Hartz-IV-Umfrage: Seht zu, wie Ihr klarkommt!

Hartz-IV-Empfänger nach ihrer Situation, nach ihrem Empfinden zu befragen, so wie es die „ZEIT“ gemacht hat, scheint auf den ersten Blick eine gute Idee zu sein. Wer kann schließlich die Lage besser beurteilen als die Betroffenen selbst? So gesehen könnte man meinen, die „ZEIT“ sei den Menschen zugeneigt, die von Hartz-IV leben müssen. Insgesamt 900 Antworten will die Zeitung erhalten haben. Doch was sie daraus macht, ist mehr als fragwürdig.

„Wie können Sie von 416 Euro leben?“ fragte die „ZEIT“ und lieferte nicht nur die Antworten, die Leser ihr gaben, sondern mischte gleich noch zahlreiche Bewertungen hinein, die alle auf eines hinauslaufen. Doch dazu später mehr.

Nur vegetieren versus stolz auf die eigene Leistung

Schon der Teaser verrät, worum es geht. Um so eine Art „Spiel“. Die „ZEIT“ schreibt, dass es Leser gibt, die nur vor sich hinvegetieren. Andere empfänden Stolz, es trotz der knappen finanziellen Mittel dennoch zu schaffen. Der entscheidende Satz kommt recht früh im Text:

Was für die einen unwürdiges Dahinvegetieren bedeutet, reicht den anderen für ein annehmbares Leben.

Das stimmt ja irgendwie auch. Für den VW-Vorstand wäre ein Gehalt von 5.000,- Euro im Monat eine Art des Dahinvegetierens, weit unter seinem Niveau. Für den Minijobber wäre es der Himmel auf Erden. Aber wir müssen über das Niveau sprechen, um das es hier geht. Und wir müssen über die Kernbotschaft sprechen, denn die lautet: Hartz-IV bedeutet nicht, zu wenig Geld zu haben. Es heißt lediglich, dass man damit entsprechend gut (man könnte auch sagen: verantwortungsvoll) umgehen muss. Entsprechend geht es im Artikel weiter:

Beim Lesen der Erfahrungsberichte wird deutlich: Viel hängt nicht allein vom Geld, sondern den Lebensumständen ab.

Geld? Was ist denn schon Geld? Es geht um die Lebensführung, also die Frage, wie gut man haushalten kann. Und um die Lebensumstände. Und die sind entweder verwöhnt oder gemäßigt:

Am besten geht es den Hartz-IV-Empfängern in unserer Befragung, die gerade ihr Studium abgeschlossen haben und nun die Zeit bis zu ihrer ersten Stelle überbrücken. Auch wenn das ein Jahr oder länger dauert, sind die meisten zufrieden: Ihr Lebensstandard war vorher schon niedrig, sie leben in Wohngemeinschaften, viele haben noch keine Familie.

Das impliziert durchaus, dass man mit Hartz-IV auskommen kann, wenn man sich nicht zu viel vom Leben erwartet oder darauf hofft und wartet, dass es irgendwann besser wird. Studenten wird diese Zuversicht unterstellt, was auch Sinn ergibt, weil sie meistens jung und optimistisch sind und darauf vertrauen, dass es nach dem Studium besser wird. Dass zahlreiche Studierte später ebenfalls keine angemessen bezahlten Jobs finden, findet keine Berücksichtigung, aber darum ging es in der Umfrage ja auch nicht.

Die gute, alte, neoliberale Eigenverantwortung

Am Ende des Textes geht es um Strategien, wie man trotz Hartz-IV klarkommt. Die vermeintliche Kreativität, die die genannten Beispiele zum Ausdruck bringen, überdeckt jedoch das Armutszeugnis einer reichen Gesellschaft, die immer wieder herunterbetet, wie gut es „uns“ gehe:

Einige haben Strategien gefunden, damit umzugehen, prüfen jede noch so kleine Ausgabe, kaufen nur Sonderangebote. “Wenn man es geschickt anstellt, kann man tatsächlich von 5 Euro am Tag leben, was Lebensmittel betrifft: 1 Euro für Fett, 2 Euro für Eiweiß, 1 Euro für Kohlenhydrate, 1 Euro für Abwechslung”, rechnet ein Leser vor. Ein anderer sagt: “Ich bin ein bisschen stolz, so gut haushalten zu können.” Viele schränken sich enorm ein: “Der Trick ist, nur einmal pro Tag zu essen. Klingt vielleicht komisch, aber funktioniert (muss trainiert werden)”, schreibt jemand, der auch sagt, er könne gut von dem Geld leben.

