Als Johannes B. Kerner versagte

Gestern vor zehn Jahren tat Eva Herman das, was Alice Weidel erst letzten Monat inszenierte: Sie verließ das Studio. Nicht ganz freiwillig. Die Reaktion des Moderators von damals, die man 2007 noch lobte, muss man rückblickend als Versagen durch Feigheit begreifen. Damals kündigte sich schon der Rechtsruck an – und wir feierten einen Moderator, weil er ihn uns für einen Abend vom Hals hielt.

Senta Berger wurde es unangenehm

Die bereits beim NDR entlassene Eva Herman besuchte am Abend des 9. Oktober 2007 Johannes B. Kerner in dessen Show. Es ging um die familiären Werte im Nationalsozialismus, die Herman festgestellt und an die große Glocke gehängt hatte. Dem öffentlich-rechtlichen NDR war das zu viel geworden, man trennte sich flott. Jetzt sollte und wollte sie auch Rede und Antwort stehen. Sie ritt sich an jenem Abend immer tiefer hinein in den Morast: Man könne über deutsche Geschichte wohl gar nicht mehr reden, ohne sich zu gefährden, fragte sie kokett. Und überhaupt: Was sei mit den Autobahnen? Die seien schließlich auch von den Nationalsozialisten gebaut worden. Geplant waren diese damals neuen Schnellstraßen zwar schon lange vor seiner »Machtergreifung«, 1926 wurde die Strecke Köln – Düsseldorf geplant und ebenfalls in jenem Jahr entstand der »Verein zur Vorbereitung der Autostraße Hansestädte-Frankfurt-Basel« – aber gut. Die Nazis haben diese Projekte dann lediglich an den Reichsarbeitsdienst gegeben. So wurde für kleines Geld geschuftet. Berichtigt hat Frau Herman an jenem Abend keiner – es fehlten die Argumente, die man zur Hand haben sollte, wenn man mit jemanden auf dieser Ebene talkt.

Im Verlaufe des Interviews wurde es einem anderen Gast der Runde ein bisschen unangenehm. Senta Berger bot ihren Abschied an. Margarethe Schreinemarkers blieb fast stumm, Mario Barth rutschten nur auf ihren Sesseln hin und her, weisste, kennste, ne. Frau Berger wollte sich jedoch den Ausführungen nicht weiter stellen. Johannes B. Kerner überlegte kurz und entschied sich für die drei anderen Gäste der Runde, Eva Herman war out. Er verabschiedete sich von ihr, die Ex-Moderatorin stand auf und ging. Dafür erntete er Lob, so gehe man mit Menschen um, die den Nationalsozialismus verharmlosen, hieß es im Nachgang. Zehn Jahre später sitzen solche Leute im Bundestag.

Eva Herman wollte eine Alternative für Deutschland

Damit an dieser Stelle keine falschen Schlüsse gezogen werden: Frau Hermans Auftritt war eine intellektuelle Lachnummer, sie war kein Opfer für etwaige Mitleidsbekundungen. Was sie hier wie schon in den Wochen zuvor vertrat, das war nicht unbedingt ein braunes, wohl aber ein erzkonservatives Weltbild. Sie pflegte Nostalgie von einer Welt von früher, in der alles noch besser schien. Da arbeiteten Frauen nicht, da gebaren sie Kinder, machten Abendbrot und warteten auf den Ernährer. Dieses Ideal von dunnemals schwebte ihr als eine Art Lösungsvorschlag für die Verwerfungen in der Gesellschaft vor Augen. Mit Rückzug in die Gemütlichkeit von Papa, Mama und Kind glaubte sie gewissermaßen eine Gegenmodell zum Chaos neoliberaler Politik in die Arena zu werfen. Dabei verhedderte sie sich in einer Neubewertung deutscher Historie, als läge in den damaligen Ereignissen sozialpolitische Wegweiser begraben, die nur ein mutiger Mensch endlich mit einer Schaufel freilegen müsste

Ob Frau Herman Mitglied dieser AfD ist, die ganz ähnlich wie sie, eine Welt von gestern als unsere Welt von morgen deklarieren möchte, weiß man nicht. Munkeln darf man. Was man jedoch feststellen kann: Schon vor zehn Jahren war da eine gestrige Denkweise in die gesellschaftliche Aufmerksamkeit gerückt, die aus der Not des Sozialabbaus und der Abstiegsangst heraus das Potenzial aufwies, Menschen anzulocken. Vielleicht nicht aus Überzeugung, vielleicht nur aus Protest – aber eben auch, weil es so schön ist, jenen Tönen zu lauschen, die uns eine Gesellschaft versprechen, die wir ja schon alle kennen, weil wir früher schon mal in ihr gelebt haben. Noch etwas wird aber augenfällig: Besonders die Politik warf den Medien zuletzt vor, sie hätten mit ihrem Skandalismus die AfD vor der Bundestagswahl erst stark gemacht. Einen falschen Umgang mit diesen erzkonservativen Kräften muss man schon Johannes B. Kerner attestieren. Er war eben nicht der standhafte Talker – seine Verabschiedung war feige.

