Der erfolgreichste Erfolglose aller Zeiten

Donald Trump ist der erfolgreichste Gescheiterte, den man sich vorstellen kann. Er wird Vorbild für viele destruktive Kräfte sein, die nach ihm kommen. Sein Scheitern ist bahnbrechend.

»Immer versucht. Immer gescheitert. Einerlei. Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern.« Als Samuel Beckett das schrieb, hat er sicher nicht an Donald Trump gedacht. Dabei könnte das Zitat das Motto der trumpschen Präsidentschaft sein. Keine seiner großen Vorhaben hat er verwirklichen können, am Telefon musste er gleich am Anfang seiner Amtszeit zugeben, dass die Mauer für Mexiko politisch tot sei, er aber trotzdem keine Widerworte in dieser Sache von seinem Amtskollegen dulde. Nur im Kleinen bastelt er an der Deregulierung der Gesellschaft und setzt Minderheiten- und Umweltschutz aus. Seine Anhänger schätzen ihn deswegen mindestens so sehr, wie für sein Scheitern. Denn es ist dieses Scheitern gegen die liberale Gesellschaft, den er rhetorisch zu einer Schlacht aufbauscht, die er zu führen habe, ganz egal was es koste und wie sehr sie ihn in Mitleidenschaft ziehe. Dieses Heroenhafte hat neulich sogar die Tochter von Michael Jackson so beeindruckt, dass sie der US-Öffentlichkeit mitteilte, man sollte froh sein, jemanden wie ihn an der Spitze der Nation zu haben.

Dieser Mann ist ein zahnloser Tiger, der seine destruktive Kraft durch Handlanger im Hintergrund wirken lässt. Die unterwandern Gerichte und setzen Standards ab und ruinieren so die US nachhaltig auf Jahre. Diese kleinen Erfolge seiner Präsidentschaft, die neulich thematisiert wurden, sind ja nichts anderes als Maßnahmen eines Scheiterns an den Gegebenheiten der modernen Welt. Man dereguliert ja Umweltstandards ja nur auf dem Papier erfolgreich, verseuchte Seen und miserable Luftwerte sind allerdings dann doch Ausdruck staatlichen Versagens auf ganzer Linie.

Ob nun die versteckten Erfolge oder die großen Versagen: Dieser Mann hat das Scheitern zu seinem Programm erhoben, die Destruktivität kultiviert und nebenher dem Nichtgelingen eine Agenda verpasst, die fast wie süßer Erfolg daherkommt. Über Jahrzehnte zeigten sich Politiker als Macher, als Anpacker, die konstruktive Kräfte entwickelten, um so erfolgreich zu sein. Das ging so weit, dass man Erfolge selbst da feierte, wo sie nicht waren. Schließlich war Erfolg das Credo politischer Arbeit. Ob denn nun der verbuchte Erfolg ein tatsächlicher Erfolg war, stand auf einem ganz anderen Blatt. Donald Trump macht sich diese Mühe erst gar nicht. Er scheitert und scheitert, aber jedes Scheitern nutzt er dazu, gegen die Querulanten des Liberalismus zu schießen. Sie seien zu tolerant, zu emanzipativ, wollten ihn nur aufhalten, was ihnen aber nicht ewig gelingen könne.

Seine Agenda ist nicht der Erfolg, sondern sein Erfolg ist das Auskosten seiner gescheiterten Versuche, die er wie Schmisse davonträgt, die sein Publikum bewundert wie die Wunden eines alten Kämpfers. Diese Leute leben noch immer in denselben Verhältnissen, ihnen geht es wirtschaftlich nicht besser als unter Obama oder Bush – die amtierende Regierung tut im Gegenteil viel dafür, dass es ihnen im Laufe der nächsten Jahre schlechter ergehen wird. Man denke beispielsweise nur mal an die Leugnung des Klimawandels, der auch vor Amerikanern keinen Halt machen wird. In manchen Fluß werden wieder munter Abwässer eingeleitet werden dürfen, schließlich sei die giftige Wirkung von Giften nicht bei allen Experten bestätigt. Und dennoch wähnen viele Amerikaner sich heute in einem besseren Land als noch vor einem Jahr.

