Rasen auf der Autobahn und Böllern zu Silvester: Ist das Freiheit?

In den sozialen Netzwerken wird zurzeit enthusiastisch über Freiheit diskutiert. Genauer: über Freiheit, die man sich nicht nehmen lassen will. Zum Beispiel das schnelle Autofahren. Oder das Knallen an Silvester. Ganz ehrlich, es wäre ziemlich armselig, wenn wir den Begriff der Freiheit über solche Beispiele definieren.

Man könnte vermuten, dass die Deutsche Umwelthilfe (DUH) eine masochistische Ader in sich trägt. Nachdem sie sich vehement für Fahrverbote schmutziger Dieselfahrzeuge eingesetzt hatte, legte sie eine Schippe oben drauf. Zunächst ging die Meldung durchs Netz, dass die DUH ein Tempolimit auf Autobahnen fordert: 120 km/h sollten genügen. Und kurz danach sprach sie sich auch noch für ein Böllerverbot an Silvester aus (genau genommen: eine Knallerlaubnis nur an bestimmten Orten). Im Netz war schnell der Teufel los, und immer wieder musste sich die DUH den Vorwurf gefallen lassen, die persönliche Freiheit von Autofahrern und Böllerfreaks einzuschränken bzw. gleich ganz abschaffen zu wollen. Letzteres ist natürlich absurd, denn wenn jemand genötigt wird, auf der Autobahn ein Tempolimit einzuhalten oder zum Böllern an vorgeschriebene Orte zu gehen, ist das keine Abschaffung von Freiheit. Doch hier soll es eher um die Frage gehen, was mit „Freiheit“ eigentlich gemeint sein könnte. Und was das mit Wurst und Käse zu tun hat.

Von Wurst, Käse und Freiheit

Dann wollen wir mal. Freiheit also. Es lohnt sich, diesen von allen möglichen Seiten aus zu betrachtenden Begriff auf seine Alltagstauglichkeit zu prüfen, bevor wir ihn etwas genauer beleuchten.

Eine Frau fährt mit 185 Stundenkilometern über eine Autobahn. Sie hat es nicht eilig, sie liebt es vielmehr, schnell zu fahren. Erfreulicherweise kommt die Frau an ihrem Zielort an, ohne sich oder andere zu verletzen oder zu töten. Die Frau ist der Meinung, von ihrem freiheitlichen Recht des schnellen Fahrens Gebrauch gemacht zu haben (sie erreicht ihr Ziel übrigens nicht früher als eine andere Frau, die lediglich 120 Stundenkilometer gefahren ist, aber im Stadtverkehr umsichtiger war und so eine gute Portion Zeit aufholen konnte).
Ein Mann steht die ganze Nacht zum Jahreswechsel vor seinem Haus und zündet einen Feuerwerksböller nach dem anderen an. Das Wetter ist schlecht, es nieselt (weshalb zahlreiche der Böller nicht explodieren, sondern zischend vor sich hinsterben), es ist kalt, ein beißender Wind macht das Anzünden der Knaller zur Tortur. Dennoch steht der Mann dort, er meint, dass es ein Teil seiner Freiheit ist, die ganze Nacht zu knallen. Der Mann gehört nicht zu der Sorte, die vorher oder nachher Böller anzünden, er will seine Freiheit schließlich nicht ausnutzen und keine Grenzen überschreiten.

Sind die beiden nun also frei in dem, was sie tun? Könnte man meinen, und wenn man das Wort Wahlfreiheit einsetzt, wird gewissermaßen auch ein Schuh draus. Aber mit Freiheit hat das nicht viel zu tun, und somit ist die Forderung, man dürfe weder eine Geschwindigkeitsbegrenzung noch ein Knallverbot an Silvester einführen, keine Forderung nach Freiheit, sondern lediglich nach der Wahl, ob man schnell oder langsam fährt, ob man an Silvester böllert oder es bleiben lässt.

