Oh, wie schön ist Surinam

In der Keizerstraat (Kaiserstraße) in Paramaribo, der Hauptstadt der ehemaligen niederländischen Kolonie Surinam, stehen die Moschee und die Synagoge friedlich nebeneinander. Sie teilen sich den Hausmeister und die Parkplätze.

Ein Gastbeitrag von Mathilde van der Linden.

Wann immer ich in den Niederlanden bin, besuche ich Lydia, eine Tante zweiten Grades. Tante Lydia ist 84 Jahre alt. Ihr Mann, Jan, mit dem sie schon fast 60 Jahre verheiratet ist, ist 90 Jahre alt. Die beiden sitzen den ganzen Tag in ihren Sesseln und gucken in Richtung des Fernsehers – auch wenn der ausgeschaltet ist. Manchmal drehen die beiden Alten den Kopf nach Links um aus dem Fenster um zu gucken. Wenn es Besuch gibt, gucken sie manchmal sogar nach rechts, weil dort das Sofa ist, auf dem die Besucher sich setzen.

Der Sessel von Onkel Jan befindet sich übrigens hinter dem Sessel von Tante Lydia, die schon immer die Chefin war. Sie hat gearbeitet, zuerst als Lehrerin, dann als Direktorin einer Grundschule, während Onkel Jan sich als Hausmann um den Haushalt, die Kinder und das Essen gekümmert hat. Wenn Tante Lydia etwas sagt, was Onkel Jan blöd findet, verzieht er sein Gesicht hinter ihrem Rücken. Vielleicht würden mehr Ehen wesentlich länger dauern, wenn die Eheleute hinter- und nicht nebeneinander im Wohnzimmer sitzen würden.

Alle feiern alles

Die beiden Alten sind in Surinam geboren, das damals noch eine Kolonie der Niederlande in Südamerika war. Tante Lydia sprach zu Hause Englisch mit ihrer Mutter und Großmutter, die aus dem damaligen Britisch-Guyana, einem Nachbarland Surinams, kamen. Onkel Jan redete Urdu mit seinen Eltern, die indischer Herkunft waren. Onkel Jan und Tante Lydia sprechen miteinander und mit ihren Kindern ein sehr gepflegtes Niederländisch, das noch immer die einzig offizielle Amtssprache Surinams ist. Tante Lydia ist gläubig katholisch und hat sogar mal während des Osterfestes dem Urbi et Orbi in Vatikanstadt beigewohnt. Onkel Jan ist Muslim. Wegen seiner Religion isst er kein Schweinefleisch und er trinkt keinen Wein, aber weil der Koran nichts Böses über Heineken sagt (seine eigenen Worte), trinkt er ab und zu eine Flasche Heineken-Bier.

Tante und Onkel sahen es nicht als ihre Aufgabe an, ihren Kindern vorzuschreiben, was sie zu glauben haben, und ich habe wirklich keine Ahnung, was deren Religion ist, wenn sie überhaupt eine haben. Ich habe nie nachgefragt. Der Bruder von Onkel Jan ist mit einer Jüdin aus Surinam verheiratet. Er hat sie vor der Moschee in der Hauptstadt von Surinam, Paramaribo, kennengelernt. In Paramaribo steht die Moschee nämlich neben der Synagoge. Die beiden Religionsgemeinschaften teilen sich den Hausmeister und die Parkplätze.

Neben Juden und Muslimen, gibt es auch noch Protestanten, Katholiken, Hindus und Anhänger der afrikanischen Winti-Religion in Surinam. Keine Religionsgemeinschaft bildet die Mehrheit in dem Land, in dem ungefähr 600.000 Menschen leben – geschätzt die Hälfte davon wohnt in der Hauptstadt.