Nur die Aussicht darauf, den liberalen Zeitgeist zu bekämpfen, Schwule und Lesben einzugrenzen, Umweltschützer zu diffamieren und NGOs zu Kommunisten abzustempeln, scheint diese Leute zu beglücken. Wir haben es hier also mit destruktiven Idealisten zu tun, die einem konstruktiven Materialismus eine Abfuhr erteilen. Politik ist für sie ein idealistisches Konzept. Und wenn da vorne einer steht, der das begriffen hat, dann weiß er auch, wie er diesen Idealismus gescheiterter Versuche bedienen muss: Er stilisiert ihn zu einem heldenhaften Kampf, dessen Erfolg darin besteht, das Nichterfolgreiche aus dem Motiv heraus zu betonen, seiner Zeit voraus zu sein, den Kampf aber schon mal aufgenommen zu haben.

Die Analysten glauben ja, dass Trumps kleine Erfolge im Hintergrund, die Besetzung der Justiz mit Erzkonservativen zum Beispiel, die US nachhaltig prägen wird. Und das über Jahre hinaus, ja über seinen Tod hinaus wahrscheinlich. Das mag zutreffen. Aber seine Verwaltung des politischen Scheiterns als etwas, was eigentlich gar nicht Erfolglosigkeit ist, sondern Ausdruck harter Bandagen gegen die Errungenschaften einer aufgeklärten und wissenschaftlichen Weltanschauung, werden auch die Welt prägen. Man braucht keine starken Männer und Frauen mehr, die Erfolg positiv besetzen. Sie können dasselbe mit dem Scheitern tun – und werden trotzdem eine Basis finden.

Mit Trump hat die US-amerikanische Politik ihren folgerichtigen Transzendentalismus erhalten. Politik als mystische Romantik. Von Thoreau zu Trump gewissermaßen. Das wird nicht ohne Folgen bleiben und wir werden noch manche Regierung erleben, die ihre Erfolge durch ihr eigenes Scheitern definiert.

Diesen Beitrag ausdrucken

Roberto J. De Lapuente

Roberto J. De Lapuente ist irgendwo Arbeitnehmer und zudem freier Publizist. Er betrieb von 2008 bis 2016 den Blog ad sinistram. Seinen ND-Blog Der Heppenheimer Hiob gab es von Mitte 2013 bis Ende 2020. Sein Buch »Rechts gewinnt, weil links versagt« erschien im Februar 2017 im Westend Verlag. In den Jahren zuvor verwirklichte er zwei kleinere Buchprojekte (»Unzugehörig« und »Auf die faule Haut«) beim Renneritz Verlag.

Unterstütze uns und hilf dabei, die neulandrebellen besser und wirkungsmächtiger zu machen
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest

52 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments
Amfried
Amfried
5 Jahre zuvor

Sein Scheitern macht ihn so gefährlich.
Erfolglose US-Präsidenten haben immer ihr Glück in Kriegen gesucht.
Ergebnislos, versteht sich.

Je erfolgloser im Inneren, desto gefährlicher in der Außenpolitik.
Trump hat das Potential für einen Weltkrieg.

E.G.
Reply to  Amfried
5 Jahre zuvor

und die Vorgänger waren erfolgreicher ? Ich bin froh, daß Trump nicht so erfolgreich ist 😉
Wäre die Clinton Präsidentin geworden , hätten wie wahrscheinlich schon Krieg gegen Russland,
hat sie ja öffentlich gedroht , Krieg gegen Russland zu führen !

upp
upp
5 Jahre zuvor

Ich finde Trump wird oft benutzt um zu verschleiern was wirklich abgeht. Eine schillernden Figur wie ihm kann man locker was andichten, was nicht in Ordnung ist. Doch die Handllungen die er durchgesetzt hat, mit dem Leugnen des Klimawandels z.B. sind wiederum Tatsachen, die auch nicht zu übersehen sind. Seine diskriminierende Haltung gegenüber „liberalen Querulanten“ ist auch bezeichnend. Dennoch macht er unbewusst oder sogar ganz bewusst etwas richtig. Er scheitert und scheitert in einem Land in dem er regiert.So wie die Bürger scheitern in einem Land, in dem sie leben,wo ein Traum ein Traum bleibt, egal wie groß das Land ist, das ihn träumt. Und womit er nicht scheitert ist nichts gescheites. Auch mit der Behauptung „schließlich sei die giftige Wirkung von Giften nicht bei allen Experten bestätigt“ betreibt er fast schon das Geschäft derjenigen die die Vorgängerregierungen durchaus als Kriegspositiv eingestellt verstanden haben und offizielle Versionen in Frage stellen. Er ist zu absurd um nichts richtig zu machen.

Kerstin
Kerstin
Reply to  upp
5 Jahre zuvor

Ich finde Trump wird oft benutzt um zu verschleiern was wirklich abgeht.

