Jetzt erst rechts

Die Sozialdemokraten müssten nun endgültig umdenken, liest man zuweilen. Sie müssen wieder sozialdemokratisch werden, wollen sie die Bundestagswahl noch gewinnen. Kommt jetzt der Linksruck? Nein, das Gegenteil wird geschehen.

Nach der dritten Niederlage der 100-Prozent-Schulz-SPD bei einer Landtagswahl in Folge, steht für viele Menschen da draußen fest: Die Sozialdemokratie – sie muss genau das wieder werden. Die Stimmengewirr zum Thema birgt hierbei verschiedene Ansätze. Die einen versuchen es mit Zuversicht: Jetzt wird ein Ruck durch die Partei gehen, denn nun bleibt nichts mehr als die Einsicht. Andere üben sich indes im Konjunktiv: Sie müsste nun, könnte vielleicht, würde dann. Schulz selbst erklärte nach dem Triple, dass er sich ja auch als GroKo-Kanzler in die Verantwortung stehlen würde. Das hat man vorher zwar schon befürchtet, offen thematisiert hat er es allerdings nicht. Man wollte ja den Wechsel inszenieren.

Schulz GroKo-Einsichten muss man wahrscheinlich als die letzten Ausflüchte kurz vor dem Ende aller Hoffnungen begreifen. Es ist der letzte Versuch, sich nochmal nach der ersten Geige zu strecken. Die Erkenntnis reift aber auch schon bei den Sozis – aller Berauschungen der letzten Wochen zum Trotz. Zahlen machen nüchtern. Und bei den Prognosen, die exakt so aussahen wie vor einigen Monaten, als Gabriel noch die große Nummer seiner Partei war, bringen wieder Ordnung in die Aufbruchstimmung. Für sachthematische Erkenntnisse wird da innerhalb der SPD kaum noch Raum sein – wahltaktische Überlegungen übernehmen von jetzt ab das Primat.

Dass man Juniorpartner bleiben möchte, wird zur Erkenntnis der letzten Wochen und damit zur Ultima Ratio der Partei. Als solcher muss man sich anbiedern, muss die FDP ausstechen, die zum Thema werden könnte, wenn es die AfD wider Erwarten nicht ins Parlament schafft. Insofern ist für die Sozialdemokraten eine AfD im Bundestag eine gute Sache. Was für eine traurige Nachricht für eben jenen Herrn Schulz, der noch vor einigen Monaten einen moralischen Feldzug gegen die neuen Rechten in Aussicht stellte, ohne freilich eine Nachfragepolitik zur Entspannung der Lage anzubieten. Nun muss er fast froh sein, wenn es die AfD schafft. Eigentlich steht die Schulz-SPD schon hier vor den Scherben ihrer »Mobilisierung durch Inhaltslosigkeit«.

Ein Linksruck ist natürlich jetzt keine Alternative mehr. Schließlich will man ja dem Senior auch gefallen. Die ohnehin mehr als zögerlichen Angebote an ein dezent linkes Publikum sind damit endgültig Makulatur. Wer nun glaubt, die SPD würde aufgrund der prognostizierten Arithmetik doch noch Facetten einer Nachfrageökonomie ins Gespräch bringen, der täuscht gewaltig. Die Genossen wissen sehr genau, dass der Zauber der letzten Wochen vorbei ist. Jetzt sondieren sie. Und so muss man sich benehmen. Jetzt erst rechts!

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Rainer N.
Rainer N.
22. Mai 2017 10:26

Hey, nicht immer auf Senioren schimpfen, die angeblich Konservativ seien. Oder bin ich mit 66 Jahren noch kein Senior? Denn ich denke und wähle links. Und wie nun Hans Herbert von Arnim zum Wahlsystem … also das habe ich vor Jahren schon angefochten, leider hat das BVerfG meine Beschwerde nicht angenommen, ohne Begründung natürlich. Ich hatte eine Wichtung der Stimme für notwendig gehalten, damit wirklich jede Stimme das gleiche Gewicht hat. Beispiel? Wenn Parteien A, B, C, D, E und F zur Wahl stehen, müsste der Wähler die Reihenfolge seiner Wahl „ankreuzen“ dürfen. Also 1=D, 2=F, 3=A, 4=B, 5=C und… Weiterlesen »

