Können Insekten das Nahrungsmittelproblem lösen?

Mehlwurm-Burger? Frittierte Grillen? Heimchen im Salat? Wie klingt das? Interessant? Abschreckend? Oder sogar weltfremd? Zumindest Letzteres trifft nicht zu, denn unsere Ernährung steht auf der Kippe. Können Insekten die Lösung dieses Problems sein?

Der weltweite Fleischbedarf bringt uns an den Rand des Möglichen. Nicht nur das Fleisch wird knapp, auch Ressourcen wie Wasser, das für die Produktion von Fleisch in rauen Mengen benötigt wird, sind längst ein Problem geworden. Hinzu kommen die grauenvollen Folgen der Massentierhaltung. Tiere werden nicht artgerecht gehalten, sie werden vollgepumpt mit Medikamenten und am Fließband geschlachtet. Das hat auch für den Menschen Folgen.

Wenn man bedenkt, dass bis 2050 auf der Welt vermutlich 10 Milliarden Menschen leben, wird schnell klar, dass an der Problematik nicht besser wird, sondern sich die Lage jedes Jahr aufs Neue verschärft.

Insekten als Lösung?

In asiatischen Ländern stehen Insekten ganz selbstverständlich auf dem Speiseplan. Doch hier bei uns scheint das keine Option zu sein. Insekten zu essen, wird vielfach als eklig empfunden, man lässt nichts auf sein knackiges Steak kommen, da weiß man schließlich, was man hat, oder? Weiß man zwar immer seltener, und alleine die Frage, was so alles in der allseits so beliebten Currywurst steckt, stellt uns vor Rätsel. Dennoch: Insekten essen wir nicht. Punkt. Basta.

Die Schweizerin Andrea Staudacher sieht das anders. Sie beschäftigt sich seit sechs Jahren mit Insekten und damit, wie man sie am besten zubereiten kann. Staudacher kennt zwar die Abneigung der Menschen gegenüber dem Verzehr von Insekten. Sie begegnet aber auch immer wieder eine großen Offenheit.

Ich sprach mit ihr über Insekten auf dem Teller, wie es sich anfühlt, ein Schwein zu schlachten und über die Frage, ob Insekten tatsächlich das Nahrungsmittelproblem lösen kann.

Unter dem Podcast sind einige Videos für weiterführende Informationen beigefügt. Die kurze Einleitung im Podcast stammt aus der ARTE-Sendung „FUTUREMAG“

Audioplayer:

 

Download:

Soundcloud:

Doku mit Andrea Staudacher:

Weiterführende Infos:

http://www.srf.ch/sendungen/futurefoodlab [InfoBox]

https://www.youtube.com/watch?v=fzuutG4NnW4

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Cyberbohemia
Cyberbohemia
5 Jahre zuvor

Leicht OT,
Insekten sind in den letzten 20 Jahren teilweise um 80 %zurückgegangen.
Nicht gerade die, die wir essen wollen, aber imho sehr bedenklich, und nach meinem Eindruck wissen das leider viel zu wenige.
https://www.nabu.de/news/2016/01/20033.html

Baboo5
Baboo5
Reply to  Cyberbohemia
5 Jahre zuvor

Falsch.

Cyberbohemia
Cyberbohemia
Reply to  Baboo5
5 Jahre zuvor

Warum falsch? Hast Du andere Erkenntnisse?

FrageZeichen
FrageZeichen
Reply to  Cyberbohemia
5 Jahre zuvor

Ich hab jetzt alles noch mal genau nachgezählt. Es war nur ein Rückgang um 63,4523 %. 😀

salvo
salvo
Reply to  Cyberbohemia
5 Jahre zuvor

warum soll das denn OT sein? Ich finde es eher merkwürdig, dass man das Nahrungsproblem der Zukunft mit der industriellen Massenproduktion von Lebewesen lösen will, deren starke Abnahme – bis zu 80%, wie die Studien nachweisen – heute festgestellt wird. Aber während das Massensterben weitgehend ignoriert wird – auch und gerade von Leuten, die sich für links, progressiv, linksliberal oder was auch immer halten – macht man sich darüber Gedanken, welche (nach allen Regeln des freien Marktes industriell gezüchteten) Lebewesen sich demnächst kulinarisch verwerten lassen.
Es gehört wohl zu unserem alltäglichen Zynismus, zukünftigen Menschen, denen wir faktisch eine Hölle hinterlassen werden, auch noch vorschreiben zu wollen, was sie zu essen haben.

https://www.theguardian.com/environment/2017/jun/19/a-third-of-the-world-now-faces-deadly-heatwaves-as-result-of-climate-change

Rudi
Rudi
5 Jahre zuvor

Effektiver wäre, die produzierten Lebensmittel tatsächlich zu verzehren. Laut WWF könnten wir derzeit mit den hergestellten Lebensmitteln statt sieben bis zu zwölf Milliarden Menschen ernähren, wenn nicht eine riesige Menge weggeworfen würde. In Deutschland landen jährlich 18,4 Millionen Tonnen an Nahrung im Müll. Mehr als die Hälfte davon sei heute schon problemlos vermeidbar. Außerdem wissen wir, dass unser Fleischkonsum auch aus gesundheitlichen Gründen zu hoch ist. Der Bundesverband der Deutschen Fleischwarenindustrie meldet, dass die Bundesbürger im Schnitt jährlich 59,2 kg Fleisch verzehren. Niemand kann wissenschaftlich belegen, dass diese Menge notwendig sei, um sich gesund zu ernähren. Eine Reduktion des Konsums auf ein Maß wie in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts – die Hälfte von heute – wäre sicher nicht gesundheitseinschränkend. Und noch etwas: Männer essen fast doppelt so viel Fleisch wie Frauen (Dt. Gesellschaft für Ernährung).

Knallcharge
Knallcharge
Reply to  Rudi
5 Jahre zuvor

Blödsinn. Mit Nahrungsmitteln ist es wie mit Wasser. Der Rest vom Mittagessen nutzt an der anderen Seite des Globus nix und verschimmelte Nahrungsmittel müssen aus verschiedenen Gründen im Bulk verworfen werden.

Diese NGO Propaganda das ach so viel Nahrung im Müll landen würde ist einfach nur Blödsinn und eine Reißbrettstrategie.

Der Fleischkonsum ist wie er ist, weil Leute hunger drauf haben. Was soll an 150 +-75 Gramm Mann / Frau / Kind / Jugendlicher am Tag schlecht sein? Die Menge der Menschen hat ein Recht auf die bestmögliche Nahrungsmittelversorgung, auch wenn das einigen Trotteln nicht passt und einige eine Sündenbockkampagne gegen die Nahrungsmittelindustrie fahren, weil sie Bioapostel sind halbrohvegan oder sonstwie ein ideologisches Programm fahren.

Im Übrigen sind von knapp 150 Gramm Fleisch etwa 30 Gramm Eiweiß zu verzeichnen. Da kommt man im Schnitt – inklusive anderer Quellen wie Milch, Getreide, Eier u.a. – auf den Tagesbedarf der Konsumenten. Das Männer doppelt so viel Fleisch essen ist auch eine klare Sache: Männer haben im Schnitt 60% mehr Muskelmasse als Frauen, sie arbeiten auch sehr oft körperlich anstrengender. Diese 60% sind aber Durchschnitt, da ist das Spektrum zwischen Männern und hart körperlich arbeitenden Männer noch mal erheblich! Da kann man durchaus auch sagen das körperlich arbeitende Männer gegenüber den Damen von der Verwaltung oder aus der Erziehungsbranche das doppelte bis vierfache an Muskelmasse ausweisen dürften.

Die Leute essen das nicht nur weils schmeckt, sondern weils physiologisch eine Notwendigkeit ist, allen Buhrufen zum Trotz und das ist auch gut so. Dies ist bereits eine Tatsache, da gibts wissenschaftlich überhaupt keinen Zweifel dran.

Jeder darf freiwillig Asket sein, aber niemand hat das Recht anderen SEINEN Asketismus aufzuzwingen. Aber viele Linke scheinen sich ja wieder nach sozialistsischer Mangelernährung zu sehnen. Kleiner Tip: In Nordkorea einfach einen Einreiseantrag stellen und als Flüchtling der Überflussgesellschaft dort anheuern und leben bei Mangel und Diktatur. Scheint ja der Wunschtraum vieler Kritiker von heute zu sein.