Das ist Überlebenskampf pur, und man muss es den Betroffenen hoch anrechnen, dass sie nicht verzweifeln, sondern versuchen, irgendwie zurechtzukommen. Doch das Problem sind nicht die umgesetzten Strategien, sondern die Tatsache, dass sie notwendig sind. Und sie widerlegen Jens Spahn selbstverständlich auf ganzer Linie, auch wenn es dieses Beweises nicht bedurft hätte.

Ganz zum Schluss kommt der neoliberale Widerspruch. Denn der Neoliberalismus setzt bekanntlich auf Eigenverantwortung. Er nennt diese dann auch gern und wiederholt „Freiheit“. Wir sind aber inzwischen auf einer Stufe angekommen, die – dank des Hartz-IV-Systems – diese unbedingt gewollte Eigenverantwortung kaum mehr möglich macht. Hartz-IV macht nicht nur krank und einsam und arm, es verhindert die Teilhabe am gesellschaftlichen und beruflichen und kulturellen Leben. Doch die „ZEIT“ zitiert eine Leserin, die es so auf den Punkt bringt, wie es passt:

Was viele belastet, ist jedoch nicht nur die Armut. Sondern das Gefühl, nicht selbst über die eigene Situation bestimmen zu können.

Und damit sind wir beim eigentlichen Problem: Auf der einen Seite wird immerzu Eigenverantwortung gefordert, ja, gewissermaßen erpresst. Auf der anderen Seite sind die Menschen, die von Hartz-IV betroffen und den Sanktionen der Jobcenter ausgeliefert sind, an einem Punkt, an dem das Mantra Eigenverantwortung nicht mehr funktioniert. Weil sie systembedingt in die Passivität getrieben wurden, aus der sie wegen der Aktivitäten der Jobcenter gar nicht mehr herauskommen können.

Was fehlt!

Etwas fehlt im Artikel der „ZEIT“, und das ist sicher kein Zufall. Denn bei allen Strategien und bei allen Unterschieden im Umgang mit Geld, und bei der durchaus herauszulesenden Ansicht, dass es immerhin Menschen gibt, die nicht nur gut auskommen, sondern auch sehr zufrieden sind, wird eine Frage verdrängt. Sie wird beiseitegeschoben durch den Hinweis, dass es funktionieren kann, wenn man es nur „richtig“ anstellt.
Die Frage nämlich, ob Hartz-IV ausreichend ist oder nicht. Die Regelsätze werden nicht in Frage gestellt, stattdessen werden Leser zitiert, die mal besser, mal weniger gut auskommen. Während die eine (in Sprechblasen am Anfang des Textes dargestellt) schreibt: „Für die Jobsuche war Hartz-IV genau das, was ich brauchte“, und die Rentnerin anmerkt: Geduscht und Haare gewaschen wurde nur ein Mal pro Woche. Deo habe ich selbst gemacht mit Natron“, finden wir andere Sprechblasen, die mal so, mal so argumentieren. Das liegt in der Natur der Sache, legt aber – und da sind wir dann eben doch wieder beim Neoliberalismus – die Verantwortung darüber, ob es reicht oder nicht, letztlich in die Hände der Betroffenen.

Die Regelsätze sind zu niedrig, das ist allgemein anerkannt, wenn auch politisch weiterhin geleugnet. Da kann man dann auch mal das Medium „Focus“ bedienen, um nicht mit der Erkenntnis als Hartz-IV-Verschwörungstheoretiker abgespeist zu werden.

Grob gesagt soll sich die Berechnung an jenen Haushalten orientieren, deren Einkommen genau an der Grenze liegt, dass sie keine Sozialleistungen mehr brauchen. Das Problem: Betrachtet werden jene Haushalte, die faktisch keine Leistungen beziehen.

