Jetzt erst rechts

Die Sozialdemokraten müssten nun endgültig umdenken, liest man zuweilen. Sie müssen wieder sozialdemokratisch werden, wollen sie die Bundestagswahl noch gewinnen. Kommt jetzt der Linksruck? Nein, das Gegenteil wird geschehen.

Nach der dritten Niederlage der 100-Prozent-Schulz-SPD bei einer Landtagswahl in Folge, steht für viele Menschen da draußen fest: Die Sozialdemokratie – sie muss genau das wieder werden. Die Stimmengewirr zum Thema birgt hierbei verschiedene Ansätze. Die einen versuchen es mit Zuversicht: Jetzt wird ein Ruck durch die Partei gehen, denn nun bleibt nichts mehr als die Einsicht. Andere üben sich indes im Konjunktiv: Sie müsste nun, könnte vielleicht, würde dann. Schulz selbst erklärte nach dem Triple, dass er sich ja auch als GroKo-Kanzler in die Verantwortung stehlen würde. Das hat man vorher zwar schon befürchtet, offen thematisiert hat er es allerdings nicht. Man wollte ja den Wechsel inszenieren.

Schulz GroKo-Einsichten muss man wahrscheinlich als die letzten Ausflüchte kurz vor dem Ende aller Hoffnungen begreifen. Es ist der letzte Versuch, sich nochmal nach der ersten Geige zu strecken. Die Erkenntnis reift aber auch schon bei den Sozis – aller Berauschungen der letzten Wochen zum Trotz. Zahlen machen nüchtern. Und bei den Prognosen, die exakt so aussahen wie vor einigen Monaten, als Gabriel noch die große Nummer seiner Partei war, bringen wieder Ordnung in die Aufbruchstimmung. Für sachthematische Erkenntnisse wird da innerhalb der SPD kaum noch Raum sein – wahltaktische Überlegungen übernehmen von jetzt ab das Primat.

Dass man Juniorpartner bleiben möchte, wird zur Erkenntnis der letzten Wochen und damit zur Ultima Ratio der Partei. Als solcher muss man sich anbiedern, muss die FDP ausstechen, die zum Thema werden könnte, wenn es die AfD wider Erwarten nicht ins Parlament schafft. Insofern ist für die Sozialdemokraten eine AfD im Bundestag eine gute Sache. Was für eine traurige Nachricht für eben jenen Herrn Schulz, der noch vor einigen Monaten einen moralischen Feldzug gegen die neuen Rechten in Aussicht stellte, ohne freilich eine Nachfragepolitik zur Entspannung der Lage anzubieten. Nun muss er fast froh sein, wenn es die AfD schafft. Eigentlich steht die Schulz-SPD schon hier vor den Scherben ihrer »Mobilisierung durch Inhaltslosigkeit«.

Ein Linksruck ist natürlich jetzt keine Alternative mehr. Schließlich will man ja dem Senior auch gefallen. Die ohnehin mehr als zögerlichen Angebote an ein dezent linkes Publikum sind damit endgültig Makulatur. Wer nun glaubt, die SPD würde aufgrund der prognostizierten Arithmetik doch noch Facetten einer Nachfrageökonomie ins Gespräch bringen, der täuscht gewaltig. Die Genossen wissen sehr genau, dass der Zauber der letzten Wochen vorbei ist. Jetzt sondieren sie. Und so muss man sich benehmen. Jetzt erst rechts!

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Rainer N.
Rainer N.
5 Jahre zuvor

Hey, nicht immer auf Senioren schimpfen, die angeblich Konservativ seien.

Oder bin ich mit 66 Jahren noch kein Senior? Denn ich denke und wähle links.

Und wie nun Hans Herbert von Arnim zum Wahlsystem … also das habe ich vor Jahren schon angefochten, leider hat das BVerfG meine Beschwerde nicht angenommen, ohne Begründung natürlich.

Ich hatte eine Wichtung der Stimme für notwendig gehalten, damit wirklich jede Stimme das gleiche Gewicht hat.

Beispiel? Wenn Parteien A, B, C, D, E und F zur Wahl stehen, müsste der Wähler die Reihenfolge seiner Wahl „ankreuzen“ dürfen. Also 1=D, 2=F, 3=A, 4=B, 5=C und 6=E. Das könnte dazu führen, dass mehr Wähler auch mal einer Partei die Stimme geben, von der sie befürchten, dass die Partei die „Hürde“ nicht schafft. OK, die Wahlauswertung wäre dann etwas schwieriger, aber eben demokratischer.

R_Winter
R_Winter
5 Jahre zuvor

Eine Ergänzung zu diesem Thema: Albrecht Müller am 21.5.2017 auf den NDS.

