Die AfD, die Rente und der Sozialismus, wie die „ZEIT“ ihn sieht

Über die AfD schreibe ich eher selten. Mir ist zwar klar, dass die bräunlich schimmernde Alternative für Deutschland oft den Ton trifft, der (leider viel zu) viele Menschen auf ihre Seite zieht. Aber in der Regel halte ich mich an den Grundsatz, den Schreihälsen in Blau nicht noch mehr Raum zu geben, indem ich auf sie aufmerksam mache.
Heute mache ich mal eine Ausnahme.

Denn jetzt hat sich die AfD dem Thema Rente angenommen. Ein Thema also, das nahezu alle Menschen betrifft, ein Thema, das brisant ist, weil die neoliberale Politik von Schröder und Merkel (oder präziser: von SPD und Union) die gesetzliche Rente nach und nach demontiert habt. Zu Lasten der Rentner von heute, morgen und übermorgen erst recht. Umso bemerkenswerter sind die beiden Vorschläge der AfD, wie die Rente künftig gestaltet werden soll.

Mehr Staat, weniger Staat?

1. Jörg Meuthen wünscht sich weniger Staat. Im Grunde will er die umlagefinanzierte Rente gleich ganz abschaffen. Ersetzt werden soll sie durch – na, wer hätte das gedacht? – private Lösungen. Der gemeine Rentner oder zukünftige Rentner müsste sich jetzt gleichzeitig die Haare raufen und die Augen reiben. Abschaffung der gesetzlichen Rente und stattdessen rein private Einzahlungen? Man muss schon ziemlich verstrahlt sein, um noch an das Märchen zu glauben, die Versicherungswirtschaft wäre am Wohl ihrer Kunden interessiert.
Von daher, liebe (potenziellen) AfD-Wähler: Denkt noch mal drüber nach, ob Ihr das wirklich wollt, ok?

2. Bernd … pardon: Björn Höcke hat anderes im Sinn. Er will doch lieber eine staatlich finanzierte Rente, aber eben nur für Deutsche. Höcke faselt von „solidarischem Patriotismus“, von „Identität“ und „Solidarität“. Ok, also Rente nur für Deutsche. Super Idee! Aber wie soll es gehen? Wann genau ist man Deutscher? Und was passiert mit dem Geld, das Ausländer in die Sozialversicherung einzahlen? Wird das dann später mit Lebensmittelgutscheinen verrechnet? Oder ist es einfach weg bzw. wird den guten, blonden Deutschen ausgezahlt? Man weiß so wenig.
Von daher, liebe (potenziellen) AfD-Wähler: Vergesst diesen Schwachsinn besser, ja? Führt zu nichts, ist nicht umsetzbar und darüber hinaus dermaßen rassistisch, dass man sich nicht mal mehr mit dem Klassiker „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen“ rausquatschen kann.

Aus der „ZEIT“ gefallen

Und dann wäre da noch – drittens – der Artikel in der „ZEIT“, der den Parteitag der AfD zusammenfasst. Gewohnt peinlich könnte man ihn nennen. Oder aber abschreckend blöd, die Leser mögen das selbst entscheiden.

Soziale Gerechtigkeit, so die „ZEIT“, „das passt zu den politisch linken Elementen in der AfD-Programmatik.“ Enttarnend! Denn links sein will die ZEIT ja nun mal eher nicht, von daher hat sie mit sozialer Gerechtigkeit auch nichts am Hut. Ebenso wenig wie die Regierungsheinis, die es heute gerade noch schaffen, von „szialr Grchtigkt“ zu sprechen. Über kurz oder lang bleibt wahrscheinlich nur noch „szle Grtkt“ und irgendwann ist es ganz aus dem Wortschatz verschwunden. Ganz im Sinne der „ZEIT“, die Themen wie Altersarmut elegant vom Tisch wischt, weil der gute, alte Raffelhüschen das Problem für „marginal“ hält. Thema erledigt, Altersarmut bekämpft.

Und überhaupt, die gesetzliche Rente sei nach Ansicht der „ZEIT“ staatsnah, also sozialistisch. Womit die AfD mal wieder als sozialistische Partei betrachtet wird, die eher links tickt und somit ganz nah an den Inhalten der Linkspartei dran ist. Für die „ZEIT“ ist insbesondere Höckes Idee ein Zeichen von „sozialistischem Gerechtigkeitsdenken“, womit das vermeintlich „linke“ Gedankengut der AfD unterstrichen wird.

Dazu ganz kurz ein Gedanke, der der „ZEIT“ wohl deshalb nicht mehr kommt, weil sie viel zu beschäftigt damit ist, überall linke Bösewichte zu entdecken:

Die gesetzliche Rente wurde seinerzeit am 1. Januar 1891 von Otto von Bismarck eingeführt, der seinerseits damit jedoch weniger soziale Wohltaten im Auge hatte, sondern vielmehr für eine gewisse Ruhe sorgen, sprich soziale Unruhen vermeiden wollte. Der konservative Bismarck wusste jedoch schon damals, dass die gesetzliche Rente keinesfalls privat finanziert werden darf und „dass man nicht den ‚Sparpfennig der Armen‘ einem Konkursrisiko aussetzen oder gestatten könne, ‚dass ein Abzug von den Beiträgen als Dividende und zur Verzinsung von Aktien gezahlt würde‘.“
Was Bismarck damals eingeführt hat und was auch heute noch funktionieren würde (zumindest, wenn die Versicherungswirtschaft „draußen bleiben“ müsste), mag staatsnah sein, weil eben staatlich finanziert bzw. betrieben. Die gesetzliche Rente jedoch als „sozialistisch“ zu bezeichnen, passt ins allgemeine Bild der medialen Betrachtungsweise.