Das US-Imperium ist am Ende. Es hat sich ausgerömert. Die Clinton hätte das besser zu verschleiern gewusst. Insofern kann man Trump dankbar sein, der alles auspricht wie ein kleines Kind oder ein Besoffener
und die Wahrheit sagt. Amerika ist irgendwo 1970 zwischen Antikommunismus, Kaltem Krieg und Größenwahn in einer Zeitschleife gefangen. Für Europa ist es höchste Eisenbahn sich von diesem „Verbündeten“ zu trennen. Europa wechselt den Energieträger von Öl zu Wasserstoff und lässt die
Amerikaner mit ihrer Petrodollar-Aggressionspolitik hart aufschlagen. Das wars schon.
Die Welt wird sauberer und friedlicher.

Tobi
Tobi
Reply to  Kerstin
5 Jahre zuvor

Das kann ich nur unterschreiben.
Prozesse sind wichtiger als Personen.
Leider funktionieren Aufmerksamkeitsökonomie-Mechanismen bei breiten Teilen der Bevölkerung anhand von
Personen-Berichterstattung wesentlich besser.
Mainstream- und Alternativmedien unterscheiden sich da eher geringfügig.

GrooveX
GrooveX
Reply to  Kerstin
5 Jahre zuvor

Europa wechselt den Energieträger von Öl zu Wasserstoff und lässt die Amerikaner mit ihrer Petrodollar-Aggressionspolitik hart aufschlagen.

und wovon träumst du nachts?

Kerstin
Kerstin
Reply to  GrooveX
5 Jahre zuvor

Hoffentlich findet dein Sachbearbeiter bald einen Job für dich.
Ich träume davon, dass Leute wie du weniger Zeit in Foren verbringen.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Kerstin
5 Jahre zuvor

@Kerstin

Auch wenn ich es nicht so formulieren würde wie GrooveX, recht hat er.
wer von unseren berliner US-Knechten sollte denn gg. das Imperium aufmüpfig werden, bei all den Verflechtungen und der Kontrolle?

Weder NSA-Skandal noch Benkenkrise oder die US-Kriegstreiberei, welche Terror und Flüchtlingskrise erst so richtig in Schwung gebracht haben, hatten einen Einfluss auf die Politik in Richtung Eigenständigkeit.

Deine Meinung teile ich voll und ganz, sehe aber kein Anzeichen für eine tiefgreifende Veränderung seitens unserer US- Politik.
Ob das nun am Druckpotential der USA ( z.B. Besatzungsrecht,mögl. Sanktionen ) oder am Eigeninteresse unserer Eliten liegt, kann ich natürlich nicht beurteilen.Eine Diskussion darüber ist längst überfällig, wird aber von der Politik tunlichst vermieden und von der Mehrheit der Bürger nicht gefordert.

GrooveX
GrooveX
Reply to  Kerstin
5 Jahre zuvor

meine sachbearbeiter müssen ihre sachen bearbeiten, sonst gibt’s mecker. das ist so in der arbeitswelt. die können nicht einfach tun und lassen, was sie (oder du) wollen.

und wer sind bitte ‚leute wie ich‘? denk mal drüber nach.

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Kerstin
5 Jahre zuvor

Das US-Imperium ist am Ende. Es hat sich ausgerömert.

Der Untergang des römischen Reiches hat Jahrhunderte an gedauert, auch das britische Weltreich ist nicht von heute aus Morgen verschwunden. Ich glaube nicht, dass man diese Thematik an einzelnen Personen festmachen kann.

Beste Grüße

Kerstin
Kerstin
Reply to  Heldentasse
5 Jahre zuvor

Personen spielen kaum eine Rolle. Amerika wäre auch mit Clinton überschuldet bis pleite,
ohne Perspektive, Anschluss an die besten Tage zu bekommen.

Standard & Poor’s droht den USA mit Herabstufung

http://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/anleihen/ueberschuldung-standard-und-poors-droht-den-usa-mit-herabstufung-seite-2/4074554-2.html

Dieser ganze geopolitische Schwachsinn mit 700 aktiven Militärstationen und 300 in Bereitschaft weltweit, kostet mehr als es je einbringen könnte.

Das Ölzeitalter ist vorbei.

wschira
wschira
Reply to  Kerstin
5 Jahre zuvor

Für Europa ist es höchste Eisenbahn sich von diesem „Verbündeten“ zu trennen.

