Ohne die Sozialdemokratie gibt es keinen Wechsel

Nachdem jeder, wirklich jeder wahlberechtigte Sozialdemokrat für Martin Schulz gestimmt hat und er mit hundertprozentiger Bestätigung zum Parteivorsitzenden ernannt wurde, gab es wieder viel Spott und Häme. Das kann die SPD ganz besonders gut: Steilvorlagen liefern. Außerdem kann man sich noch ganz gut über sie ärgern, wenn mal wieder deutlich wird, wie sehr Anspruch und Wirklichkeit auseinanderklaffen. Dann verdammt man wieder mal diese Partei, die man für entbehrlich erklärt und gibt sie auf. Mir fällt es schwer diese Zeilen zu tippen, denn ich muss es mit einer Hand tun – mit der anderen fasse ich mich an die eigene Nase.
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Erwin
Erwin
5 Jahre zuvor

Sieht man zum Beispiel, wie Andrea Nahles ihr Amt auffasst, müsste man nüchtern festhalten: Nö! Andererseits gibt es heute als Schritt in die richtige Richtung den Mindestlohn

Ob ein Mindestlohn an die Hatz IV- Gesetzgebung gekoppelt werden soll, stand bereits 2003 zur Abstimmung. Bis auf einen Grünen stimmten SPD und Grüne demnach fast einstimmig gegen
ein gesetzlich verankertes Lohndumping sodass das Arbeitsgericht Leipzig erst im Jahre 2010
entscheiden musste, dass ein Stundenlohn von sechs Euro brutto sittenwidrig ist.

Die wussten bereits im Jahr 2003 das durch den Wegfall der Zumutbarkeitsgrenzen, und damit
verbunden die Schwächung der Gewerkschaften und quasi Auflösung der Tarifautonomie, Löhne zu
erwarten sind, welche die Schmerzgrenze bei weitem unterschreiten.

Heute von einem „Weg in die richtige Richtung“ zu sprechen, kann nur mit Bösartigkeit oder vollkommener
Ahnungslosigkeit in Bezug gebracht werden.

Mordred
Mordred
Reply to  Roberto J. De Lapuente
5 Jahre zuvor

Die wussten bereits im Jahr 2003 das durch den Wegfall der Zumutbarkeitsgrenzen, und damit
verbunden die Schwächung der Gewerkschaften und quasi Auflösung der Tarifautonomie, Löhne zu
erwarten sind, welche die Schmerzgrenze bei weitem unterschreiten.

da kann man schon die meinung entwickeln, dass man auch weiterhin nur verarscht werden soll.

Erwin
Erwin
Reply to  Roberto J. De Lapuente
5 Jahre zuvor

Man sollte diese Halunken nicht dabei unterstützen wenn sie ihre Legenden von Wohltaten
schmieden. Sie haben die Lohnabhängigen mit Absicht ins offene Messer laufen lassen.
Von 2003 bis heute hätte der Mindestlohn problemlos auf die Vorgaben des Paritätischen,
von etwa 12 € angehoben werden können. Das hätte niemandem weg getan. Keinem wäre
das aufgefallen. Einen Sprung um etwa 4 € bekommt man heute nirgendwo dran vorbei.

Man muss sehen wo der Mindeslohn heute stünde, nicht wo er steht. Sonst kriecht man denen
auf den Leim.

schwitzig
schwitzig
5 Jahre zuvor

Bei aller – absolut berechtigten – Kritik an der Sozialdemokratie muss man doch sehen: Ohne sie geht kein alternativer Pfad von der Einbahnstraße der Alternativlosigkeit ab.

Das ist falsch. Mit der „s“PD kann es keine linke Politik oder auch nur alternative Politik geben, da es in dieser Partei schlicht und ergreifend nicht das Personal dafür gibt. Mehr als überdeutlich haben gerade die letzten BTW gezeigt, dass eine Stimme für die „s“PD ausschließlich eine Stimme für die „c“XU oder „alternativ“ für die Partei, die exakt die alternativlose Politik fortführt. Wer die „s“PD wählt, garantiert mit seiner Stimme, dass sich niemals linke Aspekte in der Politik wiederfinden werden. Die „s“PD ist die größte Etikettenschwindelpartei, die es jemals in Deutschland gab und geht auf Bauerfängerei. Was garantiert nicht passieren ist, ist dass die „s“PD linke Politik ausführt.
Das könnte sie übrigens auch jetzt noch, was nebenbei ihre Wahlchancen eklatant erhöhen würde. Dass das NICHT passiert, sondern statt dessen das exakte Gegenteil – wie z.B. die „Bauchschmerzen-Maut“ – sollte selbst dem letzten Vollhonk klarmachen, dass seine Stimme für die „s“PD eine Stimme GEGEN die Linke ist und dazu benutzt werden wird, die LINKE zu VERHINDERN.
Der einzige Weg, die Merkelsche Alternativlospolitik von Schulzes Gnaden loszuwerden, ist eine weitere Demontage der „s“PD – idealweise bis zur Auflösung.
Die andere Möglichkeit (geht schneller) ist es, abzuwarten bis die Politik des „c“XU/“s“PD/Olivgrüne-Bündnis88/FDP-Derivat-Syndikates das logische Ergebnis erreicht hat. Wenn es Hunger- und Sklavenaufstände gibt, weil das „c“XU/“s“PD/Olivgrüne-Bündnis88/FDP-Derivat-Syndikat zur existenziellen Bedrohung für weite Teile der Bevölkerung geworden ist, dann kann der Ring durchbrochen werden.