Alte und neue Techniken politischer Kommunikation. Wie drücken wir unsere Botschaft durch?
Anmerkungen zu einzelnen der genannten strategischen Überlegungen:
1. Aufbau einer Gegenöffentlichkeit. Wie 1972 wäre das auch heute der Schlüssel zum Erfolg jener politischen Kräfte, die Kanzlerin Merkel ablösen wollen. Sie hat die Mehrheit der Medien und auch das Große Geld hinter sich. Wer dagegen gewinnen will, muss Menschen mobilisieren. Das ging und das ginge auch wieder.
2. Die CDU hat in Nordrhein-Westfalen vorgeführt, was eine gute Konfliktplanung zu leisten vermag: NRW als Schlusslicht darzustellen, beim Thema innere Sicherheit anzugreifen, genauso beim Stundenausfall in den Schulen. Das waren gut geplante Konflikte. Damit war sie aber nur erfolgreich, weil die Ministerpräsidentin Kraft und die SPD nichts aus der Vergangenheit lernen wollten.
3. Hätten sie eine genaue Analyse der Taktik des politischen Gegners gemacht, dann hätten sie unschwer erkennen können, wo die CDU angreift – siehe (2) – und dann hätten sie versuchen müssen, die eigenen Anhänger und über sie auch die Wähler zu immunisieren.
4. Es sollte klar sein, in welcher politischen Formation, in welcher Koalition man die Regierungsmacht erreichen bzw. halten will. Zu meinen, man könne die Koalitionsfrage offen lassen, das ist ziemlich naiv. Denn damit verlangt man von den Wählerinnen und Wählern, dass sie die Katze im Sack kaufen.
5. Zusammenarbeit Rechts-Links. Das bezog sich damals auf die Zusammenarbeit innerhalb der SPD – also zwischen dem Brandtflügel und den sogenannten Kanalarbeitern. Heute wäre es auf die Linkspartei anzuwenden. Wenn die Flügel sich dort bekriegen, dann wird daraus nichts.
6. Selbst bei kleinen Parteien ist das anzusprechende Wählerpotenzial nicht homogen, bei größeren Parteien sowieso nicht. Menschen haben aber verschiedene Interessen und verschiedene Ansichten. Deshalb kommt ein guter Wahlkampf ohne eine gewisse Vielfalt nicht aus. Die Forderung nach Geschlossenheit ist das blödsinnigste, was man sich für einen guten Wahlkampf vorstellen kann.
7. Politische Kommunikation ist dann erfolgreich, wenn die angesprochenen Menschen an der Ansprache hängen bleiben, darüber kommunizieren, es weitersagen. Das geht besonders gut mit Witz und Humor. Die SPD hat 1972 von Tommy Ungerer ihre Einstiegskampagne illustrieren lassen. Das war witzig und löste vielfältige Kommunikation aus.
8. Klassenkampf von oben und offen sagen, was ist. Das ist hochaktuell. Den Klassenkampf gibt es und er betrifft alle. Besser als mit der auseinandergezogenen Einkommens- und Vermögensverteilung kann man das gar nicht belegen. Und dennoch wird dieses Thema von der offiziellen Politik ziemlich verschwiegen. Es wird auch nicht offen darüber geredet, wie das Große Geld und die konzentrierten Medien in die Meinungsbildung und damit auch in die Entscheidungsfindung eingreifen. Wir haben 1972 die Intervention des großen Geldes in die politische Auseinandersetzung offensiv angesprochen und damit die Mehrheit der Menschen beeindruckt und gewonnen. Das war nicht nur Wahlpropaganda sondern auch ein Akt der politischen Bildung.
9. Für die Wählerinnen und Wähler muss erkennbar sein, welche Werte diejenigen prägen, die um unsere Stimme werben. Dabei ist klar: die Rolle der Egoisten ist in der Regel besetzt und auch nicht attraktiv für jede fortschrittliche Partei.
10. Meinungsführung statt Anpassung. Die Anpassung an die konservativen und neoliberalen Vorstellungen markiert das Elend der Sozialdemokratie. Damit ist kein Blumentopf zu gewinnen, jedenfalls nicht dauerhaft.
Soviel zu einigen der fortgeltenden Überlegungen für erfolgreiche Wahlkämpfe. Sie liegen auf der Straße, man könnte sie auflesen und umsetzen.

Quelle: http://www.nachdenkseiten.de/?p=38364#more-38364

wschira
wschira
Reply to  R_Winter
5 Jahre zuvor

Tja, A.Müller hat natürlich recht, bis auf einen Punkt: Damals wurde die SPD von Willy Brandt geführt, heute von dem unsäglichen Haufen von Gabriel, Steinmeier, Nahles, Schulz und wie das Gesocks sonst noch heisst.

Links schlägt mein Herz!
Links schlägt mein Herz!
Reply to  wschira
5 Jahre zuvor

Und genau da liegt der Hase begraben.Die damaligen SPD’ler hatten ihr Herz noch links.Aber diese unsäglichen „Parteigenossen“ von Heute,sind eine Schande für alle sozialdemokratischen Menschen von Heute.
A.Müller hat es immer wieder gesagt,und er hat recht damit, die sPD ist femdgesteuert!!!
Denn wer lässt eine Partei so „abkacken“,und macht trotzdem weiter,als ob nichts gewesen wäre…?
Der rechte Flügel der sPD lässt lieber die Partei sterben,bevor die ihre Politik ändern…
Echt traurig…

Robbespiere
Robbespiere
5 Jahre zuvor

Was ich nicht verstehe ist, warum man einem totgeweihten Krebspatienten ständig so viel Aufmerksamkeit widmet, so als wäre Re-Inkarnation eine wissenschaftlich erwiesene Tatsache.
Laßt den Patienten doch endlich in Frieden seinen endlichen Gang gehen und kümmert euch lieber um Unterstützung für die, welche noch etwas Positives für die Gesellschaft erbringen können und die ihr gerne an der Regierung sehen würdet.
Wer sich für neoliberale Politik entschieden hat, wird nie mehr die Interessen der Mehrheitsbevölkerung vertreten.
Da könnte man auch gleich Ötzi als Kanzerkandidaten aufstellen.

Tote brauchen keine Unterstützung mehr, die Lebenden schon!

anton
anton
Reply to  Roberto J. De Lapuente
5 Jahre zuvor

Roberto: Mehr Bürgerbeteiligung, gemässigte Sanktionen bei ALG-2, weniger Kampf gegen Rechts ( peinlich ), Hauseigentum bei ALg-„, Mehr innere Sicherheit, Abschiebungen, Mindestrenten, Sozialer Arbeitsmarkt, wäre ja mal etws! Nicht vergessen, keine sinnlosen Ausgaben im MIlitärbereich, wenn europaweit zusammenlegbar, europäi. Geheimdienst in Angriff nehmen!

Anke Schöller
Anke Schöller
Reply to  anton
5 Jahre zuvor

Mehr Bürgerbeteiligung, gemässigte Sanktionen bei ALG-2, weniger Kampf gegen Rechts ( peinlich ), Hauseigentum bei ALg-„, Mehr innere Sicherheit, Abschiebungen, Mindestrenten, Sozialer Arbeitsmarkt, wäre ja mal etws! Nicht vergessen, keine sinnlosen Ausgaben im MIlitärbereich, wenn europaweit zusammenlegbar, europäi. Geheimdienst in Angriff nehmen!

– Mehr Bürgerbeteiligung –

In welcher Form und warum ? Warum sollte man dich an irgendwas beteiligen ?

– gemässigte Sanktionen bei ALG-2 –

Wie sehen „gemäßigte Sanktionen“ bei einem rechtlich
zugesichertem Existenzminimum aus das jedem Gefängnisinsassen zusteht ?