Und die ist so billig wie durchschaubar. Alles, was in einem Atemzug mit „sozialer Gerechtigkeit“ genannt wird, ist „links“, ist „sozialistisch“, ist „populistisch“ oder was weiß ich nicht noch alles. Damit wird sozialer Ausgleich als nicht gewollt denunziert bzw. als nicht vorhandenes Problem („marginal“) abgetan.

Aber zurück zur AfD: Diese Partei ist weder links noch sozialistisch noch am Wohl der Menschen interessiert. Wenn es hart auf hart kommt, können sich auch blonde, brave Deutsche sicher sein, dass es ihnen an den Kragen geht, wenn die AfD mehr zu sagen hat. Denn in ihrem tiefsten Inneren ist diese Partei eine Mischung aus Neoliberalismus, Nationalismus und Rassismus. Dass sie es schafft, die Themen der Menschen so anzusprechen, dass die sich auch wirklich angesprochen fühlen, ist nicht nur eine Finte, die geschickt eingefädelt wurde. Es ist auch ein Beleg dafür, dass andere politische Richtungen längst verlernt haben, eine Sprache zu sprechen und Inhalte in den Fokus zu rücken, die die Interessen, Ängste und Bedürfnisse der Betroffenen widerspiegeln.

Das macht die AfD geschickter, es macht sie aber nicht besser.  [InfoBox]

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Rainer N.
Rainer N.
4 Jahre zuvor

Was erwarten Sie denn nach der geistig moralischen Wende … der Weg ist das Ziel … das Ziel ist fast erreicht … keine MORAL mehr …

man kann auch schreiben … kein HUMANISMUS mehr …

war/ist wohl eh nur eine Episode in der langen Existenzgeschichte der Menschheit …

die Marionetten spielen und tanzen den enthumanisierten Menschen vor der Nase herum … und kaum einer sieht die Fäden.

Und wer sie sieht … der Prophet gilt im eigenem Lande ja nicht …

wie war das mit der Büchse der Pandora … die Hoffnung … nun da wage ich zu zweifeln … das die noch in der Büchse ist …

übrigens … mit „Versuchungen“ der Götter ist das ja so eine Sache … die Büchse nicht öffnen, vom Baum nicht essen …

selbst der Papst ist ja der Ansicht, Gott führt nicht in Versuchung … nur das Böse …

und Muslime … was denen alles verboten wurde … fragt sich, von WEM?

Balmug
Balmug
4 Jahre zuvor

Zur Ergänzung, hier noch ein Interview mit dem „Sozialexperten“ der AFD Jörg Schneider:

https://www.heise.de/tp/features/Wir-brauchen-dringend-einen-Systemwechsel-4043848.html?seite=all

Schlimmer, geht immer 😉

Robbespiere
Robbespiere
4 Jahre zuvor

Wer je geglaubt hat, eine Parteigründung von Lucke oder Henkel könne auch nur irgend etwas mit Sozial zu tun haben, muss komplett verstrahlt sein.
Das war von vornherein die rechte Sammelbewegung der wirtschaftsnahen CDU, CSU, SPD und FDP die zum Erfolg nur der Initialzündung durch Merkels Flüchtlingsnummer 2015 bedurfte.
Nichts als ein geschickter Schachzug, um die asoziale, neoliberale Politik gg. die Mehrheit der eigenen Bevölkerung über das Bauernopfer Flüchtlinge und Migranten weiter anzutreiben.
So schafft man eine künstliche Einheit und die wirklichen Sollbruchstellen der Gesellschaft bleiben schön im Dunkeln.
Die heilige Inquisition feiert fröhliche Urständ und Merkels Nachtlektüre scheint der „Hexenhammer“ von Kramer zu sein..

Drunter & Drüber
Drunter & Drüber
Reply to  Robbespiere
4 Jahre zuvor

Dem 1. Satz stimme ich voll zu, dem 2. bis auf die Bedingung. Natürlich wurde jeder Hebel, jeder Katalysator dankbar angenommen, doch benötigt hatten die Herrschaften nichts Spezifisches. Ihnen hätte zur Not auch die Überfischung der Nordsee gereicht. Aber ein Gottesgeschenk wie Deutschland-schafft-sich-ab-Sarrazin? Das lässt man sich natürlich nicht entgehen!

Für mich sind die hierher Geflüchteten mitnichten nur Bauernopfer einer politischen Intrige! Sie sind echte Opfer. Doch so lange wir nicht imstande sind, solche Unterscheidungen zu treffen, müssen wir wohl oder übel in der KZ-Frage die Täter bleiben. Es ist eine Schande und ein Fall für den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Drunter & Drüber
4 Jahre zuvor

@Drunter & Drüber

Natürlich wurde jeder Hebel, jeder Katalysator dankbar angenommen, doch benötigt hatten die Herrschaften nichts Spezifisches.