FrageZeichen
FrageZeichen
5 Jahre zuvor

Die Hitze der letzten Tage ist dem einen oder anderen hier anscheinend zu Kopf gestiegen. 😀
Aber jetzt mal ernsthaft. Wir haben im Westen eine drastische Überproduktion bei den Lebensmitteln. Gleichzeitig schrumpfen die Völkchen nur so dahin oder stagnieren bestenfalls.
Fazit: Ihr braucht keine Insekten fressen. Wir haben tatsächlich genügend Nahrungsmittel. Wer es nicht glaubt: Einfach mal beim Supermarkt um die Ecke nachschaun. Es ist noch was da.

Und nun zu den weiter oben erwähnten Asiaten und Afrikanern: Die sollen ihr Bevölkerungsproblem doch gefälligst selbst in den Griff bekommen. Wir müssen den Damen und Herren nicht den Arsch abwischen und uns Gedanken über deren Versorgung machen.
Die Chinesen haben bereits strukturiert vorgedacht. In deren Richtung geht es dann auch.

Anton Chigurh
Anton Chigurh
Reply to  FrageZeichen
5 Jahre zuvor

Dass du misantroper Wichsvogel wieder so eine Scheiße raushaust, verwundert nicht weiter.
Schlicht mal einfach sämtliche Studien zur Überbevölkerung und Nahrungsmittelknappheit durch deine neoliberale Brille weggebeamt und gequirlte Scheiße verzapft. Ich wünsche mir sehnlichst, dass du Vogel ohne Ausweis und Knete in Äthiopien ausgesetzt wirst und sehen musst, wie du durchkommst. Dann fressen so Typen wie du auch die SCHEISSE von Insekten.
Ubrigens: bei der Nachwuchsplanung hätten deine Erzeuger doch mal besser in der Nacht deiner Kiellegung was anderes gemacht.
Äääähh ist mir schlecht !!!!!

FrageZeichen
FrageZeichen
Reply to  Anton Chigurh
5 Jahre zuvor

Äääähh ist mir schlecht !!!!!

Du hättest einfach nicht so viele Insekten essen sollen. 😉

Rodolphe Salis
Rodolphe Salis
Reply to  FrageZeichen
5 Jahre zuvor

Es sind Schweine und Hühner, die dank Massentierhaltung beengt in ihren eigenen Fäkalien stehen. Die Tiere werden wahnsinnig und beißen einander. Damit sie an ihren Wunden und dem Kot nicht sterben, werden sie mit Antibiotika gefüttert. Im Schlachthof werden sie dann in Rekordzeit zerlegt, weil Zeit Geld ist und kann halt mal so ne Eiterbeule mit in die Wurst gelangen. Lecker. Ich bin zwar kein Insektenesser, aber den Reinlichkeitswettbewerb wird das konventionelle Futter nicht gewinnen. haha.

FrageZeichen
FrageZeichen
Reply to  Rodolphe Salis
5 Jahre zuvor

Bis zu deinem letzten Satz hatte ich deinen Text für eine treffende Beschreibung des pseudolinken Kommentariats hier gehalten.
Vor allem wegen der Sätze „Es sind Schweine und Hühner, die dank Massentierhaltung beengt in ihren eigenen Fäkalien stehen. Die Tiere werden wahnsinnig und beißen einander.“
🙂 🙂

Anton Chigurh
Anton Chigurh
Reply to  FrageZeichen
5 Jahre zuvor

du kranker Pisser musst nicht immer von dir auf Andere schließen. Das ist dein Kardinalfehler

Rodolphe Salis
Rodolphe Salis
Reply to  FrageZeichen
5 Jahre zuvor

Das ist halt die Realität. Was meinst du warum die Antibiotika kriegen? Die Viecher werden wahnsinnig und picken einander tot. Soll ich dir das Lied vom Weihnachtsmann singen oder was? Wir sind nicht die Guten. Akzeptier das.

Rodolphe Salis
Rodolphe Salis
Reply to  FrageZeichen
5 Jahre zuvor

Ach wieso bin ich überhaupt sachlich.

Knallcharge
Knallcharge
Reply to  Anton Chigurh
5 Jahre zuvor

Nennt man Hasskommentar. Aber von dir ist nichts anderes zu erwarten. Was die Linken dürfen, das dürfen die Anderen natürlich niemals *rolleyes

Ist übrigens strafbar. Ich hoffe du mit deinem ach so selbstgerechten Pseudogerechtigkeitssinn kriegst dafür eine Strafe. Der Vorposter sollte sich das nicht bieten lassen.

Ella
Ella
Reply to  FrageZeichen
5 Jahre zuvor

Das Problem ist ein Verteilungsproblem. Das Verteilungsproblem ist auch größer als man
es einer Wegwerfgesellschaft ansieht, die Millionen von Tonnen an Lebensmitteln jährlich
in die Tonne kloppt. So ein Insektenartikel war das Schlechteste was einem Leser zustoßen
konnte.

Die weltweite Ausbeutungspyramide am Beispiel Afrika

https://www.heise.de/tp/features/Die-weltweite-Ausbeutungspyramide-am-Beispiel-Afrika-3398573.html

Weitere Suchworte: Subventionierte Lebensmittel Landwirtschaft Afrika Europa

GrooveX
GrooveX
Reply to  Ella
5 Jahre zuvor

So ein Insektenartikel war das Schlechteste was einem Leser zustoßen konnte.

er ist zumindest ein aufhänger, um mal wieder an

we feed the world

zu erinneren. leider habe ich auf die schnelle keine bessere version gefunden. vielleicht hat einer von euch spezis hier nen besseren link…

Knallcharge
Knallcharge
Reply to  GrooveX
5 Jahre zuvor

Propagandistische NGO Schmierenkomödie. Mit Lösungsbeiträgen hat das Gejammer nichts zu tun.

GrooveX
GrooveX
Reply to  FrageZeichen
5 Jahre zuvor

extra für dich:

Die schlimmste Haltung ist die Gleichgültigkeit!

ist von sartre und an dir vermutlich völlig verschwendet. hau doch einfach ab!

victa
victa
Reply to  FrageZeichen
5 Jahre zuvor

Und nun zu den weiter oben erwähnten Asiaten und Afrikanern: Die sollen ihr Bevölkerungsproblem doch gefälligst selbst in den Griff bekommen. Wir müssen den Damen und Herren nicht den Arsch abwischen und uns Gedanken über deren Versorgung machen.

Kinder sind in Afrika und Asien aber billige Arbeitskräfte die auch den Wohlstand in „der Westlichen Welt“ erarbeiten. Eine afrikanische oder asiatische Familie sichert sich das überleben wenn sie zahlreich Kinder auf Plantagen in Minen und in die Fabriken schicken die auch für uns produzieren. Auch im logistischen, sanitären und Haushaltsbereich stellen Kinder dort wertvolle Arbeitskräfte dar, um den zumeist selbst mieß bezahlten Erwachsenen den Rücken freizuhalten.
Leute wie du sollten echt mal enteignet und mittellos in ein drittes Welt Land geschickt werden um am eigenen Leib die Auswegslosigkeit der Menschen dort zu erfahren. Die Menschen schaffen es ja nicht mal in den reichen Industrieländern einen anständigen Klassenkampf zu führen. Warum sollte das in der dritten Welt anders sein?
Übrigens: selbst bei uns ist der allgemeine Trend, dass sich ärmere und bildungsferne Schichten stärker vermehren als „die Eliten“. Das spielt auch eine entscheidende Rolle dabei den Wert „einfacher“ Arbeit zu drücken, da die „soziale flexibilität/mobilität“ seit dem ausklingen dem Zusammenbruch der Sowjetunion (auslöser des Sputnikschocks) massiv zurückgegangen ist. Dies ist auch die eigentliche Motivation der vorherrschenden Politik hinter der Aufnahme von Flüchtlingen, und nicht etwa das vorgehaltene humanistische Feigenblatt. Das den Flüchtlingen selbst, aus bestimmten politischen Richtungen, daraus einen Strick gedreht wird, ist dabei Teil des Konzeptes „Teilen und Herrschens“ durch die neoliberale Herrschaftsklasse. Einen weitaus größeren Anteil als „der Ausländer“ bzw. „das Ausland“ an der ganzen Misere haben wir selbst, da wir wenigstens formal über weitaus mehr Möglichkeiten zur Mitbestimmung besitzen, welche von der bequemen, kurzsichtigen und reaktionären Mehrheitsgesellschaft aber nie wirklich sinnvoll eingesetzt wurde. Und jetzt sind viele frustriert, weil das fleißige nach oben buckeln nicht ausreichend belohnt wurde weshalb jetzt fleißig feige nach unten getreten wird. Pfui!