– weniger Kampf gegen Rechts

Dämliche Forderung

– Hauseigentum bei ALg –

Gibts schon. Für zwei Personen bis 100 qm Wohnfläche plus 600 qm Grundstück. Solls mehr sein ?

– Mehr innere Sicherheit

Die Behandlung von Angsneurosen übernimmt die AOK

– Mindestrenten –

Gibts schon, die Grundsicherung liegt auf H4-Niveau. Soll es mehr werden
oder worin besteht die Forderung ?

– Sozialer Arbeitsmarkt –

Was soll das sein ?

– keine sinnlosen Ausgaben im MIlitärbereich, wenn europaweit zusammenlegbar

Es gibt keine sinnvollen Militärausgaben, eine Zusammenlegung gibt es bereits, nennt sich NATO, auch sinnlos

– europäi. Geheimdienst in Angriff nehmen –

Wozu ? Welche föderalen Strukturen wären sinnvoller ?

anton
anton
Reply to  Anke Schöller
5 Jahre zuvor

Anke: Mindestrente 100o Euro, auch ein alleinlebender ALG-2-Empfänger sollte ein Haus besitzen dürfen oder eine Eigentumswohnung, NATO ist mehr das Produkt der USA, europ. Kernstaaten müssten alleine agieren können! Ich bekenne mich dazu, dass der Kampf gegen Rechts mehr bürgerfeindliche Propaganda ist als reale Politik, muss der Mitdiskutant nicht so sehen! Direkte Demokratie könnte den Gegensatz Bürger-Volk erträglicher machen, ohne diese ist für mich Demokratie nicht komplett! Europa muss auch militärishc , polizeilich usw zusammen arbeiten, wird lInken nicht gefallen, ist bestimmt wieder rechts ohne Ende!Gefahren sind zu erkennen , analysieren und abzuwehren!

Anke Schöller
Anke Schöller
Reply to  anton
5 Jahre zuvor

-Mindestrente 100o Euro

Warum gerade 1000 € ? Die Mietpreisbremse von Heiko Maas hat sich die Tage als Luftnummer herausgestellt. In München genügen 1000 € schon heute nicht.

-auch ein alleinlebender ALG-2-Empfänger sollte ein Haus besitzen dürfen oder eine Eigentumswohnung

Ja klar ! Wohneigentum ist ja meist als „Teilrente“ angeschafft worden.
Es ist völlige Barbarei den Überlebenden dafür verantwortlich zu machen, dass der Partner oder die Partnerin verstorben ist und vielleicht nur eine GruSi bleibt. Soetwas spielt den privatisierten Pflegeeinrichtungen in die Karten. Die reißen sich das Haus noch zu Lebzeiten unter den Nagel obwohl gar keine zwingende Pflegebedürftigkeit besteht.

-NATO ist mehr das Produkt der USA, europ. Kernstaaten müssten alleine agieren können!

Die NATO ist ein Angriffsbündnis geworden. Gegen wen oder was soll ein europäisches Militärbündnis agieren ?

-Ich bekenne mich dazu, dass der Kampf gegen Rechts mehr bürgerfeindliche Propaganda ist als reale Politik, muss der Mitdiskutant nicht so sehen!

Wer rechtes Zeug sagt und macht, ist ein Rechter. Da gibt es nichts zu diskutieren.

-Direkte Demokratie könnte den Gegensatz Bürger-Volk erträglicher machen, ohne diese ist für mich Demokratie nicht komplett!

Diesen Artikel würde ich mir abheften:

Der Verfassungsrechtler Hans Herbert von Arnim kritisiert die Macht der Parteien, fordert mehr direkte Demokratie und hält eine Reform des Wahlrechts für unerlässlich
https://www.heise.de/tp/features/Vollbezahlt-und-ueberversorgt-3716750.html

– Europa muss auch militärishc , polizeilich usw zusammen arbeiten, wird lInken nicht gefallen, ist bestimmt wieder rechts ohne Ende!Gefahren sind zu erkennen , analysieren und abzuwehren!

Europa ist kaputt und Deutschland hat es gesprengt. Alles rausgeschmissen Geld.

anton
anton
Reply to  Anke Schöller
5 Jahre zuvor

Anke: Mehr als 1000 Euro dürften wohl kaum realistisch sein, befürchte, die wird es schon nicht geben! Ich bekenne mich zum Militär, ewiger Frieden ist unhistorisch!Der Kampf gegen Rechts interessiert mich nicht, besonders, finde diesen meist eher peinlich!Zum sozialen Arbeitsmarkt, nach meinem Politikverstädnis muss der Staat Langzeitarbeitslsoen, gerade Behinderten, eine subvntionierte Stelle anbieten, auch Bürgerarbeit, 1-Euro-Jobs sind besser als Idiotenmaßnahmen! Arbeit ist besser als Langeweile!

anton
anton
Reply to  Roberto J. De Lapuente
5 Jahre zuvor

keine Ahnung!

The Joker
The Joker
Reply to  Roberto J. De Lapuente
5 Jahre zuvor

Kamerad anton ist wohl eher ein paar mal zu oft gegen geschlossene Türen gerannt.
Und die Schlüssel hat das Pflegepersonal.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Roberto J. De Lapuente
5 Jahre zuvor

J. De Lapuente

Das ist so ein Gerede, wie es gut ankommt. Es ist markig und gallig und all sowas. Aber sorry, mit realistischer politischer Einschätzung hat das nichts, aber wirklich gar nichts zu tun.

Dieses „Gerede“ bruht schlicht auf meiner Erfahrung mit der SPD seit 19 Jahren.
Bis Heute sitzen da die gleichen Zossen am Ruder und unterstützen als Juniorpartner Merkels neoliberale Politik.
Ob Fiskalpakt, Schuldenbremse, Hartz 4, Agenda 2010, Riesterrente, Kriegsbeteiligung, Waffenlieferungen z.B. an die Saudis, nie zieht die SPD die Notbremse und vertritt eine andere Politik als die Union.
Dabei hätte es ja durchaus mit RRG optional eine Mehrheit dafür gegeben.
ber Hannelore Kraft hat ja gerade erst in NRW bestätigt, dass die SPD im Sinne der Bevölkerungsmehrheit eben nicht regierungsfähig ist.
Wo bitte schön soll denn der „Siegfried“ aus der SPD herommen, der den neoliberalen Drachen ernsthaft erlegen will?
selbst wenn es ihn gäbe, würden Schulz, Gabriel, Oppermann und Co. verhindern, dass er in der Partei auch nur ein Bein hoch bekommt.
Die Halunken haben ihre Seele verkauft und nicht die Klöten, das öffentlic zuzugesehen, weil dann auch die Quelle ihres geplanten Wohlstandes versiegte und sie bekennen müßten, wer ihnen dazu und wofür verhilft.

