Erwiderung: Mit dieser Sozialdemokratie gibt es keinen Wechsel

Wahrscheinlich hätte ich eine andere Headline gewählt, wenn Roberto J. De Lapuente nicht für seinen Text den Titel „Ohne die Sozialdemokratie gibt es keine Wechsel“ favorisiert hätte. So was wie „Und tschüss, SPD“ oder „Der langsame Tod der Sozialdemokratie“. Aber gut, das nur am Rande.

Nachdem mich der Wechsel von Ralph T. Niemeyer, langjähriges Mitglied der Partei „Die Linke“, zur SPD ja schon sehr verwirrt hatte, wie in meinem Interview mit ihm zu beobachten war, kommt der gute Roberto daher und setzt noch einen drauf. Also, so geht‘s ja nun auch nicht. Ich entwirre also hiermit ganz offiziell.

Ich beginne mal mit Zustimmung. Ja, Roberto hat recht, es braucht eine sozialdemokratische Partei! Nur: wo soll sie herkommen, wer soll sie stricken, backen, garen? Es gibt sie nicht mehr. Klar, es gibt diesen Zusammenschluss aus neoliberalen Schreibtischtätern, die sich an ihre Arbeitsunterlagen klammern wie Leonadro DiCaprio an das nasse Holz, auf dem Kate Winslet trieb und wimmerte. Der Ausgang ist im bemühten Vergleich aber bekannt: der Schöne ertrinkt, die Schöne friert und ist alleine.

So geht es auch der SPD. Sie hat eine lange Geschichte und eine übersichtliche Zukunft, die dem Untergang geweiht zu sein scheint, wenn nicht irgendetwas Gravierendes passiert. Und mit „gravierend“ meine ich ausdrücklich nicht Martin Schulz. Ok, der Mann hat es fertiggebracht, seiner Partei einzuflüstern, dass nun alles gut, gut, gut, gut wird, so lange, bis alle (ähem, ja, tatsächlich alle, die stimmberechtigt waren!) das auch geglaubt haben. Aber das bedeutet inhaltlich rein gar nichts. In den 1970er Jahren schrieben kalifornische Zeitungen von einer Benzinknappheit, die bevorstehe. Das war Unsinn, aber die Menschen reagierten auf diese Meldung so, dass es eben doch zur Benzinknappheit kam – weil sie Sprit kauften bis zum Umfallen. Und dann war das Zeug tatsächlich Mangelware.

Bei Schulz und der SPD ist es umgekehrt. Da kommt ein Mann mit Bart und Brille und verkündet, dass die SPD jetzt wieder sozialdemokratisch werde. Das verkündet er dann nochmal und nochmal und nochmal. Und plötzlich glauben alle dran. Was sollen sie auch tun, die Genossen an der Basis? Sie haben ja nur diesen Martin, und der sagt ihnen, dass alles in Ordnung ist. Er sagt das einer Basis, die seit Jahren überhaupt nichts in Ordnung findet … und die danach lechzt, dass der Mann recht hat. Hat er aber nicht.

Doch genug von der Basis, Roberto schrieb ja über das Grundsätzliche, Prinzipielle, das allgemein Sozialdemokratische.

Ok, dann also dieses Thema.

Tja, das gibt es nicht mehr. Das Soziale in der SPD beschränkt sich auf kuscheliges Zusammenhocken, während Schulz redet. Von „harcht“ arbeitenden Menschen, von Managern, die irgendwie einen Tick zu viel verdienen, von einer Vermögenssteuer, die nichts weiter als ein „Kampfbegriff“ sei. Und von der Agenda 2010 distanziert er sich, indem er unangenehm auffallende Sätze von der Website der SPD löschen lässt. Mit seine merkwürdigen Zuwendungen von Mitarbeitern fange ich gar nicht erst an.

Schulz hätte mit der Mehrheit durch die Linke und die Grünen durchaus das eine oder andere bereits vor der Bundestagswahl durchbringen können. Das wäre ein Zeichen gewesen. Aber was kam? Nüscht! Von Koalitionstreue war die Rede, und die PKW-Maut hat die SPD dann auch mal eben mit „Bauchschmerzen“ passieren lassen. Ging ja um den jämmerlichen Mindestlohn, auf den mal so irre stolz ist (wobei wir inzwischen ja wissen, dass vielmehr die Autobahnprivatisierung die eigentliche Motivation für die Maut war, was noch schlimmer ist als das Mindestlohn-Geschwurbel).

Hallo? Geht‘s noch?

Nein, eben nicht! Die SPD ist nicht mehr sozialdemokratisch, auch wenn sich das an der Basis viele wünschen, und auch, wenn das viele Wähler gerne hätten. Die SPD ist wie ein Autoaufkleber, auf dem eine Parole steht, die jederzeit ausgewechselt werden kann. Im Falle der SPD allerdings ist dieses Auto ein fetter Porsche oder SUV, und der Aufkleber hinten lässt erahnen, dass Fahrer und Botschaft auf der Rückseite des Wagens nicht so richtig miteinander klarkommen.

Mit dieser SPD wird es keinen Wechsel geben. Weil innerhalb der Partei kein gedanklicher Wechsel stattgefunden hat. Sie ist satt und gleichzeitig hungrig darauf, noch satter zu werden. Für einen Wähler, der sich in Zukunft gern gesünder ernähren will, ist das eine ganz schlechte Ausgangslage.


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163 Kommentare auf "Erwiderung: Mit dieser Sozialdemokratie gibt es keinen Wechsel"

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UGP
Gast
Tucholsky zum Thema Währenddem daß die Leute schliefen, sahr ick zu ein Pachteigenossn, ick sahre: „Jenosse“, sahre ick, „wieso wählst du eijentlich SPD – ?“ Ick dachte, der Mann kippt mir vom Stuhl! „Donnerwetter“, sacht er, „nu wähl ick schon ssweiunsswanssich Jahre lang diese Pachtei“, sacht er, „aber warum det ick det due, det hak ma noch nie iebalecht! – Sieh mal“, sachte der, „ick bin in mein Bessirk ssweita Schriftfiehra, un uff unse Sahlahmde is det imma so jemietlich; wir kenn nu schon die Kneipe, un det Bier is auch jut, un am erschten Mai, da machen wir denn… Read more »
Rainer N.
Gast
Neue Männer braucht das Land … Ina Deter 1982 – und jetzt? Eine neue Partei die wirklich für eine soziale Gesellschaftsform … hm … gäbe es ja schon … aber … das sind doch die, die den Arbeitern die Villen im Tessin wegnehmen wollen … oder so ähnlich … das Problem — BESITZ. Verdrängung – auch – denn wir kommen nackt zur Welt und verlassen sie auch ohne Besitz. Da aber der eigene Tod verdrängt wird … meistens … wie schon geschrieben – es gab schon die Idee einer anderen Gesellschaftsform – Morus „Utopia“ beschreibt sie. Pech, dass auch Strindberg… Read more »
Heldentasse
Mitglied

Die sPd hat m.E. spätestens ab der Bundestagswahl 2021 fertig, trotz oder gerade wegen Herrn Chulz, der spätestens bis dahin die aller letzten Hoffnungen der Genossen gründlich zerstört haben dürfte.

Spätestens ab da folgt auch der verdiente Zersetzungsprozess der alten Tante, der sich auch aber noch eine weile hinziehen kann, denn die absolute Bedeutungslosigkeit beginnt erst unter 5%. Diese Verwesung wird also noch lange Zeit gewisse Vögel trefflich ernähren können, die müssen sich also keine Sorgen machen um ihre Existenz, im Gegensatz zu der Klientel die sie vorgeben zu vertreten.

Beste Grüße

Roberto J. De Lapuente
Webmaster

Lieber Tom, ich gebe freundschaftlich zu bedenken: Wir schelten, dass die Kanzlerin die Alternativlosigkeit schamlos zur Präambel ihrer Politik gemacht hat. Und nun hört man von so vielen Linken immer wieder, dass die SPD für alle Zeit unten durch sei. Warum seid ihr denn so alternativlos in eurer Einschätzung von dem, was noch passieren könnte? Zukunft ist doch immer offen. Auch innerhalb der SPD.

schwitzig
Gast
@Roberto J. De Lapuente Ich habe es mal verbessert – fett von mir 🙂 Lieber Tom, ich gebe freundschaftlich zu bedenken: Wir schelten, dass die Kanzlerin die Alternativlosigkeit schamlos zur Präambel ihrer Politik gemacht hat. Und nun hört man von so vielen Linken immer wieder, dass die NPD für alle Zeit unten durch sei. Warum seid ihr denn so alternativlos in eurer Einschätzung von dem, was noch passieren könnte? Zukunft ist doch immer offen. Auch innerhalb der NPD. Tipp: Die Nazis haben sich auch das Etikett „sozialistisch“ angeheftet. Ich kann mich jetzt nicht erinnern, dass sich die NSDAP erfolgreich von… Read more »
Roberto J. De Lapuente
Webmaster

Was hast du denn mit deiner NPD, sachma? Das ist doch nicht gesund. Wenn man so fixiert ist auf einen Gedanken, stimmt doch da was nicht.

schwitzig
Gast

@Roberto J. De Lapuente
Ich habe das mal korrigiert :-):

Was hast du denn mit deiner SPD, sachma? Das ist doch nicht gesund. Wenn man so fixiert ist auf einen Gedanken, stimmt doch da was nicht.