Bleib sitzen, Senta!

Wie soll man es nun medial halten mit solchen Gesellinnen und Gesellen? Sie reden lassen oder sie zum Schweigen bringen? Zwischendrin läge wohl ein gangbarer Weg – mit ihnen reden, aber auf einer Ebene, die nicht von Überheblichkeit zeugt. Schickt man sie weg, spielen sie sich als Opfer auf. Tritt man mit Dünkel an sie heran, glauben sie sich auch als Opfer. Augenhöhe – aber bitte mit Argumenten. Man kann ja durchaus sagen, dass sie die Symptome einer fehlerhaften Weltordnung teilweise richtig erkannt haben, aber dass in ihren läppischen Lösungsvorschlägen – als Interviewer lässt man das »Läppische« besser weg – vielleicht etwas im Hinblick auf dies oder das nicht stimme. Wenn einem ein Weltbild nicht passt, hilft es nichts, wenn man es vor die Türe schickt. Es hilft aber auch nichts, wie es Kerner tat, beharrlich jemanden in die Zange zu nehmen, ihn auszuquetschen wie er wohl tickt und wenn man ihn dann in der Falle hat, auf den Ausgang zu zeigen. Das war kein journalistischer Standard, den der Mann da anwandte – er hat Herman vorgeführt. Und sie hat es ihm einfach gemacht. Am Ende war sie bei bestimmten Leuten eine Märtyrerin. Da hat es ihr Kerner wiederum leicht gemacht. Man sollte es sich im Umgang mit dieser Art von Neocons beidseits nicht zu einfach machen.

Vielleicht hätte man sich vor zehn Jahren schon mit dieser komischen neuen rechten Haltung auseinandersetzen müssen und sie nicht einfach aus Studios schicken dürfen. Aber man tat es lieber ab, fühlte sich unangenehm berührt. Dabei muss man das in einer Demokratie auch mal aushalten können, dieses unangenehme Gefühl, dass da jemand eine ganz beschissene Meinung zu einem Thema hat. Wem das nicht gefällt, der soll nicht, wie Senta Berger damals, seinen Rückzug anbieten, sondern sitzen bleiben und Gegenargumente aufbringen. Das ist sicher schwieriger als jemanden den Rücken zuzukehren. Es ist aber auch demokratischer. Die Sendung von damals war so ein kleiner Ausblick auf das, was dann noch kommen würde. Und es hat angedeutet, dass die Medien hier Schwierigkeiten bekommen könnten.

Kerner hat damals so falsch reagiert, wie es nur ging. Er hätte Senta Berger auffordern müssen zu bleiben, ihr sagen müssen, dass sie als Demokratin ertragen muss, was gerade hier passiert. Er hat aber den leichtesten Weg gewählt. Und uns schwere Brocken in den Weg gelegt.

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56 Kommentare auf "Als Johannes B. Kerner versagte"

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Satch
Gast
Hier mal drei Vorschläge, wie der Kerner sich sinnvoll hätte verhalten können: – Er hätte Frau Herrmann gar nicht erst einladen müssen. Warum muss man sich mit dem Mist befassen? Auch noch in einer dieser seichten Talkshows? – Er hätte Frau Berger die Möglichkeit geben können, ein Statement abzugeben, indem diese den Raum verlässt. Kein Mensch sollte gezwungen sein, sich diesen Unfug anzuhören. – Er hätte die Sendung anders gestalten können, mit anderen (und weniger!) Gästen. Wenn ich schon jemanden einlade, von dem ich weiß, dass er diese Neocon-Geschichten erzählt, dann wäre es doch sinnvoll, andere Gäste zu haben, die… Read more »
wschira
Mitglied

Auch noch in einer dieser seichten Talkshows?

Seichte Talkshows sind doch prädestiniert für solchen Mist.

