Macht euch mal locker, Ihr Marionetten!

Xavier Naidoo hier, Xavier Naidoo da, seit Tagen geht das jetzt schon so, und wer nicht auf den sozialen Medien vertreten ist, kann einmal mehr stolz von sich behaupten, nicht auf den sozialen Medien vertreten zu sein. Wer sich allerdings auf Facebook rumtreibt, kann sich der „Berichterstattung“ über die Söhne Mannheims kaum entziehen. Denn auf deren neuem Album ist ein Song namens „Marionetten“. Und der sorgt ordentlich für Wirbel.
Da liegt eine Frage nahe: warum eigentlich?

Das ist ja so: Durch den Song „Marionetten“ (den Text habe ich unten angehängt) bedroht, so muss man fürchten, Naidoo das ganze Land, die Ordnung, die Werte, die Demokratie, all das eben. Und dann ruft er angeblich auch noch offen zur Gewalt auf. Voll der Pediga-Typ, ein krasser Verschwörungstheoretiker, Reichsbürger, Durchgeknallter halt.
Wobei: Könnte es nicht auch sein, dass die Durchgeknallten die sind, die jetzt so ein Fass aufmachen? Ich könnte jetzt den Totschläger rausholen (hey, bildlich gesprochen, nur bildlich gesprochen!) und sagen: Gibt es denn nichts Wichtigeres? Und wer bei klarem Verstand und nicht selbst Opfer von Verschwörungstheorien ist, wird darauf nur antworten können: Ja, schon, es gibt tatsächlich Wichtigeres.
Aber ich lass‘ den Totschläger (wie gesagt: bildlich gesprochen, man betont das in der heutigen Zeit besser zwei- bis siebenmal) stecken und biete den Kritikern stattdessen an: Mach Euch mal locker!

Selten neige ich dazu, auf einen Artikel im „Stern“ zu verlinken, aber heute ist mir danach.
Denn der bringt die Paranoia sehr schön auf den Punkt. Und die Absurdität der Vorwürfe erst recht. Klar kann man Naidoo vorwerfen, was ihm so vorgeworfen wird, Gewaltbereitschaft, Verschwörungstheorien, Pegida-Nähe, Reichsbürger-Nähe, und was weiß ich nicht noch alles. Man kann seinen Text aber auch komplett anders interpretieren und als einen kritischen Ansatz deuten, denn vieles von dem, was er singt, ist durchaus stimmig.

Und, hey, sind wir mal ehrlich: Marionetten lassen sich im ganzen Land finden, wir sind nun einmal gesteuert (ich hab‘ das böse Wort benutzt!) und werden geführt, ob von dunklen Mächten oder hellen Köpfen, sei mal dahingestellt. Wie groß die allgemeine Verarschung jeden Tag ist, sieht man doch, indem man sich nur die Arbeitslosenzahlen ansieht. Jeder, wirklich jeder weiß inzwischen, dass sie geschönt sind und kein realistisches Bild ergeben. Und dennoch reagieren wir schon gar nicht mehr, wenn es mal wieder heißt, die Arbeitslosenzahlen hätten sich prima entwickelt.
Als nächstes „marionettieren“ wir dann im September zur Wahl und finden, dass wir irre viel Einfluss auf die Geschicke der Politik genommen haben. Dann geht es – man könnte sagen: wie an der Schnur gezogen – zurück nach Hause, Anne Will gucken, Bericht aus Berlin und vielleicht noch etwas Plasberg.

Aber gut, diese unsägliche Debatte um Xavier Naidoo ist ein Dauerbrenner, daran kann man wohl nichts ändern. Wobei ich mich schon frage, was genau denn jetzt so gefährlich an dem Typen ist. Er steuert keine Drohnen, verursacht keinen Hunger auf der Welt, er erschießt niemanden. Wo genau ist das Problem? Dieser komische angebliche Aufruf zur Gewalt? Wegen der Bauern und der Forke? Metaphorischer kann man kaum dichten, und es ist noch gar nicht so lange her, da wäre der Vergleich mit der Forke hip und cool revolutionäre gewesen. Aber die Zeiten sind offenbar vorbei.
Also, zu Ende gedacht kann ich keine Gefahr erkennen, die von Naidoo ausgeht. Ich sehe aber die ernsthafte Gefahr, dass sich die „Kritiker“ so derart selbstverliebt in moralischen Ergüssen verlieren, dass sie dabei glatt vergessen, dass es doch tatsächlich Dinge gibt, über die man sich aufregen kann und muss. Und die haben tatsächlich Auswirkungen auf das Leben, also das echte Leben, mit leeren Portemonnaies, Leiharbeit, weltweiten Kriegen und Hunger.