Nur für’s Protokoll: Erkläre doch mal, wie genau Du Dir die Transformation der „s“PD zu einer sozialdemokratischen Partei vorstellst. Die Praxis interessiert.

Nebenbei: Die umgesetzte Programmatik der „s“PD spätestens seit 1998 hat sehr viele Parallelen zu der Programmatik der NSDAP. Darüber würde ich mal nachdenken, wenn Du Dich über Vergleiche wunderst.

Roberto J. De Lapuente
Webmaster

Die umgesetzte Programmatik der „s“PD spätestens seit 1998 hat sehr viele Parallelen zu der Programmatik der NSDAP. Darüber würde ich mal nachdenken, wenn Du Dich über Vergleiche wunderst.

Das ist tatsächlich blanker Unsinn. Man kann es auch so sagen: Du bist wie Hitler – du benutzt wie er Gabel und Messer.

schwitzig
Gast

@Roberto J. De Lapuente

Ach? Unsinn?
– Parlamentsvorbehalt Bundeswehr.
– Agenda 2010, schon untermalt mit „wer nicht arbeitet, muss auch nicht essen.“
– Die „s“PD-Pläne zur „Bürgerarbeit“ – quasi eine 1 zu 1-Umsetzung des Reichsarbeitsdienstes.
– Die Maas Vorschläge zur Medienkontrolle.
usw. usf. und das sind nur gerade aktuelle Beispiele.

Junge, Du hast ja wirklich überhaupt keine Ahnung wovon Du hier schwadronierst.

schwitzig
Gast

@Roberto J. De Lapuente
Du wolltest übrigens noch erklären, wie genau Du Dir die Transformation der „s“PD zu einer sozialdemokratischen Partei vorstellst.

Anton Chigurh
Mitglied

Korrekt !
Für den Mist, den Pünte manchmal rauslässt, müsste er sich eigentlich selbst sperren.
So ein fettes Brett KANN man doch nicht vorm Schädel haben !!

Roberto J. De Lapuente
Webmaster

Sagte ich, dass ich das und anderes befürworte? Dass das aber NSDAPesk sein soll, ist einfach unfassbar verblendet. Mit anderen Worten verhöhnst du im Grunde die Opfer des Nationalsozialismus. Bei aller Kritik: Hartz IV ist kein KZ und Maas ist nicht Göbbels.

schwitzig
Gast

@Brückenrobbie

Sagte ich, dass ich das und anderes befürworte? Dass das aber NSDAPesk sein soll, ist einfach unfassbar verblendet.

Deine bescheuerte Rabulistik kannst Du Dir bei mir sparen – da springe ich nicht drauf an :-).
Niemand hat hier von KZ’s geredet – außer Dir :-).

Vergleiche einfach mal die oben genannten Punkte – Du kannst es überall nachlesen – mit den analogen Programmen der NSDAP. Du wirst staunen.
Und richtig: Maas ist nicht Goebbels. Goebbels schreibt sich nebenbei gesagt nicht mit „ö“. Aber darum geht es auch nicht. Es geht um die Ähnlichkeit der umgesetzten und umzusetzenden Maßnahmen. Ist das die „Tiefe“ Deiner Analysefähigkeiten?

Andreas
Gast

Bei aller Kritik: Hartz IV ist kein KZ und Maas ist nicht Göbbels.

Nö, aber Hartz4 ist in seiner Ausgestaltung das Maximum an Unterdrückung und Ausbeutung, das in einer demokratieähnlichen Gesellschaft möglich ist, permanent nahe an der grundgesetzwidrigkeit. Maas versucht derzeit, das maximal mögliche an Internetzensur und -überwachung durchzudrücken und operiert damit vermutlich bereits ebenfalls in einer rechtlichen Grauzone. Was genau soll man von so einem undemokratischen Sauhaufen, der für die Interessen seiner einstigen Wählerschaft offensichtlich nur Hohn und Spott übrig hat, politisch erwarten? Jetzt und in der Zukunft?

seyinphyin
Gast

Jetzt lass denen doch etwas Zeit, sowas muss reifen. Außerdem kann man es ja nun nicht einfach 1:1 wiederholen. Fällt auf und bietet sich auch nicht so wirklich an. Sklaven dazu zu bringen sich selbst an den Ketten festzuklammern ist weit besser als sie ihnen aufzuzwingen.

Andreas
Gast
– Parlamentsvorbehalt Bundeswehr. – Agenda 2010, schon untermalt mit „wer nicht arbeitet, muss auch nicht essen.“ – Die „s“PD-Pläne zur „Bürgerarbeit“ – quasi eine 1 zu 1-Umsetzung des Reichsarbeitsdienstes. – Die Maas Vorschläge zur Medienkontrolle. – Zerstörung der Rente, damit ist die sPD verantwortlich für die kommende – Altersarmut – Heraufsetzen des Rentenalters, was viele zur Hinnahme von Abschlägen zwingen wird, da sie nicht mehr arbeiten können – Legalisierung sowie steuerliche Begünstigung von Hedgefonds – Beteilgung der sPD an der Privatisierung staatlicher Wohnungen bzw. ehemals öffentlicher Wohnungsgesellschaften (350.000 Wohneinheiten wurden an „Heuschrecken“ verscherbelt) sowie am Abbau von Sozialwohnungen (ca. 1… Read more »
wschira
Mitglied

Neuerdings noch:
-Zustimmung („mit Bauchschmerzen“) zu PKW-Maut als Vorstufe zu Autobahnprivatisierung
– Aushebelung des Parlamentsvorbehalts für Auslandseinsätze der BW (von Siggi Pop in die Diskussion gebracht)

jkr
Mitglied

@Roberto J. De Lapuente:

„Warum seid ihr denn so alternativlos in eurer Einschätzung von dem, was noch passieren könnte? “

Vielleicht aus der Erfahrung der letzen zwanzig Jahre?

Ansonsten könnte man doch gleich CDU/CSU wählen in der Hoffnung und voll der Freude was da noch so alles passieren könnte. Die CSU hat ja sogar den Begriff „sozial“ im Namen. Die werden sich sicher irgendwann wieder drauf besinnen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen …

Roberto J. De Lapuente
Webmaster

Vielleicht aus der Erfahrung der letzen zwanzig Jahre?

Ich lasse den Satz insofern gelten, dass man nicht naiv sein darf im Umgang mit der SPD. Ich lasse ihn nicht gelten als Ausrede. Erfahrung ist so eine Sache. Dass die Sonne morgen wieder aufgeht: Das ist eine Erfahrung, die man als Fakt hinstellen kann. Aber parteiliche Irrwege nicht.

Außerdem grundsätzlich: Was kümmert mich an dieser Stelle die NPD, NSDAP, die CDU oder CSU? Das sind keine potenziellen Partner für eine programmatische Neuausrichtung ökonomischer Fragen.

schwitzig
Gast

@Roberto J. De Lapuente

Außerdem grundsätzlich: Was kümmert mich an dieser Stelle die NPD, NSDAP, die CDU oder CSU? Das sind keine potenziellen Partner für eine programmatische Neuausrichtung ökonomischer Fragen.

Ach, interessant. Der Unterschied der „s“PD zur „c“XU und zu Teilaspekten der NSDAP und der Karikatur derselben – der NPD – besteht genaugenommen eigentlich nur in dem Kürzel: „SPD“.

Du findest also, dass das Kürzel die Partei als potenziellen Partner für eine programmatische Neuausrichtung ökonomischer Fragen qualifiziert? Faszinierend.

Roberto J. De Lapuente
Webmaster

Das sind so die „Analysen“, die man von Leuten wie dir kriegt. Das und genau das ist der Grund, warum sich die Menschen von der Linken in Zeiten abwenden, da linke Politik eigentlich von vielen Menschen da draußen als unbedingt notwendig angesehen wird. Aber dann treffen sie eben auf genau solche Kollegen und sie schütteln nur noch den Kopf.

schwitzig
Gast
@Roberto J. De Lapuente Das sind so die „Analysen“, die man von Leuten wie dir kriegt. Nun gut – dann wägen wir meine „Analysen“ mal gegen Deine ab: – Ich habe Beispiele angeführt, wo die „s“PD ganz konkret antidemokratische Programme umgesetzt hat, die es in fast identischer Form auch schon mal von der NSDAP gab. Hier handelt es sich um profane Fakten. – Du führst an, dass ausgerechnet die Partei, gegen die selbst die „c“DU bisher harmlos war, auf wundersame Weise irgendwie „reformiert“ werden könnte. Kein Problem: Dann begründe doch einfach mal, wie Du Dir das konkret vorstellst. Übrigens: Leute… Read more »
Anton Chigurh
Mitglied

Warum seid ihr denn so alternativlos in eurer Einschätzung von dem, was noch passieren könnte? Zukunft ist doch immer offen. Auch innerhalb der SPD.

@ Pünte
Du hast scheinbar immer noch nicht kapiert (oder kannst du´s nicht??), dass mit dieser Drecksbande kein Wechsel möglich sein KANN. Deine romantischen Vorstellungen sind sowas von naiv, das grenzt fast schon an Sukramismus.