FrageZeichen
FrageZeichen
Reply to  victa
5 Jahre zuvor

Weiter oben hatte ich mit der Formulierung („…sollen doch selbst ihr Bevölkerungsproblem…“) den hierzulande vorherrschenden latenten Rassismus aufgegriffen. Dieser Rassismus besagt, dass „die Weißen an allem schuld sind“ und den (pauschal als gut und „arm“ titulierten) Schwarzen, Asiaten (usw. usf.) helfen müssen.
Das Klischee geht also so: Der „böse reiche schuldige Weiße“ muß dem „guten armen unschuldigen Farbigen“ helfen.
Dieser latente Rassismus der Pseudolinken fällt mir schon seit gefühlten Jahrzehnten auf. Mir geht die damit verbundene Herrenmenschenmoral (Motto: „Wir, die tollen Herrenmenschen, müssen den Ausländern zeigen wo es lang geht.“ Oder: „Wir müssen diese armen Figuren bedingungslos hier aufnehmen und durchfüttern“ etc.) mächtig auf den Senkel. Lasst euren unterschwelligen Rassismus doch bitte stecken.

Wir haben es auch in Entwicklungsländern mit erwachsenen Menschen zu tun. Die haben dort schlicht und ergreifend kein Ernährungsproblem, sondern vor allem ein Problem der Überbevölkerung durch „sinnloses/maßloses“ Rumgeficke (sorry!) welches die Problematik noch verstärkt. Und diese Leute sollen bitteschön ihr besinnungsloses Kopulieren doch selbst in den Griff bekommen.
„Der Westen“ ist nicht daran schuld, wenn beispielsweise die Asiaten sinnlos vor Ort rumficken. (zugegebenermaßen derb ausgedrückt).
Wie auch immer: Die Chinesen haben die Sache von selbst in den Griff bekommen. Indem sie gesellschaftliche Sanktionen für große Familien eingeführt haben. Wie man sieht: Es geht doch.
Und dazu bedarf es auch keiner Hilfe aus dem „reichen Westen“.

Anton Chigurh
Anton Chigurh
Reply to  FrageZeichen
5 Jahre zuvor

@ Fragezeichen
Man hat ja von dir schon einiges an Widerlichkeiten hier lesen müssen, aber das was du da eben abgesondert hast, schlägt ja nun dem Fass den Boden aus.

Die haben dort schlicht und ergreifend kein Ernährungsproblem, sondern vor allem ein Problem der Überbevölkerung durch „sinnloses/maßloses“ Rumgeficke (sorry!) welches die Problematik noch verstärkt. Und diese Leute sollen bitteschön ihr besinnungsloses Kopulieren doch selbst in den Griff bekommen.

Wenn ich wüsste, wo du Kakerlake dich real existierend herumtreibst, würde ich dich tatsächlich auch real wegen dieser Sauereien drankriegen, wie und mit welchen methoden auch immer.
Das, was du in deiner unfassbaren Erbärmlichkeit hier per Täter-Opfer-Umkehr zu verschleiern versuchst, ist die typische „Du-kommst-aus-dem-Gefängnis“-Freikarte, die von den abgehobenen Pseudo-Eliten verwendet wird.
Nein, dicht der, dem die raffgierigen „Wertewestler“ die Bomben auf den Schädel knallen sind Schuld – sondern die, die nicht schnell genug vorher schon gestorben sind.
Meine Fresse – bist du ein widerliches, verkommenes Subjekt !

Ich fordere die Moderation nun direkt auf, diese Figur endlich hier auszusperren !

victa
victa
Reply to  FrageZeichen
5 Jahre zuvor

Ja, einfach so zu tun als hätte es hunderee von Jahren westlicher/weißer Hegemonie und Unterdrückung nicht gegeben, ist natürlich eine bequeme und selbstgerechte Art die Dinge zu sehen. Diese Geschichte hat es aber gegeben und sie prägt bis heute nachhaltig hüben wie drüben die herrschenden Verhältnisse. Und die Art und Weise wie sich China entwickelt hat, ist ein historischer und auch in vierlerlei Hinsicht nicht ganz unproblematischer Ausnahmefall der in seinen Anfängen gegeißelt und kriminalisiert wurde. Was Afrika angeht, so wurden es systematisch klein gehalten und jeder denkbare Weg in stabile politische Einheiten bis heute erfolgreich im Keim erstickt. Der chinesische Weg wäre dabei auch denkbar gewesen. Aber langfristig auch nicht unbedingt der sinnvollste, wenn man bedenkt wohin es letztendlich geführt hat. Ich finde es aber insgesamt auch eine wenige positive Entwicklung wenn sich die Völker der Menschheit in einem sinnlosen Wettbewerb ewigen Wachstums begleitet von massiver Aufrüstung gegenseitig bedrohen. Das ist nicht die Welt in der ich leben will!

Die Unterstellung ein Rassist zu sein weise ich ausdrücklich zurück! Ich halte den Rassebegriff für nicht sinnvoll auf den Menschen anwendbar. Wenn ich von einer weißen/westlichen Hegemonie/Dominanz schreibe meine ich damit keine biologisch, völkisch oder sonst wie pseudowissenschaftlich, statisch definierte sondern eine messbare, nachweisbare, dokumentierte, bekannte und nachvollziehbare historisch-soziale-ökonomisch-geopolitische Größe. Der entscheidende Unterschied: Diese Größe ist dynamisch, d.h. veränderbar.
Es gibt grundsätzlich von Natur aus keine besseren oder schlechteren Über- oder Untermenschen. Sehr wohl gibt es aber gewisse äußere Umstände die Menschen voneinander unterscheiden, die man sich aber eben nicht aussucht, weil man hineingeboren wird. Und je widriger diese Umstände sind, desto schwieriger ist es seine Situation zu reflketieren. Die meisten Menschen gehen dabei den Weg des geringsten Widerstandes. Das kann in Afrika eben z.B. Piraterie sein während dies in Europa braves nach oben Buckeln und nach unten Treten in einer legalen, zivilen aber mitunter trotzdem auch fragwürdigen Karriereleiter ist. Z.b. in der Lebensmittelindustrie deren Politik (ja unsere geliebten Unternehmen machen internationale Politik) den Menschen in Afrika ihre Lebensgrundlage entzieht.
Das hat nichts mit Rassismus zu tun, sondern mit historisch gewachsenen und verkrusteten Machtverhältnissen, die letztendlich durch wirtschaftlich-militärische Überlegenheit gefestigt sind.
Dieses ignorante, realitätsverleugnende, neoliberale „jeder ist seines glückes Schmied“ Geschwafel kannst du dir ganz ehrlich sonst wohin stecken. Das ist sowohl auf individueller als auch auf kollektiver Ebene einfach nur blanker Hohn. Nach der derzeitig vorherrschenden Logik ist allein militärische Stärke entscheidend, wenn man international ernst genommen werden will. Das dies so ist, hängt von dem ab der die Regeln bestimmt, und die Regeln bestimmt der der am stärksten ist. Raffst du das Problem an der Sache oder ist das zu schwer zu verstehen?
Ach was solls, vermutlich schreibe ich hier eh gegen eine Wand. Ein schönes Leben noch!

FrageZeichen
FrageZeichen
Reply to  victa
5 Jahre zuvor

Immerhin haben sie doch jetzt mal relativ gut argumentiert und ich stimme insofern gesehen auch zu, dass wir alle ein Problem mit der Oberschicht haben. Allerdings würde ich gerade deshalb nicht von „westlicher weißer Dominanz“ sprechen. Das würde ja dann schon wieder heißen, dass die „kleinen Leute“ primär für diese westliche aggressive Politik verantwortlich sind.
Sondern: Wir alle lassen uns von der Oberschicht tyrannisieren und das hat zugegebenermaßen auch massive Auswirkungen auf die Entwicklungsländer.
Wie auch immer, ich habe keinerlei Probleme mit einem so gearteten Konsenz: Wir müssen die Oberschicht des Westens demontieren anstatt uns von „denen“ kleinmachen zu lassen.
Vielleicht kann man sich ja auf so etwas einigen.

