Eskalationstraining oder Kölner Verhältnisse

Mit einem Tastendruck verließ ich Netflix und landete im Fernsehprogramm. Kabel 1. Eine dieser Kontrolletti-Sendungen. Zwei unmögliche Gestalten in Pelzmützen, die auch sprachlich fatal an Hausmeister Krause erinnerten und sich als Security ausgaben – sie nannten sich selbst allerdings Säkuriti -, machten sich am Kölner Bahnhof zu schaffen. Ich blieb einen Augenblick dabei. Wenn solche in Köln Wache schieben, wundert einen echt nichts mehr.

Müsste man sich Prollos vorstellen, dann genau wie die beiden Kerle. Sie waren laut, redeten wie Figuren aus »Voll normaaal« und schon beim ersten Zugriff, einer kurzen Personenkontrolle, merkte man, was sie an ihrer Arbeit schätzten: Die Reibung und Provokation. Deeskalation hat man denen offenbar nie beigebracht. Noch vergriffen sie sich nicht völlig im Ton, das sollte erst später erfolgen, aber sie kalkulierten damit, gleich einem den Arm auf den Rücken drehen zu dürfen.

Ich schaute den Gestalten wie gebannt zu. Heute kann echt jeder Trottel Kontrollen durchführen. Ich fragte mich ferner, ob das Fake war, machen die hier nach Drehbuch oder könnte das Wirklichkeit sein? Parallel zur Sendung prüfte ich den Namen der Security-Firma, die auf deren Jacken prangte. Die gab es tatsächlich. Und dann rief ich mir ins Gedächtnis, wie der Sicherheitsdienst hier am Frankfurter Bahnhof auftritt. Ganz so dämlich gingen die zwar nicht ihrem Dienst nach, aber auch sie provozierten mit einer gewissen Wonne und schrieben Deeskalation klein. Selbst die Rundschau hatte vor Zeiten mal davon berichtet. Die Bundespolizei war im Gegensatz dazu souverän, nicht sympathisch freilich, aber doch bemüht, die Situation nicht aus dem Ruder geraten zu lassen. Man lernt halt doch was auf der Polizeischule.

Die beiden Honks hatten ganz offenbar keine Schulung erhalten. Jetzt machten sie sich auf den Weg zu einer Baustelle, gleich in der Nähe des Bahnhofs. Dort ertappten sie im Dunkeln eine Gestalt, von der sie behaupteten, sie hätte was entwendet. Ob das zutraf, konnte der Zuschauer nicht wissen, man sah so wenig; die Kamera wackelte und alles war nur schemenhaft zu erkennen. Aber die Stimme aus dem Off erklärte den Mann gleich prophylaktisch zum Dieb. Das auch ja keine Zweifel aufkommen für die Zuschauer. Die Honks hatten in diesem Szenario die Guten zu sein. Und in der Rolle schien wirklich alles erlaubt. Erst filzten sie den Mann, dann erwiderten sie seine Erklärungen oder Ausflüchte auf eine derart unterirdische Weise, dass einem der Mund offen stehen blieb. Er solle jetzt seine Klappe oder Schnauze halten, sonst zögen sie gleich andere Seiten auf, er würde schon sehen, was er davon habe, dann wirste mal sehen, Freundchen. Die Kamera hielt drauf, die Stimme aus dem Hintergrund mokierte sich: Über den eventuellen Dieb, weil der nicht reuig gestand. Dazu lieferte sie Zahlen wieviel Werte in Euro jährlich von Baustellen entwendet würden. Der rüde Ton der beiden Honks störte offensichtlich niemanden. Wer kämpft für das Recht, der hat wahrscheinlich immer recht. Und dass nicht nur im Sozialismus, sondern gerade auch hier, im Austeritätsliberalismus.

Am Frankfurter Bahnhof habe ich auch schon manche Diskussion zwischen Security und kleinen Dealern beobachtet, die B-Ebene ist dort ja ein Biotop halbseidener Gestalten. Die FAZ schrieb kürzlich, es sei ein rechtsfreier Raum. Das stimmt insofern, dass sich die Sicherheitsleute nicht an das Recht eines höflichen Umgangstons halten. Aber trotz allem, eine solche Ausdrucksweise bis hin zu latenter Bedrohung, das konnte ich bislang dort nie beobachten. Das Verhalten mag grenzwertig sein, was man bei dem Aufkommen an Vorfällen in einer Tagesschicht hin und wieder auch als menschlich nachsehen muss. Aber die letzte Grenze der Respektlosigkeit, die überschreitet man dann doch nicht. Die beiden Kölner Säkuritis waren da ein anderes Kaliber.

Ob das gestellt war? Wie gesagt, man kann sich da nicht so sicher sein. Ihren Arbeitgeber gibt es wirklich. Und ich kann mir nur sehr schwer vorstellen, dass eine Firma ihren Namen hergibt, um sich dann als Dienstleister zu präsentieren, der zwei völlig desolate Höhlenmenschen zum Außeneinsatz schickt. Wenn es aber gestellt war, tröstet das nur einen Augenblick. Mit solchen Schauspielen zeigt man den potenziellen Zuschauern solcher Sendeformate ganz genau, welchen Stellenwert sie haben. Sollten sie je kontrolliert werden, so impliziert man ihnen, so haben sie jede Frechheit zu dulden. Es ist das mentale Eskalationstraining zur Verrohung des Alltags da draußen. Wenn dann einer sagt, du sollst die Schnauze halten, denkst du dir, dass das schon seine Ordnung habe, das sieht man ja dauernd im Fernsehen. So gehe heute nun mal Sicherheit. Einschüchterung muss man halt ertragen.