Roberto J. De Lapuente
Webmaster

Hm, dem Corbyn und dem Sanders hat man aber doch Veränderung zugetraut und ihnen eine gewisse mehr oder weniger Gegnerschaft zum Neoliberalismus geglaubt. Warum eigentlich? Ist doch eh alles verloren.

jkr
Mitglied

Wo bzw. wer soll denn der Sanders der SPD sein? Jemand, dem man glaube könnte er setze sich für soziale Gerechtigkeit und fürs Volk ein? Jemand, bei dem man gewisse Prinzipien über einen längeren Zeitraum erkennen kann und nicht alle paar Tage/Stunden seine Meinung ändert? Jemand der auch so abstimmt wie er redet.

Bei den aktuellen Lichtgestalten der SPD kann ich jedenfalls niemanden erkennen, der auch nur im Ansatz so ein Profil aufweist und zudem einen gewissen Einfluss in der SPD hat.

Roberto J. De Lapuente
Webmaster

Meine Güte, wo habe ich denn einen Sanders in der SPD in Aussicht gestellt? Ich meinte das mit Corbyn und Sanders in einem anderem Punkt: Labour und die Democrats bewegen sich doch auch. Warum nicht die SPD? Wann und wo sie es so tut, dass es eine Abkehr vom Neoliberalismus geben wird, weiß ich nicht. Dass es einen Wechsel aber geben könnte, schließe ich nicht aus.

schwitzig
Gast
@Roberto J. De Lapuente Labour und die Democrats bewegen sich doch auch. Echt? Und ich dachte, es wäre nur gezeigt worden, dass eine „Bewegung“ möglich wäre, die dann – OH STAUN – doch nicht passiert ist. Warum nicht die SPD? Weil es in der „s“PD erstens kein solches Personal gibt und weil die „s“PD seit knapp 20 Jahren alles tut, um zu verhindern, dass vergleichbares Personal etwas zu sagen haben könnte oder gar in die Partei eintreten könnte. Ypsilanti ist ein schönes Beispiel dafür. Wann und wo sie es so tut, dass es eine Abkehr vom Neoliberalismus geben wird, weiß… Read more »
Roberto J. De Lapuente
Webmaster

Ich rede von innerparteilichen Bewegungen. Die kannst du gerne ausblenden, dann passt es dir besser in dein nicht vorhandenes Konzept.

schwitzig
Gast
@Roberto J. De Lapuente Ich rede von innerparteilichen Bewegungen. Die kannst du gerne ausblenden, Oh, and die letzte innerparteiliche Bewegung kann ich mich noch erinnern – Du auch? Das war die Abstimmung der „Basis“ zur GroKo nach der letzten BTW.. Diese Bewegung ist fast schneller gestorben bzw. gestorben worden, als sie bemerkt werden konnte. Derzeit haben wir die 100%-Schulz-Bewegung. Wo die sich wohl hinbewegen wird? dann passt es dir besser in dein nicht vorhandenes Konzept. Genau – alles Scheiße außer Brücken-Robbie :-). Nebenbei – die Oppositionsarbeit der LINKE hat in den letzten 4 Jahren mehr bewirkt und mehr ans Tageslicht… Read more »
jkr
Mitglied
Nun wenn du personenbezogen argumentierst ist eine Nachfrage auf Personen innerhalb der SPD doch nahe liegend. Dass damit die Partei an sich gemeint war, war für mich so nicht auf den ersten Blick erkennbar. Die SPD hat sich ja bewegt in den letzten Jahren. Doch leider immer weiter weg von den Leuten, die sie eigentlich vertreten sollten. Mag ja sein, dass irgendwann eine „Abkehr vom Neoliberalismus“, aber aufgrund der Erfahrung der letzten zwanzig Jahre und einer Überprüfung des aktuellen Personals liegt so ein Zeitpunkt in weiter, weiter Ferne. Jede Stimme aktuell für die SPD wird sie in ihrem jetzigen Tun… Read more »
schwitzig
Gast

@Roberto J. De Lapuente

Hm, dem Corbyn und dem Sanders hat man aber doch Veränderung zugetraut und ihnen eine gewisse mehr oder weniger Gegnerschaft zum Neoliberalismus geglaubt.

Wer ist „man“? „s“PD-Wähler? Mit Corbyn kenne ich mich nicht genug aus, um mir ein Urteil zu bilden. Sanders habe ich nichts zugetraut – was sich ja auch sehr schnell bestätigt hat. Mittlerweile traut dem wohl kaum noch einer zu, dass er etwas verbessern würde, wenn er könnte.

Roberto J. De Lapuente
Webmaster

Warum? Weil er Trump applaudiert hat? Reicht das schon aus, um ihn neu zu bewerten?

schwitzig
Gast

@Roberto J. De Lapuente

Nochmal – Deine Sukrameske Rabulistik kannst Du Dir sparen – da springe ich nicht drauf an. Die Unterstützung von Clinton ist das Problem.

Heldentasse
Mitglied

Warum seid ihr denn so alternativlos in eurer Einschätzung von dem, was noch passieren könnte? Zukunft ist doch immer offen. Auch innerhalb der SPD.

Die sPd ist nicht die Lösung sie ist das Problem! M.E. gibt es sie gerade deshalb im linke Politik zu verhindern, in dem sie vorgibt „links“ zu sein, aber grundsätzlich immer und immer wieder „rechts“ überholt.

Hier ist ein schönes Lied für alle die meinen aus den Sozen wird noch was werden, wenn man nur fest dran glaubt.

https://www.youtube.com/watch?v=64fPuv6g3I0

Beste Grüße

Daniel
Gast

die Schöne ertrinkt, der Schöne friert und ist alleine.

andersherum wars 🙂

R_Winter
Mitglied
Ja, es stimmt – ohne sPD wird es keine Regierung ohne CDSU + AfD geben, aber mit dieser sPD werden die Neoliberalen weiter die Richtung bestimmen. Die wirklich Reichen haben vorgesorgt, denn sie „werden den Krieg der Armen gegen die Reichen“ gewinnen. Die sPD und die Grünen sind erfolgreich von Neoliberalen durchsetzt und Mass (sPD) schafft zur Absicherung die Überwachungsgesetze. Schulz hätte mit der Mehrheit durch die Linke und die Grünen durchaus das eine oder andere bereits vor der Bundestagswahl durchbringen können. Das wäre ein Zeichen gewesen. Sicher, aber die sPD will nicht. Warum? (Siehe oben). Das System ist immer… Read more »
Heldentasse
Mitglied

Lieber R_Winter, Du schreibst mir aus der Seele!

Beste Grüße

Sukram71
Mitglied

Mit der CDU/CSU muss die SPD Kompromisse nach rechts machen. Mit der Linken werden auch die Neoliberalen in der SPD nicht um Kompromisse nach Links herum kommen.
Es würde mit der SPD also Verbesserungen in eurem Sinne geben.

Aber offenbar sind Verbesserungen nicht gewollt. Der Hass auf die SPD ist größer, als der Leidensdruck der Umstände.
So schlecht kann es in Deutschland also nicht sein. Und einen Sündenbock zu haben, den man die Schuld an allem geben kann, ist ja auch bequem.

Mordred
Mitglied
ach sucki^^ die spd ist momentan (noch?) nach links zu unbeweglich. wenn die kleinigkeiten wie längeres alg1 in aussicht (obs dann tatäschlich kommt weiß keiner) stellen, aber gleichzeitig die maut mit totalüberwachung und privatisierungsvorbereitung real umsetzen…und gleichzeitig ja auch sagen, dass sie in zentralen punkten sich eben nicht auf die linke zubewegen wollen… Aber offenbar sind Verbesserungen nicht gewollt. Der Hass auf die SPD ist größer, als der Leidensdruck der Umstände. obiges anders formuliert: was hat man von marginalen verbesserungen, wenn gleichzeitig große verschlimmerungen umgesetzt werden? in summe ist das dann doch trotzdem scheiße bzw. schlimmer oder nicht? ökologische analogie:… Read more »
schwitzig
Gast

@Mordred
Das alles ist jetzt nicht mehr wichtig. Jetzt beginnt es! SHARKNADOS kommen auf uns zu!
http://blog.zeit.de/teilchen/2017/03/31/zyklon-debbie-sharknado-haie-tornado/

Sharknado ✔ @SharknadoSyfy
A #Sharknado could never REALLY happen, they said. It’s just a silly movie, they said. 😰🦈🌪️

dors
Mitglied
Mir ist wirklich schleierhaft,wie ernstlich noch daran gedacht werden kann, dass eine Partei , ein Vorsitzender , eine Idee ausreicht, um unser Zusammenleben „optimalst“ zu organisieren. Offensichtlich reichen die Methoden, die uns zur Verfügung stehen nicht aus, um uns gemeinverträglich (Menschen unter sich aber natürlich mit den Erfordernissen des uns tragenden Systems Erde). 
Die jeweiligen programmatischen „Rädelsführer“ der SPD haben sich im Zweifel immer für einen konservativ-wirtschaftsfreundlichen Kurs entschieden mit kleinen linken Girlanden. Warum (und wie) soll sich das ändern? Die Macht des Faktischen und die üppigen Chancen der individuellen Saturierung sind so gross, dass es im Zweifel wohl immer… Read more »
Mazze
Gast

Danke Tom, für den zutreffenden Artikel.
Hier was zum Thema SPD und Linksruck….zum totlachen…
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/spd-und-fdp-werben-fuer-ampel-koalition-mit-den-gruenen-a-1141297.html

Ampelkoalition mit der FDP und den Grünen, dann gute Nacht.

