Nach der Tat von London: Es darf nichts mit uns zu tun haben

Ich muss jetzt sehr vorsichtig sein. Denn nach einem Anschlag wie dem in London sind die Gemüter erregt, zu Recht. In London sind am 22.3.2017 mindestens vier Menschen ums Leben gekommen, rund 30 wurden verletzt. „Vieles ist noch unklar“, schreibt die Tagesschau einen Tag später, doch das ist kein Grund, das Spekulieren zu unterlassen. Die britische Polizei geht von einem Einzeltäter aus, der „vom internationalen Terrorismus inspiriert“ wurde. Eine sehr merkwürdigen Formulierung, die unterschiedliche Schlüsse zulässt, aber auf einen Terrorakt hinweist. Auch die Aussage von Scotland Yard klingt nebulös: „Wir behandeln dies als einen terroristischen Vorfall, bis wir etwas anderes wissen.“ Es scheint, als sei ein Terrorakt die einzige Erklärung, die zulässig ist. Doch wenn man den Medienberichten glauben darf, ist das lediglich eine Vermutung.

Premierministerin Theresa May bezeichnete die Tat als „krank und verkommen“, um hinterher zu schieben, die Briten würden sich „niemals dem Terror beugen“ und sich von den „Stimmen des Hasses und des Bösen“ nicht spalten lassen. Das klingt, als sei es definitiv ein Terroranschlag gewesen. Was wiederum verwirrt, wenn man allerorts liest, man wisse nichts Genaues.

Für die Opfer und deren Angehörige spielt das keine Rolle. Aber für die Bewertung der Tat. Vier Tote, jeder Einzelne schrecklich, keine Frage. Andererseits sterben jeden Vormittag im deutschen Straßenverkehr nicht weniger Menschen, eher mehr. Andererseits sind in einem Jahr mehr als 100 tote Zivilisten durch amerikanische Drohnenangriffe zu beklagen. Andererseits hat alleine der Syrienkrieg Hundertsausende von Toten produziert. Andererseits stirbt alle 10 Sekunden ein Kind an Hunger.

Ich höre schon das Geschrei, dass man das so nicht sehen könne, nicht miteinander vergleichen dürfe, das eine habe mit dem anderen nichts zu tun. Doch so leid es mir tut, das hat es leider doch. Jeder Drohnentote zieht trauernde Angehörige nach sich, die neben Trauer vielleicht auch Wut und Rachegelüste entwickeln. Jedes verhungerte Kind lässt traumatisierte Eltern zurück, die nach dem Grund für ihren Verlust suchen. Und ihn womöglich dort verorten, wo die Menschen nicht sterben, sich aber an anderen Ländern bereichern. Jeder militärische Einsatz in anderen Ländern fördert immer auch radikalen Widerstand, der sich seinerseits Ziele sucht, um Vergeltung zu üben. Es ist ein Irrglaube, dass „wir im Westen“ isoliert von der Welt seien. Der Hunger, der Krieg, die Verzweiflung, diese Dinge fallen auf uns zurück, sie kommen näher, je länger auf der Welt Ungleichheit, Ausbeutung, Tod und Krieg herrschen. Die Tat in London könnte die Folge einer Weltpolitik sein, die einfach zu viele Opfer produziert (was die Tat an sich in keinster Weise relativieren oder gar rechtfertigen soll, doch nach den Gründen zu suchen, sollte naheliegen). Es könnte aber auch ganz anders sein.

