Bourdieu in der Tram oder Nach unten treten

»Selbst ich hab Hunger. Tschuldigung, dass ich auch amol was essen will.«, brüllte da einer. Hoppla, was war denn in dieser fast menschenleeren Straßenbahn los? Armut – und Armutshierarchien!

Wir traten an einem Sonntagnachmittag in die Linie 21 ein. Es war fast kein Mensch da. Im Bereich, in dem üblicherweise Fahrräder oder Kinderwagen abgestellt werden, lungerte ein junger Mann mit klebrigen Haaren und speckigem Anorak. Seine Jogginghose war ein Fetzen aus tausendundeinem Loch. Er lehnte sich gegen eine Plexiglaswand und schrie auf einen grauhaarigen Mann ein, der einige Meter weg in einem Zweiersitz hockte und seinen zahnlosen Mund offenstehen ließ. Ein Fläschchen Bier hielt er mit beiden Händen fest.

»Meinst du, ich will nichts essen!«, raunte der junge Mann den Sitzenden an, um sofort in einen weinerlichen spitzen Schrei zu verfallen.
»Du Wichser, gnininini … ein Junkie braucht nichts, oder? Glaubst du des, oder was?« Der weinerliche junge Mann, so schien es mir jedenfalls, fränkelte ein wenig.
»Was willst du denn von mir?« geiferte der Ältere zurück. »Geh doch …«, aber fränkelte ihm schon der andere wieder ins Wort.
»A Junkie muss amol was essen, du Arschloch! Ich hab dich nur nach was zum Essen gfrogt. Da musst du mir ned sagen, ich soll mir a Erwat suchen …. gnignigni … du bist a Wichser, hey! So a Wichser!«

Natürlich kriegen in dieser wie in wahrscheinlich allen Städten viele Obdachlose diesen Ratschlag recht oft an den Kopf geworfen. Ich frage mich halt immer, warum sie ihre Ansprüche für Transferleistungen nicht geltend machen. Das könnten sie ja tun. Der Weg steht ihnen im Normalfall offen. Aber erstmal durch Sucht auf der Straße gelandet, sind wohl strukturelle Abläufe kaum mehr denkbar. Wer als Passant nicht geben möchte, der soll es lassen. Daran ist nun wirklich nichts verwerflich. Aber gegen dieses schwächste Glied der Gesellschaft auch noch starke Sprüche auffahren: Das nenne ich Feigheit.

Ein bisschen ging mir sein Geheule ja schon auf die Nerven. Aber wer weiß, welche psychischen Probleme in dem armen Kerl rumorten.
»Du sitzt da und trinkst a Bier und schaust mi als letztn Dreck an«, polterte er weiter. »Du bist vielleicht anner! A richtiger Säufer und sagst mir i soll erwaten geh. Scheißalkoholiker. Scheißwichser.«
»Gnignigni … der is a Alki hey und macht mich an!«

Weiter ging es: »Na und, i bin a Junkie! Deswegen muss ich a was essen. Ich hab dich nur gfrogt, Alter. Da musst du nicht so sein.« Er verfiel erneut in weinerliche Unverständlichkeit, murmelte etwas vor sich hin. Man verstand nur Fetzen: »Junkie«, »blöder Wichser«, »nur gfrogt«.
Der Ältere, der im Zweiersitz Platz genommen hatte, schwieg sich aus, seinen bösen Blick auf den gerichtet, der sich Junkie nannte und der jetzt mit noch mehr Engagement jammerte.
»Stell dir vor, a Junkie hat auch amol ann Hunger«, er wurde lauter, seine Stimme wütender. Er stierte seinen Kontrahenten an. Rappelte sich auf, ging drei Schritte auf ihn zu. Oha, jetzt wird es ungemütlich, befürchtete ich. Aber die Straßenbahn hielt an der nächsten Station, der Junkie stieg aus, schimpfte dabei noch auf seinen Gegenspieler und weinte überlaut, als er am Fenster vorbeiging.

Da fiel mir ein, dass ich den jungen Kerl schon mal gesehen hatte. Irgendwann nach Mitternacht in der Nähe des Hauptbahnhofes. Er quatschte jemanden an, der schüttelte ablehend den Kopf und das reichte schon, dass er wieder weinte und schrie, vom Hunger sprach und völlig aufgelöst eine Glasflasche von einer Mauer zu Boden schmiss. Dann türmte er laut weinend.

