Worauf wollen wir eigentlich hinaus?

Schaffe, schaffe – und s’Häusle baue? Das war die Sinnstiftung der alten Bundesrepublik. Ja, selbst die DDR hatte einen Plan und animinierte seine Bürger, aus den Ruinen aufzuerstehen und was zu schaffen. Und heute? Was ist unser Plan? Durchhalten? Aber wofür?

Seit Jahrzehnten wissen wir, dass wir den Gürtel enger schnallen müssen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben. Was das genau heißt, bleibt schemenhaft. Ob diese Wettbewerbsfähigkeit mehr Wohlstand, Investitionen oder Innovationen bringt, eine Verbesserung der Lebensumstände für die Bevölkerung: Das ist nicht automatisch gesagt. Wettbewerbsfähigkeit kann ja auch heißen – und man muss wahrscheinlich befürchten, dass genau das damit gemeint ist! -, dass man flexibel und mobil bleibt, günstig und effizient, was heißt: Den Gürtel noch ein Loch weiter zuzuziehen. Damit wir auch weiterhin wettbewerbsfähig zubeißen können. Die Tragödie an der Sache ist nun jene: Diese Abwärtsspirale, die man ökonomisch verquast Wettbewerbsfähigkeit nennt, scheint das einzige Ziel unseres Wirtschaftssystem zu sein. Oder fällt Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser ein anderes ein?

Ja gut, Profitmaximierung und Akkumulation großer Unternehmen. Stimmt schon, das ist ein Ziel – wenn auch kein zielführendes. Aber das meine ich an dieser Stelle ja auch mal ausnahmsweise gar nicht. Was ich meine: Welches große Ziel, welchen visionären Plan hat der neoliberale Kapitalismus für die Gesellschaft in petto? Wenn schon nicht mit ehrlichen Absichten, so doch als Potemkinsches Dorf, als Attrappe zur Hebung der allgemeinen Befindlichkeit …

Je länger man darüber nachdenkt, desto ernüchternder ist es. Denn dieses System macht sich nicht mal mehr die Mühe, sich mit einem hehren Motiv, mit einer Verheißung oder einem Versprechen auszustatten. So arm war noch kein Wirtschaftssystem davor. Mensch, im Osten hatten sie doch nichts! Aber einen Plan konnten sie sich schon leisten, eine Vision war auch dort lieb und teuer. Fünf-Jahres-Pläne wurden verabschiedet, wenn auch nicht immer erfüllt – auch wenn man selbstverständlich so tat, als habe man sie schon vorher erledigt. Nach dem Krieg sollte es den Menschen besser gehen im sozialistisch geplanten Deutschland, Wohlstand sollte sukzessiv Einzug halten. Die Menschen bekamen einen Grund für ihren Arbeitseinsatz, sie mussten nicht nur schuften, damit der Dorn des Gürtels nachher eine Stanze weiter eingelocht werden kann.

Nicht so viel anders lief es in der Bundesrepublik. Wenngleich das Versprechen dort mit persönlichem Wohlstand für alle unterfüttert war. Dass die Wirtschaft aber nach dem Krieg kein Selbstzweck zu sein hat: Das hat man auch in der Bonner Republik begriffen. Das Sozialstaatsgebot ist ein Beleg dafür.

Doch nochmal zurück zu Sache: Welches Versprechen wirft diese neue Wirtschaftsordnung ab? Worauf wollen wir eigentlich hinaus? Individuelles Weiterkommen? Ja, vielleicht, mit etwas Glück, Beziehungen und sozialer Vorabstellung. Kollektives Verbessern zum Wohl aller? Man weiß so wenig. Ein debattiertes Thema ist es allerdings nie. Wird schon irgendwie weitergehen: Diese Losung ist nun tatsächlich nichts, was Arbeit und Handel in ein sinnvolles Licht rückt.

Natürlich, Schwamm drüber, dass Versprechungen nicht immer hielten, was sie – na eben! – versprachen. Geschenkt auch, dass sie nie allen die Segnungen zuteil werden ließen, die auf dem Gabenteller präsentiert wurden. Aber so ganz ohne, so völlig bar einer Perspektive, ohne ein Ziel am Horizont, schmiert doch alles ab. Zumal dann, wenn das System nicht mal rudimentär fair aufgestellt ist, Ausgleiche schafft oder Wohlstandsüberschüsse der einen zu den anderen hin umverteilt. Die Frage nach dem Sinn des menschlichen Lebens und Schaffens, der menschlichen Arbeit und Betriebsamkeit: Wer das als Teil des Konzepts vernachlässigt, der hat die menschliche Kondition völlig falsch eingeschätzt.

Ein System, bei dem man nicht das Gefühl nährt, dass es keine Entwicklung und keinen Fortschritt gibt, im Gegenteil, bei dem man stets geneigt ist zu glauben, dass der derzeitige malade Zustand noch eine bessere Verfassung im Hinblick auf die Zukunft darstellt, gerät zwangsläufig in die Sinnkrise. Dieses Problem war stets im Neoliberalismus angelegt, denn er etablierte sich als eine teils chaotische, teils unfair geregelte Wirtschaftsordnung, in der durch Spar- und Sachzwänge, durch strikten Taylorismus in allen Branchen, durch Effizienz um jeden Preis, einen dauerhaften Unterbietungswettbewerb entfesselte, der keinerlei Ambitionen mehr hegte, diese im Wesenskern angelegte zwanghafte Leere durch Tilgung gestalterischer Freiräume mit einem neuen sinnfüllenden Narrativ aufzufüllen.

Es gibt keinen Raum für einen etwaigen Sinn, weil der einzige systemische Sinn ist, die pure Sinnlosigkeit des Arbeitens und Werteschaffens ohne den Genuss der erarbeiteten Früchte in den Mittelpunkt zu stellen. Aus der Perspektive der menschlichen Natur birgt Arbeit um der Arbeit willen, ohne eine Vorstellung davon zu haben, wohin die Arbeit eines Tages führt, was sie einbringt, wie sie Früchte trägt, nichts als die pure Sinnlosigkeit in sich. Sinnloses arbeiten, sparen, durchhalten, Gürtel enger schnallen ohne auch nur zu ahnen, für was das alles gut sein soll: Dazu müsste das menschliche Gemüt nihilistisch sein. Ist es aber nicht: Es braucht Narrative, Sehnsüchte und Ziele. Und nichts davon hat der Neoliberalismus zu bieten.