Tja, und wenn es nicht gestellt ist, dann habe ich mir gesagt, dann wundert mich nicht, dass am Kölner Bahnhof manche Situation aus dem Ruder läuft. Die beiden Kerle sahen nicht so aus, als hätten die je was im Griff. Nicht mal sich selbst. Und wenn die so auftreten, wenn sie den Menschen, die ihnen in die Hände fallen, stets mit dieser Respektlosigkeit begegnen, kann man schon verstehen, dass vor dem Bahnhof aggressive junge Männer ihr Unwesen treiben.

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Roberto J. De Lapuente

Roberto J. De Lapuente ist irgendwo Arbeitnehmer und zudem freier Publizist. Er betrieb von 2008 bis 2016 den Blog ad sinistram. Seinen ND-Blog Der Heppenheimer Hiob gab es von Mitte 2013 bis Ende 2020. Sein Buch »Rechts gewinnt, weil links versagt« erschien im Februar 2017 im Westend Verlag. In den Jahren zuvor verwirklichte er zwei kleinere Buchprojekte (»Unzugehörig« und »Auf die faule Haut«) beim Renneritz Verlag.

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anton
anton
5 Jahre zuvor

Die Sicherheit wird den Wahlkampf dominieren, natürlich auch die soziale, aber eben nicht nur!

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  anton
5 Jahre zuvor

@anton

Die Sicherheit wird den Wahlkampf dominieren, natürlich auch die soziale, aber eben nicht nur!

Der war gut!

Lazarus09
Lazarus09
Reply to  Robbespiere
5 Jahre zuvor

Hi Rob ….

Die Sicherheit wird den Wahlkampf dominieren, natürlich auch die soziale, aber eben nicht nur!

Ein echter Schenkelklopper … !! ??

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Lazarus09
5 Jahre zuvor

Lazarus09

Ein echter Schenkelklopper … !! ??

Ja, unser Anton ist ein echter Anwärter auf die Karl-Valentin-Medaille.:-)

wschira
wschira
Reply to  Robbespiere
5 Jahre zuvor

Sind Sie jeck? Das wäre eine Beleidigung für Valentin.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  wschira
5 Jahre zuvor

@wschira

Das war nicht ganz ernst gemeint, aber antons Aussage war für mich so urkomisch wie Valentins Humor.

anton
anton
Reply to  Robbespiere
5 Jahre zuvor

Rob: Im Ostblock hattet ihr natürlich ein bessere Leben und , mehr soziale Sicherheit, Multi-Kulti ohne Ende, Reisefreiheit, es ging euch echt Bombe!! Ausser dem Vorteil, dass es wohl keine Wohnsitzlosigkeit gab, sehe ich dort keinerlei Vorteile gegenüber der BRD! Ihr werdet, dank eurer Gegen-Alles-Opposition, kaum eine Rolle spielen! Naja, wer behauptet, dass wir hier in afrikanischen Verhältnissen leben, muss so argumentieren, viel Spass in eurer Blase!

seyinphyin
seyinphyin
Reply to  anton
5 Jahre zuvor

Das Problem der DDR war der Kalte Krieg (wegen diesem gab es Stasi und Mauer – und die DDR überhaupt) und dass sie vor allem ewig lange Reparationen zahlen musste (durchaus zurecht). Was da allein alles abmontiert worden ist.

Wir dagegen konnten uns aus fast allem rausstehlen, bis heute, und all unsere Nazis sogar weiter im Sinne ihres alten Glaubens Politik machen. Böse Russen, böse Linke und Party mit den alten Oligarchenbuddies.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  anton
5 Jahre zuvor

@anton

Im Ostblock hattet ihr natürlich ein bessere Leben und , mehr soziale Sicherheit

Wie kommst du eigentlich darauf, daß ich aus dem Osten stamme?

viel Spass in eurer Blase!

Viel Spaß mit deiner Blase, die scheint mir übervoll und das schränkt das klare Denken merklich ein.

anton
anton
Reply to  Robbespiere
5 Jahre zuvor

Rob: Ich glaube nicht, dass man sich vor dem Einstieg in eine Regierung drücken sollte!

Lappenente
Lappenente
5 Jahre zuvor

Das Format nennt sich Scripted Reality
https://de.wikipedia.org/wiki/Scripted_Reality

und Miet-Honks dafür bekommt man hier gegen Honoar:
http://www.komparse.de

Lappenente
Lappenente
Reply to  Roberto J. De Lapuente
5 Jahre zuvor

So einfach ist es eben nicht. Die Security-Firma existiert.

Das hat nichts zu sagen. Scripted Reality soll bis ins Detail realistisch wirken.
Firmen stellen gern ihre Originalausrüstung mit Logo und Firmennamen
zur Verfügung oder genehmigen die Nutzung ihres Namens.
Werbung von ca. 30 Sekunden Länge kostet beim Privatsender nach 20 Uhr etwa 60.000€.

ert_ertrus
ert_ertrus
Reply to  Lappenente
5 Jahre zuvor

Zumal Firmen dieser Art an einer Vollüberwachungsgesellschaft aus guten Gründen sehr interessiert sind 😉

Knallchargen
Knallchargen
Reply to  Lappenente
5 Jahre zuvor

Dafür das die Leute da labern wie die letzten Prolls [ sie müssen ja noch asozialer wirken als die Zuschauer, die sich dann geil fühlen können, normaler zu sein ] gibt sich kaum eine Firma her. Die Zuschauer sind auch keine Geschäftstreibenden, die haben um die Zeit meistens besseres zu tun als vor dem TV zu hocken. Das schauen sich die Leistungsberechtigten Arbeitslosen an und wer sowas glotzt, der sucht genau das was da gezeigt wird: Jack Bauer für geistig Arme.