Davon bin ich überzeugt, denn mit der Angst der Menschen vor Überfremdung und Konkurrenz der sowieso knappen Resourcen läßt sich prächtig Politik machen und man kann die Ursachen für das sowohl innen- als auch außenpolitische Desaster bestens verschleiern.
Die Befürworter der AFD fragen doch nicht danach, wer für den Abbau des Sozialstaates oder für prekäre Arbeitsverhältnisse, die Rentenkürzungen und den Mangel an bezahlbarem Wohnraum verantwortlich war, oder warum sich unser Land an Kriegseinsätzen und Waffenlieferungen beteiligt. All das haben die Flüchtlinge ja nicht zu verantworten, aber sie eignen sich eben prima als Prellbock für den Frust der Bürger.

Für mich sind die hierher Geflüchteten mitnichten nur Bauernopfer einer politischen Intrige! Sie sind echte Opfer.

Das ist korrekt, aber mir ging es um ihre Funktion für den gewollten Rechtsruck in Deutschland.
So hat auch der Arbeitslose oder Hartz4-Bezieher noch Jemanden, auf dem er herumtrampeln kann, anstatt sich selbst als Faulenzer und Sozialschmarotzer beschimpfen lassen zu müssen.

Mir platzt fast der Kragen wegen dieses gewissenlosen Politikerpacks, nicht nur bei der AFD.

niki
niki
Reply to  Robbespiere
4 Jahre zuvor

So hat auch der Arbeitslose oder Hartz4-Bezieher noch Jemanden, auf dem er herumtrampeln kann, anstatt sich selbst als Faulenzer und Sozialschmarotzer beschimpfen lassen zu müssen.

Beschimpft wird man als Arbeitsloser trotzdem. Lediglich sind die Flüchtlinge und Migranten ein Katalysator für viele der betroffenen deutschen Arbeitslosen (inkl. Aufstocker & Niedriglöhner), damit diese statt links eher tendenziell rechtsnational wählen… 20%+x DIE LINKE im Bund und/oder ein Links-Bündnis in Regierungsverantwortung mussten die Mächtigen um jeden Preis verhindern. Was ihnen leider gelungen ist!

Mir platzt fast der Kragen wegen dieses gewissenlosen Politikerpacks, nicht nur bei der AFD.

Nicht nur dir.

anton
anton
Reply to  niki
4 Jahre zuvor

Entscheidet der Niki jetzt, wen die Prekafisierten Europäer zu wählen haben?

Drunter & Drüber
Drunter & Drüber
Reply to  Robbespiere
4 Jahre zuvor

Dein Kommentar wurde zur Freischaltung vorgelegt.

Wenn Sie meinen…

anton
anton
4 Jahre zuvor

Ich bin auch für die Abschaffung der peinlichen Rentenkasse, aber eben über eine steuerfinanzierte Grundrente! Die Blüm-Rob-70-er Jahre Rentenkasse kann es nicht! Rente nur für Deutsche? Was ist mit Ausländern, welche eingezahlt haben, erst denken, dann schwätzen, Lächerlichkeiten schaden der Partei nur! Die AFD sollte sich für eine Grudnrente einsetzen, da die Rentenkasse nur den dort beschäftigten Beamten nützt!

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  anton
4 Jahre zuvor

Anton, Anton,
du solltest deinen Nick endlich in „Essigessenz“ abändern, denn deine Beiträge sind entweder unausgegoren wie frisch gepresster Most oder bereits gekippt wie überlagerter Wein. 🙂

Die Staatliche Rente stammt nicht von Blüm und schon gar nicht von Robert, dem Gemeuchelten, sondern von Bismarck und hat bereits zwei Kriege und zwei Währungsreformen bestens überlebt.

Ob die beitrags- oder steuerfinanzierte Rente gewählt wird, ist auch egal.
Die Bonzen wollen sich weder mit ausreichenden Beiträgen noch mit Steuern an den Renten ihrer Lohnsklaven beteiligen.

Da du mich sicher gleich wieder als Beamtengünstling tituliren wirst ( wobei ich dir in puncto Ministerialbeamte, die aus der Wirtschaft kommen sogar zustimme ), belasse ich es bei diesem einmaligen Kommentar.

Mordred
Mordred
Reply to  anton
4 Jahre zuvor

Die Beamten und sonstige Mitarbeiter bei der GRV kosten gerade einmal 1% der Einnahmen. Sämtliche privat finanzierten Konstrukte wie Riester kosten deutlich mehr, nämlich um die 20%.
Aber Hauptsache, wieder Beamten erwähnt^^

anton
anton
Reply to  Mordred
4 Jahre zuvor

mordred: Arbeitsbub Nr.2, dann frage mal, ob die Landeshaushalte nicht die Pensionen finanzieren müssen, Bravtrunsel! es stört den linken Schrott nicht, dass andere Personen von ihren Beitragen ein Luxusleben haben.
Rob: rente stammt nur bedingt von Bismarck, der wollte eine steuerfinanzierte Grudnrente! Die Rente bedeutet nicht Solidarität, ihr linksradikalen Bravdirnen, sondern Fortbestand der Privilegien einiger Gruppen, die nichts finanzieren müssen! Man muss die AFD nicht mögen, aber selbst die stellt in der Flüchtlingsdebatte mehr da als ein