Es muss nämlich kein Terrorakt gewesen sein, was in London passiert ist. Es könnte auch „nur“ ein psychisch gestörter Mann gewesen sein, der durchgedreht ist, aus welchen konkreten Gründen auch immer. Doch das lässt uns hilflos zurück, lässt uns diese Tat nicht verstehen. Aber wir wollen, müssen sie verstehen, um besser damit klarzukommen. Wenn er der IS war, haben wir einen Schuldigen (und sei es auch eine Organisation), wir haben eine Erklärung, können Gesetze verschärfen und uns miteinander solidarisch zeigen. Das ist uns wichtig, und Theresa May trifft natürlich genau den sensiblen Punkt, wenn sie sagt, „die Briten“ würden sich dem Terror nicht beugen. International hört man dieser Tage denn auch den lauten Hinweis, dass dies ein Angriff auf unsere Werte und unsere Freiheit gewesen sei. Damit kann man etwas anfangen, man sucht die Verantwortung außen und muss das eigene Weltbild nicht in Frage stellen.

Aber betrachtet man die Tat sachlich (so sachlich wie Autobahn-, Kriegs- oder Hungertote), stellt sich die Frage, was nicht stimmt mit unserer Gesellschaft. Es gibt immer Gründe, Ursachen, für den Tod der Menschen, die es täglich zu beklagen gibt. Und die können durchaus auch im Inneren zu suchen sein, wenngleich das schmerzhafter ist. Es ist kein Wunder, dass selbst Taten von Menschen, die früher als „Amokläufer“ oder „psychisch Gestörte“ tituliert wurden, heute scheinbar kaum noch passieren, zumindest wird dieser Ansatz hinter den eines Terroraktes gestellt. Weil jemand, der Amok läuft, direkt aus unserer Mitte kommt, uns also sehr nah ist. Wir müssen uns bei der Analyse dann womöglich die Frage stellen, wie es so weit kommen konnte, dass ein Mensch eine solche Tat verübt, mitten aus einer Gesellschaft heraus, der es doch eigentlich „gut“ geht.

Heute war zu lesen, dass die Londoner Tat von einem Mann verübt wurde, der in Birmingham gelebt hat. Und sofort wird nachgetragen, dass Birminghamals zentraler Ort der Islamistenszene in Großbritannien“ gelte. Ein wichtiger Hinweis, denn eine so schreckliche Tat kann und darf nichts mit Birmingham, London, Großbritannien oder sogar Europa zu tun haben. Das kann und darf nicht zugelassen werden.

Bild: Erich Ferdinand 

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58 Kommentare auf "Nach der Tat von London: Es darf nichts mit uns zu tun haben"

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Schweigsam
Gast

Der Westen will zwar alles haben, aber für die Konsequenzen will und kann er nicht gerade stehen.
Der Westen hat nicht mal den Mumm, sich für die Ausbeutung und Sklaverei u.a. in Afrika zu entschuldigen. Nee, sie machen es heute immer noch, nur perfider.
Und was „unsere Werte“ angeht, sie sind sehr austauschbar, wie man es gerade benötigt.
Ist das glaubwürdig?

schwitzig-the-one-and-only-like-everyone-and-only
Gast
schwitzig-the-one-and-only-like-everyone-and-only

@Schweigsam

Und was „unsere Werte“ angeht, sie sind sehr austauschbar, wie man es gerade benötigt.
Ist das glaubwürdig?

Selbstverständlich nicht. Die Begriffe Wertewesten und Qualitätsmedien stehen völlig zurecht für Heuchelei und das Gegenteil von Qualität.

flurdab
Gast

Und wer ist der „Westen“?
Du scheinst ihn ja persönlich zu kennen, also stell ihn mir mal vor.
Danke