Real ist das jeder Securitytyp eine zumindest rudimentäre Ausbildung gemacht hat. Die Mehrheit dürfte auch eher Eskalation vermeiden wollen, die haben auch keinen Bock auf die Folgen davon. Die möchte für die maue Kohle die Arbeit machen aber sicher nicht sich den Allerwertesten Aufreißen und am Ende selbst wegen irgendwas vor Gericht zerpflückt werden. Diese Arbeitnehmer haben wohl eher nicht den Polizistenbonus, der auch – böse sarkastisch formuliert – eine selbstgemordete Leiche mich 28 Einschüssen am Rücken abliefern kann (Ehrlich sorry verehrte Polizeibeamte, trifft halt den Punkt so schön)

Insofern ist es der xte Aufwasch einer Kritik, die man auch schon in vielen kritischen Kritikmedien lesen kann über die Sonderbefugnisse der Kripo und Rechtlosigkeit von Verdächtigen auf der Leinwand.

flurdab
flurdab
Reply to  Roberto J. De Lapuente
5 Jahre zuvor

Wenn ich mich als Journalist verstehen würde, würde ich einfach bei der Firma nachfragen.
Wer weiß, vielleicht wissen die ja garnicht was da in ihrem Namen getrieben wird.

Das tragische bei allen Scripted Reality- Formaten ist ja das es eine Menge Minderbemittelte gibt, die das für authentisch halten und sich dort die neuesten Tipps für zwischenmenschliche Kommunikation abholen.
Und das die „Darsteller“ ja durch die Bank keine Schauspieler sind und vermutlich nur im Rahmen eines 450 € Jobs ihre Hartz IV- Bezüge aufstocken, verringert die „Qualität“ zuverlässig.
Es ist aber auch schwierig 24 Stunden Fernsehprogramm so billig wie möglich zu gestalten, zumal man ja im Wettbewerb mit anderen Sendern steht. Die ÖRR haben es da ja nur deshalb ein wenig leichter, weil sie reichlich Beiträge eintreiben. Aber die Soaps, die sie anbieten haben auch keinen Bezug zu Realität.
Ich kann mich ja noch an eine Zeit erinnern, da begann das Programm erst um 17.00 Uhr, und es gab auch nur drei Sender.
Da fällt mir der Film „Free- Rainer“ mit Moritz Bleibtreu ein.
Oder die Satire „God bless America“, auch sehr lustig.

Lappenente
Lappenente
Reply to  flurdab
5 Jahre zuvor

Wenn ich mich als Journalist verstehen würde, würde ich einfach bei der Firma nachfragen.

Der Robert versteht sich als Arbeiterkind mit viel Ich-Perspektive. Subjektiver Objektivismus nennt sich diese Arbeitsweise. Er muss also nichts recherchieren bevor er es in die Welt setzt. So funktioniert „Gegenöffentlichkeit“ heute grundsätzlich. Außerdem arbeitet nur die „Mainstreampresse“ unsauber. Wenn die irgendwo zur Gegenrecherche anruft, stimmt das nie.

Lazarus09
Lazarus09
Reply to  flurdab
5 Jahre zuvor

Wenn ich mich als Journalist verstehen würde, würde ich einfach bei der Firma nachfragen.
Wer weiß, vielleicht wissen die ja garnicht was da in ihrem Namen getrieben wird.

Bitte sag das dass ein Witz ist …. ?

flurdab
flurdab
Reply to  Lazarus09
5 Jahre zuvor

Nein, das war ernst gemeint.
„Identitätsdiebstahl“ findet ja nicht nur bei Privatpersonen statt, sondern eben auch z.B. in der Politik. Das klassische Fallbeispiel ist die SPD.

In dem „Marktsegment“ Scripted Reality versuchen so viele prekäre „Unternehmer“ sich eine Scheibe ab zuschneiden, da wird die Wahl der Mittel beliebig.
Wir haben am Ende des Neoliberalismus Journalisten die prekär leben, Juristen die ihr „Glück“ im Inkasso suchen, Politiker die immer nahe an der Demenz leben.

In der Zusammenstellung kann ich mir das durchaus vorstellen, denn was soll passieren?
Ein Strafverfahren? Dann wird eben ein Konkurs hingelegt und die „Firma“ ist weg.
Was in der „Arbeitnehmerüberlassung“ funktioniert ist auch auf andere „Gewerbe“ übertragbar.
Ist da nicht gerade auch was mit Atom- Reaktoren?

Wenn man das „Nehme soviel wie du kannst, egal von wem, egal gegen welche Gesetze du verstößt“ lange genug in einer Gesellschaft als einziges Motto einpflegt, verändert dies die Spielregeln des Zusammenlebens.
Und solange du dir einen juristischen „Fluchtweg“ offen hältst, bis du der Gewinner.

Ich könnte nun Karl Marx oder auch Maggie Thatcher zitieren.

Grüße

P.S.: Ich hoffe nicht an deinem Einwurf vorbei geschrieben zu haben.

Lazarus09
Lazarus09
Reply to  Roberto J. De Lapuente
5 Jahre zuvor

Moin , die um sich wuchernde Bullen Scheisse hat klar nur einen Sinn , Akzeptanzschaffung und Beibringung von permanenter Kontrolle, Belehrung sowie Gängelung immer und überall die man devot über sich ergehen zu lassen hat , wer Widerstand leistet ist Terrorist aber zumindest mutmaßlicher Täter ,Unschuldsvermutung ade .!