Ein Jude und ein Muslim umarmen sich innig

Wenn ihr Fernseher Religionskonflikte in anderen Teilen der Welt zeigt, schütteln Tante Lydia und Onkel Jan ihre Köpfe. Soviel Hass können sie nicht verstehen. Tante Lydia erzählt dann, wie in Surinam alle alles mitfeiern: das Ende des Ramadans, Holi Phagwa (das fröhliche Frühlingsfest der Hindus), Weihnachten, die Abschaffung der Sklaverei, das Chinesische Neujahr. „So könnte es doch überall auf der Welt sein,“ sagt Tante Lydia dann, während Onkel Jan ausnahmsweise zustimmend hinter ihr mit seinem Kopf nickt.

No spang, auf Deutsch keine Aufregung, ist das Motto der Surinamer in der lokalen, kreolischen Sprache. Im Einklang mit diesem Moto trafen sich am 24. Oktober 2023 der stellvertretende Vorsitzende der jüdischen Gemeinschaft und der Vorsitzende der islamitischen Gemeinschaft in der Moschee in der Kaiserstraße in Paramaribo. In einer gemeinsamen Erklärung äußerten sie, dass beide Gemeinschaften weiter in Harmonie miteinander leben und ein Beispiel für den Rest der Welt sein wollen. Nach dem Unterschreiben der Erklärung gaben der Jude und der Muslim einander ein brasa, eine innige Umarmung.

 

Mathilde van der Linden ist Buchhalterin aus den Niederlanden. Sie arbeitet und wohnt in Frankfurt am Main.

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Gastautor

Der Inhalt dieser Veröffentlichung spiegelt nicht unbedingt die Meinung der neulandrebellen wider. Die Redaktion bedankt sich beim Gastautor für das Überlassen des Textes.

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Andre
Andre
1 Monat zuvor

Nur zur kleinen Erinnerung: Ein Muslime ist ein Mensch, der an den Islam glaubt und keine Ethnie, so wie ein Christ oder Buddhist. Ein Mensch jeder Ethnie kann Muslim oder Christ oder Buddhist werden.

Ein Jude ist jedoch eine Ethnie und keine Religion – und nach dem Gesetz des Mose kann man nur als echter Jude geboren werden, wenn die Mutter eine Jüdin ist.

Daneben existiert das Judentum, welches den Glauben oder die Religion vieler aber nicht aller Juden darstellt. Die Juden betrachten sich als die einzig verbliebenen reinrassigen Nachkommen Abrahams, Isaaks und Jakobs. Es geht bei einem Juden also nicht um Religion sondern Abstammung.

(Zum besseren Verständnis: Das Gesetz des Mose verbietet einem Juden einen Nicht-Juden zu heiraten, damit alle Nachkommen nur aus dem Stamm Juda kommen).

Es ist auf für Nicht-Juden möglich, den jüdischen Glauben, das Judentum, anzunehmen. Man wird dadurch jedoch nicht zu einem Juden. Wenn ich als Japaner das Christentum annehme, werde ich deswegen ja auch nicht zu einem „Germanen“.

Leider wird jedoch die Ethnie Jude mit dem Judentum in einen Topf geworfen. Allein die Anschuldigung man sei ein Anti-Semit, wenn man einen Juden kritisiert, sollte einem klar machen, dass es sich bei einem Juden nicht um eine Religion handelt, genauso wenig wie es sich bei einem Deutschen um eine Religion handelt, sondern lediglich um eine Staatsangehörigkeit und früher eben auch einer sog. arischen Ethnie (die es allerdings so nicht gab).

Es ist und bleibt daher lächerlich, Juden mit Muslimen oder Christen vergleichen zu wollen, weil man dann eine Ethnie mit einer Religion vergleicht.

Andre
Andre
Reply to  Andre
1 Monat zuvor

Noch eine kleine Korrektur zu meinem Nebensatz im o.g. Kommentar „(Zum besseren Verständnis: Das Gesetz des Mose verbietet einem Juden einen Nicht-Juden zu heiraten, damit alle Nachkommen nur aus dem Stamm Juda kommen)“

Eigentlich verbietet das Gesetz des Mose einem Israeliten einen Nicht-Israeliten zu heiraten. Juden waren ja nur ein Stamm des Volkes Israels und innerhalb dieses Stammes durften die Juden natürlich auch heiraten. Das, was ich zuerst geschrieben habe, ist erst später von den Juden so angewendet worden, eben weil sie irgendwann anfingen zu glauben, die einzigen verbliebenen legitimen Nachfahren von Abraham zu sein.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Andre
1 Monat zuvor

@Andre

Sorry, aber das ist doch hanebüchen.