Robbespiere
Mitglied
@flurdab Und wer ist der „Westen“? wir alle, Politiker, die in unserem Namen Kriege führen, Waffen liefern oder Ausbeutung durch einseitige Handelsverträge begünstigen, aber auch wir selbst, weil wir dies mit einem Schulterzucken zulassen, anstatt dagegen anzugehen. Wir sind auch Kirchen, die afrikanischen Christen verbieten zu verhüten, weil sie durch eine wachsende Anhängerzahl mehr Macht erstreben, scheißegal ob die Kinder am Hunger krepieren oder ihre Eltern durch AIDS verlieren. Schuld sind nicht die alle Muslime oder „der Islam“, wenn extreme Zweige wie der Wahabismus das Mittel des Terrors gutheißen, dessen meißte Opfer gerade andere Muslime sind. Im Übrigen ist der… Read more »
flurdab
Gast
Dann möchte ich das die Araber sich für die Sklaverei entschuldigen, die waren nämlich die Erfinder des Geschäftsmodells. Und die afrikanischen Stammesfürsten, die ihre „Eingeborenen“ ebenfalls in die Sklaverei verkauft haben müssen sich auch noch entschuldigen. Und die diversen „Rebellen“ und „Freiheits“- Armeen müssen sich auch entschuldigen, denn im Regelfall haben sie ja „Bürgerkriege“ für die Freiheit geführt, möglichst viel Mammon auf ihre eigenen Konten zu schaufel. Und Denzel Washington muss sich stellvertretend auch entschuldigen, denn wenn seien Vorfahren nicht als Sklaven geraubt worden wären, wäre er kein hoch bezahlter Schauspieler geworden. Ja Denzel Washington ist ein Gewinner der Sklaverei.… Read more »
GrooveX
Mitglied

wir stellen uns jetzt einfach mal im kreis um den globus auf, nehmen uns bei den händen und bitten einmal rechtsrum, einmal linksrum der reihe nach um verzeihung – und alles wird gut.

und den leo hätte man beizeiten köpfigen können. das wäre erst mal nicht schlecht gewesen.

AMEN

wschira
Mitglied

Bitte keine Geschichtsklidderung. Die Erfindung der Sklaverei reicht in die Nebel der Jungsteinzeit zurück und scheint ein „Geschäftsmodell“ des Homo Sapiens zu sein. Aber gut, dass es die Araber gibt. Nur, neuerdings ist ja laut Mainstream der Putin an allem schuld.

flurdab
Gast

Naja, das Geschäftsmodell Sklaverei gehört natürlich zum Homo Sapiens, keine Frage. Deshalb wird es ja modifiziert wieder in Europa eingeführt.
Das jedoch die Araber in Afrika das „Handelsmonopol“ inne hatten, lässt sich nicht leugnen.
Es war verknüpft mit dem Salz- und Karawanenhandel und blühte bereits vor dem Zuckerrohr und der Baumwolle in Amerika.
Die haben sich z.B. auch an den Teilnehmern der Kinderkreuzzüge im 13 Jhd. bedient

flurdab
Gast

Die haben sich z.B. auch an den Teilnehmern der Kinderkreuzzüge im 13 Jhd. bedient.
Natürlich in Zusammenarbeit mit ihren europäischen Handelspartnern!

aquadraht
Mitglied
Das ist natürlich alles dummes Geschwafel. Die Araber haben die Sklaverei nicht erfunden, nicht einmal die Römer haben das. Auch die Christen (urkundlich belegt Karl der Grosse und seine Nachfolger) haben sich im Sklavenhandel engagiert. Das grosse Geschäftsmodell der Deportation von 15-20 Millionen Afrikanern über den Atlantik (mit dadurch verursachten Todesopfern in der Grössenordnung des 8-10fachen) stand unter dem Kommando der westlich-christlich-marktwirtschaftlichen „Zivilisation“, die Araber waren da nur in abnehmendem Ausmass Zwischenhändler. Dein Zitat zeigt bloss, dass es auch dumme Afrikaner gibt, wieso auch nicht. Der Kolonialismus und der transatlantische Sklavenhandel sind die Ursache dafür, dass Afrika zu Beginn der… Read more »
Robbespiere
Mitglied
@aquadraht Zustimmung! In Anbetracht des Ursprungsthemas ist diese Diskussion eh auf einem toten Gleis gelandet. Wir sollten einfach warten, bis DER AUSWEIS gefunden wird, bevor wir da wieder anknüpfen. Ansonsten ist das ein guter Artikel, der unsere Verlogenheit in Bezug auf den Wert von Menschenleben gut beschreibt. Wer über die Heuchelei seitens westlicher Politik und Medien näher nachdenkt, könnte leicht Bulimie-Anfälle bekommen, sofern er noch über Restbestände an Empathie verfügt. Wer redet eigentlich über die deutschen Soldaten, die völkerrechtswidrig in Afghanistan verheizt wurden oder die vielen toten GIs, die im Irak den „Löffel abgeben mussten“ weil Bush sie mit einer… Read more »
NonKon
Gast