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niki
niki
24. September 2018 8:30

die pure Sinnlosigkeit des Arbeitens

Der Halbsatz ist es was die Problematik ausmacht… Es ist nicht nur sinnlos, sondern langfristig massiv schädlich! Zumindest in den Dosen wie es uns verordnet wird. Es geht ja schon lange nicht mehr um den reine Finanzierung eines erfüllten Lebens bzw. Traumes, sondern nur noch um die Bereicherung weniger und den zwanghaften Konsum, bei gleichzeitiger Abschaltung des Geistes… Wer „beschäftigt“ ist hat keine Zeit zum Denken. Bei der Verdichtung von Arbeit noch umso weniger.
Und der gleichzeitige „Zwang“ zum Konsum (welches oft eine Bedienung niedriger Instinkte ist) ist ökologisch kaum langfristig haltbar.

Aufgewachter
Reply to  niki
26. September 2018 7:07

Es ist Schluss mit schaffe, schaffe Häusle baue! Westliches Finanz-System nicht mehr zu halten.

Apropos : Angst unter Bankern geht um …

Bankdirektor reicht skurilles Kündigungsschreiben beim Bankvorstand ein
https://aufgewachter.wordpress.com/2018/09/25/bankdirektor-reicht-skurilles-kuendigungsschreiben-beim-bankvorstand-ein/

dors
dors
24. September 2018 8:47

Sehr richtig beschrieben, dass „Wettbewerbsfähigkeit“ heute nurmehr den Wettbewerb bedeutet möglichst wenige an Produktivitätszuwächsen und Gewinnen beteiligen zu müssen. Mit Verlassen der Jäger und Sammler Kultur hat sich nur graduell in den letzten bummelig 10.000 Jahren zivilisatorisch etwas geändert. Immer noch bleibt derjenige oben, der im Zweifelsfall die meisten über die Klinge springen lässt, einfach weil er es gerade kann aufgrund seiner/ihrer Verfügungsgewalt über Ressourcen. Was sagt das über den sittlichen Nährwerts eines „Narrativs“ aus? Es ist entlarvend, dass ein Ausdruck Modewort zur Zeit ist, der so nichtssagend daherkommt, dass alle damit scheinbar was anfangen können! Läuft es nicht darauf… Weiterlesen »

ChrissieR
ChrissieR
Reply to  dors
24. September 2018 9:03

In “ Narrativ“ steckt das Wort „Narr“….
sagt doch eigentlich alles aus!

Helau und Narhallamarsch

Christine

Stan Lustig
Stan Lustig
Reply to  ChrissieR
26. September 2018 19:21

Selbstverständlich ist das auf die Eigenarten der Individuen zurückzuführen.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  dors
24. September 2018 16:43

@dors

Mit Verlassen der Jäger und Sammler Kultur hat sich nur graduell in den letzten bummelig 10.000 Jahren zivilisatorisch etwas geändert. Immer noch bleibt derjenige oben, der im Zweifelsfall die meisten über die Klinge springen lässt, einfach weil er es gerade kann aufgrund seiner/ihrer Verfügungsgewalt über Ressourcen.

Das widerspricht sich aber.
Ohne Seßhaftigkeit kein Anhäufen von matriellen Dingen, weil man es beim Gebietswechsel schleppen muß.
M.M.n. waren die „Feuersteins“ wesentlich sozialer und genügsamer als das, was danach kam.

Jabbadabbaduuu

Puffmutti
Puffmutti
24. September 2018 9:19

Diese Abwärtsspirale, die man ökonomisch verquast Wettbewerbsfähigkeit nennt, scheint das einzige Ziel unseres Wirtschaftssystem zu sein.

Joh und Puffmutti zählt das Geld. Mehr passiert da nicht. Im Neoliberalismus gibt es kein Licht am Ende des Tunnels.

rain
rain
Reply to  Puffmutti
25. September 2018 14:12

Warum wohl nicht? Weil dieser Tunnel kein Ende hat.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  rain
25. September 2018 16:16

@rain

Weil dieser Tunnel keinen Ausgang hat.

Hat er, es scheitert nur an deutscher Phantasielosigkeit und mangelndem Arsch in der Hose..

unbetroffen
unbetroffen
Reply to  Robbespiere
28. September 2018 20:16

Überall „emotionales Fleisch“, als Randbeiteiligte möchte ich zum Ausdruck bringen, es bedeutet mir nichts.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  unbetroffen
28. September 2018 20:26

@unbetroffen

Überall “emotionales Fleisch”, als Randbeiteiligte möchte ich zum Ausdruck bringen, es bedeutet mir nichts.

Wenn du keine Emotionen hast, dann zieh dich am Besten in deine Höhle zurück.

Rudi
Rudi
24. September 2018 9:42

Was ist das denn: „Wohlstand für Alle?“ Wenn ich sehe, welche Konsumziele Vielen vor Augen schweben, bin ich immer wieder erstaunt: Modekollektionen, die inzwischen fünf bis zehn Mal pro Jahr wechseln, Smartphones, die jährlich unentbehrlichen technischen Fortschritt verheißen, Fernsehgeräte, die ein immer schärferes Bild liefern sollen, Autos, die zu rollenden IT-Stationen ausgebaut werden, Küchen, die immer technischer und teurer werden, obwohl der Fastfoodanteil und der der Fertiggerichte jährlich zunimmt. Die Wohlstandsreihe ließe sich problemlos fortsetzen. Inzwischen dürfte dem Einen oder der Anderen dämmern, dass Wohlstand nicht zwingend mit materiellen Gütern gleichzusetzen ist. Denn die Zahl der psychisch Kranken steigt stetig.… Weiterlesen »

Puffmutti
Puffmutti
Reply to  Rudi
24. September 2018 10:05

Der Tinnef-Konsumismus und Materialismus ist tatsächlich ein Indikator für was ?

