Uns doch Wurst!

Nun haben wir unser Herz für die Fleischarbeiter gefunden – und fordern nebenbei mehr Kontrollen. Corona sei Dank! Schon vorher gab es Grund genug, das Los der Fleischarbeiter zu registrieren und die Kontrolllaune zu hinterfragen. Aber da war uns das alles noch Wurst.

Erst wenn es zu spät ist, nimmt man Notiz von einem Missstand. Dass diese alte Binsenweisheit stimmt, erlebt man dieser Tage nachdrücklich. Im Zusammenhang mit dem Los der Fleischarbeiter nämlich. Dass die es nicht leicht haben, ahnte man ja immer irgendwie. Der interessierte Beobachter tat freilich mehr als nur zu ahnen – er wusste es. Das Wissen half ihm aber nichts, es ging ja munter so weiter. Schließlich musste der deutsche Ausschnitt der Welt mit billigem Fleisch versorgt wird. Bis Corona kam.

Der Fleischarbeiter war halt ein Kollateralschaden. Ein Systemopfer. Systemrelevant durchaus, denn nur wer billig satt gemacht wird, rebelliert nicht. Ludwig XVI. weiß ein Lied mit seinem abgeschlagenen Haupt davon zu singen. Die Versorgungslage war seinerzeit der Revolutionsgrund schlechthin. Insofern spielt der am toten Tier Tätige eine mehr als wichtige Rolle.

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ChrissieR
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ChrissieR

Guude, Roberto,

….und wer sein Leben lang das antibiotika-vollgepumpte Billigfettfleisch frisst sponsort automatisch noch die Pharmaindustrie und kratzt schneller ab, was die Rentenkasse freut! Also wieder mal ne win-win Situation, Neoliberalismus at its best!

Robbespiere
Gast
Robbespiere

Alles richtig, was du schreibst, Roberto und man kann da sogar noch tiefer gehen.
Es war der Staat mit seinen Vorschriften, der diese Fleischindustrie erst derart nach Oben gespült hat, indem er der Konkurrenz wie Hausschlachtungen und Gaststätten mit eigerner Schlachtung den Garaus machte.
Seitdem haben die Großbetriebe freies Spiel.
Außerdem wurden durch die Subventionspraxis der EU kleine, regionale Bauern, denen man am ehesten bzgl. der Tierhaltung als Kunde auf die Finger sehen konnte, in den Ruin getrieben.

Dazu kommt, dass man sich anständiges Fleisch und dessen Produkte erstmal leisten können muss.
Wer von der Hand in den Mund lebt, ist da gekniffen.

Rudi
Gast
Rudi

Da trifft es sich gut, dass gerade jetzt das Bundesamt für Statistik errechnet hat, dass der Umsatz der Fleischindustrie in den Monaten Januar bis April um 14,8 Prozent auf 14,2 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist. So ging etwa ein Drittel des in Deutschland erzeugten Fleisches nach China, das gerade wegen seines Sicherheitsgesetzes für Hong Kong vom Westen massiv kritisiert wird. Die Billigfleisch-Diskussion kriegt vielleicht einen neuen Blickwinkel, denn im Mai 2020 war das Schweinefleisch 11,2 Prozent teurer als im Mai 2019. Der Preis für Fleisch und Wurstwaren ist im selben Zeitraum um 11,8 Prozent gestiegen, so das… Weiterlesen »

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Rudi Die Billigfleisch-Diskussion kriegt vielleicht einen neuen Blickwinkel, denn im Mai 2020 war das Schweinefleisch 11,2 Prozent teurer als im Mai 2019. Der Preis für Fleisch und Wurstwaren ist im selben Zeitraum um 11,8 Prozent gestiegen, so das statistische Bundesamt. Anscheinend hat das niemand derer im eigenen Geldbeutel gemerkt, die sich medial über Billigproduktion aufregen. 40 Cent will die Ministerin Klöckner zusätzlich auf jedes Kilo Fleisch draufschlagen, um das Tierwohl zu fördern. Allerdings, schränkte sie ein, müsse dies europarechtlich verankert werden. Wir wissen wie lange dieser Weg dauert, wenn sein Ende je erreicht werden sollte. Ich gehe mal davon aus,… Weiterlesen »

Rudi
Gast
Rudi

@Robbespiere
Wir kennen ja die Landwirtschaftspolitik der EU. Sie ist dafür verantwortlich, dass tausende kleinbäuerliche Betriebe schließen müssen. EU-Subvention für Landwirtschaft bedeutet Landbesitz finanziell zu fördern. Kein Wunder, dass Investoren (=Spekulanten) hauptsächlich im Osten der Republik ganze Landstriche aufkaufen und EU-Unterstützung beantragen. Das Kapital muss sich ja verzinsen. Am besten mit Hilfe des Steuerzahlers. Das Landwirtschaftsministerium bringt Argumente, die an dem Zustand nichts ändern. Landwirtschaft bleibt oder wird zur Konzernwirtschaft.