@flurdab: kompletter Schwachsiunn, aber Hauptsache Du kannst gut schlafen.
Das übrigens, ist die Einstellung des Westens die mir das Frühstück aus dem Gesicht treibt.

Marina
Gast

Das stimmt. Daumen hoch für den Kommentar!!
Ich verstehe nicht, warum hier so viele den „Daumen unten“ drücken.
Wenn man die Geschichte zurückverfolgt, dann wiederholen sich immer wieder Grausamkeiten die Menschen begangen, bzw. veranlasst haben.
Ob das Einigen hier passt oder nicht, Menschen sind die schlimmsten „Tiere“……

Man könnte jetzt noch anbringen was die Amerikaner alles für Grausamkeiten begangen haben, vom Vietnamkrieg, zur Sklaverei, Hiroshima, etc., etc………

Die Niederländer müssten sich entschuldigen, da sie auch Menschen versklavt haben und so weiter und so weiter…

Im Prinzip müssen sich alle Nationen entschuldigen…..

R_Winter
Mitglied

Der Artikel legt die Finger in die Wunde der Doppelzüngigkeit unserer Gesellschaft.

Das eigene Leid ist immer das größte Leid, aber wenn es uns nicht direkt betrifft, verdrängen wir es lieber.
Jedes Attentat, gleich wo es stattfindet, ist ein Leid zu viel. Interessieren uns die viel unnötigen Toten im Inland, z.B. aus Verkehrsunfällen und Krankenhauskeimen überhaupt noch?
Wir sind abgestumpft. Über 10.000 „systembedingte“ Tote p.a. fallen der Profitgier zum Opfer (und wir nehmen es hin), aber bei „politikbedingten“ Attentatsopfern in der EU schreien die Medien nach Konsequenzen.
Damit kann der Stammtisch bewegt und Wahlstimmen eingefangen werden.

flurdab
Gast
Die 10.000 „systembedingten“ Toten muss du nur noch glaubhaft belegen. Nicht das ich einen Aufenthalt im Krankenhaus nicht für potentiell lebensgefährlich halten würde. Aber wie viel von den 10.000 Toten wären denn ohne MRSA nicht gestorben? Oh, das kann man garnicht genau sagen. Na so was aber auch. Klar würden weniger Menschen in Krankenhäusern verrecken wenn mehr Personal und eine deutlich bessere Hygiene vorhanden wären, keine Frage. Aber bei dieser Forderung helfen irgendwelche nicht beweisbaren Zahlen auch nicht weiter. Außerdem ist die neoliberale Gehirnwäsche doch bereits so weit in die Wirklichkeit vorgedrungen, dass man sich über jeden Toten freuen muss.… Read more »
Mordred
Mitglied

Und trotzdem macht es für mich einen Unterschied ob ich von einem durchgeknallten Religioten ermordet werde, oder mir eine Infektion im Krankenhaus einfange.

Denn im Regelfall bin ich nur dann im Krankenhaus, wenn ich ohne nicht überleben kann.