Thoex
Thoex
4 Jahre zuvor

Bin kein Rentenexperte. Bei kurzer Recherche wird aber schnell klar, daß die gesetzliche Rente in D versagt.
Das hat schon Adenauer gewusst. Wenn jemand 45 Jahre bei dem Durchschnittsverdienst (heute liegt dieser bei ca 3500 € brutto) in die Rentenversicherung einzahlt, bekommt am Ende ca. 1200 € Rente. Das sind aber die wenigsten. Die Durchschnittsrente liegt bei ca 1000 € (ca. 500 – 770 € für Frauen). Die Grundsicherung liegt bei 838 €.
Jetzt muss mir mal einer erklärung, warum eigentlich jemand 40 oder mehr Jahre ca. 20 % seines Einkommens für die Rentenversicherung ausgeben soll, wenn er dafür knapp 200 € mehr bekommt als jemand, der nie in die Kasse einbezahlt hat. Dann haue ich doch lieber die 378000 € (20% von 3500 € x 12 Monate x 45 Jahre) auf den Kopf bzw. nehme mir 72000 € raus und finanziere mir damit die 200 € Differenz zur Grundsicherung.
Es wird schnell klar, daß das mit Gerechtigkeit nicht viel zu tun hat. Daß das so ist, hat mehrere Gründe. Zum einen werden mit den Rentenbeiträgen versicherungsfremde Leistungen verrichtet. Zum zweiten kommt die Produktivität nicht dem Arbeitnehmer zu Gute, sondern hauptsächlich dem Unternehmer und zu guter letzt entschuldet sich der Staat seit mittlerweile über 15 Jahren dank des tollen (!) Euros auf Kosten der Rentner. Es war lange Zeit ein ungeschriebenes Gesetz, daß die Renten hauptsächlich mit der Steigerung der Wirtschaftsleistung (hohe Zinsen) finanziert wird.
Dank dem Euro und den daraus resultierenden Nullzinsen hat sich das seit 15 Jahren erledigt.
Daher haben wir in D immer mehr Menschen, die von Altersarmut betroffen sind, und es werden in Zukunft immer mehr!
Andere Länder machen das besser.
Aus meiner Sicht ist daher klar; die gesetzliche Rente ist ein gescheitertes Modell. Es funktioniert nur, weil das das Versagen der Rentenversicherung auf den Rücken der Rentner ausgetragen wird. Mit den Pensionen sieht es übrigens nicht besser aus. Hier fehlen Rückstellungen in Milliardenhöhe, weil diese für versicherungsfremde Leistungen ausgegeben werden. Die Politik gibt dieses Geld lieber aus!
Es muss daher erlaubt sein, nein es ist sogar die Pflicht, diese Mißstände zu benennen und Lösungen zu finden. Entweder muss die gesetzliche Rentenversicherung reformiert werden (versicherungsfremde Leistung steuerfinanziert, Teilhabe der Arbeitnehmer an der Produktivitätssteigerung und den unsäglichen Euro auf vernünftige Beine stellen), damit Rentner wieder in Würde alt werden und nicht, trotz lebenslanger Arbeit zum Amt gehen müssen oder aus Scham davor lieber Pfandflaschen sammeln,
oder man geht den Weg der Privaten Vorsorge plus einer Grundsicherung für alle die, die nicht für sich selbst sorgen können.
Grundsätzlich muss ich leider sagen, daß der Staat mit Steuergeld bzw. Sozialbeiträgen nicht besser und verantwortungsvoller umgeht, als es ein privater Versicherer täte. Selbstverständlich muss auch hier vom Gesetzgeber klar geregelt werden, welche Risiken ein Versicherer eingehen darf und welche nicht. Das ist aber schon heute bei Lebensversicherungen und Riester- bzw. Rüruprenten der Fall.
Immer den demografische Faktor zu bemühen, um zu erklären, daß die Renten immer geringer ausfallen, weil immer
weniger Menschen immer mehr Rentner finanzieren müssen, ist billig. Die Produktivitätssteigerung würde das alles locker auffangen.

Thoex
Thoex
Reply to  Tom J. Wellbrock
4 Jahre zuvor

Arroganz und Ignoranz statt sachliger Diskussion. Ideologie frißt Hirn.

Thoex
Thoex
Reply to  Tom J. Wellbrock
4 Jahre zuvor

Ja, so ist es eben mit Ideologieblasen. Sich ja nicht mit der Wirklichkeit konfrontieren, das stört nur (den inneren Frieden). Schade, aber man wird immer wieder bestätigt; Vorurteile sind eben gefestigte Lebenserfahrung. Schade auch, daß ein Versuch einer sachlichen Diskussion, auf dieser Ebene beendet wird. Dann wäre es besser, gar nicht erst zu kommentieren. Schade um die Zeit.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Thoex
4 Jahre zuvor

@Thoex

Wenn jemand 45 Jahre bei dem Durchschnittsverdienst (heute liegt dieser bei ca 3500 € brutto) in die Rentenversicherung einzahlt, bekommt am Ende ca. 1200 € Rente.

Der Durchschnittslohn als rein statistische Größe taugt als Berschnungsgrundlage überhaupt nicht, da er nichts über die Verteilung aussagt. Da ist das Medianeinkommen deutlich relevanter.

Aus meiner Sicht ist daher klar; die gesetzliche Rente ist ein gescheitertes Modell. Es funktioniert nur, weil das das Versagen der Rentenversicherung auf den Rücken der Rentner ausgetragen wird.

Was kann die Rentenversicherung dafür, wenn Regierungen zweckfremd in die Rentenkasse greifen, die Arbeitgeber entlasten und dann die Rentenhöhe bzw. die das Renteneintrittsalter verändern?