Die existentiellen Dinge sind heute für breite Schichten der Bevölkerung Luxus.

Was kosten freie Persönlichkeitsentfaltung und Selbstbestimmung ? Gibts das bei Saturn oder Media Markt billiger ?

Rudi
Rudi
Reply to  Puffmutti
25. September 2018 10:27

Puffmutti, ich verstehe die Fragen nicht, so ganz ohne Kontext. Außer dass existenzielle Dinge für breite Schichten der Bevölkerung Luxus seien. Nun, dann müsste man darüber reden, was existenzielle Dinge sind: Essen, Kleidung, Wohnen vermutlich. Dass die Zahl der Wohnungslosen und Tafelkunden seit Jahren wächst, ist unbestritten. Allerdings sind es nicht „breite Schichten der Bevölkerung“. Ich bin nach wie vor der Auffassung, dass im Vergleich zu den Jahren, als Erhard vom „Wohlstand für Alle“ redete, sich das Defizitbewusstsein verschoben hat und andere Maßstäbe als damals angelegt werden. Heute beträgt die durchschnittliche Wohnfläche pro Person 42 qm. Im Jahr 1960 waren… Weiterlesen »

Statistiken nur im Zusammenhang
Statistiken nur im Zusammenhang
Reply to  Rudi
25. September 2018 11:33

Existentielle Dinge sind Freiheit und Selbstbestimmtheit. Wenn man darüber nicht verfügt, kann man sich den ganzen Demokratie-Klamauk in den Arsch stecken und gleich in einer Diktatur einziehen.

Heute beträgt die durchschnittliche Wohnfläche pro Person 42 qm. Im Jahr 1960 waren es 19 qm.Da dürfte Jammern nicht zwingend angesagt sein.

Guck dir z.B. mal Luftaufnahmen vom Ruhrgebiet aus dem Jahre 1960 an. Fällt dir da was auf ?

Rudi
Rudi
Reply to  Statistiken nur im Zusammenhang
25. September 2018 12:08

@ Statisti Ken: Deine Freundlichkeit ist bescheiden. Bei deiner Andeutung müsstest du natürlich auch die Bevölkerungsentwicklung einbeziehen: Westdt.: 1960 – 53 Mio, 2000 – 65 Mio. Deshalb ist dein Einwand zwar bedenkenswert, jedoch nicht zielführend, da es um eine Relation geht, die sich aus der Gesamtwohnfläche und Bevölkerungszahl berechnet. Im übrigen ist die Zahl der Gesamtwohnfläche stets mehr gestiegen als die Einwohnerzahl. Die Ansprüche sind höher geworden. 1980 waren es 30,4 qm, 1990 schon 36,4 qm. Im Jahr 2000 waren es 40,2 qm. (Alle Zahlen für Westdt.) Die Entwicklung hängt selbstverständlich auch damit zusammen, dass es immer mehr Menschen vorziehen,… Weiterlesen »

Raummass
Raummass
Reply to  Rudi
26. September 2018 19:30

Wohnzimmer in standart-Industriecontainergröße, für Alle ?

dors
dors
Reply to  Rudi
24. September 2018 10:46

Zitat: „Inzwischen dürfte dem Einen oder der Anderen dämmern, dass Wohlstand nicht zwingend mit materiellen Gütern gleichzusetzen ist.“ Das läuft auf die fatale Frage hinaus „Wofür lebe ich, wofür möchte ich leben?“ Was muss gegeben sein, damit ich eine erfüllende Antwort für mich finden kann? Das fatale am Wohlstandsmodell ist, dass er zunächst mal alle Bedürfnisse zu befriedigen scheint (Essen ist ein Thema des angesagtesten Küchentrends; Kleidung: Vollplastik oder mundgezupfte, mit den Füssen gehäkelte Wegwerfunterhosen aus Albatrossdaunen: alles möglich; Unterkunft tiny-house or penthouse-Turnhalle?; Beispiele für Mobilität, soziale Kontakte bitte selbst ausdenken… Da kann man eine ganze Weile auf diesen Spielwiesen… Weiterlesen »

Im Konsum
Im Konsum
Reply to  dors
28. September 2018 20:21

Also die feingeschnitzten und dennoch modern gehaltenen Gürtelschnallen aus Mammut-Elfenbein gingen vor 3-4 Jahren weg wie nix.

WOHLSTANDSGESELLSCHAFT
WOHLSTANDSGESELLSCHAFT
Reply to  Rudi
26. September 2018 19:26

In einem Land der Unfreiheiten, beobachtet das Fernsehen dich

Heldentasse
Heldentasse
24. September 2018 11:08

Es gibt keinen Raum für einen etwaigen Sinn, weil der einzige systemische Sinn ist, die pure Sinnlosigkeit des Arbeitens und Werteschaffens ohne den Genuss der erarbeiteten Früchte in den Mittelpunkt zu stellen. Der Sinn dieser neoliberalen globalen Großveranstaltung ist doch sehr klar ersichtlich für Menschen die denken können, nämlich die Beherrschten in die Lage zu versetzen sich gerne, und mit scheinbar mit wachsender Begeisterung, zum Wohle der Herrschenden selbst auszubeuten und gegenseitig klein zu halten. Kollateralschäden wie zum Beispiel die Vernichtung des globalen Lebensraum für die meisten Arten wird billigend in kauf genommen. Merke: Der Profit muss fließen! Einen anderen… Weiterlesen »

Bodenreform
Bodenreform
Reply to  Heldentasse
24. September 2018 11:52

Sozial-ökologisch sinnvolle Konzepte gibt es zuhauf. Es fehlen die Wegbeschreibungen dorthin.

z.B.

These: Wir brauchen eine Bodenreform.

Wie nehmen wir den Neoklassikern den Boden aus dem Pott „Kapital“ ?