Das Ehepaar im Supermarkt, das sich darüber streitet, ob es den Käse oder die Wurst kauft, streitet auch nicht über Freiheit. Die Entscheidung, die die beiden letztlich treffen (sie können sich übrigens nicht darauf einigen, Wurst und Käse zu kaufen, und erfreulicherweise für die Debatte der beiden ist niemand von ihnen Vegetarier oder Veganer, was den Streit sicher in die Länge ziehen würde), beruht nicht auf dem spontanen Beschluss des Paares. Auch nicht darauf, dass sich einer durchsetzt, während der andere nachgibt. Die Entscheidung beruht vielmehr auf einer Vielzahl von Einflussfaktoren, die die Kaufentscheidung beeinflussen. Gut möglich, dass der Mann im Fernsehen Werbung gesehen hat und deshalb den Käse (oder die Wurst, das ist einerlei) haben will. Auch denkbar, dass andererseits die Wurst (oder eben der Käse) von einer Freundin oder einem Bekannten in höchsten Tönen gelobt wurde, was auf die Entscheidung Einfluss nahm. Womöglich hat der Mann (oder die Frau) schon seit der Kindheit zusammen mit dem geliebten Vater genau diesen Käse, genau diese Wurst gegessen und verbindet damit einzigartige Erlebnisse. Die sogenannte Freiheit, die am Ende steht – in diesem Fall der Besuch im Supermarkt – ist eine Lüge. Denn die Wahlfreiheit, die das Ehepaar hat, ist eine winzig kleine Entscheidung. Und es wäre extrem schade, wenn eine solche Situation tatsächlich stellvertretend für Freiheit an sich stehen würde.

Böllern und Rasen als Definition von Freiheit?

Und was ist mit den beiden anderen, die oben genannt wurden? Die rasende Frau und der Böller werfende Mann? Sind sie frei in ihrer Entscheidung? Und bedeutet es Freiheitsentzug, wenn ihnen die Möglichkeiten, die sie heute noch haben, genommen werden?

Autofahrerin und Böllerwerfer könnten theoretisch auch das Ehepaar aus dem Supermarkt sein (gehen wir doch einfach mal davon aus), die das Einkaufen, das schnelle Fahren und das Zünden von Feuerwerkskörpern als Zeichen der Freiheit ausgemacht haben. Die Frau, die gerne rast, ist aber geprägt durch ein Bild, das sich in unserer Gesellschaft durchgesetzt hat: Fahren, erst recht schnelles Fahren, bedeutet Freiheit! Die ganze Nacht Krach zu machen, zumindest einmal im Jahr und ohne, dass es sanktioniert wird, bedeutet ebenfalls: Freiheit! Was wäre aber, wenn die Gesellschaft ein anderes, genau in die entgegengesetzte Richtung gehendes Bild forciert hätte? Freiheit ist langsam und still?
Beide haben ihre Entscheidungen nicht aus einer Laune, einem Gefühl oder dem unbändigen Wunsch nach Freiheit getroffen, sondern weil sie sich keine Gedanken mehr darüber machen, woher der Impuls ihrer Handlungen kommt. Nämlich nur zu einem kleinen Teil aus ihnen heraus, und zu einem erheblichen größeren aus den Erfahrungen, die sie im Laufe ihres Lebens gesammelt haben. Man könnte also sogar überspitzt sagen: Wirkliche Freiheit bedeutet in diesen konkreten Fällen, die entgegengesetzte Entscheidung zu treffen, also: nicht schnell zu fahren und sich das Geld für die ganze Nacht Ballerei aufzusparen für andere Dinge.

Und was ist Freiheit nun wirklich?

Schwer zu sagen. Wirklich. Aber man nähert sich der Sache, wenn man nicht (zumindest nicht sofort) von der individuellen Freiheit ausgeht, sondern von der Freiheit, die uns alle betrifft bzw. die im besten Fall für uns alle gilt.

Und schon bei diesem Gedanken wird klar, wie vertrackt die Lage ist. Wer mehr Geld als andere hat, verfügt über mehr Freiheit. Er kann sich Dinge kaufen, die sich andere nicht leisten können und ist wahrscheinlich auch in der Lage (meistens ist das so), Einfluss zu nehmen, zum Beispiel auf die Politik. In diesem Fall ist Freiheit mit Macht gleichzusetzen, wobei wir uns von der Freiheit schon wieder entfernen, denn wir wissen ja nicht, was der Mensch mit dem vielen Geld alles anstellen musste, um es zu erlangen. Womöglich gab es unzählige Situationen, die diesen reichen Menschen so unfrei gemacht haben, dass er die Freiheit, die er heute hat, teuer, sehr teuer bezahlt hat. Andererseits könnte es auch sein, dass er schlicht eine üppige Erbschaft sein Eigen nennen kann, also im Grunde überhaupt nichts für seinen Reichtum tun musste. Das macht ihn freier, aber wenn er den Anspruch haben sollte, in einer freien Gesellschaft leben zu wollen, hilft ihm das auch nicht weiter (zugegeben: die wenigsten Erben großer Vermögen machen sich diese Gedanken, aber es gibt sie wohl doch).