Womit der Ring unter keinem denkbaren Szenario durchbrochen werden kann, ist es seine Stimme der „s“PD zu geben.

schwitzig
schwitzig
Reply to  Roberto J. De Lapuente
5 Jahre zuvor

@Brücken-Robbie

Du greifst dir ein Zitat aus dem Text

Warum auch nicht – es geht schließlich um Deinen Text. Es ist wohlgemerkt nicht aus dem Kontext gerissen.

Kurz gesagt auch, dass Parteien nicht starr sind, dass sie Dynamiken unterliegen und dass die Linken in und außerhalb der SPD durchaus auf Veränderung der SPD hinwirken müssen, sollen und werden.

Und dass genau das möglich ist, halte ich für unmöglich – weshalb, habe ich oben geschrieben. Für eine Unterwanderung von innen, wäre selbst die AfD ein aussichtsvollerer Kandidat. Beleg: Entwicklung „s“PD seit 1998.

schwitzig
schwitzig
Reply to  Roberto J. De Lapuente
5 Jahre zuvor

@R.d.l.P.

Ich glaube, dass man bei aller Kritik an der SPD eines klarstellen muss: Sie bewegen sich noch in einem demokratischen Rahmen.

Nein, wenn immer sich ein Weg bietet, verlassen sie das Demokratie-Gefängnis. Siehe auch Gabriels Parlamentausgrenzung, wenn es um Kriegseinsätze geht. Oder der Lautsprecher Maas ganz aktuell mit „seinem“ Zensur- und Repressionsvorschlag. Oder aktuell die Maut. Ich sehe in Sachen Demokratiekompatibilität (man denke auch an die GG-Änderung und diverse GG-feindliche Gesetze) keinerlei Vorteil der „s“PD gegenüber z.B. einer AfD. Eventuell könnte es unter Umständen möglicherweise möglich sein, einen Vorsprung im Vergleich zur NPD zu finden. Wichtig ist aber, was im Endeffekt dabei herauskommt und wer der „s“PD seine Stimme gibt, unterstützt die Abschaffung linker Politik und damit letzten Endes auch die Abschaffung demokratischer Strukturen.

Robbespiere
Robbespiere
Reply to  schwitzig
5 Jahre zuvor

@schwitzig

Nein, wenn immer sich ein Weg bietet, verlassen sie das Demokratie-Gefängnis.

Genau so ist es!

Man könnte noch etliche Beispiele vorbringen, womit die SPD, um mit der gleich gesinnten CDU an der Regierung bzw. Liebling der Wirtschaft zu bleiben, die Demokratie und das Grundgesetz in die Tonne getreten hat.
es gibt doch nicht den geringsten Grund zu der Annahme, daß linke Restbestände sich gg. das Seeheimer Pack durchsetzen könnten, sofern es die überhaupt noch gibt.
Die sind nämlich größtenteils mit Lafontaine aus- und in die LINKE eingetreten oder weggestorben.
Somit gibt es in dieser Partei keine signifikante Kraft, die an die frühere Politik eines Willi Brandt anknüpfen könnte.
Sie trotzdem zu wählen, kann nur in Enttäuschung münden.

Oder wie Albert Einstein sagte:
Die Definition von Wahnsinn ist, immer das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten“.

Wenn ein Volk so ignorant ist und Politiker, egal welcher Partei an ihren Wahlversprechen mißt statt an deren tatsächlichem Handeln in Verantwortung, muß man das zähneknirschend akzeptieren.
der Krug geht so lange zum Brunnen………und der SPD-Krug hat schon deutliche Sprünge.
Offenbar geht es vielen Bürgern noch zu gut oder sie bilden sich ein, dank unserer Regierung ginge es ihnen noch nicht schlechter. Wie sonst haben die größten Halunken die besten Umfragewerte?
Die Leute brauchen halt erstmal einen zünftigen Kater, damit sie aufwachen und der kommt, wie lange es auch dauert.
Die LINKE wäre mit dem Klammerbeutel gepudert, ließe sie sich mit in den Strudel ziehen, der dann folgt.

Erwin
Erwin
Reply to  Robbespiere
5 Jahre zuvor

Die LINKE wäre mit dem Klammerbeutel gepudert, ließe sie sich mit in den Strudel ziehen.

Eben, momentan kann man der Linken keine Unwilligkeit unterstellen, Regierungsverantwortung übernehmen zu wollen.
Wenn Lieschen Müller das nicht sieht, kann ihr ohnehin niemand mehr helfen. Die Bedingungen liegen offen auf dem Tisch, doch Sankt Martin entzaubert sich zum Großkoalitionär. Der potentielle Wähler sieht die Schwierigkeit der Situation und stünde bestimmt im Protestkontingent der 5-6% auch in weiteren vier Jahren wieder bereit. So nah ist der Untergang noch lange nicht. Die Linke müsste sich neu aufstellen, auch personell. Wagenknecht ist kein Alleinunterhalter. Grüne Positionen müssen, soweit überhaupt noch vorhanden, gestohlen, sozial-ökologisch angepasst und vertreten werden. Der Die nächsten vier Jahre können aus der Opposition nicht die selben Geschichten, wie in den letzten vier Jahren erzählt werden. Das muss progressiver werden sonst geht es drastisch abwärts. Das Gespenst einer Koalition aus unchristlicher Union und AfD sollte im Auge behalten werden, ist aber in absehbarer Zeit keine wirkliche Option die vertraute Mehrheitsverhältnisse durcheinanderrütteln könnte.