Zum zweiten kommt die Produktivität nicht dem Arbeitnehmer zu Gute, sondern hauptsächlich dem Unternehmer

Das ist einer der entscheidenden Gründe, warum die Renten so beschissen sind und stetig an Kaufkraft verlieren. Ein weiterer ist die Deckelung der AG-Anteile sowie der Verlust an Einzahlungen durch Riester-Sparen.

Grundsätzlich muss ich leider sagen, daß der Staat mit Steuergeld bzw. Sozialbeiträgen nicht besser und verantwortungsvoller umgeht, als es ein privater Versicherer täte

Ganz so ist es dann doch nicht, da der Staat keine Gewinne erzielen muss und dafür Provisionen kassiert, wie die privaten Versicherer.

Immer den demografische Faktor zu bemühen, um zu erklären, daß die Renten immer geringer ausfallen, weil immer
weniger Menschen immer mehr Rentner finanzieren müssen, ist billig.

Zu glauben, dass das bei den Privaten anders sei, ist aber auch naiv.
Diese legen die Einzahlungen der Versicherten in Wertpapieren an, die bei Renteneintritt stückweise wieder in Geld rückgetauscht werden müssen, damit man seinen finanziellen Verpflichtungen nachkommen kann.
Die Käufer dieser Papiere müssen logischerweise in der jüngeren Generation sein, um ihr eigenes Rentenkonto aufzufüllen.
Gibt es mehr Alte als Junge, ist die Nachfrage geringer als das Angebot und die Preise sinken, dann leert sich das Rentenkonto entsprechend schneller, möglicherweise sogar auf Null und man ist doch wieder auf Beihilfe angewiesen.

So gesehen handelt es sich bei der Privatrente um ein indirektes Umlageverfahren mit einem zusätzlichen Kursrisiko.
In den USA sind übrigens schon einige priv. Rentenfons pleite gegangen und die Versicherten standen plötzlich nackt da.

Thoex
Thoex
Reply to  Robbespiere
4 Jahre zuvor

Der Durchschnittslohn als rein statistische Größe taugt als Berschnungsgrundlage überhaupt nicht, da er nichts über die Verteilung aussagt. Da ist das Medianeinkommen deutlich relevanter.

Das sehe ich genauso. Ich habe nur den Istzustand beschrieben, der verdeutlicht, daß trotz hohen Lohns nur eine niedrige Rente zu erwarten ist. Im öffentlichen Dienst und vor allem in der Industrie werden diese unzulänglichen Renten mit Zusatz- bzw. Betriebsrenten ausgeglichen, d.h. private Versicherungen machen die gesetzliche erträglich. Es sollte aber die gesetzliche Versicherung ausreichen!

Was kann die Rentenversicherung dafür, wenn Regierungen zweckfremd in die Rentenkasse greifen, die Arbeitgeber entlasten und dann die Rentenhöhe bzw. die das Renteneintrittsalter verändern?

Genau da liegt der Fehler. Es fehlt die Kontrolle! Das gleiche Prinzip bei Abgeordneten, die ihre Diäten selbst bestimmen dürfen.

Ganz so ist es dann doch nicht, da der Staat keine Gewinne erzielen muss und dafür Provisionen kassiert, wie die privaten Versicherer.

Er muss zwar keine Gewinne erzielen, muss aber auch für Verluste bzw. Mißwirtschaft oder Zweckendfremden nicht gerade stehen. Das werden wir bald schmerzlich an den fehlenden Pensionsrücklagen erfahren. Da haben wir ein ähnliches Problem wie die USA, die private Pensionskassen haben.

Zu glauben, dass das bei den Privaten anders sei, ist aber auch naiv.
Diese legen die Einzahlungen der Versicherten in Wertpapieren an, die bei Renteneintritt stückweise wieder in Geld rückgetauscht werden müssen, damit man seinen finanziellen Verpflichtungen nachkommen kann.
Die Käufer dieser Papiere müssen logischerweise in der jüngeren Generation sein, um ihr eigenes Rentenkonto aufzufüllen.
Gibt es mehr Alte als Junge, ist die Nachfrage geringer als das Angebot und die Preise sinken, dann leert sich das Rentenkonto entsprechend schneller, möglicherweise sogar auf Null und man ist doch wieder auf Beihilfe angewiesen.

Es kommt nicht nur auf Quantität an. Wenn die Produktivitätssteigerungen, die wir durch die gesamte Menschheitsgeschichte gesehen haben, gerecht verteilt wäre, könnten auch weniger mehr finanzieren. Es wäre ja auch kein Dauerzustand, den die wenigen Jungen werden irgendwann wenige Alte. Es wäre ja auch denkbar, mal ausnahmsweise eine vernünftige Familienpolitik zu betreiben, bei der es nicht heißt:“Du wirst arm, wenn Du mehr als ein Kind bekommst“

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Thoex
4 Jahre zuvor

@Thoex

Ich habe nur den Istzustand beschrieben, der verdeutlicht, daß trotz hohen Lohns nur eine niedrige Rente zu erwarten ist.

Von hohen Löhnen kann man im Median nicht gerade sprechen, aber das Rentenniveau ist daran gemessen deutlich zu niedrig. Da hast du recht. Von den Renten der Niedriglöhner ganz zu schweigen.
Eine staatliche Rente, die nicht vor Altersarmut schützt, ist schlicht eine Frechheit.

