Sozialarbeit ist Security

Sondierte man an jenem Freitagabend, an dem Rock am Ring kurzzeitig unterbrochen war, ein bisschen die Netzwerke, so konnte man sich ein Bild der allgemeinen Gemütslage machen. Die lautete ungefähr so: Wir lassen uns von denen die Party nicht verderben. Oder aber: Wir müssen denen zeigen, dass sie uns nicht in die Knie zwingen können. Natürlich ist das demokratischer, ja gesunder Trotz. Aber in ihm schwingt etwas mit, wann das Dilemma in all den Debatten ist, die man jetzt zum Thema Terrorismus führt. Denn die Spezifikation in »Wir und die anderen« erzeugt die Ansicht, als seien Radikalisierung und der in einzelnen Fällen daraus entstehende Terrorismus etwas, was von außerhalb der Gesellschaft aufgehalst wird.

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ThomasX
ThomasX
16. Juni 2017 7:56

@ roberto: Dein Artikel ist dahin gehend gut, dass er einen anderen Ansatz an die Betrachtung des „Phänomens Terrorismus“ anlegt und dort tiefer in die Ursachen eintaucht. Das ist super. Aber du benutzt als Aufhänger die völlig falsche Intention der Aussage: „Wir lassen uns durch Terror nicht unterkriegen.“, um eine Verschiebung nach außerhalb der Gesellschaft zu konstruieren. Die Distanzierung vom wir (als Ziel der Angriffe) und ihr (als Angreifer) – und nur diese ist im vorliegenden Fall Intention – würde jedoch gleich mehrere schlechtere Alternativen erzeugen. Einerseits die Täter-Opfer-Umkehr oder aber zumindest die Relativierung der Feststellung, wer in diesem Fall… Weiterlesen »

ThomasX
ThomasX
Reply to  Roberto J. De Lapuente
16. Juni 2017 10:28

Du verallgemeinerst doch sonst das Gelaber von den neurechten Trollen nicht mit der Allgemeinheit. Dass die Foren und Plattformen nach solchen Ereignissen voll mit dem Gespamme dieser Honks sind, ist dir doch auch klar. Aber gerade diese Leute erreichst du ja mit deinem Artikel nicht. Denen geht es nicht um differenzierte Betrachtung oder gar Ursachenforschung.

Anton
Anton
Reply to  ThomasX
16. Juni 2017 11:39

Thomas: natürlich interessieren Dich die Opfer!? Dem Roberto nehme ich es absolut abdeine polit. hauptforderugn würde alles noch verschlimmern, heilige Johanna!

ThomasX
ThomasX
Reply to  Roberto J. De Lapuente
16. Juni 2017 12:18

Verwechselst du da nicht etwas? Ich habe nach dem Abbruch auch Kommentare im Fernsehen von Interviewten gehört, aber da kam nur in Ausnahmefällen etwas mit der von dir unterstellten Intention. Aus meinem Verwandtenkreis waren 5 Personen beim Festival. Alle waren von der Unterbrechung enttäuscht. Keiner von denen hat etwas in dieser Richtung von sich gegeben. Klar, ist das jetzt anekdotisch, aber diese von mir genannten Personen sind auch allesamt eher apolitische Jugendliche/Twens. Ganz anders sah es in den Kommentarspalten in den sozialen Netzwerken aus. Aber genau das ist der Punkt, an welchem vllt. eine genauere Analyse nach dem „wer“ erfolgen… Weiterlesen »

Heldentasse
Heldentasse
16. Juni 2017 10:46

Jetzt haben wir und andere schon so viele Sozialarbeiter nach Libyen, Afghanistan, Syrien, Irak usw. geschickt, und immer noch haben wir Probleme mit dem Terror. Das sollte einem schon zu denken geben.

Beste Grüße

Heldentasse
Heldentasse
Reply to  Roberto J. De Lapuente
16. Juni 2017 12:34

Nein! Nie und nimmer ist Islamismus was von außen! Denn haben wir sehr wahrscheinlich mit unserer „Entwicklungshilfe und Sozialarbeit“ selber gezüchtet, schreibt sogar die im Kontext total unverdächtige Zeit: Kurz nach dem sowjetischen Einmarsch in Afghanistan im Dezember 1979 trafen sich am 15. Januar 1980 hochrangige Regierungsvertreter aus der Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA in Paris, um ihre Reaktion auf die Invasion der Sowjets abzustimmen. Dies geht aus Dokumenten hervor, die das Nationale Archiv Großbritanniens nach dem Ablauf der 30-jährigen Sperrfrist freigab. … Der Kampf der islamischen Mudschahedin in Afghanistan gegen die sowjetischen Besatzer hatte das Erstarken der… Weiterlesen »

Ella
Ella
Reply to  Roberto J. De Lapuente
16. Juni 2017 15:20

Wenn man die Seite öffnet, wird unten ein Längsoval in der Farbe Orange eingeblendet.
Darin ist die Aufforderung zu lesen “ Unterstützt die #neulandrebellen!“.

Ich habe dazu mal eine Frage:

Wobei ?

Plingo
Plingo
18. Juni 2017 11:03

Finde ich tweilweise richtig

Plingo
Plingo
18. Juni 2017 11:39

……

Mimimi
Mimimi
18. Juni 2017 11:46

Huhu

Andreas
Andreas
18. Juni 2017 18:04

Wir werden es in Deutschland mittel- und langfristig mit von Moslems gewollten Parallelgesellschaften zu tun bekommen. Oder besser anders herum, einer nicht gewollten Integration. Einige wird man mit erhöhten Integrationsleistungen, Sozialarbeit etc. erreichen können, aber das wird die Minderheit bleiben. Es wurde schon oft gesagt, aber es ist in der Tat so: Integration beinhaltet auch eine Bringschuld. Und die wird nicht wahrgenommen bzw. gar nicht erkannt. Von einigen schon, von vielen eben nicht. Dazu kommt das Problem, dass eine solche Menge an Muslimen kaum integriert werden kann, da es z.B. schlicht an genügend Arbeitsplätzen fehlt. Ein Job aber ist der… Weiterlesen »

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