Sukram71
Mitglied
Angeblich ist in Deutschland doch alles so schreiend ungerecht und furchtbar. Und zwar in erster Linie für die potentiellen Linken-Wähler. Dann bleibt aber doch gar nichts anderes übrig, als es mit der SPD mal zu versuchen und das Beste daraus zu machen. Das ist die Kraft des Faktischen. Eine andere Möglichkeit ist auf absehbare Zeit nicht in Sicht. Also entweder ist alles so schlimm, wie hier immer geschrieben wird, dann muss man sich zur Not auch mit dem organisierten Bösen SPD höchstselbst zusammen tun, um das zu ändern. Oder man hat sich mit dem Zuständen abgefunden, sich darin eingerichtet und… Read more »
Mordred
Mitglied

ich überlasse zur abwechslung schwitzig alleine die inhaltliche auseinandersetzung mit dem schrott 🙂

Schwitzig
Gast

Der Smukster-/Sukram71-Komplex hat einen Kotballen im Forum hinterlassen !

schwitzig
Gast

Achtung! Der obere „Schwitzig“ ist ein Fake-schwitzig :-). Leicht am gross geschriebenen Anfangsbuchstaben und der Vermeidung des Wortes „geschissen“ zu erkennen.

Der grundsaetzlichen Aussage stimme ich aber vorbehaltlos zu :-).

R_Winter
Mitglied
Der Artikel in SPON zeigt das wahre Gesicht (Ansicht) der sPD unter Schulz. Es sind keine inhaltlichen Veränderungen zu Gunsten der „arbeitenden“ (???) Bevölkerung vorgesehen, sondern nur ein „neoliberales weiter-so“. Wer was anderes glaubt oder hier den Kommentatoren eine sPD-Veränderung vormachen will, erkennt die Tatsachen nicht oder hat neoliberaler Ziele. Dreierbündnis Spitzen von SPD und FDP werben für Ampelkoalition Wer mit wem nach der Bundestagswahl? Führende Politiker von SPD und FDP sprechen sich im SPIEGEL für eine gemeinsame Koalition mit den Grünen aus. Unterstützung bekommen sie dabei von einflussreichen Bundestagsabgeordneten. „Die Ampelkoalition passt für uns am besten, weil die Gemeinsamkeiten… Read more »
R_Winter
Mitglied

Kommentar auf den NDS zur PKW-Maut und Martin Schulz (sPD).
Wer jetzt noch Zweifel hat, sollte schnell den Arzt wechseln:

Anmerkung Jens Berger: An ihren Taten sollt ihr sie erkennen. Und Martins Schulz erste größere Amtshandlung als SPD-Vorsitzender ist das „Auf-Linie-Bringen“ der SPD-Länder für die Einführung einer PKW-Maut, die man auch als Vorstufe zur Privatisierung der Fernstraßen begreifen muss. So viel zum Thema „Schulz-Effekt“. Man muss schon ein sehr überzeugter SPD-Anhänger sein, wenn man immer noch dem PR-Rummel der Partei auf den Leim geht.

http://www.nachdenkseiten.de/?p=37656#more-37656

The Joker
Mitglied

Roberto hat offenbar das Erbe eines Stefan Sasse angetreten, der im alten Spiegelfechter-Blog ähnlich zwanghaft die SPD-Fahne hochhielt. Die Reihen bekam er dennoch nicht geschlossen.

Sukram71
Mitglied

Er kann jedenfalls rechnen.

Anton Chigurh
Mitglied

Ja, hoffnungsloser Fall. Man kann den Bereich problemlos auf einen smukster/sukram71/püntes-Komplex ausdehnen.

ThomasX
Gast
Diese Erwiderung war und ist richtig, aber auch richtig wichtig. Denn ohne wüsste ich echt nicht, ob auch nur der Verweis auf das „Erbe“ des ehemaligen Jens-Berger-Blogs hier noch Bestand haben dürfte. Kontroversen sind ja schön und nett. Man braucht was um sich zu reiben und damit Energie zu schaffen. Was allerdings das permanent wiederholte Herbeischreiben einer Notwendigkeit des Paktierens um der „linken“ Ideenvielfalt Willen soll – und das ausgerechnet mit einer Partei, welche sich in kaum einem Belang von ihren kkkkristlich-kapitalistischen Schwesterparteien unterscheidet, das verschließt sich der Logik. Das braucht auch niemand (naja, ausgenommen ein bestimmter Nick). Themen gibt… Read more »
Jenseits von Böse
Gast
Tom hat Recht, und ich möchte einen Punkt ergänzen, der mir zu kurz kommt – man könnte auch sagen, die Debatte über Sinn und Unsinn der SPD wird mir zu lang. Natürlich sind soziale Verbesserungen mit der SPD nicht zu erwarten, da herrscht (hier) Einigkeit. Aber warum, bitte, zerreisst ihr euch dann so lange das Maul über diese neoliberalen Noskes? Vor 50 Jahren gab es einmal – ein einziges Mal – einen Aufbruch innerhalb der SPD: innerhalb aber nur deshalb, weil es keine ernst zu nehmende Partei links von der alten Tante gab. Schon damals konnten die linken Sozen nur… Read more »
jowi
Mitglied
muss Die Linke doch nur ihre Forderung „Raus aus der Nato“ und ihren Widerstand gegen Hartz !V aufgeben, dann kann sie mit der SPD in’s Bettchen. Bitte nicht, dann wäre es ja nicht mehr die Linke. Wenn ich sehe, dass die BRD nun ihre Rüstungsausgaben erhöhen muss, obwohl wir schon unter den Top-Ten sind, auf Druck der USA und der NATO, gleichzeitig aber unter anderem mit Hartz IV Geld gespart wird und auch bei vielen anderen Aufgaben des Staates, dann ist es mir lieber, die Linke bleibt Opposition, ehe sie sich verrät und ein profilloser Pudding wird, wie die sPD.… Read more »
Alfred
Gast

Man könnte es kürzer fassen.
Aus der NATO als Verteidigungsbündnis ist eine Angriffsallianz geworden.
Der weitere Umbau gilt als abgeschlossen, sobald die NATO in Moskau steht.

GrooveX
Mitglied
gut, da sie ja so bald nicht in moskau stehen wird, da liegen ja selbst nach naps & hittl immer noch ein paar km² zwischen, wird der umbau sich noch lange hinziehen und viel geld vom staat, also von mir, an die hier bezeichneten und einige andere transferieren. das sollte verhindert werden, finde ich. leider ist hier kaum wer bereit, sich mal ernsthaft zu überlegen, wie wir unser eigenes geld besser schützen und in der gesellschaft einsetzen lassen, denn das hätte ja revolutionäre konsequenzen. da schimpfen wir lieber wie die rohrspatzen auf die sozis. ich glaube, das nennt man ersatzhandlung.… Read more »
Alfred
Gast

Vieles habe ich wegen ihrer amorphen Textwurst samt abenteuerlicher Interpunktion nicht verstanden. Zudem erschreckt mich die Arroganz Ihrer durchlaufenden Kleinschreibung.

Ich greife deshalb nur einen Bruchteil heraus den ich glaube verstanden zu haben.

leider ist hier kaum wer bereit, sich mal ernsthaft zu überlegen, wie wir unser eigenes geld besser schützen und in der gesellschaft einsetzen lassen

Ja, finde ich auch.

GrooveX
Mitglied
„gut, da sie ja so bald nicht in moskau stehen wird, da liegen ja selbst nach naps & hittl immer noch ein paar km² zwischen, wird der umbau sich noch lange hinziehen und viel geld vom staat, also von mir, an die hier bezeichneten und einige andere transferieren. das sollte verhindert werden, finde ich.“ Nun gut, da die NATO kaum in Kürze in Moskau stehen wird, schließlich habwen weder Napoleon noch Hitler vermocht, die vor Moskau liegende zu erobernde Fläche auf ein erträgliches Maß zu reduzieren, wird der Umbau der NATO noch viel Zeit in Anspruch nehmen und finanzielle (was… Read more »
Erwin
Gast

OFF ist das nicht

Schröder warnt vor R2G, hetzt gegen Lafontaine und spricht sich für eine Ampelkoalition aus.

http://m.spiegel.de/politik/deutschland/a-1141374.html

Günther von der Bundeswehr
Gast

Rot-Rot-Grün könne man erst machen, wenn bei der Linken vernünftige Leute wie zum Beispiel der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow das Sagen hätten.

Zeig‘ mir, wer Dich lobt, und ich sag‘ Dir wer Du bist!

Was man von so einem nach Schröders Definition vernünftigen Mann wie Ramelow zu erwarten hat, kann man hier nachlesen.

Schweigsam
Gast

Am Vorabend schon Schröder…scheiße wo ist der Wodka!

PS: Den Kerl kann man nur in Suff ertragen…

Hans
Gast

Steht das wirklich heute im gedruckten Spiegel oder ist das mit der „Familie Lafontaine“ in
Sippenhaftung ein Aprilscherz ?