Wie machen wir das ohne „enteignen“ zu wollen ?

Was hat der afrikanische Hackbauer auf fremder, leibeigener Scholle von einer Bodenwertsteuer

in einem reichen Industrieland ?

Wie ändert man also Wirtschaftstheorie universell und weltweit reproduzierbar ?

Die Veränderung der Besitzverhältnisse an nicht reproduzierbarem Boden ist für eine

weltweit, sozial-ökologische Wende unumgehbar.

Wie machen wir das ?

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Bodenreform
24. September 2018 14:34

Hier mal ein m.E. schöner praktischer Ansatz, der auch die Grund und Boden Thematik tangiert.

Sharing City Seoul: Eine ganze Stadt lebt die Sharing Economy

Bodenreform
Bodenreform
Reply to  Heldentasse
24. September 2018 14:45

Sharing Economy ist Quatsch

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Bodenreform
24. September 2018 14:47

Eine tolle Argumentation!

Bodenreform
Bodenreform
Reply to  Heldentasse
24. September 2018 15:03

Guck mal berim Häring z.B. Ich finde den Artikel jetzt nicht.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Bodenreform
24. September 2018 16:49
Bodenreform
Bodenreform
Reply to  Robbespiere
24. September 2018 17:08

@Bodenreform
Meinst du diesen hier:

Das waren so ziemlich die ersten Artikel die letztes Jahr in meiner Filterblase auftauchten.
Weil auch andere den Newsletter vom Häring kriegen, kamen danach weitere
Beiträge in den Medien.

Marla
Reply to  Bodenreform
24. September 2018 16:16

Das Problem: sharing ist uralt, so alt wie die Menschheit! Und lebenswichtig und innovativ! (Ps: damals hieß das noch „tauschen“, „leihen“, „borgen“ familiales und nachbarschaftliches miteinander!)

Sobald die Ökonomie-Diktatur dazu kommt ist Krieg! (So ging es den Minikrediten, so ging es den carsharings, den wohnsharing, den …)

Bodenreform
Bodenreform
Reply to  Marla
24. September 2018 16:48

Wenn ich dem Nachbarn meine Bohrmaschine ausleihe ….. Ist das schon Sharing Economy ?

„Wohnsharing“ ist Raubtierkapitalismus pur und deshalb in manchen Großstädten schon verboten…nennt sich „Zweckentfremdung von Wohnraum“.
Was ist an „Carsharing“ nachhaltig, sozial verträglich und innovativ wenn sich ein Autobesitzer zum prekären Fahrer für Ueber macht ?
Was ist der Reißer an Mikrokrediten für die Dritte Welt ?

Wenn sich die Queen ständig andere Hüte aufsetzt, bleibt sie dennoch eine alte Frau.
Auch mit frischen Blumen am Hut bleibt der Kapitalismus, Kapitalismus.

Marla
Reply to  Bodenreform
24. September 2018 18:23

Hä? Hast du überhaupt gelesen und verstanden?
Früher konnte man sich Auto vom Kumpel leihen…. früher war per stopp reisen auch ne gute Form des Vorwärtskommens!…..
Bis Automobilindustrie, Versicherungen und Gesetz das eingegrenzt haben!
Natürlich ist das borgen von Zweibeln und Mehl vom Nachbarn ne gute Sache!
Nochmal: all das wird falsch, wenn Ökonomie-Monster-Manager mitmischen! Und plötzlich Gewinnmargen im Blick haben!

Bodenreform
Bodenreform
Reply to  Marla
24. September 2018 18:42

Nochmal: all das wird falsch, wenn Ökonomie-Monster-Manager mitmischen! Und plötzlich Gewinnmargen im Blick haben! Deshalb heißt es fairerweise auch Sharing Economy. Steht ja drauf was drin steckt. Ich dachte früher auch, dass alles was im Kleinen funktioniert, auch im Großen funktionieren muss ( wie mit dem Werkzeug das nicht jeder selbst besitzen muss ); das z.B. der Selbstversorger nur geringe Produktionsüberschüsse regional vermarkten könnte, und wenn alle Selbstversorger der Region das Gleiche täten, alles in Butter sei. Nun aber fallen Land und Gebäude nicht gratis vom Himmel…….Die Banken zeigen einem nen Vogel wenn man denen was von ner handvoll Rüben… Weiterlesen »

Marla
Reply to  Bodenreform
24. September 2018 18:50

„Ich dachte früher auch, dass alles was im Kleinen funktioniert, auch im Großen funktionieren muss…“
Ich dachte das nicht! Denn im Kleinen funktionieren dann auch Sozialkontrollen! Wenn du dauernd Hammer ausleihst abe nie selber Säge verleihst….kriegst du keine mehr!
Wenn du dauernd Zwiebeln holst, aber selber geizig bist..
Wenn du dauernd beim „ausgeben“ mittrinkst, selber nie ne Runde schmeißt….
Im Großen muss also Anderes die „Sozialkontrolle“ übernehmen! Vor allen Dingen wenn Starke und Schwache, Kleine und Großen „sharing Partner“ werden!

Achim
Achim
Reply to  Marla
24. September 2018 20:00

“Ich dachte früher auch, dass alles was im Kleinen funktioniert, auch im Großen funktionieren muss…”

Ich dachte das nicht!

Alle Achtung ! Da hast du den Regierungen der letzten 20-30 Jahre was voraus. Die glauben bis
heute, dass der Sparzwang der schwäbischen Hausfrau eine volkswirtschaftliche Stellgröße ist.

Der Rest ist eher was für die WG, oder …..Sozialkontrolle über Zwiebeln, Kleine und Schwache….