Ich schreibe nichts Neues. Es ist längst bekannt, dass Hartz-IV nicht ausreicht, dass die Berechnungsgrundlagen falsch sind, dass für eine wirkliche Teilhabe am gesellschaftlichen Leben Hartz-IV nicht genügt. Und es ist zynisch, wenn – wie in den letzten Wochen und Monaten – auf das Lohnabstandsgebot verwiesen wird, um Hartz-IV nicht zu erhöhen. Das Lohnabstandsgebot muss gewahrt bleiben, indem die Löhne kräftig steigen, das würde sich nicht nur auf die deutschen Verhältnisse, sondern auch auf die europäischen Unwuchten positiv auswirken.
Doch, wie gesagt, das ist nichts Neues. Neu dagegen ist, dass aus einer eigentlich notwendigen Debatte über die Tafeln keine über die Armseligkeit einer Gesellschaft entbrannt ist, die Armut zulässt und Altersarmut sehenden Auges produziert. Sondern dass darüber diskutiert wird, wer besser mit seinem Leid zurechtkommt und wer es weniger gut schafft.
So gesehen ist auch die oben zitierte Leserin, die sich mehr Selbstbestimmung über die eigene Situation wünscht, die mehr Einfluss haben will, eines Besseren belehrt: Gemäß der Grundhaltung, die sich ausbreitet wie eine ansteckende Krankheit, hat sie diese Eigenverantwortung nämlich: indem sie einfach besser mit ihrem Geld umgeht.  

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Looperert_ertrusAufgewachterantonMordred Recent comment authors
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Looper
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Looper

Das Thema: Reform der sozialen Grundsicherung hat sich nun auch wieder für Monate erledigt.
Die SPD hat kurz links geblinkt um das neue Pöstchen für Nahles zu sichern, das wars.

Aufgewachter
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Um als Erwerbsloser frei und unentdeckt das Sanktions-Radar aller Jobcenter erfolgreich zu unterfliegen, braucht man nur etwas tiefer fliegen, als das jeweilige geistige Niveau des Arbeitsvermittlers, des Fallmanagers, des Personaldisponenten einer Zeitarbeitsfirma oder des Mitarbeiters eines Maßnahmeträgers. Und dazu gehört wirklich nicht viel! Das Jobcenter wird es schwer haben jemanden zu sanktionieren, wer : zu den Vorladungen (Einladungen) erscheint sich innerhalb 3 Werktagen auf Stellenvermittlungsvorschläge schriftlich bewirbt oder wer sich innerhalb 3 Werktagen telefonisch um ein Vorstellungsgespräch bemüht, wenn verlangt zu einem Vorstellungsgespräch bei einem Maßnahmeträger erscheint zu einem Vorstellungsgespräch auf einer Zeitarbeitsmesse erscheint zwischen 8 bis 10 schriftliche Bewerbungen… Read more »

Mordred
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Mordred

“Hartz IV bedeutet nicht Armut”, hatte der CDU-Politiker und designierte Gesundheitsminister Jens Spahn gesagt Ja was denn dann??? Das ist doch geradezu die Definition vom Armut hierzulande, nur mit dem Existenzminimum leben zu müssen! Demnächst kommt Merkel mit der These “Die Erde ist eine Scheibe” um die Ecke^^ Beim Lesen der Erfahrungsberichte wird deutlich: Viel hängt nicht allein vom Geld, sondern den Lebensumständen ab. Tautologie?! Geld bestimmt doch zu ganz erheblichem Teil die Lebensumstände, die materiellen Lebensumstände übrigens vollkommen. Ob ich Geld selbst verdiene, es vom Staat oder sonst wem bekomme…mind. alles materielle und Dienstleistungen werden/wurden direkt oder indirekt bezahlt.… Read more »

Robbespiere
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Robbespiere

@Mordred Der „arme“ Student bekommt bspw. seine Ausbildung zu erheblichem Teil bezahlt und seine Krankenversicherung vergünstigt. Ein Semester Medizin kostet pro Kopf ca. 30.000€. Was labern die denn da? Zig-Millionen von Bürgern finanzieren durch Verzicht auf einen Teil ihres Einkommens ( in Form von Steuern ) Menschen aus ihrer Mitte das höchste Bildungsniveau, auch wenn sie selbst nie eine Uni von innen zu sehen bekommen. Der Grund dafür kann aber nicht im persönlichen, lebenslangen Wohlstand der Absolventen und ihrer Familien liegen, oder der besseren Zukunftsaussichten ihrer Nachfahren. Da muss es noch so etwas wie eine Gemeinwohl-Rendite geben, denn durch Steuern… Read more »

anton
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anton

Linke Politiker und ihr Anhang leben natürlich in den multi-kulti Ghettos, die sie so lieben!

