Die AfD ist doch nicht rassistisch!

Selbst Meuthen und Steinbach fanden Jens Maiers unsäglichen »Halbneger«-Kommentar rassistisch. Ist das alles bloß Taktik? Vielleicht – oder aber der Beleg dafür, dass das Label »Nazi-Partei« für die AfD nicht so ganz passend ist.

Jens Maier, Bundestagsabgeordneter der AfD, verhöhnte unlängst Noah Becker, den Sohn von Boris  Becker, via Twitter. Überdies nannte er ihn einen »Halbneger«. Natürlich tobten da völlig zurecht die aufgeklärten Geister im Lande. Das konnte man nun wirklich nicht unkommentiert so stehen lassen. Doch selbst Jörg Meuthen und Erika Steinbach, unverdächtig empathische Mitglieder unserer Gesellschaft zu sein, fanden dafür deutliche Worte: Sie nannten es schlicht Rassismus. Und der habe in der AfD nichts zu suchen.

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gawarmel
gawarmel
4 Jahre zuvor

Doch: man könnte das auch unkommentiert stehen lassen. Wer’s doch irgendwo liest, wo es berichtet wird darf sich meinetwegen als informiert betrachten. Aufregen darf man sich auch. Aber bitte nur in angemessener Größenordnung, ohne weitreichende Interpretationen. Einfach unkommentiert stehen lassen. Dann wird’s übersehen. Und das ist richtig. Nicht richtig: dieses tägliche, unendliche Geseier darüber, wer was über wen gesagt hat.

Gast2
Gast2
Reply to  gawarmel
4 Jahre zuvor

Vermutlich änderte sich für einige im Lauf der Jahre das Verständnis von Gleichheit. Und während einge fordern, trotz aller Unterschiede gleichbehandelt zu werden, fordern Andere aber, eben Aufgrund von Unterschieden, auch unterschiedlich behandelt zu werden.

Drunter+Drüber
Drunter+Drüber
4 Jahre zuvor

Ich bin gespannt…
Übermorgen geht es weiter, versprochen!

Schlitti
Schlitti
4 Jahre zuvor

Nun bricht auch die allgemeine Schmierulenz beim Heiner Flassbeck los.

Linken sei auch das neue Buch vom Roberto ans Herz gelegt:

Es heißt „Rechts gewinnt weil links versagt!

https://www.westendverlag.de/buch/rechts-gewinnt-weil-links-versagt/

So macht man sich nachhaltig echte Freunde !

Schlitti
Schlitti
Reply to  Roberto J. De Lapuente
4 Jahre zuvor

Hat schon was, den Linken gleich auf dem Buchcover “ rechte Propaganda“
zu unterstellen….echt jetzt, ohne Scheiß !

Hurtz
Hurtz
Reply to  Schlitti
4 Jahre zuvor

@Schlitti

Les ich so nicht, also das mit der rechten Propaganda. besonders wenn man auch die Kurzbeschreibung liest. Ich finde eher, dass du ein sehr gutes Beispiel dafür bist, dass sich Leute nicht mehr informieren, sondern sofort los plärren, wenn ihnen irgendwas nicht passt.

Vielleicht erstmal auf die Veröffentlichung warten,NACH dem Lesen gegen Argumente aufbringen und so etwas zur Diskussion beitragen (kannst ja auch Dinge anders sehen)
Ansonsten frage ich mich immer wieder, warum Leute Robertos Texte lesen, wenn er ihnen doch so zuwider ist…

Schlitti
Schlitti
Reply to  Hurtz
4 Jahre zuvor

Es steht doch absichtlich missverständlich auf dem Cover.
Dem Westendverlag scheint es ja ziemlich dreckig zu gehen.
Von Runenschrift bis links, alles nur ein Katzensprung.

Hurtz
Hurtz
Reply to  Schlitti
4 Jahre zuvor

Oke, ich sehe dir geht es nur um das rumfotzen an sich.