GrooveX
Mitglied

im wahlkampf werden keine gefangenen gemacht! und wenn so ein schlachtroß wie der schröder-gerdie mal losschnaubt, dann gibt es halt schaden, is doch klar!

ein haflinger im furor

Hans
Gast

Genau dieser, wirre Elefantenrunden-Schröder wie 2005 ist hier wieder am Werk 🙂

Fx9
Gast
Was ist der Unterschied zwischen #sPD und #LINKE? Die „Sozialdemokraten“ haben den Klassenkampf längst durch einen von interessierter Seite lancierten Geschlechterkrieg ersetzt. Divide et impera. Man schafft einen Popanz 1) und bekämpft denselben anschließend. Kennen wir dieses Muster nicht irgendwoher? Aus der Literatur? Na klar: der „Ritter von der traurigen Gestalt“. Besser bekannt unter dem Namen Don Quichulz. Die genannte Art von „Lohngerechtigkeit“ ist eine veritable Windmühle. Und zweifellos wird Don Q. Schulz bis zur Wahl noch weitere Prachtexemplare finden, gegen die er auf seiner Rosinante (#Schulzzug) zu Felde ziehen kann. Zumindest Teile der Linken sind noch nicht auf diesen… Read more »
Rainer N.
Gast

Na ja, der 1. April … sogar die NDS versuchen es … mit Schulz … lol.

Günther von der Bundeswehr
Gast
SPD-Mann Detlef Scheele, der neue Mann an der Spitze der BA will sich „stärker um Hartz-IV-Empfänger kümmern“. „Wenn man länger aus dem Job raus ist, braucht es manchmal einen Schubs, um zurückzukommen“, sagte Scheele. „Unsere Berater und Vermittler müssen den Arbeitslosen und seine Familie öfter sehen.“ Was diese Wiedergeburt von Gustav Noske meint ist natürlich kein Schubs, sondern ein ordentlicher Arschtritt. Dann klappt es auch mit der Arbeit. So einfach ist nämlich die Welt von Hartz-IV. Und wenn auch keine Drohungen und keine Schikanen helfen, wird aus dem Neoliberalen auf einmal ein Anhänger der „guten alten“ Planwirtschaft, voilà: „Eine so… Read more »
Mchael
Gast

Dieses Bild von „Vererbung“ und „erlernter Hilflosigkeit“ stammt noch aus den Voragendatagen
der Sozialhilfe. Heute kann er das aus vielen Gründen knicken. Das ist Propaganda.

Günther von der Bundeswehr
Gast
So ähnlich wie Roberto habe ich das bis vor 3 1/2 Jahren auch gesehen. Ich dachte, der Leidensdruck bei der SPD-Basis müsste durch schlechte Wahlergebnisse nur stark genug sein, dass sie irgendwann ihre neoliberale Parteispitze zum Teufel jagen und sich dadurch spürbar etwas bei ihnen ändert. Bis sie beim Parteikonvent über die Aufnahme von Koalitionsgespräche mit der Union anstatt die Gelegenheit freudig zu ergreifen, die Gabriels und Steinmeier auf einen Schlag loszuwerden, feige vor ihnen eingeknickt sind. Von da an war mir endgültig klar, dass die SPD nicht reformierbar ist. Bei denen würde sich auch nichts ändern, wenn sie bei… Read more »
Robbespiere
Mitglied
@Günther von der Bundeswehr Ich dachte, der Leidensdruck bei der SPD-Basis müsste durch schlechte Wahlergebnisse nur stark genug sein, dass sie irgendwann ihre neoliberale Parteispitze zum Teufel jagen und sich dadurch spürbar etwas bei ihnen ändert. Bis sie beim Parteikonvent über die Aufnahme von Koalitionsgespräche mit der Union anstatt die Gelegenheit freudig zu ergreifen, die Gabriels und Steinmeier auf einen Schlag loszuwerden, feige vor ihnen eingeknickt sind. Es gehört schon eine gehörige Portion Mut dazu öffentlich zuzugeben, daß man in der Vergangenheit Mist gebaut und einer korrupten Parteispitze das Ruder überlassen hat. wer will da auch schon gerne den Königsmörder… Read more »
Alexander
Gast

Kann mir jemand erklären, weshalb ich statt der Agenda-Genossen die Linke wählen sollte, wenn auch die ach so tapferen Kämpfer gegen den Neoliberalismus in entscheidenden Momenten einknicken?

http://www.sueddeutsche.de/politik/pkw-maut-wie-thueringen-bei-der-maut-vor-bayern-einknickte-1.3445420

Robbespiere
Mitglied
@Alexander Tja, scheinbar sind auch die Landtags-Abgeordneten nicht vor einem „Pattexmandat“ gefeit. es braucht schon seine Zeit, bis man einen Pensionsanspruch als Parlamentarier erreicht bzw. die entsprechenden Netzwerke für einen lukrativen Anschlußjob geknüpft hat. Da aus ideologischen Gründen vorher hinzuwerfen ist für den eigenen Wohlstand ausgesprochen negativ und über die Ergebnisse von Neuwahlen kann man sich eben nie sicher sein. Allerdings wäre ein „Nein“ der Linken ein starkes Signal gewesen, daß sich bei den anstehenden Wahlen durchaus gut hätte verwerten lassen können. Aus meiner Sicht war das ein strategischer Fehler von Ramelow. Den Artikel der SZ kann ich leider nicht… Read more »
Alexander
Gast
Den Artikel der SZ kann ich leider nicht lesen, da ich meinen Adblocker nicht abschalten will. Mit uBlock Origin und der richtigen Filterliste gibt es keine Probleme. Am Ende hielt der von einem rot-rot-grünen Bündnis regierte Freistaat Thüringen nicht stand. Bayern habe „deutlich gemacht, dass es eine Verbindung zwischen den laufenden Länderfinanzverhandlungen und der Mautabstimmung gibt“, sagte Benjamin-Immanuel Hoff, Chef der Thüringer Staatskanzlei in Berlin. Die der SPD angehörige Finanzministerin habe schließlich empfohlen, kein Risiko für den Landeshaushalt einzugehen. Deshalb habe sich das Team um Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) entschlossen, doch nicht, wie zunächst geplant, für die Überweisung des Mautgesetzes… Read more »
Robbespiere
Mitglied

@Alexander

Bayern habe „deutlich gemacht, dass es eine Verbindung zwischen den laufenden Länderfinanzverhandlungen und der Mautabstimmung gibt“,

Erpressung ist ein beliebtes Mittel in Pseudo-Demokratieen.
Wenn man dem einmal nachgibt, wirds schwer, in Zukunft noch eigene Politik zu gestalten.
Das war schon mal ein Vorgeschmack auf RRG im Bund, wo garantiert die gleiche Nummer ablaufen würde, also Finger weg.

Hier hätte Ramelow besser daran getan, seine Linie beizubehalten und die Erpressung der CSU reichlich publik zu machen.
Sein Einknicken wird nicht belohnt werden.

seyinphyin
Gast

Möglich, weil die meisten Leute dumm sind und nicht kapieren, was die Linke da tatsächlich gemacht hat.

Die meisten Leuten kapieren gar nichts in der gesamten Politik und wollen es vor allem auch nicht.

Dass jetzt von allen Parteien und Ländern ausgerechnet der Linken in Thüringen die Schuld an der Maut gegeben werden soll und das sogar hier ernsthaft Leute fresse – meine Güte.

Robbespiere
Mitglied
@seyinphyin Dass jetzt von allen Parteien und Ländern ausgerechnet der Linken in Thüringen die Schuld an der Maut gegeben werden soll und das sogar hier ernsthaft Leute fresse – meine Güte. Gerade wenn man weiß, wie die Leute reagieren und daß die LINKE eh schon mit dem Attribut “ nicht regierungsfähig“ tituliert wird, hätte Ramelow hier cleverer taktieren müssen. Ansonsten setzt er sich dem Vorwurf aus, in Regierungsverantwortung genau das zu tun, was die LINKE anderen Parteien immer vorwirft, nämlich nicht die Interessen der Bürger zu vertreten. Da ist Standhaftigkeit gefragt, auch wenn es am Ende vielleicht nichts nützt. „Mit… Read more »
Robbespiere
Mitglied
@seyinphyin Und wie aufs Stichwort ein Artikel von Spiegel-Online auf den NDS heute: Altkanzler Schröder warnt vor Rot-Rot-Grün Altkanzler Gerhard Schröder hält eine Koalition der SPD mit der Linkspartei derzeit nicht für realistisch. „Ich glaube nicht, dass man das hinbekommt, solange die Familie Lafontaine in der Linkspartei tonangebend ist“, sagte Schröder dem SPIEGEL. Rot-Rot-Grün könne man erst machen, wenn bei der Linken vernünftige Leute wie zum Beispiel der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow das Sagen hätten. Ein Linksbündnis müsse zu Bedingungen der SPD realisierbar sein, so Schröder: „Wir erklären, wer Koch und wer Kellner ist.“ Wenn der Volksverräter Schröder Bode Ramelow… Read more »
schwitzig
Gast

@Robbespiere

der letzte Satz läßt keinen Zweifel daran, wie sich die SPD eine Zusammenarbeit unter RRG vorstellt.

Menno – das nennt man im Sukram71/smukster-Komplex-Duktus einen „Kompromiss“. Im Duktus der „s“PD-Bandenmitglieder einen „tragfähigen Kompromiss“.

Mordred
Mitglied
Gerade wenn man weiß, wie die Leute reagieren und daß die LINKE eh schon mit dem Attribut “ nicht regierungsfähig“ tituliert wird, hätte Ramelow hier cleverer taktieren müssen. wenn die linke bei weiß der henker was für geschichten überhaupt miterwähnt wird, ist sie meistens dagegen. aus meiner perspektive auch in 95% der fälle zurecht. problem: sie liegt damit meistens auch außerhalb des narrativs der msm. -> sie wird mind. implizit als bekloppt dargestellt. somit ist es auch daher (neben ggf. koalitionsgedöns, absprachen, bla) immer eine abwägungssache, ob es sich in der sache lohnt, zu opppunieren. nachdem aber auch heute morgen… Read more »
Günther von der Bundeswehr
Gast

@ Alexander

Die Bundeslinke ist nicht die Thüringer Linke, die zum „Reformer“-Flügel gezählt wird.