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Rudi

Wir kennen ja die Landwirtschaftspolitik der EU. Sie ist dafür verantwortlich, dass tausende kleinbäuerliche Betriebe schließen müssen. EU-Subvention für Landwirtschaft bedeutet Landbesitz finanziell zu fördern. Kein Wunder, dass Investoren (=Spekulanten) hauptsächlich im Osten der Republik ganze Landstriche aufkaufen und EU-Unterstützung beantragen.

Ja, wobei man nicht vergessen darf, dass die EU die Summe ihrer Mitgliedsländer/ Regieungen/ Parteien ist, die ihren „Spezen“ natürlich Vorteile verschaffen wollen.
Als Mitglied in einem Verein, dessen Beschlüsse nur einstimmig gefasst werden können, ist es von Seiten der Politik billig, die Verantwortung auf die EU zu schieben.

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Rudi

Nachtrag:

Heute in den NDS: https://www.wir-haben-es-satt.de/presse/#c5383

Margit
Gast
Margit

Mehr Geld für Abgeordnete

Pen
Gast
Pen

Ganz wichtiger, guter Artikel, vielen Dank, Roberto. Da wird einem ja schon beim Lesen schlecht! Allerdings verstehe ich auch nicht warum man täglich Fleisch essen muß. Früher gab’s das nur Sonntags, und ganz früher nur zu Ostern und zu Weihnachten. 🙂 Vegatarische Küche kann sehr lecker sein, wobei es absurd ist, daß Gemüse heute genauso teuer ist wie Fleisch, oft sogar teurer. Alles eine Folge des Neoliberalismus, der globalen Gier und Korruption. Zu Frau Klöckner sage ich jetzt mal nichts. Ist eh alles Wurscht. Hinweis: Vegetarier brauchen unbedingt das wichtige, billig zu habende Vit B12, denn das befindet sich nur… Weiterlesen »

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Pen Da wird einem ja schon beim Lesen schlecht! Allerdings verstehe ich auch nicht warum man täglich Fleisch essen muß. Früher gab’s das nur Sonntags, und ganz früher nur zu Ostern und zu Weihnachten. Hast recht, man muss nicht täglich Fleisch essen. Wurst tuts auch. 😀 Aber ernsthaft: Ein gutes Stück Fleisch kann ein Hochgenuss sein, wenn es aus artgerechter Haltung mit gesunder Fütterung stammt. Das muss es auch nicht täglich geben, weil sonst ja auch der Geschmack irgendwo abstumpft. In die „gute, alte Zeit“, wo Landwirtschaft und Viehaltung mangels Mechanisierung noch eine Riesenplackerei war und sich die wenigsten Menschen… Weiterlesen »

niki
Mitglied
niki

@Robbespiere:

Der Schuß kann aber auch nach Hinten losgehen, sofern man z.B. eine Disposition zu Gicht hat und bei pflanzlicher Nahrung wird leider genauso beschissen wie bei Fleisch, wenn man den Einsatz von Chemie betrachtet.

Ich leidete in der Tat an Gicht-Anfällen… Seitdem ich Vegetarier bin, ist das allerdings Vergangenheit…

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@niki

Wie hältst du es mit Hülsenfrüchten wie Erbsen, Bohnen und Linsen?
Die sollen ja sehr hohe Purinwerte haben.

Pen
Gast
Pen

Schokolade hat auch sehr viele Purine. Hülsenfrücht sind enorm gesund, aber schwer verdaulich, weil sie Kohlenhydrate zusammen mit Eiweiß enthalten. Ältere Menschen sollten das trennen, s. die sogenannte Trennkost. Eiweiß und Gemüse oder Kartoffeln/Reis etc und Gemüse.