Heldentasse
Heldentasse
4 Jahre zuvor

Muss ich den nun schon ein Abo bei Herrn Flassbeck (den ich übrigens sehr schätze) abschließen, um zu erfahren warum die AFD doch rassistisch ist? Wenn das funktioniert, bringe ich demnächst einen käuflichen Artikel raus mit der provokanten ironischen Überschrift „Die Erde ist doch keine Kugel!“, mal sehen ob die Kasse klingelt.

Beste Grüße

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  Heldentasse
4 Jahre zuvor

: Den Artikel kauf ich, wenn er halbwegs das Niwo? von p.m. oder yps mit dem Gimmick aufblasbarer Gummitoaster hat! Der Globus quietscht und eiert, heftiger Radlagerschaden , würde ich als Entenschrauberin mal sagen! Und so ein eierndes Radlaget kann sich schnell mal erhitzen, dann kann die ganze Karre abfackeln oder es bricht und dann haben wir ein Rad ab! *Allegoriemodus aus*

R_Winter
R_Winter
4 Jahre zuvor

Der Link ist „überzeugend“:

„Guter Journalismus hat seinen Preis
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Klicken Sie hier, um ein Abonnement zu zeichnen.
» Anmelden “

….aber was ist „Guter Journalismus“?

Jetzt auch bei den Neulandrebellen?

Pentimento
Pentimento
Reply to  R_Winter
4 Jahre zuvor

@ R_ Winter

Schreiben ist Arbeit, manchmal sogar schwere Arbeit. Dazu kommen die Recherchen und oft die ständige geistige Beschäftigung mit dem Thema, auch wenn man gerade nicht den Stift in der Hand hat, oder die Tastatur bearbeitet. Wer schreibt, muß davon leben können, manchmal auch gut leben können. Das motiviert. 🙂 Freu Dich doch, daß Du hier umsonst lesen und sogar schreiben darfst, wenn Du mal etwas loswerden mußt. Ich tu’s, und bin den Hausherren dankbar, auch wenn ich das nicht bei jedem Artikel explizit äußere.

Gruß,
Elisabeth

Karl
4 Jahre zuvor

Mit dem Thema hab ich mich gestern auch gerade beschäftigt: http://www.unterstroemt.de/?p=9652

Drunter+Drüber
Drunter+Drüber
Reply to  Karl
4 Jahre zuvor

Ihr Artikel ist ganz in Ordnung. Die Schlüsse, die Sie gezogen haben, finde ich auch nachvollziehbar. Doch glauben Sie mir, die Leute hier kämen am ehesten auf die Idee, dass das bei der SPD schon immer so war. Und damit erreichen wir wieder die zentrale Debatte innerhalb dieses Blogs.

Karl
Reply to  Drunter+Drüber
4 Jahre zuvor

Also, ich hab bei der SPD (deren Anhänger ich nicht bin) bisher zumindest noch nicht derartiges Gerumpel mitbekommen, insofern sollte eine derartige Argumentation dann ja schnell zu widerlegen sein, oder? 😉

Drunter+Drüber
Drunter+Drüber
Reply to  Karl
4 Jahre zuvor

Ach, hier geht es nicht um „etwas mitbekommen haben“, hier geht es um gefühlte Kränkungen – vom Hörensagen (und aus der Geschichte). Da muss die AFD noch viel Unfug anstellen, bis sie hier vom Publikum als das gewürdigt wird, was sie ist, präfaschistischer Unrat mit gemeingefährlicher Breitenwirkung.

Tom J. Wellbrock
Admin
4 Jahre zuvor

Kurzer Zwischenruf, bevor hier eine Makroskop-Debatte entsteht:

Wir teasern die Texte hier an (auch künftig), wer sie komplett lesen will, muss das bei Flassbeck tun. Ist ja sein Geschäftsmodell.
Wer nicht zahlen will oder den Artikel nicht interessant findet, lässt es einfach bleiben.