R_Winter
R_Winter
22. Mai 2017 10:50

Eine Ergänzung zu diesem Thema: Albrecht Müller am 21.5.2017 auf den NDS. Alte und neue Techniken politischer Kommunikation. Wie drücken wir unsere Botschaft durch? Anmerkungen zu einzelnen der genannten strategischen Überlegungen: 1. Aufbau einer Gegenöffentlichkeit. Wie 1972 wäre das auch heute der Schlüssel zum Erfolg jener politischen Kräfte, die Kanzlerin Merkel ablösen wollen. Sie hat die Mehrheit der Medien und auch das Große Geld hinter sich. Wer dagegen gewinnen will, muss Menschen mobilisieren. Das ging und das ginge auch wieder. 2. Die CDU hat in Nordrhein-Westfalen vorgeführt, was eine gute Konfliktplanung zu leisten vermag: NRW als Schlusslicht darzustellen, beim Thema… Weiterlesen »

wschira
wschira
Reply to  R_Winter
22. Mai 2017 11:46

Tja, A.Müller hat natürlich recht, bis auf einen Punkt: Damals wurde die SPD von Willy Brandt geführt, heute von dem unsäglichen Haufen von Gabriel, Steinmeier, Nahles, Schulz und wie das Gesocks sonst noch heisst.

Links schlägt mein Herz!
Links schlägt mein Herz!
Reply to  wschira
22. Mai 2017 12:07

Und genau da liegt der Hase begraben.Die damaligen SPD’ler hatten ihr Herz noch links.Aber diese unsäglichen „Parteigenossen“ von Heute,sind eine Schande für alle sozialdemokratischen Menschen von Heute.
A.Müller hat es immer wieder gesagt,und er hat recht damit, die sPD ist femdgesteuert!!!
Denn wer lässt eine Partei so „abkacken“,und macht trotzdem weiter,als ob nichts gewesen wäre…?
Der rechte Flügel der sPD lässt lieber die Partei sterben,bevor die ihre Politik ändern…
Echt traurig…

Robbespiere
Robbespiere
22. Mai 2017 13:02

Was ich nicht verstehe ist, warum man einem totgeweihten Krebspatienten ständig so viel Aufmerksamkeit widmet, so als wäre Re-Inkarnation eine wissenschaftlich erwiesene Tatsache.
Laßt den Patienten doch endlich in Frieden seinen endlichen Gang gehen und kümmert euch lieber um Unterstützung für die, welche noch etwas Positives für die Gesellschaft erbringen können und die ihr gerne an der Regierung sehen würdet.
Wer sich für neoliberale Politik entschieden hat, wird nie mehr die Interessen der Mehrheitsbevölkerung vertreten.
Da könnte man auch gleich Ötzi als Kanzerkandidaten aufstellen.

Tote brauchen keine Unterstützung mehr, die Lebenden schon!

anton
anton
Reply to  Roberto J. De Lapuente
22. Mai 2017 13:56

Roberto: Mehr Bürgerbeteiligung, gemässigte Sanktionen bei ALG-2, weniger Kampf gegen Rechts ( peinlich ), Hauseigentum bei ALg-„, Mehr innere Sicherheit, Abschiebungen, Mindestrenten, Sozialer Arbeitsmarkt, wäre ja mal etws! Nicht vergessen, keine sinnlosen Ausgaben im MIlitärbereich, wenn europaweit zusammenlegbar, europäi. Geheimdienst in Angriff nehmen!

Anke Schöller
Anke Schöller
Reply to  anton
22. Mai 2017 14:31

Mehr Bürgerbeteiligung, gemässigte Sanktionen bei ALG-2, weniger Kampf gegen Rechts ( peinlich ), Hauseigentum bei ALg-„, Mehr innere Sicherheit, Abschiebungen, Mindestrenten, Sozialer Arbeitsmarkt, wäre ja mal etws! Nicht vergessen, keine sinnlosen Ausgaben im MIlitärbereich, wenn europaweit zusammenlegbar, europäi. Geheimdienst in Angriff nehmen! – Mehr Bürgerbeteiligung – In welcher Form und warum ? Warum sollte man dich an irgendwas beteiligen ? – gemässigte Sanktionen bei ALG-2 – Wie sehen „gemäßigte Sanktionen“ bei einem rechtlich zugesichertem Existenzminimum aus das jedem Gefängnisinsassen zusteht ? – weniger Kampf gegen Rechts Dämliche Forderung – Hauseigentum bei ALg – Gibts schon. Für zwei Personen bis 100… Weiterlesen »