Oder lässt du dir pro forma den Blinddarm herausnehmen oder einen Herzschrittmacher einsetzten?

das ist doch garnicht der punkt. die wahrscheinlichkeit durch einen „religioten“ zu sterben ist wesentlich geringer als durch krankenhauskeime.
zum fett markierten: unsinn. ich war bspw. wegen eines kreuzbandrisses da.
meine oma hatten ne gebrochene hüfte und wäre beinahe wegen mrsa krepiert.

flurdab
Gast
Aha, dann ist das also alles nur eine Frage der Quantität? Dann können wir ja auch aufhören uns über den Krieg in Syrien zu erregen. In Syrien ist die Wahrscheinlichkeit von einem Religioten ermordet zu werden deutlich höher als durch einen Krankenhauskeim zu sterben. Das ist überhaupt lustig, da bringen sich Muslime gegenseitig wegen ihres Glauben um. Irre was. Sunniten gegen Schiiten, Schiiten gegen Sunniten, und alle bloß weil Mohammed keine Sohn als Nachfolger zustande gebracht hat. Quasi ein fast 1300 Jahre alter Erbschaftsstreit. Und dann fummeln noch die Wahabiten im Gemetzel mit rum, zwar auch Sunniten, aber Hardcore- Gläubige,… Read more »
aquadraht
Mitglied

Du schreibst wieder nur Scheisse. Der Krieg in Syrien war ausweislich Wikileaks bereits seit 2006 auf der Agenda der Neocons und ist ein Angriffs- und Stellvertreterkrieg Saudi-Barbariens, der Golftyranneien, der US-Neocons, der französischen Kolonialnostalgiker und des Rests der NATO. Mit Religion hat die Ideologie der Islamisten nur ganz am Rande zu tun, dafür aber viel mit zig Milliarden Dollar und hunderttausenden Tonnen Kriegsmaterial. Die IS-Terroristen sind oft nicht oder minimal religiös.

flurdab
Gast
Ja was soll man da jetzt noch zu sagen? Die Menschen sind Scheixe und Menschen haben sich schon immer gegenseitig nach dem Leben getrachtet. Wir sind so, da ändert auch keine Waldorfschule etwas dran. Sind die Toten im Straßenverkehr auch beabsichtigt? Steigen da durch die Bank Menschen in ihre Autos mit dem festen Entschluss Unfälle und Tote zu produzieren, dein Ernst? Genau wie die in Krankenhäusern, ohne Krankenhäuser würden Sie alle überleben? Verhungerte Kinder, ganz schrecklich. Wenn ich heute beim Porschehändler einen 911 kaufen will, wird das an meiner Bonität scheitern. Ist das nicht auch traurig und traumatisierend für mich?… Read more »
Mordred
Mitglied

Das es vielleicht nicht die beste Idee ist ein Kind in eine Umwelt zu gebären, in der die bereits vorhandene Familie kaum genug zu fressen findet, ist natürlich völlig abwegig.
Das die heutigen Hungerproblem in Afrika wesentlich geringer wären, wenn nicht seit den 80ziger Jahren „Lebensmittelspenden“ geliefert worden wären ist natürlich nur eine extrem inhumane VT.

oha. rechtsradikale geschichtsklitterung. subtil, aber dennoch durchschaubar. try again.

flurdab
Gast

Dann beweise mir diese Geschichtsklitterung doch einmal.
Das sollte für dich doch ein leichtes sein, wo du sie doch so klar erkannt hast.
Your turn.

Mordred
Mitglied

wieso sollte ich das tun? deine gedankengänge sind doch völlig abwegig. beschäftige dich mal lieber erst mit dem „warum“, bevor du kontextlos thesen absonderst und (!) bewertest.

The Joker
Gast

Hallo flurschad,

Ich kann diesen Relativierungsermon echt nicht mehr hören!

Keiner zwingt Dich. Gute Heimreise.

flurdab
Gast

Ach Jucker,
bemühe dich doch wenigstens.
Widerspreche mir doch bitte inhaltlich, das sollte doch ein leichtes sein.
Statt dessen machst du lieber den Profalla.