Im Grunde ganz simpel 🙂

R_Winter
R_Winter
Reply to  Tom J. Wellbrock
4 Jahre zuvor

Im Grunde ganz simpel

So simpel sehe ich es nicht.
Das Geschäftsmodell „bezahlen“schränkt erheblich die Informationsfreiheit ein.
Wenn ich alles bezahle, was ich interessant finde, übersteigt es meine Rentenhöhe.
Zusätzlich zahle ich den Internetanschluss, die überregionale Tageszeitung, Kabelgebühren (Zwang als Mieter) und die Zwangsrundfunkgebühren.
Wir entwickeln uns auch hier zu einer Zwei- bis Fünf-Klassengesellschaft.
Es war nicht immer so.

R_Winter
R_Winter
Reply to  Roberto J. De Lapuente
4 Jahre zuvor

Ja, Du hast Recht. Jede Woche bekomme ich drei kostenfreie Anzeigen-Blätter und die Regenbogenpresse ist auch im Internet frei.
Du scheinst mir nicht up-to-date.
Vielleicht solltest Du Deine „Blase“ häufiger verlassen und auch international Dich umschauen….

Tom J. Wellbrock
Reply to  R_Winter
4 Jahre zuvor

Jede Woche bekomme ich drei kostenfreie Anzeige-Blätter und die Regenbogenpresse ist auch im Internet frei.

Von der qualitativen Bewertung dieser Beispiele einmal abgesehen … es gibt im Netz haufenweise kostenlose Angebote, und es gibt welche, die kostenpflichtig sind. Die neulandrebellen sind kostenfrei, das Angebot von Flassbeck ist es nicht.
Es ist eben doch so simpel.

Schlitti
Schlitti
Reply to  Roberto J. De Lapuente
4 Jahre zuvor

Davon müssen Menschen leben.

Die Menschen die davon leben müssen, haben auch eine Ausbildung gemacht
und wissen was sie tun. Dir kann ich das nicht zugestehen.
Alle Blog-Kasper hängen sich in die Ausschüttung der VG-Wort rein und nehmen
Leuten, die davon leben müssen das Geld weg. Mehr machen die nicht.

Tom J. Wellbrock
Reply to  Schlitti
4 Jahre zuvor

Alle Blog-Kasper hängen sich in die Ausschüttung der VG-Wort rein und nehmen
Leuten, die davon leben müssen das Geld weg. Mehr machen die nicht.

Alle Achtung!
Noch unterirdischer kann ich mir einen Kommentar kaum vorstellen.

Pentimento
Pentimento
Reply to  Schlitti
4 Jahre zuvor

@Schlitti

„Die Menschen, die davon leben müssen, haben eine Ausbildung gemacht und wissen, was sie tun. Dir kann ich das nicht zugestehen.“

Wie meinst Du das? Verlangst Du ein Zertifikat? Einen Studiennachweis oder womöglich einen Lebenslauf? Nach dem Motto ‚wohamsejedient‘? Woher willst Du wissen, was Du da behauptest? Zudem gibt es gerade in kreativen Berufen, in denen es vor allem Talent braucht, viele Autodidakten und Quereinsteiger, die oft Besseres vorlegen, als Akademiker. Sensibilität, Achtsamkeit, Empathie, Liebe und ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsgefühl sind Voraussetzung. Das kann man nicht erlernen, damit wird man geboren, und darauf kommt es an. Schreiben kann jeder, der lesen kann. Das Bedürfnis, etwas mitzuteilen, der Wunsch etwas darzustellen, bestimmen das Niveau der Arbeit. Deswegen sagt der Bildungsweg wenig über den Wert eines künstlerischen Werkes aus.

Schlitti
Schlitti
Reply to  Roberto J. De Lapuente
4 Jahre zuvor

Wenn ja, auf gehts, Kollege … dann ist auch für dich ein Groschen übrig.