Auch ein Abraham war ein „Homo Sapiens“ wie wir und sich die Zipfelmütze vom Pillermann zu schnippeln macht noch lange keine Ethnie, allenfalls „Phimose-freien Nachwuchs“. 😉

Dass sich die Bewohner einer Region, die regelmäßig von Ägyptern, Assyrern oder Babyloniern massakriert und versklavt wurden eine Identität zurechtbasteln, welche sie als „auserwählt“ erscheinen läßt, kann ich ja nachvollziehen.
Dennoch ist genau das der Stoff, aus dem Rassismus gewoben wird.

Am Ende stammen wir alle von den Bäumen Afrikas, wobei so Manche den Schritt auf die Erde mental noch nicht vollzogen zu haben scheinen. 😉

Last edited 1 Monat zuvor by Robbespiere
Schwitzig
Schwitzig
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Am Ende stammen wir sogar alle vom Einzeller Nummer 1 auf der Erde ab (vermutlich). Aktuell sehen wir bei unseren Politikierenden scheinbar den Versuch, dieses Erbe wieder zu erreichen.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Schwitzig
1 Monat zuvor

@Schwitzig

Wenn man beobachtet, wie unsere Politikierenden, Medienschaffenden usw. darum bemüht sind, ihre Sichtweise als die einzig wahre zu verkaufen und andere zu verteufeln und daraus Kriegsgründe zu konstruieren, dann bleiben in der Tat nur noch Einzeller übrig.

Dafür haben die „Guten“ mit der Erfindung des Hiroshima-Krachers“ nachhaltig gesorgt und diesen Dschinn bekommt man nicht mehr zurück in die Flasche.

Berthold Kogge
Berthold Kogge
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Ihr RussInnen seid jetzt aber auch nicht perfekt

N.B.
N.B.
Reply to  Berthold Kogge
1 Monat zuvor

Wir RussInnen? WTF…!
Ich dachte dass ich die Nr.1 bin der einen an der Waffel hat, aber du übertriffst mich um Äonen…

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  N.B.
1 Monat zuvor

@N.B.

Rosinen, wollte er schreiben…..Rosinen. 😀

Berthold Kogge
Berthold Kogge
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Du fühlst Dich den Russinen sehr nahe, wohl näher als ItalienerInnen, SpanierInnen usw

flurdab
flurdab
Reply to  Berthold Kogge
1 Monat zuvor

Ähm, hust, die Frauen im Bordell lügen eigentlich immer.
Gehört zur Show.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  flurdab
1 Monat zuvor

@flurdab

LOL….nachdem die Russen erfolgreich vertrieben wurden, gibts für Damen, die mit entsprechendem Akzent beim Nümmerchen schieben „Igor, du bist stark wie ein Bär“ hauchen, einen Exoten-Aufschlag von 20 Euronen. 😀

Last edited 1 Monat zuvor by Robbespiere
Berthold Kogge
Berthold Kogge
Reply to  flurdab
1 Monat zuvor

?

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Berthold Kogge
1 Monat zuvor

@Anton InKoggnito

Nationalität hat für mich keine Relevanz, da selbst wir Deutschen historisch betrachtet eine bunte Mischung sind.
Es zählt mentale Verbundenheit und was auf den Teller kommt. 😀

Berthold Kogge
Berthold Kogge
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Ich hatte einen anderen Eindruck! Sagst Du mir, es ist nicht so, glaube ich es Dir!

Berthold Kogge
Berthold Kogge
Reply to  N.B.
1 Monat zuvor

Eu —EuropäerInnen wäre weit hergeholt! Soll man Rob oder gar diese alte Pentikowa so bezeichnen?

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Berthold Kogge
1 Monat zuvor

@Anton InKoggnito

Sind Russen etwa keine Europäer?