Genau da liegt der Fehler. Es fehlt die Kontrolle! Das gleiche Prinzip bei Abgeordneten, die ihre Diäten selbst bestimmen dürfen.

Das Problem liegt aber nicht bei der RV, sondern bei der Politik und ohne direkte Demokratie ist die Kontrolle völlig ausgeschlossen.
Die Politik kontrolliert sich selber und du kennst ja den Spruch von Bock und Gärtner.

Er muss zwar keine Gewinne erzielen, muss aber auch für Verluste bzw. Mißwirtschaft oder Zweckendfremden nicht gerade stehen.

Tja, das kommt dabei heraus, wenn man alle 4 Jahre seine Bürgerrechte an einen Vormund abgibt.

Das werden wir bald schmerzlich an den fehlenden Pensionsrücklagen erfahren. Da haben wir ein ähnliches Problem wie die USA, die private Pensionskassen haben.

Wozu braucht man Rücklagen?
Rücklagen entziehen dem Wirtschaftskreislauf Geld, genau so wie die Vermögensakkumulation der Reichen.
Die Pensionen wären problemlos aus dem laufenden Haushalt zu decken, wenn die Steuereinnahmen angemessen sprudelten und nicht für Rüstung und anderen Blödsinn verschwendet würden.
Mit den niedrigsten Unternehmens- und Vermögenssteuersätzen seit bestehen der BRD und staatlich geförderter Steuervermeidung plus tolerierter illegaler Steuertricks ist dem Problem natürlich nicht beizukommen.
Auch die Weigerung, über Staatsschulden zu investieren und die präkäre Befristung einzudämmen führt nicht zu Mehreinnahmen des Staates.

Das Problem der USA ist, dass die Rente privat organisiert ist und sich nicht direkt aus der Produktivität finanziert wird, wie hier bei uns.
Die möglichen negativen Konsequenzen habe ich bereits weiter oben beschrieben.

Es kommt nicht nur auf Quantität an.

Eben doch!
Wenn sich die Unternehmen und ihre Eigentümer quantitativ die Produktivitätsentwicklung allein unter den Nagel reißen, wie seit zwei Jahrzehnten, dann fehlt eben das Geld bei den Löhnen und damit anteilig in der Altersversorgung.
So positiv ich eine Schrumpfung der Bevölkerung in einem so dicht besiedelten Land wie unserem auch sehe, ohne gerechtere Verteilung der Produktivität werden auch zukünftige Generationen kein vernünftiges Auskommen haben.

anton
anton
Reply to  Robbespiere
4 Jahre zuvor

was uns der Arbeitsbub hiermit sagen will,

„Die Pensionen wären problemlos aus dem laufenden Haushalt zu decken, wenn die Steuereinnahmen angemessen sprudelten und nicht für Rüstung und anderen Blödsinn verschwendet würden.“

Beamtenpensionen sind heilig, Rüstung per se böse! Was ist der andere Blödsinn,

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Robbespiere
4 Jahre zuvor

Ich habe mich ja erst kürzlich für Toleranz ggü. konträren Kommentaren hier ausgesprochen, aber warum werden dann, des Extremismus unverdächtige „Veteranen“ ständig durch diesen Freischaltungsfilter ausgebremst?
Das erstickt jede flüssige Diskussion im Keim.
Es sollte doch möglich sein, die Filtereinstellungen entsprechend anzupassen, um „Neulinge“ erst mal unter die Lupe zu nehmen, was ja sinnvoll ist, ohne gleich da gesamte Kommentariat in „Zeitlupe“ zu versetzen.

Mordred
Mordred
Reply to  Thoex
4 Jahre zuvor

Im Endeffekt ergänze ich nur robbespierre:
Es gibt für Rente kein besseres System als Umlagefinanzierung für die breite Masse. „Schuld“ ist der Kapitalismus. Angespartes Geld nebst Zinsen ist ein Versprechen der Gesellschaft/des Staates, irgendwann in der Zukunft damit etwas kaufen zu können, obwohl sein Gegenwert (Produkt/Dienstleistung) in der Gegenwart/Vergangenheit hergestellt wurde und existiert. Wenn nun auf einmal alle für die Rente sparen würden, also das Geld nicht dem Rentner in die Hand drücken, sondern Geldvermögen aufbauen, würde dieses Kapital ja irgendwie / irgendwo angelegt werden müssen…die Zinsen sind jetzt schon seit langem im Keller…

seyinphyin
seyinphyin
Reply to  Thoex
4 Jahre zuvor

Der Blick aufs Geld ist immer Unsinn, weil es nur das Tauschmedium ist. Am Ende kann immer nur verteilt werden, was gerade eben produziert worden ist. Sofern man also nicht gerade einen Keller mit Dosenfutter und dergleichen anlegt, bringt alles Anlegen und Sparen für die Zukunft nur rein fiktiv etwas – und kann daher (im Großen und Ganzen) auch nicht Schuld am Scheitern sein.

Abseits davon ist privat von Grund auf an teurer, denn beim Privaten wird mindestens ein zusätzlicher Schritt (meist weit mehr) dazwischengeschalten und der will bezahlt werden. Dazu kommt dann noch, dass gerade in der Privatwirtschaft ein Gewinn über den eigentlichen Nutzen hinaus erwirtschaftet werden soll. Auch das zahlt man drauf.