ThomasX
Gast
Ich kann diesen Relativierungsermon echt nicht mehr hören! Warum hörste denn dann nicht auf damit? 😉 Das fängt in deinem zweiten Beitrag an, in dem du die Sklaverei der Kolonialstaaten mit denen der Araber und afrikanischen Fürsten relativierst, geht über zur heutigen Ausbeutung, wo du den Ausgebeuteten die Mitschuld gibst, weil die könnten ja aufhören Kinder in die Welt zu setzen, etc. und endet mit der Relativierung ökonomisch geführter Kriege der USA und ihrer Vasallen, die ja im Gegensatz zu dem bösen islamistischen Terror diesen gar nicht erst bedingen sondern anders herum. Es gibt übrigens die Aussage, das dass größte… Read more »
flurdab
Gast
Du hast recht! Aber was habe ich bitte damit zu tun? Oder noch direkter gefragt, was kann ich dagegen unternehmen? Mit „Wir“ sind schulz ändert sich auch nichts. Aber wir haben die alle ausgebeutet und deshalb müssen wir jetzt eben bluten. Das die ca. 500 Mrd. € Entwicklungshilfe, die nach Afrika geflossen sind dort überhaupt nichts zum Besseren gewendet hat, hey kein Problem. Wir sind chulz, wir haben den Terror verdient! Jedenfalls anscheinend der Meinung der meisten Kommentatoren nach. Das die Despoten Afrikas vorzüglichste Geschäfte mit unseren Despoten treiben, ihr Raubgeld in den selben Steuerparadiesen verstecken, ihre „Bevölkerung“ genauso erbarmungslos… Read more »
GrooveX
Mitglied

kurz & knapp: die reiten auf keinem mem! wenn, dann tun wir das! aber da du nicht nachdenken willst, kommt halt nur mist.

Gerd
Gast

Oder das Geschäftsmodell Hartz IV, die selbe Story.

Das ist richtig.
Der „Niedriglohnsektor“, der ganze Stolz eines Holzkopfes, ist eben kein Niedriglohnsektor.
Die privatisierte Bildungsbranche ( „Aktivierung und Motivierung“ ) und Arbeitsvermittlung
( Sklaventreiber wie Randstad etc. ) kostet die Betroffenen den Lohn den sie eigentlich in der Tasche haben müssten. Mal von der beruflichen Perspektive und Planungssicherheit abgesehen. Die Arbeitslosen unterhalten einen riesigen Wasserkopf an privaten Pseudojobgeneratoren weshalb es gar nicht genug Arbeitslose geben darf. Es besteht ein Mangel an Arbeitslosen weshalb sie bereits importiert werden.

Aber das ist ein anderes Thema. Matsch nicht immer alles durcheinander.

Gerd
Gast

Peter Ustinov meinte, dass Krieg ist der Terrorismus der Reichen und Terrorismus der Krieg der Armen sei.
Besser kann man Ursache und Wirkung nicht zusammenfassen.

Trump hat kürzlich der CIA den Drohneneinsatz genehmigt.
http://www.faz.net/aktuell/politik/trumps-praesidentschaft/donald-trump-gibt-cia-neue-befugnisse-fuer-drohnenangriffe-14924411.html

Damit wurde die Grenze vom Militärischen ins Zivile überschritten. Wer und wann in einigen Jahrzehnten als „Terrorist“ gilt, kann Auslegung reiner Willkür sein. Vielleicht machen sich eines Tages Lieferdrohnen von Amazon und „Polizeidrohnen“ den Luftraum über Deutschland streitig.

Der Terror sollte zum Nachdenken anregen. Er hat einen Sinn.

Mein Beileid und Genesungswünsche an die Opfer und Angehörigen.

flurdab
Gast

Und Saudi Arabien ist also mittlerweile so arm das es Terrorismus einsetzten muss/ unterstützt um einen Krieg zu führen?
Ustinov wird wohl eher den Terrorismus irischer Prägung im Sinn gehabt haben, den hat er ja selbst mit erlebt.
Vom wahabitischen Religion- Terrorismus hat er sich vermutlich nicht träumen lassen.