anton
anton
Reply to  Anke Schöller
22. Mai 2017 14:45

Anke: Mindestrente 100o Euro, auch ein alleinlebender ALG-2-Empfänger sollte ein Haus besitzen dürfen oder eine Eigentumswohnung, NATO ist mehr das Produkt der USA, europ. Kernstaaten müssten alleine agieren können! Ich bekenne mich dazu, dass der Kampf gegen Rechts mehr bürgerfeindliche Propaganda ist als reale Politik, muss der Mitdiskutant nicht so sehen! Direkte Demokratie könnte den Gegensatz Bürger-Volk erträglicher machen, ohne diese ist für mich Demokratie nicht komplett! Europa muss auch militärishc , polizeilich usw zusammen arbeiten, wird lInken nicht gefallen, ist bestimmt wieder rechts ohne Ende!Gefahren sind zu erkennen , analysieren und abzuwehren!

Anke Schöller
Anke Schöller
Reply to  anton
22. Mai 2017 15:11

-Mindestrente 100o Euro Warum gerade 1000 € ? Die Mietpreisbremse von Heiko Maas hat sich die Tage als Luftnummer herausgestellt. In München genügen 1000 € schon heute nicht. -auch ein alleinlebender ALG-2-Empfänger sollte ein Haus besitzen dürfen oder eine Eigentumswohnung Ja klar ! Wohneigentum ist ja meist als „Teilrente“ angeschafft worden. Es ist völlige Barbarei den Überlebenden dafür verantwortlich zu machen, dass der Partner oder die Partnerin verstorben ist und vielleicht nur eine GruSi bleibt. Soetwas spielt den privatisierten Pflegeeinrichtungen in die Karten. Die reißen sich das Haus noch zu Lebzeiten unter den Nagel obwohl gar keine zwingende Pflegebedürftigkeit besteht.… Weiterlesen »

anton
anton
Reply to  Anke Schöller
22. Mai 2017 17:13

Anke: Mehr als 1000 Euro dürften wohl kaum realistisch sein, befürchte, die wird es schon nicht geben! Ich bekenne mich zum Militär, ewiger Frieden ist unhistorisch!Der Kampf gegen Rechts interessiert mich nicht, besonders, finde diesen meist eher peinlich!Zum sozialen Arbeitsmarkt, nach meinem Politikverstädnis muss der Staat Langzeitarbeitslsoen, gerade Behinderten, eine subvntionierte Stelle anbieten, auch Bürgerarbeit, 1-Euro-Jobs sind besser als Idiotenmaßnahmen! Arbeit ist besser als Langeweile!

anton
anton
Reply to  Roberto J. De Lapuente
22. Mai 2017 17:27

keine Ahnung!

The Joker
The Joker
Reply to  Roberto J. De Lapuente
23. Mai 2017 1:07

Kamerad anton ist wohl eher ein paar mal zu oft gegen geschlossene Türen gerannt.
Und die Schlüssel hat das Pflegepersonal.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Roberto J. De Lapuente
22. Mai 2017 15:49

@Roberto J. De Lapuente J. De Lapuente Das ist so ein Gerede, wie es gut ankommt. Es ist markig und gallig und all sowas. Aber sorry, mit realistischer politischer Einschätzung hat das nichts, aber wirklich gar nichts zu tun. Dieses „Gerede“ bruht schlicht auf meiner Erfahrung mit der SPD seit 19 Jahren. Bis Heute sitzen da die gleichen Zossen am Ruder und unterstützen als Juniorpartner Merkels neoliberale Politik. Ob Fiskalpakt, Schuldenbremse, Hartz 4, Agenda 2010, Riesterrente, Kriegsbeteiligung, Waffenlieferungen z.B. an die Saudis, nie zieht die SPD die Notbremse und vertritt eine andere Politik als die Union. Dabei hätte es ja… Weiterlesen »

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Roberto J. De Lapuente
22. Mai 2017 20:08

@Roberto J. De Lapuente J. De Lapuente Wenn eine Partei wie die SPD einen Rechtsruck begeht, wo steht geschrieben, dass sie nicht wieder nach links kann? Rein theoretisch ist das zwar möglich, aber mit der Kontinuität ihres Handelns beweist die SPD ja permanent, dass sie das gar nicht will. nach drei verlorenen Landtagswahlen versucht die Partei jetzt, mit dem rechten Thema Sicherheit zu punkten. Dabei wäre das Thema soziale Sicherheit geradezu prädestiniert, nach dem schon Union oder AFD den Weg für eine Diktatur ebnen. Wo die Bürger der Schuh drückt, interessiert die Genossen nicht, dabei müßten sie es aus der… Weiterlesen »

anton
anton
Reply to  Robbespiere
23. Mai 2017 10:57

Rob: Diktatur, Ihr Linken seid so süss! Stein-Joker und der dubiose Anton C. mit seinem anti-europäischen Hass sind natürlich die demokratsichen Vordenker! es geht um Mehrheiten, Spinnereien ühren nicht weiter!