Die GroKo-Hirnis fahren die Karre unweigerlich gegen die Wand, räumen ihren Müll weg, übernehmen Verantwortung dafür und verschwinden. Die Linke macht den Phönix aus der Asche, mit wem auch immer. So das grobe Konzept.

Anton Chigurh
Anton Chigurh
Reply to  Roberto J. De Lapuente
5 Jahre zuvor

Ich glaube, dass man bei aller Kritik an der SPD eines klarstellen muss: Sie bewegen sich noch in einem demokratischen Rahmen.

Das haut doch dem Fass den Boden aus !!
Wie definierst du denn „demokratischen Rahmen“ ????
Das Kasperltheater, das uns seit Jahren in Berlin vorgeführt wird ???
Völkerrechtswidrige Kriege (Beteiligung UND Mitwirkung), fast tägliche Verstöße gegen das Grundgesetz, der ganze HARTZ IV-Wahnsinn und die damit verbundene Knebelung ganzer Bevölkerungsschichten ?? Verelendung und Verarmung ganzer europäischer Staaten durch die Schwarze Null unter Abwinken durch die Spezialdemokraten ???
Ist das etwa der „demokratische Rahmen“ den du meinst ???
Mann, Mann, Mann…..ich fasse es nicht !!!

The Joker
The Joker
Reply to  Roberto J. De Lapuente
5 Jahre zuvor

Hallo Roberto, schwitzig & Robbespiere,
ich kann mich noch sehr gut an die sächsische Landtagswahl 2004 erinnern: Es war jene Wahl kurz nach Verkündung der Agenda 2010, bei der die NPD aus dem Stand fast so stark wurde wie die Schröder-SPD (9,2 % zu 9,8 %).
Ich habe die Wahl in einer linken Kneipe verfolgt. Als in einigen Hochrechnungen die SPD sogar hinter der NPD lag, machte sich lautes Gejohle breit.
Niemand von uns hatte irgendeine Sympathie für die NPD-Nazis. Aber die konsequent schlechte Politik Schröders hatte ein konsequent schlechtes Wahlergebnis zur Folge.
Und das ist im Sinne einer gewissen Ehrlichkeit zu begrüßen.

Dennis82
Dennis82
Reply to  schwitzig
5 Jahre zuvor

Robertos Überschrift könnte man noch fast irgendwie zustimmen. Das Problem ist, dass auch er allen Ernstes meint, in der SPD gäbe es noch Sozialdemokraten, mit denen er irgendwie Sozialdemokratie machen könnte. Dabei wurde der Arbeitskreis „Sozialdemokraten in der SPD“ doch schon längst aufgelöst.

„Echte“ Sozialdemokraten sind inzwischen in der Linken. Das wird dieser ja leider auch von links außen oft genug vorgeworfen: Ne SPD 2.0 zu sein, die „den Kapitalismus“ ja „nicht überwinden wolle“…! Auwei, diese verdammten Schweine von der judäischen Volksfront aber auch!

Die „s“PD ist die größte Etikettenschwindelpartei, die es jemals in Deutschland gab und geht auf Bauerfängerei.

Das Schlimme ist ja: nicht einmal das stimmt. Es ist ja nicht so, dass die SPD zeitlebens immer nur in der Opposition gewesen wäre. IMMER (vielleicht von ein paar Abschnitten unter Brandt mal abgesehen) hat die SPD das getan, was schon den alten Tucholsky zur Verzweiflung brachte: Politik für Industrie, Wirtschaft und Vermögende; für den Abbau von Freiheits- und Bürgerrechten. Daran könnte man sie messen. Tut es aber nicht. Ja, dass man die SPD grade von Links immer nur am ja gar nicht mal so existierenden, vermeintlichen „Trugbild“ misst, ist eine der großen analytischen Schwächen. Deshalb verstehen ja viele auch nicht, warum der Saftladen denn trotz Allem immer noch von zig Millionen gewählt wird…!

Daher hab ich auch kein Verständnis mehr, deren Wähler als Opfer von „Bauernfängerei“ zu betrachten. Die SPD kann viel dummes, verlogenes Zeug auf Plakate schreiben. Das Problem sind die Idioten, die da immer wieder drauf reinfallen. Aber die sind auch nur ein eher vernachlässigbarer Anteil – der stolze Karrieren-Michel hat den Neoliberalismus total verinnerlicht; es muss weh tun. Für ihn – aber besonders für andere… Also wählt er SPD. Ich hab damals in meinem ÖD-Studium einige junge SPD-Wähler kennengelernt – die haben die Agenda-Ideologie total verinnerlicht; nicht einmal Geld für Kinobesuche sollte man so einem faulen Hartzer zugestehen…!

schwitzig
schwitzig
Reply to  Dennis82
5 Jahre zuvor

@Dennis82
Ich:

Die „s“PD ist die größte Etikettenschwindelpartei, die es jemals in Deutschland gab und geht auf Bauerfängerei.