Es geht mit Riesenschritten immer tiefer in den orwellschen totalitären Überwachungsstaat unter dem Applaus und verständigen Nicken der hirngewaschenen Bevölkerung schießlich werden wir von vergewaltigenden Horden von Refugees bedroht und dem pöhsen Terror™, nicht zu vergessen Iwan ante portas ..

summa summarum die Leute sind eben in der Masse leicht zu lenkende Vollidioten ob es um den Verlust aller sozialen Errungenschaften der letzten 100 Jahre zu Gunsten des “ Internationalen Wettbewerbs™“ ging oder dem schrittweisen Verlust ihrer Freiheit den sie auch ausdrücklich begrüßen indem sie ja schon für geschlossene Grenzen und massive Kontrollen wunschgemäß auf die Strasse gehen … es ist widerlich

cheers

flurdab
flurdab
Reply to  Lazarus09
5 Jahre zuvor

Dies Wirkung befürchte ich auch.
Jedoch habe ich hier ein Ei- Hennen- Problem.
Wer gibt die Themen dieser Machwerke vor?
Sitzt da jemand bei RTL und entwickelt Ideen anhand von Vorgaben Dritter, oder wird gefragt welches „Thema“ gerade heißer Stoff ist?
Also gibt es Vorgaben oder reagiert man auf Strömungen in der Gesellschaft. Denn einen Verlust an Rechtsstaatlichkeit kann man ja feststellen, selbst wenn man die „Flüchtlingskriminalität“ außen vorlässt. Es fängt bei der „Steuerehrlichkeit an (Hoeness, Zumwinkel, Schwarzer) und geht aktuell bei Winterkorn (VW) weiter. BER, Stuttgart 21, Hamburger Philharmonie, die juristischen Aufarbeitung der Duisburger Loveparade, wobei es in Duisburg auch noch einen seltsamen Grundstücksverkauf im Zusammenhang mit dem Bau des Landesarchiv NRW, zu Ungunsten des Landes gab, .
Die seltsamen Vorgänge nach der Wiedervereinigung (Doku Plünderland), der schikanöse Charakter der Hartz- Gesetze, die empfundene Rechtslosigkeit in Leih- und Zeitarbeit muss man auch aufzählen.
Wohnungseinbrüche und Raubdelikte gehören auch dazu, wobei man der offiziellen Statistik keinen Glauben mehr schenkt, nachdem man nun seit 11 Jahren den „kreativen“ Umgang mit der Arbeitslosenstatistik beobachten durfte.
PC und die Kriminalisierung von Kritik als Hassverbrechen ist doch nur der neuste undemokratische Trend.

Von daher kann ich den „Bedarf“ nach solchen Formaten schon verstehen. Wenigstens im TV wird „Rechtsstaatlichkeit“ durch gesetzt. Das ist zwar Holzschnittartig, Fiktion und alles andere als rechtsstaatlich, aber es bedient eben mehr als nur Voyeurismus und „Emotion“.

Mich wundert das die Polizei gegen diese Darstellungen vorgeht, vermutlich betrachten zuständige Politiker diese sogar als gute PR für die Polizei.
Wenn die Polizei im realem Leben und echter Gefährdung 20 Minuten auf sich warten lassen, ist es doch gut das sie zumindest bei RTL sofort kommt.
Wir leben in fiktionalen Zeiten.

Grüße

PlingPlang
PlingPlang
Reply to  flurdab
5 Jahre zuvor

Mich wundert das die Polizei gegen diese Darstellungen vorgeht

Hast du da vielleicht ein „nicht“ vergessen?

flurdab
flurdab
Reply to  PlingPlang
5 Jahre zuvor

Mit Sicherheit.
Danke dafür.

Jan N
Jan N
Reply to  Lappenente
5 Jahre zuvor

Mein Nachbar ist Polizist, mit dem habe ich mich mal über eine Scripted Reality Doku unterhalten, in der Polizisten auf der Autobahn Raser und Drängler anhalten. „Lass mich raten“ sagte er „je dicker das Auto, desto uneinsichtiger waren die Fahrer.“ Genau so war es und es deckte sich mit seinen Erfahrungen, dass Raser fast immer uneinsichtig sind.
Mit diesen „Säkuritis“ verhält es sich wohl ähnlich, denn wer hat mit denen denn schon mal gute Erfahrungen gemacht. Entweder sind sie nur da, kontrollieren und es sind einfach nur Leute die einem die Zeit stehlen oder sie werden pampig, wenn man nicht sofort das macht, was sie sagen.

PlingPlang
PlingPlang
Reply to  Roberto J. De Lapuente
5 Jahre zuvor

Ich bin übrigens Anhänger davon, Bußgelder ans Einkommen zu koppeln, besonders solche, die im Straßenverkehr entstehen

Wird das nicht in Finnland bereits sehr erfolgreich praktiziert?

Zu diesem Format kann ich Roberto nur recht geben. Fast schlimmer finde ich noch diese „Stadtdetektive“, die durch Innenstädte laufen und angerufen werden, wenn z.B. H&M meint, dass grad jemand geklaut hat. Da rennen diese Gestalten wirklich quer durch die Stadt, ergreifen die vermeintlich Schuldigen und zerren sie unter Drohungen wieder zurück in Geschäft.