Kant hat Freiheit mit einem sehr einfachen und schwer zu widerlegenden Satz in seinem „Kategorischen Imperativ“ beschrieben:

Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.

Mit anderen Worten:

Was Du nicht willst, was man Dir tut, das füg‘ auch keinem andern zu.

(Kant tat sich schwer damit, seinen Satz mit dem zweiten hier genannten gleichzusetzen, er distanzierte sich von dem „Trivialen“ des zweiten Satzes. Da der Vergleich dennoch ein gutes Bild vermittelt, sei Kants Kritik daher hier mit aller Dreistigkeit, die das mit sich bringt, zwar erwähnt, aber weitgehend trotzdem ignoriert.)

Wichtig in diesem Zusammenhang: Kant geht bei seinem Kategorischen Imperativ vom Menschen als „vernunftbegabtes Wesen“ aus. Und stellt uns damit vor eine erhebliche Herausforderung, denn wir leben in einer Zeit, in der man nahezu täglich an der Begabung der Vernunft des Menschen zweifeln kann, ja, oft zweifeln muss. Man kann sich jetzt leicht rausreden und behaupten, dass Kant den zwischenmenschlichen Umgang gemeint haben mag, Freiheit ist allerdings eine ganz andere Baustelle. Könnte man so machen, bringt aber nicht viel, denn wenn man Freiheit als etwas betrachtet, das ein menschliches Bedürfnis und ein menschliches (Grund)recht ist, dann kommt man an Kant nur schwerlich vorbei.

Möge der Leser also in den sauren Apfel beißen und anerkennen, dass Freiheit nur in zweiter Linie eine Errungenschaft des Individuums ist und in erster Linie etwas, das jedem Menschen zusteht, stehen wir vor einem Problem. Möglicherweise nicht wir alle, aber in jedem Fall das rasende, böllernde, Wurst und/oder Käse kaufende Ehepaar.

Denn die beiden können zwar behaupten, dass sie kein Problem mit Kant haben, weil sie selbst ja auch kein Problem mit 180 Sachen auf der Autobahn, mit der Knallerei in der Silvesternacht und schon gar nicht damit haben, Wurst und/oder Käse zu essen. Es sollte also gemäß Kant allen gut gehen, sie tun ja nichts, was man ihnen nicht auch zufügen dürfte. (Wir ahnen, dass Kant mit seiner Kritik am „Trivialen“ wohl doch richtig gelegen haben könnte, ignorieren ihn aber in diesem Punkt trotzdem weiterhin.)

Nun sprach Kant aber vom Menschen auch als vernunftbegabtes Wesen (obwohl er anerkennt, dass diese Begabung wahrlich nicht immer sehr ausgeprägt ist). Und sind wir ehrlich: Ist es vernünftig, mit beinahe 200 Stundenkilometern über die Autobahn zu rasen (wegen der eigenen Sicherheit, der tödlichen Gefahr für andere Menschen, des Benzinverbrauchs, der Umweltverschmutzung und dem inneren Stress, der Anspannung, die dieses Fahrverhalten auslöst)? Wohl eher nicht, es ist hochgradig unvernünftig, und selbst wenn man es eilig hat, hatte man zuvor ja immerhin die „Freiheit“, zeitiger loszufahren.
Die Frage nach der Vernunft der Knallerei an Silvester ersparen wir uns, denn natürlich ist daran überhaupt nichts vernünftig. Und was die Wurst und/oder den Käse angeht, könnte man auf einer anderen Ebene – nämlich der der Lebensmittelherstellung – die Vernunftfrage erneut stellen, und die Antwort wäre wohl die gleiche: nein, alles in allem nicht vernünftig, eher effizient und destruktiv.

Jetzt aber ehrlich: Die Frage nach der Freiheit ist nach wie vor unbeantwortet

Stimmt, das ist sie. Kant bringt uns auf einen guten Weg, aber das beschriebene Ehepaar versaut uns die Nummer. Beide handeln ja nach der Maxime, dass alles, was sie tun, auch gerne „allgemeines Gesetz“ werden könnte. So gesehen müssen sie frei sein und dürften die Definition der Freiheit geliefert haben.