Mordred
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Mordred

Kontext?

Robbespiere
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Robbespiere

@Mordred

Wer seine eigene Begriffsstutzigkeit derart auf dem Silbertablet spazieren trägt, hat keinen Kontext. 🙂

Selig sind die Bekloppten, denn sie brauchen keinen Hammer mehr.

anton
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anton

was will die kleine Arbeisdirne?

ert_ertrus
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ert_ertrus

Anton! Ab zur Entgiftung!!

TORSTEN BRANDT
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TORSTEN BRANDT

Niemand kann mit dem Hartz4 Regelsatz auch nur ansatzweise “klar kommen”.Das ist unmöglich und auch ganz klar Kalkül der SPD Kerle.Sie wollen die Arbeitslosen zu Arbeitnehmern machen,indem sie den Satz so niedrig ansetzen das gar nichts anderes in Frage kommt als das Anehmen von jeder Arbeit. Der Sozialstaat ist ein Konstrukt,er existiert defacto gar nicht mehr…höchstens in den Köpfen von Ahnungslosen. Oder das schlechte Gewissen redet ihnen,den Ahnungslosen das nur ein. Der Satz kann oder müsste verdoppelt werden,denn bedenket! Kleiderhilfen wurden auch gestrichen,es gab alle halbe Jahr ein Kleidungsgeld von 300 Mark. Zum Schluss sei nur noch eins erwähnt,die Diskussion… Read more »

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

Denn wenn keine Anhebung bald erfolgen wird,wird es um die Sicherheit geschehen sein,denn Hunger macht gewalttätig (!)

Also wenn man dieser Tatsache den richtigen professionellen Spin geben würde, so müssten die Habenichtse Vergnügungssteuer zahlen. Dann heißt es nicht nur Hartz 4 macht glücklich sondern auch Intervall fasten macht glücklich.

Beste Grüße

Ach so ja, und da gibt es ja auch noch den Herrn Boes:

anton
Gast
anton

Der Satz kann oder müsste verdoppelt werden,

und ein Mindestlohn von 24-32 Euro, richtig?

Mordred
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Mordred

Begründung für diese Zahlen?

anton
Gast
anton

Mordred: es ging um Überzeichnung!Die Verdopplung von ALG-2, herrlich!

Mordred
Mitglied
Mordred

Toller Diskussionsbeitrag. Der Kollege oben hatte diese Idee, weil bspw. Bekleidung gestrichen wurde. Kannst Du als Gegenargument was sinnvolles bringen? Der Quatsch mit 24-32€ steht in keinem Verhältnis.

anton
Gast
anton

ja, eine Erhöhung um ca 60 Euro würde schon etwas bringen! Gerne hätte an der Kleiderpauschale festgehalten werden!War früher in der kommunalen Sozialhilfe üblich! 24-32 Euro bezog sich auf übertriebene Mindestlohnträume , nicht auf Alg-2! Eine zu strake Anhebung des Regelsatzes wird es nicht geben!

ert_ertrus
Gast
ert_ertrus

Anton! Schlaf deinen Rausch aus!

Robbespiere
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Robbespiere

@Torsten Brandt

Die Bürger sollten sich aber vorsehen mit blöden Sprüchen über Armut.
Denn wenn keine Anhebung bald erfolgen wird,wird es um die Sicherheit geschehen sein,denn Hunger macht gewalttätig (!)

Meine Worte!

Wenn die Initiatoren der Massenverarmung auf Recht und Moral pfeifen, werden es früher oder später auch Diejenigen tun, die mit dem Rücken an der Wand stehen.
Entscheidend ist nur, wann eine “kritische Masse” erreicht wird.

Da sich die Reichen und die Politiker besser abschotten können, wird wohl der Bolide vor der Tür der normalen Bürger ein Wegweiser sein, wo es was zu holen gibt.

Viel Vergnügen und weiterhin “frohes Ignorieren” oder “lästern”.

Jane Doe
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Jane Doe

Seit diese menschenverachtende Gesetzgebung eingeführt wurde, wünsche ich mir nur eines: Möge Schröder verrecken!

Das wird ein Fest, wenn es mal soweit ist.