Hab ich noch was vergessen? Ja, auf jeden Fall. Im Netz lassen sich unter den ach so aufgeklärten Naidoo-Kritikern immer wieder Stimmen finden (und zwar nicht zu knapp), die das Wissen über die musikalische Qualität Naidoos gebunkert haben. Die weisen dann gerne und lautstark darauf hin, dass es ja eh alles scheiße ist, was Naidoo produziert. Subjektiv betrachtet ist das völlig in Ordnung, denn man muss den Burschen nun wirklich nicht mögen, auch seine Musik nicht. Das allerdings mit einem objektiven Anstrich zu versehen – und das passiert regelmäßig – grenzt an Debilität. Denn als Musiker nehme ich selbstbewusst in Anspruch, zu erkennen, ob Musik handwerklich gut gemacht ist. Und das ist die Musik von Xavier Naidoo. Deshalb muss man sie nicht mögen, aber zu behaupten, die musikalische Qualität sei Müll, ist ein Zeichen von bis in den Himmel reichender Inkompetenz. Ich vermute, neun von 10 der Leute, die meinen, Naidoo sei ein schlechter Musiker, sind selbst keine. Aber es zeigt, wie kategorisch mit dieser ganze Sache umgegangen wird.
Motto: Wer einen Song wie Marionetten schreibt, kann auch von seinem eigentlichen Handwerk, der Musik, nichts verstehen. Bei Lichte betrachtet eine eher peinliche und armselige Einschätzung.

Ach, und zum Schluss sei auf eine Band hingewiesen, die früher mal ganz schön kritisch war. Das hat ihr zum Kultstatus verholfen. Die Jungs sollen froh sein, dass Ihnen die Idee zu dem nun folgenden Song nicht im Jahr 2017 gekommen ist. Täte ihnen wahrscheinlich überhaupt nicht gut.

Und hier noch der böse Text:

Marionetten

„Wie lange wollt ihr noch Marionetten sein?
Seht ihr nicht, ihr seid nur Steigbügelhalter
Merkt ihr nicht, ihr steht bald ganz allein
Für eure Puppenspieler seid ihr nur Sachverwalter

Wie lange wollt ihr noch Marionetten sein?
Seht ihr nicht, ihr seid nur Steigbügelhalter
Merkt ihr nicht, ihr steht bald ganz allein
Für eure Puppenspieler seid ihr nur Sachverwalter

Und weil ihr die Tatsachen schon wieder verdreht
Werden wir einschreiten

Und weil ihr euch an Unschuldigen vergeht
Werden wir unsere Schutzschirme ausbreiten
Denn weil ihr die Tatsachen schon wieder verdreht
Müssen wir einschreiten
Und weil ihr euch an Unschuldigen vergeht
Müssen wir unsere Schutzschirme ausbreiten

Wie lange wollt ihr noch Marionetten sein?
Seht ihr nicht, ihr seid nur Steigbügelhalter
Merkt ihr nicht, ihr steht bald ganz allein
Für eure Puppenspieler seid ihr nur Sachverwalter

Aufgereiht zum Scheitern wie Perlen an einer Perlenkette
Seid ihr nicht eine Matroschka weiter, ein Kampf um eure Ehrenrettung
Ihr seid blind für Nylonfäden an euren Gliedern
Und hackt man euch im Bundestags-WC, twittert ihr eure Gliedmaßen
Alles nur peinlich – und so was nennt sich dann Volksvertreter
Teile eures Volkes nennt man schon Hoch- beziehungsweise Volksverräter
Alles wird vergeben, wenn ihr einsichtig seid
Sonst sorgt der wütende Bauer mit der Forke dafür, dass ihr einsichtig seid

„Mit dem zweiten sieht man …“

Wir steigen euch auf´s Dach und verändern Radiowellen
Wenn ihr die Tür nicht aufmacht, öffnet sich plötzlich ein Warndreiecks-Fenster
Vom Stadium zum Zentrum eine Wahrheitsbewegung
Der Name des Zepters erstrahlt in Neonreklame im Regen
Zusammen mit den Söhnen werde ich Farbe bekennen
Eure Parlamente erinnern mich stark an Puppentheaterkästen
Ihr wandelt an Fäden wie Marionetten
Bis wir euch mit scharfer Schere von der Nabelschnur Babylons trennen!
Ihr seid so langsam und träge
Es ist entsetzlich
Denkt, Ihr wisst alles besser
Und besser gehts nicht, schätz ich
Doch wir denken für euch mit und lieben euch als Menschen
Als Volks-in-die-Fresse-Treter stößt Ihr an eure Grenzen
Und etwas namens Pizzagate steht auch noch auf der Rechnung
Bei näherer Betrachtung steigert sich doch das Entsetzen
Wenn ich so ein´ in die Finger krieg´,
Dann reiß ich ihn in Fetzen
Und da hilft auch kein Verstecken hinter Paragraphen und Gesetzen

Wie lange wollt ihr noch Marionetten sein?
Seht Ihr nicht, Ihr seid nur Steigbügelhalter
Merkt Ihr nicht, Ihr steht bald ganz allein
Für Eure Puppenspieler seid Ihr nur Sachverwalter“

Bild: Duesseldorfer Marionetten-Theater (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

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Tom J. Wellbrock

Tom J. Wellbrock ist Journalist, Autor, Sprecher, Radiomoderator und Podcaster. Er führte unter anderem für den »wohlstandsneurotiker«, dem Podcast der neulandrebellen, Interviews mit Daniele Ganser, Lisa Fitz, Ulrike Guérot, Gunnar Kaiser, Dirk Pohlmann, Jens Berger, Christoph Sieber, Norbert Häring, Norbert Blüm, Paul Schreyer, Alexander Unzicker und vielen anderen. Zusätzlich veröffentlicht er Texte auf verschiedenen Plattformen und ist für unsere Podcasts der »Technik-Nerd«.