Das der Terror auch für die westlichen „Demokratien“ ein Geschenk des Himmels ist, ist keine Frage.
Er ist sehr nützlich. Wo doch fast alle Bürger zu Terroristen werden können.

Schweigsam
Gast
Für mich ist der sogenannte „Terrorismus“ nur ein Krieg mit anderen Mitteln. Damit ist ein „Krieg gegen den Terrorismus“ kompletter Unfug. Denn „Krieg dem Krieg“ macht keinen Sinn. Bei so etwas gibt es nur wenige Gewinner und viele Verlierer. Ganz zu schweigen davon, dass es nach unserem Empfinden ganz und gar unmoralisch ist. Aber es geht so oder so um was ganz anderes, als um den „Krieg gegen den Terrorismus“, der wird nur für die „leicht Gläubigen“ unter uns vorgeschoben. Wir wollen die Ressourcen der anderen. Und unsere Bürger sollen dabei immer noch denken, wir sind die Guten und schön… Read more »
Mordred
Mitglied
man ist einfach zu indoktriniert. der böse is/russe/whatever war es. der ist einfach so böse. deswegen müssen wir uns verteidigen. punkt – bzw. ende des mainstream-narrativs. und das rund um die uhr auf fast allen kanälen seit jahrzehnten. das (historische) warum interessiert nicht. geschweige denn ursachenbekämpfung. stattdessen lieber aufrüstung zur (vermeintlichen) symptombekämpfung. ich mein, wenn uns der mainstream als ursachen zumindest irgendwas (!) anbieten würde (!), dass nichts mit unserem handeln zu tun hat und gleichzeitig nicht rassistisch wider aller wissenschaft ist… ein außenstehender nicht indoktrinierter würde bei dem attentat doch sofort als erste fragen, warum jemand sowas tut. und… Read more »
flurdab
Gast
Ja dann lass das doch endlich. Stelle alle deine feindlichen Handlungen ein. Dann hören auch die Terroristen auf, ganz bestimmt. Denn du sprichst ja von „unserem“ handeln. Da ich nicht derart handel oder jemals gehandelt habe, greift dein „uns“ ins Leere. Ich bin mir sogar ziemlich sicher das auch von den Toten in London kein einziger eine Bombe auf den Irak oder Afghanistan abgeworfen hat, genauso sicher bin ich mir auch das der „psychisch“ gestörte Täter kein Afghane oder Iraker sein wird. Auch wenn es für die meisten nur schwer verständlich ist, diese Anschläge sind kein Terrorismus. Sie sind Teil… Read more »
Mordred
Mitglied

Es geht um den „Befehl“ Mohammeds, die gesamte Welt zum Islam zu bekehren.
Das ist deren Agenda. Nix anderes.

lol?
http://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-morgenecho-interview/audio-nach-dem-terror-anschlag-in-london-100.html

The Joker
Gast

Straßenverkehr, Tabakkonsum und Alkoholmissbrauch sind jeweils weit gefährlicher als Islamismus.
Flurdab möchte das nicht so gern wahrhaben, damit sein Feindbild weiter stimmt.
Wahrscheinlich hängt er an Stinkediesel, Kippe und/oder Flasche…

ChrissieR
Mitglied

Na, super! Ich lebe immer noch, trotz des mörderischen Strassenverkehrs…und, ich weiss wovon ich rede, als Berufskraftfahrerin und auch privat mehr als 12000 km im Jahr, mit einem 43 Jahre jungen, 32 PS Boliden von Citroen….Sterben tun wir alle, sogar die obersten Schwerverbrecher! Und, nein, ich glaube nicht an ein Leben danach. Was ist eigentlich sooo toll an unserer Art zu leben? Wenn Schluss ist, hat man endlich seine Ruhe, that’s it! Alloah Christine

GrooveX
Mitglied

ach…

GrooveX
Mitglied

wir werden diesen selbstbetrug, das übel käme von woanders, niemals aufgeben. wir sind die guten und leiden höchstens mal an posttraumatischen belastungsstörungen, wenn es allzu schief geht.

birmingham, my ass…

na ja, da gibts noch andere städte, rostock, dresden & so. ähm, dortmund…

Mordred
Mitglied

hallo flurdab,
entweder bist du nen echter rechtsradikaler oder du hast psychische probleme.
denn deine argumentationen sind größtenteils banane und nicht auf fakten basierend. das ist allgemein das problem beim rechtsradikalismus. er macht wenig sinn. es sei denn man mag tatsächlich keine ausländer.