Anarchrist
Gast
Eine Diskussion lebt von unterschiedlichen Meinungen. Eine Echokammer mag friedlicher erscheinen, ist es aber nicht. Langweiliger ist sie auf jeden Fall. Nicht vergessen: Es geht um Zuschauerquoten! Und Anstoessiges ist ein Garant fuer gute Quoten. Deine Option 2 klingt schon besser, impliziert aber, dass Senta Berger eine Erlaubnis von Kerner benoetigt haette, was aber nicht der Fall war. Sie hatte die Moeglichkeit zu gehen, tat es aber nicht. Deine Option 3 aehnelt Option 1. Deine Option 4 impliziert, dass der Rauswurf wirklich spontan war, was ich nicht wirklich glauben mag. Wie waere es mit Option 5: Der Moderator haette moderieren… Read more »
Anarchrist
Gast
Mordred
Mitglied
Guter Artikel, wichtige Punkte 🙂 Dabei muss man das in einer Demokratie auch mal aushalten können, dieses unangenehme Gefühl, dass da jemand eine ganz beschissene Meinung zu einem Thema hat. Wem das nicht gefällt, der soll nicht, wie Senta Berger damals, seinen Rückzug anbieten, sondern sitzen bleiben und Gegenargumente aufbringen. Das ist sicher schwieriger als jemanden den Rücken zuzukehren. Es ist aber auch demokratischer. Die Sendung von damals war so ein kleiner Ausblick auf das, was dann noch kommen würde. Und es hat angedeutet, dass die Medien hier Schwierigkeiten bekommen könnten. Der Ruf der ÖR-Talkshows ist immer noch ein weit… Read more »
Robbespiere
Mitglied
@Mordred Zustimmung! Aber das wäre der Anne Will-GmbH (alle Talker haben ja ihre eigenen Unternehmen) wahrscheinlich zuviel Arbeit. Da liegt m.M.n. schon mal der Hase im Pfeffer. Warum werden solche Formate nicht mit eigenem Personal der Sender besetzt, sondern an private Unternehmer outgesourced, die schon auf Grund dieses Umstandes nicht neutral sein können? Wes Brot ich ess……………… Ganz offensichtlich wird das bei der Auswahl der Diskutanten, die ziemlich gleichförmig eine politik-und wirtschaftskonforme Meinung vertreten, mit Ausnahme eines Alibi-Opositionellen, der dann regelmäßig vorgeführt wird. Im Grunde handelt es sich um eine Lobbyisten-Veranstaltung mit dem Ziel, Partikularinteressen als Gemeinwohl zu verkaufen und… Read more »
Linker Blasentee
Gast

Warum werden solche Formate nicht mit
eigenem Personal der Sender besetzt, sondern an
private Unternehmer outgesourced,

Damit sich für das Talkerpersonal ( inkl. Redaktion,Kamera, Kosmetik etc. )
keine Sozialversicherungspflicht und Rentenansprüche ergeben.
Die ÖRe zahlen schon jetzt von ihrem Jahresetat von knapp 8 Mrd.,
ca. 3,5 Mrd. für „Renten“ und Rücklagen dafür.
Billiger wird es dadurch aber nicht für die Gebührenzahler. Es wird
um ein Vielfaches teurer.
Das wird alles von der Politik gedeckt. Deshalb ist das Programm
auch so scheiße.

Robbespiere
Mitglied

@Linker Blasentee

Billiger wird es dadurch aber nicht für die Gebührenzahler. Es wird
um ein Vielfaches teurer.

Wenn man den volkswirtschaftlichen Schaden, der durch den Faktor „scheiße“ entsteht, mit in die Rechnung aufnimmt, werden die ÖR zu einem regelrechten Luxusgut, fast wie Kaviar.:-)

Anarchrist
Gast
Augenhöhe – aber bitte mit Argumenten. […] Kerner hat damals so falsch reagiert, wie es nur ging. Er hätte Senta Berger auffordern müssen zu bleiben, ihr sagen müssen, dass sie als Demokratin ertragen muss, was gerade hier passiert. Er hat aber den leichtesten Weg gewählt. Und uns schwere Brocken in den Weg gelegt. Bravo. Gut erkannt und schoen geschrieben, auch wenn ich statt des haeufigen ‚muss‘ ein ’sollte‘ schoener faende. Ausgrenzung ist immer eine Katastrophe. Auf Demonstrationen z.B. sollte man die Polizei nicht bekaempfen – in 1. Instanz verbal, im Folgenden dann physikalisch – sondern versuchen sie mit ins Boot… Read more »
Anarchrist
Gast

Hier ist die Sendung zum ansehen:
https://www.youtube.com/watch?v=UCClO5-zvYQ

Habe bisher nur kurz durchgezappt und es sieht so aus, als habe von Anfang an der Fokus der Sendung auf Eva Herman gelegen. Hatte ‚man‘ eventuell schon von vornherein eine Eskalation gegen Eva Herman im Sinn mit dem Ziel, sie aus der Sendung zu schmeissen?