Du:

Das Schlimme ist ja: nicht einmal das stimmt.

Aber Du schreibst doch selbst, dass es stimmt :-): Die „s“PD gibt vor, etwas zu sein, was sie nicht ist. Mit Ausnahme vielleicht der kurzen Brandt-Periode, die Du angeführt hast.

Zur Bauernfängerei:
Da wäre mal eine Statistik der prozentualen Schichtzugehörigkeit der „s“PD-Wähler interessant. Bisher war es eigentlich immer so, dass der Großteil der „s“PD-Wähler aus dem Arbeitermilieu und weniger aus der gehobenen Mittelschicht aquiriert wurde. Die letzteren sind eher Olivgrün-Bündnis-88-affin.
Aber ich finde, dass es unabhängig von Bildungsniveau und Schichtzugehörigkeit absolut angebracht ist, „s“PD-Wähler als Täter zu bezeichnen.

Dennis82
Dennis82
Reply to  schwitzig
5 Jahre zuvor

Nein, ich sehe da keinen „Etikettenschwindel“; wenn ich die Wahl habe, etwas nach objektiven Kriterien zu beurteilen (d. h. deren Politik in der Vergangenheit), spielen Sprüche auf blöden (eh nur an unterbelichtete Idioten gerichtete…) Wahlplakaten im Ergebnis keine Rolle. Die haben in meinen Augen grade dann keine Relevanz. Ebenso wenig künstliche, grade an die „Mitte“ der Gesellschaft gerichtete, konzertierte Propaganda zu Schaffung „künstlicher Realitäten“ in den Mainstream-Medien. Wie den aktuellen Schulz-Hype z. B.!

SPD- und Grünen-Wähler unterscheiden sich soziologisch im Grunde doch gar nicht; beides Parade-Kapitalismusfans. Letzteren ist dabei das reine Öko-Gewissen halt einfach nur noch ne Spur heiliger. Die SPD war doch immer schon Partei der Facharbeiter, Beamten und Angestellten (hpts. im ÖD). „Gehobene Mittelschicht“ ist eh so ein vager Begriff; grade die (sich oft dafür haltende) „Mitte“ betrügt sich ja am intensivsten selbst. Selbst manch Niedriglöhner oder Hartzer ordnet sich selbst noch in diese ominöse „Mitte“ ein. Um weiter der SPD seine Stimme geben zu können.

schwitzig
schwitzig
Reply to  Dennis82
5 Jahre zuvor

@Dennis82
Eigentlich sind wir da schon derselben Meinung – Du fügst das Element hinzu, dass es kein Etikettenschwindel sei, weil das Etikett zu durchsichtig ist. Da liegst Du natürlich richtig, aber ich denke, dass viele „s“PD einfach auch glauben, was ihnen gesagt wird, weil sie es aus ihrem eigenen Charakter und Weltbild heraus beurteilen, in dem sie in einer „Demokratie“ leben und in dem sie Politikern ähnlich Charakterzüge wie sich selbst unterstellen: Moralische Integrität und Konstruktivität, gepaart mit Ehrlichkeit.
Würden sie die „s“PD Leute als das sehen, als was sie die praktizierte Politik qualifiziert – als verlogene Psychopathen – müssten sie ihr eigenes Weltbild in Frage stellen. Dazu sind die meisten zu borniert oder zu faul und werden daher zu Tätern.

Dennis82
Dennis82
Reply to  schwitzig
5 Jahre zuvor

Eben. Und genau da liegt meines Erachtens eben eins der Kernprobleme: Bei der Bevölkerung selbst! Sich (immer und immer wieder, schon rituell…!) über ein ein hohles Franchise wie die SPD aufregen bringt nur emotionale Erleichterung. Ja, man ist im Gegenzug ja schon fast dankbar, dass die SPD jederzeit „greifbar“ ist, um sich an ihr seiner Empörung freien Lauf lassen zu können. Nebenbei: Bug oder Feature…!? 😉 Das nützt aber halt nichts; man tritt dabei nur ewig auf der Stelle. Denn die SPD wird ja von einer nicht unerheblichen Zahl trotzdem immer und immer wieder gewählt – und somit auch „legitmiert“.

Der SPD-Wähler ist dagegen „das unbekannte Wesen“. Er ist grade nicht greifbar; im Umfeld kennt man ja kaum eins dieser scheuen Exemplare. Man kann sich weder erklären, wer er ist, noch was ihn zu seinem „Irrsinn“ antreibt… Aber er ist letzten Endes die Wurzel allen Übels; ohne verblödete, sado-masochistische oder neoliberal verzogene Wähler gäbe es (längst) auch keine SPD mehr…!