Marla
Reply to  Achim
24. September 2018 23:48

Vielleicht weil diese keine Ahnung von „schwäbischer Hausfrau“ haben? Korrekt müssten ja die schwäbischen HausMÄNNER ‚dingfest‘ gemacht werden, sind es doch die Schäubles, die einerseits und andererseits Politik betreiben. Und damit die gesellschaftl. Schieflage billigend in Kauf nahmen/nehmen! Merkel sprach -korrekt wie ich finde- anlässlich der Banksterkrise von schwäbischer Hausfrau -in Reminszenz an ihren damaligen Redeort! (Im Norden hätte sie wahrscheinlich die friesische Hausfrau erwähnt).. Frauen wirtschaften anders, nicht so risikoreich! (Keine Hausfrau würde den Jüngsten verhungern lassen, um sich ein Luxusliner zu kaufen, oder ähnliches!) Merkwürdig, dass besonders linke Männer gern und häufig die negativ Beschreibung der schwäbischen Hausfrau… Weiterlesen »

niki
niki
Reply to  Marla
25. September 2018 11:56

@Marla: Warum? Weil die schwäbische Hausfrau der Inbegriff des ultimativen Geizes ist. Und das sage ich als jemand mit schwäbischen Wurzeln… Insbesondere weil häufig ganz besonders an vollkommen falschen Ecken und Enden gespart wird und es hinterher das zigfache kostet. Manchmal ertappe ich mich noch selbst, wie ich vollkommen unnötig und deplatziert knauserig bin, obwohl ich als Kind genau darunter litt. Glücklicherweise merke ich das meistens noch rechtzeitig… die schwäbischen HausMÄNNER ‘dingfest’ gemacht werden In schwäbischen Familien hat meistens die Frau das Sagen bezüglich der Haushaltskasse, so auch bei meinen Eltern, welche inzwischen im Seniorenalter sind… Das viel bei der… Weiterlesen »

Mordred
Mordred
Reply to  Marla
25. September 2018 12:05

Vielleicht weil diese keine Ahnung von “schwäbischer Hausfrau” haben? Korrekt müssten ja die schwäbischen HausMÄNNER ‘dingfest’ gemacht werden, sind es doch die Schäubles, die einerseits und andererseits Politik betreiben. Und damit die gesellschaftl. Schieflage billigend in Kauf nahmen/nehmen! In dem Kontext ist das Geschlecht ziemlich irrelevant. Die schwäbische (!) Hausfrau oder meinetwegen Hausmann, Familie, whatever steht für „sparen bis man sich was leisten kann“. Familien können das machen, aber Unternehmen, Staaten bzw. ganze Volkswirtschaften sollten das nicht, wenn sie keine Rezession erschaffen wollen. Frauen wirtschaften anders, nicht so risikoreich! (Keine Hausfrau würde den Jüngsten verhungern lassen, um sich ein Luxusliner… Weiterlesen »

Defi Brillator
Defi Brillator
Reply to  Marla
26. September 2018 19:03

Eine Gemeinschaft funktioniert bis zu 150 Personen. Empirisch belegt ist das seit knapp 5 Dekaden. Danach hätte man alle Bereiche des Lebens strukturieren können. Hat man aber nicht. In allen größeren Gemeinschaften setzen sich grundsätzlich die Arschlöcher durch. Mit entsprechend verheerenden Folgen für die Gesellschaft und den Planeten.

Marla
Reply to  Bodenreform
24. September 2018 19:04

Naja die Banken sind ja die größten Versager des Systems21!
Kein Wunder, dass die früher so mies angesehen waren! Geldleiher, Pfandleiher, Wechselstuben, etcpp
Warum ‚wir‘ die aus der Jauchekuhle geholt haben ist mir ein Rätsel!
„…offizielle kirchliche Zinsverbot“ durch den ollen Karl
http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelgeschichte/d-66214335.html
„So ging die Entwicklung der Geldwirtschaft mit Doppelmoral und Heuchelei einher. „

R_Winter
R_Winter
24. September 2018 11:55

Welches Versprechen wirft diese neue Wirtschaftsordnung ab? Worauf wollen wir eigentlich hinaus?

Natürlich gibt es einen Plan, auch wenn er den meisten Menschen (99%) nicht bekannt ist. Es ist ein langfristig angelegter Plan, der erfolgreich im Sinne der 1% der wirklich Reichen ist und von dummen Politikern und skrupellosen Medienschaffenden umgesetzt wurde:

Mont Pèlerin Society
Nach dem Zweiten Weltkrieg vermehrten sich die internationalen Kontakte mit der Gründung der Mont Pèlerin Society. 15 Teilnehmer des Colloque Walter Lippmann gründeten 1947 die Mont Pèlerin Society, um neoliberale Denker zu sammeln und um die Ideen des Neoliberalismus zu verbreiten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Neoliberalismus#Mont_P%C3%A8lerin_Society

Marla
Reply to  R_Winter
24. September 2018 14:22

https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/die-anstalt-die-mont-pelerin-gesellschaft-100.html

Ps: und welche Jungs sich da massiv auf den Schlips getreten fühlen und vehement und ‚querfrontlerisch‘ die Anstalt anspeien ;):
https://prometheusinstitut.de/wie-in-den-oeffentlichen-die-gesellschaftliche-spaltung-betrieben-wird/

Andreas Säger
Andreas Säger
24. September 2018 12:05

Es gibt Landwirte, Handwerker, Ärzte, Müllwerker und Konstrukteure oder Monteure, die sinnvolles tun.

Loisel
Loisel
Reply to  Andreas Säger
24. September 2018 12:11

Es gibt aber auch dumme Menschen die Themen grundsätzlich nie verstehen.

Pentimento
Pentimento
Reply to  Andreas Säger
24. September 2018 13:36

Die Frage ist doch, ob es sinnvoll für diese Menschen ist. Ein Handwerker, der ein Möbelstück vom Entwurf bis zum fertigen Produkt ausführen kann, ist sicher zufrieden. Auch ein Arzt, der helfen und heilen kann, wird darin einen Sinn sehen.Beim Müllwerker bin ich mir nicht so sicher. Ein Monteur bei VW…? Wichtig ist doch, daß er von seiner Arbeit sorgenfrei leben, eine Familie ernähren und Freude am Leben haben kann. Wie soll das gehen, wenn es hinten und vorne nicht reicht oder diese Arbeit sogar krank macht?