Iphigenie auf Tauris
Iphigenie auf Tauris
Reply to  FrageZeichen
5 Jahre zuvor

Wir müssen die Oberschicht des Westens demontieren anstatt uns von „denen“ kleinmachen zu lassen.
Vielleicht kann man sich ja auf so etwas einigen.

Dann darf man nicht die AfD wählen. Die AfD hat groooßartige Geschenke für die Oberschicht im Parteiprogramm vorgesehen.

FrageZeichen
FrageZeichen
Reply to  Iphigenie auf Tauris
5 Jahre zuvor

Ich bin ja selbst langjähriger Wähler der Linkspartei. Das Problem mit dieser Partei ist, dass diese aktuell einen Totalausfall darstellt und bereits jetzt die typischen SPD-Verrätersprüche klopft (s. Ramelow zur Autobahnprivatisierung). Gleichzeitig hat man die illegale Massenmigration nach Deutschland gefördert und politisch unterstützt.
Und da muß ich leider (mit großem Bedauern) sagen: Sogar die AfD (als wirklich schlechte Alternative) ist wählenswerter, da es die einzige Partei ist die die negativen Folgen der Massenmigration erkannt hat und dagegen angeschrieben und mobilisiert hat.

Die Linkspartei hat in den letzten 10 Jahren nichts zustande gebracht. Es gibt weder eine linke Infrastruktur noch gibt es irgendwelche sozialen Fortschritte in diesem Land. Stattdessen gibt es in der Linkspartei das kriecherische Personal der Ex-PDS das letztlich nur scharf auf Pöstchen ist und sich den SPD-Oberen andienen will. So einen Scheißdreck haben wir auch schon in der SPD und den Grünen. Da braucht ich keine Linkspartei mehr für.
Aber ich gebe zu: AfD wählen ist wohl mehr eine Verzweiflungstat als eine rationale Geschichte. Leider gibt es dazu aktuell keine erfolgversprechende Alternative.

The Joker
The Joker
Reply to  FrageZeichen
5 Jahre zuvor

FrageZeichen ist für ein sehr viel höheres Renteneintrittsalter.
Daher lehnt er vehement Einwanderung ab, die der Überalterung entgegen wirken kann.

Iphigenie auf Tauris
Iphigenie auf Tauris
Reply to  FrageZeichen
5 Jahre zuvor

Rück dein politisches Koordinatensystem im Oberstübchen
zurecht und melde dich anschließend nochmal.
Dein Auftreten ist ja ein einziger Hilferuf.

Du kannst es global betrachten oder in jedes beliebige
Land dieser Erde zoomen. Was du siehst sind Ungleichverteilung,
Krieg und Klimaveränderungen. Das sind die Ursachen die Menschen
in Bewegung bringt, hervorgerufen und befeuert vom Irrsinn eines Neoliberalismus
der die Interessen von Markt und Kapital über die Interessen von Menschen
stellt. Weltweit.

Mehr als Gier und Dummheit steckt hinter allem nicht.
Die Gegenmaßnahmen sind demnach Umverteilung und Aufklärung.

Das ist schon alles.

Jetzt guck wer ehrlich darum bemüht ist. Diese Partei wählst du dann.

Dein Wahlomat sagt bis dahin, Tschüss !

Anton Chigurh
Anton Chigurh
Reply to  Iphigenie auf Tauris
5 Jahre zuvor

Es hat keinen Sinn mit diesem Einzeller. Er ist komplett empathiebefreit und suhlt sich geradewegs in seinem herausgesabberten Unrat.
Sinnlos, diesen Hirntoten beraten zu wollen.
rest in pain, motherfucker !!!

Iphigenie auf Tauris
Iphigenie auf Tauris
Reply to  Anton Chigurh
5 Jahre zuvor

Sein Maschinist ist kaputt. Der spult ihn immer an die selbe Stelle zurück.
Robbi Tobbi und das Fliewatüüt…“Klick-Klick“…

Der ist so bematscht, dass er glaubt hier AfD-Wähler rekrutieren zu können.

FrageZeichen
FrageZeichen
Reply to  Iphigenie auf Tauris
5 Jahre zuvor

Wahlprogramme sind hierzulande schon lange nichts mehr wert.
Und zur Linkspartei: Die ist gerade im Westen aufs Engste mit der Asylmafia verbunden. Da geht es nur noch darum möglichst viel Knete aus dem Asylbetrug mitabzuschöpfen.
Beispielsweise mieten Linksparteimitglieder Asylanten in schlechten Wohnraum ein und schöpfen das zugehörige Geld vom Staat ab.
Also Umverteilung findet da schon statt: Vom normalen Steuerzahler hin zu ein paar reichen Drecksäcken (Immobilienbesizern) die sich in der Linkspartei eingewanzt haben.
Die Linkspartei ist nicht das was ihr glaubt.
Geht mal beispielsweise auf eine von deren Veranstaltungen. Da habt ihr dann die „Salonlinken“ champagnerschlürfend beieinandersitzen.
Es handelt sich genau um denselben Scheißdreck wie er auch in der SPD und bei den Grünen vorzufinden ist. Leute die sehr weit vom Volk entfernt und nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind.
Das Parteiprogramm ist purer Populismus. Wenn es hart auf hart kommt, dann erklärt man sich solidarisch mit den verfassungsfeindlichen Parteien CDU und SPD. (s. dazu auch Ramelow und die Autobahnprivatisierung)
Und da ist mir eine AfD allemal lieber. Die haben wenigstens in einer Angelegenheit (illegale Massenmigration) mal die Interessen der Deutschen vertreten. Alle anderen Parteien haben die Interessen von illegalen Migranten (und damit von Kriminellen) vertreten.
Und da sag ich dann nur noch: Pfui Deibel.

Anton Chigurh
Anton Chigurh
Reply to  FrageZeichen
5 Jahre zuvor

lös dich in deine Bestandteile auf, du piece of shit – und verpiss dich mit deinen billigen BILD-Märchen zu deinen Faschofreunden
Kriminell sind allenfalls solche Missgeburten wie du – und extremst therapiebedürftig !

The Joker
The Joker
Reply to  FrageZeichen
5 Jahre zuvor

Hallo FrageZeichen,
als festes, überzeugtes Mitglied der Asylmafia kann ich nur sagen:
Wir haben den besseren – weil multikulturellen – Sex. Wir kriegen die besseren Frauen.
Wir schlürfen Champagner in den richtigen Salons.
Und Ihr kriegt ’ne Abreibung von der Polizei.
Euch blühen Landschaften…

boludo
boludo
Reply to  The Joker
5 Jahre zuvor

Hallo Joker, das mit dem Sex ist wohl das Grundproblem des Fragezeichens. Aus dem Erguss über „maßloses Rumgeficke“ schreit ja förmlich der Neid.
Der ganze hasserfüllte und wirre Mist, den es hier absondert zeugt von einer bemittleidenswerten Figur und sollte nicht weiter kommentiert werden, weil zwecklos

seyinphyin
seyinphyin
Reply to  FrageZeichen
5 Jahre zuvor

Asylmafia. Schon klar.

Dachte es geht hier darum, ob Menschen Insekten fressen sollten, nicht die Auswirkung von Insekten, die da offenbar so manches Gehirn verspeist haben.

Mordred
Mordred
Reply to  FrageZeichen
5 Jahre zuvor

ach so ist das. die hauptsache für dich ist, dass es ne schuldige gruppe gibt, die man real personell benennen kann und wenn man die ausgrenzt (gerne auch mit gewalt?) wird alles gut. gestern noch die afrikaner, heute die reichen.
kannst du nicht mal ein bißchen von deinen personenproblemen abstrahieren und dich mit systemfragen beschäftigen?

Mordred
Mordred
Reply to  FrageZeichen
5 Jahre zuvor

Wir haben im Westen eine drastische Überproduktion bei den Lebensmitteln. Gleichzeitig schrumpfen die Völkchen nur so dahin oder stagnieren bestenfalls.
Fazit: Ihr braucht keine Insekten fressen. Wir haben tatsächlich genügend Nahrungsmittel. Wer es nicht glaubt: Einfach mal beim Supermarkt um die Ecke nachschaun. Es ist noch was da.

köstlich^^
ja. klar. es kommt ja auch nach wie vor wasser und strom aus den leitungen. woher, warum, wie teuer und wie lange noch is da natürlich vollkommen latte.
das ist der kleingeistigste denkansatz des jahres.
http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/trinkwasser-umweltbundesamt-preise-steigen-wegen-hoher-nitratbelastung/19918416.html
bspw. die niederlande exportieren immer noch fleißig ihre gülle nach germany, weil hier die regeln lascher sind. und nehmen wir mal an, die dürften das nicht mehr: dann haben wir tortzdem ein problem, weil eben viele lebensmittel aus den niederlanden hierzulande gefuttert werden.