Und dann wird nicht etwa die Polizei gerufen, oh nein!, da werden die Personen dann genötigt alle Taschen zur Durchsuchung frei zu geben. Bei Protest oder gar Gegenwehr werden die selbsternannten Rechtshüter auch gern mal handgreiflich.
Natürlich hält die Kamera immer voll drauf und, wie Roberto schon schrieb, ergehen sich in entrüsteten Kommentaren, ob der Widerspenstigkeit der Verbrecher. Gern werden diese nach der Durchsuchung auch mal interviewt….unmöglich das.

anton
anton
Reply to  Roberto J. De Lapuente
5 Jahre zuvor

Roberto: Man sollte die Autos bei illegalen Staßenrennen generell enteignen! Wieso nur die der bösen Reichen?Möchte weder vom illegalen Migranten noch vom Millionenerben überfahren werden! Sozialneid bringt hierbei nichts!

niki
niki
Reply to  anton
5 Jahre zuvor

@ anton…

Wer redet den von den Spezialfall „illegale Straßenrennen“?!? Da ist klar, dass man unabhängig von sozialen Status die Autos einziehen sollte…!!
Jedoch was hat das mit Sozialneid zu tun, wenn man ansonsten allgemein die Bussgelder wie bspw. für zu schnelles Fahren oder anderen Dingen an das Einkommen koppelt.

Mit dem Wort Sozialneid willst du nur das Argument von vornherein diskreditieren…
Wenn ein es jemand mit einem hohem Einkommen genauso wehtun würde, wenn dieser erwischt wird bei zu schnellen Fahren, würde definitiv zumindest mehr Gerechtigkeit bei den Bußgeldern bestehen!

anton
anton
Reply to  niki
5 Jahre zuvor

niki: gleiches Vergehen, gleiche Bestrafung!! Parkt Hartz-Mama Anja falsch, soll sie genauso bestarft werden wie Unternehmerin Anja!

niki
niki
Reply to  anton
5 Jahre zuvor

Okay… Nur ist die Strafe ist nicht die gleiche wenn der Bussgeld-Betrag identisch ist.

Begründung: Für H4-ler/Niedriglöhner ist selbst ein relativ geringer Betrag als Bußgeld fatal… Ergo: sehr hohe Strafe, die unter Umständen zum Ruin führt…
Ein Millionär kann die gleiche Summe an Bußgeld mit einem Lachen bezahlen. Ergo eine sehr niedrige bzw. lachhafte Strafe, die überhaupt keine Wirkung hat…

Am Besten ist eine Strafe mit einem Prozentsatz zum Einkommen/Vermögen (schwierig ohne echte Statistiken… Anderes Thema) zu bemessen! Beispielsweise 20km/h zu schnell = x Prozent vom Einkommen/Vermögen…
Nochmals für Doofies: Der Prozentsatz ist dann die gleiche Strafe…

flurdab
flurdab
Reply to  anton
5 Jahre zuvor

Wobei Falsch parken nun wohl kaum ein staatszersetzendes „Verbrechen“ sondern eine Ordnungswidrigkeit darstellt, das Vergehen beruht eher auf Faulheit und selbst eingebildetem laissez faire Anspruch. Wo kein Kläger das kein Richter.
Hartz- Mamas sind mittlerweile froh noch ein Fahrrad zu besitzen.

Ansonsten halte ich den Bußgeldkatalog und seine Strafen schon für ausreichend hart.
Also für Leute die die Regeln ernst nehmen.
Die anderen setzen sich eh darüber hinweg, als ob sie nicht für sie gelten.

Mordred
Mordred
Reply to  anton
5 Jahre zuvor

wenns organisatorisch nicht zu aufwändig wäre, würde ich tatsächlich jede ordnungswidrigkeit ans einkommen koppeln.
ich fahre auf vielen mir bekannten strecken, soweit es die straße und der verkehr zulässt, immer max. soviel zu schnell, dass ich noch keine punkte bekomme. es sein denn natürlich, ich weiß, dass da nen fester blitzer steht oder ich von nem mobilen blitzer im vorhinein gehört habe. analog dazu verfahre ich mit hund anner/ohne leine in parks etc., kostenpflichtigen parkplätzen…
das kostet mich im jahr ca. 100-200€. aber das ist es mir sozusagen wert 😉
soweit ich das auf ca. 30.000km/jahr sehe, bin ich nicht der einzige.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  niki
5 Jahre zuvor

Anton ist überzeugter Darwinist und Fan der Ellenbogengesellschaft, wo die Starken halt zu Recht alles haben, die Verlierer nichts.
Die hätten sich halt mehr anstrengen müssen, so wie er.
Mit dem über das Wort „sozial“ zu diskutieren, ist wie Perlen vor die Säue……….

anton
anton
Reply to  Robbespiere
5 Jahre zuvor

Rob: Thema verfehlt, setzen! Ich bin sozialer als Du, will das Soziale durchsetezn, nicht nur in der Ablehnung aller Realpolitik stehen bleiben!

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Roberto J. De Lapuente
5 Jahre zuvor

Wenn du Anton derart hart bestrafsen willst, kann er sich seinen Boliden wg. Spritmangel nicht mehr leisten und müßte auf einen Esel umsteigen.
Willst du dem armen Vieh wirklich zumuten, Seinesgleichen mit sich herumzuschleppen?

flurdab
flurdab
Reply to  Roberto J. De Lapuente
5 Jahre zuvor

Die Finnen reiten auf Rentieren (mit nur einen n).
Da sind Esel kaum bekannt.
Das soll sich aber durch den Gebrauch des Internets gerade drastisch ändern. ;.)

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  flurdab
5 Jahre zuvor

@flurdab

Ach, Anton ist Lappe?

anton
anton
Reply to  Roberto J. De Lapuente
5 Jahre zuvor

Roberto: Illegale Rennen sind ein Problem, kein Witz!

anton
anton
Reply to  Robbespiere
5 Jahre zuvor

Rob: Würdest Du und Deine Leute regieren, wäre ich froh, mir einen Esel, neben Hunden meine Lieblinge, leisten zu können!

anton
anton
Reply to  Roberto J. De Lapuente
5 Jahre zuvor

Roberto: Italiener, Spanier usw. benehmen sich angepasster als viele andere „Ausländer“, was willst Du mit dem Thema! Wer Mesnchen gefärdet, gehört bestraft, Herkunft egal!