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Pen

Immer diese Spielverderber. 🙂

Pen
Gast
Pen

Oh, so war das nicht gemeint…

niki
Mitglied
niki

Damit habe ich keine Probleme.
Schließlich habe ich als Vegetarier noch andere Eiweißquellen als nur Hülsenfrüchte. Jedenfalls habe ich seit 8 Jahren nun keinen einzigen Anfall mehr. Ich will gar nicht ausschließen, dass da noch andere Faktoren eine Rolle spielen, welche mir unbekannt sind.
Nur eines war mir noch aufgefallen: Ich hatte auch regelmäßig Verdauungsprobleme mit Darmkrämpfen und Durchfall… Das ist mit dem Verzicht auf Fleischprodukte auch komplett verschwunden.

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@niki

Welche Eiweißquellen gibt es außer Hülsenfrüchten sonst noch für Veganer, wenn Milchprodute und Eier wegfallen?

Ceryk
Gast
Ceryk

@ Rob:
Ausser mit Huelsenfruechten, Milchprodukten und Eiern laesst sich der Proteinbedarf problemlos auch mit Nuessen und Kernen, Vollkorngetreide und Sojaprodukten decken.
Im Auge sollte man dabei allerdings den verdammt hohen Fettgehalt etlicher Nuesse haben.

niki
Mitglied
niki

Hanfprotein… 😀

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@niki

Braucht man dazu Space-Cakes oder reicht rauchen……tütenweise? 😀

Pen
Gast
Pen

Es gibt geschälte und ungeschälte Hanfsamen, auch in Bioinsel online shops, sehr lecker. Beruhigen auch ein bischen ebenso wie Hanföl, auch zum Einreiben. Muß ja nicht gleich ein Joint sein. 🙂

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Pen

Ts Ts Ts, jetzt hast du mir schon die Schokolade madig genmacht…. 😀

Pen
Gast
Pen

Wieso? und nun auch noch den joint, oder was…:-)

Pen
Gast
Pen

Robbes,

Welche Eiweißquellen gibt es außer Hülsenfrüchten sonst noch für Veganer, wenn Milchprodute und Eier wegfallen?

Nüsse und Kerne, vor allem Mandeln – wie Ceryk schon schrieb. Fakt ist, daß der Eiweißbedarf gar nicht so groß ist, wie uns erzählt wird. Nur Sportler brauchen viel Eiweiß und Leute, die schwer körperlich arbeitem. Zu viel Eiweiß übersäuert den Körper. Pflanzliches Eiweiß ist gesünder als tierisches Eiweiß.

Eigentlich geht es in dem Artikel ja um die Fleischarbeiter. Schon interessant, wie groß der Gesprächsbedarf zum Thema Ernährung ist. 🙂

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Pen

Um es vorweg zu nehmen…..ich liebe Nüsse, besonders in Form von Bio-Studentenfutter, auch wenn ich keine Hufeisen schmieden muss. 🙂
Gerade Walnüsse sollen besonders wirksam sein gg. Übersäuerung des Magens, worunter ich spätestens seit Schröder sehr leide.

Der Informationsbedarf zum Thema Ernährung ist natürlich groß, weil unzählige Studien zu diesem Thema kritisch hinterfragen. Dem gegenüber steht die Agrarindustrie, welche auf Profit aus ist.

Pen
Gast
Pen

@Robbes Pflanzliches Eiweiß übersäuert nicht. Übersäuerung, seit Schröder…hihi. Wenn Du Nüsse so magst, kannst Du sicher auch Vegetarier werden. 🙂 besser und gesünder ist es sicher. Ich esse nie Wurst außer ganz selten mal Lammsalami oder Lammbratwurst, gibts hier auf dem Markt, Bio, aber nur 2x im Jahr. Seit der Steinzeit essen wir Fleisch, Gemüse, Beeren und Wildkräuter, Grassamen. Getreide kam erst viel später. Da braucht man manchmal Fleisch. Kompliment @Niki, daß Du so konsequent bist. Zuckercgab es überhaupt nicht, und der ist das Schlimmste für die Darmflora. Da schon lieber Trockenfrüchte, die sind sehr süß. Datteln und Aprikosen, aber… Weiterlesen »