Zum Thema Hartz IV ist damit glaub ich alles gesagt.

niki
Mitglied
niki

Sieht so aus, als ob die neoliberalen Soziopathen einen weiteren widerwärtigen Angriff auf Arbeitslose lancieren. Sinn und Zweck des ganzen ist doch klar: Löhne senken und Arbeitslose und Niedriglöhner weiterhin zu spalten und gegeneinander auszuspielen. Die Methode ist immer die Gleiche und baut dazu noch auf den vollkommen überzogenenen & massiv krankhaften protestantischen/calvinistischen Arbeitsethos auf, wo Arbeit um jeden Preis, und sei diese noch so beschissen, hochgehalten wird! Niedrig bezahlte und unter Zwang versteht sich! Das besonders schlimme an der Sache, ist dass wer reich ist und gleichzeitig andere ausbeutet da nicht unter dieser Prämisse fällt. Dieser darf ruhig straflos… Read more »

ChrissieR
Mitglied
ChrissieR

Ich hätte doch einige Mistgabeln aus dem Angebot von Aldi France vor einer Woche mitbringen sollen…..

anton
Gast
anton

niki: Ein bestimmter Teil der Langzeitarbeitslosen st sehr marktfern, lange aus der Arbeitswelt usw. wollen aber auch arbeiten! da Arbeit etwas mit Würde zu tun hat, ist es mehr als bösartig, den Menschen ihre Bürgerarbeit nicht zu gönnen, hier mit Tarifverträgen und anderen fehlgeleiteten Argumenten zu kommen! Der Strom kommt aus der Steckdose, die Kohle vom Amt, richtig?Es geht nicht um Arbeitsethos, sondern um Würde, versteht ihr Linksextremen nie!Ja zur Bürgerrabeit für bestimmte ALG–2Bezieher!!

niki
Mitglied
niki

Anton: Du verstehst nicht mal ansatzweise die grundlegendste Logik… Geh spielen…!

anton
Gast
anton

niki: Die Gesellschaft schuldet Dir was, Du ihr aber auch, so einfach ist es! Wer behauptet, dass man die Arbeit abschaffen kann, macht sich lächerlich und weckt sinnlose Träume!Ja zur Bürgerarbeit, wenn nichts mehr hilft!Dir gehen die Arbeitsloen am A. vorbei, darum woll ihr ja auch die ganze Welt einladen,!

ert_ertrus
Gast
ert_ertrus

Anton! Wieder zu viel Eulenfelder gesoffen?

ChrissieR
Mitglied
ChrissieR

Ist zwar leicht bis mittelschwer O.T….aber hier in Budenheim ist grad Riesenpolizeiaufgebot und THW. Die haben Strassen gesperrt, weil im Gemeindehaus zwei AfD Heiopeis Dummsinn labern wollen! Mir schwillt der Kamm! Wer zahlt den Einsatz wohl??????

R_Winter
Mitglied
R_Winter

Doch, wie gesagt, das ist nichts Neues. Nein, ist es nicht. Das wirkliche Problem ist ein anderes. Die „fremdgesteuerte“ Kartoffelsuppen-Kocherin aus der Uckermark ist von Strich-Frau/Männer umgeben, die von den Medien unkritisch betrachtet werden. Auch wenn das viele Kommentatoren hier anders sehen, reicht das verbale Florett nicht mehr aus. Dehm liegt mit seiner (vielleicht) überzogenen Beschreibung von Mass richtig, da alles andere im täglichen, medialen neoliberal geprägten Sumpf untergeht. Nur noch mit zugespitzten Beschreibungen, können die Schreiberlinge der neoliberalen, menschenverachtenden Medien und die Politiker etwas gepickst werden. Vielleicht sollten die Straßenlaternen wieder mit Querstreben versehen werde, die früher zum Halten… Read more »

Urmel
Gast
Urmel

Das Lohnabstandsgebot muss gewahrt bleiben, indem die Löhne kräftig steigen, das würde sich nicht nur auf die deutschen Verhältnisse, sondern auch auf die europäischen Unwuchten positiv auswirken. Eben, es geht nicht um den Lohabstand nach unten, sondern um den nach oben. Vielleicht sollte man vom H4-Satz noch 100 € abziehen damit der Lohnabstand inflationsbereinigt wieder stimmt ? Was da für Schießbudenfiguren mittlerweile in den Wirtschaftsredaktionen sitzen ! Unglaublich ! Ich weiß nicht wie man es nennen soll was da in letzter Zeit zum Thema geschrieben wird ? Staatstragender Journalismus ? Politisch korrupter Journalismus ? Die Message springt doch jeden an:… Read more »