The Joker
The Joker
Reply to  Roberto J. De Lapuente
23. Mai 2017 1:28

Hallo Roberto, theoretisch hättest Du recht: Die SPD könnte sich wieder nach links entwickeln. Aber: Welche innerparteilichen Personen, Strömungen, Kreise könnten denn das anschieben? Nahles? Die hat ein gewerkschaftsfeindliches Gesetz sowie Sozialkürzungen gegen Nicht-EU-Bürger durchgezogen. Stegner? Der freute sich, die Linke in SH aus dem Landtag herausgehalten zu haben. Der Ex-PDS-Punk Angela Marquardt ist willige Bürodame von Nahles, antideutsch und möchte gerne in der NATO bleiben. Selbst in den geistigen Trümmern, die man früher mal „Parteilinke“ genannt hätte, ist nicht mal ansatzweise irgendeine Person zu finden, die – auch massenwirksam und multiplikatorisch – sowas wie eine Hausmacht aufbauen könnte. Albrecht… Weiterlesen »

anton
anton
Reply to  The Joker
23. Mai 2017 11:04
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  anton
23. Mai 2017 11:46

@anton

Na, wenn das so aus deinem Volksempfänger schallt, muss es ja stimmen, gell?

anton
anton
Reply to  Robbespiere
23. Mai 2017 13:49

Ohne Volk bzw. Nähe zur eigenen Kultur wird es nicht gehen! Die Linkspartei ist gut darin, auf soziale Verwerfungen aufmerksam zu machen, so wie die AFD Verwerfungen in der Flüchtlingsfrage aufzeigen kann, mal sehen, ob die beiden wirklichbundeweit politikfähig sind! Mit alten Rezepten, auch die 70-er Jahre sind lange her, wird es nicht funktionieren!

Roberto: Deine Einwände versuchen wenigstens, das Tischtuch zur Realpolitik nicht zu zerschneiden. Dies macht den Blog immer noch lesenwert, nicht von Alllesforderern, Gewaltanbetern oder Mesnchen, bei denen jedes 2 Wort ins Forum Geschissen heißt, beirren lassen! Weiter so!

Anke Schöller
Anke Schöller
Reply to  anton
23. Mai 2017 14:20

Gewaltanbetern oder Mesnchen, bei denen jedes 2 Wort ins Forum Geschissen heißt, beirren lassen!

Geh mal kacken und komm nicht mehr wieder !

anton
anton
Reply to  Anke Schöller
23. Mai 2017 14:34

Lasse Dich ordentlich begatten, danke! Passiert bei linken Weibern nur sehr selten!

Anton Chigurh
Anton Chigurh
Reply to  anton
23. Mai 2017 15:22

????????????
redet so ein doitscher christenmensch mit einer Frau ?
ich muss mich doch schwer wundern……

anton
anton
Reply to  Anton Chigurh
23. Mai 2017 18:58

Anton: Ich bin voll für Gleichberechtigung, ist die Frau katzig, gibt es was zurück, so einfach! Die musste sich nicht einmischen!

Anke Schöller
Anke Schöller
Reply to  anton
23. Mai 2017 15:53

Von einer deutsch-nationalen Witzfigur wie du eine bist, wah ?!

Was wollt ihr Luschen eigentlich immer von den Linken wenn die
so blöde sind, häh ?
Mit solchen Verlierern würde ich doch nicht Tage in einer Kommentarspalte
verbringen. Hat sonst niemand Zeit für dein krudes Weltbild ?

anton
anton
Reply to  Anke Schöller
23. Mai 2017 19:01

Anke: Weltbilder kannst Du doch gar nicht beurteilen, Fräulein!

Anton Chigurh
Anton Chigurh
Reply to  anton
23. Mai 2017 19:14

Klein-anton profitiert davon, das hier vieles ertragen wird, wofür er auf anderen Seiten schon längst ausgesperrt worden wäre. So sitzt er da wie ein erregter Pennäler vor einem Tittenheftchen und klappert sich mit seinem Seich die Fingerkuppen wund. So lässt er alle Welt an seinem kranken Weltbild teilhaben und blamiert sich mit seiner Faschoscheisse bis auf die Knochen. So lange, bis er gesperrt wird, oder keiner mehr auf seinen Dünnpfiff antwortet. Und damit werde ich jetzt anfangen. Fuck off and die.