Allerdings könnte man das auch von einem Mörder behaupten. Oder von einem Vergewaltiger. Oder auch von einem korrupten Geschäftsmann, einem Dieb, Einbrecher oder von jemandem, der es liebt, täglich um Mitternacht von einem Kirchenturm voller Inbrunst „Last Christmas“ zu singen (und der das auch noch falsch tut, während er sich selbst mit einem zuvor aufgenommenen Dudelsack begleitet). Diese Leute könnten womöglich von sich behaupten, dass ihr Tun gern in ein Gesetz gegossen werden könnte, doch alles in allem hätten sie ein Problem, die Menschen, die unter ihnen leiden oder sterben müssen, ebenso, und die Gesetzgebung insgesamt würde auch nicht einfacher werden (was man ihr wirklich nicht wünschen kann, sie ist ja schon heute der helle Wahnsinn!).

Der Unterschied, der hier beschrieben wird, ist der zwischen Freiheit und Willkür. Unser Ehepaar agiert nicht nur nicht vernünftig, es interessiert sich auch nicht für die Belange anderer Menschen (oder Tiere). Könnten wir alle alles tun, was wir wollen, wären zahllose andere Beteiligte unserer Willkür ausgesetzt. Schlimmer noch: Könnten wir alle tun, wonach uns gerade der Sinn steht, würde – noch viel mehr als heute schon – das Gesetz des Stärkeren herrschen. Der Muskelprotz vermöbelt den Schwächeren, der Reiche beutet den Armen aus (hoppla, wir stecken mitten drin in der Willkür!), der Schnellere gewinnt gegen den Langsameren. Soll das Freiheit sein? Wollen wir wirklich diese Definition?

Freiheit kann nur die Freiheit aller sein

Davon sind wir weit entfernt. Denn Freiheit bedeutet auch, dass sich jeder verwirklichen kann, die Mittel (und damit die Freiheit) hat, sein Leben selbstbestimmt gestalten zu können. Zur Freiheit gehört auch, bestehende Absprachen, Vereinbarungen, Gesetze, zu hinterfragen, neu zu deuten, zu interpretieren und zu formulieren. Darüber hinaus aber heißt Freiheit eben auch, die Freiheit des anderen zu achten, sich so zu verhalten, dass es anderen nicht schadet. Mit Freiheit ist also auch Verantwortung verbunden, Verantwortung gegenüber anderen, Freiheit erfordert gewissermaßen eine Disziplin im Umgang miteinander, und diese Tatsache ist keine Einschränkung, sondern die verantwortungsvollste Form der Freiheit, die man sich vorstellen kann.

Willkür wird oft als Freiheit beschrieben, als die eigene Freiheit, die nicht beschnitten werden darf. Aber Willkür ist eben nur die individuelle Freiheit, sich über die Wünsche und Bedürfnisse anderer hinwegzusetzen. Das mag sich frei anfühlen für den Einzelnen, doch ganz sicher nicht für jene, denen das individuelle Wohlgefühl nicht ausreicht. Willkür ist letzten Endes nichts anderes als Egoismus, der sich über andere erhebt, deren Bedürfnisse ignoriert oder sogar verurteilt.

Der Großkonzern, der seine Arbeiter und Angestellten ausbeutet und Arbeitsbedingungen schafft, die menschenunwürdig sind, ist für sich genommen frei, dies zu tun, so lange niemand von staatlicher Stelle aus dagegen etwas unternimmt. Er kann aber ganz sicher nicht von sich behaupten, für die Freiheit an sich zu stehen, denn er verhindert die Freiheit oder auch nur ein Stück von Freiheit derer, die er für sich arbeiten lässt. Das ist Ausbeutung, das ist Willkür, es ist Egoismus und Gier, es ist aber definitiv keine Freiheit. Wer so handelt und dabei auch noch die Frechheit besitzt, das mit dem Begriff Freiheit zu titulieren, ist mindestens ein Heuchler, wahrscheinlich aber eher ein Lügner, der den Begriff der Freiheit und seine Arbeiter und Angestellten mit Füßen tritt.

Und unser rasendes, böllerndes und einkaufendes Ehepaar?
Na ja, es mag Freiheit empfinden, wenn es den Dingen nachgeht, die es gerne tut. Eines aber sollte es unbedingt vermeiden, um sich nicht der Lächerlichkeit preiszugeben: sich als Freiheitskämpfer zu bezeichnen.