Sicher, hier kann man das Henne-Ei-Problem anführen – aber etwas mehr Konzentration auf die „Basis“ (also die atomisierte, neoliberale Ungesellschaft) könnte auf keinen Fall schaden!

hart backbord
hart backbord
5 Jahre zuvor

Die SPD ist wie ein haltloser Säufer, der immer wieder hochundheilig verspricht, aufhören zu wollen und dann stets rückfällig wird.
Roberto gehört zu den Leuten, die das gutgläubige Spiel immer wieder mitmachen.
Dass man irgendwann auf die harte Linie wechseln muss (Trennung, klare Ansage: Mach einen Entzug, erst nach einem Jahr ohne Alk kannste Dich wieder melden!), will unserem Schwärmer nicht in den Sinn.
Vielleicht müsste die SPD noch einen viel schärferen Sozialabbau durchziehen, die unserem Textdichter auch ganz persönlich in die Geldbörse greift.

jkr
jkr
5 Jahre zuvor

Beim Lesen des Textes musste ich leider spontan an jenen Text hier denken:

http://www.der-postillon.com/2013/03/mann-ohne-langzeitgedachtnis-uberzeugt.html (der Text entstand schon vor der letzten Bundestagswahl und ist aktueller denn je)

Und in vier Jahren können wir uns wieder unterhalten warum die SPD (nach weiteren vier verlorenen Jahren, in denen die SPD wieder jede Sauerei mitmachen wird) dieses mal bestimmt den Wechsel zu mehr sozialer Gerechtigkeit schaffen wird …

Anton Chigurh
Anton Chigurh
5 Jahre zuvor

Die „s“PD ist so tot wie ein Dinosaurier. Tot und vor langer Zeit begraben.
Die Verbrecher und Verräter, die heute in der Maske von „Sozialdemokraten“ herumspuken, haben mit einer sozialdemokratischen Partei im Wortsinne gar nichts mehr gemeinsam, gar nichts – überhaupt nichts !
Da müssten 99% der heutigen SPD-Darsteller austreten, damit aus diesem Scheißverein jemals wieder etwas wird, das auch nur in die Nähe von „links“ gerät.
Und hier nützen auch Püntes peinliche und immer wiederkehrende Relativierungsversuche nichts mehr.
Mag sein, dass es eine Partei benötigt, mit der DIE LINKE koalieren muss, um in Regierungsverantwortung zu kommen. Nach derzeitigem Stand wird das aber nicht der Verbrecherverein aus dem Willy-Brandt-Haus sein. Mit solch verkommenem Gesocks darf sich DIE LINKE nicht einlassen, ohne sich komplett lächerlich und damit auch überflüssig zu machen.

Lutz Lippke
Lutz Lippke
5 Jahre zuvor

Die Argumente sind bekannt und schwängern den politischen Äther mit einem Flügelschlag, der entweder fundamentalistisch oder eben reformistisch ist und nach Windrichtungen benannt wird. So geht Politik! Geht so Politik? Ja, nein, vielleicht, kommt drauf an? Worauf kommt es an? Was ist links? Fur die da unten sein? Weltfrieden außer mit …? Moralismus und Gerechtigkeit als Freundschaftseintrag im Poesiealbum der Floskeln?
Ich sag mal, was ich von solchen Schemata halte. Wenig! Für mich gibt es vor allem verantwortungsvolle und verbindliche Politik vs. verdruckste bis verlogene Politik. Es steht Offenheit und Handlungsfähigkeit gegen Verschlagenheit und Vorteilsnahme. Ich würde sogar soweit gehen, dass sich genau genommen Politik und Kontrapolitik gegenüber stehen. Das macht die Sache nicht einfacher, aber ermöglicht einen realitätsnahen Blick. Wer seine Interessen, Haltungen, Absichten und Fähigkeiten offen vertritt und mit Andersdenkenden in einem gleichberechtigten Diskurs die möglichen Wege aushandelt, real umsetzt und damit die Gesellschaft gestaltet, betreibt Politik. Alles andere ist frommes Wunschdenken, Show oder eben auch bewusste Kontrapolitik.
Politik hängt also von den Möglichkeiten und der eigenen Position im Gefüge ab ohne deswegen beliebig zu sein. Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sind demnach zwingende Voraussetzungen, sozusagen das Substrat auf dem Politik für die Menschen gelingen kann. Dieses Substrat, der Boden muss für ALLE erst bereitet werden, damit Verstand, Emphatie und die gesammelten Fähigkeiten der Allgemeinheit in zukunftsweisende Handlung mündet. Der Weg ist das Ziel, Versprechungen gibt es schon zuviel. Insofern sehe ich nicht Spd oder Afd, nicht mfg oder tbc, nicht linke oder rechte Politik, sondern Echtes oder Unechtes. Heute nicht ganz unbekannt ist, dass menschliche Politik an der Basis ansetzt und nicht von Oben verordnet werden kann. Was man ohne Herrschaftsmacht nicht nach den gegebenen Möglichkeiten anpackt, geht man auch nicht an, wenn einem alle Macht zugefallen ist. Wählt mich, dann werde ich erfolgreich anders, ist wohl der Klassiker des Dummenfangs