VON
VON
Reply to  Anton Chigurh
23. Mai 2017 19:29

Anton C: gegen Deinesgleichen war die ital Faschisten richtige Pazifisten!! Blockjiere mich doch mal, versuche es !

Anke: Linke weiber sind schlechte Mütter, wenn wundert es!?

Anke Schöller
Anke Schöller
Reply to  anton
23. Mai 2017 19:15

Bück dich mal und laufe mit Schwung gegen die nächste Wand.
Das ist gut für die innere Sicherheit haben sie im Fernsehen gesagt.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  anton
23. Mai 2017 15:57

@anton

Mit alten Rezepten, auch die 70-er Jahre sind lange her, wird es nicht funktionieren!

Da önntest du Recht haben. Im Moment sind die Rezepte der 30er Jahre wieder voll im Trend.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Robbespiere
23. Mai 2017 16:00

Dass ich meine Texte nicht wie zu Spiegelfechter-Zeiten editieren kann, nervt mich ungemein.

anton
anton
Reply to  Robbespiere
23. Mai 2017 19:00

Rob: Wirtschaftspolitisch seid ihr eher in den 1970-er Jahren, nur diesmal ohne Erfolg!

Anton Chigurh
Anton Chigurh
Reply to  anton
23. Mai 2017 12:03

@klein-anton
steck dir den Artikel deiner Propagandagazette ins Rektum und zünd ihn an….
Vielleicht lernst DU dann was

anton
anton
Reply to  Anton Chigurh
23. Mai 2017 13:52

Anton C.: alles Propaganda , nur Ex-Stasiblätter und linksautonome gewaltgeile anti-bürgerliche Schriften sind natürlich wahrheitstriefend! Der geworfene Stein und die blockierde Tür bei einer AFD-Veranstaltung sind ja auch die reine Politik!

Anton Chigurh
Anton Chigurh
Reply to  anton
23. Mai 2017 14:11

mich wundert es nicht, dass du halbgares Würstchen zu doof bist, die Hurenpresse als solche zu erkennen.

Lazarus09
Lazarus09
Reply to  Roberto J. De Lapuente
22. Mai 2017 16:40

Robero, Rob bringt es auf den Punkt, die sPD hat abgewirtschaftet und sollte endlich in Ruhe sterben und als mahnendes Beispiel in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.
Man sollte eher neue Kräfte unterstützen statt am Bäumchenspiel festzuhalten.

Anton Chigurh
Anton Chigurh
Reply to  Lazarus09
22. Mai 2017 19:04

@ Rob @ Laz
Leute, lasst es. Püntes schnallt es nicht. Es vergeht keine Woche, in der er nicht mindestens einen Artikel zu den Sozenzombies raushaut. Der glaubt auch, dass die Titanic eines Tages wieder von selbst auftaucht.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Anton Chigurh
22. Mai 2017 21:38

@Anton Chigurh Ich habe Robertos Artikel auf Ad sinistram gerne gelesen, weil er ein guter Beobachter des Zeitgeschehens war. Warum er jetzt seine Hoffnung auf eine SPD setzt, von der lediglich das LOGO an eine Arbeiterpartei erinnert, ist mir schleierhaft. Die SPD hat sich durch ihre fehlende Distanz zur Oberklasse und, wie ich vermute, durch korrumpierbarkeit, gegen die Unterstützung ihrer ehemaligen Klientel entschieden. Ich sehe viel mehr Sinn darin, dort zu unterstützen, wo schon ein gesunder Keim für eine soziale Politik nach meinen Vorstellungen angelegt ist und meine Energie nicht auf eine Chimäre zu vergeuden, ein Abziehbild vergangener Zeiten. Das… Weiterlesen »

wschira
wschira
Reply to  Robbespiere
23. Mai 2017 11:49

Kann man so unterstreichen bis auf den letzten Abschnitt. Nicht seit Schröders Abgang! Der Niedergang begann mit Schröders Wahl zum Bundeskanzler.

der Doctor
Reply to  Anton Chigurh
25. Mai 2017 16:24

@Anton Chigurgh:
Selbst Albrecht Müller ist da schon weiter:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=38417

Wolf-Dieter Busch
Wolf-Dieter Busch
Reply to  Roberto J. De Lapuente
23. Mai 2017 0:09

ihr Abgang ist auf keinen Fall etwas, was wir uns erhoffen sollten

Ich glaube doch.