Kaum war er raus aus der Tram, meldete sich einer zu Wort, der versetzt hinter dem im Zweiersitz saß. Er sprach seinem Vordermann Mut zu. Er wäre auch nicht gerade reich, ließ er den wissen. Aber gebettelt habe er niemals. Der andere nickte, er ja auch nie. »So was verstehe ich nicht«, quatschte der Hintermann weiter und der Vordermann drehte sich um, versuchte seinen Frust in einem Gespräch und in einem Schluck Bier zu ersäufen. Ein Bier mache ihn doch nicht zum Trinker. Der andere bejahte und betonte abermals: Gebettelt – nee, das habe er wirklich noch nie, obwohl auch er nicht viel habe.

Wir stiegen aus, waren mittlerweile angekommen und verließen diesen Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Arme Schlucker, wie es sie viele da draußen gibt. Solidarisiert durch einen, der noch weniger hatte als sie. Ein Typ im Anzug stieg ein, als wir vom Trittbrett sprangen. Feiner Zwirn und Aktenköfferchen. Der Erfolg stand ihm gut. Für ihn würden sie keine Augen haben.

Distinktion orientiert sich nun mal nach unten. Im gemeinsamen Bestärken, niemals das Gesicht so verlieren zu wollen, wie es die absoluten Habenichtse tun, finden die relativen Habenichtse zusammen. Und das ist keine Straßenbahngeschichte. Das ist ein gesellschaftliches Problem.

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1. Dezember 2017 13:00

[…] was war denn in dieser fast menschenleeren Straßenbahn los? Armut – und Armutshierarchien!Weiterlesen bei den neulandrebellen Lesen Sie auch: Arbeitskraftverkäufer, ihr habt nichts zu verlieren – fast nichts! Die […]

Niki
Niki
2. Dezember 2017 9:39

Nur zur Verständnis: „Erwat“ = Arbeit? Grundsätzlich ist die Antwort, dass sich jemand erstmal Arbeit suchen soll, eine Demütigung die ihres gleichen sucht. Nach unten treten ist aber hier überall Natur und quasi in fast jedem Elternhaus Erziehungsstil in Deutschland. Von anderen Ländern kann ich nun mangels Erfahrung nicht reden. Eine weitere Sache ist, dass hier von den ärmsten Schluckern extreme Dankbarkeit erwartet wird für eigentlich absolute Selbstverständlichkeiten… Natürlich ist dem so, dass niemand wohl gerne Armut im Land begegnet. Aber dass gehört leider dazu. Was ich tun kann? Nicht viel bzw. viel zu wenig! Aber mich beschämt es zutiefst,… Weiterlesen »

Kreuzrotter
Kreuzrotter
2. Dezember 2017 13:09

So ähnlich geht es Menschen, die in unserem „Gesundheits“system sich Hilfe und noch viel besser Heilung erhoffen. Die vorhandenen „Strukturen“ sind nur dazu da Krankheit zu verwalten. Chemische Mittel gibt’s jede Menge von Ärzten und Apotheken, z.T. mit Krankenkassenunterstützung, nur keine Tipps für eine echte Heilung. Kein Wunder sind alternative Heiler, die wirklich heilen, und die meistens privat bezahlt werden müssen, außer bei Privatpatienten (bis zu 80%), trotzdem auf Monate ausgebucht! Diese ehemalige Bundes“gesundheits“ministerin Schmid (die mit der entführten Mercedes-Limousine während ihres Spanien-Urlaubs) meinte mal beim Journalistendarsteller Kerner (ca. 2008 oder 2009), dass die Deutschen, wenn sie im Ausland krank… Weiterlesen »

Kreuzrotter
Kreuzrotter
Reply to  Roberto J. De Lapuente
3. Dezember 2017 14:26

Ich habe mehr als 40 Jahre Erfahrungen mit Krankenhäusern und Ärzten, 22 davon in der gesetzlichen Krankenversicherung. In meinem Leben war ich schon in mindestens sechs verschiedenen Krankenhäusern als Patient, in zweien davon stationär, zum ersten Mal mit 10 Jahren für zwei Wochen. Die Zahl der Ärzte, die ich wegen lauter verschiedener Krankheiten aufgesucht habe ist nochmal ein mehrfaches davon. Ich habe etliche Knochenbrüche an Rippen, Wirbeln, Fingern und einem Bein hinter mich gebracht, alle möglichen Kinderkrankheiten, auch eine Lungenentzündung. Vor etwa 23,5 Jahren war ich, auf Anraten einer Hautärztin, in einer Hautklinik. Dort ließ ich mir meine Haut zur… Weiterlesen »

Kapott
Kapott
Reply to  Kreuzrotter
3. Dezember 2017 15:03

Eine aufregende Geschichte …..du hättest ja am Sonnenbrand sterben können ! Puhhh, das war knapp ….. das hätte auch schlimmer ausgehen können ….