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Pentimento
24. September 2018 14:53

Wichtig ist doch, daß er von seiner Arbeit sorgenfrei leben, eine Familie ernähren und Freude am Leben haben kann.

Wenn ich jetzt sehr pöse wäre, würde ich fragen ob das auch für die Arbeiter*innen der Waffen und Rüstungsgüterindustrie gilt? Wobei VW ja m.W.n genau da ihren Ursprung hatte, sie stellten ja am Anfang statt dem popagierten Volkswagen den Kübelwagen für unsere Sturmtruppen her.

Beste Grüße

Pentimento
Pentimento
24. September 2018 12:25

Den „Genuss der erarbeiteten Früchte“ (schönes Bild) haben andere, die nicht arbeiten.

Das ist Sklavenarbeit.

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Pentimento
24. September 2018 14:21

Da im Kapitalismus alles und jedes verwertet wird, sind viele „Früchte“ sinnlos, und nicht angetan das Leben zu verbessern, im Gegenteil, und auch das erarbeiten dieser „Früchte“ sowieso nicht.

Beste Grüße

Pentimento
Pentimento
Reply to  Heldentasse
24. September 2018 19:45

Ich verstehe, was Du meinst, Heldentasse, und auch was Fromm meint. Konsumverweigerung ist das einzige, was wir tun können und für mich selbstverständlich. Ich stopfe sogar noch meine Socken, auch anderes bessere ich aus und helfe mir mit Improvisation und Kreativität. Bücher usw. kaufe ich nur gebraucht. Statt iPhone benutze ich ein fossiles Nokia. Jeder Euro, der nicht für überflüssige Früchte ausgegeben wird, ist Freiheit. Was die Arbeit in der Rüstungsindustrie betrifft, so wirst Du wohl von einem, der froh über seinen Job ist, nicht verlangen können, daß er ihn aufgibt und von Hartz IV lebt, nur um dieses verkackte… Weiterlesen »

Studie Prekariat in Deutschland
Studie Prekariat in Deutschland
24. September 2018 13:11

etwas OT

Die Spitze des Eisberges

Vier Millionen Erwerbstätige gehören dauerhaft zum Prekariat

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/deutschland-vier-millionen-erwerbstaetige-gehoeren-dauerhaft-zum-prekariat-a-1229460.html

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Studie Prekariat in Deutschland
24. September 2018 14:40

In der Tat ist das die Spitze des Eisbergs! Was darunter liegt und nicht gesehen werden will, ist nicht noch mehr Armut, sondern unermesslicher Reichtum!

Reicher Mann und armer Mann
standen da und sahn sich an.
Und der Arme sagte bleich:
»Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich«

Bert Brecht

Bodenreform
Bodenreform
Reply to  Heldentasse
24. September 2018 14:58

Unterm Artikel haben sie die Skala dargestellt um zu zeigen was gemessen wurde.
Sie zeigt in etwa die Dunkelziffer, also das was nicht gemessen wurde.
Unter der Wasseroberfläche dümpeln noch schätzungsweise 15 Mio.
„armutsnahe Beschäftigte“, Unterbeschäftigte, Arbeitslose und aus den
Statistiken Rausfrisierte.
Von der BTW 1998 bis zur BTW 2017 hat die SPD zehn Mio. Wähler verloren.
Wir können in etwa abschätzen mit was sie sich heute beschäftigen ( müssen )
und warum manche hart auf AfD geschwenkt sind.

Und diese Arschlöcher vertrödeln Zeit mit Maaßen hin und her ….Man sollte ihnen
allen in den Arsch treten !

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Bodenreform
24. September 2018 17:04

@Bodenreform

Und diese Arschlöcher vertrödeln Zeit mit Maaßen hin und her ….Man sollte ihnen allen in den Arsch treten !

….und zwar den ganzen Weg bis nach Stammheim oder Bautzen.

Marla
Reply to  Robbespiere
24. September 2018 18:25

Nee, nee, dann dümpeln die da so rum: umschulen zu Pflegekräften!

Obwohl: auch doof, von Frustrierten Machern gepflegt werden? Dann doch lieber in die Bauindustrie, zur Müllabfuhr, zum Mülltrennen oder so…. Da wo sie Menschen nicht auf den Senkel gehen!

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Marla
24. September 2018 19:10

@Marla

Nee, nee, dann dümpeln die da so rum:

Betrachte es mal von der ökonomischen seite.
Ein Gefangener kostet uns ca. 110,- € pro Tag, also rund 3300,- € pro Monat.
Ein BT-Abgeordner ohne Ministeramt schon 9500,- € Diät + 4250,- € Kostenpauschale + diverse andere Vergünstigungen und am Ende gibts noch eine fette Pension dazu.
Da ist Knast in Verbindung mit Enteignung doch ein echtes Schnäppchen. :-)))

Marla
Reply to  Robbespiere
24. September 2018 19:53

Warum nicht Mull-trennen, oder Spielplatz säubern (kriegen sie auch nen euro pro stunde dazu! Und dürfen den behalten!)

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Marla
24. September 2018 21:21

@Marla

Warum nicht Mull-trennen, oder Spielplatz säubern (kriegen sie auch nen euro pro stunde dazu! Und dürfen den behalten!)

Ne ne, Fluchtgefahr.
Die sollen mal brav hinter Gitter und lau über ihre Netzwerke mit der Wirtschaft zwitschern.
Die Parteivögel rangieren in der Mafiastruktur nämlich ziemlich weit unten.

Marla
Reply to  Robbespiere
25. September 2018 1:22

Ne Bekannte hat bei Pispers die Idee der Public Politiker XY Viewing s entdeckt: auch nicht schlecht!!!!
Käfigmethode: https://www.youtube.com/watch?v=5wYsz9bp20g
Alle gehenvorbei und gucken: man könnte eine fanmeile erstellen!

Bodenreform
Bodenreform
Reply to  Robbespiere
24. September 2018 22:13

….und zwar den ganzen Weg bis nach Stammheim oder Bautzen.