Hier wurde oft genug beklagt, dass die LINKE permanent medial totgeschwiegen oder nur auszugsweise erwähnt wird.
Auch ein Blog ist ein Medium, das zumindest einen Teil der Bevölkerung erreicht und damit eine Möglichkeit, der Linken in diesem Umfeld eine positive Unterstützung zu bieten, in dem man über das schreibt, was diese Partei zum Gemeinwohl verändern will bzw. ihre Gegenpositionen zur aktuellen Politik.
Das heißt jetzt aber nicht, sich ausschließlich mit der Linken zu beschäftigen, denn das ginge ging zu lasten der Vielfalt und hätte den Geruch von Propaganda, aber ihr könntet sie schon ein gutes Stück aus dem Des-Informationsschatten herausholen.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Roberto J. De Lapuente
5 Jahre zuvor

J. De Lapuente

Wenn eine Partei wie die SPD einen Rechtsruck begeht, wo steht geschrieben, dass sie nicht wieder nach links kann?

Rein theoretisch ist das zwar möglich, aber mit der Kontinuität ihres Handelns beweist die SPD ja permanent, dass sie das gar nicht will.
nach drei verlorenen Landtagswahlen versucht die Partei jetzt, mit dem rechten Thema Sicherheit zu punkten.
Dabei wäre das Thema soziale Sicherheit geradezu prädestiniert, nach dem schon Union oder AFD den Weg für eine Diktatur ebnen.
Wo die Bürger der Schuh drückt, interessiert die Genossen nicht, dabei müßten sie es aus der Analyse ihrer Niederlagen und der stetig sinkenden Wählerzustimmung besser wissen.

Nicht ohne Grund schrieb ich:

Die Halunken haben ihre Seele verkauft und nicht die Klöten, das öffentlic zuzugesehen, weil dann auch die Quelle ihres geplanten Wohlstandes versiegte und sie bekennen müßten, wer ihnen dazu und wofür verhilft.

Die neoliberalen Seeheimer haben das Schiff SPD gekapert und den linkslastigen Teil der Besatzung über Bord geworfen.
Damit fehlt auch das nötige Personal für eine Restaurierung und die Nachzucht progressiver Genossen aus der Jugend.
Das Parteivolk läßt die Bosse gewähren, weil parteiintern gar keine Alternative mehr zur Verfügung steht.

Ich könnte das jetzt vertiefen, denn einen Ansatz gab es bei der Agenda 2010, den man aus linker Perspektive verteidigen muss, der auch visionär war – aber nur in der Perspektive, nicht in der Ausführung.

Die Aussage mußt du aber wirklich erklären, damit die Runzeln des Staunens auf meiner Stirn wieder verschwinden.

anton
anton
Reply to  Robbespiere
5 Jahre zuvor

Rob: Diktatur, Ihr Linken seid so süss! Stein-Joker und der dubiose Anton C. mit seinem anti-europäischen Hass sind natürlich die demokratsichen Vordenker! es geht um Mehrheiten, Spinnereien ühren nicht weiter!

The Joker
The Joker
Reply to  Roberto J. De Lapuente
5 Jahre zuvor

Hallo Roberto,
theoretisch hättest Du recht:
Die SPD könnte sich wieder nach links entwickeln.
Aber: Welche innerparteilichen Personen, Strömungen, Kreise könnten denn das anschieben?
Nahles? Die hat ein gewerkschaftsfeindliches Gesetz sowie Sozialkürzungen gegen Nicht-EU-Bürger durchgezogen.
Stegner? Der freute sich, die Linke in SH aus dem Landtag herausgehalten zu haben.
Der Ex-PDS-Punk Angela Marquardt ist willige Bürodame von Nahles, antideutsch und möchte gerne in der NATO bleiben.
Selbst in den geistigen Trümmern, die man früher mal „Parteilinke“ genannt hätte, ist nicht mal ansatzweise irgendeine Person zu finden, die – auch massenwirksam und multiplikatorisch – sowas wie eine Hausmacht aufbauen könnte.
Albrecht Müller oder Susanne Neumann sind wackere Einzelpersonen, aber ohne wirklichen Einfluss.
Andrea Ypsilanti mit dem ISM wirkt emsig, aber eher im Hintergrund.

Spiegelverkehrt macht im Nachbarland der ÖVP-Politiker Kurz gerade vor, wie man als Juniorpartner aus einer großen Koalition aussteigt. Sein Kalkül ist wohl, knapp vor der FPÖ zu landen, um mit letzterer zu regieren.
Auch wenn das die falsche Richtung ist: Der Kurz-Effekt könnte erfolgreicher sein als der Schulz-Zug.

anton
anton
Reply to  The Joker
5 Jahre zuvor
Robbespiere
Robbespiere
Reply to  anton
5 Jahre zuvor

@anton

Na, wenn das so aus deinem Volksempfänger schallt, muss es ja stimmen, gell?

anton
anton
Reply to  Robbespiere
5 Jahre zuvor

Ohne Volk bzw. Nähe zur eigenen Kultur wird es nicht gehen! Die Linkspartei ist gut darin, auf soziale Verwerfungen aufmerksam zu machen, so wie die AFD Verwerfungen in der Flüchtlingsfrage aufzeigen kann, mal sehen, ob die beiden wirklichbundeweit politikfähig sind! Mit alten Rezepten, auch die 70-er Jahre sind lange her, wird es nicht funktionieren!

Roberto: Deine Einwände versuchen wenigstens, das Tischtuch zur Realpolitik nicht zu zerschneiden. Dies macht den Blog immer noch lesenwert, nicht von Alllesforderern, Gewaltanbetern oder Mesnchen, bei denen jedes 2 Wort ins Forum Geschissen heißt, beirren lassen! Weiter so!