Kann ich so zustimmen. Leider wird das bei unserem politischen Personal, das demnächst wieder bestätigt wird, nicht durchdringen.

trackback
5 Jahre zuvor

[…] Vorbild für viele destruktive Kräfte sein, die nach ihm kommen. Sein Scheitern ist bahnbrechend.Weiterlesen bei den neulandrebellen Lesen Sie auch: Endlich US-Präsident! Endlich besinnt sich Donald Trump auf die Qualitäten eines […]

Heldentasse
Heldentasse
5 Jahre zuvor

Dieser Mann ist ein zahnloser Tiger, der seine destruktive Kraft durch Handlanger im Hintergrund wirken lässt. Die unterwandern Gerichte und setzen Standards ab und ruinieren so die US nachhaltig auf Jahre.

Und was ist wenn Herr Trump bewusst, oder wie ich glaube unbewusst, den Clown gegen darf, um das eigene Volk und die Weltöffentlichkeit von viel wichtigeren Dingen ab zu lenken? M.E. lauern die wirklich gefährlichen Veränderungen um Schatten von Herrn Trump Theater.

Er müsse immer alle Kameras auf sich ziehen und zeigen, „dass er härter im Nehmen ist als alle anderen“. Gleichzeitig verfolge der rechte Flügel der Republikaner jedoch seine Agenda, „nämlich alle Teile des Staates aufzulösen, die für das Allgemeinwohl verantwortlich sind und der Profitmaximierung von Großkonzernen und den Reichen in der Gesellschaft im Wege stehen“. Doch das würde niemand thematisieren.
Zugleich werde eine Art „Talibanisierung“ Amerikas betrieben. Kunst und Geisteswissenschaften würden eliminiert. Das Programm mit Justizminister Jeff Session, Bildungsministerin Betty DeVos und Chefberater Steve Bannon sei ziemlich eindeutig, nämlich die USA in eine jüdisch-christliche White-Supremacy-Kultur zu verwandeln.

Quelle

Ergo: Herr Trump scheint nur die Spitze des Eisbergs zu sein, ob sein Erfolg bei den Präsidentschaftswahlen wirklich ein „Ausreißer“ war darf bezweifelt werden.

Beste Grüße

GrooveX
GrooveX
Reply to  Heldentasse
5 Jahre zuvor

ausreißer wohl kaum. man darf aber davon ausgehen, dass die usa keinen filter im politischen auswahlverfahren implementiert hat, der gnadenlose borniertheit aussortiert. es ist gut möglich, dass die amis erst mal die erfahrung machen müssen, was es heißt, von dummheit regiert zu werden. die gehen – mein vorurteil – davon aus, dass sich reich und dumm ausschließen.

wschira
wschira
Reply to  Heldentasse
5 Jahre zuvor

Dieses Bild des zahnlosen Tigers wird oft gebraucht, aber es ist falsch. Ein zahnloser Tiger mit Verfügungsgewalt über Atomwaffen ist immer noch höllisch gefährlich.

Rudi
Rudi
5 Jahre zuvor

Der erfolgreichste Erfolglose aller Zeiten

Woran misst man Erfolg? Trump galt bis zum Beginn seiner Regierungszeit als Erfolgsmensch. Schließlich hat der den „amerikanischen Traum“ vom persönlichen Wohlstand nachweislich umgesetzt. Er gilt als Milliardär, der an vergoldeten Wasserhähnen drehen und auf eigenen Golfplätzen an seinem persönlichen Handicap arbeiten kann. Nach seinen Bekundungen war es ihm ein Leichtes, diverse Puzzies zu testen, wenn ihm danach war. Wenn das keine Symbole des Erfolgs sind! Innerhalb seiner Gesellschaft schaffte er es ziemlich weit nach oben. Jetzt als Präsident der Vereinigten Staaten ist er sein eigener Sonnenkönig. Das kann im keiner ausreden.

FrageZeichen
FrageZeichen
5 Jahre zuvor

Was für ein dümmlicher Artikel. Donald Trump ist jetzt gerade einmal etwa ein halbes Jahr im Amt. Und schon möchte hier der Autor ein Urteil über den Mann fällen. Gehts eigentlich noch dümmer?
Ist da vielleicht jemand auf die Hetzpropaganda von Washington Post, NYT, Spiegel, CNN (und dergleichen) hereingefallen?