Das muss man sich bildlich vorstellen….ab Berlin……als Fernsehreportage…..hinterm letzten Arschtritt fällt die Gittertür ins Schloss…..Puffmutti hockt auf einem Strohsack…….Blende, Abspann

Aber eigentlich finde ich diesen verbohrten Irrsinn ziemlich traurig. Da draußen bekommen Millionen von Menschen die besten Jahre ihres Lebens geklaut. Das ist fast wie an der Ostfront. Für nix und wieder nix.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Bodenreform
25. September 2018 6:04

@Bodenreform Aber eigentlich finde ich diesen verbohrten Irrsinn ziemlich traurig. Da draußen bekommen Millionen von Menschen die besten Jahre ihres Lebens geklaut. Das ist fast wie an der Ostfront. Für nix und wieder nix. Ja, es ist traurig und macht zugleich wütend, dass Politiker, die alle Bürger vertreten und Geselschaft auf möglichst hohem Niveau zusammenhalten sollen, sich gemein machen mit den Interessen von despotischen Psychopathen. Dein Ostffrontvergleich ist ganz gut getroffen, denn es herrscht Krieg, Oben gg. Unten und das mündet leicht in einen militärischen Krieg, in dem die Menschen gegeneinander gehetzt werden. Die Opfer sind immer die einfachen Leute,… Weiterlesen »

Marla
24. September 2018 13:58

Also ich fordere zwischen DIE da, DIE und wir zu unterscheiden! DIE da wissen genau wo sie hin wollen! Warren Buffet: „es gibt einen Krieg zwischen den Reichen und den Armen! Und wir, die Reichen, sind dabei ihn zu gewinnen!“ Die Welt ist verteilt, also muss das heimische Tafelsilber ‚geopfert‘ werden: Jungfrauen und Goldbeiwerke 😉 Was die Gruppe der DIEs betrifft…ist Schweigen im Walde, bzw. gerieren DIE sich zu einer Gruppe der ‚bildungsfernen Schicht‘ denn gerade die DIEs haben zwar Prof-titel oder Doktorwürden, gehen in jede Bildungskultur, verblöden aber zusehends! Denn die DIEs sind zwar unmittelbar abhängig vom Sozialstaat (https://www.tagesschau.de/inland/bundesrechnungshof-109.html)… Weiterlesen »

Marla
Reply to  Marla
24. September 2018 13:59

Von den Treffen der DIEdas mit den DIEs erfahrt man sonst nix!

https://www.welt.de/kultur/article167712882/10-000-Schritte-mag-sie-gehen.html
„Und so sangen Bundeskanzlerin Angela Merkel, Altbundespräsident Joachim Gauck, Minister Thomas de Maizière, Mathias Döpfner, der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer SE (u. a. WELT und BILD), aber auch Alice Schwarzer, der Schauspieler Clemens Schick, der Produzent Arthur Cohn, die Sängerin Dagmar Koller und alle anderen im Kanon:“

Marla
24. September 2018 14:20

„wir“ oder eine linke Sammelbewegung müsste all den Manipulationsquatsch hinterfragen: Uns wurde eingeredet, wir müssten arbeiten, arbeiten arbeiten Uns wird eingeredet: frage nicht was der Staat für dich…. Uns wird eingeredet: nur eine abhängig Beschäftigung gibt uns Würde! (Nahles: Arbeit und Würde gehen Hand in Hand.“) Nur wer schafft, hat ne Würde?!! (und sie wurde nicht mit Eiern dafür beworfen!) Uns wird eingeredet, nur wenn wir leisten, könnten wir uns was leisten, wobei schon seit uralt zeit klar zwischen (ja, ich muss wieder reingrätschen) männlich bezahlter Arbeit und tendenziel weiblich Unnützes Tun, höchstens Ehrenamt unterschieden wird! Ja, Männer schaffen, Frauen… Weiterlesen »

Marla
24. September 2018 14:45

Hinweis:
https://www.heise.de/tp/features/Wir-Versprengten-in-der-Kraenkungsgesellschaft-4170961.html
„Illiberale Politik wird immer mehr von den Jungen, Reichen und Privilegierten unterstützt.“

Wobei ich eine Lanze für die Armen brechen muss: der Autor stellt ihnen was anheim, was ich in Dokumentationen nicht wieder finde: eher ist da ein Rückzug aus der Öffentlichkeit, ein Entpolitisieren zu verzeichnen! Und: ’sie‘ haben -und das ist das Perfide- auch nicht von den demokratischen, liberalen Versprechungen profitiert….
die Jungen, Reichen und Privilegierten schon!
Diese haben auf den Böden der Liberalität Karriere gemacht und schreien nun (angesichts von Bedrohungen nach Militär und ’starken Führer‘?)

Defi Brillator
Defi Brillator
24. September 2018 15:19

Ihr wollt die Reichsten auf dem Friedhof sein und Ihr werdet es auch sein. Mehr aber halt auch nicht.

Marla
24. September 2018 19:58

„wir müssen den Gürtel enger schnallen“ damit mehr Knete, Ressourcen, Eigentum des Volkes verschachert/bzw verschenkt werden kann!
For the few, not the many….
wie schon unter Königs!
Deswegen spricht man auch seit den 90ern von NeoFeudalismus!!
Ich meine, irgendwie müssen die wenigen Kaiser, Könige und Päpste (we are the 1%!) es ja auch geschafft haben alle und alles zu unterjochen

Marla
Reply to  Marla
24. September 2018 20:01

Diese Soziologisch-Psychologisch wertvolle Zeitepoche wird kaum untersucht!
Auch nicht: wie von der Höhlenphase zur Sesshaftigkeit ‚plötzlich‘ aus Verehrung von Mutter und Kind eine Unterwerfung incl Verachtung wurde!