Sehr merkwuerdig auch, dass nach dem Rausschmiss vornehmlich Mario Barths ‚Comedy‘-Routine ‚Meine ulkige Freundin und ich‘ dargestellt wird, die meines Erachtens weder lustig ist, noch Relevanz fuer Diskussionen besitzt.

Obadiah Hakeswil
Gast

Über Barth muss man – glaube ich – kein Wort verlieren. Mit dem, was er von sich gibt, hat sich dieses Individuum schon vor Jahren von allem Ernsthaften disqualifiziert.
Auch mir scheint es evident, dass die Art und Weise des Verhörs von Herman den Sinn hatte, sie vorzuführen und abzuurteilen. Man kann von dem Seich, den Herman dort oder vorher schon abgesondert hat, halten, was man will.
In Berger und Schreinemakers fand „man“ jedoch zwei sehr willige Erfüllungsgehilfen für die Exekution.
Nolens, volens !

Ronny Mälzer
Gast

Was ist denn so schlimm an einer demokratischen Partei wie der AfD? Das konnte man mir bislang nicht schlüssig nachweisen. Ich habe auf diese Nachfrage bisher v.a. lautes Geschrei und Fäkalsprache als Antwort gehört, vielleicht kann hier jemand schlüssig darstellen wieso die AfD keine demokratische Partei ist? Sonst bleibt leider der Eindruck bestehen, Kritiker der AfD sind den Kinderschuhen noch nicht entwachsen.

Obadiah Hakeswil
Gast

H I N W E I S:
du bist hier versehentlich falsch abgebogen.
Sowohl thematisch, als auch in der grundsätzlichen Richtung.
„Wenn möglich, wenden Sie!“

Mordred
Mitglied

Was hat das mit dem Artikel zu tun?

Tom Wellbrock
Webmaster

Fehlt nur noch ein Talkhow-Kommentar unter dem AfD-Artikel, dann ist es rund. 😉

GrooveX
Mitglied
Anarchrist
Gast

Was hat das mit dem Artikel zu tun?

‚Artikel‘ und ‚AfD‘ beginnen mit ‚A‘.
Ich mag das A. Daher moege die AfD sich bitte in BfD umbennenen. Danke. 😀