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Pen Zuckercgab es überhaupt nicht, und der ist das Schlimmste für die Darmflora. Da schon lieber Trockenfrüchte, die sind sehr süß. Ob es da bei den Zuckerarten einen Unterschied gib, weiß ich ehrkich gesagt nicht. Ich nutze braunen Rohrzucker und ersetze Schokolade durch getr. Datteln und Feigen. Und wo wir schon dabei sind: Auch weißes Mehl ist schlecht, lieber Vollkorn, und lieber Dinkel als Weizen Vollkorn ist nicht so meine Sache, aber 1050er Mehl muss es schon sein und mit Dinkel backe ich Brot, weil ich keinen Bock mehr auf den Chemiekram beim Bäcker habe. Nach mind. 15 Std. Gehzeit… Weiterlesen »

Pen
Gast
Pen

@Robbes

Danke für das Rezept, hört sich gut an. Von Fleischarbeitern zu Rezepten fürs Brotbacken. 🙂

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Pen Das ganze Rezept geht so: -800g Dinkelmehl in eine Gehschüssel mit Deckel geben, 1 El. Salz un eine Messerspitze Korianderpulver dazu. -600 ml lauwarmes Wasser ( bei mir mit Milch gemischt ) in einen Messbecher mit 1TL Rohrzucker und max. 1/10 Teil eines Hefewürfels verrühren zum aktivieren der Hefe und etwa 5 Min. stehen lassen, dann nochmal durchrühren. -Alles in die Schüssel geben und gründlich durchmischen. Danach Deckel drauf und auf dem Küchenschrank gut 15 Std gehen lassen. -für einen stählernen Gusstopf ( wie zu Omas Zeiten und nur so einen ) von ca 25 cm ein Bachpapier für… Weiterlesen »

Pen
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Pen

Robbes,

da läuft mir das Wasser im Munde zusammen. Ganz herzlichen Dank für das Rezept. Mischen mit der Hand?

LG Pen

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Pen Der Teig ist recht weich von der Konsitenz her und pappt an den Fingern. Ich benutze ein leistungsstarkes Handrührgerät mit Knethaken. Ideal wäre natürlich eine gute Knetmaschine, aber die sind teuer und brauchen viel Platz. Für meinen Bedarf unnötig. Wichtig ist gut durchkneten, damit sich keine Mehlnester bilden. Da du keine Kuhmilch verträgst, musst du dir etwas Anderes einfallen lassen, denn etwas Fett macht den Teig schön zart. Evtl. kannst du ja ein wenig Öl zugeben, je nach Geschmack aus Oliven,Leinsamen oder Nüssen, oder eher neutral aus Sonnenblumenkernen. Besonders lecker ist das frische Brot übrigens, wenn man es nur… Weiterlesen »

Pen
Gast
Pen

@Rob

Werde es mit Olivenöl probieren und vielleicht mit etwas Rosmarin würzen. Bin gespannt. Das klingt richtig gut. Ganz herzlichen Dank. Ich freu mich sehr. Schön, wenn man plötzlich ganz andere Seiten an einem Diskussionspartner entdeckt. 🙂

Gruß
Pen

Völlig OT – eben entdeckt. Das interessiert Dich sicher.

https://www.youtube.com/watch?time_continue=5&v=Nzhp3Gr80Zs&feature=emb_logo

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Pen Werde es mit Olivenöl probieren und vielleicht mit etwas Rosmarin würzen. Bin gespannt. Das klingt richtig gut. Ganz herzlichen Dank. Ich freu mich sehr. Klingt gut. Was auch hervorragend passt, sind die frisch gezupften Blättchen vom Thymian. Allerdings legst du dich damit in die mediterrane Richtung fest und das passt nicht zu Allem. Man kann auch provenzaliche Kräuter ( auch mit etwas Lavendelblüten ) in Olivenöl geben und das Brot kurz vor Garung damit bestreichen. Wenn du auf mediterrane Küche stehst, dann empfehle ich dir auf Youtube „Akis Kitchen“. Das ist ein junger, griechischer Koch mit einer sehr positiven… Weiterlesen »

niki
Mitglied
niki

Kompliment @Niki, daß Du so konsequent bist.

Danke… Konsequent zu bleiben war die ersten 6-8 Wochen echt hart… Auch wenn man genau wusste wie schlecht einem das Fleisch bekäme, waren die Entzugserscheinungen echt heftig, sobald man mit Fleischkonsum in irgendeiner Form konfrontiert worden ist… Ich bin echt glücklich, dass ich vom Fleisch losgekommen bin…

Pen
Gast
Pen

Dieser Thread könnte endlos lang werden. Es gibt immer etwas dazu zu sagen oder zu fragen, vor allem, wenn solche Experten wie Niki u Ceryk u Robbes abei sind.

