan becker

Annabelle, ach Annabelle, Du bist so herrlich intellektuell, Du bist so wunderbar negativ, Und so erfrischend destruktiv. Annabelle, ach Annabelle, Du bist so herrlich unkonventionell, Ich bitte dich, komm sei so gut, Mach‘ meine heile Welt kaputt! Früher war ich ahnungslos wie ein Huhn, Doch sie erweitert mein Bewußtsein nun, Und diese Bewußtseinserweiterung Ist für mich die schönste Erheiterung. Seit ich auf ihrem Bettvorleger schlief, Da bin ich ungeheuer progressiv, Ich übe den Fortschritt und das nicht faul: Nehme zwei Schritt auf einmal und fall‘ aufs Maul. Früher hab‘ ich oft ein eigenes Auto benutzt, Hab‘ mir zweimal täglich die… Weiterlesen »

niki
Mitglied
niki

Nun muss man erst einmal definieren was mit Kapitalismus gemeint ist. Bedeutet nicht Kapitalismus die Ansammlung von Kapital und Macht um noch mehr Kapital und zu Macht generieren? Das wichtigste ist, dass der Staat wieder Herr über die Wirtschaft ist und im Interesse der Masse an Menschen handeln kann. Ergo muss die Macht der Konzerne gebrochen werden und somit ist es kein Kapitalismus mehr. Eine zweite Sache ist, dass der Kapitalismus grundsätzlich ohne (Wirtschafts-)Wachstum vollkommen undenkbar ist. Und genau daran kranken mir die Thesen von Flassbeck und alle anderen Keynesianern immer. Nur sind die Ressourcen nun einmal endlich und somit… Weiterlesen »

pentimento
Gast
pentimento

Danke@Niki,
das Wesentliche schön zusammengefaßt!

Die Gier ist ein neurotischer Auswuchs des natürlichen Überlebenstriebs. Er wurde -genau wie der Fortpflanzungstrieb – längst ad absurdum geführt. Statt das Überleben der Spezies zu sichern, führen diese Instinkte nun zu ihrer Zerstörung.

Leider ist der Instinkt stärker als die Vernunft. Das hat der Schopenhauer mal gemeint, als er über ‘Wille und Vorstellung’ schrieb.

Gorgonzola
Gast
Gorgonzola

Eine Abkehr vom Kapitalismus ist die Abkehr vom “Wohlstand”.
Wie viele von 82 Mio. Bundesbürgern tragen solch eine Wende ?

Nur so eine Frage weil wir gerade bei der Sozialpsychologie sind.

Ist-Zustände zu beschreiben ist keine große Kunst. Irgendwann
muss es sich ausanalysiert haben.

niki
Mitglied
niki

Vielleicht ist die Problematik der Linken auch eine Begrifflichkeitsproblematik. Eigentlich wäre es sinngemäß etwas anders zu nennen auch wenn die Begrifflichkeit etwas komplett anderes beschreibt, oder gar nicht gibt. Beispiel: der Begriff Sozialismus ist in Deutschland komplett verbrannt. Deswegen wäre es besser ruhig diesen einfach soziale Marktwirtschaft zu nennen, wo man SOZIAL groß schreibt… (Noch besser wäre es die absolut notwendige ökologische Komponente nicht zu vergessen. Also nennen wir das Kind ruhig ökologisch-soziale-Marktwirtschaft. Auch wenn es eigentlich eine spezielle Art des Sozialismus ist. Genauer: Ökologisch-demokratischer-Sozialismus). Diese Problematik und Diskussionen habe ich immer mit Parteigenossen in der Linken… Für mich ist… Weiterlesen »

Gorgonzola
Gast
Gorgonzola

Für mich ist es vollkommen egal wie man das Kind nennt. Hauptsache das Ergebnis stimmt.

Das Ergebnis aus was ? Das Ergebnis einer Linken die sich im Kapitalismus
eingerichtet hat, ist gleich null.

Die wollen alle mit ihren Wichsgriffeln nur an vorhandenen Schräubchen
drehen. Das drehen von Schräubchen nennen sie Politik. Der bessere Schräubchendreher möge gewinnen. Das ist Unsinn.

Für Schaffensprozesse muss man von außen an ein Objekt herantreten.

Gorgonzola
Gast
Gorgonzola

Wenn das gelänge, bliebe noch das Problem der Vermittelbarkeit.
Jeder Deutsche wird von kleinauf an, auf Systemfunktionalität getrimmt.
Auch das beste Alternativkonzept würde deshalb mehrheitlich nicht unterstützt.

niki
Mitglied
niki

@Gorgonzola…: Offensichtlich hast du meinen Beitrag NICHT verstanden. Ich habe nie gesagt, dass Linke für den Kapitalismus sich einrichten sollen… Sondern Kapitalismuskritik/Antikapitalismus einfach nicht so nennen, da diese Begriffe, wie auch Sozialismus und Kommunismus nun mal hier absolut verbrannt sind. Diese lösen nun mal bei einer großen Masse von Menschen einen pawlowschen Reflex aus. Quintessenz daraus: Laut Umfragen wollen etwa 80% der Menschen genau das was eigentlich DIE LINKE propagiert. Nur da die LINKE mit den Begriffen Sozialismus, Kommunismus und ähnlichen assoziiert werden, wird diese aufgrund des pawlowschen Beißreflexes nicht von der Masse gewählt… Und das ist Fakt! Erlebe ich… Weiterlesen »

Gorgonzola
Gast
Gorgonzola

Ich habe nie gesagt, dass Linke für den Kapitalismus sich einrichten sollen…

Das musst du auch nicht sagen weil sich die Linke längst im Kapitalismus eingerichtet hat. Die beißen die Hand nicht mehr, die sie monatlich mit 15000 € füttert, die Berliner jetzt.