ChrissieR
Mitglied
ChrissieR

Moin, Na ja, da hatte ich ja noch richtig gute Zeiten erwischt als ich studiert habe! Von 1980 an habe ich mein Studium durch Nachtschichten als Linienbusfahrerin verdient. Und ich habe richtig gut verdient, 13Mark 20 die Stunde plus Spesen! Das könnte ich heute knicken! Damals hat mich auch der Busführerschein nur 2000 Mark gekostet. Und heute…lebe ich von 1084 Euro Bruttorente, also auf aktuellem Studentenniveau. Es reicht grade so, aber auch nur, weil ich in der aktiven Zeit Wohneigentum geschaffen habe und wenigstens keine Miete zahlen muss. Bei den aktuellen Zuständen hätte ich nie studiert und auch kein Eigentum,… Read more »

Folkher Braun
Gast
Folkher Braun

Beste ChrissieR, das geht mir auch so. 22 Jahre Güterfernverkehr, dann noch 18 Jahre Lkw-Presse mit Hilfe der Künstlersozialkasse (ohne die wäre es nicht gegangen) macht 1250 brutto. Vom Sozialamt werde ich aber 400 Euro höher taxiert, weil ich Wohneigentum besitze. Es ging um SGB12 wegen des Altenheimplatzes meiner Mutter. Das Sozialamt lässt ja den Altvorderen im Heim als Selbstbehalt 2400,– brutto, so dass die Beerdigung von den Hinterbliebenen mit finanziert werden muss. Ich habe diese Tatsache meiner Mutter verschwiegen. Die wird gerade 96, ist Kriegs- und Wirtschaftswunder-Generation. Der dürfte ich die aktuellen Details der Sozialstaats-Demontage nicht erklären. Denn sie… Read more »

Mordred
Mitglied
Mordred

Egal was man heutzutage beruflich gedenkt zu transportieren…Führerschein und co. sind gigantisch teuer bei sehr schlechten Lohnerwartungen. Ausländische Fahrer kommen nicht nur wegen Lohndrückerei, sondern weil für einheimische Fahrer die Berufe nicht mehr attraktiv sind und dementsprechend ein Mangel an Fahrern herrscht.

Und heute…lebe ich von 1084 Euro Bruttorente, also auf aktuellem Studentenniveau. Es reicht grade so, aber auch nur, weil ich in der aktiven Zeit Wohneigentum geschaffen habe und wenigstens keine Miete zahlen muss.

Hast Du denn noch Rücklagen für größere Reparaturen?

Heldentasse
Mitglied
Heldentasse

“Die Zeit” propagiert mit ihrem m.E. sehr widerlichen Artikel ganz einfach, dass relative Armut kein Grund ist unglücklich zu sein, wenn man sich den Umständen anpasst. Nun wurden wohl viele Mensch gefragt die sich mit ihrem Schicksal abgefunden haben, oder solche die noch Perspektiven haben, weil sie jung und studiert sind, und an denen sollen sich alle gefälligst ein Beispiel nehmen. Mit verlaub das ist eine grobe Unverschämtheit! Dritte die wahrscheinlich wie die Maden im Speck leben, erklären Habenichtsen das man auch mit Hartz 4 glücklich werden kann! Was kommt als nächstes? Z.B. das harte körperliche Arbeit mit wenig Nahrung… Read more »

ChrissieR
Mitglied
ChrissieR

Nee, dann kommt das ” sozialverträgliche Frühableben”!

Aufgewachter
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Es war einmal ein kleiner frecher Junge, der wollte nie gehorchen und nur widerwillig lernen. Da es für ein Abschlusszeugnis nie gereicht hatte und auch die Bundeswehr ihn nicht haben wollte, wurde er vom Berufsinformationszentrum (BIZ) eingeladen und befragt, was er denn mal gerne machen würde. „Auf keinen Fall arbeiten“, war seine Antwort. Seit dem sitzt er, wie rund 120.000 Arbeitsverweigerer auch, völlig sanktionsfrei bei der Agentur für Arbeit in Nürnberg als Arbeitsvermittler mit BAT Ia brutto 3.833,99 Euro/Monat zuzüglich Sanktionsprämien vor einem Computer, der völlig automatisch arbeitslose Menschen schriftlich vorlädt, um vermeintliche Arbeitsverweigerer ausfindig zu machen und ihnen die… Read more »

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