Ein privates System müsste erst einmal so viel effizienter arbeiten, um diese Extra Kosten zu kompensieren und dann müsste man letztlich auch noch darauf bauen, dass dieses private System keine Profite einfahren will.

Wie wahrscheinlich das ist, lass ich mal offen…

michaelp.
michaelp.
4 Jahre zuvor

Den Einleitungssatz werde ich mal NICHT ausführlich kommentieren. Offensichtlich handelt es sich hier um einen systemgetreuen Schreiberling!
Einleitunssatz
„Über die AfD schreibe ich eher selten. Mir ist zwar klar, dass die bräunlich schimmernde Alternative für Deutschland oft den Ton trifft, der (leider viel zu) viele Menschen auf ihre Seite zieht. Aber in der Regel halte ich mich an den Grundsatz, den Schreihälsen in Blau nicht noch mehr Raum zu geben, indem ich auf sie aufmerksam mache.
Heute mache ich mal eine Ausnahme. “

Angenommen, Meuthen setzt das wirklich durch ( was ich allerdings nicht meine ) so sei doch gesagt: Was haben denn die Alt-Parteien besser gemacht? Oder was machen sie besser?

Union, FDP,GRÜNE haben die gesetzl. Rente kaputt gemacht. Und arbeiten auch weiterhin daran.
SCHEIBCHENWEISE!!
Das alleine ist der Unterschied!
Lasst euch ruhig weiter verblöden und lasst euch weiterhin einflössen, die AFDler sind NAZIS und dergleichen.

Die NAZIS sitzen ganz woanders. In den Köpfen der Altparteien.

Es gibt nichts besseres als die gesetzliche Rente. Und dies weiss auch die AFD.
Darüber wird sicher noch gestritten.

Schweigsam
Schweigsam
Reply to  Tom J. Wellbrock
4 Jahre zuvor

Für einige Schreiberlinge braucht man tiefschwarzen Humor und es geht sehr oft an die Schmerzgrenze, was so mancher „Spassvogel“ so alles schreibt…Skoll

Linksman
Linksman
Reply to  Tom J. Wellbrock
4 Jahre zuvor

Wenn sich „systemgetreu“ auf das an sich bewährte Umlagesystem bezieht, ist das ja durchaus ein Lob. 😉

Mordred
Mordred
4 Jahre zuvor

Das Problem des Zeit-Artikels ist wie so oft, dass da nicht multidimensional gedacht wird und auch keinerlei genaue Definition und Abgrenzung erfolgt.
Ist das Gegenteil von rechts links oder nicht rechts?
Sind Begriffe wie liberal, sozial, autoritär, national… einzeln eigentlich aussagekräftig scharf umrissen?
Ist die Form des Kapitalismus nicht auch eine eigenständige Dimension?

Man hört in diesen Kontexten derart viel Scheiße…rechtsradikal und linksradikal wäre fast das gleiche…

seyinphyin
seyinphyin
Reply to  Mordred
4 Jahre zuvor

Sozial per se ist noch vergleichsweise gut umrissen, wird allerdings auch missbraucht.

Autoritär ist an sich auch relativ klar, in der Regel sind das aber immer nur die anderen und niemals wir…

National – da ist weniger das Wort und was es beschreibt selbst das Problem, als das Ganze drumherum, national statt global, global statt national, als würden die beiden Begriffe selbst da allein schon genug hergeben, dass diese Gegeneinanderstellen einen tatsächlichen Sinn ergeben könnte. Die Faschisten nehmen aus beiden Bereichen das, was ihrem kranken Spiel nützt.

Liberal – liberal wird an sich absolut gar nicht in seinem Sinne genutzt. Liberal beschreibt bei uns zu 99% Neoliberalismus, dessen Verknüpfung mit dem Liberalismus ist, dass er ihn genauso hasst wie den Sozialismus und jegliches andere, linke Gedankengut.

Gerne wird es dann noch mit Präfix versehen. „linksliberal“ z.B. was dann ähnlich wie bei den billigen Trickspiel „Mitte“/Rechts darauf hinweist, dass derjenige sich mehr auf den wirtschaftlichen Teil des Faschismus konzentriert und weniger den rassistisch/klassistischen Teil – zumindest öffentlich.

Neoliberalismus ist letztlich eine Unterkategorie des Kapitalismus und dieser eine Unterkategorie der Plutokratie und diese eine Unterkategorie der Diktatur.

„Man hört in diesen Kontexten derart viel Scheiße…rechtsradikal und linksradikal wäre fast das gleiche…“

Ja, das ist Propaganda, Demagogie. Die ‚Mitte‘-Rechten wollen, dass Rechts und Links dasselbe ist, nämlich politische Ränder, Extreme, etwas, das zu meiden ist. Indem Sie sich selbst, obwohl Rechte, einfach Mitte nennen, haben sie sich selbst darüber erhoben und solange der Pöbel es frisst (was er tut), läuft das prächtig für sie.

Bei radikal selbst denken die meisten Leute an Gewalt. Damit hat es aber überhaupt nichts zu tun.

Radikal kommt von griechischen radix = Wurzel und bedeutet einfach, ein Problem von Grund auf anzugehen.

Hat ein Haus Schäden und man reißt es ab und zieht es dann neu hoch, wäre das z.B. eine „radikale“ Lösung und mag in der Tat auch übertrieben sein.