Anke Schöller
Anke Schöller
Reply to  anton
5 Jahre zuvor

Gewaltanbetern oder Mesnchen, bei denen jedes 2 Wort ins Forum Geschissen heißt, beirren lassen!

Geh mal kacken und komm nicht mehr wieder !

anton
anton
Reply to  Anke Schöller
5 Jahre zuvor

Lasse Dich ordentlich begatten, danke! Passiert bei linken Weibern nur sehr selten!

Anton Chigurh
Anton Chigurh
Reply to  anton
5 Jahre zuvor

????????????
redet so ein doitscher christenmensch mit einer Frau ?
ich muss mich doch schwer wundern……

anton
anton
Reply to  Anton Chigurh
5 Jahre zuvor

Anton: Ich bin voll für Gleichberechtigung, ist die Frau katzig, gibt es was zurück, so einfach! Die musste sich nicht einmischen!

Anke Schöller
Anke Schöller
Reply to  anton
5 Jahre zuvor

Von einer deutsch-nationalen Witzfigur wie du eine bist, wah ?!

Was wollt ihr Luschen eigentlich immer von den Linken wenn die
so blöde sind, häh ?
Mit solchen Verlierern würde ich doch nicht Tage in einer Kommentarspalte
verbringen. Hat sonst niemand Zeit für dein krudes Weltbild ?

anton
anton
Reply to  Anke Schöller
5 Jahre zuvor

Anke: Weltbilder kannst Du doch gar nicht beurteilen, Fräulein!

Anton Chigurh
Anton Chigurh
Reply to  anton
5 Jahre zuvor

Klein-anton profitiert davon, das hier vieles ertragen wird, wofür er auf anderen Seiten schon längst ausgesperrt worden wäre. So sitzt er da wie ein erregter Pennäler vor einem Tittenheftchen und klappert sich mit seinem Seich die Fingerkuppen wund. So lässt er alle Welt an seinem kranken Weltbild teilhaben und blamiert sich mit seiner Faschoscheisse bis auf die Knochen. So lange, bis er gesperrt wird, oder keiner mehr auf seinen Dünnpfiff antwortet. Und damit werde ich jetzt anfangen. Fuck off and die.

VON
VON
Reply to  Anton Chigurh
5 Jahre zuvor

Anton C: gegen Deinesgleichen war die ital Faschisten richtige Pazifisten!! Blockjiere mich doch mal, versuche es !

Anke: Linke weiber sind schlechte Mütter, wenn wundert es!?

Anke Schöller
Anke Schöller
Reply to  anton
5 Jahre zuvor

Bück dich mal und laufe mit Schwung gegen die nächste Wand.
Das ist gut für die innere Sicherheit haben sie im Fernsehen gesagt.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  anton
5 Jahre zuvor

@anton

Mit alten Rezepten, auch die 70-er Jahre sind lange her, wird es nicht funktionieren!

Da önntest du Recht haben. Im Moment sind die Rezepte der 30er Jahre wieder voll im Trend.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Robbespiere
5 Jahre zuvor

Dass ich meine Texte nicht wie zu Spiegelfechter-Zeiten editieren kann, nervt mich ungemein.

anton
anton
Reply to  Robbespiere
5 Jahre zuvor

Rob: Wirtschaftspolitisch seid ihr eher in den 1970-er Jahren, nur diesmal ohne Erfolg!

Anton Chigurh
Anton Chigurh
Reply to  anton
5 Jahre zuvor

@klein-anton
steck dir den Artikel deiner Propagandagazette ins Rektum und zünd ihn an….
Vielleicht lernst DU dann was

anton
anton
Reply to  Anton Chigurh
5 Jahre zuvor

Anton C.: alles Propaganda , nur Ex-Stasiblätter und linksautonome gewaltgeile anti-bürgerliche Schriften sind natürlich wahrheitstriefend! Der geworfene Stein und die blockierde Tür bei einer AFD-Veranstaltung sind ja auch die reine Politik!

Anton Chigurh
Anton Chigurh
Reply to  anton
5 Jahre zuvor

mich wundert es nicht, dass du halbgares Würstchen zu doof bist, die Hurenpresse als solche zu erkennen.

Lazarus09
Lazarus09
Reply to  Roberto J. De Lapuente
5 Jahre zuvor

Robero, Rob bringt es auf den Punkt, die sPD hat abgewirtschaftet und sollte endlich in Ruhe sterben und als mahnendes Beispiel in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.
Man sollte eher neue Kräfte unterstützen statt am Bäumchenspiel festzuhalten.

Anton Chigurh
Anton Chigurh
Reply to  Lazarus09
5 Jahre zuvor

@ Rob @ Laz
Leute, lasst es. Püntes schnallt es nicht. Es vergeht keine Woche, in der er nicht mindestens einen Artikel zu den Sozenzombies raushaut. Der glaubt auch, dass die Titanic eines Tages wieder von selbst auftaucht.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Anton Chigurh
5 Jahre zuvor

@Anton Chigurh

Ich habe Robertos Artikel auf Ad sinistram gerne gelesen, weil er ein guter Beobachter des Zeitgeschehens war.
Warum er jetzt seine Hoffnung auf eine SPD setzt, von der lediglich das LOGO an eine Arbeiterpartei erinnert, ist mir schleierhaft.
Die SPD hat sich durch ihre fehlende Distanz zur Oberklasse und, wie ich vermute, durch korrumpierbarkeit, gegen die Unterstützung ihrer ehemaligen Klientel entschieden.
Ich sehe viel mehr Sinn darin, dort zu unterstützen, wo schon ein gesunder Keim für eine soziale Politik nach meinen Vorstellungen angelegt ist und meine Energie nicht auf eine Chimäre zu vergeuden, ein Abziehbild vergangener Zeiten.
Das ist wie beim Lotto, wo man Jahrzehnte lang spielt und hofft, jetzt endlich sei man an der Reihe und dann wars doch wieder nichts.
Dieses Spiel läuft mit der SPD seit Schröders Abgang genau so und im Parlament sitzen nicht nur 49 rote Kugeln, was die Trefferquote auf einen Sozi mit Herzblut noch einmal dramatisch verschlechtert.

wschira
wschira
Reply to  Robbespiere
5 Jahre zuvor

Kann man so unterstreichen bis auf den letzten Abschnitt. Nicht seit Schröders Abgang! Der Niedergang begann mit Schröders Wahl zum Bundeskanzler.

der Doctor
Reply to  Anton Chigurh
5 Jahre zuvor

@Anton Chigurgh:
Selbst Albrecht Müller ist da schon weiter:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=38417

Wolf-Dieter Busch
Wolf-Dieter Busch
Reply to  Roberto J. De Lapuente
5 Jahre zuvor

ihr Abgang ist auf keinen Fall etwas, was wir uns erhoffen sollten

Ich glaube doch.