Dein Posting beweist aber, dass alles, was Sukram71 hier über (faule) Kompromisse von sich gibt, absolute Grütze ist. Sowas schadet der Linken natürlich, und es ist mit nichts zu entschuldigen

Alexander
Gast

Und mit der „Reformer“-Flügel-Linke gibt es auch keinen Wechsel? Alles ein wenig unübersichtlich! Der große Vorsitzende dieser rechtspopulistischen Regionalpartei wird jedenfalls seinen Spaß gehabt haben!

Sukram71
Mitglied
Regieren kann man in Deutschland nur durch Kompromisse. Eine Regierung ist immer eine Koalition aus verschiedenen Parteien mit unterschiedlichen Meinungen und Interessen, die sich durch Kompromisse auf Zeit geeinigt haben. Also wenn die Linke ihre Forderungen jemals -wenigstens zum Teil – umsetzen will, dann muss sie Kompromisse machen und mit der SPD eine Koalition eingehen. Ansonsten steht sie in der Ecke und stampft mit dem Fuß, wien trotziges Kind, mit dem niemand spielen will. 😉 Also statt zu schreiben, was alles nicht geht und mit wem man nicht reagieren will, wäre es sicher gut und sinnvoll mal zu schreiben, was… Read more »
GrooveX
Mitglied

1. generalstreik organisieren und ausrufen!
2. bundesweite demonstrationen gegen den kriegseinsatz der bundeswehr organisieren und ausrufen!
3. sofortige wiedereingliederung sämtlicher infrastrukturvermögen in den gesellschaftshaushalt organisieren und ausrufen!

soll ich weitermachen?
lieber nicht…

schwitzig
Gast

Der Smukster/Sukram71-Komplex hat wieder ins Forum gestuhlt !

schwitzig
Gast

Unde wieder ein Fake-schwitzig, dessen Resümee ich jedoch teile :-).

Robbespiere
Mitglied

@Günther von der Bundeswehr

Dein Posting beweist aber, dass alles, was Sukram71 hier über (faule) Kompromisse von sich gibt, absolute Grütze ist. Sowas schadet der Linken natürlich, und es ist mit nichts zu entschuldigen

Für einen Seeheimer-Fan mit masochistischen Tendenzen wie Sukram ist das absolut entschuldbar. So funktioniert halt die Gedankenwelt eines Lemmings.

aquadraht
Mitglied

Tja, das heisst: Entweder distanziert sich die Linke deutlich, oder bei der Bundestagswahl wird MLPD oder die PARTEI gewählt. Ich habe im ganzen Leben weder SPD noch Grüne gewählt und will nicht, dass die meine Stimme hijacken, indem sie doe PdL übernommen haben.

seyinphyin
Gast

Hilft natürlich überhaupt nichts, warum dann nicht einfach gar nicht wählen kann? Spart man sich immerhin die Zeit und läuft aufs Selbe hinaus.

Sukram71
Mitglied

Es waren genau die vier Stimmen aus Thüringen, die am Ende fehlten, um die Maut zu stoppen. Brandenburg, Berlin, das Saarland, Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz, NRW und Niedersachsen blieben standhaft, konnten aber nichts ausrichten. Bayern verfügt über enorme Verhandlungsmacht im Bundesrat.

Da könnt ihr es Mal sehen. Die SPD geführten Länder sind allesamt standhaft geblieben und hätten die Maut bis nach der Wahl verschleppt und damit verhindert.

Das von der Linkspartei geführte Thüringen ist Schuld, dass die Ausländer-Maut kommt!

Dennis82
Mitglied

Haltet den Dieb!

…und wer bitte regiert nochmal den Bund und hat dieses Gesetz erst zur Abstimmung eingebracht?

Balmung
Gast

Weil CDU und SPD regieren, soll die Linke die Maut nicht blockieren? Ja, das klingt völlig logisch, wie auch sonst?

Dennis82
Mitglied
Ich finde es immer faszinierend, der Linken letztlich die Schuld dafür in die Schuhe zu schieben, dass sie irgendetwas nicht „verhindert“ habe. Das Spiel hatten wir ja schon einmal; als es diese große Aufregung um das Meldegesetz gab. Da hat man der Linken dann lang und breit vorgeworfen, nicht „einfach“ mehr Leute in die Abstimmung geschickt zu haben. Das dieses Spiel von Gesetzesbeschlüssen im Bundestag aber genau in dieser Form alltäglich ist – weiß selbst heute noch keiner. Denn es bringt auch nix, in Zukunft bei jedem Beschluss dann gezwungenermaßen die Bude gerammelt voll zu haben; die Mehrheiten ergaben sich… Read more »
Erwin
Gast

Ich finde es immer faszinierend, der Linken letztlich die Schuld dafür in die Schuhe zu schieben, dass sie irgendetwas nicht „verhindert“ habe. Das Spiel hatten wir ja schon einmal; als es diese große Aufregung um das Meldegesetz gab. Da hat man der Linken dann lang und breit vorgeworfen, nicht „einfach“ mehr Leute in die Abstimmung geschickt zu haben.

Das dieses Spiel von Gesetzesbeschlüssen im Bundestag aber genau in dieser Form alltäglich ist – weiß selbst heute noch keiner.

Aber die Linke wusste es doch und hätte deshalb mehr Leute hinschicken können.

Dennis82
Mitglied
Das dieses Spiel von Gesetzesbeschlüssen im Bundestag aber genau in dieser Form alltäglich ist – weiß selbst heute noch keiner. Aber die Linke wusste es doch und hätte deshalb mehr Leute hinschicken können. q. e. d. Hätte sie vielleicht, aber danach auch ganz sicher kein zweites Mal…! Was glaubst du, was für eine große Anzahl von nicht minder nachteiligen Gesetzen von einem eher schwach besetztem Parlament beschlossen wurden, von denen du oder sonst wer rein gar nichts mitgekriegt hast…!? Nehmen wir mal an, die Linke hätte „einfach“ (entgegen der parlamentarischen Gepflogenheiten) noch in den Saal geschickt – dann würde in… Read more »
Erwin
Gast

Nehmen wir mal an, die Linke hätte „einfach“ (entgegen der parlamentarischen Gepflogenheiten) noch in den Saal geschickt – dann würde in Zukunft bei Abstimmungen ein schon regelrecht kindisches Gerenne entstehen.

Na und ?

Wem das nützen soll…!?

Dem Ergebnis

Dennis82
Mitglied
Na und ? Es freut mich immer, wenn man sich mit meinen Argumenten dezidiert auseinandersetzt… 😛 Dem Ergebnis Und dieses Ergebnis (auf lange Sicht) wäre…!? Das Meldegesetz z. B. wäre dann einfach zu einem späteren Termin neu durchgepaukt worden…! Glaubst du, dass der neoliberale Apparat sich durch solche „Spielchen“ nennenswert aufhalten oder „blockieren“ ließe? Was meinst du, wie dies bei den zig Mio Schlafschafen ankäme, die diese neoliberale Scheißpolitik nachweislich wollen? Die lesen dann sowas wie in der SZ, „die Linke blockiert böswillig das Parlament“ – und haben einen weiteren Grund, diese „pöhsen Kommunisten“ zu verachten! Man könnte ja die… Read more »
Erwin
Gast

Demokratie muss vorgelebt werden und lebhaft wirken. In anderen
Parlamenten haut man sich auf die Glocke, Tumulte, Fausthiebe, Rauchbomben.
Da ist was los. Demokratie ist Streit ums beste Ergebnis und keine
Konsensveranstaltung. Der Wähler muss soetwas sehen dürfen.

seyinphyin
Gast

Was sollte die Scheiße mit einem völlig nutzlosen VA bringen? Gar nichts. Die Linke schaut auf die Klage Österreichs und sieht da eine reale Waffe gegen diesen Ungetüm. Ihr Handen ist schlichtweg klug. Der VA würde das nur hinauszögern und uU die Situation verschlechtern bis dahin.

Dennis82
Mitglied
Der VA ist sicher nutzlos. Schädlicher ist genau das, was wir hier nun einmal mehr diskutieren und entkräften müssen: Das die Linken auch alle nur „machtgeil“ sind und uns am Ende alle verraten werden; der Teufel RRG wird ja nicht ohne Grund permanent an die Wand gemalt; es wird sogar beidseitig (von links und rechts) gepinselt…! Die Linke schaut auf die Klage Österreichs und sieht da eine reale Waffe gegen diesen Ungetüm. Ich bin oft mit dir einer Meinung – aber hier hat Ramelow einfach einmal mehr überflüssige Scheiße gebaut. Zumal Österreich als auch die EU und das erwartbare Urteil… Read more »
Dennis82
Mitglied
Kann mir jemand erklären, weshalb ich statt der Agenda-Genossen die Linke wählen sollte, wenn auch die ach so tapferen Kämpfer gegen den Neoliberalismus in entscheidenden Momenten einknicken? Da gibt es keinen „entscheidenden Moment“, es spielt im Ergebnis keine Rolle. Auch, weil der deutsche Föderalismus eine überwiegende Scheinveranstaltung ist, inkl. der Landtage. Im Grunde kann man dort „wählen“, wer den auf Bundesebene verursachten Mangel verwaltet. Das geht natürlich auch bis runter auf die Ebene von Stadträten und Kreistagen – nur wirft dort keiner dem linken Stadtratsmitglied in Castrop-Rauxel „Verrat“ vor, wenn der wie die örtliche SPD und Union der neuen Pflasterung… Read more »
Erwin
Gast

Man hält Menschen vom wählen der Linken ab, jene erreicht auch deshalb konstant nur 5 bis 15 Prozent. Mit so wenig Unterstützung im Rücken haben natürlich die Sukram71s leichtes Spiel, „Kompromisse“ einzufordern. Man fordert von ihr aber trotzdem eine Politik, als hätte sie die absolute Mehrheit.