Letztlich sind aber auch die Menschenrechte radikal und damit auch unser Grundgesetz, dass diese als die Grundlage, praktisch die Wurzel seiner gesamten Gesetzgebung nimmt.

Alle Menschen sind von Natur aus gleich an Wert und Recht. Das ist linskradikal, praktisch die Definition davon.

Und rechtsradikal ist schlichtweg das Gegenteil. Menschen sind von Natur aus ungleich an Wert und Recht, es gibt jene, die geboren sind zu herrschen und jene, die geboren sind zu dienen (von denen natürlich weitaus mehr).

Gerne kommt von den Leuten, die diese Propaganda links = rechts = Ränder verbreiten dann gerne ein: ja, klar, links ist gut und rechst ist böse, was für ein einfaches Weltbild – und dergleichen.

Wobei man da aufpassen muss: Rechte sehen sich ja nicht selbst als Böse an. Sie sind einfach besser als andere, bösartig ist da dann eben eher, wenn man „Gleichmacherei“ betreiben will, eines der Grund’argumente‘ der Rechten gegen die Linken.

R_Winter
R_Winter
4 Jahre zuvor

Es ist zur Rente/Altersversorgung im Spiegelfechter/Neulandrebelen alles geschrieben.
Ein System mit Zukunft sollte sich das schweizerische Altersversorgungssystem als Vorbild nehmen.

Die AfD vertritt seit Jahren die bekannte, neoliberale Richtung in der Altersversorgung.

Die AfD war nie eine „Alternative“, sondern ist ein Retortenbaby der Finanz- und Versicherungsindustrie – unterstützt von den sogenannten „Leitmedien“, um Druck bei den neoliberal durchsetzten Parteien zu erzeugen.
Die Zustimmung bei Wahlen sagt nichts, denn auch die NSDAP wurde von über 30% der Wählenden gewählt und die AfD ist der Nachfolger der NSDAP. Viele Deutsche haben nichts aus der Vergangenheit gelernt, Dieses zeigt die Kriegsbereitschaft und die irrsinnige Steigerungen im „Verteidigungs???“-haushalt.

Warten wir ab, denn im September kommt mit der neuen Bewegung Schwung in die verkrusten links-liberalen Ansichten.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  R_Winter
4 Jahre zuvor

@R_Winter

Warten wir ab, denn im September kommt mit der neuen Bewegung Schwung in die verkrusten links-liberalen Ansichten.

Weißt du da schon Genaueres?

Ich hatte bei der Ramstein-Demo kurz Gelegenheit, mit Dieter Dehm darüber zu sprechen, aber der wußte auch noch nichts Konkretes.

R_Winter
R_Winter
Reply to  Robbespiere
4 Jahre zuvor

@Robbespiere

Ich bin nicht der Sprecher für Wagenknecht, aber bekannt ist, dass Personen aus dem Spitzenumfeld der sPD + Grünen dieser neuen, übergreifenden Plattform (der Name liegt noch nicht fest) beitreten werden.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  R_Winter
4 Jahre zuvor

@R_Winter

Ich bin nicht der Sprecher für Wagenknecht

Na das wär doch mal ne erstklassige Quelle hier. Bewirb dich! 🙂

R_Winter
R_Winter
4 Jahre zuvor

Meuthen wünscht sich weniger Staat. Im Grunde will er die umlagefinanzierte Rente gleich ganz abschaffen. Ersetzt werden soll sie durch – na, wer hätte das gedacht? – private Lösungen.

Ich will nicht die Bedeutung von Meuthen (AfD) hoch spielen, aber er ist mit der FAZ die Sperrspitze zum geplanten Schleifen der GRV.

„Achtung, Rentenfresser“ . Dort wird berichtet, dass der US-Konzern BlackRock „Europas Pensionen privatisieren“ wolle. Die EU-Kommission mache sich zur „willigen Helferin“.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=44798#more-44798

Nur ein halbes Jahr nach Finks Appell in Frankfurt präsentierte in Brüssel Valdis Dombrovskis, Vizepräsident der EU-Kommission und zuständig für die Regulierung der Finanzmärkte, einen Gesetzentwurf für ein „europaweites privates Altersvorsorgeprodukt“, in der englischen Abkürzung „PEPP“ genannt (Pan-European Personal Pension). Kapitalgarantien sind darin nicht vorgesehen, sondern lediglich ein „Qualitätssiegel“, mit dem die Finanzkonzerne in allen EU-Staaten gleichzeitig ihre Fonds als Altersvorsorge vermarkten können. Also genau das, was Fink gefordert hatte – und das mit den gleichen Argumenten.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=44792#h01

https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/achtung-rentenfresser

Nicht die AfD ist z.Z. Die Gefahr für die GRV, sondern BlackRock mit Herrn Fink an der Spitze – im Verbund mit der EU-Kommission.

Dieses sind die wirklichen neoliberalen Verbrecher, aber dieses zu thematisieren fehlt vielen der Mut.

Musil
Musil
Reply to  R_Winter
4 Jahre zuvor

Da wächst doch einfach zusammen, was zusammen gehört (und mglw. bereits zusammenarbeitet): Black Rock, Politik, (EU, AfD und die anderen Parteien – inkl. DIE LINKE), Medien (Zeit, Spiegel, taz usw.), Wissenschaft, zum Teil Kunst & Kultur (bspw. Nuhr – wenn den Typen als Künstler bezeichnen will).