Die real ausgeführte Funktion der SPD lautet so: absorbiere die jugendfrischen Linken und neutralisiere sie.

Die SPD ist in dem Sinn ein Staubsauger. Wir brauchen eine linke Partei, nicht eine Partei, die alles Linke aufsaugt.

Siehe auch meinen Rant bei Sasse.

Jenseits von Böse
Jenseits von Böse
Reply to  Roberto J. De Lapuente
5 Jahre zuvor

„Die SPD ist in einem dramatischen Zustand. Keine Frage.“

Sicher. Neolib im Endstadium.

„Aber ihr Abgang ist auf keinen Fall etwas, was wir uns erhoffen sollten, einfach deshalb, weil sie noch gebraucht wird.“

Nö, diese Verräterpartei braucht kein Mensch. Für linke Mehrheiten fällt der Verein erst mal aus, zumal nach der letzten Kraft-Anstrengung, die Linke in NRW aus dem Rennen zu kicken. Rot-Rot-Grün hat keine Perspektive, diese SPD und diese Grünen sind zu Kanzlerinnen-Wahlvereinen verkommen.

Die paar übrig gebliebenen Sozialdemokraten könnten auch gleich zur Linken gehen, in ihrer Partei sind sie nur billige Feigenblätter für Chulz und Konsorten. Und überhaupt: Warum sollte die SPD nicht einfach implodieren wie jüngst ihre französische Schwesterpartei?

Breite linke Bündnisse müssen eh von unten wachsen, wir brauchen viel mehr Bewegung und viel weniger parteipolitisches Taktieren. Die Linke sollte sich nicht um die SPD, sondern um Umverteilung kümmern. Wenn es ihr nicht gelingt, die Verlierer des neoliberalen Kapitalismus zu sammeln, wird sie überflüssig.

Das ist eine gewaltige Herausforderung, es braucht kluge Strategien, um eine hoffnungsvolle Perspektive glaubhaft und überzeugend anbieten zu können. Darüber will ich hier im Neuland lesen – wie man Menschen bewegt, kein Gejammer über diese Untoten von der spezialdemokratischen Resterampe.

wschira
wschira
Reply to  Roberto J. De Lapuente
5 Jahre zuvor

Es würde eine SPD gebraucht, die wirklich sozialdemokratische Werte vertritt. Diesen neoliberalen Sauhaufen braucht niemand. Ich habe auch keine Hoffnung, dass sich da was ändert. Die SPD ist von den marktradikalen Seeheimern und ihrem Umfeld usurpiert (früher nannte man sie Kanalarbeiter, aber da hatten sie auch wenig zu sagen). Das sagt jemand, der mal ein Willy-Brandt Fanboy war, wie man heute sagen würde.

GrooveX
GrooveX
Reply to  Robbespiere
5 Jahre zuvor

Laßt den Patienten doch endlich in Frieden seinen endlichen Gang gehen und kümmert euch lieber um Unterstützung für die, welche noch etwas Positives für die Gesellschaft erbringen können und die ihr gerne an der Regierung sehen würdet.

nur keine panik, wir schaffen das!

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  GrooveX
5 Jahre zuvor

@GrooveX

Wer sich für neoliberale Politik entschieden hat, wird nie mehr die Interessen der Mehrheitsbevölkerung vertreten.

Nicht ohne Grund habe ich diesen Satz geschrieben, denn meine Kritik bezieht sich nicht nur auf die intensive Beschäftigung mit der SPD, auch wenn ich die für das schlimmste politische Übel halte, weil sie seit Jahren als Sensemann im Kostüm des hl. Martin daherkommt.

trackback
5 Jahre zuvor

[…] sie die Bundestagswahl noch gewinnen. Kommt jetzt der Linksruck? Nein, das Gegenteil wird geschehen.Weiterlesen bei den neulandrebellen Lesen Sie auch: Wenn wir alle Bangladescher wären … Wenn selbst intellektueller […]

Wolf-Dieter Busch
Wolf-Dieter Busch
5 Jahre zuvor

Also ich finde, die SPD schafft das. Die kommt wieder ganz groß raus. Gib ihr zehn Jahre. Na gut, zwanzig. Spätestens in dreißig Jahren … wer war das?

seyinphyin
seyinphyin
Reply to  Wolf-Dieter Busch
5 Jahre zuvor

Deutschland muss nur untergehen, dann kann die SPD vll überleben? 😉

Bezweifle, dass das Land es bei diesem Kurs noch groß länger als 10 Jahre macht, zumal gerade unser europäisches Umfeld nicht so sehr danach aussieht, als würde es unser Spiel noch lange mitmachen wollen.

Anke Schöller
Anke Schöller
5 Jahre zuvor

Das Torkeln der SPD ins Nirgendwo – 140 Jahre ohne Ideen und Prinzipien

Der Abschied der SPD ist eingeleitet und er ist unumkehrbar. Es wird aber noch einige Zeit dauern, bis sie aus der Geschichte endgültig verschwindet, weil die Nostalgiker nur langsam (biologisch) aussterben werden und weil es immer genug Karrieristen gibt, die sich um die restlichen politischen Posten bemühen werden. Die endgültige Bilanz der SPD kann aber schon jetzt verfasst werden.