Pen
Gast
Pen

Robbes,

Ein gutes Stück Fleisch kann ein Hochgenuss sein, wenn es aus artgerechter Haltung mit gesunder Fütterung stammt.

Stimmt, da kann ich jeden verstehen, der das ab und zu braucht. Die Menge und natürlich die Qualität macht’s. Lamm ist besser als Rind. Jungtiere sind noch nicht so vergiftet. Fisch aus Aquakulturen ist heute auch voller Antibiotika.

Von dem gleichen Stück Boden kann man einen Fleischesser und acht Vegetarier ernähren. Vegetarismus könnte das Welthungerproblem lösen, aber wer verzichtet schon auf etwas zugunsten der Menschheit. Insekten, geröstet, als Eiweißquelle. Nicht mein Ding, aber…

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Pen Von dem gleichen Stück Boden kann man einen Fleischesser und acht Vegetarier ernähren. Vegetarismus könnte das Welthungerproblem lösen, aber wer verzichtet schon auf etwas zugunsten der Menschheit. Die Aussage ist wohl richtig, aber mit Moral wirst du kaum erreichen, dass auf den Genuss von Fleisch gänzlich verzichtet wird. Viehzucht hat nunmal mindestens eine ebenso lange Tradition wie Ackerbau und es gibt Gegenden, wo letzterer ohnehin nicht möglich ist. Man hat die Tiere mit Sicherheit nicht vorrangig als Fleischlieferanten, sondern wg. Milch oder Eiern und als Zug- und Lasttiere genutzt. Das ist viel ökonomischer, denn geschlachtet kann man sie halt… Weiterlesen »

Pen
Gast
Pen

Ebensowenig wollte ich moralisieren, nur ein bischen zum Nachdenken anregen. 🙂 Es kommt auf die Dosis an. Die Dosis macht das Gift, sagte Paracelsus. Er sagte auch: ein glattes Herz taugt nichts. Die Narben machen den Menschen. 🙂

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Pen

Das habe ich durchaus verstanden, aber du weißt ja auch, dass bei diesem Thema gerne mit der moralischen Keule hantiert wird.
Das hat durchaus seine Berechtigung ( weil Tiere eben auch ein Recht auf ein würdiges Dasein haben ), aber eben nicht bis zum Exzess und dann kommt das auch noch großteils von Leuten, denen die Existenz ihrer eigenen Artgenossen oft am Allerwertesten vorbeigeht.
Gerade die kriegslüsternen „nato-olivgrünen Hunnen“ sind da ein Paradebeispiel.

Pen
Gast
Pen

@Robbes

Diese scheinheiligen Grünen wollen uns einen Veggiday aufzwingen und gegen Rußland in den Krieg ziehen. Bin sucher, die essen alles Bio inklusive Fleisch, und das nur vom Feinsten.

niki
Mitglied
niki

@Pen:
Keine Tiere, einschließlich des Menschen, und keine Pflanzen sind dazu in der Lage. Vitamin B12, egal ob in Nahrungsergänzungsmitteln, angereicherten Lebensmitteln oder tierischen Produkten, stammt immer von Mikroorganismen…

Pen
Gast
Pen

Niki,

man kann für den VIT B12 Bedarf auch regelmäßig Bierhefe nehmen, gibt es in Tablettenform, aber auch als Pulver. Aber das weißt Du ja sicher, als Vegetarier. B12 Mangel macht sehr müde. Bei anhaltender Erschöpfung oder Burnout ruhig mal den B12 Wert konrtollieren lasse.

niki
Mitglied
niki

Jeden Tag eine Vitamin B-Komplex-Pille und ruhe ist im Karton… Kostet mich keine 10ct pro Tag…

Rudi
Gast
Rudi

@ Pen

…man kann für den VIT B12 Bedarf auch regelmäßig Bierhefe nehmen, gibt es in Tablettenform, aber auch als Pulver. Aber das weißt Du ja sicher, als Vegetarier.