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Schweigsam
Schweigsam
5 Jahre zuvor

Ja, es grenzt mittlerweile schon an einer hysterischen Gedankenpolizei was in ein ach so freien Land wie die DDR (oh, sorry BRD) abgeht.

Folkher Braun
Folkher Braun
Reply to  Tom J. Wellbrock
5 Jahre zuvor

Soffjettzohne

Lutz Lippke
Lutz Lippke
Reply to  Tom J. Wellbrock
5 Jahre zuvor

In der DDR hat man sich mit solchem Denunziationsschund wie hier gegen Naidoo ganz pragmatisch den Arsch abgewischt. Das rauhe Papier sorgte dafür, dass auch noch der letzte Arsch rot wurde. Bei den Superglanz-Keifgazetten von heute bleibt jedoch das Braune am Gesäß oder die Gazetten-Tinte sorgt noch für ein streifiges Schwarz-Braun. Wenn etwas also ein politisches Statement ist, dann das Scheißen.
Ich bin auch kein echter Fan der Musik von Naidoo, aber irgendwie gönne ich den Mannheimer Söhnen die Promotion für den Song. Einfach passend hingeschissen.

Jowi
5 Jahre zuvor

Jörg, über diesen Satz musst du nochmals mit dem Bügeleisen:
“ Durch den Song „Marionetten“ (den Text habe ich unten angehängt) bedroht, so muss man fürchten, Naidoo das ganze Land, die Ordnung, die Werte, die Demokratie, all das eben.“

Ihr selbst habt ja mal Xavier Naidoo mit Aluhut dargestellt: http://www.spiegelfechter.com/wordpress/130837/xavier-naidoo-kein-vorbild-fuer-deutschland

Von den Stürmen in den (a)sozialen Medien, bei denen einem die Scheiße um die Ohren fliegt, kriege ich nichts mit, weil ich diesem Selbstdarstellung-Zoo inklusive Daten-Striptease nichts abgewinnen kann. (Zuckerberg träumt schon von Chips, die den Gedanken-Müll in Rohfassung direkt ins CIA-Netz einspeisen, siehe https://www.techbook.de/apps/social-media/facebook-will-menschen-direkt-mit-dem-gehirn-tippen-lassen.)

Was ich von Naidoo halten soll, weiß ich nicht so recht. Auf der einen Seite stimmt es, dass wir viel zu viele Marionetten in der Politik haben, Marionetten des Geldes wohlgemerkt, des Kapitals und nicht der Bevölkerung, die sie vertreten. Auf der anderen Seite kommt er schon irgendwie als „Wutbürger“ rüber, zu viel Hitze, eben auch nicht mehr locker. Was, z.B., will er mit „Und etwas namens Pizzagate steht auch noch auf der Rechnung“ sagen?

Dieser Informationskrieg macht mir zu viele Kapriolen, da komme ich manchmal gar nicht mehr mit.
Aber mal ehrlich, ist es so schlimm, wenn man mal einen Shit-Storm verpasst? Schon so mancher hat in so einem Sturm die Orientierung verloren! Scheiße überall!

UGP
UGP
5 Jahre zuvor
seyinphyin
seyinphyin
Reply to  UGP
5 Jahre zuvor

Langfristig wird das so kommen auf die ein oder andere Art. Das ist ganz normal.

Rodolphe Salis
Rodolphe Salis
5 Jahre zuvor

Zum Aufregen finde ich das auch nicht. Finde aber das Bild der Marionette nicht treffend. Eine Marionette kann nicht anders, als sich gemäß dem Puppenspieler zu bewegen. Eine Puppe hat keine Wahl, somit keine Verantwortung für ihr Handeln. Damit wären Politiker und Co. aber fein raus.

Viel eher denke ich, dass es sich um Eigeninteresse handelt. Anne Will, Plasberg, Wickert und andere Edelmoderatoren sind doch sicher alle mittlerweile Millionäre. Haben die überhaupt ein Interesse an höherer Besteuerung? Und TV-Sender, Magazine und Zeitungen sind doch privatwirtschaftliche Unternehmen. Die machen business und keine Aufklärung. Wenn ich da die zweiseitige BMW-Werbung vorfinde, wie wahrscheinlich ist es, einen individualverkehrkritischen Artikel anzutreffen? Na nada! Und wenn ich als Politiker Wahlkampfspenden für meine Partei möchte, nach der Politik nen tollen Job oder hochvergütete Vorträge geben möchte, halte ich natürlich meine Fresse. Man fragt auch nicht den Bock wie der Garten aussehen soll. Das sind keine Puppen, sondern Profiteure. Gewinner! Alle anderen Loser.

The Joker
The Joker
5 Jahre zuvor

Hallo Tom,
gelungener Text.
Nach dem ähnlich peinlichen Hickhack um Naidoos ESC-Kandidatur vor gut einem Jahr hatte sich Grönemeyer mal in klaren Worten Luft gemacht.