Bruder Johannes
Bruder Johannes
5 Jahre zuvor

Und wenn die so auftreten, wenn sie den Menschen, die ihnen in die Hände fallen, stets mit dieser Respektlosigkeit begegnen, kann man schon verstehen, dass vor dem Bahnhof aggressive junge Männer ihr Unwesen treiben.

Wieso? Warum müssen sich vor dem Bahnhof junge Männer aufhalten? Warum müssen die aggressiv sein? Weil Dir die Security-Leute nicht gefallen? Versteht noch jemand die Logik? Ja? Da wundert mich aber gar nichts mehr in D.

Bruder Johannes
Bruder Johannes
Reply to  Roberto J. De Lapuente
5 Jahre zuvor

Ja, ja, ich weiß schon, was Du herbeiargumentieren möchtest. Junge, aggressive Männer lungern deshalb vor Bahnhöfen herum, weil in den Bahnhöfen gehirnamputierte Security-Leute agieren. Diese Argumentation ist nicht nur falsch, sondern auch unredlich und unseriös.
Ich finde dieses Security-Gesocks ja auch ziemlich anrüchig, mich nerven die auch enorm. Aber mit Deiner rabulistische Art des Argumentierens lässt auch locker ein Zusammenhang zwischen freizügiger Kleidung bei jungen Frauen und Vergewaltigungen herstellen.

Von nichts kommt nichts. Nichts geschieht unabhängig voneinander. Dynamiken nehmen Dynamiken an.

Passt in dem Zusammenhang auch ganz hervorragend, nicht wahr?

flurdab
flurdab
Reply to  Bruder Johannes
5 Jahre zuvor

Bahnhöfe in Deutschland waren immer ein Anziehungspunkt für allerlei Kriminalität.
Der Anhalter- Bahnhof in Berlin um die 1900 war bekannt dafür, das dort aus den weiblichen Arbeitssuchenden die aus den Provinzen anreisten, mit viel „Liebe“ der Nachwuchs für die Prostitution angeworben wurde.
Ebenso gehören zu großen Bahnhöfen schon immer die Stricherszene, der Treffpunkt für Homosexuelle (solange der §175 Bestand hatte) und natürlich jede Form von Drogenhandel.
Trick- und Taschendiebstahl gehörten auch immer dazu.
Zumindest an den Bahnhöfen der Großstädte war das immer Usus.
Dafür gab es früher aber auch mehr Aufsichtspersonal und die Bahnhofspolizei gab es ja auch nicht umsonst.
Das ist vielleicht alles im Rahmen der sozialen Marktwirtschaft zurück gedrängt worden, aber nach dem mit dieser vor gut 30 Jahren gebrochen wurde, ist eben auch die Armutskriminalität wieder auf dem Vormarsch.
Noch sind es zum größten Teil Kriminelle aus dem Ausland, die auffällig werden, aber auch das wird sich ändern.
Die „Quandts“ reisen in Autos, Flugzeugen oder Helikoptern.

Mordred
Mordred
Reply to  Bruder Johannes
5 Jahre zuvor

Ich finde dieses Security-Gesocks ja auch ziemlich anrüchig, mich nerven die auch enorm. Aber mit Deiner rabulistische Art des Argumentierens lässt auch locker ein Zusammenhang zwischen freizügiger Kleidung bei jungen Frauen und Vergewaltigungen herstellen.

falls du es noch nicht wusstest: diesen zusammenhang gibt es in der tat und gab es auch schon vor 30 jahren. d.h. nicht, dass man das toll findet oder sich gar mit „selbst schuld. ist halt so“ zufrieden geben sollte.

seyinphyin
seyinphyin
Reply to  Bruder Johannes
5 Jahre zuvor

Actio-Reactio nennt sich das.

Menschen bekommt man mit entsprechende Anpassung des Umfeldes dazu sogar ihr eigenes Leben für irgend welche Führer, Kanzler/innen und Co wegzuschmeißen und da gibt es noch eine Menge dazwischen.

Ja, beim Bahnhof sollten an sich keine perspektivlosen Jugendlichen etc rumhängen, die in hilfloser Aggression um sich schlagen (mal bildlich, mal physischer). Dazu bräuchte es aber eben eine andere Gesellschaft, die nicht auf Menschenleben scheißt, sondern ihre linksradikale Grundordnung ernst nimmt, statt sie zu bekämpfen.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Bruder Johannes
5 Jahre zuvor

@Bruder Johannes

Roberto hat dir die richtige Antwort gegeben. Von Nichts kommt Nichts.
Warum müssen wir immer erst rumlamentieren, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist?
deutschland ist doch bei Leie nicht so hilflos auf internationaler Bühne, wie immer getan wird.
Wir sind eine führende Wirtschaftsnation und dominieren Europa.
Warum diese Macht nicht im positiven Sinne nutzen um gegen Kriege und wirtschaftliche Ausbeutung schwächerer Staaten vorzugehen?
Warum jeden Schwachsinn der Nato mitmachen und der Rüstungsindustrie fette Gewinne bescheren?
Unter Willy Brandt haben wir doch gezeigt, daß wir mit unserer Geschichte auch konstruktiv umgehen können.
Wäre es nicht ehrenvoller für uns, als Land gelebter Demokratie und des Friedens dazustehen, statt als Mitläufer und Erfüllungsgehilfe imperialer Interessen?
Was würde uns international wohl mehr Respekt und Anerkennung einbringen und uns davor bewahren, selbst Opfer von Gewalt und Terror zu werden?