GrooveX
GrooveX
Reply to  FrageZeichen
5 Jahre zuvor

ich fürchte, ja. zumal diese hetzpropaganda von süddeutsche faz, zeit und welt sowie focus (dass ich das nochmal ausschreibe, hätt ich auch nicht gedacht), hamburger morgenpost und allen anderen in europa und der welt wie le monde, el pais, corriere della sera, la repubblica usw. usf. betrieben wird und das einzige wahrheitsblatt bild auch keine gewähr mehr für ehre und dings, na, du weißt schon, ist.

vielleicht steckt ja assad dahinter

FrageZeichen
FrageZeichen
Reply to  GrooveX
5 Jahre zuvor

Nein, laut offizieller Hetzpropaganda steckt doch Putin dahinter. Manno! Aufwachen!

wschira
wschira
Reply to  GrooveX
5 Jahre zuvor

Assad sicher nicht, aber Putin wäre ein geeigneter Kandidat, der dreht doch am Weltgeschehen insgesamt. 🙂

Rudi
Rudi
Reply to  FrageZeichen
5 Jahre zuvor

FrageZeichen: Ist da vielleicht jemand auf die Hetzpropaganda von Washington Post, NYT, Spiegel, CNN (und dergleichen) hereingefallen?

Klär mich mal auf du FrageZeichen: Welche Medien schätzen Trump so ein, dass du nicht von Hetzpropaganda schwadronieren musst. Mach’s ganz konkret.

FrageZeichen
FrageZeichen
Reply to  Rudi
5 Jahre zuvor

Viel Spaß bei der Suche nach der Nadel im gleichgeschalteten Hetzpresse-Heuhaufen.

FrageZeichen
FrageZeichen
Reply to  Rudi
5 Jahre zuvor

Außerdem ist das Oktoberfest VIEL schlimmer! 😀

contemporary
contemporary
Reply to  Roberto J. De Lapuente
5 Jahre zuvor

Heute schon gelacht ? „Alt-Right“ habe ich versucht, aber da hat sich mir am Laptop der ganze Bildschirm gedreht… Der Nerd sagte mir als Lösung Noch ein paar mal herzlich drücken – dann wird alles wieder gut 😉

FrageZeichen
FrageZeichen
Reply to  Roberto J. De Lapuente
5 Jahre zuvor

Es ist einfach nur Hetzpropaganda. Mit Berichterstattung haben die ganzen Artikel um Charlottesville doch nichts zu tun. Man nutzt schlichtweg jeden Vorwand um daraus einen Sargnagel für Trump zu konstruieren. Trump sagt deshalb zu Recht: You are Fake News.

Wer sich von diesem MSM-Establishment instrumentalisieren lässt und diese ganze Hetzpropaganda unkritisch wiederkäut, der ist wohl eher im Bereich der „Dumb News“ einzuordnen.

Und vielleicht hier noch ergänzend: Ich bin noch nicht mal Trump-Fan.

Jarek
Jarek
Reply to  Roberto J. De Lapuente
5 Jahre zuvor

Ziemlich unfair. Es gibt nicht wenige Leute, die linke Seiten lesen und bei Trump es nicht so richtig wissen.
Nur um es klar zu stellen: der Mann ist unsympathisch, hat einfach gestrickte Sprache, oft zweifelhafte bis abstoßende Ausdrucksweise u.v.m.

Trotzdem – ein Unsympath kann manchmal bessere Politik, was es auch nicht heißt, machen, als glatt geschliffener Lackaffe wie Obama oder Macron. Beispiel? Lyndon Johnson. Lyndon Johnson hat seinen Pimmel vor seinen Angestellten gelüftet, war prinzipiell ein texanischer Rassist – und trotzdem verdankt ihm Nachkriegsamerika und v.a. die Afroamerikaner mehr als jedem anderen Präsidenten seit Lincoln.

Das Problem mit der Berichterstattung über Trump kann man nicht leugnen. Und ich glaub nicht, dass das Establishment ihn wg. seiner Art weg haben will. Wer z.B. „Morning Joe“ kennt, der weiß, dass es v.a. um Steve Bannon und ökonomischen Protektionismus geht. Donald kick den Bannon raus und dreh mal weiter das Rad der globalisierenden Wirtschaft, dann bist du in unserem Schoss wieder willkommen.

FrageZeichen
FrageZeichen
5 Jahre zuvor

Vielleicht noch eine Sache. Weil einige hier Probleme damit haben die Hetzpropaganda gegen Trump als solche zu erkennen. Man kann diese sehr leicht anhand von Charlottesburg identifizieren. Passiert ist dort quasi überhaupt nichts, was Trump irgendwie zu verantworten hätte. Trotzdem wird in der Hetzpropaganda jetzt eine Staatsaffäre daraus gemacht.

Und jetzt der Vergleich zu den Vorkomnissen in Deutschland: Müsste dann nicht (um denselben Maßstab anzulegen) auch aus jedem Mord den ein illegaler Migrant hier begeht eine Staatsaffäre gemacht werden? Schließlich ist unsere Regierung dafür direkt verantwortlich. Nur durch unsere Regierung wurden solche Morde (durch illegale Migranten) erst möglich.
Warum gibt es jetzt keine Hetzpropaganda gegen Merkel? Ja, warum nur?