Und nun zu den weiter oben erwähnten Asiaten und Afrikanern: Die sollen ihr Bevölkerungsproblem doch gefälligst selbst in den Griff bekommen. Wir müssen den Damen und Herren nicht den Arsch abwischen und uns Gedanken über deren Versorgung machen.

ist das so? du willst die also möglichst zu unserem nutzen ausbeuten und im gegenzug nix für die tun? bspw. die daraus folgenden weiteren flüchtlingskrisen lösen wir dann wie genau?

FrageZeichen
FrageZeichen
Reply to  Mordred
5 Jahre zuvor

Mit Verlaub, wer beutet hier denn eigentlich wen aus? Die Asylbetrüger schmarotzen sich doch hier auf unsere Kosten durch und nicht die Deutschen auf deren Kosten. Also bitte mal die Kirche im Dorf lassen.

Aber dein ganzer Ansatz dokumentiert sehr schön den unsäglichen Schuldkomplex den sich einige Pseudolinke herbeifantasieren. Und er dokumentiert auch wieder den weiter oben beschriebenen latenten Rassismus (schuldiger Deutscher, unschuldiger Bimbo usw usf).
Was soll man dazu dann noch sagen?
Vielleicht das: Wenn ihr euch schuldig fühlt, dann opfert doch all euer Geld (sofern ihr noch welches habt). Aber lasst das Geld derjenigen in Frieden die keinen Schuldkomplex haben. Dankeschön! 🙂

Anton Chigurh
Anton Chigurh
Reply to  FrageZeichen
5 Jahre zuvor

WER fühlt sich hier schuldig, du Fleck ?
Dampfe mal deine kranke Fantasie ein und lass dich gepflegt einweisen.
dein

beschriebenen latenten Rassismus (schuldiger Deutscher, unschuldiger Bimbo usw usf).

kannst du dir in dein faschowundes Rektum stopfen – das ist nämlich ein passables Hirngespinst von dir

Mordred
Mordred
Reply to  FrageZeichen
5 Jahre zuvor

Mit Verlaub, wer beutet hier denn eigentlich wen aus? Die Asylbetrüger schmarotzen sich doch hier auf unsere Kosten durch und nicht die Deutschen auf deren Kosten. Also bitte mal die Kirche im Dorf lassen.

wie dumm bist du denn? 🙂
google einfach mal bspw. „freihandelsabkommen mit afrika“, „elektroschrott afrika“, „phosphor nordafrika“(!). schön sind auch „blutdiamanten“ oder „elfenbein“.

Aber dein ganzer Ansatz dokumentiert sehr schön den unsäglichen Schuldkomplex den sich einige Pseudolinke herbeifantasieren. Und er dokumentiert auch wieder den weiter oben beschriebenen latenten Rassismus (schuldiger Deutscher, unschuldiger Bimbo usw usf).
Was soll man dazu dann noch sagen?

ganz einfach. man könnte mal das, was einer geschrieben hat inhaltlich unvoreingenommen konsumieren und nicht irgendwelche vorurteile herbeifantasieren. schuldkomplex als deutscher und latenter rassismus? wassen das für nen unsinn? mich interessiert in dem kontext null, welche nationalität die beteiligten haben. mit dem scheiß kommen immer irgendwelche rechten gesellen um die ecke. das sind aber zuallererst weltpolitische makroökonomischen themen.

Vielleicht das: Wenn ihr euch schuldig fühlt, dann opfert doch all euer Geld (sofern ihr noch welches habt). Aber lasst das Geld derjenigen in Frieden die keinen Schuldkomplex haben. Dankeschön! ?

wer ist „ihr“? wieso sollte ich mich schuldig fühlen? habe ich etwa diese politik gewählt oder befürworte sie?

Deutsche Aische
Deutsche Aische
5 Jahre zuvor

Themenvorschlag:

Was ist der Azawad ? Was passiert dort und in Nordmali ?
Worum geht es eigentlich, mal wieder ?
Was hat die Bundeswehr dort verloren ?

Musik von Tinariwen:
https://www.youtube.com/watch?v=3e3thLyTHNk

Iphigenie auf Tauris
Iphigenie auf Tauris
Reply to  Deutsche Aische
5 Jahre zuvor

„Das Land ist eine Drehscheibe für die Flüchtlingsrouten“
„Es ist deshalb wichtig, dass Mali dauerhaft befriedet wird und
Schlepper nicht weiter ihre üblen Geschäfte machen“.
( Ursula von der Leyen )

Jowi
5 Jahre zuvor

Die Schweizer sollten lieber die Konten und die gebunkerten Wertsachen (-> Zollfreilagern) der Despoten und Satrapen dieser Welt beschlagnahmen und an Bedürftige verteilen. Das würde allerdings ihr Geschäftsmodell zerstören.

Iphigenie auf Tauris
Iphigenie auf Tauris
Reply to  Jowi
5 Jahre zuvor

Was ist denn mit denen, die ihre Milliarden „ehrlich“ ahgehäuft haben ? Klatten, Quandt, Buffett, Gates ?

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Iphigenie auf Tauris
5 Jahre zuvor

@Iphigenie auf Tauris

Was ist denn mit denen, die ihre Milliarden „ehrlich“ ahgehäuft haben ?

Grundsätzlich gilt:
In einer Welt endlicher Recourcen, in der jeder Mensch das gleiche Existenzrecht hat, kann man keine Milliarden anhäufen, ohne gleichzeitig Andere um ihren fairen Anteil zu betrügen.

was so spezielle Exemplare wie Quandt/Klatten betrifft, aber auch die Eigentümer von Konzernen wie Flick, Krupp oder IG-Farben, so haben diese extrem von den Nazis undd dem Krieg profitiert.
Mit Zwangsarbeitern und werkseigenen KZ`s läßt sich prima ein Vermögen aufbauen, mit dem man dann nach dem Zusammenbruch gut gelaunt auf Firmen- Einkaufstour gehen kann, während der normale Bürger die Kriegsfolgen ausbaden muß.
Wenn man es dann auch noch schafft, sich mit Hilfe einer Nazi-verseuchten Regierung der persönlichen Verantwortung in Form von Haft oder Schadensersatzforderungen zu entziehen, hat sich die Kollaboration mit dem Regime richtig gelohnt.

Dazu auch:
https://de.wikipedia.org/wiki/Quandt_(Familie)#Verstrickung_der_Familie_in_nationalsozialistisches_Unrecht

Was Gates und sein krakenhaftes Unternehmensgebahren bzw. die dubiose Funktion seiner Stiftung betrifft, darfst du im Netz gerne selbst recherchieren, während ich durch Soveto flaniere.:-)

Iphigenie auf Tauris
Iphigenie auf Tauris
Reply to  Robbespiere
5 Jahre zuvor

Die Frage war die, ob man auch „ehrlich“ angehäufte Milliarden „beschlagnahmen“ soll/darf.
Jowi will nur die Milliarden von „Despoten und Satrapen“ beschlagnahmen.
Wo liegt die moralische Kappungsgrenze ?
Wo liegt bei einer gedachten, allgemeinen Beschlagnahme für Milliardäre deren Selbstbehalt ?
Klatten Datten hat 23 Mrd. ( hmm ?…weiß nicht genau..)…Beschlagnahme 22 Mrd., Selbstbehalt 1 Mrd., oder wie ?

Gates ist ein Sonderfall. Er wollte die damals sauteuren Computer aus den wissenschaftlichen Laboren
holen und jedem Weltbürger einen PC ermöglichen. Dazu musste eine, von jedem Menschen, auch ohne Informatikstudium, zu bedienende Benutzeroberfläche her. Ohne Bill Gates hätten wir jetzt alle Linux auf dem Rechner oder Sonstwas. Der Dank an Microsoft hält sich also in Grenzen wenn man rückblickend deren Marktstrategie betrachtet. Konkurrenten wurden gnadenlos plattgemacht weil man den Softwareverkauf an einen Neu-PC koppelte. Aber immerhin. Bill Gates trug irgendwann mal „Gutes“ im Schilde, als Kind.