DasKleineTeilchen
DasKleineTeilchen
Reply to  Kreuzrotter
4. Dezember 2017 10:28

Seit zwei Monaten quäle ich mich mit mehr oder weniger starken Rückenschmerzen herum. Alles fing mit einer Wirbelverrenkung während meines Umzugs an, den ich trotz dieses Handicaps durchzog.

aua. sorry, aber schön blöd. wahrscheinlich keine „wirbelverrenkung“, sondern mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit bandscheibenvorfall. mit nem „ernährungsproblem“ hat das nichts zu tun.

So würden sie NICHT als weitere „Therapie“ ein MRT empfehlen

guess what? ein MRT ist keine „therapie“, sondern dient der diagnostik, ob ein bandscheibenvorfall vorliegt, danach gibts die therapie. wenn du das aufgrund deiner ignoranz noch länger rausschiebst, wird ne OP irgendwann unvermeidlich.

Kreuzrotter
Kreuzrotter
Reply to  Kreuzrotter
3. Dezember 2017 10:24

Ich werde gleich noch ausführlicher antworten. Weil aber meiner Meinung nach das „Leben Retten“ keinen Aufschub duldet, hier schon mal ein paar Videos und ein Artikel zum Anschauen, Lernen und Hoffnung kriegen. Ein Interview mit einem ehemaligen Kraftwerksingenieur, der es im Alter von 55 Jahren vom Bruder von Reiner Calmund zum Halbmarathonläufer mit 71 gebracht hat – innerhalb von ein paar Jahren. Das Rezept: Gutes Wasser, gutes Essen (vor allem Gemüse und Obst, sowie Pflanzenöle) und vermutlich auch guter Schlaf sowie ein gutes soziales Umfeld(Familie). Selbstheilung ohne Schulmedizin: Nichts glauben – selbst prüfen (38min) https://www.youtube.com/watch?v=4aotGzENy-k Ganz aktuell ein Artikel beim… Weiterlesen »

Kreuzrotter
Kreuzrotter
Reply to  Roberto J. De Lapuente
3. Dezember 2017 11:42

Sorry, aber das ist Verschwörungstheorie

Aha. Welches der Dinge, die ich genannt habe, ist für Dich eine Verschwörungstheorie?

DasKleineTeilchen
DasKleineTeilchen
Reply to  Kreuzrotter
3. Dezember 2017 13:13

Nichts glauben – selbst prüfen

da gehts schon los, standard-spruch der aluhut-fraktion; ein eigentlich nicht falscher satz, aber pervertiert in seiner simplizität zum totschlag-„argument“ im dienste der wissenschaftsfeindlichkeit.

DasKleineTeilchen
DasKleineTeilchen
Reply to  Kreuzrotter
3. Dezember 2017 13:34

grundgütiger! jetzt seh ich das erst; zb dieses:

das kartenhaus – house of numbers – die AIDS-verschwörung

sonst noch was?!? eine VT reinsten wassers, dessen interviewte AIDS-leugnerin noch vor veröffentlichung an AIDS verstorben ist?!? wie wärs noch mit nem happen „Germanische Neue Medizin“ als nachschlag? Jezzuz!

DasKleineTeilchen
DasKleineTeilchen
Reply to  Roberto J. De Lapuente
3. Dezember 2017 13:38

Wer will?

wie wärs mit dir? du bespielst doch schon den halben blog.

Pentimento
Pentimento
Reply to  Roberto J. De Lapuente
3. Dezember 2017 19:06

@ Roberte De Lapuente,

Das stimmt so nicht. Es gibt Alternativen die durchaus wissenschaftlich gesichert sind, aber von unserer Schulmedizin abgelehnt werden. Diese ist sehr eng gefaßt und sehr mit der Pharmaindustrie verbunden.Ich finde die Einträge von Kreuzrotter interessant und wichtig. Im Ernst? Kein Platz hier für so etwas? Tz…Tz…

Pentimento
Pentimento
Reply to  Roberto J. De Lapuente
4. Dezember 2017 7:48

Lieber ,

Dies ist eine ernst gemeinte Frage:

Gefährlicher als Neonazis? Inwiefern? VTs können sich als wahr oder unwahr erweisen, Neonazis sind und bleiben Nazis.

Als Herr Dr. Semmelweis damals behauptete, Kindbettfieber sei ansteckend wollte ihm solange niemand glauben, bis er sich durch den Kontakt mit einer Erkrankten freiwillig angesteckt hat.

