Nicht die Gier – das System ist das Problem

Besteht der Finanzkapitalismus nur aus Gier und Maßlosigkeit? Der Journalist Joris Luyendijk behauptet: Nein. Er gründet dieses Ergebnis auf eine soziologische Feldstudie. Denn er hat Banker als Spezies besichtigt und kommt zu der Erkenntnis: Das Problem ist systemischer Natur.

Bevor man über ein Buch zum Thema Banken oder Finanzsystem berichtet, sollte man wohl die Frage beantworten, weshalb ausgerechnet dieses eine Buch erwähnenswert sei. Es gibt schließlich einen ganzen Ozean von Büchern zu dieser Sache. Ziemlich gute Exemplare zumal. Aber »Unter Bankern. Eine Spezies wird besichtigt« von Joris Luyendijk hat ein Alleinstellungsmerkmal vorzuweisen. Es geht nämlich mit einer ganz anderen Voraussetzung ans Werk.

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Aufgewachter
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Ist es nicht ein klein wenig so? 😉 Das deutsche Zins-Vieh Nach der Zins-Okkupation und Zinses-Zins-Gruppenvergewaltigung unseres Heimatlandes wurde das Deutsche Volk in kürzester Zeit durch den Zins-Soli in den Preisen aller Produkte und Dienstleistungen komplett ausgelutscht und verarmt. Der Deutsche Zentralrat gegen Zinswucherer hat jüngst herausgefunden, daß die Zinsen, als auch deren Dynamik mit der Evolution des Lebens durch die göttliche Schöpfung in keiner Weise in Einklang zu bringen wären, sondern wohl eher das Werk des Satans seien. In der Studie heißt es, daß selbst deutsche Zinsopfer im besten Zinsaderlass-Alter der exponentiell ansteigenden Zinslast der zinswütigen Schuldgeld- und Zinses-Zins-Sekte… Read more »

ChrissieR
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ChrissieR

Leicht bis mittelschwer O.T., wie so oft:
Die Freischaltung…lieber Roberto…😂
Wenn es sowas bei ARD und ZDF gäbe, würden die noch um 23:30 Uhr auf ihre Fake News für die heute Nachrichten oder die Tagesschau warten!!!!
LG

Christine Reichelt

Aufgewachter
Gast

“Nicht die Gier – das System ist das Problem ”

Genau!

Erwerbsloser : „Als Berufsberater kennen Sie sicher das Buch Studien- und Berufewahl aktuell oder?“

Berufsberater : „Selbstverständlich! Das Werk ist praktisch unser primäres Nachschlagewerk für alle Ratsuchenden.“

Erwerbsloser : „Fein.“

Berufsberater : „Haben Sie schon eine konkrete Vorstellung davon was Sie einmal verdienen möchten oder in welchem Bereich Sie arbeiten wollen?“

Erwerbsloser : „Zu den Verdienstmöglichkeiten habe ich durchaus schon welche, nur habe ich die dazu entsprechende Berufskennziffer (BKZ) noch nicht gefunden.“

Wie man richtig Geld verdient
https://aufgewachter.wordpress.com/2018/05/20/wie-man-richtig-geld-verdient/

Pentimento
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Pentimento

Mir scheint die Tatsache, dass sich da ein System entwickelt und offenbar verselbstständigt hat, noch viel schlimmer zu sein, als die Gier des Einzelnen. Letztere ist schlimm genug, aber es bleibt immer die Hoffnung, dass der mit Verstand gesegnete Mensch irgendwann doch zur Einsicht kommt. Wer will schon den Ast absägen, auf dem er selber sitzt? Aber so wie es aussieht…Naja, das ist in der Tat erschreckend. Danke @Roberto, für den interessanten Artikel! Auch wenn man die Hoffnung nun wohl endgültig fahren lassen kann.

Heldentasse
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Heldentasse

Nicht die Gier – das System ist das Problem

Donnerwetter, nur ca. 160 Jahren nach u.a. dieser Erkenntnis, die ja grundsätzlich den Herren Engels und Marx zugeschrieben werden muss, kann man das hier bei den Neulandrebellen lesen.