EarthChild
EarthChild
5 Jahre zuvor

Tut mir leid, Leute, ich halte die SPD schon seit Schröder und seiner Agenda 2010 für absolut überflüssig! Und Herrn Schulz halte ich für einen Blender, genau wie Schröder vor ihm!!! Diesen sogenannten Politikern aus der angeblich “ Arbeiterfreundlichen“ SPD geht es nur darum, ihre eigenen finanziellen Pfründe und beruflichen Aussichten auf einen Job in der Wirtschaft zu maximieren, denn wenn ich mir die Politik der SPD in den letzten ca.30 Jahren so ansehe und was diese Politik und die Konsequenzen für den “ kleine Arbeiter“ letztendlich bedeutete und immernoch bedeutet, bin ich wirklich absolut überzeugt, daß diese Partei einfach nur noch unwählbar ist, in jeder Hinsicht überflüssig! Ich behaupte nicht, das die CDU, CSU, FDP, GRÜNEN, AfD wählbarer wären, in meinen Augen sind die genauso unwählbar in jeder Hinsicht wie die SPD! Sie tun nichts für die 99%, null, alles was sie tun ist labern und Dinge versprechen, die sie nie vorhaben zu halten und auch nie halten werden, im Parlament die Winkekatzen zu spielen, wenn sie denn mal überhaupt da sind, und ansonsten eigentlich nur auf ihre unverdienten „Diätenerhöhungen“ warten! Wer braucht sowas?? Wer will sowas?? Und wer will solche inkompetenten, machtgeilen Nichtse finanzieren???
Ach ja und wow, da haben sie den “ Mindestlohn“ durchgesetzt, den sie vorher unter Schröder abgebaut haben, na toll! Hat von diesen Politikern jemals auch nur einer versucht, von diesem Mindestlohn zu leben und seine Familie gesund zu ernähren und zu kleiden und am gesellschaftlichen Leben Teil zu haben und seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen, und trotzdem schuldenfrei über den Monat zu kommen?? Ich wünsche mir wirklich, daß endlich die 99% über das Einkommen der sog. ReGIERung entscheiden, weil wir, die 99% unsere Lebenszeit, unsere Arbeitskraft und unsere kreative Lebensenergie dafür opfern! Ich denke, das ist eh die einzige Möglichkeit diese “ Bigheads“ wieder auf den Boden der Tatsachen runter zu holen und davon zu überzeugen, daß sie uns, den 99% ihre Loyalität schulden und FÜR UNS zu arbeiten haben und nicht gegen uns wie sie es die ganze Zeit tun!!! Und ich finde auch, daß sich die Linke echt zu Schade sein sollte, sich mit dieser ****** zusammen zu tun und gemeinsame Sache zu machen!!! Sie sollte lieber dafür sorgen, soviele Stimmen zu bekommen wie möglich, durch Aufklärung und Aufrichtigkeit, um endlich eine wirkliche ,echte, widerstandsstarke Opposition zu sein und sich als Oppposition endlich durchzusetzen und Dinge in Bewegung setzen die uns und unsere Rechte stärken!! Pöstchen ohne wirkliches Stimmrecht und echten Einfluß helfen niemandem und sind auch alles andere als gut für das Ansehen der Partei in der Bevölkerung!

Rainer
Rainer
5 Jahre zuvor

Zitat:
Ohne die Sozialdemokratie gibt es keinen Wechsel

Mit der Sozialdemokratie (SPD) auch nicht!!!
Verräterpartei.
Eine der letzten Possen: z. B. beim Thema Alterspräsident schön mit den Schwarzen einig sein.
Diese Partei braucht kein Mensch mehr.

Torsten
Torsten
5 Jahre zuvor

Sehr geehrter Herr De Lapuente
Die Nachdenkseiten arbeiten sich auch schon ziemlich lange und ohne Unterlass an der SPD ab. Das wird meiner Meinung nach nichts mehr. Die deutschen Sozialdemokraten das sind Clement, Müntefering, Sarrazin, Schröder, Nahles, Gabriel, Schulz……… Träumen Sie weiter….

The Joker
The Joker
5 Jahre zuvor

Kriegskredite.
Burgfrieden.
Landwehrkanal.
Ebert-Groener-Pakt.
Panzerkreuzer statt Schulspeisung.
SDS-Ausschluss.
Berufsverbote.
Nachrüstung.
Kosovo.
Agenda.
Mehrwertsteuer.
Bankenrettung.
(To be continued)

Hatte Olle Bismarck wirklich so unrecht?
„Gemeingefährliche Bestrebungen der Sozialdemokratie“

aquadraht
aquadraht
Reply to  The Joker
5 Jahre zuvor

Naja, gemeingefährlich war die SPD weitgehend für ihre Anhänger, von denen sie zusammen mit ihren rechtsextremen Freikorps-Verbündeten im von ihr angezettelten Bürgerkrieg 1919 über 10.000 umgebracht hat, und das wurde gefolgt von der teilweise blutigen Auflösung der Arbeiterregierungen (SPD-KPD-USPD-Koalitionen) in Sachsen und Thüringen, dem Blutmai 1929 und dem Altonaer Blutsonntag etc.

Und gerade hat Maas ein Zensurgesetz zur Genehmigung bei der Brüsseler Bürokratie eingereicht, nicht der geringste Respekt vor der Verfassung.

Die Linke bzw. PDS war relativ stark, solange sie Opposition gemacht hat. Da hatten die SPD und der Rest die Hose voll. Heute machen nur noch ein paar Leute in der Linken wie Hunko, Wagenknecht etc. Opposition, grosse Teile sind jetzt schon gedanklich am „Regieren“.