Entscheidendes wird sich da nicht mehr tun. Den Zusammenbruch kann
man verzögern. Irgendwann aber, werden wieder tote Pferde auf der Straße liegen wo sich die Nachbarn noch die besten Stücke rausschneiden, aber nur dann wenn wir nicht alle im nuklearen Feuer
verglüht sind. Ich sag das ohne Apokalyptiker zu sein.

pentimento
Gast
pentimento

@ Niki

“Laut Umfragen wollen etwas 80% der Menschen genau das, was eigentlich DIE LINKE probagiert.”

D. h. die Begriffe sind vielleicht wirklich das Problem. Die Worte Sozialismus und Kapitalismus sind dermaßen abgegriffen und von extremen Vorstellungen besetzt, daß sofort Reflexe der Ablehnung freigesetzt werden. Insofern stützen diese alten Begriffe nur das System. Die meisten Menschen wollen Gerechtigkeit, d.h. ein menschenwürdiges Leben für alle, gerechte Steuern und direkte Demokratie.

stefan becker
Mitglied
stefan becker

“…Nur die Marktmacht von Konzernen gehört gebrochen. Und ich bin mir nicht sicher, ob diese nicht schon viel zu groß ist und der „Point-Of-No-Return“ überschritten wurde… ” …genau das ist es was Roberto wohl meint. Nur wird sie sich nicht brechen lassen, wenn die Gesellschaft nicht mehrheitlich dahinter steht. Dazu braucht es so etwas wie eine psychosoziale Evolution. Ein allmählicher Erkenntnisgewinn in der Menschheitsentwicklung fand und findet immer statt und endete leider häufig in Kriegen und blutigen Revolutionen. Nun ist in einer realexistierenden Demokratur eine Willens- und Meinungsbildung noch möglich. Gesetz den Fall, dass die Mehrheit der Menschen ihren Willen… Weiterlesen »

DasKleineTeilchen
Gast
DasKleineTeilchen

er konnte sich Kapitalismus auch nur so vorstellen, wie er ihn zeitgenössisch erlebt hatte.

boah ey; wie oft und lange soll dieses “argument” eigentlich noch durchgekaut werden? wie wärs als zeitgenössisches beispiel mit der textil-industrie in bangladesch oder pakistan? oder kannste nichtmal über den doitschen tellerand hinausblicken, schätzelein? mann, tut das weh!

pentimento
Gast
pentimento

Nicht zu vergessen: die Zerstörung der heimischen Märkte in Afrika durch die deutschen Exporte.

DasKleineTeilchen
Gast
DasKleineTeilchen

right; niki hat dazu oben alles wesentliche gesagt…

Gorgonzola
Gast
Gorgonzola

Er meint damals, als Adam Smith theoretische Grundlage war. Smith sagte, dass sich auch die Höhe der Löhne nach Angebot und Nachfrage einpendeln würden. Das war ein Trugschluss. Wer nichts anderes als seine Arbeitskraft zu verkaufen hat, ist beliebig austauschbar. Das ist heute durch Sklavenarbeit nicht nur in Bangladesh wieder zeitgenössisch aktuell, auch in Deutschland wieder dank Hartz IV und Zwang zu jeder Arbeit. Lapu schnallt das nicht.
Sind ja alles nur “sinnlose, nicht enden wollende Marx-Exergesen” .-)

Gorgonzola
Gast
Gorgonzola

Das *System ist das Problem. Wir haben aber derzeit keine Alternativen. Deshalb ist das herrschende System nicht plötzlich richtig. Da kann der Flassbeck mit seinem Keynesianismus
die Staatsverschuldung durch die Decke treiben wollen wie er möchte.

*Das “System” steht für eine ökonomische Theorie

Gast2
Gast
Gast2

Gern hätte ich euch etwas gegeben, was euch vielleicht gefehlt, oder ihr gebrauchen können hättet. Doch ich fasse mich kurz:

eine ökonomische Theorie

Was wie so oft eben auch nichts anderes ist, als eines dieser unzähligen Konzepte, denen wir im Alltag so begegenen.

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

Langfristig gilt, dass Kapitalismus ohne Wachstum auf die Dauer nicht funktionieren kann, und egal wie man kapitalistisches Wachstum generiert, z.B. via Green New Deal, ohne den Verbrauch von nicht nachhaltigen Ressourcen geht das nicht. Das ist kein Fehler den man “regulieren” kann, dass ist eine systemimmanente Randbedingung.

Beste Grüße

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse
Gorgonzola
Gast
Gorgonzola

Wenn eine Ressource unendlich ist, dann die des menschlichen Erfindungsgeistes, Frau Herrmann. Der Kapitalismus ist nicht schlecht weil er das Klima crasht und die Ressourcen endlich sind, sondern weil er Menschen auslutscht, wegwirft und Kriege anzettelt.
Der Klimakiller CO2 kann mitunter recycled und wiederverwertet werden.

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

Ich dachte immer die menschliche Dummheit wäre eine unendliche Ressource, aber so kann man sich täuschen. Im übrigen bin ich weiterhin der festen Überzeugung, dass der Kapitalismus im Endstadium nur Wohlfahrt für die schon Reichen bringt, und das der von Dir beschriebene Unbill zwangsweise fest im System verankert ist. Man kann den Kapitalismus nicht mit neuer Technologie abmildern, alles und jedes wird vermarktet bis der Arzt nur zum Wohle weniger, den Rest zahlen die vielen. Wobei vieles, wie bei einem Eisberg, noch gar nicht richtig zu Tage getreten ist, denn der Kapitalismus lebt auch davon die Kosten zu sozialisieren, ein… Weiterlesen »

Gorgonzola
Gast
Gorgonzola

Mir ist, wie schon öftern, die Frau Herrmann aufgestoßen weil sie genau das auslässt
was du aufführst. Die grün, bürgerliche Sicht auf die Dinge ist eben eine unvollständige
Betrachtungsweise.
Man muss heute die Katastrofe über Klima und Unbill für die gesamte Menschheit
beschreiben weil man die Alltagsopfer des Kapitalismus hinnimmt.
Iss halt so, dass Drittweltler den Mumpitz für uns herankarren müssen,
unter Arbeitsbedingungen wie zu Beginn der industriellen Revolution.
Iss halt so, dass einer der in der Schule nicht aufgepasst hat, zur Strafe in der Leiharbeit verheizt wird.