Gawarmel
Gawarmel
5 Jahre zuvor

Ganz schön viele Leute sind das inzwischen, die ähnlich wie Xavier Naidoo oder andere, prominent oder nicht prominent, etwas zu unserer de facto total korrupten Bananenrepublik sagen. Das gefällt den vermeintlichen und den echten Systemprofiteuren nicht. Irgendwann werden wir, die Anderen, uns einfach „Mehrheit“ nennen. Da freu ich mich drauf. Vorher wird’s vielleicht nochmal die Merkwürdel zusammen mit der Zombie-FDP und den Olivgrünen. Ist OK – die wecken ja dann die Letzten auf. Der SPD sind wir ja auch innerhalb weniger Jahrzehnte auf die Schliche gekommen, wir Schlaufüchse. Die AfD ist jetzt schon durch und die Linken pennen oder warten noch auf ihre Puppenspieler, obwohl bei einigen klar ist, dass keiner kommt, weil die ja bekanntlich ihre Prioritäten haben.
Dank und Gruß jedenfalls an Xavier – der macht das gut mit der Kultur. Bloß: zu Bohlen oder zum Song Comtest kommt er so natürlich nicht. Da muss man nämlich spuren. Und es gibt auch genügend sog. Künstler, die das für die Paar Brösel tun, die den Kapitalisten und ihren Schergen beim Kauen aus den Implantaten fallen.

schwitzig
schwitzig
5 Jahre zuvor

Die Vorgänge um die Dämonisierung Naidoos sind ein sicherer Indikator dafür, zu welch unappetitlichem, braunen Brei die Qualitätsmedien verkommen sind.
Schmutzigbraune Qualitätsmedien, von Konzernen und Volksvertretern gestaltet.

Und es zeigt auch deutlich, dass wir uns in einer Gesellschaft finden, die zu etwas geworden ist, was Rio Reiser zutiefst abgelehnt hätte.

Zum musikalischen Werk: Wichtig ist nicht nur die handwerkliche Qualität, sondern dass die Musik die Zuhörer bewegt. Gerade dafür sind die Scherben ein gutes Beispiel, weil die handwerkliche Qualität bescheiden war, aber die Musik dennoch viele bewegt hat. Bei Naidoo (ich finde seine Musik fürcherlich :-)) stimmt die handwerkliche Qualität und seine Musik bewegt ganz offensichtlich viele Menschen. Daher kann man ganz objektiv feststellen, dass die erwähnten „Kritiker“ keine Ahnung von der Materie haben.
Den Stern-Artikel finde ich übrigens weit übler als das dümmliche Geschwalle und an Debilität schwer zu überbietendes Schmutzzeug von Huffington Post, SZ, FAZ und anderen Qualitätsmedien, denn er zieht subtil Parallelen zu „mit-denen-spielt-man-nicht“-Gruppen und klassifiziert Naidoo als lächerlichen Spinner und damit auch die Aussagen als Aussagen eines Spinners, die nichts mit der Realität zu tun haben.
So geht Spin.

Lutz Lippke
Lutz Lippke
Reply to  schwitzig
5 Jahre zuvor

Das ist ein interessanter Aspekt. Man kann den Stern-Artikel als subtile Botschaft und Kaperung der Argumente zugunsten Naidoos verstehen, dann hast Du mit der Einordnung vollkommen recht. Man kann aber dem Artikel auch so verstehen, dass er weniger die großen Themen beackert, als vielmehr das aus Sicht des Autors unmittelbar Faktische in der Anti-Naidoo-Aufregeraktion. Das führt gelegentlich zu einer Mischung aus klaren Feststellungen bei konkreten Fragen und gleichzeitig aber auch zu unbestimmten Relativierungen in größeren Zusammenhängen.
Würde man jetzt beide Perspektiven zu diesem Stern- Artikel in einem Artikel ohne Tiefensuche darstellen wollen, dann käme der Artikel über den Artikel vermutlich ebenso zwiespältig an.
Also wie geht man am Besten mit subtilen Botschaften um?

schwitzig
schwitzig
Reply to  Lutz Lippke
5 Jahre zuvor

@Lutz Lippke

Also wie geht man am Besten mit subtilen Botschaften um?

Zuerst einmal muss man sie erkennen. Dann kann man sie einordnen und ggf. als Qualitätsmedientrash verwerfen und vergessen.
Wenn Du später auf jemanden triffst, der die Subtexte verinnerlicht hat, kannst Du Dich erinnern und die unzulässigen Querverbindungen aufzeigen.

Lutz Lippke
Lutz Lippke
Reply to  schwitzig
5 Jahre zuvor

Die kleine Falle wollte ich Dir schon stellen. Geht das so einfach mit dem Erkennen? Ist das nicht genau die Ditfurthsche Methode, nur mit entgegengesetzter Interessenlage?
Eine Erna wies auf Reinhard Mey – Sei wachsam hin http://www.reinhard-mey.de/start/texte/alben/sei-wachsam Auch so ein mittelstarker Spinner. Der könnte Naidoo inspiriert haben. „Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein“. Wirklich ganz nett fürs Lagerfeuer, aber so literaturtheoretisch, politikwissenschaftlich und linguistisch doch ganz sicher eine subtile Anspielung auf Chemtrails und anderer VT 😉 Muss Reinhard Mey neu bzw. ganz anders, eben subtil, gedachr werden?

schwitzig
schwitzig
Reply to  Lutz Lippke
5 Jahre zuvor

@Lutz Lippke

Die kleine Falle wollte ich Dir schon stellen.