Und warum sollte man plötzlich kein Europäer sein, wenn man anerkennt, dass auch die Russen Prioritäten haben, die sie nicht den Interessen der USA unterwerfen, wie bei uns?

Man hat den Eindruck, das hier ein gewisser Neid herrscht, weil die Russen souveräne Entscheidungen treffen können, während wir den US-Stiefel putzen müssen, der uns auf den Boden drückt.

Die Mehrheit der Staaten hat jeden Respekt vor Deutschland und Europa verloren, wie man an den Empfängen für unsere Politiker sehen kann.

Man weiß, dass die EU ohne Zustimmung aus Washington NICHTS zu entscheiden hat, also warum sollte man mit mit Marionetten seine Zeit verplempern?

Brian DuBois-Guilbert
Brian DuBois-Guilbert
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

@ Rob

wobei so Manche den Schritt auf die Erde mental noch nicht vollzogen zu haben scheinen. https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/svg/1f609.svg

….meinst du damit das Grüngesocks oder die Schiffbruch-Kogge samt Gesindel wie Sukram oder Susikuh….?

Berthold Kogge
Berthold Kogge
Reply to  Brian DuBois-Guilbert
1 Monat zuvor

oder den verlausten Buchhändler, der hier noch nie etwas zu sagen hatte

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Berthold Kogge
1 Monat zuvor

@Anton InKoggnito

Nanu, du als Bücherwurm sauer auf einen Buchhändler?????

Hatte Brian etwa nicht den Bildband deiner geliebten Grünen R. im Programm?

Er hat halt nur einen kleinen Buchladen und da ist kein Platz für überbreite Bildbände. 😉

Berthold Kogge
Berthold Kogge
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Mir ist nicht klar, warum Du als irgendwie noch anständige Person eine solche verdorbene Gestalt, die hier nur beleidigt, verteidigst.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Berthold Kogge
1 Monat zuvor

@Anton InKoggnito

Woher weißt du, ob ich nicht eine verdorbene Person bin und Brian anständig?
Immerhin macht er auch Whisky-Tastings…..wenn das nicht hochanständig ist…….. 😉

Und woher weißt du, ob du dich selbst nicht in einem Zerrspiegel wahrnimmst? 😉

Berthold Kogge
Berthold Kogge
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Im Blog ist alles eine Spielerei, geschenkt! Diese unverschämte Saufnase kann aber nur pöbeln, wofür er wohl auch in seinem bedauernswerten Heimatdorf bekannt ist! Dich erlebe ich nicht aggressiv!

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Berthold Kogge
1 Monat zuvor

@Anton InKoggnito

Kommt halt immer drauf an, wie es in den Wald reinschallt.
Da kann sich nicht Jeder beherrschen. 😉

Berthold Kogge
Berthold Kogge
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Wir beide würden privat locker reden können

Schwitzig
Schwitzig
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Genau! Ich saufe, also bin ich. Gefällt mir :-).

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Schwitzig
1 Monat zuvor

@Schwitzig

Und noch dazu Edelstoff aus schottischen Brennblasen.

Da wird sogar Ricarda zur Walküre. 😉

Berthold Kogge
Berthold Kogge
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Naja, schöner als Pentikowa 😂👍

Brian DuBois-Guilbert
Brian DuBois-Guilbert
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Da wird sogar Ricarda zur Walküre. 

na, das grenzt aber jetzt arg an Körperverletzung Rob !

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Brian DuBois-Guilbert
1 Monat zuvor

@Brian DuBois-Guilbert

Naja, die Einen sehen nach einer entsprechenden Dosis Lagavulin weiße Mäuse, Andere Walküren statt Trollweiber…. 😉

flurdab
flurdab
Reply to  Schwitzig
1 Monat zuvor

Oftmals ist es ja auch nur das Symptome einer Allergie.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Brian DuBois-Guilbert
1 Monat zuvor

@Brian DuBois-Guilbert

….meinst du damit das Grüngesocks oder die Schiffbruch-Kogge samt Gesindel wie Sukram oder Susikuh….?