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

ACK! Aber mir persönlich ist eine fundierte gut gemachte Teilaufklärung lieber als Nebelkerzen. Wenn Frau Herrmann die systematischen Widersprüche des Kapitalismus aus bürgerlicher Sicht aufzählt ist das schon man was gutes, m.E.

Beste Grüße

Gorgonzola
Gast
Gorgonzola

Dringt aber im Endeffekt nicht durch weil es ihrem
Bildungsbürgertum scheißegal ist, wie es ist. Die konsumieren
Betroffenheitslyrik zur Nabelschau.

eb
Gast

Ja, dann regulier mal Roberto. Sach mal, was hammer jetzt von der Erkenntnis? Antikapitalismus bringt wenigstens noch Kritik daran. Und nü? Klar, macht es Sinn, das nächstliegende anzupacken und das auch innerhalb des Chaos, (egal welchem, von mir aus auch dem der Marxisten), – aber was sollen diese Schleimbeutel? Ist das deine Art in der Mitte Radler zu trinken und das als Weisheit zu verkaufen, oder ist das einfach nur nonchalantes Reiten auf einer Mitte, die sich nun mal gerade kräftig nach rechts bewegt? Und das im Kapitalismus? Klar gehört der Kapitalismus reguliert, – er existiert nun mal, aber willst… Weiterlesen »

eb
Gast

Vielleicht noch etwas gegen eine Fehlinterpretation. Mit Weicheiern der sozialen Marktwirtschaft, meine ich die Linken, die sich damit arrangieren können und anstatt das auf den Punkt zu bringen, sich damit beschäftigen denen auch noch Lippenbekenntnisse zu liefern.

rainer
Gast
rainer

….iss ja ein Wahnsinn, welche Erkenntnisse hier zum Besten gegeben werden….

Thomas Friedrich
Gast
Thomas Friedrich

Wie passend, dass man für die Lektüre ablatzen muss.

Antikapitalismus ist vielleicht ein Irrweg, nicht aber Antinatalismus. Denn wer nicht geboren wird, der kann weder ausbeuten noch ausgebeutet werden.

Brian DuBois-Guilbert
Gast
Brian DuBois-Guilbert

Wer für so einen Bockmist auch noch ablatzt, der muss eine masochistische Ader haben oder sich Sukram71 nennen…

Folkher Braun
Gast
Folkher Braun

Flassbeck und De Lapuente fehlt halt der Grundkurs in Karl Marx: Das Kapital. Die innere Organisation der bürgerlichen Produktionsweise. Insbesondere das 24. Kapitel im ersten Band: Die sogenannte ursprüngliche Akkumulation. Wer sich mit anderen Formen der Beteiligung der Produzenten am (Mehr-) Produkt beschäftigen will, hat bei Montragon im Baskenland reichlich Informationen.

Systemfrager
Gast

auuuuuuuuuuuuuu dat tut weh … was für einen schwachsinn verzapfst du da.
Die Marxe Akkumulationstheorie ist das Ergebnis, eines der die Arithmetik nicht beherrschte.
Es gibt keine steigende organische Zusammensetzung des Kapitals
Marx ist im REIN WISSENSCHAFTLICHN SINNE MURX.
Ein fauler Zaubertrick >>>
Das sind harte Fakten – empirische Tatsachen-Daten
Und wenn du für die Mathe versierst bist, dann hier nachschauen, wie siene Reproduktionsshemata wären, wenn er nicht alles vermurkst hätte:
Die distributiven Koeffizienten >>>

Systemfrager
Gast

Der Kapitalismus gehört nicht abgeschafft – er gehört reguliert!
Bravo Roberto. Bravo!
Ergänzung:
Der Kapitalismus, die Idee der Martkwirtschaf war ursprünglich eine Idee der geregelten Ordnun.
Die frühliberale Marktwirtschaft als Ordnung durch Regeln >>>
Genau diese Idee muss weiter entwickelt werden

DirtbagLeft
Gast
DirtbagLeft

Antikommunismus, ist gute deutsche Tradition, da will auch Roberto nicht zurückstehen. BTW Nicht der Antikapitalismus ist ein Problem der gesellschaftlichen Linken, sondern die Umarmungsstrategien, des Neoliberalismus: Ein weiterer Bereich, in dem Grundprinzipien der „Neuen Linken“ zu einem Vehikel neoliberaler Einflussnahme geworden sind, sind die Minderheitenrechte. Die klassische Linke versuchte vor allem Mehrheitsrechte, wie z.B. höhere Löhne und soziale Absicherung, zu erstreiten. Die „Neue Linke“ fördert dagegen die Identifikation mit bestimmten Minderheitsgruppen. Sie tut dieses, weil sie das historische Unrecht gegen bestimmte Minderheiten kompensieren möchte. Zu diesem Zweck hat sie eine Vielzahl an Diskursen in der Gesellschaft etabliert, die sich an… Weiterlesen »

Mucha
Gast
Mucha

OFF

Wie der Westen Russland als Bedrohung inszeniert.

Ein guter Artikel über die aktuelle Sicherheitspolitik Russlands
im Vergleich zur USA

https://www.rubikon.news/artikel/putins-neue-wunderwaffen

DirtbagLeft
Gast
DirtbagLeft

Ganz genau. Antimilitarismus, statt Antikommunismus.