Ich sehe keine Falle.

Geht das so einfach mit dem Erkennen?

Natürlich nicht. Deswegen schrieb ich „Zuerst“.

Ist das nicht genau die Ditfurthsche Methode, nur mit entgegengesetzter Interessenlage?

Nein.

schwitzig
schwitzig
Reply to  Lutz Lippke
5 Jahre zuvor

@Lutz Lippke

Wirklich ganz nett fürs Lagerfeuer, aber so literaturtheoretisch, politikwissenschaftlich und linguistisch doch ganz sicher eine subtile Anspielung auf Chemtrails und anderer VT ? Muss Reinhard Mey neu bzw. ganz anders, eben subtil, gedachr werden?

Blödsinn. Du verwechselst subtil mit unsinnig.

Lutz Lippke
Lutz Lippke
Reply to  schwitzig
5 Jahre zuvor

Natürlich lag Ironie in meinen Vergleichen. Das Unterschwellige konnte ich natürlich nicht wirklich subtil verpacken, dann wäre es ja nicht offensichtlich ersichtlich.
Thema ist die Feststellung bzw. Deutung von Motiven und Haltungen in Äußerungen, die subtile Botschaften enthalten könnten. Wie geht das ohne Meinungsbrimborium?

schwitzig
schwitzig
Reply to  Lutz Lippke
5 Jahre zuvor

@Lutz Lippke

Wie geht das ohne Meinungsbrimborium?

Gar nicht, aber eine Meinung sollte auf Fakten fussen, nicht auf Behauptungen und Querverbindungen, wie z.B. er hat wie ein Reichsbürger schon mal Sauerstoff geatmet und deswegen sind alle Aussagen illegitim.

schwitzig
schwitzig
Reply to  Tom J. Wellbrock
5 Jahre zuvor

Wellbrock

aber der Text enthält eben auch gute Argumente.

Klar, sollte auch keine Kritik an Dir, sondern nur eine Kategorisierung des Sternartikels aus meiner Perspektive sein.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Tom J. Wellbrock
5 Jahre zuvor

Wellbrock

Da geh ich durchaus mit, aber der Text enthält eben auch gute Argumente.

Eben!
Es liegt auch an Jedem selbst, was er sich aus dem Artikel herauspickt
im Gegensatz zu manch anderem Geschreibsel gibts da wenigstens nicht nur einseitige Propaganda-Körner.

wschira
wschira
Reply to  schwitzig
5 Jahre zuvor

Na ja, über Musikgeschmack lässt sich streiten (ich finde Naidoos Musik ebenfalls beschissen), aber darum geht es eigentlich nicht. Dem Text kann ich im Übrigen auch nicht so besonders viel rechtes Gedankengut entnehmen. Das kann ich aber aus Äusserungen von Naidoo und dem unappetitlichen braunen Brei, in dem er zuweilen watet. (Veranstaltungen von Reichsbürgern etc).

Heldentasse
Heldentasse
5 Jahre zuvor

Ich kann nicht viel mit der Kunst von Xavier Naidoo anfangen, die „Scherben“ sind mein Ding und (fast) auch meine Generation. Trotzdem von mir aus Hut ab und großen Respekt für diesen Künstler! Das er es richtig macht, und auch den Finger in die Wunden legt, ersieht man m.E. auch an der Reaktion unserer Qualitätsmedien.

Beste Grüße

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  Heldentasse
5 Jahre zuvor

D‘ accord!

Die Musik von Naidoo finde ich gut, mit den oft christlich angehauchten Texten habe ich als Atheist oft so meine Probleme, aber hier hat er doch eindeutig die Realität getroffen.
Dass die systemtragenden Medien jetzt an den Pranger stellen wollen zeigt doch, dass er voll ins Schwarze getroffen hat und man ihn aus Angst vor seiner Popularität demontieren will.
Ich vermute aber stark, dass damit eher der Niedergang der Medien selbst beschleunigt wird, denen eine Mehrheit der Bürger ohnehin nicht mehr traut.

http://meedia.de/2016/10/20/ivw-blitz-analyse-zeitungen-bild-welt-und-f-a-s-verlieren-mehr-als-10-bei-den-abos-und-am-kiosk/

Rainer N.
Rainer N.
5 Jahre zuvor

Nun, schon der „alte Franz Josef“, auch „Väterchen Franz“ genannt, also der Degenhardt … hat einmal gesungen …

Schlechte Zeiten –

So haben wir paar kleine Spießer verarscht,
als stamme die ganze Scheiße von den´,
und die sind doch bloß so beschissen, weil sie
so beschissen werden und es selber nicht sehn.

oh, heiter Villon, schlechte Zeiten sind das
für Spaßmacher, Spötter und Kabarettist,
jedenfalls dann, wenn er merkt, daß er bloß Funktionär
fürs Pappkameraden-Abknallen ist.
Die Richtigen, die kriegt er nie vor´s Gesicht,
und wann mal ganz kurz – dann schießt er nicht.

