Wir Sexismusopfer

Sexismus ist eines der ganz großen Probleme unserer Zeit? Na, wenn das mal stimmt. Offenbar muss immer wieder an ihn erinnert werden, um ihn dann mal wieder auf der Agenda ganz oben zu platzieren.

Zum Glück – muss man fast schon sagen – kam jetzt heraus, was nie jemand für möglich gehalten hat: Besetzungscouchen sind eine sexistische Zone, in (und auf) denen die Übergriffigkeit ein obligatorisches Einstellungskriterium sind. Gäbe es Mister Weinstein nicht, man wüsste so wenig vom Sexismus in der Gesellschaft. Er ist ein Pionier wie Monsieur Strauss-Kahn. Wie Herr Kachelmann. Wobei ich bei keinem der Herrn Spekulationen anstellen möchte, man muss ihnen die Vorwürfe bitte beweisen, dann kann man urteilen – das gilt juristisch wie für den alltäglichen Allgemeingebrauch. (Dies nur als warmer Ratschlag von Ihrem freundlichen und serviceorientierten Autor.) Ohne diese Herren wüsste man halt so wenig, wie sexistisch es da draußen immer noch läuft. Die Männer ganz generell, sie sind die Herren der Abläufe – von Zeit zu Zeit muss daran erinnert werden, sonst merkt es gar keiner in diesem Land voller Ministerinnen und der Richtlinienkompetenzin. Na gut, stimmt ja: Es heißt ja der Hosenanzug – und damit ist belegt, dass der Mann selbst dann noch regiert, wenn es schon eine Frau tut.

Kaum ruft man also mal wieder zur Erinnerung, kommt alles ans Tageslicht, melden sich unzählige weibliche Menschen zu Wort, die von männlichen Menschen nicht richtig behandelt wurden. Ich formuliere das gezielt passiv als nur schlechte Behandlung, weil nicht alles was der Kollektivaufschrei da erzählt, von gleicher Qualität ist. Die einen erzählen, wie sie befummelt werden, während die anderen sich ärgern, weil ein Mann blöd aus der Wäsche guckte und sagte: »Hmmm, eine Frau habe ich jetzt nicht erwartet.« #metoo – ernsthaft jetzt? Die erste Variante ist ohne Ausflüchte eine schändliche Sauerei; die zweite hingegen ist Kommunikation – keine behände zwar, nichts Elegantes, aber halt auch nichts anderes. Dass man den kommunikativ Unterentwickelten mit den potenziellen Busengrapschern im Sud der ganzen Debatte auch gleich weichkocht: Das hat nichts mit Debattenkultur zu tun, sondern mit der perfiden Lust an inquisitorischer Hysterie, die sich keine Mühe um Erkenntnisgewinne machen möchte.

Ein Sexismus kommt in der Debatte jedoch nur ganz zögerlich vor. Jetzt habe ich aus Versehen doch »Debatte« geschrieben – gemeint war natürlich die Kakophonie der jetzt von Mister Weinstein Erweckten und Erinnerten. Dass viele Frauen in prekären Verhältnissen schuften, sich aufreiben in Berufen des Pflegespektrums etwa und ihre Gesundheit aufs Spiel setzen, während man ihnen als Dank mehr oder weniger nur die Hand drückt und sagt »Och, Sie sind aber ein guter und sozialer Mensch«, das ist eher so ein Randthema. Das ist der Teil eines Sexismus, der als systemische Normalität im Klassismus aufgeht – wir reden hier aber grundsätzlich von einem Klassismus, der ziemlich geschlechterneutral auftritt: Unter Prekariern ist die Gleichberechtigung schon lange umgesetzt. Sie arbeiten gleich viel und verdienen gleich viel – was allerdings in Sachen des Verdienstes nicht viel, sondern wenig ist.