Der tiefe Staat lässt schön grüßen.

GrooveX
GrooveX
Reply to  FrageZeichen
5 Jahre zuvor

nein. das war in charlottesburg kein illegaler immigrant, weder puerto rico noch kuba noch mexiko, das waren rechtsradikale, die nach dem mordangriff trump daran erinnerten, dass genau sie ihn an die macht gebracht haben. wenn wir schon bei untauglichen vergleichen sind…

diese versuche, dinge umzudeuten, bis sie ins rechtsradikale weltbild passen, sollte man immer unterbinden!

FrageZeichen
FrageZeichen
Reply to  GrooveX
5 Jahre zuvor

Ach so, wenn ein Rechtsradikaler mordet, dann ist es eine Staatsaffäre. Wenn ein illegaler Migrant mordet, dann ist es normal. Ach so. Danke für die Info!

Nino
Nino
Reply to  FrageZeichen
5 Jahre zuvor

Da Sie schon so rechthaberisch schreiben, es war in Charlottesville. Aber man kann durchaus über Trump gegensätzlicher Ansicht sein. Man kann ihn so wie Sie es tun auch verteidigen. Aber er wird auf solche neoliberalen, faschistoiden Typen nicht angewiesen sein. Sie gehören wohl zu der Heil Trump Fraktion.

R_Winter
R_Winter
5 Jahre zuvor

Dieser Mann hat das Scheitern zu seinem Programm erhoben, die Destruktivität kultiviert und nebenher dem Nichtgelingen eine Agenda verpasst, die fast wie süßer Erfolg daherkommt.

Mir kommen Zweifel, ob der oben stehende Satz stimmt.
Es wurde z.B festgestellt, „dass in der obersten Führungsetage eines großen Konzern jede Anzahl von Schwachköpfen sitzen kann, denn in den unteren Bereichen wird eine unmögliche Anweisung „positiv umgesetzt“ Ein Beispiel ist der Diesel-Skandal. Die „Grenzwerte“ wurden mit einer „Software“ erreicht, die nicht im Vorstand entwickelt werden konnte.
So ist es auch mit den angeblichen „destruktiven?????“ Entscheidungen von Trump – sie werden von Einflüstern „positiv????“ genutzt.
Man könnte auch meinen, sie sind von Merkel, May, Macron in Auftrag gegeben, um abzulenken und einen Schlafzyklus zu erzeugen.

Jarek
Jarek
5 Jahre zuvor

Der Mann ist gerade 6 Monate im Amt und was die meisten seiner Wähler von ihm erwarten, ist das zähmen einer fortschreitenden Globalisierung, die Jobs vernichtet, die, wie Obama sagte „will never come back“.
Wir hatten vor kurzem familiären Besuch aus den USA (IL): beide um die 50, Motorola hat vor kurzem geschlossen (um die 5000 Leute), müssen jetzt Obama-Care vom Ersparten bezahlen. Leute, die die USA von egal welcher Küste kennen, ist die Situation der Bevölkerung in dem Fly-Over-US, und das ist immerhin die Mehrheit, wohl wenig bekannt. Den Journalisten sowieso.

FrageZeichen
FrageZeichen
Reply to  Jarek
5 Jahre zuvor

Guter Kommentar. Trotzdem denke ich, dass die Situation den Journalisten sehr wohl bekannt ist. Nur will man den Weg der alten Globalisierung (über Totalausbeutung des kleinen Mannes) weiter beschreiten. Trump hat auch bei der letzten Pressekonferenz zu Charlottesville sehr intelligent auf die Situation im Land angespielt („Die Gewalt wird nachlassen, wenn die Leute wieder Jobs haben“).
Ergo: Die Globalisierung hat die Gesellschaft destabilisiert. Er hat erkannt, dass die Ursache der Gewalt in den wirtschaftlichen Problemen liegt. Damit hat er natürlich recht.