Die Googles auch, doch jetzt verbrennen sie Werbemilliarden…Das Geld für Werbung wird zu Beginn der Wertschöpfungskette von einem Malocher erwirtschaftet, dann verpufft es im Add-Blocker …oder woanders weil bei Google ja nichts aufpopt.

Also, lange Rede…….Welche sind „ehrliche“ Milliarden und welche nicht ?

Nein, du sollst nicht wirklich zu den Kopfabschneidern nach Südafrika fliegen :-))

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Iphigenie auf Tauris
5 Jahre zuvor

@Iphigenie auf Tauris

Die Frage war die, ob man auch „ehrlich“ angehäufte Milliarden „beschlagnahmen“
soll/darf
Wo liegt bei einer gedachten, allgemeinen Beschlagnahme für Milliardäre deren Selbstbehalt ?

Diese Frage müßten Volkswirte beantworten, die nicht im neoliberalen Ideologiegabäude gefangen sind.
M.M.n. muß der Selbstbehalt so niedrig sein, dass eine Erpressung des Staates bzw. Korruption ausgeschlossen bleibt, einfach weil die dafür benötigten Mittel nicht vorhanden sind.
Beschlagnahme klingt in dem Zusammenhang auch ziemlich hart, ich würde es eher als Beitrag zur „Stiftung Gemeinwohl“ bezeichnen, wo doch Stiftungen sich in der Oberklasse allgemein so großer Beliebtheit erfreuen und von Merkel und Schäuble als besonders förderungswürdig erachtet werden.
Eine entsprechend hohe Erbschaftssteuer oberhalb eines Freibetrages von, sagen wir 1 Mio.€ für bereits akkumuliertes Vermögen sowie ein ensprechendes Pendant in Sachen Einkommenssteuer für die Zuwächse sollten geeignet sein, unsere Volkswirtschaft mit ausreichend Liquidität zu versorgen, um eben keine Millionen von Verlierern zu produzieren.
Dazu noch eine Finanztransaktionssteuer für die privaten und institutionellen Liebhaber extrem kurzfristiger Anlagestrategien und Kapitalverkehrskontrollen, damit das „scheue Reh“ sich nicht versehentlich in fremde Gefilde verläuft.
Wenn dann noch die Steuerprüfungsbehörden großzügig ausgestattet werden, um bereits „verirrtes“ Kapital wieder an die Stätte seiner Geburt zurückzuführen, dann steht der Gesundung des Binnenmarktes mit allgemeiner Wohlstandsentwicklung eigentlich nichts mehr im Wege.

Auch Reiche sind per se keine schlechten Menschen, was sich spätestens dann zeigt, wenn man ihnen hilft, sich aus den Klauen der Sekte des „Alles meins“ mit ihrem Gott Mammon zu lösen.
gleichzeitig befreit man sie damit auch von der permanent existierenden Angst, durch einen verzweifelten Pöbel physischen Schaden zu erleiden.

Iphigenie auf Tauris
Iphigenie auf Tauris
Reply to  Robbespiere
5 Jahre zuvor

Geldschöpfungsmaßnahmen in Deutschland mindern das Risiko von
Kapitalflucht nicht, sondern erhöhen es. Von dem Batzen den sich
die Linken versprechen, bliebe nur ein Bruchteil.
Internationale Lösungen müssen her. Die aber werden von den
Geldsäcken ( von wem sonst ?) blockiert.

Die Finanztransaktionssteuer ist an den Amerikanern und Briten gescheitert.
Irland schmeißt Google und Facebook mit Steuern im Promillebereich das Geld hinterher.

Einer bietet immer ein Schlupfloch wo sich Geld verkriechen kann.

Wie man Schwarzgeld durch Immobileinkauf ganz legal in Deutschland waschen darf,
wäre ein weiteres, schönes Thema. Bestehen keine Verdachtsmomente, dann besteht laut Geldwäschegesetz auch keine Meldepflicht.
Wir leben bereits in einer Steueroase und Bananenrepublik. Das sollte man realisieren wenn man nach Lösungen sucht.

Mordred
Mordred
Reply to  Iphigenie auf Tauris
5 Jahre zuvor

für reiche privatpersonen der amerikanische ansatz: solange die einen deutschen pass behalten wollen, müssen die hier auch steuern zahlen. egal, wo sie wohnen und wie lange im jahr sie sich da aufhalten.

wenn unternehmen gewinne real hierzualnde erwirtschaften, müssen sie auch hier die steuern zahlen. bspw. amazon kann seine logistiklager nur schwer ins ausland verlagern, wenn die gleiche liefergeschwindigkeit gehalten werden soll.

Anton
Anton
Reply to  Mordred
5 Jahre zuvor

Morded:Gerne der amerikan. Ansatz, wenn auch nur in diesem Punkt Gysi bringt es eit Jahren immer wieder vor!

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Iphigenie auf Tauris
5 Jahre zuvor

@Iphigenie auf Tauris

G

eldschöpfungsmaßnahmen in Deutschland mindern das Risiko von
Kapitalflucht nicht, sondern erhöhen es. Von dem Batzen den sich
die Linken versprechen, bliebe nur ein Bruchteil.

Das ist absolut korrekt, sofern keine sichernden Maßnahmen wie die von mir erwähnten Kapitalverkehrskontrollen und der Ausbau einer effektiven Steuerfahndung durchgeführt werden.

Die Globalisierung, also die Möglichkeit der grenzenlosen Kapitalverschiebung, ist ja die wichtigste Ursache der Vermögens-Ungleichgewichte weltweit.
Einfuhrzölle halte ich durchaus auch für eine sinnvolle Methode, um Kapitalabflüsse unattraktiv zu machen und der Zerstörung der eigenen Wirtschaft entgegen zu wirken.
Man könnte die Einfuhrzölle auch individuell an das Lohnniveau der Exportländer koppeln, damit eben Qualität und nicht durch Lohndumping verzerrte Preise über die Kaufentscheidung hiesiger Kunden entscheiden. Aber das ist ein anderes Kapitel.

Irland schmeißt Google und Facebook mit Steuern im Promillebereich das Geld hinterher.

So eine inhomogene EU ist für die Mehrzahl der Bürger vollkommen unattraktiv, weswegen ich einem Austritt bzw. Zerfall auch positiv ggü. stehe.
Dieser Wirtschafts- und Finanzdienstleister des Kapitals ist von innen heraus nicht reformierbar und muss verschwinden, um neuen, bürgernahen Strukturen Platz zu machen, denn grundsätzlich ist die Idee der gemeinschaftlichen Zusammenarbeit ja positiv.

Wir leben bereits in einer Steueroase und Bananenrepublik

Wie wahr!
Deutschland liegt auf der Liste der internationalen Steueroasen noch einige Plätze vor dem ach so gescholtenen Panama und der Ober-Mafiosi dieses Geldwäsche-Syndikats ( ein ausgewiesener Experte im Schwarzgeld-Buisiness ) sitzt im Bundesfinanzministerium.
Da wundert es kaum, dass es beim Thema Steueroasen nicht vorwärts geht.

Iphigenie auf Tauris
Iphigenie auf Tauris
Reply to  Robbespiere
5 Jahre zuvor

Welche sind „ehrlich“, welche nicht, Robbes ?
Wo liegt die internationale Kappungsgrenze für Multimilliardäre ?
Warum müssen die riesigen Geldhaufen auf einen Streich umverteilt werden
und nicht nach und nach über „Abgaben“ ( Finanztransaktionssteuer vielleicht ) ?

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Iphigenie auf Tauris
5 Jahre zuvor

@Iphigenie auf Tauris

Welche sind „ehrlich“, welche nicht

Hatte ich das nicht schon weiter oben grundsätzlich beantwortet?
Ergänzend Dazu meine ich, dass „ehrlich verdient“ sich auf das bezieht, was eine Generation durch eigene Arbeit erschaffen hat.
Erben ist zwar ganz nett, beruht aber auf keinerlei Eigenleistung und führt zu Dynastien, die dauerhaft das Gemeinwesen schädigen, welches für seinen erfolgreichen Fortbestand auf Solidarität angewiesen ist.
Wieviele Menschen hätten nie ihren Grad an Wohlstand erreicht, wenn die Solidargemeinschaft nicht die Kosten ihrer Bildung getragen hätte?
Das trifft im Übrigen auch auf die privaten Bildungsträger zu, deren Kosten steuerlich anrechenbar sind und so die Staatseinahmen für alle Bürger mindern.