Sie wird so lauten:

In 150 Jahren hatte die SPD keinen einzigen Denker von Bedeutung gehabt; nie einen theoretischen Diskurs angestoßen, der aus dem modischen Trend der Zeit herausragte.
In 150 Jahren hatte sie keinen Vorsitzenden oder Kanzler gehabt, der auf irgendeine Weise visionär wäre.
In 150 Jahren hat die SPD – der Macht wegen – schon alles verraten, worauf sie je geschworen hat. Sie hat z.B. vor dem 1. Weltkrieg für Kriegskredite gestimmt, während der Weimarer Zeit die verhängnisvollen konservativen Reformen mitgetragen und schließlich – unter Schröder & Co. – die schmutzigen Geschäfte für den ehemaligen Klassenfeind erledigt. So etwas hätte Kohl und seine Regierung nie gewagt.
Natürlich will keiner der SPD vorwerfen, dass sie über soziale und ökonomische Fragen ähnlich wie z.B. die CDU oder FDP denkt. Das Problem liegt anderswo. Die CDU und FDP handeln (mehr oder weniger) so wie sie es sagen. Die SPD spielt dagegen ihren Wählern eine soziale Opposition zur CDU und FDP vor, wohl wissend, dass sie in der Regierung nicht sozialer als sie handeln wird. Das nennt man Zynismus, Heuchelei und Wählerbetrug. Sie gehören zwar zum Geschäft jeder Partei, aber nur für die SPD sind sie von existenzieller Bedeutung. Sie steht und fällt mit ihnen. Deshalb ist sie moralisch verkommen wie keine andere unserer Parteien. Es ist wirklich höchste Zeit, dass sie endlich geht.

http://forum-systemfrage.de/Aufbau/steuerung.php?tbch=aa

GrooveX
GrooveX
Reply to  Anke Schöller
5 Jahre zuvor

…die schmutzigen Geschäfte für den ehemaligen Klassenfeind erledigt. So etwas hätte Kohl und seine Regierung nie gewagt.

leuna, buna & die blühenden landschaften
UND DER GANZE ANDERE SCHEISS!!!
WAS FÜR EIN KOTTSERBÄRMLICHES GELABER

The Joker
The Joker
Reply to  GrooveX
5 Jahre zuvor

Kohl war ehrlicher.
Der hat seine korrupte Politik ganz ehrlich und aufrichtig durchgezogen, ohne ein verlogenes schlechtes Gewissen aufzusetzen.
Schröder und Fischer haben immer so ein händeringendes „Leider, leider“ angestimmt. Mit gramzerfurchtem Gesicht wurde die Blutschweißtränen-Alternativlosigkeit besungen.
Krieg muss leider sein.
Sozialabbau muss leider sein.

Dass der politische Gegner einen bekämpft, ist sein Job.
Dass die eigenen Leute einen verraten, hat sie – 2005, viel zu spät – endlich den Job gekostet.

elvira
elvira
Reply to  The Joker
5 Jahre zuvor

@ Joker-Dorfdepp

Erzähl uns mal was Neues !

GrooveX
GrooveX
Reply to  The Joker
5 Jahre zuvor

W.A.S. W.A.R. K.O.H.L. ???

was hat man dir denn eingeträufelt? ich versteh’s echt nicht. das verlogenste pack, das deutschland je regiert hat, das ekligste konglomerat aus bestechlichkeit und verlogenheit unter kohl, schäuble, koch, lambsdorff – ich weiss gar nicht, wo man beginnen und wo enden soll – nennst du ehrlich aund aufrichtig? echt jetzt? seid ihr denn völlig vernebelt? habt ihr denn komplett den verstand verloren?

da fällt mir echt nichts mehr zu ein.

Folkher Braun
Folkher Braun
5 Jahre zuvor

Die SPD ist das Angebot an die Elite, die Nutzmenschen gegen das Abliefern ein paar „Zuckerl“ an der Kandarre zu halten. Am deutlichsten hat das Kurt Schumacher in seiner Dissertation über den „Staatsgedanken“ in der SPD beschrieben 1929. Auch nach 45 war der Mann so rechts , zu sehen an seiner Vorstellung vom „ökonomischen Magnetismus“ gegenüber der DDR, um dieselbe kaputt zu machen.
Parallel dazu entsorgte der DGB seine linke Seite, zum Beispiel Tho Pirker und Viktor Agartz. Die waren schon in den 50ern „auf Linie“. 1982 bekamen sie von der Elite dann erklärt, der ganze Sozialklimbim habe sich erledigt. Da sind sie brav Opposition geworden für 16 Jahre. Um dann der Elite zu beweisen, dass sie die gründlicheren Sozial-Demonteure sind. Das ist ihnen gelungen. Dumm nur, dass die Nutzmenschen dann lieber gleich das Original der Neocon-Strategie gewählt haben.
So ein Laden kann wegfallen. Man sollte sich mit dieser Karikatur von Partei auch nicht mehr beschäftigen. Unerwünschte Verhaltensweisen, lernt man in der Meisterausbildung, gehören ignoriert und der Deliquent zum Hoffegen hinauskomplimentiert.

GrooveX
GrooveX
Reply to  Folkher Braun
5 Jahre zuvor

Dumm nur, dass die Nutzmenschen dann lieber gleich das Original der Neocon-Strategie gewählt haben.

das ist das einzige, worum es geht. man macht sich nicht freiwillig zum werkzeug der notorischen rechtsspacken! und wenn man auf diesen scheiss schon reingeflogen ist, dann hält man das gefälligst nicht für politische hygiene!

alles andere ist alles andere

Heldentasse
Heldentasse
5 Jahre zuvor

Wenn man der sPd wie auch immer jetzt noch mal Leben ein hauchen möchte, ist dieser Versuch m.E. gleichzusetzen mit einem Wiederbelebungsversuch an einem Eisläufer der im Winter ertrunken ist, aber im Frühjahr erst wieder an die Oberfläche kommt.

Ich persönlich würde da alleine schon aus hygienischen Gründen die Finger davon lassen, vom Mundgeruch mal ganz abgesehen.