Ich bin davon Überzeugt, daß gerade wir Deutschen es in der Hand haben, auf Grund unserer Geschichte und dem daraus folgenden Lernprozeß es in der Hand haben, die Welt ein Stück besser und friedlicher zu machen.
Es ist völlig contraproduktiv, vom Paulus wieder zum Saulus zu werden, nur weil es einigen Parasiten satte Gewinne beschert, uns aber als Nation international in Verruf bringt.
Wir brauchen uns mit Flucht und Migration nicht mehr zu beschäftigern, wenn wir mit dafür Sorge tragen, daß es dafür keinen Anlaß mehr gibt.
Dazu brauchen diese Menschen Unterstützung, die uns letzten Endes viel weniger kostet als unsere Beteiligung an Kriegen und wirtschaftlicher Ausbeutung.
Weitermachen wie bisher und Abschottung funktionieren auf Dauer eben nicht.
warum nicht neue, konstruktive Wege gehen?

Wer kann denn den Menschen verdenken, daß sie ihr von uns geschaffenes Elend verlassen wollen und für sich und ihre Kinder eine besere Zukunft suchen, und daß sie frustriert sind, wenn sie merken, daß sie gar nicht willkommen sind?
Die sind doch nicht blöd und merken, daß es vielen hier liber wäre, sie blieben in ihrer Heimat und krepierten klaglos, damit wir uns nicht ernsthaft mit ihnen beschäftigen müssen.
Viele Deutsche sind ausgewandert, um ihrer beschissenen Lage zu entfliehen und wurden auch nicht wie der letzte Dreck behendalt.Man sehe sich nur die Donauschwaben auf dem Balkan oder die Wolgadeutschen ( vor WWK 2) an.

Nicht Agression, sondern Kooperation schafft friedliche Verhältnisse.

flurdab
flurdab
Reply to  Robbespiere
5 Jahre zuvor

Das war jetzt aber mal ein an Oberflächlichkeit protzender Beitrag.
Zu der „Willkommenskultur“ die die Wolga- Deutschen oder auch die Donau- Schwaben empfing, gibt es eine historisch verbürgte Spruchweißheit: „Dem Ersten der Tod, dem Zweiten die Not, dem Dritten das Brot“.
Und von welcher führenden Wirtschaftsnation sprichst du?
Die, deren Besitzer nun bereits seit 1998 auf den größten Teil ihrer eigenen Bevölkerung pisst, und ihnen erzählt es wäre Regen?
Und die Knallchargen die ihr angebliches „Glück“ in Europa suchen, dem Kontinent in dem Honig und Milch fließt, wäre viel erspart geblieben, wenn ihre Eltern nur soviel Kinder in die Welt gesetzt hätten, wie sie auch ernähren könnten. Also ohne Entwicklungshilfe und Benefiz- Tamtam.
Wenn aus einem Sack Reis des Welternährungsprogramms zwei neue Leben resultieren, ohne das die Erzeuger derselben sich fragen, warum sie vorher hungern mussten, entsteht ein Cargo- Kult.
Und mit genau diese fixen Idee denken diese nun Europa wäre das Land der Schlaraffen.
Und in diesem Glauben werden Sie durch die Benefiz- Tamtam- Industrie sogar noch unterstützt, die ihrerseits dadurch möglichst viel Benefiz/ Profit für sich selber generieren.
Das schöne Wort „Hilfe“ ist mittlerweile komplett in seinem Wortsinn verdreht worden. Und das in jede Bereich.
Es geht nicht darum jemandem zu helfen, sondern an seiner Not zu verdienen.
Das fängt bei der Pharmazie, Ärzten und Krankenhäusern an und zieht sich wie ein Roter Faden bis zu den Tafeln und kirchlichen Organisationen durch. Selbst der Moloch der Arbeitslosenverwaltung funktioniert nach diesem Prinzip.
Ich jedenfalls bin kein Teil einer führenden Wirtschaftsnation, die irgend etwas in dieser Welt bewirken könnte, das irgend einem humanistischem oder gar vernunftbegabten Ziel dienen würde.

Grüße

GrooveX
GrooveX
Reply to  flurdab
5 Jahre zuvor

ich allerdings kann dinge bewegen, kleinklein & wenige, ohne mich dabei als teil einer führ… blablubber betrachten zu müssen. das ziel ist tatsächlich nicht mal humanistisch oder vernunftbegabt. wenn ich genauer hingucke, diene ich gar keinem ziel (ganz ab von der schröcklichen sprachhunz) – ich tu es einfach.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  flurdab
5 Jahre zuvor

@flurdab

Das war jetzt aber mal ein an Oberflächlichkeit protzender Beitrag

Ganz und gar nicht!
Mir geht es um eine sinnvolle Alternative zum Ist-Zustand, den ich genauso verabscheue wie du.
Daß dem zuerst eine radikale Änderung der Politik ggü. den eigenen Bürgern erfolgen muß, setze ich als selbstverständlich voraus.

Zu der „Willkommenskultur“ die die Wolga- Deutschen oder auch die Donau- Schwaben empfing, gibt es eine historisch verbürgte Spruchweißheit: „Dem Ersten der Tod, dem Zweiten die Not, dem Dritten das Brot“.

Ich weiß zwar nicht, wie dieser Spruch zustande kam, aber es wären nicht massenhaft deutsche Bauern und ihre Familien ausgewandert, hätten sie hier nicht den Status besitzloser Leibeigener ohne Rechte an sich selbst und ohne Perspektive gehabt.
Im Osten war der Anfang sicher nicht leicht, aber einmal etabliert, gründeten sie deutsche Dörfer und Städte, mit eigener Verwaltung, eigener Sprache, eigenen Schulen und Kirchen, sowie eigener Kultur und bekamen Grund und Boden zur Verfügung gestellt.Offenbar gab es genug Wohlstand für Alle, um dort Jahrhunderte zu bleiben.
Daß man sich nach dem Nazi-Überfall von allem Deutschen trennen wollte, ist nur allzu verstänslich.