Die real ausgeführte Funktion der SPD lautet so: absorbiere die jugendfrischen Linken und neutralisiere sie.

Die SPD ist in dem Sinn ein Staubsauger. Wir brauchen eine linke Partei, nicht eine Partei, die alles Linke aufsaugt.

Siehe auch meinen Rant bei Sasse.

Jenseits von Böse
Jenseits von Böse
Reply to  Roberto J. De Lapuente
23. Mai 2017 1:53

„Die SPD ist in einem dramatischen Zustand. Keine Frage.“ Sicher. Neolib im Endstadium. „Aber ihr Abgang ist auf keinen Fall etwas, was wir uns erhoffen sollten, einfach deshalb, weil sie noch gebraucht wird.“ Nö, diese Verräterpartei braucht kein Mensch. Für linke Mehrheiten fällt der Verein erst mal aus, zumal nach der letzten Kraft-Anstrengung, die Linke in NRW aus dem Rennen zu kicken. Rot-Rot-Grün hat keine Perspektive, diese SPD und diese Grünen sind zu Kanzlerinnen-Wahlvereinen verkommen. Die paar übrig gebliebenen Sozialdemokraten könnten auch gleich zur Linken gehen, in ihrer Partei sind sie nur billige Feigenblätter für Chulz und Konsorten. Und überhaupt:… Weiterlesen »

wschira
wschira
Reply to  Roberto J. De Lapuente
23. Mai 2017 11:42

Es würde eine SPD gebraucht, die wirklich sozialdemokratische Werte vertritt. Diesen neoliberalen Sauhaufen braucht niemand. Ich habe auch keine Hoffnung, dass sich da was ändert. Die SPD ist von den marktradikalen Seeheimern und ihrem Umfeld usurpiert (früher nannte man sie Kanalarbeiter, aber da hatten sie auch wenig zu sagen). Das sagt jemand, der mal ein Willy-Brandt Fanboy war, wie man heute sagen würde.

GrooveX
GrooveX
Reply to  Robbespiere
22. Mai 2017 14:13

Laßt den Patienten doch endlich in Frieden seinen endlichen Gang gehen und kümmert euch lieber um Unterstützung für die, welche noch etwas Positives für die Gesellschaft erbringen können und die ihr gerne an der Regierung sehen würdet.

nur keine panik, wir schaffen das!

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  GrooveX
22. Mai 2017 15:13

@GrooveX

Wer sich für neoliberale Politik entschieden hat, wird nie mehr die Interessen der Mehrheitsbevölkerung vertreten.

Nicht ohne Grund habe ich diesen Satz geschrieben, denn meine Kritik bezieht sich nicht nur auf die intensive Beschäftigung mit der SPD, auch wenn ich die für das schlimmste politische Übel halte, weil sie seit Jahren als Sensemann im Kostüm des hl. Martin daherkommt.

trackback
22. Mai 2017 16:20

[…] sie die Bundestagswahl noch gewinnen. Kommt jetzt der Linksruck? Nein, das Gegenteil wird geschehen.Weiterlesen bei den neulandrebellen Lesen Sie auch: Wenn wir alle Bangladescher wären … Wenn selbst intellektueller […]

Wolf-Dieter Busch
Wolf-Dieter Busch
22. Mai 2017 16:26

Also ich finde, die SPD schafft das. Die kommt wieder ganz groß raus. Gib ihr zehn Jahre. Na gut, zwanzig. Spätestens in dreißig Jahren … wer war das?

seyinphyin
seyinphyin
Reply to  Wolf-Dieter Busch
23. Mai 2017 10:58

Deutschland muss nur untergehen, dann kann die SPD vll überleben? 😉

Bezweifle, dass das Land es bei diesem Kurs noch groß länger als 10 Jahre macht, zumal gerade unser europäisches Umfeld nicht so sehr danach aussieht, als würde es unser Spiel noch lange mitmachen wollen.