Einen Wechsel wird es nur dann geben, wenn eine starke und konsequente Linke die Ziele vorgibt, bei denen sie dann auch den einen oder anderen Abstrich machen kann, wie z.B. kein sofortiger Austritt aus der NATO, Ausstieg aus der Agenda in mehreren Schritten, deren erster und unverhandelbarer die Abschaffung der Sanktionen wäre und so weiter. Ob dieser Wechsel dann in Alleinregierung, Beteiligung, Duldung oder Opposition bestünde, wäre nachrangig. Und auch, ob es dann noch eine SPD gäbe.

Balmung
Balmung
Reply to  The Joker
5 Jahre zuvor

Stinnes -Legien Pakt (aka „Sozialpartnerschaft“)

Errichtung von Konzentrationslagern für Linke, „Ostjuden“ und „Zigeuner“

(To be continued)

Sukram71
Sukram71
5 Jahre zuvor

Man sieht, der Hass auf die SPD ist bei vielen Linken größer, als der Wille zusammen zu verbessern, was möglich ist. Selbst, wenn das auf Dauer eine CDU/CSU Regierung bedeutet.

Da helfen auch keine guten Worte oder der Verweis auf einfachste Rechenaufgaben und Stummverteilungen. Traurig.

The Joker
The Joker
Reply to  Sukram71
5 Jahre zuvor

Hallo Sukram71,
ja, deshalb ist die SPD gut beraten, diesem berechtigten Hass den Nährboden zu entziehen – nicht durch gute Worte, sondern durch Inhalte.
Schulz möchte – vielleicht – der Gorbatschow der SPD sein.
Momentan ist er bestenfalls ihr Egon Krenz.

Folkher Braun
Folkher Braun
Reply to  The Joker
5 Jahre zuvor

Die Sozialdemokratie ist spätestens seit 1914 das Projekt der arrivierten Arbeiterklasse, sich dem Kapital als Bezähmer des Lumpenpeoletariats anzudienen. Kurt Schumachers Disseration (zum Staatsgedanken der Sozialdemokratie …) 1929 ist einispiel. Die Teilung der Sozialdemokratie in West und Ost (durch Kurt Schumacher Ende 1945), um den Exilausschuss in Berlin auszubooten, war der nächste Schritt. Als dann auf Seiten des DGB Einspruch erhoben wurde, wurde Viktor Agartz abserviert wegen seiner „Ostkontakte.“
Den Rest hat The Joker schon aufgelistet.
SPD hat fertig. Und wir bekommen deswegen politisch keine linke Gegenmacht. Denn der DGB ist auch neoliberal..

Sukram71
Sukram71
Reply to  The Joker
5 Jahre zuvor

deshalb ist die SPD gut beraten, diesem berechtigten Hass den Nährboden zu entziehen – nicht durch gute Worte, sondern durch Inhalte.

Der SPD und deren Wählern kann das eigentlich egal sein, weil die idR nen Job haben, böse formuliert.
Die Linke und besonders die Linkewähler jammern doch ständig, alles wäre für sie so furchtbar schlecht und ungerecht.

Deshalb haben die Linken das größte Interesse daran, dass sich etwas zuk Bessern ändert. Aber genau das wird von der Linken ja mit torpediert.
Die Wähler haben sich im Selbstmitleid schön eingerichtet und die Linke hätte ohne Hartz 4 weniger Wähler.

schwitzig
schwitzig
Reply to  Sukram71
5 Jahre zuvor

Wie schön – der Sukram71/smukster-Komplex hat wieder ins Forum geschissen.

anton
anton
Reply to  Sukram71
5 Jahre zuvor

sukram: Du bist ja sehr tapfer hier, beleidigst auch nie andere Personen, deshalb meine Frage: Glaubst Du, dass die Sinnlosmaßnahmen im ALG-2-Bereich, die Bürokratie usw der Weisheit letzter Schluss sind? Wäre ein öffentl. geförderter Beschäftigungssektor, die Erlaubnis, das eigene Haus trotz Arbeitslosigkeitbehalten zu dürfen, eien steuerfinanzierte Mindestrente für jede Person nicht besser, bei allem Respekt, als der heutige Zustand? Ist mit der Union wirklich nicht leicht durchzusetzen, da diese in dem Bereich wenig Kompetenzen hat! Auch ich will, dass die Union nicht mehr die stärkste Partei ist, aber es wird auch um Inhalte gehen müssen!

schwitzig
schwitzig
5 Jahre zuvor

„s“PD-Hellmich (der Name ist Programm?) will das „Leck“ bestrafen, dass über die geheime Sitzung berichtet hat, die den Völkerrechtswidrigen Terroreinsatz der „Parlaments-Armee“ Bundeswehr zum Thema hatte:

https://www.heise.de/tp/features/Leck-im-Verteidigungsausschuss-Wir-pruefen-nun-die-Konsequenzen-3671733.html

Ich erinnere an Helmut Schmidt (ja, ich weiß, auch er hat Dreck am Stecken) und seine Worte über Staatsterrorismus. Demnach müßte man Hellmich als Terroristen klassifizieren und die „s“PD als Terrororganisation.