Zum selbst checken: Trump im Gespräch nach der Pressekonferenz (ab 14:50)
Trump’s Full, Heated Press Conference on Race and Violence in Charlottesville (Full) | NBC News
https://www.youtube.com/watch?v=QGKbFA7HW-U

Leider hat er auch den „tiefen Staat“ gegen sich. Letzterer will die Politik der Totalausbeutung weiterfahren und setzt damit auch die amerikanische Gesellschaft aufs Spiel. Was wir in den USA derzeit erleben ist ein aktiv betriebener Putsch des Establishments. Noch versucht man Trump wie ein Hündchen zu konditionieren. (Motto: „Der tiefe Staat bestimmt was der Trump sagen darf und was nicht“). Noch widersetzt er sich. Ich vermute man wird ihn umbringen, wenn er nicht klein beigibt.
Interessant bei dem ganzen Spiel die nahezu totale Gleichschaltung der etablierten massenmedialen Organe. Wahnsinn!

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Jarek
5 Jahre zuvor

Der Mann ist gerade 6 Monate im Amt und was die meisten seiner Wähler von ihm erwarten, ist das zähmen einer fortschreitenden Globalisierung,

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass deshalb „unsere“ AfD inkl. ihres Spitzenpersonals bei den Amis noch viel besser aufgehoben wäre als bei uns. Die verspricht ja auch nationale „Lösungen“ gegen diesen entfesselten globalen Neoliberalismus, und ist im Grunde auch fester Bestandteil des selbigen.

Ergo:

Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber.

Bert Brecht

Beste Grüße

Andreas Säger
Andreas Säger
Reply to  Heldentasse
5 Jahre zuvor

Wenn in Europa reaktionäre Bewegungen von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer aus geostrategischen Gründen etabliert und gepampert werden, dann bleibt das in Westeuropa nicht ohne Folgen.
Die Bewegung im Heimatland ist natürlich Avantgarde. Dort geht es um nichts weniger als die vollständige Abschaffung des Staates bis nur noch ein Rekrutierungssystem der Exekutive übrig bleibt.
Aber selbstverständlich ist die EU als Staat der Staaten der natürliche Hauptfeind der USA. Und natürlich ist China nur ein Rivale aber kein Feind. Die chinesische Verzahnung von Staat und Wirtschaft zulasten der Arbeiter ist moderner Faschismus und somit nicht zu beanstanden.

Andreas Säger
Andreas Säger
Reply to  Andreas Säger
5 Jahre zuvor

P.S. Ich halte Trump im oben genannten Sinne für überaus erfolgreich.

Tom Beton
Tom Beton
5 Jahre zuvor

Kann man so sehen, muss man aber nicht. Andere Beobachter haben eine differenzierte Sichtweise.
Dürfte ich dran erinnern, dass Trump es war, der die US-Unterstützung für die Islamisten in Syrien beendete?
Andere Sichtweise:
http://www.voltairenet.org/article195145.html
Zur Hetze: Nun, CNN hat vor versteckter Kamera ja zugegeben, dass sie die ganze Russlandaffäre zugunsten von Einschaltquoten erfanden.

GrooveX
GrooveX
Reply to  Tom Beton
5 Jahre zuvor

wollja!

und er hat iran und israel zusammengebracht !1!!!11!1!

GrooveX
GrooveX
Reply to  GrooveX
5 Jahre zuvor

man kann sogar von amis was lernen:

Yep. This is it. The beginning of the apocalypse. Trump is the antichrist.

Don’t think so. Anti-christ is charismatic, eloquent

Ok then, if not The Anti-Christ he is definitely a lead minion

But minions are usually yellow, not orange!

He’s a special lead minion, that’s why he’s a special orange color with special hair

Orange minions are the racist ones. Just like purple minions are violent.

We should judge minions by content of their character, not color of their skin.

Orange minions are racists and traitors…some, I assume, are good people.

tiefdunkelkohlpechrabenschwarzen humor!

GrooveX
GrooveX
Reply to  GrooveX
5 Jahre zuvor

sorry, war wohl nichts. das sind eher engländer…

lex
lex
5 Jahre zuvor

Trump hat doch jede Menge erreicht. Alkecwissen jetzt welche verlogenen Leute in den Medien ach er arbeiten. Jeder sieht, dass der Präsident der USA überhaupt keine Macht hat. Und Russland und Syrien, da warte ich erstmal ab ob das erfolgreich, also Frieden und Annäherung, wird. Obama war ein gefeierter Verlierer. Was hat dieser Mann den positives erreicht?

wschira
wschira
5 Jahre zuvor

Dieser Mann ist ein zahnloser Tiger

Nun, ein zahnloser Tiger mit Verfügungsgewalt über Atomwaffen scheint mir immer noch ungeheuer gefährlich.