Anke Schöller
Anke Schöller
22. Mai 2017 21:15

Das Torkeln der SPD ins Nirgendwo – 140 Jahre ohne Ideen und Prinzipien Der Abschied der SPD ist eingeleitet und er ist unumkehrbar. Es wird aber noch einige Zeit dauern, bis sie aus der Geschichte endgültig verschwindet, weil die Nostalgiker nur langsam (biologisch) aussterben werden und weil es immer genug Karrieristen gibt, die sich um die restlichen politischen Posten bemühen werden. Die endgültige Bilanz der SPD kann aber schon jetzt verfasst werden. Sie wird so lauten: In 150 Jahren hatte die SPD keinen einzigen Denker von Bedeutung gehabt; nie einen theoretischen Diskurs angestoßen, der aus dem modischen Trend der Zeit… Weiterlesen »

GrooveX
GrooveX
Reply to  Anke Schöller
22. Mai 2017 23:06

…die schmutzigen Geschäfte für den ehemaligen Klassenfeind erledigt. So etwas hätte Kohl und seine Regierung nie gewagt.

leuna, buna & die blühenden landschaften
UND DER GANZE ANDERE SCHEISS!!!
WAS FÜR EIN KOTTSERBÄRMLICHES GELABER

The Joker
The Joker
Reply to  GrooveX
23. Mai 2017 0:56

Kohl war ehrlicher.
Der hat seine korrupte Politik ganz ehrlich und aufrichtig durchgezogen, ohne ein verlogenes schlechtes Gewissen aufzusetzen.
Schröder und Fischer haben immer so ein händeringendes „Leider, leider“ angestimmt. Mit gramzerfurchtem Gesicht wurde die Blutschweißtränen-Alternativlosigkeit besungen.
Krieg muss leider sein.
Sozialabbau muss leider sein.

Dass der politische Gegner einen bekämpft, ist sein Job.
Dass die eigenen Leute einen verraten, hat sie – 2005, viel zu spät – endlich den Job gekostet.

elvira
elvira
Reply to  The Joker
23. Mai 2017 7:01

@ Joker-Dorfdepp

Erzähl uns mal was Neues !

GrooveX
GrooveX
Reply to  The Joker
23. Mai 2017 8:39

W.A.S. W.A.R. K.O.H.L. ???

was hat man dir denn eingeträufelt? ich versteh’s echt nicht. das verlogenste pack, das deutschland je regiert hat, das ekligste konglomerat aus bestechlichkeit und verlogenheit unter kohl, schäuble, koch, lambsdorff – ich weiss gar nicht, wo man beginnen und wo enden soll – nennst du ehrlich aund aufrichtig? echt jetzt? seid ihr denn völlig vernebelt? habt ihr denn komplett den verstand verloren?

da fällt mir echt nichts mehr zu ein.

Folkher Braun
Folkher Braun
22. Mai 2017 23:31

Die SPD ist das Angebot an die Elite, die Nutzmenschen gegen das Abliefern ein paar „Zuckerl“ an der Kandarre zu halten. Am deutlichsten hat das Kurt Schumacher in seiner Dissertation über den „Staatsgedanken“ in der SPD beschrieben 1929. Auch nach 45 war der Mann so rechts , zu sehen an seiner Vorstellung vom „ökonomischen Magnetismus“ gegenüber der DDR, um dieselbe kaputt zu machen. Parallel dazu entsorgte der DGB seine linke Seite, zum Beispiel Tho Pirker und Viktor Agartz. Die waren schon in den 50ern „auf Linie“. 1982 bekamen sie von der Elite dann erklärt, der ganze Sozialklimbim habe sich erledigt.… Weiterlesen »

GrooveX
GrooveX
Reply to  Folkher Braun
23. Mai 2017 8:47

Dumm nur, dass die Nutzmenschen dann lieber gleich das Original der Neocon-Strategie gewählt haben.

das ist das einzige, worum es geht. man macht sich nicht freiwillig zum werkzeug der notorischen rechtsspacken! und wenn man auf diesen scheiss schon reingeflogen ist, dann hält man das gefälligst nicht für politische hygiene!

alles andere ist alles andere

Heldentasse
Heldentasse
23. Mai 2017 7:59

Wenn man der sPd wie auch immer jetzt noch mal Leben ein hauchen möchte, ist dieser Versuch m.E. gleichzusetzen mit einem Wiederbelebungsversuch an einem Eisläufer der im Winter ertrunken ist, aber im Frühjahr erst wieder an die Oberfläche kommt.

Ich persönlich würde da alleine schon aus hygienischen Gründen die Finger davon lassen, vom Mundgeruch mal ganz abgesehen.