Das Etikett kann man Jedem anheften, der sich dem Gebot der Aufklärung des „Sapere aude“ verweigert.
Natürlich kann ein Subjekt niemals objektiv urteilen, schon weil die eigene Prägung wie ein Filter wirkt, aber gänzlich auf die Nutzung des eigenen Verstandes zu verzichten ist armselig.

Insbesondere trifft da auf Leute zu, die nach Macht und Dominanz über Millionen Menschen streben.
Da ist das Schadenspotential um Welten größer als bei einem Stammtisch-Schwätzer.

Berthold Kogge
Berthold Kogge
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Was willst Du diesem stinkenden Wurm erklären? Brian ist asozial und fertig bis ins Mark

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Berthold Kogge
1 Monat zuvor

@Anton InKoggnito

Mal ehrlich…hälst du das, was du hier so von dir gibst für sozial oder gar respektvoll?

Du kennst den biblischen Spruch von Stachel im Auge des Anderen….?

Prüfe mal, ob du deinen eigenen Ansprüchen genügst! 😉

Berthold Kogge
Berthold Kogge
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Dich würde ich so auch nicht benennen! Dieser unsoziale Furz wird hier nur wach, damit er andere beleidigen kann! Außerdem besitzt er keinen Laden, alles nur Gerede, damit er mal positiv erscheint

Elo
Elo
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Jupp. Gute Antwort Herr Robbespiere. Wurde eigentlich in den Märchen aus iBRAHiM dann aBRAHaM oder umgekehrt? Habe es vergessen …obschon, ich ziehe die Frage zurück. Ist eine unwichtige Märchen-Frage.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Elo
1 Monat zuvor

@Elo

Danke für die Blumen, aber das Ethno-Gequake geht auf die Nerven.

Die Unterschiede bei den Menschen, global betrachtet, haben doch Nichts mit einer anderen Spezies zu tun, sondern mit geographischen / klimatischen Bedingungen und einer differenzierten kulturellen Entwicklung, wozu auch Religionen zählen.

Und selbstverständlich sind diese Prägungen, denen man seit Geburt ausgesetzt war, dauerhaft wie in Stein gemeißelte Hiroglyphen.
Davon zurückzutreten und vorurteilsfrei neue Erfahrungen zuzulassen, ist eine der schwersten Übungen, zumal, wenn man in einem dogmatischen Umfeld aufgewachsen ist, das keine Toleranz zuläßt, wie im Monotheismus.

flurdab
flurdab
Reply to  Robbespiere
29 Tage zuvor

Widerspruch!
Pizza, Sushi, Weizenbier und Sojssauce belegen einen anderen Weg.
🙂

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  flurdab
29 Tage zuvor

@flurdab

Das sind alles Marginalien, aber schon bei Insekten als Nahrung, Bushfood oder Hund süß-sauer hört die Toleranz schnell auf, von Koscher oder Halal ganz zu schweigen. 😉

flurdab
flurdab
Reply to  Andre
1 Monat zuvor

Es ist und bleibt daher lächerlich, Juden mit Muslimen oder Christen vergleichen zu wollen, weil man dann eine Ethnie mit einer Religion vergleicht.

Wer vergleicht denn hier?
Uns Mathilde van der Linden stellt noch nicht einmal den Versuch an.

Sie beschreibt wie entspannt man im warmen karibischen Klima, nach der Überwindung der Sklaverei zusammen leben kann.

Aber ganz ehrlich, mir sind „Religionen“ suspekt die direkt nach der Geburt, oder auch später, an den Genitalien ihre Kinder rumschnitzen müssen.
Mehr Verachtung kann man einem Gott doch gar nicht entgegen bringen als direkt seine Schöpfung und Allwissenheit in Frage zu stellen.
Und das Ende vom Lied, das erlöschen der Herstellergarantie.
Und so führen Sie sich auch auf…

spartacus
spartacus
Reply to  flurdab
1 Monat zuvor

Ich habe dunkel in Erinnerung, daß die abgeschnittenen Vorhäute ein Opfer bzw. ein Geschenk an Gott sein sollen. Was jener dann damit macht, ist aber wohl nicht überliefert (Gulasch?).

spartacus
spartacus
Reply to  spartacus
1 Monat zuvor

P.S. Die Koranauslegung von Onkel Jan bzgl. Heineken gefällt mir.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  spartacus
1 Monat zuvor

Schon, aber zu Facebook oder Markus Lanz sagt der Koran ja auch nix….. 😉

…..und Heineken ist ja echt Plörre….