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

Oder ganz einfach “Schwerter zu Pflugscharen!”

Umdenker
Gast
Umdenker

Der Pöbel sollte sich von antimonarchischen Tendenzen verabschieden. Adel und Klerus sind von Gott erwählt und haben quasi die Pflicht zu herrschen. Ich hoffe dieser eine Satz zeigt dem Autor ein wenig seinen Denkfehler von Menschen geschaffene Wirtschafts-, Herrschafts- oder Staatsformen als quasi alternativlos und wie Naturgesetze darzustellen. Denn so gut wie jede Kultur in jeder Zeit hatte entsprechende Dogmatiker, die glaubten der aktuelle Zustand sei quasi schon das beste was geht und alternativlos. Die Geschichte hat uns was anderes gelehrt und vielleicht sollte der Autor auch mal in sich gehen und seine Argumentation mit der geschichtlichen Realität abgleichen und… Weiterlesen »

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

Der Pöbel sollte sich von antimonarchischen Tendenzen verabschieden. Adel und Klerus sind von Gott erwählt und haben quasi die Pflicht zu herrschen.

Laut Herrn Mausfeld funktioniert die Legitimation von Macht heute wesentlich anders und subtiler. Sie reden der Herde (Mehrheit der Menschen) ein, dass nur Schäfer (Eilten) sie zu ihrem besten führen kann. Außerdem werden so tolle Ansichten konditioniert, dass wahre Demokratie nur in der Marktwirtschaft funktioniert. Manchmal geben sie es sogar öffentlich zu.

Beste Grüße

Folkher Braun
Gast
Folkher Braun

@Heldentasse. Ich war zwischen 1969 und 1973 in der glücklichen Lage, dass es für die Lektüre von Kapital 1 -3 und Theorien über den Mehrwert 1-3 noch Übungsscheine gab. Wenn ich dann lese, dass es keinen Fall der Profitrate gibt, frage ich mih. Worüber hat Henning Wasmus in Münster habilitiert?- Über den tendenziellen Fall der Profitrate.
Jeder, der etwas mit Ökonomie zu tun hatte, weiß, dass jede Gesellschaftsform ein Mehrprodukt produzieren muss. Das ist die gesellschaftliche und wirtschaftliche Basis ihrer Kinder. Denn die sind erst mal nicht produktiv.
Keynesianern ist das Thema allerdings fremd.

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

Es mag ja sein, dass der Mensch im Gegensatz zum Tiere immer mehr produzieren muss als er verbraucht, zumindest wenn arbeitsteilig produziert wird. Aber das ist m.E. nicht das Problem, denn erstens es kommt immer auf den relativen Ressourcen- Verbrauch an, und auf die Sinnhaftigkeit des Mehrproduktes. Es ist schon ein gewaltiger Unterschied für das Ökosystem, ob eine kleine traditionelle Agrargesellschaft ihr Mehrprodukt einlagert um über den nächsten Winter zu kommen, oder im globalen Turbokapitalismus alles und jedes vermarktet werden muss damit der Laden läuft. Hinzu kommt, was m.E. ganz wesentlich ist, der Gesellschaftscharakter die Herr Fromm grob so klassifiziert:… Weiterlesen »

Robbespiere
Mitglied
Robbespiere

@Folkher Braun

Ich kann nicht erkennen, auf welches Statement von Heldentase sich dein Kommentar bezieht.

Jeder, der etwas mit Ökonomie zu tun hatte, weiß, dass jede Gesellschaftsform ein Mehrprodukt produzieren muss. Das ist die gesellschaftliche und wirtschaftliche Basis ihrer Kinder. Denn die sind erst mal nicht produktiv.
Keynesianern ist das Thema allerdings fremd.

Glaubst du wirklich, dass Keynesianer nicht realisieren, dass der produktive Teil der Gesellschaft den Bedarf des unproduktiven Teils ( Kinder/Rentner ) mit erwirtschaften muss?
Woran erkennst du das?

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

Hallo Robbespiere,

ich glaube zu verstehen was Folkher Braun in Bezug zu meinen obigen Ausführungen meint nämlich, dass der Satz “Jede Wirtschaftsform muss Mehrwert generieren!” zwangsläufig jede Kritik des Kapitalismus in Richtung “Verzicht, Nullwachstum oder Abbau von Produktion” als falsch wertet.

Aber ich denke es ist ein gemeines Postulat (besser Axiom) aus der VWL, was durchaus in Frage stellen kann, wenn man über den Tellerrand der VWL schaut.

Beste Grüße

Robbespiere
Mitglied
Robbespiere

@Heldentasse

ich glaube zu verstehen was Folkher Braun in Bezug zu meinen obigen Ausführungen meint nämlich, dass der Satz „Jede Wirtschaftsform muss Mehrwert generieren!“ zwangsläufig jede Kritik des Kapitalismus in Richtung „Verzicht, Nullwachstum oder Abbau von Produktion“ als falsch wertet.

Unter dieser Annahme kann man den Karren eigentlich nur an die Wand fahren, weil in einer Welt begrenzter Resourcen kein unendliches Wachstum möglich ist.
Der Resourcenverbrauch und die Zahl von weltweit 7 Mrd. Verbrauchern passen irgendwie nicht zusammen.

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

Das ist richtig! Kapitalismus ist m.E. ein System von positiven Rückkopplung, also ein System was sich ständig weiter “hoch schaukeln” muss, der Output verstärkt den Input etc. pp.

In der Natur gibt es das kaum, und wenn doch, wie z.B. beim Algenwachstum oder bei den Krebszellen hat es an sich keinerlei “positiven” Aspekte, und führt sogar zur Selbstzerstörung.

Beste Grüße

Robbespiere
Mitglied
Robbespiere

@Heldentasse

In der Natur gibt es das kaum, und wenn doch, wie z.B. beim Algenwachstum oder bei den Krebszellen hat es an sich keinerlei „positiven“ Aspekte, und führt sogar zur Selbstzerstörung.