Beste Grüße

trackback
23. Mai 2017 8:46

[…] dazu: Jetzt erst rechts Dass man Juniorpartner bleiben möchte, wird zur Erkenntnis der letzten Wochen und damit zur Ultima Ratio der Partei. Als solcher muss man sich anbiedern, muss die FDP ausstechen, die zum Thema werden könnte, wenn es die AfD wider Erwarten nicht ins Parlament schafft. Insofern ist für die Sozialdemokraten eine AfD im Bundestag eine gute Sache. Was für eine traurige Nachricht für eben jenen Herrn Schulz, der noch vor einigen Monaten einen moralischen Feldzug gegen die neuen Rechten in Aussicht stellte, ohne freilich eine Nachfragepolitik zur Entspannung der Lage anzubieten. Nun muss er fast froh sein,… Weiterlesen »

oberham
23. Mai 2017 9:40

So traurig, so wahr! Es galt wohl schon bei den Landtagswahlen – Hauptsache die Linke draußen, die AFD drinnen ist gut für die Posteninhaber des SPD-Posteneinsammelvereins – und – warten wir ab – am Ende gibt es auch in NRW nach langem Geziere die GroKo – und Kraft steht auf einem sicheren Listenplatz zur Wahl des BT´s. Das Grüppchen der Postenanwärter schert sich einen feuchten Dreck um „Politik“ – es geht einzig darum sich selbst am Trog zu halten und das Parteimaschinenmenschlein (ich empfehle die Lektüre von Jean Paul!) liefert mechanisch seine treuen Dienste ab und auch die Stimme. Die… Weiterlesen »

elvira
elvira
23. Mai 2017 9:54

Forsa sieht die CDU heute bei 39% und die SPD bei 25%

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  elvira
23. Mai 2017 10:22

Das ist sPd jetzt schon bei 25% ist erfreut mich sehr, da ist noch bis zur Wahl viel Luft nach unten! Man könnte es also auch als Projekt 18 bezeichnen.

Beste Grüße

Anke Schöller
Anke Schöller
Reply to  Heldentasse
23. Mai 2017 10:47

Das ist wie bei Moby Dick. Die SPD ist der weiße Wal und die Linke ist Käptn Ahab.
Am Ende verfängt sich die Linke im Müll der an Moby Dick haftet und geht
mit unter.

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Anke Schöller
23. Mai 2017 14:23

Nee, den Schuh zieh ich mir nicht an, eiderweil Herr De Lapuente hier immer wieder den Ahab gibt, in dem dieser immer und immer wieder auf noch zum Besseren zu bekehrenden Sozen verweist und nicht verstehen will, dass sie nicht die Lösung darstellen sondern das Problem sind.

Mit persönlich sind die allerdings so schnuppe wie tote Pferde!

Beste Grüße

seyinphyin
seyinphyin
Reply to  elvira
23. Mai 2017 11:00

Wobei das natürlich auch den… „speziellen“ Geist des Souveräns zeigt, denn ziemlich egal WIE scheisse die SPD ist, ein Grund CDU zu wählen ist das nun wahrlich nicht.

Albert
Albert
23. Mai 2017 10:09

Seit 2012 war das Hauptanliegen der Kraft-Landesregierung und ihrer Hauptpartei SPD: Linke raus(halten) aus dem NRW-Landtag. Und PSD-Bundesvorsitzender Schulz – vom Schulzeffekt zum Schulzdefekt – scheint erfolgreich 20% bei der Bundestagswahl Ende Sept. 2017 zu arbeiten … also Vorwärts, und nicht vergessen, die Ess-Speeh-Dehh ….

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Albert
23. Mai 2017 10:24

20% ist uncool, Projekt 18 ist viel Aussagefähiger!

fendt
fendt
23. Mai 2017 11:09

Wenn ich rechts wäre, wünschte ich mir einen Blog, der das „ja aber“ in Verbindung mit der SPD kultiviert. Ohne Wenn und Aber, wähle ich die SPD.

wschira
wschira
Reply to  fendt
23. Mai 2017 11:56

Warum nicht, wir leben (noch) in einem freien Land. Ob diese Entscheidung auch sinnvoll ist, darüber kann man diskutieren.

fendt
fendt
23. Mai 2017 11:47

Was war falsch an meinem Beitrag?

ThomasX
ThomasX
Reply to  fendt
23. Mai 2017 12:48

Nix, du machst das ganz toll. Ich wähle auch immer einfach irgendwas irgendwie irgendwarum und stehe dann unerschütterlich dazu. Dazu habe ich mich sogar extra bei nem Blog angemeldet, um dies allen zu verkünden, die es nicht wissen wollen.
Begründungen und so Zeugs sind aber was für linke Spinner, die sich zu viele Gedanken um alles machen. Da haben wir beide es viel einfacher! Und nun auf, zum nächsten Blog, s´ ist immerhin Wahljahr und wir werden schließlich pro Werbung bezahlt.

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