Das ist so illosorisch und gefährlich versponnen wie das Programm auf dem schwarzen Kanal. Da träumen doch viele von einer CDU – AfD Koalition um im gefühlten Schnitt am Ende eine Art bundesweite CSU zu bekommen.

Meine Mitmenschen werden mir immer unheimlicher. Im Internet kann man ja nicht weghören.

Erwin
Gast

Mehr als Fundamentalopposition kann und sollte die Linke derzeit nicht leisten.
Ganz gleichgültig wo die Prozente stehen.

Na gut, mehr Prozente bringen mehr Geld in die Kasse. Aber sonst ?

Dennis82
Mitglied
Ähm – ohne „mehr Prozente“ wird sich linke Politik z. B. via „Die Linke“ niemals verwirklichen lassen. Du gibst dich also damit ab, dass linke Parteien bei Wahlen niemals mehr als max. 10 oder 15 Prozent erreichen werden können…!? Wozu dann der ganze Scheiß überhaupt…? Warum palavern wir hier dann sinnlos rum – während zig Mio. Schlafschafe auch weiterhin wie blöde völlig unbeeindruckt neoliberale Parteien ankreuzen. Auf was wartest du? Das genau diese zig Millionen Hornochsen mal „Revolution“ machen…!? 😀 Erklärt aber wieder, warum so viele sich eben vom Glauben an die gute, alte SPD einfach nicht lösen wollen…! Man… Read more »
aquadraht
Mitglied

Konsequente Opposition kann durchaus Prozente bringen. Und Prozente sind nicht alles, genauer gesagt weniger als die halbe Miete. Wenn hinter x% nur eine oberflächliche Stimmung steht, sind ein paar Prozente so wichtig wie ein Wikipediaeintrag, also meist nicht wahr, gekauft oder gestohlen.

seyinphyin
Gast
Nein, kann sie nicht. Die Leute bekommen es nämlich nicht mit, sondern hätten wir diese Situation links. Die Linke und davor die PDS betreiben nun schon seit so vielen Jahren genau die geforderte Oppositiosnarbeit, aber selbst hier bekommt doch offenbar nur eine Minderheit davon etwas mit, vom Rest der Bevölkerung ganz zu schweigen, von denen die meisten nicht einmal wissen, was die Partei macht, die sie mit auferlegter Begeisterung immer wieder wählen und die ihr gesamte Leben dann bestimmt. Letztlich kann es aber durhcaus sein, dass ds mit den maximal 10-15% stimmt, genau deswegen und dass dieses land eben genauso… Read more »
Erwin
Gast

Nein, kann sie nicht. Die Leute bekommen es nämlich nicht mit, sondern hätten wir diese Situation links.

Die sehr deutlich sichtbare Tendenz für die BTW 2017 ist die selbe wie bereits vier Jahre zuvor. Die Wähler möchten Merkel loswerden und R2G. Die Linke ist als soziales Korrektiv der SPD vorgesehen. Die Wähler trauen der Linken. Es hängt jedoch nicht an ihr. Mehr kann man derzeit nicht machen und wollen, als darauf zu warten das sich die SPD mit ihrer Blockadehaltung selbst zerlegt. Und das wird passieren. Ich verstehe die Aufgeregtheit, Ungeduld und Wählerschelte deshalb nicht.

Erwin
Gast
Ähm – ohne „mehr Prozente“ wird sich linke Politik z. B. via „Die Linke“ niemals verwirklichen lassen. Du gibst dich also damit ab, dass linke Parteien bei Wahlen niemals mehr als max. 10 oder 15 Prozent erreichen werden können…!? Ich möchte vorerst nicht, dass sich die Linke selbst beschädigt, bzw. beschädigt und runtergezogen wird wie es andere für sie vorgesehen haben. Es ist abzusehen, dass die nächsten Jahre ein riesiges Debakel auf uns zurollt. Unaufhaltbar rollt da ein Erdrutsch auf uns zu den andere losgetreten haben. Das neoliberale Scheißspiel geht nicht ohne Folgen ab und auf immer folgenlos so weiter… Read more »
Erwin
Gast

Eingraben, mit dem Fresspaket in die Ecke setzen und warten bis es vorbei ist. Dann raus aus dem Loch und volle Attacke !

Es gibt die nächsten Jahre nichts zu „gestalten“.

Robbespiere
Mitglied
@Erwin „Du mußt nur lange genug am Flußufer sitzen, um die Leichen deiner Feinde vorbeitreiben zu sehen.” Cooler Spruch, aber irgendwie auch wahr. Die Linke sollte auf alle Fälle vermeiden, auf Bundes-oder Landesebene mit den Verursachern der Misere zu koalieren, weil sie damit automatisch als mitverantwortlich assoziiert wird. Da sollte sie dringend die Geschichte des WWK1 studieren.Nach der Niedrlage haben die Herren Hindenburg und Ludendorf ganz bewußt das Feld der Politik überlassen, die dann für die Verhandlungsergebnisse in Versailles verantwortlich gemacht wurden ( Stichwort Dolchstoßlegende ). Das Gleiche blüht der LINKE, wenn das neoliberale Schiff untergerht. Ohne absolute Mehrheit in… Read more »
Erwin
Gast

Deine Ergänzung kann ich nur unterschreiben.

Das Dilemma der Linken liegt offen auf dem Tisch. Wenn jetzt Fehler gemacht werden,
gibt es kein „Danach“.

Insofern ist es gut das Schröder jetzt über eine Ampelkoalition schwadroniert und
Schulz wie einen dummen Jungen ohne Entscheidungsbefugnis dastehen lässt.
Die Linke stünde für schlecht Informierte nicht als Koalitionsverweigerer da wenn
es denn das Ergebnis im Herbst zuließe.

„Axel, ett loift !“ sagte Manfred Wolke zum komplett demolierten Axel Schulz in der Ringecke.-)

The Joker
Mitglied

Hallo Erwin,

„Axel, ett loift !“ sagte Manfred Wolke zum komplett demolierten Axel Schulz in der Ringecke.-)

Das erinnert irgendwie an Paul Breitner:

Dann kam das Elfmeterschießen. Wir hatten alle die Hosen voll, aber bei mir lief’s ganz flüssig.

😉

seyinphyin
Gast

Tun sie doch nicht. Der Vermittlungsausschuss wäre nur lediglich ein billiges Trickspiel das am Ende dann eh nichts bewirkt, gar nichts bewirken kann.

Die Linke ist ja offenbar davon überzeugt, dass das zwangsläufig in der EU scheitern muss. Und wenn das nicht geschieht, ist es eh nicht aufhaltbar.

Deutschland selbst ist viel zu korrupt, als dass man hier etwas ändern könnte, zumindest nicht als Thüringen gegen den ganzen Rest der Schwarzbraunen und deren Helfeshelfern.

Charlie
Gast
@ Tom: Der Lapuente’sche Beitrag ist ja schon irrsinnig genug – aber Deine Feststellung ist es nicht minder: Ja, Roberto hat recht, es braucht eine sozialdemokratische Partei! Ist das so? Glaubst Du das ernsthaft – oder „musst“ Du es glauben, wenn Du hier publizieren möchtest? Was soll „Sozialdemokratie“ eigentlich sein, die ja nicht erst seit 1945 jede antikapitalistische Tendenz vehement verneint hat? Glaubst Du tatsächlich an das Jens-Berger-Märchen, dass der Kapitalismus zu „zähmen“ sei, damit unterm Strich für alle (sic!) Menschen etwas Gutes dabei herauskommt? Es ist doch nicht zu fassen, dass es heute immer noch Menschen geben sollte, die… Read more »
aquadraht
Mitglied
Mal OT zum Blog: 1. Die Zeitangabe ist Scheisse. Geht bitte zurück auf Datum:Stunde.Minute Damit kann man letzte Artikel vernünftig suchen. 2. Schafft Euch einen „Anmelden“-Button an, für den man nicht bis ganz unten scrollen muss. Das ist eine Zumutung. 3. Eure „Password Security“ ist die hinterletzte Scheisse. Der Benutzer („Mitglied“, meinste ich komm ohne ey und was solln die Frauen sagen – ok kommt eh keine hierher) wird genervt. Jede/r, der oder die was von IT-Security versteht, weiss, dass überzogene Anforderungen den Missbrauch befördern. Was soll das, dass man 12 Zeichen Password als Minimum braucht, und dass die schwachsinnige… Read more »
The Joker
Mitglied
Folkher Braun
Mitglied
Die wesentliche Funktion der Sozialdemokratie war, dem Kapital eine Disziplinierung der lohnabhängigen Beschäftigten anzubieten. Man war der Auffassung, man könne das besser als die rechten Parteien. Noske hatte ja schon 1918 bewiesen, wie die SPD gegen aufmümfige Arbeiter vorgeht. Kurt Schumacher promovierte 1926 an der WWU Münster mit dem Thema „Der Kampf um den Staatsgedanken in der deutschen Sozialdemokratie“, was eine pseudo-wissenschaftliche Anbiederung an die Elite war. 1945, auf der Konferrenz von Wennigsen, konnte Schumacher sich mit Hilfe der West-Aliierten zum Chef einer Drei-Zonen-SPD wählen lassen (s. Albrecht Kaden: Einheit oder Freiheit). Damit war der Londoner Exilvorstand der SPD (inzwischen… Read more »
aquadraht
Mitglied

Danke für diesen Beitrag.