Mit anderen Worten:
Wer seinen Wirt durch unkontrolliertes Wachstum erwürgt, geht selbst mit drauf.

Gorgonzola
Gast
Gorgonzola

Wer nichts wird, würgt den Wirt !

Das Verhältnis von Parasit zum Wirt passt hier nicht. Der Parasit hat in der Natur eine Funktion, wenn auch eine unangehme für den Wirt.
Parasitäre Spekulanten die ganze Volkswirtschaften in den Abgrund reißen, haben keine Funktion für das Zusammenleben einer Gesellschaft.

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

Wer nichts wird, würgt den Wirt ! YMMD! 🙂

Gorgonzola
Gast
Gorgonzola

Der Kapitalismus verlangt nach exponentiellem Wachstum. In der Natur gibt es das nicht. Ein Tier oder eine Pflanze wäre nie ausgewachsen, dass Gänseblümchen wäre drei Tonnen+ schwer und die Eidechse Godzilla triebe ihr Unwesen. Lebewesen stellen ihr Wachstum ein. Ein Hund wächst im ersten Lebensjahr exponentiell, dann stagniert sein Größenwachstum bis etwa zum zweiten Jahr und danach bleibt seine Größe bis zum Lebensende gleich, Mensch usw. analog dazu. Was müsste man auf die Wirtschaft übertragen tun ? Ab welchem Zeitpunkt muss das Wirtschaftswachstum beschnitten werden damit sich ein Wirtschaftssystem in natürliche Kreisläufe integriert ohne Schaden anzurichten ? Da muss ja… Weiterlesen »

Defi Brillator
Gast
Defi Brillator

Welch lustige Diskussion. Und so zielführend, wie immer! Wenn man den meisten hier auch nur an das Klugfon gehen würde, wäre das schon ein Weltuntergangsgarant. Was wohl erst passieren würde, wäre das Internet plötzlich weg? Die Mehrheit wünscht sich schlicht nur mehr persönlichen Luxus. Ein neues System ist für 0,05 % der hiesigen Bevölkerung überhaupt vorstellbar und wenn es jemals zu einer Art sozialen Revolution käme, wäre die nur von kurzer Dauer, da Schampus und Unterhaltung additiv zum Horten von Kapital und Konsumgütern gewünscht werden (auch Briefmarken und die Modelleisenbahnen gehören dazu). Dazu käme dann noch der Ehrgeiz der Einzelnen,… Weiterlesen »

Gorgonzola
Gast
Gorgonzola

Auch lustig zu lesen, dass es noch Leute gibt, die an den Wert von Arbeit glauben.

Es geht um die menschliche Arbeit als zentrale Einheit der WERTSCHÖPFUNG.
Wie hoch diese honoriert wird, steht auf einem anderen Blatt.

Den Rest bekommt ohnhin niemand an den Medien vorbei, es sei denn das ein oder
andere Verlagshaus wird gestürmt und der Kriegshetzer von Zeile elf fliegt mal
aus dem fünften Stock……so richtig mit wehendem Schlips und Aufschlag auf
der Restmülltonne….

Defi Brillator
Gast
Defi Brillator

Arbeit sind Kosten, keine Wertschöpfung. Werte kannst Du ggf. aus Eigentum und Kapital schöpfen. Das Zeitalter der Industrie ist hierzulande durch. Der lustige Satz: “Wertschöpfung ist – in einer Geldwirtschaft – das Ziel produktiver Tätigkeit. Diese transformiert vorhandene Güter in Güter mit höherem Geldwert.” trifft nur noch für Ausnahmen zu und die muss man sich leisten können. Zum einen haben wir eine Buchgeldwirtschaft, die eben nicht mehr auf realen Werten basiert, zum Anderen muss gemäss der Produktivität, der Massenmarkt bedient werden, was Qualität fast ausschließt. D. h. eine Wertschöpfung erfolgt bestenfalls marginal oder entsteht ideell im Kopf des angeblichen Wertschöpfers… Weiterlesen »

Gorgonzola
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Gorgonzola

Arbeit sind Kosten, keine Wertschöpfung.

Ist immer gut, wenn man schnell weiß welche Leute man ignorieren sollte.
Manche lassen aber auch derart schnell die Hosen runter.

Danke !

Defi Brillator
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Defi Brillator

Bitte! Es ist immer schön zu sehen, wie Leute auf Buzzwords reagieren und meinen, das Geschriebene auch zu verstehen.Da wird bestimmt viel mit der Kapitalismuskritik und dem Korsett für den Kapitalismus. Gutes Gelingen! Zero Tolerance ist ja auch gerade bei Merkel en vogue. Aber da geht bestimmt noch irgendwas mit Buzzwords und Oberflächlichkeiten.

Heldentasse
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Heldentasse

Und der Kapitalismus fährt nicht etwa vor die Wand, wie hier diverse Promivideos wohl veranschaulichen sollen, sondern er produziert das, was er immer macht, wenn jemand den Hals nicht voll genug bekommen kann: Krieg!

Den Hals brechen werden uns nicht die Kriege sondern ganz einfach die gemeinen Naturgesetze! Die gesamte Ökosphäre ist durch den Menschen schon dermaßen aus dem Gleichgewicht, dass m.W. nach die meisten Experten der Meinung sind, dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit innerhalb von Jahrzehnten kollabieren wird, weil vermutlich schon heute Vorgänge ablaufen die irreversibel sind.

Robbespiere
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Robbespiere

@Heldentasse

Den Hals brechen werden uns nicht die Kriege sondern ganz einfach die gemeinen Naturgesetze!

Wie das System kollabiert, ist ziemlich egal.
Auf alle Fälle gibt es dann jede Menge “Soylent Green” im Angebot.