Ich meine, sind VTs wirklich bedrohlich, oder fühlst Du Dich vielleicht in Deinem Weltbild verunsichert oder gar bedroht?

DasKleineTeilchen
DasKleineTeilchen
Reply to  Pentimento
4. Dezember 2017 10:02

Dr. Semmelweis

komisch; immer wenns um sowas geht, werden möglichst alte „beweise“ aus der mottenkiste der „skeptiker“ gezerrt. besides; seine arbeiten wurden doch akzeptiert?!?
desinfektion ist seitdem „schulmedizinischer“ standard, right? also von was zum geier faselst du?

fühlst Du Dich vielleicht in Deinem Weltbild verunsichert oder gar bedroht

*seufz* immer die gleiche leier…

DasKleineTeilchen
DasKleineTeilchen
Reply to  Pentimento
4. Dezember 2017 9:52

Es gibt Alternativen die durchaus wissenschaftlich gesichert sind, aber von unserer Schulmedizin abgelehnt werden.

das ist ein oxymoron; wenn etwas „wissenschaftlich gesichert“ ist, wird es von der evidenzbasierten medizin nicht abgelehnt. und „schulmedizin“ ist ein kampfbegriff der fälschlicherweise dogmen in der wissenschaftlichen, evidenzbasierten und sich weiterentwickelnden medizin impliziert. also mal schön langsam.

der industrielle/kapitalistische clusterfuck dahinter ist ein völlig anderes thema.

Pentimento
Pentimento
Reply to  DasKleineTeilchen
4. Dezember 2017 10:14

@ Teilchen

Ist ja gut! Ein Oxymoron also. Bravo! Aber Du weißt schon, was ich meine, oder? Kann der gute Roberto vielleicht selbst antworten?

In der Kommentarspalte bei DieZeit.online hätte man Deinen Kommentar gesperrt. Begründung:

„Bitte verzichten Sie auf Polemik.“ 🙂

DasKleineTeilchen
DasKleineTeilchen
Reply to  Pentimento
4. Dezember 2017 18:21

wir sind aber nicht auf Zeit.online. und natürlich kann roberto selbst antworten (wenn er denn überhaupt will), was mich aber nicht daran hindern muss, ebenfalls meinen senf dazuzugeben.

und ja, ich halte VTs für bedrohlich und gefährlich; orange POTUS anyone for instance?

Kapott
Kapott
Reply to  Kreuzrotter
3. Dezember 2017 12:24

Chemische Mittel gibt’s jede Menge von Ärzten und Apotheken, z.T. mit Krankenkassenunterstützung, nur keine Tipps für eine echte Heilung.

Genau, der Junkie aus der Tram könnte den Saft des Methadon-Strauches
inhalieren um wieder auf die Füße zu kommen. Kein Mensch braucht chemische
Medikamente. Alles Quatsch ! Herzmittel….alle überflüssig ! Morgens kalt duschen
und 10 Kilometer joggen ! Der Rest fällt unter natürliche Auslese…..

Kapott
Kapott
Reply to  Roberto J. De Lapuente
4. Dezember 2017 8:05

Im Kern seiner Kritik ist die pharmazeutische Industrie ein Haufen von Ganoven. Damit liegt er nicht falsch. Was mich oft wundert ist, dass aus begründeter Kritik absurde Konsequenzen gezogen werden. „Weil die Pharmaindustrie aufgeblasen und geldgierig ist, hat die Schulmedizin versagt weshalb wir mehr Wunderheiler benötigen.“ Die Opfer der Wunderheiler führt man auf Fehldiagnosen der Schulmedizin zurück: „Das war gar kein Krebs, das war eine Blockade im XY-System. Wäre dieser Mensch nur frühzeitig zum Wunderheiler gegangen, würde er heut noch leben.“ Irgendwann nimmt die Wirrheit dieser Leute sowas von Fahrt auf das man selbst oben und unten nicht mehr auseinanderhalten… Weiterlesen »

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Kapott
4. Dezember 2017 19:01

@Kapott Weil die Pharmaindustrie aufgeblasen und geldgierig ist, hat die Schulmedizin versagt weshalb wir mehr Wunderheiler benötigen.“ Die Opfer der Wunderheiler führt man auf Fehldiagnosen der Schulmedizin zurück: Bist du da nicht auch etwas dogmatisch mit deiner Pauschaldiagnose? Tatsache ist doch, dass reihenweise Pharmatreferenten durch Arztpraxen schwirren und ganzjährig Weihnachtsmann spielen.und sich auch immer wieder Ärzte finden, die für Geschenke empfänglich sind und natürlich erfordert jede Leistung eine Gegenleistung.. Dass in Kliniken teuer angeschaffte Geräte auch „ausgelastet“ werden, wo es möglicherweise gar nicht nötig ist und teilweise unnötig operiert wird, weil eine Klinik eben auch ein Wirtschaftsbetrieb ist ( besonders… Weiterlesen »