The Joker
Mitglied
aquadraht
Mitglied

cool danke Joker

Folkher Braun
Mitglied
Machen wir doch mal an der Stelle weiter. Nach 1949 fand sich die SPD für sie selbst überraschend in der Opposition wieder. Insbesondere die aus dem Ostfeldzug und Kriegsgefangenschaft zurückkehrenden Wehrmachts-Soldaten erschienen nach 45 als politisch unkalkulierbare Masse. Die sich aber schnell als stramm antikommunistisch herausstellte. Also konnte 1951 an´s KPD-Verbot gedacht werden, das 1956 ohne Gegenwehr der SPD durchgezogen werden (s. Hüttner/Kritidis: Das KPD-Verbot 1956). Weniger beachtet wurde, dass DGB und SPD den Viktor Agartz ausschlossen und damit den Ansatz der „expansiven Lohnpolitik“. Agartz versprach sich davon einen Rationalisierungsschub und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen. (Ein Verfahren, das 50 Jahre… Read more »
Astrid
Gast

Das ging der SPD aber nicht weit genug. Sie schuf den Radikalenerlass.

Ja, Willy Brandt dieser Teufel der sich mit einer Schwefelwolke umgab. Willy, die
Personifizierung des Bösen.
Der Radikalenerlass traf nur Linke. Die elenden Altnazis blieben ausnahmslos
in Amt und Würden .-)

Folkher Braun
Mitglied

Stimmt. Er war aber gelehriger Schüler des Kennedy-Marketingprojekts. Nach außen den weisen Regierungsführer spielen, Innenpolitik fand nicht statt außer Repression der Linken, in der Außenpolitik aber den Verständnisvollen spielen. Kein Wunder, dass er vom in der Flutkatastrophe gestählten Leningrad-Oberleutnant abgelöst wurde.

Jenseits von Böse
Gast
Nicht im Programm hatte die SPD den Bildungssektor. Aufgrund der Erfolge der SU in der Weltraumfahrt wurde bei uns der Bildungsnotstand konstatiert. Die Taktik war, auch Arbeiterkindern die höhere Bildung zu ermöglichen. Dummerweise waren einige von denen recht undankbar und begannen, die deutsche Geschichte, die Parteiengeschichte(n) und das Wirtschaftssystem aufzuarbeiten. Die „Studentenbewegung“ ließ sich zwar mittels RAF schnell disziplinieren. Das ging der SPD aber nicht weit genug. Sie schuf den Radikalenerlass. Verdammt, das ist übelste Geschichtsklitterung. Der Verräterpartei kann man vieles vorwerfen, strammen Antikommunismus sowieso, aber man sollte bei den Fakten bleiben. Die zeichnen für die „Brandt-Ära“ ein durchaus interessantes… Read more »
Jenseits von Böse
Gast

Sorry, das Zitieren ist mir böse in die Hose gegangen. Keine Ahnung, wie ich das editieren soll…

schwitzig
Gast

Oder einfach im Text am Anfang des Zitats (Unterstriche zwischen den Pfeilen entfernen) :

Zitat

schwitzig
Gast

Dieses Blog filtert nicht richtig – also (blockquote)

Zitat

(/blockquote). „(“ durch „“ ersetzen.

Robbespiere
Mitglied

@Jenseits von Böse

Sorry, das Zitieren ist mir böse in die Hose gegangen. Keine Ahnung, wie ich das editieren
soll…

Also ich markiere ddas Zitat mit gedrückter linker Maustaste durch ziehen. Der Text erscheint dann blau hinterlegt. Wenn ich dann b-quote auswähle, wird exakt dieser Textteil später beim Lesen mit Dünnpfiff-farbenem Hintergrund angezeigt.:-)

Robbespiere
Mitglied

@Jenseits von Böse

Sorry, ich vergaß: Nach dem Markieren noch einen Klick mit der linken Maustaste, sonst verschwindet die Markierung wieder.

Jenseits von Böse
Gast

Zitat

Hehe, hier werden Sie geholfen. Dankeschön!

Folkher Braun
Mitglied

Bekomme ich denn noch meine „übelste Geschichtsklitterung“ erklärt aus dem Jenseits?

Jenseits von Böse
Gast
Hi Folkher, Am fehlenden Endtag für’s Zitat wird das Lesen doch nicht gescheitert sein? In aller Kürze: Ab ca. Mitte der 60er Jahre hatte die SPD ein ambitioniertes Programm für den Bildungssektor entwickelt. Dies als „Taktik“ abzutun wird der Sache und den Verdiensten der damaligen Reformlinken nicht gerecht. Der unselige „Radikalenerlass“ kam 1972 und zielte in der Masse auf Mitglieder der orthodoxen DKP. Die Studentenbewegung (in den Siebzigern ein nahezu unüberschaubares Konglomerat aus K-Grüpplern, Unorganisierten und „Neuen Linken“) bekam allerdings die RAF um die Ohren gehauen, jedoch spürbar erst seit 1974 (erste „Anti-Terror“-Gesetze unter Schmidt) und kumulierend im „Deutschen Herbst“… Read more »
Folkher Braun
Mitglied
Da ich von 1969 bis 1973 in Berlin war, um ein Studium der Politikwissenschaft zu absolvieren, bin ich mit den Verhältnissen vor Ort etwas vertraut. Die RAF war ein Projekt der Politischen Polizei und des Vermittlers Peter Urbach. Ein paar durchgeknallte Kleinbürger mit Waffen und Bomben zu versorgen, war wohl die leichtere Übung. Ich habe persönlich noch die Knallcharge von „883“-Drucker kennengelernt. Jener, der plötzlich auch ´ne Knarre hatte und später auf Jamaika residierte. Wie man weiß, ist individueller Terror immer rechts. Eine Arbeiterklasse verweigert kollektiv die Leistungserstellung, sie bringt aber den Repräsentanten des Systems nicht um. Den braucht man… Read more »
Jenseits von Böse
Gast
Hi Folkher, deine Sachkenntnis bezweifele ich nicht, und im Urteil über die Verräterpartei sind wir uns wohl einig. Mir ging es in der Debatte um Sinn oder Unsinn des Kuschelns mit den Sozen vor allem um Eines: die Notwendigkeit von Bewegung und öffentlicher Empörung zu betonen, die den kurzen Frühling der damaligen Reformer überhaupt erst möglich gemacht hat. In diesem Kontext haben sich Leute wie Albrecht Müller verdient gemacht, mein Studium verdanke ich dem massiven Ausbau der Universitäten in NRW durch die damaligen „Bildungsplaner“ – und unserem Protest, natürlich. Das „Berufsverbot“ war die Rache der reaktionären Sozen, damit blockten sie… Read more »
Alexander
Gast
Das Blatt spricht von einem „vernichtenden Urteil für die deutsche Sozialpolitik“ und zeigt sich verwundert darüber, dass der Bericht aus Brüssel bisher keinerlei Aufmerksamkeit in den Medien erhalten hat. „bisher keinerlei Aufmerksamkeit in den Medien“? Ja, so etwas aber auch! (Ich hätte da noch weitere Beispiele!) Verantwortlich für die Armut in Deutschland ist laut Auffassung der Europäischen Kommission nicht nur die Merkel-Regierung, sondern vor allem die Reformen der rot-grünen Regierung, […] https://www.heise.de/tp/features/Bundesregierung-hat-die-Armut-stark-vergroessert-3675653.html Seit 1998 waren die Agenda-Genossen bis auf vier Jahre immer „dabei“! Und trotzdem genügt es, mal eben ’ne „Merkel mit Bart“ zu installieren, um wieder über 30% zu… Read more »
Folkher Braun
Mitglied
Die SPD will ich ja nicht nur schelten. Das Beste, was sie je zustande gebracht hat, war das Arbeitsförderungsgesetz von 1969. Das ermöglichte es mir zum Beispiel, im Wege der Umschulung einen Facharbeiter (1979) und dann einen Industriemeister (1986) nachzulegen. Sieht man sich heute an, wie die Förderung der handwerklichen Arbeit zerlegt worden ist, z.B. mit „Meister-Bafög“, will ich die alten Regelungen wieder. Seinerzeit wusste die SPD noch, aus welchen Kreisen ihre Mitglieder kommen. Heute haben wir die Ver-Hinz-ung. Hasse nix gelernt, bisse aber immer da, bisse gut. Nehmen wir Schröder und Clement. 1982 war mit dem Lambsdorff-Papier klar, dass… Read more »
Erwin
Gast

Sankt Mattin kackt ab und ermöglicht Schwarz-Grün-Gelb :

http://www.wahlrecht.de/umfragen/

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