Als Problem bei männlichen Prekariern stellt sich nun, dass sie ihre Situation nicht als Sexismus verbuchen können – zynisch gesagt. Das Problem bei der jetzt mal schnell wiederentdeckten Hysterie zum Sexistenmann ist noch viel tragischer: Sie ist Tünche. Man forciert dieses Thema als Stellvertreterdebatte. Solange man den Männern da draußen sagt, sie seien die Unterdrücker der Frau und solange man den Frauen da draußen sagt, sie sollten zur Abwechslung nicht nur Kinder, sondern sich auch vor dem Manne hüten, muss man nicht so viel von Teilhabe und von der sozialen Frage reden. Dass das, was man so lapidar als Sexismus tituliert, mit ein Aspekt der sozialen Frage ist: Pssst, nicht so laut – sonst führen wir am Ende wieder eine dieser bösen bösen Neiddebatten.

Die Neiddebatte namens Sexismus ist da viel angenehmer. Sie kostet nichts außer ein bisschen wahllose Vorurteile und Feindbildpfege. Dass der Großteil der Männer im Lande so weit von sexistischen Handlungen im Alltag entfernt ist, wie von einem fairen Lohn: Die Aufschreierinnen sagen es ihnen ganz bestimmt nicht. Sie wissen es ja eventuell selbst nicht.

Nein, runterspielen will ich die Anlegenheit natürlich nicht. Wenn Angelina Jolie um ihre Existenz gebracht wurde, weil sie Mister Weinstein nicht so gefällig war, wie er es gerne gehabt hätte, dann ist das natürlich kein Spaß mehr. Da geht es um Existenzen. Andererseits ist Frau Jolie nun wirklich kein gutes Beispiel, sie hat ja Geld, sie könnte sich ja auch mit »Go fuck yourself!« empfehlen. Bei vielen weiblichen Angestellten sieht das leider anders aus. Sie müssen auf die eine oder andere Weise gefällig sein. Beischlafen im schlimmsten Fall – oder einfach nur dämliche Sprüche ertragen, damit sie Aufstiegschancen wahren. Ob man mit Liberalisierungen im Betriebsverfassungsgesetz diese Schieflage rettet: Ich weiß ja nicht! Weniger Betriebsrat und Mitsprache scheint kein probates Mittel zu sein. Dort könnte man aber anfangen Angestelltenrechte zu stählen.

Die widerlichen Typen, die den Frauen den Aufstieg erschweren, sind übrigens dieselben Kerle, die auch untergebenen Männern in die Parade fahren. Und das sage ich nicht, wie schon erwähnt, um alles runterzuspielen. Mich ärgern nur Vereinfachungen. Und diese Sexismus-Diskurse, die stets dann stattfinden, wenn jemand prominent seine Sexistenz ausspielte, werden ganz gezielt als plumpe Vereinfachung gehalten. Mit Didier Eribon könnte man feststellen, dass wir es mit jener Art von Toleranzdebatte zu tun haben, die die soziale Debatte sediert. Wenn Frau Nahles sich zu Wort meldet und sagt, sie kenne Sexismus, Männer hätten ihr immer wieder gesagt, dass sie es nicht könne, dann tendiere ich dazu, das nicht als Sexismus abzutun: Sie kann es ja wirklich nicht. Und das ist keine Frage des Geschlechtsteils.

Falls jetzt gleich gewisse Kreise auch noch dieses Textchen in ihren #Aufschrei einpflegen, um die Verharmloser zu listen, dann sind wieder alle so beschäftigt mit dem Geschlechterkampf, dass mal wieder für einen Augenblick Ruhe ist im Ausbeutungsgeschäft. Dass man die soziale Gerechtigkeit mal wieder deshalb verdrängt, weil alle Männer pars pro toto begutachtet werden: Ich würde das auch Sexismus nennen.