Eine Nummer kleiner wäre dann doch … vernünftig.  [InfoBox]

Diesen Beitrag ausdrucken
Unterstütze uns und hilf dabei, die neulandrebellen besser und wirkungsmächtiger zu machen

66
Hinterlasse einen Kommentar

Bitte Anmelden um zu kommentieren
avatar
19 Kommentar Themen
47 Themen Antworten
0 Follower
 
Kommentar, auf das am meisten reagiert wurde
Beliebtestes Kommentar Thema
25 Kommentatoren
RobbespieregrossbuchstabenEinFragenderRonaldoaquadraht Letzte Kommentartoren
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei
ronaldo
Gast
ronaldo

Meine Freiheit endet da, wo andere Personen negativ tangiert werden! Hasse Böller!

RKL
Gast
RKL

Ich finde die allgemein um sich greifende Freude am Kindischen sehr befremdlich. Erwachsene bewegen sich zunehmend auf dem mentalen Niveaus einer kindliche Entwicklungs­stufe und halten dies für Freiheit. Kinder böllern tagelang und Jugendliche frisieren ihr Mofa um schneller als erlaubt fahren zu können. Egoismus hat etwas mit Verkindlichung zu tun. Der Egoismus von Kleinkindern ist normal. Bei der Infantilität in der Gesellschaft verhält es sich anders. Es ist eine Gesellschaft in der niemand Verantwortung übernehmen will. Jeder pocht auf noch so abstruse Rechte und unterschlägt seine Pflichten, wie Kinder eben. Jeder sieht nur seine Bedürfnisse und fühlt sich legitimiert die… Weiterlesen »

Michael Tietzel
Gast
Michael Tietzel

Das hat überhaupt nichts mit FREIHEIT zu tun. wenn ein imaginär gesponserter Verein irrsinnige Verbote verhängen lässt, deren positive Wirkungen noch nicht einmal bewiesen sind! Jeder Bürger MUSS sich die Freiheit bewahren, sich GEGEN diese irrsinnige Bevormundung wehren zu können! FREIHEIT ist, wenn z.B. dieser Verein wirkungsvolle Maßnahmen überzeugend vorbringt, die die Bürger nachvollziehen können und FREIWILLIG folgen! Wenn dieser Verein sich dafür einsetzte, die Regierung zu verklagen, endlich die vorhandenen Nachrüstsysteme vom KBA zertifizieren zu lassen um WIRKSAM ALLE – auch die älteren Fahrzeuge – zu verbessern und mit zeitweisen Steuerentlastungen zu untersützen (Wie bei der Nachrüstung von Diesel-Partikelfiltern)… Weiterlesen »

R_Winter
Gast
R_Winter

Wichtig in diesem Zusammenhang: Kant geht bei seinem Kategorischen Imperativ vom Menschen als „vernunftbegabtes Wesen“ aus. Jeder Mensch kann sich irren und Kant kannte keine Lobbyisten und schon gar nicht Dorothee Bär (CSU), die mit Sicherheit nicht zu den „vernunftbegabten Wesen“, zu rechnen ist: Digitalisierungsbeauftragte Bär will Datenschutz lockern Die Digitalisierungsbeauftragte Dorothee Bär (CSU) will den Datenschutz lockern, um die Digitalisierung im Gesundheitswesen voranzutreiben. Das strenge deutsche Datenschutzrecht „blockiert viele Entwicklungen im Gesundheitswesen, deshalb müssen wir da auch an der einen oder anderen Stelle abrüsten, einige Regeln streichen und andere lockern“, sagte die CSU-Politikerin der „Welt am Sonntag“. https://www.stern.de/news/digitalisierungsbeauftragte-baer-will-datenschutz-lockern-8503994.html Freiheit… Weiterlesen »

Sukram71
Mitglied
Sukram71

Sorry, ich schon wieder. Aber es geht nicht anders! 🙂 (sie erreicht ihr Ziel [mit 185 km/h] übrigens nicht früher als eine andere Frau, die lediglich 120 Stundenkilometer gefahren ist, aber im Stadtverkehr umsichtiger war und so eine gute Portion Zeit aufholen konnte) Mal abgesehen davon, dass 185 km/h deutlich zu schnell ist und auch 130 oder 150 angemessen zügig sind: Mit einer Geschwindigkeit von 120 km/h benotigt man für eine Strecke von 50 km genau 25 Minuten. Mit einer Geschwindigkeit von 185 km/h benötigt man für die selbe Strecke von 50 km nur 16 Minuten. Man spart also genau… Weiterlesen »

Rainer N.
Gast
Rainer N.