Gorgonzola
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Gorgonzola

Soylent Green betreffend weise ich nochmals auf einen Artikel hin.

Warum ?

Der Autor beschäftigt sich mit der Frage, ob in den Containern
des amerikanischen Abwehrschirmes, der Russland umzingelt,
nicht doch nuklear bestückte Rakten zum Angriff stecken könnten.
Wer garantiert uns und Russland, dass in diesen amerikanischen Batterien
nur “Abfangraketen” zur “Verteidigung” stecken ? Und wenn doch, ließen
die sich sehr schnell tauschen. So überlegt, macht das die Lage erst richtig
brisant.

https://www.rubikon.news/artikel/putins-neue-wunderwaffen

Robbespiere
Mitglied
Robbespiere

@Gorgonzola

Den Artikel hatte ich auch schon gelesen. Die dümmliche Arroganz der USA, den ABM-Vertrag zu kündigen und an der Grenze Russlands einen Raketenschirm aufzubauen, hat konsequwnterweise eine Antwort Russlands provozieren müssen.
Jetzt haben sie gezeigt bekommen, wo es langgeht, wenn sie auf dumme Gedanken kommen sollten.
Der ganze finanzielle Aufwand war fürn A****.
Wenn man bedenkt, dass allein 5 Mio. Amerikaner von Essensmarken abhängig sind und viele keine Krankenversicherung haben, müßte der Laden wg. solchen Wahnsinns schon längst implodiert sein.

Gorgonzola
Gast
Gorgonzola

Man muss das anders sehen. Soweit wir die Situation der 80er noch vor Augen haben, ging es damals um einen interkontinentalen Schlagabtausch. Wenn die Raketen des Gegners in der Luft waren, sollten die eigenen abgeschossen werden damit beide draufgehen, das Prinzip der garantierten, gegenseitigen Zerstörung. Der Ring um Russland ist nun enger und wenn die “Abwehrschirme” tatsächlich mit Atomrakten zum Angriff bestückt sind und werden können, sinkt für Russland die Vorwarnzeit auf wenige Minuten. Die Doktrin irrer Amis ginge damit auf, dass ein Atomkrieg zu gewinnen wäre. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt wie die darauf kommen, aber diese… Weiterlesen »

Robbespiere
Mitglied
Robbespiere

@Gorgonzola Der Ring um Russland ist nun enger und wenn die „Abwehrschirme“ tatsächlich mit Atomrakten zum Angriff bestückt sind und werden können, sinkt für Russland die Vorwarnzeit auf wenige Minuten. Das mit der verkürzten Vorwarnzeit ist richtig, aber die Russen werden sich auch darauf einstellen, in dem sie ihre Überwachung ausbauen und ihrerseits ihre Abfangsysteme positionieren, wie die Iskander-Raketen in Kaliningrad und diese in Alarmbereitschaft halten. Ob das ausreicht, will man lieber gar nicht wissen. Allzu siegesgewiß sollten die Amerikaner jedenfalls nicht sein, denn immerhin verfügt Russland auch über mobile Abschussrampen auf See, z.B. in Form von Schiffen und U-Booten.… Weiterlesen »

Gorgonzola
Gast
Gorgonzola

Der Jochen Mitschka schreibt das es bezüglich der Bestückung der Abwehrschirmcontainer um Spekulation geht. Nichts ist zu beweisen aber den Amis sei alles zu zutrauen.
Deutlich wird aber, wie nah wir uns am Abgrund befinden. Das war damals mit Pershing und SS 20 nicht so brenzlig. Da gab es um die 15 Minuten Vorwarnzeit, auch um Fehlalarme noch zu melden. Die gibt es nun nicht mehr wenn man sich so nah auf der Pelle hängt.

Robbespiere
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Robbespiere

@Gorgonzola

Was man vielleicht auch nicht vergessen sollte, ist die Reaktion der Chinesen.
Die wissen ganz genau, dass sie als nächste auf der Abschussliste der Amerikaner stehen und werden wohl kaum tatenlos zusehen, wenn Russland angegriffen wird, quasi in ihrem Hinterhof.
Trump würde sich zu gerne den Teil der Wirtschaft wieder zurückholen, den Clinton damals nach China outgesourced hat, um der Wallstreet fette Gewinne zu bescheren.

Gorgonzola
Gast
Gorgonzola

Noch zündeln die Amis an der europäisch-russischen Grenze und sind bemüht die Chinesen vorerst nicht militärisch zu involvieren, dafür aber beginnen die Handelsscharmützel mit ihnen.

https://www.westendverlag.de/buch/die-eroberung-europas-durch-die-usa-2/#iLightbox%5B%5D/0

Antikapitalist
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Antikapitalist

Ich hab Dich ja mal gemocht. Vor allem für Deine wirklich guten erkenntnisreichen Artikel über unsere Gesellschaft und deren erbärmlichen Zustandes.Aber langsam gehst Du mir auf die Eier. Vor allem einen Artikel schreiben in dem Du die elende Knochnmühle verteidigst und den man nur komplett lesen kann wenn man ein Abo kauft hahahaha… merkste was ? Wähl SPD oder besser mach dort Karriere

Heldentasse
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Heldentasse

Wähl SPD oder besser mach dort Karriere

Wenn man ein Aasfresser wäre, hätte man dort bestimmt noch einige Zeit satt zu speisen. Ansonsten werden zukünftig die Fleischtöpfe da verdienterweise immer knapper.

Beste Grüße

aquadraht
Mitglied
aquadraht

Es ist schon peinlich, wenn Linke wie Roberto oder Holger Flassbeck davon erzählen, die Linke solle sich auf ewig im Kapitalismus einrichten. Dagegen schlagen Erzkapitalisten und Multimilliardäre wie Ma Yun (Jack Ma), der Gründer von Alibaba, und Liu Qiandong vor, angesichts der Produktivitätsfortschritte und des zunehmenden Robotereinsatzes werde es Zeit, wieder an den Kommunismus zu denken. Die Gesellschaftsordnung ihres Landes, die ich nicht idealisieren will, nennt sich im Übrigen auch nicht Kapitalismus, sondern Sozialismus mit chinesischen Charakteristiken.