Meinst du für Groschen arbeite ich noch ?
Was du da glaubst zu tun, ist in Wirklichkeit schwere Arbeit.
Es dauert lange an Redaktionen zu kommen, die mehr als
Groschen bezahlen. Da wirst du nie hinkommen.

„Kollege“ möchte ich von dir nicht genannt werden.
Ist das so O.K. für dich ?

Karl
Reply to  Schlitti
4 Jahre zuvor

Alle Blog-Kasper hängen sich in die Ausschüttung der VG-Wort rein

Wenn man solche Wörter wie „alle“ oder „immer“ verwendet, macht man sich sehr leicht widerlegbar, da nämlich schon ein Gegenbeispiel reicht, um die Aussage als falsch darzustellen.

Also: Ich hab mich noch nie in die Ausschüttung der VG-Wort reingehängt, obwohl ich schon etliche Blog-Artikel geschrieben habe. Und nu? Bin ich jetzt kein Kasper (wobei: aus Deiner Sicht wohl schon)? Oder hast Du vielleicht einfach nur ein bisschen sehr plump verallgemeinert?

R_Winter
R_Winter
Reply to  Roberto J. De Lapuente
4 Jahre zuvor


Am 19.1.2018 auf den NDS:

Denn die neuen Möglichkeiten des „Online“ eröffnen den Anbietern von Zeitungs-Webseiten endlich die lang ersehnten und dringend notwendigen neuen Einnahme-Möglichkeiten. Artikel ausschließlich von der hauseigenen Redaktion schreiben zu lassen, um damit das Umfeld für Anzeigen in einem Premium-Segment zu schaffen, wie es die Süddeutsche oder Frankfurter Allgemeine, das Handelsblatt oder die Welt praktiziert haben, das ist die Steinzeit von gestern. „Zielführende Werbung“ („programmatic advertising“ im Branchen-Slang) ist das Schlagwort für das neue Geschäftsmodell im Internet. Das Ziel (engl.: target) ist dabei der einzelne Internet-Nutzer, dem man etwas verkaufen kann. Und dem man dazu ganz individuell mit der „Werbung“ beliefert, damit aus dem Zeitungsleser möglichst bald ein Kunde für das beworbene Produkt werden möge.

Quelle: Cives

So sieht das „freie“ Angebot der Medien aus.
Die Neulandrebellen sollten sich damit beschäftigen.
Wir werden überall abgezockt.

Mordred
Mordred
Reply to  R_Winter
4 Jahre zuvor

Wie sollte es denn anders laufen?

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  R_Winter
4 Jahre zuvor

@R_Winter

Wenn ich alles bezahle, was ich interessant finde, übersteigt es meine Rentenhöhe.

Geht mir genau so.
Bedauerlicherweise liefern die, für die ich zwangsweise Rundfunkgebühren zahlen muß, Propaganda statt Information. Da liegt das eigentliche Problem. Wir bekommen für den hohen Beitrag keine entsprechende Gegenleistung, für die diese Abgabe gerechtfertigt wäre.
Wenn ich also alternative Informationsquellen suche, bleibt mir Wohl oder Übel nichts übrig, als in die Tasche zu greifen.
Die Arbeit Derer, die mir das liefern, was ich sonst stundenlang selbst im Netz recherchieren müßte, kostet verständlicherweise auch Geld, denn Idealismus alleine macht nun mal nicht satt.
ich würde ja auch gerne alle Blogs unterstützen, die ich für lesenswert halte und das sind einige, aber wenn ich dafür Klimmzüge am Brotkasten machen muß, bleibt mir keine andere Wahl, als zu selektieren.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Roberto J. De Lapuente
4 Jahre zuvor

J. De Lapuente

Ich weiß, wie das ist. Lange genug habe ich Hartz IV bezogen.

Das blieb mir glücklicherweise erspart, aber Riesensprünge gehen auch so nicht. Ich komme ganz gut zurecht.
Trotzdem danke für den Tip mit dem Sozialabo. Vielleicht kann es ja der Eine oder Andere hier nutzen.