Freiheit ist eine Illusion. Sie ist die „Karotte“, die mit einem Stab, an unserer Stirn befestigt, vor unserer Nase gehalten wird, und wir laufen ihr nach, ohne sie zu erreichen. Das, was Menschen als Freiheit betrachten, ist nur Egoismus. Und Vernunft an sich? Tja, auch so eine Illusion. Manche Menschen verzichten auf gefährliche Handlungen, aber ob das aus Vernunftgründen erfolgt, bezweifle ich. Es ist eher der Selbsterhaltungstrieb. Und der „ultimative Beweis“ für die Unvernunft sind Wetten! Also, Menschen können gelegentlich mal eine vernünftige Handlung … aber eben nicht immer und überall. Ich auch nicht. Selbst dieser Kommentar ist nicht von… Weiterlesen »

ChrissieR
Gast
ChrissieR

Guude,
sosehr ich auch diesen ideologieverblendeten Abmahnverein DUH hasse, bin ich aber auf jeden Fall für ein Tempolimit und ein Böllerverbot! Als Hundehalterin sowieso, das arme Tier bekommt jedesmal fast einen Herzinfarkt!
In Frankreich gehen die Leute auf die Strasse und sind freier als hier!
Trotzdem gibt es dort Böllerverbot und 130 km Autobahn bzw. 80 Landstraße.
Und ich fahre dort viel entspannter, hat auch nicht jeder Depp dort nen 250 PS SUV!

Schöne Tage noch

Christine

Nenad
Gast
Nenad

Wir alle sind die Summe unserer Faktoren. Deswegen können wir auch keine freien Handlungen für uns definieren. In unserem Leben werden wir von so vielen Dingen beeinflußt. Unseren Eltern, dem Umfeld, den Informationen denen wir ausgesetzt sind. Woher soll ich wissen, ob das meine freie Entscheidung ist oder ob ich unbewußt eine Meinung oder Handlung unterstütze, die vielleicht gar nicht meinem Wesen entspricht. Die einzige oder echte Freiheit die ich habe, ist die, worauf ich meine Aufmerksamkeit richte. Bei allem anderen werde ich nie sicher sein können, ob es meine freie Entscheidung ist.

Rudi
Gast
Rudi

Auch solche Überlegungen gibt es:

Hirnforscher zeigten in einer Reihe von Experimenten, dass Entscheidungen bereits gefällt werden, bevor das Bewusstsein von ihnen Kenntnis nimmt. Die Freiheit wird ihm vorgegaukelt. Zugespitzt gesagt: Wir denken uns nicht selbst. Wir werden gedacht.

Heldentasse
Gast
Heldentasse

Freiheit! Ein wichtiges Thema nicht nur zum Jahreswechsel und dem heiligen Fest des Konsums.

Man könnte nun mal bei den Purschen der „Frankfurter Schule“ nachlesen, z.B. bei Herrn Fromm, aber vorerst besser verständlich ist das was die meisten als „Freiheit“ verstehen, aber keiner ist, von Herrn Kreisler mit künstlerischen Mittel erfasst wurden.

Beste Grüße

https://www.youtube.com/watch?v=u8-4n9yxZ_s

grossbuchstaben
Gast
grossbuchstaben

`

NICHTS EXISTIERT IN EINEM VAKUUM
UND WENN NUN EINER DEN ANDEREN KOPIERT KÖNNEN RISIKEN NICHT MEHR SO AKKURAT BEWERTET WERDEN ?
^^

Ingried
Gast
Ingried

OFF – Leidensdruck in Deutschland noch zu gering, meint Herr Mausfeld

Wagenknecht in gelber Weset vorm Bundeskanzleramt

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/sahra-wagenknecht-fordert-in-gelber-weste-proteste-vorm-kanzleramt-a-1245291.html

Hohle Kommentare unterm Schrieb und „ronaldo“ pflegt seine Beamten-Neurose bei SPON als „leo.stern“