Dass der Kapitalismus nicht das letzte Wort der Geschichte ist, ist nicht überall vergessen.

Brian DuBois-Guilbert
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Brian DuBois-Guilbert

Linke wie Roberto

……hahahahahahahahahahaha……..nichts für ungut, Aqua, wenn ich einen Lachkrampf bekomme…..

aquadraht
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aquadraht

Das ist Dogmatismus. Ich würde selbst Leute wie Kipping oder Lessenich nicht als Rechte bezeichnen (wenn auch eher als Linksliberale denn als Linke). Und ein Standpunkt wie der von Roberto oder Flassbeck, mit expliziter Ablehnung von Agendaterror, Austerity und Neoliberalismus, ist ganz ohne zweifel links, sozialdemokratisch links, gewiss. Auch Albrecht Müller oder Jens Berger rufen nicht die Weltrevolution aus, und soviel linker ist das gutbürgerliche Plauderstündchen bei Erdmanns offen gesagt auch nicht (ok ich lese da nicht mehr, weil mir die Lobhudeleien des rechten Hetzers Konicz Arschkrämpfe verursachen). Kriegs- und NATO-Propaganda ist dagegen rechts, auch aus dem grünen oder “antideutschen”… Weiterlesen »

Brian DuBois-Guilbert
Gast
Brian DuBois-Guilbert

Mhm, ist denn “sozialdemokratisch links” nicht wirklich mittlerweile ein Paradoxon ?
Schaue ich mir Figuren wie Nahles, Scholz, Heil oder Maas an, würde mir das Wort “links” zu diesen Schaudergesellen nicht im Traum einfallen. Und die Drift, die ein gewisser Autor mittlerweile an den Tag legt, hat mit “links” auch nichts mehr zu tun.
Oben schrob “Antikapitalist” einen schönen Kommentar, der alles dazu sagt.

Balmung
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Balmung

Rechtssozialdemokraten waren eigentlich schon immer, die dominierende Spezies innerhalb der SPD.

https://www.tagesspiegel.de/politik/spd-ausschlussverfahren-sarrazin-bleibt-nur-links-gehts-raus/4153102.html

Folkher Braun
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Folkher Braun

Man muss nur die Dissertation von Kurt Schumacher aus 1929 lesen, wo er die SPD als optimale Einhegung des renitenten Proletariats der Elite andient. Das hat ihm aber nicht geholfen, um nicht in ein KZ eingeliefert zu werden. Dort hat er sich vor allem dadurch ausgezeichnet, mit der informellen Organisation der KPD zusammenzuarbeiten. Nach 45 war der auch noch stolz drauf. Und in der Konferrenz von Wennigsen (Dezember45, sponsored by the British Army) gelang es ihm, SPD-Vorsitzender der Westzonen zu werden. Der Exilvorstand der SPD aus Berlin wurde erst nach der Ernennung zu der Konferenz zugelassen. Anders gesagt: die Spaltung… Weiterlesen »

Folkher Braun
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Folkher Braun

der KPD nicht zusammenzuarbeiten. Sorry

aquadraht
Mitglied
aquadraht

Naja, sollte man wirklich den Bannfluch “nicht links” gegen jeden schleudern, der nicht für die proletarische Revolution, die Anarchie oder wasweissich ist? Generell halte ich alles für links, was für eine Verbesserung der Lebensverhältnisse der Mehrheit der Bevölkerung, vor allem der Arbeitenden und Armen, für Menschenwürde, Frieden und gegen die Herrschaft der Eliten eintritt. Das kann man alles, jedenfalls bis zu einem gewissen Grad, durchaus tun, ohne gleich den Kapitalismus abzuschaffen. Man kann sich auch einreden, man brauche dafür den Kapitalismus nicht beseitigen. Ich halte diese Illusionen von Roberto und Holger Flassbeck für unrealistisch: weder eine nachhaltige Besserung für die… Weiterlesen »

Thrombo
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Thrombo

@a²

Man kann sich auch einreden, man brauche dafür den Kapitalismus nicht beseitigen. Ich halte diese Illusionen von Roberto und Holger Flassbeck für unrealistisch: …

Ja, so isses. Kapitalismus ist mit Humanismus und Ökologie absolut unvereinbar, also mit allem, was das Leben für das einzelne Individuum erst lebenswert macht. Weder auf Raubtierart noch in abgemildeter Weise.Punkt.

RodolpheSalis
Mitglied
RodolpheSalis

Tja, so macht man sich beliebt.
Mit all der Computertechnologie hätte Sozialismus und eine sinnvoll gesteuerte Produktion, einen neuen Anlauf verdient. Alternativ fressen wir den Planeten auf. Its your choice.

Schlingensiff
Gast
Schlingensiff

Vielleicht mit einer dezentralen Produktion ?

Heldentasse
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Heldentasse

Wie wäre es ganz einfach, erst mal mit Genossenschaften?

Schlingensiff
Gast
Schlingensiff

Altbacken, außerdem steckt das Wort “Genossen” darin. Der moderne Sozialismus
druckt sich selbst in 3 D. Altes wird geschreddert, granuliert und erneut verwendet.
Die perfekte Kreislaufwirtschaft. Die Landwirtschaft wird der Eigenverantwortung des Verbrauchers übergeben. Der Mensch wird Selbstversorger. Kleinste Produktionseinheiten werden subventioniert wie in der DDR. Weidewirtschaft vor Massentierhaltung. Alle Wölfe werden erschossen.
Im Sozialismus darf man nicht zimperlich sein. Die Märkte werden regionalisiert
und Welthandel fair auf das Notwendigste reduziert.
Und , und, und ….