Serienfan
Serienfan
5 Jahre zuvor

Der wahrhaft gescheiterte war und ist Obama. Sein Scheitern für ein besseres und friedlicheres Amerika war derart gewaltig, dass aus diesem Scheitern ein Trump Präsident werden konnte. Mal sehen, ob Trump wirklich als „gescheitert“ in die Geschichte eingehen wird. Anders als bei Obama könnte dem Scheitern von Trump zumindest etwas Gutes nachfolgen.

gast2
5 Jahre zuvor

„Destruktive Idealisten, welche den heldenhaften Kampf Trumps stilisieren, dessen Erfolg darin besteht, das Nichterfolgreiche zu betonen“ – Bekomm ich hin: War es nicht Trump der jetzt endgültig bewiesen hat (In Deutschland wusste man das seit G20), das sich auch der sogenannte „passive“ Teil der Bevölkerung polarisieren lässt (Wachsender unmut in der Bevölkerung über „Polarisierte“)???

Folkher Braun
Folkher Braun
5 Jahre zuvor

Könnte es sein, dass hier wieder eine Fixierung auf die vordersten Marionetten stattfindet? – Trump, Macron, Merkel, Tsipras und Co. Wer hat denn schon mal aufgelistet, wer bei Trump die Fäden zieht? Wenn ich mich recht erinnere, ist es mindestens 4 X Goldmann-Sachs und 4 x Militär, also Lookheed, Martin-Marietta, Oshkosh und dahinter die Koch-Brothers und Familie Deere?
Der Kasper da vorne ist leider zu blöd zu kapieren, wessen Marionette er ist. Das kann schon mal passieren, Obama, George W. und Clinton wussten es zumindest. Herr Macron „outet“ sich ja gerade als das, für was er von den Bankstern vorgesehen ist. Wir in Deutschland haben den Nachteil, dass die gelangweilte Elite noch mit Frau Merkel Vorlieb nimmt. Die macht schließlich, was ihr befohlen wird. Wenn das nicht mehr klappen sollte, präsentieren uns INSM und Berdelsmähn einen jungen-dynamischen Erlöser. Ich denke, es wird der vuz Guttenberg sein. Ich meine, wenn der Bundesrechnungshof die PPP bei den Autobahnen seit Jahren in die Tonne kloppt, und die Privatisierung trotzdem durchgeht, weil der Koofmich Ramelow auch die Hand gehoben hat, ohne dass bei der Linken protestiert wird, bleibt zu bemerken: Es gibt in der Bundesrepublik keine Partei, die unsere Interessen vertritt. Die des normalen abhängig Beschäftigten, der Schüler, Studenten und Rentner.

Truvor
Truvor
5 Jahre zuvor

Trump ist lediglich ein sprechender Kopf, mehr nicht !
Und „unsere“ EU-Politiker tanzen auch noch nach seiner Pfeife, was besonders peinlich ist.

jowi
jowi
Reply to  Truvor
5 Jahre zuvor

Die CDU ist sogar so siegessicher, dass sie die gewaltige Steigerung der Rüstungsausgaben sogar ins Wahlprogramm geschrieben hat.
Von einem Ami-Arsch in den nächsten Ami-Arsch, Merkel hat darin Übung.

aquadraht
aquadraht
5 Jahre zuvor
lexact
lexact
5 Jahre zuvor

Was ist erfolgreich und was ist erfolglos? War Obama erfolgreich? Menschen mit Drohnen umbringen ist erfolgreich? Ja er wirkte erfolgreich, genau so wie Trump jetzt wie ein Laie wirkt. Aber ist die Situation nicht grundverschieden? Obama war wie Clinton der Kandidat der US-Eliten. Trump ist demokratisch gegen den Willen der Eliten Präsident geworden. Das was Trump vor der Wahl versprochen hatte durchzuführen, nämlich Annäherung an Russland, weniger Kriege, Ende des Syrien-Einsatzes ist für ihn auf direktem weg nicht umsetzbar.
Dieses gepoltere mit Nordkorea und Venezuela passt doch überhaupt nicht zu dem was Trump früher gesagt hat. Aussenpolitisch hat er eigentlich nur vernünftige Sachen gesagt. Man könnte natürlich vermuten, das er gelogen hat, aber auch das wäre unlogisch. Was wäre wenn das alles nur Nebelkerzen sind, due von Syrien und Russland ablenken? Dort könnte Trump seine eigentlichen Ziele umsetzen.
Wenn Trump es schafft die Konfrontation mit Russland zu beenden, die Zahl der durch die USA getöteten deutlich zu verringern und das gegen den Willen der Mächtigen und sehr vieler reicher Menschen in den USA in den USA, dann ist er nicht der erfolgloseste sondern der erfolgreichste und beste Präsident den die USA je hatten.