Carlo
Carlo
24. September 2018 21:01

Lieber Roberto, danke für die Zeilen. Meiner Meinung nach versteckt sich darin die Frage nach dem Sinn des Lebens. Diese Frage kann keiner für alle anderen beantworten. Denn kein Mensch kann Dir und mir schlüssig darlegen, warum wir beide und er/sie oder der Planet und das Leben überhaupt existieren. Trotz dieser Tatsache ist es um so erstaunlicher, dass es Menschen gibt (Politiker, Parteiführer, Priester, Kaiser, Könige, Parlamentarier, Minister, Ökonomen, Juristen, Professoren, Jobcentermitarbeiter, Vorarbeiter, …sogar Eltern und Lehrer), die meinen zu wissen, was wir Menschen mit unserer kurzen Lebenszeit (Lebenszeit = sehr knappes unschätzbares Gut!!!) anzufangen haben, was gut für uns… Weiterlesen »

Folkher Braun
Folkher Braun
25. September 2018 1:38

Vielleicht genügt ein Blick in Karl Marx: Das Kapital. Bd.1 MEW 23, wo beschrieben steht, wie ein einfaches nützliches Produkt eines einzelnen Herstellers gesellschaftlich wird. Und wie sich daraus eine abstrakte Form des gesellschaftlichen Reichtums sich entwickelt. Die Geldware wiederum erlaubt es, nur noch den „geldlichen Erfolg“, sprich Profit, als Maßstab des Reichtums festzustellen. Jetzt mal alles unzulässig verkürzt. Das Problem, an dem wir nuckeln, ist, dass das gesellschaftliche Mehrprodukt von wenigen Nutznießern verwendet wird. Frage mal einen Säugling, wann er endlich zum gesellschaftlichen Reichtum etwas beitragen will. Es ist völlig klar, dass er erst mal vom Mehrprodukt der Gesellschaft… Weiterlesen »

Bodenreform
Bodenreform
Reply to  Folkher Braun
25. September 2018 6:14

Das Problem, an dem wir nuckeln, ist, dass das gesellschaftliche Mehrprodukt von wenigen Nutznießern verwendet wird.

Man kann den Maden kündigen. Die genossenschaftliche Führung von Unternehmen funktioniert auch im Kapitalismus.

Warum er aber später als Arbeitnehmer so gut wie keinen Zugriff auf seine (Mehr-)Arbeit/Produkt hat, kann ihm kein Ökonomie-Lehrbuch erklären.

Burghard Flieger: Mitarbeiterunternehmen: Unternehmerteams mit Zukunft in: Michael Lezius: Mitarbeiterbeteiligung: Visionen für eine Gesellschaft von Teilhabern, Wiesbaden: Gabler, 2002, ISBN 3409118942
gebraucht ab 10 €

aquadraht
aquadraht
25. September 2018 12:56

Die Fragestellung ist sehr berechtigt und das Problem ist in der Tat wichtig. Tatsächlich haben menschliche Gemeinwesen bislang immer mit und von grossen Entwürfen und Utopien gelebt, sie waren es, die der Mehrheit der Menschen Sinn und Halt in ihrem nicht einfachen Leben gaben. Manche davon umfassten die gesamte Gesellschaft, andere waren auf Klassen und Schichten beschränkt, manche hatten und haben weltumspannenden Anspruch, andere richten sich nur an einzelne Völker oder Gruppen. Zu grossen Teilen waren und sind das die Utopien der Religionen, die ein Nachleben in Walhalla, im Paradies, ein Aufgehen in der grossen Einheit des Nirvana oder auch… Weiterlesen »

Folkher Braun
Folkher Braun
Reply to  aquadraht
26. September 2018 1:42

Und wo sind die Diskussionen über Mondragon? Ich meine im DGB ,bei sPD und Linke?

Worum gehts ?
Worum gehts ?
Reply to  Folkher Braun
27. September 2018 7:39

Stoß mal an, die Diskussion !

Lutz Lippke
Lutz Lippke
26. September 2018 18:26

Der Schulbuben-Report: „Mission Money“ – Dein Kanal für mehr Geld, Motivation und Erfolg – hat ein Interview mit „Stargast“ Mr. Dax aufgenommen. Mir gefällt das Video, weil die Fallhöhe der Intelligenz von links nach rechts schon enorm ist. Davon abgesehen, die lernfreudigen Buben fragen kritisch nach, statt klüger sein oder dumm bleiben zu wollen. Das ist heute schon seltener Journalismus, wenn auch ganz sicher keine Qualität eines Günter Gauß. Nun ist Mr. Dax vermutlich auch kein politischer Linker, aber seine Erklärungen zur Lage und zu den Motiven der herrschenden Investoren und Gestalter ist durchaus eine Bereicherung fürs kritische Denken. Das… Weiterlesen »

Beobachtung
Beobachtung
26. September 2018 19:47

Die Subjekte okkupieren den freien Intervall
Vermutlich ist das zurückzuführen auf ein Gefühl von Aufregung.

rainiger
rainiger
27. September 2018 11:40

OFF

Tendenziöser, recherchefauler Quatsch von SPON

Das Weltbild des Hans-Jürgen Schlamp interessiert keinen einizigen Leser.

Italien will aus dem Sparwahn ausbrechen. Das ist gut aber vielleicht schon zu spät.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/italien-will-noch-mehr-schulden-machen-um-wahlgeschenke-zu-bezahlen-a-1230186.html

Heinz Weinhausen/SSM
11. Oktober 2018 0:42

Was wir brauchen ist eine Aneignunsgbewegung. Wir vom Kölner SSM haben schon mal angefangen: »Soviel Ende war nie«. Mit diesem fulminanten Satz beginnt Robert Kurz sein Buch »Der Kollaps der Modernisierung«. Und meint, dass die Epoche der sogenannten Moderne zu Ende geht, die 200 Jahre junge Arbeits- und Geldgesellschaft. Bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts gab es heftigen Widerstand gegen diese Gesellschaftsform, weil sie eine Enteignung von stofflichem Reichtum bedeutete. So spielte im Mittelalter das Geld nur eine marginale Rolle von etwa 20 Prozent der wirtschaftlichen Leistung. Die Menschen versorgten sich noch selbst in Form der Großfamilie und anderen Gemeinschaftsformen… Weiterlesen »

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