Balmung
Balmung
5 Jahre zuvor

Selten neige ich dazu, auf einen Artikel im „Stern“ zu verlinken, aber heute ist mir danach.

Der Stern kann aber auch anders, Meinungspluralismus:

http://www.stern.de/neon/magazin/freizeit/xavier-naidoo–pegida-parolen-und-rechte-floskeln—warum-seine-lyrik-so-gefaehrlich-ist-7435860.html

Puppenspieler und Marionetten sind antisemitische Chiffren, hört, hört, war mir vorher gar nicht so bewusst.

Schweigsam
Schweigsam
Reply to  Tom J. Wellbrock
5 Jahre zuvor

Nach meinem Verständnis eine wirklich gute Analyse. Ich kenne nicht alle Fakten, aber für mich und meiner Erfahrung nach mit der deutschen Politik und den deutschen Medien sind die Anschuldigungen gegen Xavier Naidoo ein vollkommenes und leider auch mittlerweile ein widerliches Schmierentheater.

Jowi
Reply to  Tom J. Wellbrock
5 Jahre zuvor

Stimmt, sehr unaufgeregt.
Eigentlich kann sich Xavier doch freuen, so wichtig wird nicht jeder genommen.
Wo kommt nur diese Nervosität her? So verwundbar ist diese Freiheit, dass ihre angeblichen Hüter sie vorsichtshalber einsperren wollen.
Xavier Naidoo muss ICH nicht verstehen. Nur habe ich den Verdacht, dass an ihm ein Exempel statuiert wird: Seht her, so wird dich die Meute jagen, wenn du nicht unserem Narrativ folgst!
Diese Ausgrenzungsrituale haben für mich ein faschistoides Geschmäckle.

Lutz Lippke
Lutz Lippke
Reply to  Tom J. Wellbrock
5 Jahre zuvor

Ist ok. Aber ist das wirklich notwendig, dass Daten-Nerds im Unboxing-Stile eine simple Netzrecherche zeigen. Ein Unboxing-Gutachten für Bild- und Tagesschau-Konsumenten oder was? Motto: „Wie packe ich mein von der GEZ im Auftrag von Bild geliefertes Fake-News-Päckchen richtig aus und schließe es sinnvoll an die Synapsen an“.
Mir hat das anschließend präsentierte Video besser gefallen. Da befasst sich ein wohl bekennender Anti-Youtube-Star in leicht misanthropischer Weise mit den Böhmermanns, mit Wirtschafts-Sponsorenwünschen, eifrigen Grünlingen und linken Blockwarten. Sie rät dann insbesondere Böhmermann, doch mal was scharfsinnig Erhrliches zu machen und vor allem seine Bildungslücken zu füllen. Dann könne man ja mal miteinander reden über Alles und nicht nur im Auftrag übereinander herziehen und seine Talente für stumpfsinnigen Blödel-Murks hergeben.

https://youtu.be/6PPpusakWsY

Jens Berger
Jens Berger
5 Jahre zuvor

Es ist ja richtig, Xavier Naidoo gegen die allgegenwärtige Schmähkritik in Schutz zu nehmen. Man sollte aber dennoch nicht über das Ziel hinausschießen. Der Typ ist nicht ganz sauber im Kopf und ein bekennender Anhänger von Murray Rothbard und Verbündeter von dessen deutschen „Prediger“ Oliver Janich. Da über die wirren Lehren des Radikallibertarismus hierzulande so gut wie nichts bekannt ist (in den USA ist das – Stichwort: Tea Party Bewegung – etwas anders), wissen unsere lieben Medien nur nicht, in welche Schublade sie Naidoo stecken sollen. Und in die Schublade „Reichsbürger“ passt er nun mal nicht, daher auch die gerechtfertigte Kritik an der Schmähkritik. Die Schublade „Libertarist“ ist jedoch auch nicht besser.
p.s.: Und seine Musik ist und bleibt sch**** … sogar dann, wenn Jutta Ditfurth sie kritisiert

schwitzig
schwitzig
Reply to  Jens Berger
5 Jahre zuvor

@Jens Berger

Und seine Musik ist und bleibt sch****

Du findest sie sch**** (ich auch übrigens auch :-). Aber sie ist auch professionell zusammengebastelt.

Ansonsten von den Punkten abgesehen, die Du oben angeführt hast, ist Naidoo auch im Live-Betrieb positiv ausgedrückt *unangenehm*. Auch wenn er akzeptabel bezahlt.
Das Problem mit Naidoo ist, dass er teilweise auch vernünftige Dinge verlautbart, die mit der Verknüpfung zu Naidoo als irrelevant abgekanzelt werden können, weil er (zu Unrecht) in die Nazi-Ecke gestellt wird.
Mittlerweile nimmt das ja schon derart absurde Züge an, dass „Marionette“ ein antisemitisches Wort (ich weiß, Qualitätsmedien, klar) sein soll.
Übrigens OT: Schön, dass Du mittlerweile meine Ansicht zu Misik teilst :-). Ein sehr guter Artikel!