ThomasX
Gast

Das Pathologisieren kann man sich regelmäßig sparen. Das ist Rechtsdrall mit Ansage.

Mordred
Mitglied

wahrscheinlich.
ich wundere mich nur, weil „flurdab“ gibt es hier schon seit jahren. und wenn ich mich nicht irre, war der bis vor ein paar monaten ganz anders drauf.
da frage ich mich, wie man darauf kommt, nach rechts abzudriften und gleichzeitig auch diese ganzen pseudointelektuellen rechten hohlphrasen abzusondern, die er sich wahrscheinlich irgendwo bei pi oder so angelesen hat ohne sie auf richtigkeit zu überprüfen.

GrooveX
Mitglied

islamophobie… da ist er ja nicht der einzige. wo früher mal eine religionskritische haltung überwog, macht sich eben heute eine gelenkte angst breit. interessierte kreise haben hart arbeiten lassen. ähm, breivik stellte eine zäsur mit katalytischer funktion dar – so was muss man sich mal reinziehen, was’n wahnsinn!

Robbespiere
Gast

@GrooveX

islamophobie…

….dagegen hilft nur Aufklärung:

flurdab
Gast
Ich habe nochmal nach gedacht. Und ja, ihr habt alle total recht! Terrorismus ist ein Menschenrecht, also zumindest wenn er Europäer trifft. Das ist auch so total zielführend wenn Liesschen Müller oder Buster Miller zu Tode kommen. Da werden sich die Regierungschefs und Konzernlenker bestimmt denken: „Mhhm, warum töten die einfach unserer Bürger?“ Und dann werden diese wie Wickie ihre Nase reiben und zack, fällt es ihnen ein. Weil wir die ausbeuten und schlecht behandeln, aber Moment, müssten das dann nicht Terrorkommandos von Schneiderinnen aus Bangladesh, Indien, China sein? Nein, das werden Sie sich natürlich nicht denken. Sie werden sofort… Read more »
GrooveX
Mitglied

ich hoffe, sie machen es jetzt wahr – damit du mal für ein paar minuten verschnaufpause hast. das ist ja nicht mehr auszuhalten!

ThomasX
Gast

Ich habe nochmal nach gedacht. ……..

Axo?
😀 😀 😀

hart backbord
Gast

Der Täter war Engländer.
Es ist also eine rein westliche Angelegenheit.

flurdab
Gast

Stimmt.
Was müssen die Engländer ausgebeutet werden.
Mir fallen gerade noch die Schüler von Frau Kaddor aus Dinslaken ein, die ob ihrer unglaublichen Ausbeutung freiwillig in den Dschihad nach Syrien gezogen sind.
Alles komplett europäische Angelegenheiten.

Phrygian
Mitglied

Toller Artikel, Tom, vielen Dank!
Mir fiel dazu spontan ein, dass ich bei meinem Besuch in London regelrecht geschockt war, von der permanenten Kamera-Überwachung. Polizisten standen auch schwer bewaffnet an jeder Ecke herum, insbesondere an den Hotspots der Touristen. Bei uns wird das ja auch ständig von den Sicherheitsbehörden als „must have“ zur Erhöhung der Sicherheit gepriesen. Und, was nützt es? Ok, nach einem solchen Anschlag wird wohl die Aufklärung erleichert, aber der Anschlag ließ sich nicht verhindern. Was soll also der Quatsch?

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