Und diesen Scheiß soll man auch noch WÄHLEN, damit etwas besser werden kann??? Zielführender als eine „s“PD-Wahl wäre es wahrscheinlich, einfach nur in den Wald zu scheißen. Vielleicht rutscht dann einer der Menschen vernichtenden Brunnen- und Schulenbauer der „Parlamentsarmee“ darauf aus und bringt ein paar weniger Leute im Auftrag des „c“XU/“s“PD/Olivgrüne-Bündnis88/FDP-Derivat-Syndikats um die Ecke.

Balmung
Balmung
Reply to  schwitzig
5 Jahre zuvor

„s“PD-Bartke will, den Agenda Opfern ihre Würde zurückgeben:

„Matthias Bartke: Für diese Gruppe wollen wir einen sozialen Arbeitsmarkt schaffen. Wir können doch nicht zulassen, dass sie untätig zu Hause bleiben und nichts tun. Wir wollen, dass sie arbeiten und etwas Sinnvolles machen. Denn Arbeit ist für jeden Menschen wichtig, sie strukturiert den Tag und sie verleiht auch Würde. Daher möchten wir, dass auch diejenigen ohne Perspektive auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf Mindestlohnniveau erhalten. Diese Menschen sollen für die Gesellschaft sinnvolle Tätigkeiten ausüben.
Welche Arbeiten kämen dafür infrage?
Matthias Bartke: Das kann die Unterstützung von vorhandenem Personal in Obdachlosen- und Notunterkünften sein. Das kann aber auch die Erfassung von Vandalismusschäden und unrechtmäßiger Müllablage sein. Es gibt viele Beschäftigungsmöglichkeiten, von denen wir als gesamte Gesellschaft profitieren könnten.

https://www.heise.de/tp/features/Fuer-viele-ist-Weiterbildung-vergleichbar-mit-einem-Zahnarztbesuch-3664681.html?seite=2

ThomasX
ThomasX
5 Jahre zuvor

Weia, schon wieder ´ne neue Heilsbotschaft vor 1 (einem) applaudierenden Sukram … der Rest wendet sich langsam aber sicher beschämt ab….
Wird dir (@ Roberto) das nicht selbst ein wenig komisch, dass du dich da in einen regelrechten Wahn verrannt hast, dass das Heil linker (sic!) Politik auf dem Handeln einer Partei basieren soll, die die letzten 20-25 Jahre genau die Maßnahmen zu auch deiner eigenen Unterdrückung geschaffen und betoniert hat, nur weil du das jetzt ganz fest glaubst? Ist es das? Glaube? Der soll ja irrationalen Begründungen entspringen.
Hältst du deine heutigen Ansichten zur SPD tatsächlich für rational? Mach doch mal den Faktencheck, was sich geändert haben soll (am besten indem du deine alten Schriften oder dein eigenes Buch mal wieder rauskramst und nachsitzt). Der Text da oben ist jedenfalls ein Schlag in deinen eigenen Nacken – zumindest wenn du noch der selbe Roberto bist, der auf „ad sinistram“ so geniale Texte zu seinen Einblicken in die Arbeitsvermarktungsagenturen und zu rassistisch spaltenden Gesellschaftstendenzen geschrieben hat, die eine solche Sanktions-Politik erst hervor bringt.

Sorry, aber was der Tom und andere User dir da (in der Erwiderung zu diesem Text) ins Gebetbuch schreiben, sollte dir ernsthaft zu denken geben. Denken macht nämlich den wichtigsten Unterschied. Und das Denken steht dem Glauben diametral gegenüber!

Juergen Sprenger
Juergen Sprenger
5 Jahre zuvor

Parteien sind können nicht Teil der Lösung sein, denn sie sind Teil des Problems.

Die Ausleseprozesse innerhalb der Parteienhierarchien garantieren, daß nur Personen aufsteigen, die zuallererst sich selbst und dem Einkommen aus ihren Mandaten und ‚Nebentätigkeiten‘ verpflichtet sind.

Das zieht sich nahtlos von den Altparteien über die Grünen, die Piraten, die AfD und leider nicht zuletzt auch durch die Linke. Man kann das bei der Partei Die Linke sehr schön an Gestalten wie Domscheit-Berg und den sogenannten ‚Reformern‘ sehen.

Die Beteiligung der niederen Mitglieder besteht vor allem darin, Beiträge zu zahlen, für den Ortsverein Plakate kleben zu dürfen und bei den Parteitagen regelmäßig übergangen zu werden.

So funktioniert die marktkonforme Demokratiesimulation:

https://www.uni-kiel.de/psychologie/mausfeld/pubs/Mausfeld_Die_Angst_der_Machteliten_vor_dem_Volk.pdf

Über die Lampenputzerpartei gibt es übrigens eine vortreffliche Allegorie, hervorragend gespielt von Samuel L. Jackson:

Der Haussklave Stephen aus Quentin Tarantinos ‚Django Unchained.

jkr
jkr
5 Jahre zuvor

Aus der Überschrift des Artikels beim „Neuen Deutschland“:

„Warum die LINKE die Sozis braucht
Roberto J. De Lapuente erklärt, warum die Linke auch langfristig auf die SPD angewiesen sein wird“

http://www.nachdenkseiten.de/?p=38230

Dann viel Spaß beim Verarscht werden in den nächsten vier Jahren bis dann aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen bestimmt wieder irgendein Grund auftaucht zu hoffen, nach der nächsten Wahl wird alles besser. Oder nach der übernächsten, oder überübernächsten, …