Wenn du in Afrika als Sohn eines Ziegenhirten geboren wirst und dein Vater kein Geld für deine Bildung hat, dann kannst du noch so talentiert und clever sein, du wirst es beruflich nicht weiter bringen als zum Nachfolger deines Vaters.

Wo liegt die internationale Kappungsgrenze für Multimilliardäre ?

Diese Frage ist reichlich sinnlos, wenn man bedenkt, dass es genau diese Leute sind, die im Hintergrund die Politik steuern.
Wenn du einen Teich trocken legen willst, fragst du ja auch nicht die Frösche, oder?

Warum müssen die riesigen Geldhaufen auf einen Streich umverteilt werden und nicht nach und nach über „Abgaben“ ( Finanztransaktionssteuer vielleicht ) ?

Auch, wenn ich das so explizit nicht geschrieben habe, ergibt sich das logischerweise aus meiner o.g. Feststellung…..

M.M.n. muß der Selbstbehalt so niedrig sein, dass eine Erpressung des Staates bzw. Korruption ausgeschlossen bleibt, einfach weil die dafür benötigten Mittel nicht vorhanden sind.

….wobei ich deutlich zwischen Vermögenssubstanz- und Zuwachs unterschieden habe.

Iphigenie auf Tauris
Iphigenie auf Tauris
Reply to  Robbespiere
5 Jahre zuvor

Ergänzend Dazu meine ich, dass „ehrlich verdient“ sich auf das bezieht, was eine Generation durch eigene Arbeit erschaffen hat.

Das ist O.K., zählt aber heute nichts mehr. Privatisierung.
Der Bürger, der ein Krankenhaus längst abbezahlt hat, zahlt Bettliegegebühren im eigenen Krankenhaus; oder demnächst, Straßennutzungsgebühren für die eigene Autobahn.

Also mit Generationenleistung muss man heute nicht mehr kommen.

Auf den Rest versuche ich noch zu antworten, wenn ich den Thread später noch finden sollte. Bin etwas unter Zeitdruck.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Iphigenie auf Tauris
5 Jahre zuvor

@Iphigenie auf Tauris

Das ist O.K., zählt aber heute nichts mehr. Privatisierung.

Auch Privatisierung funktioniert nur, wenn auf der Nachfragerseite genug Penunze vorhanden ist.

Meiner Meinung nach ist das ein abgekartetes Spiel zwischen Kapital und Politik.
Die Politik sorgt zuerst dafür, dass ihre Kumpane auf der Kapitalseite ( über Subventionen, Steuersenkungen, oder Kosteneinsparungen via staatlich verordnetem Lohndumping, a la Hartz4, 1 €-Jobs etc. ) reichlich Einnahmen haben.

Die daraus erwachsenden Mindereinnahmen des Staates werden dann als Argument genutzt, um eben diesen kaputt zu sparen und das Gemeingut verotten zu lassen.
Wenn die Kosten für Instandhaltung -und setzung immer gigantischere Ausmaße erreichen, die man der nachfolgenden Generation angeblich nicht zumuten kann ( obwohl sie ja nicht nur die Zinslasten, sondern auch die über Generationen geschaffene Aktiva erben ) folgt der nächste Schritt.
Dieses fadenscheinige Argument auf der Basis der unter Wirtschaftsfachleuten äußerst beliebten „Milchmädchenrechnung“ leuchtet natürlich jeder „schwäbischen Hausfrau“ sofort ein und so stimmt sie, raffiniert wie sie nun mal ist, der ach so fürsorglichen Lösung unserer Regierung dankend zu, diese maroden Posten einem oder mehreren Investoren unterzujubeln.
Leider registrieren die meißten Bürger, die diese Politik ja immer wieder wählen nicht, dass sie die vormals staatlichen Einrichtungen auch weiterhin nutzen müssen, nur dass sie die gebühern und Zinsen für die Nutzung nicht mehr an sich selbst ( also den Staat ), sondern an ein privates, gewinnorientiertes Unternehmen leisten müssen und das deutlich höher.

Es ist schon ein besonderes Zeichen der Intelligenz eines Volkes, sich von Generationen für etliche Generationen geschaffenes Gemeingut durch eine korrupte Politklasse aus der Hand nehmen zu lassen, damit sich Wenige daran mästen.

darauf ein sattes Määähhhh

Iphigenie auf Tauris
Iphigenie auf Tauris
Reply to  Robbespiere
5 Jahre zuvor

Meiner Meinung nach ist das ein abgekartetes Spiel zwischen Kapital und Politik.
Die Politik sorgt zuerst dafür, dass ihre Kumpane auf der Kapitalseite ( über Subventionen, Steuersenkungen, oder Kosteneinsparungen via staatlich verordnetem Lohndumping, a la Hartz4, 1 €-Jobs etc. ) reichlich Einnahmen haben.

Die daraus erwachsenden Mindereinnahmen des Staates werden dann als Argument genutzt, um eben diesen kaputt zu sparen und das Gemeingut verotten zu lassen.
Wenn die Kosten für Instandhaltung -und setzung immer gigantischere Ausmaße erreichen, die man der nachfolgenden Generation angeblich nicht zumuten kann ( obwohl sie ja nicht nur die Zinslasten, sondern auch die über Generationen geschaffene Aktiva erben ) folgt der nächste Schritt.

Ich glaube unsere Volksvertreter schnallen gar nicht was das gespielt wird. Das von dir beschriebene real existierende Szenario wird über mehrere Legislaturperioden von außen aufgebaut wie ein Schachspiel, von den Medien begleitet und als unumstößliche Alternativlosigkeit manifestiert. Irgendwann sitzt die Regierung in der Rechtfertigungsfalle
und kann heute nicht verurteilen was noch gestern die beste Idee aller Zeiten war.
So fährt man unweigerlich vor die Wand. Das wäre eine freundliche Beurteilung der Lage.
Die weniger freundliche wäre die, dass alle gekauft sind.

Dieses fadenscheinige Argument auf der Basis der unter Wirtschaftsfachleuten äußerst beliebten „Milchmädchenrechnung“ leuchtet natürlich jeder „schwäbischen Hausfrau“ sofort ein und so stimmt sie, raffiniert wie sie nun mal ist, der ach so fürsorglichen Lösung unserer Regierung dankend zu, diese maroden Posten einem oder mehreren Investoren unterzujubeln.

Welcher Bürger soll den Unterschied zwischen Mikro-, und Makroökonomie kennen, dass
Betriebswirtschaft und Volkswirtschaft so gut wie nichts gemein haben ?
Aus betriebswirtschaftlicher Sicht wirkt der ganze Müll richtig und schlüssig der einem aufgetischt wird.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Iphigenie auf Tauris
5 Jahre zuvor

@Iphigenie auf Tauris

Ich glaube unsere Volksvertreter schnallen gar nicht was das gespielt wird.

Wenn dem so wäre, hätte ich locker das Zeug zum Bundeskanzler.:-)
Daran glaube ich aber nicht.

Irgendwann sitzt die Regierung in der Rechtfertigungsfalle
und kann heute nicht verurteilen was noch gestern die beste Idee aller Zeiten war.
So fährt man unweigerlich vor die Wand. Das wäre eine freundliche Beurteilung der Lage.
Die weniger freundliche wäre die, dass alle gekauft sind.

Das fatale ist der allzu enge kontakt zwischen Politik und den Lobbyisten, bzw. deren Geldgebern.
Man wird von honorigen Personen hofiert und gebauchpinselt. Ehe man sich versieht, ist man Teil eines Netzwerkes.
Ab irgend einem Punkt wird dann ein Angebot gemacht, das man einfach nicht ablehnen kann und welches auch nach der unter Umständen recht kurzen Politkarriere einen ordentlichen Wohlstand bietet.
besonders Empfänglich dürften da die Personen sein, die sich zuvor keine berufliche Existenz aufgebaut haben, wie ein gewisser Rentenexperte und wenn dann im Sinne der Lobbyisten gehobelt wird, fallen halt reichlich Spähne., besonders bei den schwachen Mitgliedern der Gesellschaft.
Ab da gibts praktisch kein zurück mehr, denn wer gibt schon gerne öffentlich zu, dass er sich hat kaufen lassen?
Dann wäre die Politkarriere gleich im Eimer und die „Mäzene“ würden sich an ihre Angebote nicht mehr gebunden fühlen, wg. fehlender Gegenleistung.