Warum funktioniert das im Kapitalismus alles nicht ? Was sagt Karl Marx ?

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

M.E. ist Technologie welcher Art auch immer keine Lösung, sie ist und bleibt immer immer nur ein Werkzeug! Ich denke im übrigen die Krisenursachen liegen ganz wo anders, und werden m.E. ein wenig deutlich im nachfolgenden Videoausschnitt, auch wenn er aus einer ganz anderen Zeit zu stammen scheint.

Beste Grüße

Ab ca. Minute 3:20 sieht man Herrn Dutschke vor einer Flasche Coca- Cola sprechen, das hat was!

Schlingensiff
Gast
Schlingensiff

Olle Kamellen. Dezentral im Kapitalismus poduzieren und der Sozialismus nimmt seinen Lauf
trotz Ochs und Esel.

Christoph Seeger
Gast

Der Artikel hat mich sehr enttäuscht. Für mich ist es ein Diskurs, der nur von einem Mitteleuropäer oder von jemanden, der zu den Eliten dieser Welt gehört. Der mit der Aussage (im vollständigen Artikel auf Makroskop zu finden): “Sie ignorieren dabei, dass es eben jene Produktionsweise war, die in den letzten 200 Jahren einen massiven Gewinn an Lebensqualität verursacht hat.” ist meines Erachtens nur auf bestimmte Teile dieser Welt anwendbar, wie die westliche Welt und die kapitalistischen Zentren der sog. dritten Welt. Doch mit einem solchen Diskurs wird unsichtbar gemacht, dass der Kapitalismus das Instrument zur Ausbeutung und Unterdrückung der… Weiterlesen »

Peter
Gast
Peter

Der Artikel hat mich sehr enttäuscht.

Es gibt keine beeindruckende von ihm.

Aufgewachter
Gast

Wer für Kapitalismus ist, kann kein Pazifist sein, weil Krieg zum Kapitalismus gehört …

Der Gewinn muß verboten werden, weil ihm kein Gegenwert gegenüber steht (2 Fotos)
https://aufgewachter.wordpress.com/2013/05/10/der-gewinn-mus-verboten-werden-weil-ihm-kein-gegenwert-gegenuber-steht/

Dennis82
Mitglied

Wie deprimierend… schon wieder dieses “entweder-oder”. Eine prima Vorlage für jene, die in der Tat alles Übel in das Wort “Kapitalismus” packen und meinen, wenn man (wer genau?) den (was und wo genau eigentlich?) “überwinden” würde, werde alles von heut auf morgen knorke. Ich versteh ja nicht, warum grade die ein wenig religiös (Wunsch nach schlagartiger Erlösung) angehauchten Kapitalismus-Überwinder ständig inbrünstig behaupten, “Kapitalismus” ließe sich nicht regulieren. Trotzdem wird sich ständig über die weitere Entfesslung (z. B. damals zu TTIP) des freien Marktes aufgeregt. Ja, wat denn nu? Dass Sonntags die Läden (weitestgehend) noch zu haben und Kinderarbeit weiterhin verboten… Weiterlesen »

seyinphyin
Gast
seyinphyin

Nun gut, nehmen wir mal ein anderes Wort für die im Prinzip selbe Sache: Wir schaffen Feudalismus nicht ab – wir regulieren ihn. Wir schaffen Sklaverei nicht ab – wir regulieren sie. Wir schaffen Faschismus nicht ab – wir regulieren ihn. Kapitalismus hat schlichtweg derzeit einen immer noch viel zu guten Ruf im Vergleich zu dem, was er ist. Dadurch lässt man sich dann glatt dazu verleiten die Absurdität der Regulierung zwar bei den zuvor genannten Prinzipien zu sehen, nicht aber bei diesem. Man kann Kapitalismus nicht regulieren. Jegliche Regulierung die ausreichend wäre, würde ihn abschaffen. Und jegliche Regulierung, die… Weiterlesen »

Dennis82
Mitglied

Bin ja fast immer mit dir einer Meinung. Hier nicht. 😉 Was ist denn “Kapitalismus”? Wo fängt er an, wo hört er auf? Ist er allgegenwärtig – oder gibt es Bereiche und Regionen, die nicht oder weniger stark davon betroffen sind? Du schreibst richtig, dass man das Ding bei einer ausreichenden Regulierung nicht mehr so nennen könne. Das scheint grad denen, die ständig von der Überwindung oder Abschaffung träumen, besonders wichtig zu sein. Man packt alles, was Scheiße läuft in ein Wort – und meint, wenn man das irgendwie beseitigen könne, werde alles prima. Das ist doch schon fast quasi-religiöser… Weiterlesen »

Aufgewachter
Gast

Was willste am Kapitalismus regulieren, wenn der Arbeitsmarkt tot ist? Wer von Euch also aus gesundheitlichen Gründen keine Kraft mehr hat sich Vermittlungshemmnisse und die sich daraus obligatorisch ergebenen „Bildungsmaßnahmen“ unter die Weste jubeln zu lassen, dem empfehle ich ganz dringend den Notfallschritt, wirkt IMMER und SOFORT und ist quasi der Thor-Hammer par excellence also der Royal-Flush und somit das höchste Blatt im Poker-Spiel gegen die Arbeitslosenindustrie der Menschenschinder-Sekte und der ultimative Dauer-Schutzschild zur präventiven Sanktionsvermeidung, also zur präemptiven Abwehr von willkürlichen Leistungskürzungen per Sanktionsbescheiden durch völlig durchgeknallte und weltabgewandte Jobcenter-Mitarbeiter, wie Arbeitsvermittler und Fallmanager, die immer noch mithilfe ihrer… Weiterlesen »

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