Ein Vegetarier muss seinen B12-Bedarf nicht durch Tabletten oder sonstige Produkte aus der Apotheke stillen. Eine Veganerin schon.

niki
Mitglied
niki

@Rudi:
Ab 50 Jahre aufwärts sollten auch Nichtveganer/-vegetarier regelmäßig ihren B12-Haushalt mal checken lassen…

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@niki

Also mein Hausarzt, Dr. Brian de Bois Guilbert sagt, mein Vitamin B12- Haushalt sei vollkommen im Rahmen:

https://www.amazon.de/Bowmore-Islay-Single-Scotch-Whisky/dp/B004MAPFHM/ref=sr_1_16?__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&dchild=1&keywords=scotch+whisky+12+years+old&qid=1593723787&sr=8-1

😀 😀 😀

Pen
Gast
Pen

„Ab 50 Jahre aufwärts sollten auch Nichtveganer/-vegetarier regelmäßig ihren B12-Haushalt mal checken lassen.“ Auch den Vit D Haushalt sollte man checken und dann aufstocken mit VIT D3/K2 Tropfen von dem unsympathischen, unverschämt reichen Onlinehändler Dschew B. Davon haben wir hier oben immer zu wenig. Das macht depressiv und müde. Man braucht 80 ng / L. Soviel hat ein Rettungsschwimmer in Kalifornien. Hier sind die Ärzte mit 30 nanogramm zufrieden, das ist viel zu niedrig. Es spricht sich nur langsam herum, wie wichtig Vit D ist. Die deutsche Gesellschaft für Ernährung empfielt 1000 I.E (internationale Einheiten) am Tag. Das 6fache ist… Weiterlesen »

Robbespiere
Gast
Robbespiere

@Pen

Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, wird Vit. D in der Schilddrüse produziert.
Dazu brucht der Körper Jod und Sonne,, was logischerweise in den Meeresregionen kein Problem darstellt, jedoch im höheren Binnenland schon.
Der typische Kropf als Zeichen eines Vit. B-Mangels war somit in früheren Zeiten auch eher in Gebirgsregionen nzuitreffen.
Seit der Jodierung von Salz dürfte sich dieses Problem weitgehend gelöst haben.

Pen
Gast
Pen

@Robbes

Vit D wird mit Hilfe von Sonnenlicht in der Haut gebildet. Aber es ist wichtig auch für die Schilddrüse.

Pen
Gast
Pen

@Rudi

Ich bin keine Veganerin, aber eine Vegetarierin, die selten, aber dann Biofleisch ist, direkt vom Bauern auf dem Markt hier. (cuxland.de)

Pen
Gast
Pen

Niki,

das wußte ich nicht. Aber wie kommt dann das B12 ins Fleisch? Sind da Mikroorganismen drin?

niki
Mitglied
niki

@Pen:

Aber wie kommt dann das B12 ins Fleisch?

Schlicht und kurz: Bestimmte Bakterien beim Verdauungsprozess bestimmter Tierarten sind dafür verantwortlich… Man kann das ganze inzwischen aber auch sehr problemlos in der Chemiefabrik in div. Tanks machen.

Pen
Gast
Pen

Ach so ist das. Danke, Niki,

niki
Mitglied
niki

Ich bin nicht nur deswegen schon seit nicht ganz 10 Jahren Vegetarier…

Rudi
Gast
Rudi

Eigentlich sollte der Blick nochmals auf die Arbeitsbedingungen schweifen. Ein gutes Beispiel liefert das Fleischwerk Rheinstetten bei Karlsruhe, das für Edeka das Fleisch für seine etwa 1.000 südwest-deutschen Filialen verarbeitet. So ermittelt die Staatsanwaltschaft Baden-Baden wegen gewerbsmäßigen und bandenmäßigen Einschleusens von Ausländern seit November 2019. Mit gefälschten EU-Pässen sollen Menschen aus der Ukraine und Litauen im Werk untergekommen sein. Edeka distanzierte sich von den Machenschaften des Subunternehmers. Für die Unterkünfte der rund 500 Fleischarbeiter hat Edeka Werkverträge mit Personaldienstleistern abgeschlossen. Diese wohnten Hotels, Pensionen und privaten Wohngebäuden. Bis zu drei Personen teilten sich nach dem Kenntnisstand von Edeka ein Zimmer.… Weiterlesen »

Pen
Gast
Pen

Also nix mehr von Edeka. Stattdessen Boykott. Rudi, hast Du da einen Link?

Rudi
Gast
Rudi
Pen
Gast
Pen

@Rudi

danke für den link.