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GrooveX
GrooveX
1. November 2017 7:18

Und das sage ich nicht, wie schon erwähnt, um alles runterzuspielen. du hättest es dann einfach lassen können. …und jetzt noch auf diesem abgehetzten gaul rumzureiten, macht auch nicht den seriösesten eindruck. Dass man die soziale Gerechtigkeit mal wieder deshalb verdrängt, weil alle Männer pars pro toto begutachtet werden: Ich würde das auch Sexismus nennen. aha… und wer verdrängt hier was? ach übrigens, um die liste der verunglückten analogien auch von meiner seite noch anzureichern: den weißen ständig ihren rassismus unter die nase zu reiben, ist auch rassistisch. das gleiche probieren wir jetzt mit antisemiten, und dann wissen wir, dass… Weiterlesen »

GrooveX
GrooveX
Reply to  Roberto J. De Lapuente
1. November 2017 15:20

ich lasse ja nicht nur diesen kommentar nicht. jedenfalls wurde ein anderer kommentar von mir unter moderationsvorbehalt gestellt. ich fragte mich warum, was ich manchmal tue, und kam auf den gedanken, dass ihr so eine art blacklist führt, die mit begriffen gefüttert wurde, deren einer vielleicht [x]ügen[xx]esse ist. kann das sein, also ich meine, mit dem ausgeschriebenen wort? dann würde ich mich freuen, wenn ihr da mal was unternehmen tätet, damit ihn auch andere lesen können.

GrooveX
GrooveX
Reply to  Roberto J. De Lapuente
1. November 2017 15:57

und woran lag es jetzt wirklich? schluckauf der datenbank?

GrooveX
GrooveX
Reply to  Roberto J. De Lapuente
1. November 2017 16:32

ja, alles gut.

seyinphyin
seyinphyin
1. November 2017 9:02

Feminismus ist von einem Teil der linken Menschenrechtsbewegung zu einem rechtsradikalen Instrument des üblichen „Teile und herrsche“ Politik geworden, für die sich immer besonders leicht ersichtliche Merkmale anbieten, wie Hautfarbe, vermeintliche Nationalität, offen ersichtliche Religion, durchaus auch Kleidung, aber natürlich vor allem das Geschlecht. Genutzt wurde auch das schon seit ewigen Zeiten. Zieh in den Krieg und Arbeite dich wund, Mann, denn nur so verdienst Du Dir Liebe von Frau und Kind, ansonsten bist Du nichts. Und du, Frau, kümmere dich um einen solchen Mann und sein Kind, dann wirst du von ihm beschützt und versorgt. Funktionierte lange Zeit wunderbar… Weiterlesen »

Thrombo
Thrombo
Reply to  seyinphyin
1. November 2017 20:57

Sehr gut auf den Punkt gebracht!

Interessant, dass diese sehr treffenden Äußerungen von einer Frau, die du ja bist, stammen. Alle Achtung! Wer hätte das gedacht?

Mordred
Mordred
Reply to  Thrombo
2. November 2017 11:58

Netter positiver Sexismus 😉

Thrombo
Thrombo
Reply to  Mordred
2. November 2017 15:08

Ja Mordred, genau bemerkt! Aufgrund des fehlenden Zwinkersmileys, habe ich eigentlich mit heftigen Reaktionen seitens irgendwelcher Frauenversteher oder Emanzen gerechnet 😉

Wie dem auch sei. Seyinphyin hat schon mehr als einmal gezeigt, dass sie beide Geschlechter als gleich toll bzw. gleich beschissen erachtet. Diese Frau beweist mehr cojones als die meisten „Kerle“, die ich in meinem Leben kennen gelernt habe. Und das ganz ohne Ironie.