Jens Berger
Jens Berger
Reply to  schwitzig
5 Jahre zuvor

Bezüglich Misik hattest Du in der Tat recht 😉
Und bei Naidoo passt halt die Nazi-Schublade nicht. Das ist ja eben der Unsinn. Libertaristen sind doch keine Nazis, sie sind Libertaristen, das ist schon schlimm genug.

Jenseits von Böse
Jenseits von Böse
Reply to  Jens Berger
5 Jahre zuvor

Der Typ ist nicht ganz sauber im Kopf

Wunderschön gesagt! Musikalisch ist er bei mir eh unten durch, weil er und die Söhne mir im Edeka dauernd aus dem Nudelregal entgegen quellen… Die „Scherben“ werden sie dort wohl nie auflegen – schade.

OT: Seit Robert Misik zum Kanzlerflüsterer geworden ist, kann man ihn leider abhaken. Liegt wohl an seinem Kerngeschäft: wes‘ Brot ich sing, des‘ Lied ich fress 😉

wschira
wschira
Reply to  Jens Berger
5 Jahre zuvor

Und in die Schublade „Reichsbürger“ passt er nun mal nicht

Und warum ist er dann gern gesehener Gast auf deren Veranstaltungen?

schwitzig
schwitzig
Reply to  wschira
5 Jahre zuvor

@wschira

Und warum ist er dann gern gesehener Gast auf deren Veranstaltungen?

Soweit ich weiß, war er nur einmal auf so einer Reichsbürger-Veranstaltung und hat da auch keine Reichsbürgerinhalte von sich gegeben.
Warum die Reichsbürger ihn mögen? Keine Ahnung, aber was hat das mit Naidoo zu tun?
Es gibt auch einige, die mich mögen, dies aber nur unidirektional genießen können.

Lutz Lippke
Lutz Lippke
Reply to  schwitzig
5 Jahre zuvor

Es gibt auch einige, die mich mögen, dies aber nur unidirektional genießen können.

Diese armen geschüttelten Seelen. Ein Ewiges: Er mag mich, er mag mich nicht. Doch er mag mich, nein, er mag mich nicht …?! So geht das doch nicht. Ein Guru muss für seine Bürger auch mal Verantwortung übernehmen. Mit Leitkultur zum Beispiel. Nennt man das dann Reichsgründung oder Sektenwahn oder sind das gar Synonyme?

schwitzig
schwitzig
Reply to  Lutz Lippke
5 Jahre zuvor

@Lutz Lippke

Ein Guru muss für seine Bürger auch mal Verantwortung übernehmen.

Oh, da hast Du etwas falsch verstanden: Nicht der Guru muss für seine Bürger Verantwortung übernehmen, sondern seine Bürger für ihn! Zumindest finanziell :-).

wschira
wschira
Reply to  schwitzig
5 Jahre zuvor

„Wir sind nicht frei. Wir sind immer noch ein besetztes Land. Deutschland hat keinen Friedensvertrag, und dementsprechend ist Deutschland auch kein echtes Land und nicht frei“, antwortet Naidoo 2011 im Morgenmagazin auf die Frage, ob wir denn in Deutschland „frei“ seien. ==>Original Reichbürger-Geschwätz.

„Hat Deutschland ’ne Verfassung? Tut die NSA gar nichts Verbotenes, sondern darf er das eigentlich sogar, weil die Deutschen es ihr per Gesetz erlauben? Weil wir eigentlich kein richtiges Land sind, sondern immer noch besetzt“, fragt Naidoo die Zuschauer am Ende eines Spontankonzerts in Mannheim im August 2014. ==> dito

„Ich möchte auf Menschen zugehen. Auch zu ‚Reichsbürgern‘. Auch auf die NPD. Das ist mir alles Wurst“, reagiert Naidoo im SWR auf Kritik an seinem Auftritt bei einer „Reichsbürger“-Veranstaltung am Tag der Deutschen Einheit: „Und deswegen musste ich zu beiden Veranstaltungen hingehen – zu den Menschen der Mahnwachen und zu den Menschen, die sich Reichsbürger nennen, weil es sind alles Systemkritiker so wie ich.“
==>Noch Fragen, Dude?

„Bevor ich irgendwelchen Tieren oder Ausländern Gutes tue, agiere ich lieber für Mannheim“, erzählt Naidoo 1999 in einem Interview mit dem „Musikexpress“. „Xavier, der Rassist“, fragt der Interviewer nach.

„Ja. Aber ein Rassist ohne Ansehen der Hautfarbe. Ich bin nicht mehr Rassist als jeder Japaner das auch ist.“

Aus Zeit:
http://www.zeit.de/kultur/musik/2015-11/xavier-naidoo-esc-kommentar

Die ARD scheint diese Vorfälle nicht zu kennen. Der Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber behauptet heute in einem Interview auf der offiziellen deutschen Eurovision-Website: „Xavier Naidoo ist weder rechtspopulistisch noch homophob oder antisemitisch.“ Dabei sang Naidoo im Jahr 2009 in einem Lied über Baron Totschild, die Neonazi-Bezeichnung der jüdischen Bankiersfamilie Rothschild. Schon vergessen?