Last edited 1 Monat zuvor by Robbespiere
Juergen Wehrse
Juergen Wehrse
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

…..und Heineken ist ja echt Plörre….

Ein entschiedenes JA, Rob!

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Juergen Wehrse
1 Monat zuvor

Wehrse

Heineken ist was für Weicheier.

Wie es die Marke zu ihrem Bekanntheitsgrad geschafft hat……

Last edited 1 Monat zuvor by Robbespiere
spartacus
spartacus
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Naja, bei früheren Aufenthalten in England und Spanien habe ich es durchaus zu schätzen gelernt.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  spartacus
1 Monat zuvor

Also in London war das einheimische Bier (Ale oder Porter) ganz ordentlich und auf Lanzarote ( mehr habe ich von Spanien nicht gesehen ) war der Wein ganz vorzüglich.

Heineken mag Jmd. wie Engels-Urin erscheinen, der gerade völlig vertrocknet aus der der Gobi angekrochen kommt. 😉

Juergen Wehrse
Juergen Wehrse
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

„Heineken mag Jmd. wie Engels-Urin erscheinen, der gerade völlig vertrocknet aus der der Gobi angekrochen kommt.“

Klasse, Rob!

flurdab
flurdab
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Knallhartes Marketing mit allem Erlaubtem und Unerlaubtem um ein Kartell zu bilden.
Wenn man die Konzentrationsprozesse in der Brauindustrie seit 1960 ansieht, wird einem schlecht.
Hatte nur selten jemand auf dem Schirm weil zu exotisch.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  flurdab
1 Monat zuvor

@flurdab

Ja, es ist traurig, wie sich der Biermarkt entwickelt hat.
Die bekannten Marken produzieren meißt einen Einheitsgeschack.
Individuelles findet man oft nur noch in Kleinbrauereien, z.B. in Bayern oder Franken, oder im Ausland, wie Lomza-Bier aus Polen.
Winterbock bei Aldi oder von Bitburger ( bei Lidl ) hat auch noch einen eigenen Charakter.
Ansonsten wird es eng.
Selbst in Kroatien, wo es zu Jugoslawienzeiten biermäßig Queergeschmäcker ( Ozujsko- oder Karlovacko-Pivo ) gab, haben sich europ. Brauereien eingekauft und produzieren 08-15-Plörre.

spartacus
spartacus
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Queergeschmäcker

Was das beim Bier ist, müßtest Du mal näher erläutern. 😉

spartacus
spartacus
Reply to  flurdab
1 Monat zuvor

Ich kann mich noch an Klagen erinnern, daß Großkonzerne schlecht in den deutschen Biermarkt einsteigen könnten, weil der so fragmentiert sei. Das fand ich super. Ebenso kann ich mich noch daran erinnern, wie sie die Bierfässer mit Pferdefuhrwerken aus der 5km entfernten Brauerei in die Kneipen geschafft haben (Nein , ich bin nicht vor dem Krieg geboren).
Waren überhaupt schöne Zeiten. Aufm Bau war jeder blau und die Brauereimitarbeiter bekamen ihre Bierration direkt vom Arbeitgeber, mit extra Kronkorken, damit sie die nicht unter Preis weiterverscherbeln.