GrooveX
GrooveX
Reply to  Thrombo
2. November 2017 15:44

vielleicht solltest du mal wo hin gehen, wo man leute kennen lernt – auch ohne!

trackback
1. November 2017 12:06

[…] immer wieder an ihn erinnert werden, um ihn dann mal wieder auf der Agenda ganz oben zu platzieren.Weiterlesen bei den neulandrebellen Lesen Sie auch: Agenda 2025 – jetzt! Die Agenda 2010 ist aus linker Perspektive gescheitert. […]

Korrekt
Korrekt
1. November 2017 12:12

Herr Kachelmann ist in einem ordentlichen Gerichtsverfahren freigesprochen worden, verdammt noch mal. Das Urteil ist rechtskräftig. Bringt nicht immer die Dinge durcheinander-

aquadraht
aquadraht
Reply to  Korrekt
1. November 2017 12:50

So ist es. Und in einem weiteren Zivilverfahren ist festgestellt worden, dass seine Ex die „Beweise“ vorsätzlich gefälscht hat, um ihn der Vergewaltigung zu bezichtigen. Er ist mithin nicht „aus Mangel an Beweisen“ so einfach freigekommen, sondern ist ein Opfer einer kriminellen Falschbeschuldigung. So viel Sorgfalt muss sein.

Brian de Bois-Guilbert
Brian de Bois-Guilbert
Reply to  Roberto J. De Lapuente
1. November 2017 16:41

Hm, wurde ja nichts anderes gesagt.

DOCH. DU hast schließlich Kachelmann in einer Linie mit Strauss-Kahn und Weinstein genannt.
Nicht Andere anpflaumen, sondern an die eigene Nase packen, Freundchen.

Erich Schmid
Erich Schmid
Reply to  Roberto J. De Lapuente
2. November 2017 6:57

man kann es durchaus so verstehen, wie Brian es tut – es ging mir auch so.

Eschinazea
Eschinazea
Reply to  Roberto J. De Lapuente
1. November 2017 17:07

Gäbe es Mister Weinstein nicht, man wüsste so wenig vom Sexismus in der Gesellschaft. Er ist ein Pionier wie Monsieur Strauss-Kahn. Wie Herr Kachelmann. Wobei ich bei keinem der Herrn Spekulationen anstellen möchte, man muss ihnen die Vorwürfe bitte beweisen, dann kann man urteilen – das gilt juristisch wie für den alltäglichen Allgemeingebrauch.

Kachelmann ist bewiesen unschuldig. Soll jetzt wenigstens noch das Etikett „Sexist“ an ihm
haften bleiben damit sich die Medienkampagne gegen ihn gelohnt hat ?

Pentimento
Pentimento
Reply to  Eschinazea
2. November 2017 13:16

Obwohl Kachelmann unschuldig ist, wird das immer an ihm hängenbleiben. Das Problem hat auch Assange. Das hat er neulich mal in einem Interview geäußert. Der Vorwurf der Vergewaltigung ist das sicherste Mittel, jemanden gesellschaftlich, beruflich und privat fertig zu machen. Dafür sorgt schon die Presse. Das haben die Schweden genau gewußt, als er dieses miese Spiel begann. Zusammen mit ihren transatlantischen Freunden – wahrscheinlich sogar auf deren dringende Empfehlung hin – haben sie versucht, Assange zu zerstören. Er ist immer noch ein Gefangener, obwohl er m.E. ein Held ist. Frauen die sich für so eine Schmutzkampagne hergeben und bewußt falsche… Weiterlesen »

ruhr
ruhr
Reply to  Roberto J. De Lapuente
8. November 2017 16:41

Es ging um die Debatten, die diverse Herren angeleiert haben.

Welche Debatte hat Herr Kachelmann angeleiert?

RodolpheSalis
RodolpheSalis
1. November 2017 13:17

Naja, wenn man zum x-ten Mal gesagt bekommt „eine Frau hab ich nicht erwartet“ ist das vielleicht schon, milde gesagt, sehr nervig. Wir denken halt meist den Standard als männlich. Und Sexismus einfach in Klassismus aufzulösen und sich von dannen zu machen ist sehr schwach. Ein prekär lebender/arbeitender Mann zu sein ist was anderes als ne Frau. Es gibt schon noch Unterschiede. Und als Mann werde ich nicht dauernd danach bewertet wie sexy ich bin. Ich kann hässlich sein wie die Nacht, alles ok. Und wenn sich ne Frau dann schminkt, dann ist sie ne oberflächliche, dumme Tussie. Ich würd… Weiterlesen »

anarki
anarki
Reply to  RodolpheSalis
1. November 2017 15:05

Für prekär lebende Männer ist zuallermindest der Weg in die Obdachlosigkeit wesentlich kürzer als für Frauen in einer vergleichbaren Situation.