Pentimento
Pentimento
Reply to  Robbespiere
4. Dezember 2017 19:27

Daß in Deutschland sehr viele Medikamente verschrieben werden, habe ich auch beobachtet. Einem Patienten mit hohem Blutdruck z.B. kann man einen Blutdrucksenker verschreiben (5 Min.Gespräch). Man kann ihn aber auch nach seiner Lebensweise fragen – Bewegung, Ernährung und Stressfaktoren – und entsprechend beraten, statt gleich einen Betablocker zu verschreiben. Das braucht mehr Zeit, ist aber besser ,nachhaltiger und vor allem gesünder für den Patienten.
Ich betreue eine 80jährige Nachbarin, die ich auch bei Artztbesuchen begleite. Nach genau 5 Minuten Behandlungszeit, wird der Arzt von der Helferin angerufen, und bricht das Gespräch ab.

DasKleineTeilchen
DasKleineTeilchen
3. Dezember 2017 13:21

I hate to say this, aber wenn das Das ist ein gesellschaftliches Problem die hinlänglich bekannte quintessenz einer bereits tausendmal (und besser) erzählten geschichte ist…dann ist der spiegelfechter wirklich und endgültig tot. schade.

GrooveX
GrooveX
Reply to  DasKleineTeilchen
3. Dezember 2017 19:47

es ist bekannt, dass manches laaaangsam an die oberfläche dringt. da muss man mit leben.

DasKleineTeilchen
DasKleineTeilchen
Reply to  GrooveX
4. Dezember 2017 10:12

scheint so, vor allem wenns nur noch auf ne 404 zeigt. war das der witz?

GrooveX
GrooveX
Reply to  DasKleineTeilchen
4. Dezember 2017 12:51

muss man bei der url auch noch mit ja? nee, ne…

DasKleineTeilchen
DasKleineTeilchen
Reply to  GrooveX
4. Dezember 2017 18:26

kannste wenigstens einmal diesen merkwürdigen und sich mir nicht erschliessenden ironie-BS lassen, groove? ganz ehrlich? ich schnalls gerade garnich, wertgeschätzter mitkommentator/in.

GrooveX
GrooveX
Reply to  DasKleineTeilchen
4. Dezember 2017 19:02

okay, ich helfe ja gerne, aber immer mit meiner bullshitironie – ohne geht gar nicht. also du so: wenn das Das ist ein gesellschaftliches Problem die hinlänglich bekannte quintessenz einer bereits tausendmal (und besser) erzählten geschichte ist…dann ist der spiegelfechter wirklich und endgültig tot. 3. Dezember 2017 13:21 tom wellbrock so: Unter dieser Adresse werdet Ihr uns nicht mehr erreichen können. Und zwar vom 1. Januar 2017 an. Denn dann wird der Spiegelfechter „eingestampft“. 13. Dezember 2016 ich so: …bei der url… nee, ne… The requested URL /wordpress/134169/alles-hat-seine-zeit-die-des-spiegelfechters-neigt-sich-dem-ende was not found on this server. war doch nu echt ganz einfach,… Weiterlesen »

DasKleineTeilchen
DasKleineTeilchen
Reply to  GrooveX
4. Dezember 2017 19:55

war wohl mein stumpfer moment der woche 😉

GrooveX
GrooveX
Reply to  DasKleineTeilchen
4. Dezember 2017 20:10

oh, ich könnte dir noch ein paar abgeben. ist ja schon montag abend.

trackback
22. Dezember 2017 6:04

[…] Vor einigen Wochen berichtete ich über eine Fahrt in der Tram, bei der ein offenbar obdachloser Mann ständig in schier hemmungsloses Weinen verfiel. Da waren wir gerade auf dem Rückweg von einer ganz speziellen Führung, die am Frankfurter Hauptbahnhof angeboten wird: »Straßenblick – Ex-Obdachlose erzählen ihre Geschichte«. Wie es der Zufall an jenem Tag wollte, bot selbst die Heimfahrt also noch eine weitere obdachlose Geschichte. Oder geht man sensibilisierter aus einer solchen Veranstaltung heraus, sodass man solcherlei Ereignisse ein bisschen anders wahrnimmt? […]

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