Früher gab es hier drei große Brauereien, dann zwei, dann wurde die eine von einem Backpulverhersteller gekauft, dann wurde irgendwann die andere Brauerei mit übernommen, dann wurde das ganze von einer ostdeutschen Brauerei gekauft und seit letztem Monat wird hier gar kein Bier mehr gebraut, es wird jetzt von über 200 km Entfernung hierher gekarrt.
Es lebe die regionale Produktion, der Umwelt zuliebe und es darf laut gelacht werden. Gegen die Kapitalverwertung ist kein Kraut gewachsen, außer Verboten.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  spartacus
1 Monat zuvor

Und aus den Vorhäuten der Israeliten schuf Jahwe den ersten Schweden und er nannte ihn „Pelle“. 😀

spartacus
spartacus
Reply to  Robbespiere
1 Monat zuvor

Der hat dann wohl die Pellkartoffeln erfunden. 🙂

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  spartacus
1 Monat zuvor

Genau und ein Hesse die „Grii Soss “ dazu. 😀

Anonym
Anonym
1 Monat zuvor

Wieder vielen Dank für den köstlichen Text.

Diese Bekundung zwischen der Jüdischen und Islamitischen Gemeinschaften gefällt mir sehr.
Ein Beispiel für den Rest der Welt – jaha!!!

01-11-17d2
flurdab
flurdab
1 Monat zuvor

Surinam.
Das habe ich mal wie blöd auf dem Globus gesucht.
Natürlich in Asien, wegen Surimi und dem Aussehen der wenigen Surinamisten die ich kannte (Zwei).
Da lag ich ausnahmsweise mal so was von daneben.

Juergen Wehrse
Juergen Wehrse
Reply to  flurdab
1 Monat zuvor

„Das habe ich mal wie blöd auf dem Globus gesucht.“

Ich auch, flurdab. Aus gutem Grund: Meine unfassbar schöne, witzige und geistreiche Nachbarin stammt von dort. Das hat mich – sagen wir’s mal so – sehr, sehr neugierig gemacht. Und wie! Wenn die Menschen dort alle so drauf sind, wäre das – verglichen mit dem „drögen hier und heute“ – ein Paradies! Danke Mathilde van der Linden.

Mein Tagesspruch heute (las ich kürzlich wo?): Get woke – go broke.

jjkoeln
jjkoeln
1 Monat zuvor

Es ist leider ganz schlicht: Es geht nicht um Religion, sondern um Ressourcen und Macht. In der Westbank klauen radikale Siedler Ressourcen von Palästinenser. Und wenn die sich wehren werden sie getötet.
In Syrien klauen die USA Ressourcen vom Syrischen Volk. Und wenn sie sich wehren werden sie getötet.

Kolonialmächte agieren in dieser Art und Wiese.

Das rechtfertigt nicht den Terror gegen Zivilisten. Es kann ihn lediglich nachvollziehbar machen.

Andre
Andre
Reply to  jjkoeln
1 Monat zuvor

Unter den Indianern gibt es den Spruch: „Sie kamen mit der Bibel in unser Land – heute haben wir deren Bibel und die unser Land“

Übertragung auf die heutige Zeit: „Wenn sie von Menschenrechten reden meinen sie in Wirklichkeit Schürfrechte.“

Oder wie es die Südafrikanische Außenministerin Naledi Pandor letztens in der Anwesenheit von Annalena Baerbock so schön gesagt hat: „Wenn die Chinesen in unser Land kommen, dann erhalten wir von den Chinesen Flughäfen. Wenn die Deutschen in unser Land kommen, dann erhalten wir von den Deutschen Moralpredigten.“

Der Westen wurde von der Welt durchschaut. Es ist Game-Over für den Westen. Selbst im französischen TV wird mittlerweile der Panik-Modus angeschaltet, wo sich Reporter und Gäste mittlerweile gegenseitig die Lügen über Russland vorwerfen, nach dem Motto: „Du hast doch die ganzen Lügen über Russland verbreitet! Na und? Du doch auch ;)“

Will man nicht glauben: Siehe hier: https://smoothiex12.blogspot.com/2023/11/my-latest.html

(ab Minute 10)

Man kommt zu dem Schluss, dass der Westen seine Vorherrschaft verloren hat und es ohne Russland eben nicht mehr geht und das zur besten Sendezeit im französischen TV.