Folkher Braun
Gast
Folkher Braun

Böller und freie Fahrt für freie Bürger (inklusive „active sound“-Auspuff-Brüllanlage zum Gebrauch in Innenstädten) erfüllen wichtige sozialpsychologische Funktionen. Nehmen wir nur das Auto: Ein Großteil der Audis, Benze und Bring-Mich-Werkstatt sind Firmenwagen, also Leasingfahrzeuge. Die darf der mittlere Angestellte oder § 86 HGB-Handelsvertreter halt jagen, denn es ist von den Fest- und Betriebskosten steuerlich abzugsfähig. Mit diesen Geräten kann sich das mittlere Management im öffentlichen Verkehrsraum „aufführen“: Drängeln, nötigen, schneiden, mit Handbremse abbremsen und was man da noch alles kennt. Ich komme zum sozialpsychologischen Aspekt: Würde das mittlere Management seine aufgestauten Aggressionen statt an den anderen Verkehrsteilnehmern an Frau, Kind,… Weiterlesen »

Pen
Gast
Pen

Frei ist derjenige, der sich entscheiden kann, die von der Gesellschaft vorgegebenen Rituale nicht durchzuführen..

OT. Passend zu Weihnachten die Anstalt vom 17. Dezember via Nachdenkseiten: das Thema Fleischproduktion wird hier ausreichend behandelt. Deutschland, das Schlimmste, was Europa jemals wiederfahren ist, das nach zwei Weltkriegen nun auch die EU zerstören darf, ist dabei, die dünne Schicht Muttererde, von der unser aller Leben abhängt, mit Pestiziden zu vergiften und in Gülle ertränken. Deutschland, das schon immer unvorstellbar grausam war, hat es fertiggebracht, sich noch mehr zu steigern. Es war noch nie so häßlich. Fröhliche Weihnachten!

aquadraht
Gast
aquadraht

Der Satz „Freiheit ist Einsicht in die Notwendigkeit“ stammt von Hegel und wurde durch Friedrich Engels im „Anti-Dühring“ berühmt. Ich war mir beim Lesen von Toms Artikel nicht sicher und bin es noch nicht. Ok, das mag der Plan gewesen sein, und das ist ok. Aber ein paar Einwände kamen mir doch. Ich habe lange (meist nebenher während und nach dem Studium und in der Arbeitslosigkeit) in einer Autowerkstatt gearbeitet. Wir alle haben schnelle Autos geliebt, und auch, mit denen mal richtig aufzudrehen, wo es die Verhältnisse zuliessen. Und ja, die ökologischen Einwände kamen später, zumindest ich war immer ein… Weiterlesen »

Carlo
Gast
Carlo

Für mich ist Freiheit das einzige Menschenrecht. Es ist das Recht, das eigene Leben selbstbestimmt zu gestalten. Es ist nicht das Recht, das Leben anderer Menschen und Lebewesen zu bestimmen oder sie würdelos zu behandeln. Freiheit und Menschenwürde gehen Hand in Hand.
Wer einen anderen Menschen unterdrückt und/oder ausbeutet, also das Recht auf Freiheit beschneidet, ist nicht mehr selbstbestimmt und damit auch nicht mehr frei. Gleichzeitig verletzt er seine eigene Menschenwürde. Wer die Umwelt zerstört verliert ebenfalls seine Freiheit und handelt gleichzeitig würdelos, weil er den Lebensraum anderer verletzt. Freiheit bedeutet also auch Verantwortung.

EinFragender
Gast
EinFragender

Freiheit? Ich habe auch mal gesagt das freie Fahrt keine Freiheit ist, bis micg ein Diskussionspartner auf folgendes hingewiesen hat: Wir leben in einem Land mit hammerartig vielen Vorschriften und Verbote, mit viel mehr Vorschriften und Verbote als anderswo, genau genommen mit viel zu viel Vorschriften und Verbote und deshalb ist er gegen das Tempolimit.

Ich musste ihm Recht geben und bin auch gegen dieses Verbot … und meine wir sollten überlegen das man doch schöner und besser leben würde, wenn es viel weniger Verbote geben würde.

grossbuchstaben
Gast
grossbuchstaben

LÖSEN!

ICH VERMUTE DIE DAHINTER STECKENDE FRAGE IST -SIND WIR DEUTSCHEN ZU BEQUEM GEWORDEN ?

trackback

[…] Grund ist dabei vielleicht tatsächlich die kleinste Variable in der Rechnung. Es aber im Hinblick auf eine Freiheit, die es so als Grundrecht nicht geben kann, als einen Angriff auf unsere Art zu leben zu deklarieren, ist einfach nicht haltbar und ein […]