Und von welcher führenden Wirtschaftsnation sprichst du?

Von Deutschland als Staat natürlich, die Verteilungsfrage ist eine andere Sache.

Und die Knallchargen die ihr angebliches „Glück“ in Europa suchen, dem Kontinent in dem Honig und Milch fließt, wäre viel erspart geblieben, wenn ihre Eltern nur soviel Kinder in die Welt gesetzt hätten, wie sie auch ernähren könnten.

So lange ist es in D. noch nicht her, daß die Altersvorsorge auf Kinderreichtum beruhte.
Wenn man die unterentwickelten Staaten unterstützt, werden sich auch dort mit steigendem Wohlstand Sozialsysteme herausbilden und der Wunsch nach Großfamilien zurückgehen.
Projekte, die Menschen in Entwicklungsländern Hilfe zur Selbsthilfe bieten, anstatt sie von externen Nahrungmittel-Hilfen abhängig zu halten, haben das schon mehrfach bewiesen.

Ich jedenfalls bin kein Teil einer führenden Wirtschaftsnation, die irgend etwas in dieser Welt bewirken könnte, das irgend einem humanistischem oder gar vernunftbegabten Ziel dienen würde.

Es liegt nicht am Können, sondern am Wollen.
Solange die Bürger nicht verstehen, daß sie selbst Verlierer in einem mörderischen, kapitalistischen Ausbeutungssystem sind, lassen sie die kriminelle Oberschicht weiter gewähren.
Aber das wird sich ändern, weil die maßlose Gier der Elite vorgaukelt, sie könne grenzenlos einfach Jeden ausbeuten.
Aber dem ist nicht so. Selbst der stabilste Kessel hält nur einem begrenzten Druck stand und wenn der platzt, zerreißt es gerade auch die, die für den Druck verantwortlich sind.

Wenn ich keine Vorstellung von einer besseren, friedlicheren und gerechteren Welt hätte, könnte ich mir gleich die Kugel geben.
Zum Glück bin ich nicht der Einzige, der so denkt, auch wenn es immer wieder Leute gibt, die die destruktive Tragweite des aktuellen Systems nicht sehen können oder wollen, weil ihnen Veränderung in großen Schritten Angst macht.

anton
anton
Reply to  Robbespiere
5 Jahre zuvor

Rob: Die BRD ist gegen die USA ein kleines Kind, heute selbst militärisch!

Mordred
Mordred
Reply to  Bruder Johannes
5 Jahre zuvor

also dass an bahnhöfen allgemein rumgelungert wird, ist doch wohl konsens? wie man das ändert, ist aber nicht thema des artikels gewesen.
die rumlungernden werden nicht nur, sondern auch durch schlecht arbeitende/geschulte security aggressiver.

flurdab
flurdab
Reply to  Mordred
5 Jahre zuvor

Hahaha, das jetzt ein großer Teil des Kommentariats selber der Fiktion von RTLII auf den Leim gegangen ist merkt ihr garnicht. 🙂
Ich möchte behaupten das kein Security- Mitarbeiter so auftritt, wie in diesen Dokumenterys gezeigt.

Mordred
Mordred
Reply to  flurdab
5 Jahre zuvor

Hahaha, das jetzt ein großer Teil des Kommentariats selber der Fiktion von RTLII auf den Leim gegangen ist merkt ihr garnicht.

inwiefern?
ich sah bisher in münchen, berlin, essen, oberhausen, köln, düsseldorf…. leute herumlungern.

Ich möchte behaupten das kein Security- Mitarbeiter so auftritt, wie in diesen Dokumenterys gezeigt.

schön. der artikel erwähnt gefühlt in jedem zweiten satz, dass die darstellung so wahrscheinlich nicht die realität widerspiegelt.

flurdab
flurdab
Reply to  Mordred
5 Jahre zuvor

Der Artikel stellt dies klar.
Aber die Kommentare biegen ab.

trackback
5 Jahre zuvor

[…] blieb einen Augenblick dabei. Wenn solche in Köln Wache schieben, wundert einen echt nichts mehr. Weiterlesen bei den neulandrebellen Lesen Sie auch: Die Mär von der Flüchtlingsversteherin Erika Steinbachs Austritt aus der Union […]

seyinphyin
seyinphyin
5 Jahre zuvor

Es gibt bei Sicherheitsfirmen noch weniger Kontrolle als bei der Polizei (die ja seit Jahrzehnten ein massives Problem mit rechtsradikalem und damit rechtsextremitischen Gedankengut in der Truppe hat).

Der Sohn einer Freundin hat zB massive Alkoholprobleme, wozu auch noch psychische hinzukommen, er hat sein Leben schlichtweg nicht unter Kontrolle. Kein Problem, für Sicherheitsdienst samt Ausbildung an und damit potenziellen Einsatz von Schusswaffenm, alles kein Ding.

Probleme gibt’s da eher, wenn man Marx liest oder dergleichen.

The Joker
The Joker
5 Jahre zuvor

Für die allermeisten Security-Würstchen gilt das Motto:
„Ich bin nichts, ich kann nichts. Gebt mir eine Uniform.“

flurdab
flurdab
Reply to  The Joker
5 Jahre zuvor

Man könnte aber auch sagen, für die allermeisten Security-Würstchen gilt das Motto: “ jeder Job ist besser als das Jobcenter“ oder „ich hole mir hier den Respekt den mir andere verweigern“.
Die Kapos im KZ haben zum Teil ähnlich getickt.