Beste Grüße

trackback
5 Jahre zuvor

[…] dazu: Jetzt erst rechts Dass man Juniorpartner bleiben möchte, wird zur Erkenntnis der letzten Wochen und damit zur Ultima Ratio der Partei. Als solcher muss man sich anbiedern, muss die FDP ausstechen, die zum Thema werden könnte, wenn es die AfD wider Erwarten nicht ins Parlament schafft. Insofern ist für die Sozialdemokraten eine AfD im Bundestag eine gute Sache. Was für eine traurige Nachricht für eben jenen Herrn Schulz, der noch vor einigen Monaten einen moralischen Feldzug gegen die neuen Rechten in Aussicht stellte, ohne freilich eine Nachfragepolitik zur Entspannung der Lage anzubieten. Nun muss er fast froh sein, wenn es die AfD schafft. Eigentlich steht die Schulz-SPD schon hier vor den Scherben ihrer »Mobilisierung durch Inhaltslosigkeit«. Ein Linksruck ist natürlich jetzt keine Alternative mehr. Schließlich will man ja dem Senior auch gefallen. Die ohnehin mehr als zögerlichen Angebote an ein dezent linkes Publikum sind damit endgültig Makulatur. Wer nun glaubt, die SPD würde aufgrund der prognostizierten Arithmetik doch noch Facetten einer Nachfrageökonomie ins Gespräch bringen, der täuscht gewaltig. Die Genossen wissen sehr genau, dass der Zauber der letzten Wochen vorbei ist. Jetzt sondieren sie. Und so muss man sich benehmen. Jetzt erst rechts! Quelle: neulandrebellen […]

oberham
5 Jahre zuvor

So traurig, so wahr! Es galt wohl schon bei den Landtagswahlen – Hauptsache die Linke draußen, die AFD drinnen ist gut für die Posteninhaber des SPD-Posteneinsammelvereins – und – warten wir ab – am Ende gibt es auch in NRW nach langem Geziere die GroKo – und Kraft steht auf einem sicheren Listenplatz zur Wahl des BT´s.
Das Grüppchen der Postenanwärter schert sich einen feuchten Dreck um „Politik“ – es geht einzig darum sich selbst am Trog zu halten und das Parteimaschinenmenschlein (ich empfehle die Lektüre von Jean Paul!) liefert mechanisch seine treuen Dienste ab und auch die Stimme.
Die SPD Postenanwärter setzen auf jene Wähler, die schlicht einen Krampf im Arm bekommen, wenn sie das Kreuz bei der CDU machen sollen – somit darauf, dass 20 + x übrig bleiben – was ihnen die Posten sichert!

Der Wähler hat keine Chance – das Feld ist aufgeteilt!

Leider sind die Menschen noch teil von der Hoffnung beseelt, es könnte vielleicht doch ein Funken Aufrichtigkeit hinter all den Lügen, all der Heuchelei glimmen – somit geben wohl wieder über 50 % der Wahlberechtigten den „etablierten“ Parteien ihre Stimme und somit bleibt es dabei, der Staat ist der Stall in dem die Nutzmenschen für das Kapital verwaltet werden.
Die Politiker sind die Stallknechte – die vom Ertrag, welchen die Stallviecher abwerfen fürstlich leben, hoffend, eines Tages vielleicht mit in den Gutshof einziehen zu dürfen – dort wo man endlich am Ziel ist!

Wir sind chancenlos, weil die meisten unserer Mitviecher ebenso gierig zum Gutshaus glotzen und sich tranchieren lassen, hoffend, vielleicht auch mal dort zu landen – sorry Leute – wir landen dort nur auf der Speiseplatte, tranchiert, in kleinen Scheibchen serviert – leb- sprich würdelos!

elvira
elvira
5 Jahre zuvor

Forsa sieht die CDU heute bei 39% und die SPD bei 25%

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  elvira
5 Jahre zuvor

Das ist sPd jetzt schon bei 25% ist erfreut mich sehr, da ist noch bis zur Wahl viel Luft nach unten! Man könnte es also auch als Projekt 18 bezeichnen.

Beste Grüße

Anke Schöller
Anke Schöller
Reply to  Heldentasse
5 Jahre zuvor

Das ist wie bei Moby Dick. Die SPD ist der weiße Wal und die Linke ist Käptn Ahab.
Am Ende verfängt sich die Linke im Müll der an Moby Dick haftet und geht
mit unter.

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Anke Schöller
5 Jahre zuvor

Nee, den Schuh zieh ich mir nicht an, eiderweil Herr De Lapuente hier immer wieder den Ahab gibt, in dem dieser immer und immer wieder auf noch zum Besseren zu bekehrenden Sozen verweist und nicht verstehen will, dass sie nicht die Lösung darstellen sondern das Problem sind.

Mit persönlich sind die allerdings so schnuppe wie tote Pferde!

Beste Grüße

seyinphyin
seyinphyin
Reply to  elvira
5 Jahre zuvor

Wobei das natürlich auch den… „speziellen“ Geist des Souveräns zeigt, denn ziemlich egal WIE scheisse die SPD ist, ein Grund CDU zu wählen ist das nun wahrlich nicht.

Albert
Albert
5 Jahre zuvor

Seit 2012 war das Hauptanliegen der Kraft-Landesregierung und ihrer Hauptpartei SPD: Linke raus(halten) aus dem NRW-Landtag. Und PSD-Bundesvorsitzender Schulz – vom Schulzeffekt zum Schulzdefekt – scheint erfolgreich 20% bei der Bundestagswahl Ende Sept. 2017 zu arbeiten … also Vorwärts, und nicht vergessen, die Ess-Speeh-Dehh ….

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Albert
5 Jahre zuvor

20% ist uncool, Projekt 18 ist viel Aussagefähiger!

fendt
fendt
5 Jahre zuvor

Wenn ich rechts wäre, wünschte ich mir einen Blog, der das „ja aber“ in Verbindung mit der SPD kultiviert. Ohne Wenn und Aber, wähle ich die SPD.

wschira
wschira
Reply to  fendt
5 Jahre zuvor

Warum nicht, wir leben (noch) in einem freien Land. Ob diese Entscheidung auch sinnvoll ist, darüber kann man diskutieren.

fendt
fendt
5 Jahre zuvor

Was war falsch an meinem Beitrag?

ThomasX
ThomasX
Reply to  fendt
5 Jahre zuvor

Nix, du machst das ganz toll. Ich wähle auch immer einfach irgendwas irgendwie irgendwarum und stehe dann unerschütterlich dazu. Dazu habe ich mich sogar extra bei nem Blog angemeldet, um dies allen zu verkünden, die es nicht wissen wollen.
Begründungen und so Zeugs sind aber was für linke Spinner, die sich zu viele Gedanken um alles machen. Da haben wir beide es viel einfacher! Und nun auf, zum nächsten Blog, s´ ist immerhin Wahljahr und wir werden schließlich pro Werbung bezahlt.