Das ist echt rekordverdächtig, schneller geht das ja kaum. 😉

Beste Grüße

R_Winter
Mitglied
R_Winter

Wenn ich lese: Joris Luyendijk behauptet: Nein. Er gründet dieses Ergebnis auf eine soziologische Feldstudie. Denn er hat Banker als Spezies besichtigt und kommt zu der Erkenntnis: Das Problem ist systemischer Natur. Sollte ich weiter lesen? Nein. 1. Ein Fallstudien lebt von den ausgesuchten Fragen und dem Kreis, dem sie vorgelegt wurde. Ein „grundsätzliche“ Antwort ist deshalb unsinnig. 2. Banker sind zu 99% normale Spezies und weil hier nichts gefunden wurde, „muss es systemischer Natur sein“. Auch schwachsinnig. …..und dann auf Makroskop weiter…. Wer verführt (dem Grundübel in der heutigen Zeit) zur Gier? Die angebliche „systemische Natur“ ist n.m.M. Mittel… Read more »

niki
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niki

Meiner bescheidenen Meinung nach ist es so, dass die Gier und Maßlosigkeit der Akteure absolut systembedingt sind. Ergo das System fördert diese Eigenschaften massivst. Der Anteil der Psycho- und Soziopathenwelche, die so gefährlich sind, dass diese eigentlich für immer weggesperrt gehören, ist dementsprechend auch hoch…
Der Finanzkapitalismus belohnt rücksichtslose und kranke Gier der Akteure und deswegen wird dieser auch niemals in den Griff zu bekommen sein wenn man den nicht, in welcher Form auch immer, abschafft…
Problematik dahinter um dieses durchführen zu können: Die Akteure haben viel zu viel Macht schon angehäuft und werden einen Teufel tun dieses zuzulassen.

Yossarian
Mitglied
Yossarian

Sollte Journalismus nicht eigentlich immer so arbeiten? Wie kann man über Themen sinnvoll schreiben, wenn man nicht an der Stelle recherchiert, wo die Themen entstehen? Und was mir gefehlt hat: Die Gesetze fallen ja nicht vom Himmel und in aller Regel sind es mittlerweile auch nicht mehr die Politiker, die sie sich ausdenken, sondern tatsächlich die Lobbies, u.A. eben auch der Banken. Und spätestens an dieser Stelle stellt sich dann doch die Frage: Agieren die wirklich im Nebel? Zumindest das große System werden die schon verstanden haben und eben auch was ihnen Profite bringt. Und natürlich wissen die auch, welche… Read more »

Jörg Hensel
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Lobbyismus ist Teil und Voraussetzung des Erfolgs des Neoliberalismus, der insbesondere von sPD und cDU bewusst lanciert wird (bspw. GG Änderung zur Einschleusung von ÖPP). Eine ganz reale Verschwörung also, für die das StGB eigentlich eine Lösung hat, wenn nicht Gerichte und Staatsanwaltschaft politisch durchsetzt und abhängig wären. – sapere aude.

Petra
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Petra

Prima Aktion um zur Verantwortung zu motivieren.
http://deine-verfassung.de/

Robbespiere
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Robbespiere

@Yossarian Und spätestens an dieser Stelle stellt sich dann doch die Frage: Agieren die wirklich im Nebel? Zumindest das große System werden die schon verstanden haben und eben auch was ihnen Profite bringt. Und natürlich wissen die auch, welche Gefahren dadurch für die Gesellschaften entstehen. Es interessiert sie sicherlich wenig, aber Unwissenheit erscheint mir absolut unrealistisch. Sehe ich genau so. Wenn ein Josef Ackermann mit 25% Eigenkapitalrendite protzt, die er durch Hebelung des Eigenkapitals per Kredit erreicht hat, was bei gegenläufiger Kursentwicklung des Investments die Gläubigerbank ebenfalls in die Bredouille bringt, dann weiß er genau was er da macht. Das… Read more »

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