In einem Song suggerierte er einen Zusammenhang zwischen Homosexualität und Pädophilie. Alles stramm rechte Positionen.

Das waren nur einige wenige Fundstellen im Internet (einige Dutzend Seiten). Was stützt also die Weisswaschung Naidoos?

Anton Chigurh
Anton Chigurh
5 Jahre zuvor

Das Betroffenheitsgedudel des Herrn N. geht mir seit seiner musikalischen Existenz schon auf die Nüsse und ist wohl eher was für tätowierte Hausfrauen. Nichtsdestoweniger hat Naidoo mit diesem Text den Nagel sowas von auf den Kopf getroffen, dass die Schweinepresse und die entsprechenden Meinungsagitatoren einfach so reagieren MUSSTEN, wie sie es taten.
Und so ganz leid tun wird es dem Barden nicht, denn so bleibt er in der Öffentlichkeit präsent und so mancher „Musik“freund wird sich seinen Silberling wohl auch kaufen. Auch ´ne Art Geschäftsmodell.
Wie gesagt, mit dem Songtext liegt Naidoo richtig – fragt sich nur, aus welcher politischen Richtung er ihn nuschelt… oder hat er am Ende gar keine richtige Richung ??

GrooveX
GrooveX
Reply to  Anton Chigurh
5 Jahre zuvor

doch doch, der hat sicher ne richtung. nur eben eine, die wir nicht auf dem schirm haben. das weltbild soll einfach bleiben. zu viele schubladen verwirren nur. jens hat oben schon recht.

wir haben ein problem, fundamentalistische bewegungen, strömungen etc. zuzuordnen, wenn sie nicht islamistisch, ditfurthistisch, (steinzeit-)kommunistisch oder publizistisch sind. ist halt deutschland…

Lutz Lippke
Lutz Lippke
Reply to  GrooveX
5 Jahre zuvor

Offensichtlich die „wirre, libertaristische, querfrontistische, verschwörungstheoretische, alttestamentarische“ Richtung, die ihn schon mit einem Fahrrad bewaffnet vor Reichsbürgern zum Risiko für Medien, Politik und insbesondere rechtSSchaffende Linke wird und daher gerade von dort mit linken Links bekämpft werden muss. Vielleicht wird ja alles besser, wenn man den musischen Verführer unter anständig-deutsche Führungsaufsicht gebracht hat. Die mediale Führungsaufsichtzentale FAZ der „Achse des Gutbürgerlichen“ hat ihn jedenfalls im Blick. http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/marionetten-von-xavier-naidoo-soll-reichsbueger-hymne-sein-14998067.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

ermalwieder
Reply to  Lutz Lippke
5 Jahre zuvor

Die mediale Führungsaufsichtzentale

gefällt mir.

Und der Böhnermann hat da auch mal wieder hingepinkelt… da verlink ich jetzt aber nicht drauf.

Yossarian
Yossarian
5 Jahre zuvor

Kurze off topic Frage:
Kann man es irgendwie voreinstellen, dass die Kommentare immer komplett sichtbar sind und man sie nicht jedesmal, wenn sie etwas länger sind, über einen Klick erweitern muss? Das nervt zumindest mich doch deutlich.

Erwin
Erwin
5 Jahre zuvor

Man muss ihn samt Musik ja nicht mögen. Für mich findet er musikalisch gar nicht statt.
Trotzdem, es zeichnet sich in Deutschland eine Diffamierungs-Unkultur ab dessen Ende
wir noch nicht gesehen haben.

Die FAZ kommt besonders schmutzig daher und unterstellt :

„Xavier Naidoo hat eine Reichsbürger-Hymne geschrieben“

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/marionetten-von-xavier-naidoo-soll-reichsbuerger-hymne-sein-14998067.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Torsten
Torsten
5 Jahre zuvor

Es gibt nur zwei Möglichkeiten warum die uns mit Umerziehung und Refugesrestriktion so in das Hirn hauen:

• entweder die fühlen sich so sicher im Sattel, dass sie (Politik, Medien, Personen, Gruppen und wer sonst noch) sich alles erlauben weil ja von medikamentös sedierten Bevölkerungen ohnehin kein Widerstand zu befürchten ist
• oder denen geht der Hintern so aufs kalte Eis, dass denen jedes Mittel zur offenen Konfrontation recht ist?

Ich bin in der schönen DDR großgeworden und habe ein anerzogenes Feingefühl von subtilen Korrekturen an Personen und Meinungen seitens hierarchisch konditionierter Mitläufer eines agierenden Staatssystems miterleben dürfen und kann nur jedem Altbundesbürger anraten: leiste Widerstand, halte voll dagegen und zeige jenem System was “Dir Deine Meinung beBILDert“ wirklich ist – ein bemitleidenswert verunsicherter Haufen ewig gestriger die sich fürchten das die Welt sich verändert!

Torsten

trackback
5 Jahre zuvor

[…] zu stellen, weil er und seine Söhne Mannheims mit dem musikgeschichtlich gesehen eher harmlosen Text des Liedes „Marionetten“ den schmalen Pfad der heutzutage aktzeptierten Regierungs- und […]