Um das durchzustehen, braucht man echt Cochones und die fehlen bei den Spitzenpolitikern gänzlich, sonst wäre schon die ganze Regierung zurückgetreten.
Vielleicht fühlt man sich ja auch derart abgesichert, dass man die Meinung und Reaktion des Volkes nicht mehr fürchtet und hochgradig überheblich wird, was ganz gut zu den Provakationen passen würde, die sich diese Bande ganz unverblümt leistet ( siehe die kürzlichen Grundgesetzänderungen ).

Welcher Bürger soll den Unterschied zwischen Mikro-, und Makroökonomie kennen, dass
Betriebswirtschaft und Volkswirtschaft so gut wie nichts gemein haben ?

Öhm, beides hat sogar recht viel miteinander zu tun, denn die Ausgaben des Einen sind immer die Einnahmen des Anderen.
Um das zu erkennen, muss man in keiner Aula irgend einer Wirtschaftsfakultät gesessen haben.

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht wirkt der ganze Müll richtig und schlüssig der einem aufgetischt wird.

Aber nur, wenn man sich aus lauter Ehrfurcht vom Geschwätz der akademischen „Experten“ derart beeindrucken läßt, dass man das Nachdenken vergißt.:-)
Oft genug handelt es sich dabei um Papageien, die fleißig nachplappern, was ihnen ihr professoraler Übervater ins Hirn gemeißelt hat.
Tag für Tag und mehr und mehr verliere ich den Respekt vor dieser, teils recht abgehobenen Gilde.

Iphigenie auf Tauris
Iphigenie auf Tauris
Reply to  Robbespiere
5 Jahre zuvor

Öhm, beides hat sogar recht viel miteinander zu tun, denn die Ausgaben des Einen sind immer die Einnahmen des Anderen.
Um das zu erkennen, muss man in keiner Aula irgend
einer Wirtschaftsfakultät gesessen haben.

„Wenig gemein“ meint die unterschiedlichen Regelkreise, bzw. den Unterschied zwischen kurzfristiger und begrenzter betriebswirtschaftlicher Sichtweise entgegen einer langfristigen und gesamtwirtschaftlichen samt Geldpolitik etc. Das irgendwoher Geld stammen muss das der Staat einnimmt und verteilt oder nicht, erklärt sich wohl von selbst.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Iphigenie auf Tauris
5 Jahre zuvor

@Iphigenie auf Tauris

„Wenig gemein“ meint die unterschiedlichen Regelkreise, bzw. den Unterschied zwischen kurzfristiger und begrenzter betriebswirtschaftlicher Sichtweise entgegen einer langfristigen und gesamtwirtschaftlichen samt Geldpolitik etc.

Das sehe ich nicht ganz so.
Bei Personengesellschaften im Unternehmensbereich dominiert eher eine Langfriststrategie als der reine Blick auf Quartalszahlen, um irgendwelche Investoren zufrieden zu stellen.
Auch im privaten Bereich wird für gewöhnlich mit unterschiedlichen Fristen geplant und externe einflüsse ( z.B. Rente ) mit einbezogen.
Ob die planung aufgeht, hängt natürlich auch von der Verlässlichkeit der Politik ab und wie es darum für den Normalbürger steht, wissen wir ja.

Das irgendwoher Geld stammen muss das der Staat einnimmt und verteilt oder nicht, erklärt sich wohl von selbst.

An den Staat hatte ich in dem Zusammenhang gar nicht gedacht, sondern eher an einfachere Zusammenhänge, wobei ich dir durchas recht gebe, dass es vielen Bürgern schwer fällt, über den eigenen Tellerrand zu blicken und sich selbst als Teil eines größeren Ganzen zu sehen.

Iphigenie auf Tauris
Iphigenie auf Tauris
Reply to  Robbespiere
5 Jahre zuvor

Das sehe ich nicht ganz so.

O.K.

wobei ich dir durchas recht gebe, dass es vielen Bürgern schwer fällt, über den eigenen Tellerrand zu blicken und sich selbst als Teil eines größeren Ganzen zu sehen.

Die Presse macht es dem Bürger diesbezüglich auch nicht einfach.

P.S.

Unten habe ich Filme zu Wirtschaftstheorien eingestellt. Dort kann man vergleichen
und schauen warum der „Neoliberalismus“ z.B. mit selbstverständlicher Absicht,
gesellschaftliche Opfer produziert.

Jowi
Reply to  Iphigenie auf Tauris
5 Jahre zuvor

Grundsätzlich bezweifle ich wie Robbespierre auch, dass man ehrlich, also ohne faule Tricks, Milliarden anhäufen kann. Die Gaunereien eines Gates mögen im Vergleich zur Ausbeutung von KZ-Häftlingen harmlos erscheinen, man studiere aber alleine mal die vielen Prozesse die aus gutem Grund gegen Microsoft geführt wurden (und die MS meist verloren hat). Die Liste der geistigen Diebstähle von MS ist lang.

Das kernige „Beschlagnahmen“ war auch nur eine pointierte Alternative zu dem Ablenkungsthema „Esst doch Insekten“. Das Problem ist doch, dass moralische Werte, die durchaus eine mehrheitliche Zustimmung auf unserem Planeten finden würden, beim existierenden Kapitalismus-Spiel umgangen werden, indem man diese „Sünden“ outsourced, ausblendet und verdrängt, oder nach Art der Geldwäsche verschleiert. Einem Goldvreneli sieht man nicht mehr an, ob darin jüdisches Zahngold steckt.
Wenn schon Globalisierung, dann sollten auch moralische Mindeststandards in das Regelwerk der internationalen Wirtschaft integrieren, die kapitalistischen Heuschrecken stoppen, dann müsste niemand Heuschrecken essen.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Jowi
5 Jahre zuvor

@jowi

Das Problem ist doch, dass moralische Werte, die durchaus eine mehrheitliche Zustimmung auf unserem Planeten finden würden, beim existierenden Kapitalismus-Spiel umgangen werden, indem man diese „Sünden“ outsourced, ausblendet und verdrängt, oder nach Art der Geldwäsche verschleiert.

Das ist eine Seite der Medaille, die andere ist unsere Naivität, mit der wir voraussetzen, das Establishment würde unsere moralischen Grundsätze teilen.
Wir unterstellen ihnen a priori, dass sie stets in unserem Sinne handeln würden, auch wenn wir von einer Materie keine oder nur wenig Ahnung haben.
Wie sonst könnte es sein, dass wir Diejenigen, die uns permanent in den Allerwertesten treten, immer wieder in den Gefilden der Macht belassen?
Man müßte deren Hohngelächter über uns in den Hinterzimmern life übertragen können, um den Schafen die Augen zu öffnen.

Nashörnchen
Nashörnchen
5 Jahre zuvor

Interessante Sichtweise – vermutlich kommt es demnächst aber eher genau andersrum: Die westliche Überproduktion an Hühnern, Schweinen etc. wird heute schon EU-subventioniert schiffsladungsweise in alle Welt gekarrt. Dank ewigem Wachstum wird in absehbarer Zeit eher überhaupt keiner mehr Insekten fressen müssen oder auch nur können…

Iphigenie auf Tauris
Iphigenie auf Tauris
5 Jahre zuvor

Ergänzend:

Kurze Erklärfilme zur Wirtschaft bei Youtube ( Zeichenkette im Suchfenster eingeben )

Klassischer Liberalismus
UUCRjl6Pf90

Neoliberalismus
CXFeW-OFzxM

Keynesianismus
6OWyxCCY1OA

soziale Marktwirtschaft
NeIJy4rtVwQ

FrageZeichen
FrageZeichen
Reply to  Iphigenie auf Tauris
5 Jahre zuvor

Du verstehst doch eh nur die Gastwirtschaft. 🙂
Lass es doch einfach sein.

Iphigenie auf Tauris
Iphigenie auf Tauris
Reply to  FrageZeichen
5 Jahre zuvor

Verpiss dich !

Anton Chigurh
Anton Chigurh
Reply to  FrageZeichen
5 Jahre zuvor

du widerling verstehst nicht mal das….