Folkher Braun
Folkher Braun
Reply to  RodolpheSalis
2. November 2017 3:06

Vielleicht hilft ein Schwank aus meiner Jugend. 1975 wurde ich Hilfs-Berufschullehrer für Politik und Wirtschaftslehre an der Gewerblichen- und hauswirtschaftlichen Berufsschule in Bocholt in Westfalen. Ich hatte in der Hauptsache die Hauswirtschafts-Klassen (kleine Mädchen von 14 bis 16 und die Jungarbeiter-Klassen). Also alle ohne Lehrvertrag.Der Direktor hatte mich vor Dienstantritt „gebrieft“, ich dürfte die jungen Damen niemals anfassen, anschreien oder aus der Klasse werfen, denn das gäbe sofort Theater mit dem Jugendamt. Bei den Jungarbeitern ließ er mir freie Hand, im Wortsinne, denn die würden nichts anderes kennen. Bei den Buben, zur Hälfte vier Jahre Grundschule in der Türkei, kam… Weiterlesen »

Rudi
Rudi
Reply to  Folkher Braun
2. November 2017 9:32

>>Was sagt man da als Pädagoge? „Mathilde, spring runter, breche dir das Genick, denn Anton vögelt dich auch als Leiche.“<<

Mich würde noch interessieren, was dazu die Pädagogin sagen würde? Schließlich kommt – heutzutage – ein Junge bis zum Alter von zehn, elf Jahren im öffentlichen Bereich mit mindestens 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit, sei es Kita oder Grundschule, keinem Mann, der als Pädagoge seine doch eher karge Existenz sichert, in die Finger.

Mordred
Mordred
Reply to  Folkher Braun
2. November 2017 12:51

Bei den Damen war es schwieriger. Da konnte man bei der Erläuterung unseres politischen Systems mit der Tatsache konfrontiert werden, dass Mathilde durch das Fenster ihren Freund auf dem Hof sah. Sie machte das Fenster auf, zog sich das T-shirt hoch und brüllte mit bammelnder Molkerei: „Anton, ich will dich ficken.“

Schulmädchen-Report war gegen die Realität ein Scheiß^^

Mordred
Mordred
Reply to  RodolpheSalis
2. November 2017 13:06

Du hast das Thema des Artikels nicht verstanden. However: Naja, wenn man zum x-ten Mal gesagt bekommt „eine Frau hab ich nicht erwartet“ ist das vielleicht schon, milde gesagt, sehr nervig. Reden wir von der Staatssekretärin? Die mit dem ungewöhnlichen Namen? Die ganz nett aussieht, sich umfangreich stylt und auch locker als u30 durchgeht? Der ein 80jähriger Komplimente machte? Was sagt die eigentlich Erziehern und Grundschullehrern, die jeden Tag implizit und explizit gesagt bekommen, dass sie aufgrund männlicher Sexualtriebe für ihren Job nicht geeignet wären? Und Sexismus einfach in Klassismus aufzulösen und sich von dannen zu machen ist sehr schwach.… Weiterlesen »

Lutz Lippke
Lutz Lippke
2. November 2017 14:49

Vielleicht sollte man mal Strukturelles von Individuellem trennen. Klar ist, dass Frauen sehr lange strukturell benachteiligt wurden und teilweise heute noch werden. Es gibt aber auch strukturelle Benachteiligung von Männern, nicht zu knapp. Ein Aufrechnen der Nachteile ändert an den strukturellen Defiziten gar nichts. Aufrechnen ist aber eine übliche Methode der Freunde und Gegner des Genderismus. Die Konsequenz kann aber auch nicht sein, Mann/Frau prinzipiell zum biologischen Feind zu erklären und damit strukturelle Nachteile zu individualisieren und gleichzeitig zu sexualisieren. Diese Herangehensweise wurde unter Feministen gepredigt und sollte gegen das Bollwerk der Patriarchen zum Sieg verhelfen. „Das Private ist politisch“… Weiterlesen »

GrooveX
GrooveX
Reply to  Lutz Lippke
2. November 2017 15:23

ich sags auch immer wieder: mal ist es so rum und mal so rum.

Lachdrang
Lachdrang
Reply to  Lutz Lippke
2. November 2017 16:53

bewirtschaftung

Zu Besuch und ich frag noch so: „Wie ist eigentlich euer Wasser getestet – weil, daß schmeckt wie nasser Hund riecht!?“ Perle: „Schlecht gespült!“. Worauf ich: „Das weiß ich mittlerweile auch, aber wie mir dann erklärt wurde, daß ich aus dem Zeremonienbecher trinke in dem sonst die Zauberpilze aufgebrüht würden…“

Zappa
Zappa
Reply to  Lachdrang
2. November 2017 17:45

Zappa
“Just look where the Huskies go and don’t try eat…“

MH? – „Natürlich gedüngt“…

trackback
3. November 2017 15:32

[…] Ausgerechnet als 'Argument' gegen Sexismus entdeckt Herr De Lapuente plötzlich den Klassenkampf. Manche Manöver sind einfach zu durchsichtig. Leider mag "Dame von […]

GrooveX
GrooveX
Reply to  Feynsinn » Frauwild
3. November 2017 15:40

gestern war er längst abgefahren.

Ziggezagge
Ziggezagge
8. November 2017 13:19

Hier liegen Sie einfach falsch, Herr DeLapuente. Und schlimmer, sie beschwichtigen und belächeln die berechtigten Beschwerden der Frauen, indem sie den Vorwurf erheben, man könne ja nicht Vergewaltigung und sexistische Sprüche gleich bewerten. Beide entstehen aber aus dem weit verbreiteten Sexismus heraus, bei ihnen klingt das aber wie eine Verneinung dieser Zusammenhänge. Hier mal ein paar Beispiele: In gemischten Arbeitsgruppen setzen sich Männer einfach über die berechtigten Einwände und Hinweise von Frauen hinweg, nur um dan 4 turns weiter denselben Einwand zu bringen und dafür Lob zu kassieren. Als wir (m+f) über den ausgedruckten Anweisungen eines Professors brüteten, drehte sich… Weiterlesen »

Musil
Musil
Reply to  Ziggezagge
11. November 2017 16:45

Es braucht keine boxerischen Fähigkeiten eines Mike Tyson. Es reicht ein Stechwerkzeug und die Umsetzung des Messerfeminismus (angelehnt an die Messerintifada). Der Vorteil für die Frauen: Sie können sich IMMER auf Notwehr berufen, denn wie wir ja wissen ist JEDER Mann eine Bedrohung – und denkt nur ans Fressen, Saufen und Ficken.

GrooveX
GrooveX
Reply to  Musil
11. November 2017 17:00

spekulierst du das jetzt oder bist du ein mann?

Holger
Holger
11. November 2017 21:15

Die „von jetzt auf gleich“ zahlreich aufgetretenden Fälle von Sexismus inkl. den erstaunlich gut choreografierten Aktionen wie #metoo haben schon etwas „Geschmäckle“

GrooveX
GrooveX
Reply to  Holger
11. November 2017 23:43

das ist wie damals, als von jetzt auf gleich 374 frauen abgetrieben haben wollen, vom stern damals hochprofessionell choreografiert. das gibts doch gar nicht! da wüsste ich auch gern, was die schwarzer denen dafür gezahlt hat.

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