Ronny Mälzer
Gast

Danke für die diversen Antworten. Aber könnt ihr das nicht besser? 😉

Robbespiere
Mitglied
@Ronny Mälzer Danke für die diversen Antworten. Aber könnt ihr das nicht besser? Aber klar doch! Richtig ist, dass die AFD als Partei nicht verboten ist und demokratisch in den Bundestag und einige Landtage gewählt wurde. Richtig ist aber auch, dass einzelne Mitglieder sich nationalistisch und rassistisch öffentlich geäußert haben und die Partei dies konsequent nicht ahndet. Schweigen bedeutet eben Zustimmung. Dass die AFD mit Flüchtlingen und Migranten Negativpropaganda betreibt, ohne Ursachen und Mitverantwortung durch Beteiligung Deutschlands an Kriegen und wirtschaftlicher, neokolonialer Ausbeutung ärmerer Staaten auch nur zu erwähnen, ist undemokratisch, weil die Absicht dahinter die Aufhetzung der deutschen Bevölkerung… Read more »
Lutz Lippke
Gast
Hallo Ronny, das Problem ist wohl, dass „demokratische Partei“ kein definierter Begriff ist, sondern beliebiger Deutung unterliegt. So kann damit gemeint sein: a) steht nach außen für demokratische Prinzipien ein b) ist innerparteilich demokratisch organisiert c) verfolgt Ziele, die dem sich demokratisch behauptenden Betrachter genehm sind. Jede dieser Deutungen lässt sich im Detail dann beliebig in jede Richtung weiterentwickeln. Die AfD ist also zuallererst deshalb keine demokratische Partei, weil es demokratische Parteien gar nicht gibt. Es gibt sogenannte Volksparteien mit einer maximalen Wählerquote von unter 25% und regierungfreudige Klientelparteien mit Quoten um 5% (bei Berücksichtigung der Nichtwähler). Laut GG ist… Read more »
GrooveX
Mitglied
…bis zur Höhe eines Viertels der Endsumme des abgelaufenen Haushaltsplanes… wo steht das? im grundgesetz kann man nachschauen!* das da jedoch, „Laut GG ist die Übereinkunft von weniger als 1/4 der Volksvertreter denokratisch nicht dazu legitimiert, aktiv zu handeln.“ habe ich dort jedenfalls nicht auf die schnelle gefunden. nennst du einfach den artikel, in dem das steht? butter –> fische & so * vielleicht empfiehlt es sich für alle grundgesetzfetischisten und -skeptiker, (wobei man skeptizismus hier niedrig ansetzen muss) sich obigen link in die lesezeichenliste aufzunehmen. oder ich kopier es hier mal rein – abschnitt für abschnitt – schaumermal. man… Read more »
Lutz Lippke
Gast
„…bis zur Höhe eines Viertels der Endsumme des abgelaufenen Haushaltsplanes…“ – Art.111 GG, betrifft die Bundesregierung, also die Exekutive, nicht die Legislative. Das trifft es wohl nicht. Also zurück zum Thema „demokratische Partei“ und Legitimation, auf den sich mein zugegebenermaßen grob und hastig geschnitzter Kommentar bezog. Art. 21 GG fordert von Parteien eine innere Ordnung die demokratischen Grundsätzen entspricht. Hm? Das wäre zur Variante b) meines Kommentars und vermutlich eher nicht die Intention der gängigen Rhetorik zu demokratische Parteien vs. AfD. Bleiben also nur die Varianten a und c, die sich auf die allgemeine Legitimation durch alle Wahlberechtigten oder die… Read more »
GrooveX
Mitglied

mit anderen worten: fakenews!
wir nennen das
FUD

Imago
Gast
Sicher sollte man mit den Leuten vom rechten Lager immer wieder auch reden (doch besser wohl nur dann, wenn sich Situationen ergeben, in denen sie sich auch – zumindest ein wenig offen zeigen für andere Argumente). Die Hauptsache aber ist nach wie vor – vor allem selbst – immer wieder – mit gutem Beispiel voranzugehen und die Brüderlichkeit unter uns Menschen VOR ALLEM DURCH UNSER TUN – in möglichst allen unseren Alltagshandlungen voranzutreiben und (gerade auch damit) bei so vielen Menschen wie möglich den Glauben an die Richtigkeit unserer Überzeugungen zu stärken, denn – die Leute wollen schließlich – durchaus… Read more »
Imago
Gast

Ich verbessere mich hiermit und sage: Daß insbesondere die Mainstream-Medien uns zumeist nur – leere Showunterhaltung bieten und uns damit nur allzu oft vom Wesentlichen ablenken, müßte doch eigentlich längst bekannt UND DAHER EIGENTLICH KEIN THEMA MEHR SEIN!!! – (Ihr redet hier in diesen Kommentaren zumeist nur – vom „Schnee von gestern“ – und der ist längst – Vergangenheit. – Ich bin gespannt, wann Ihr in Gegenwart ankommen werdet, um Euch von diesem Punkt aus unseren zukünftigen Fragen – wirklich auch – ganz bewußt zu stellen!)

Lutz Lippke
Gast
Ich habe mich nicht mit Eva Herrmann beschäftigt. Ich habe das gerade das erste Mal angesehen. Die ersten 5 Minuten der Kerner-Sendung aus 2007 zeigen aber deutlich auf, dass nicht Herrmann das Problem der Sendung war, sondern eine verfälschende Auslegung der Tatsachen durch die Anderen. Der als Wissenschaftler zugezogene Prof. wirft Hermann „Verwischen“ vor und verwischt und manipuliert stramm Eva Herrmann’s Original und Erklärung dazu. Egal ob Herrmann rechts, rechtskonservativ oder sonstwas ist: wer nicht in der Lage ist, diese offensichtliche Art der manipulierenden Mediensauerei zu erkennen und als solche klar zu benennen, kann auch kein Linker sein. Es ist… Read more »
Pjotr56
Gast

Lutz, ich stimme dir zu. Leider ist mein Kommentar von heute Nachmittag mit ähnlichem Tenor Opfer der hiesigen „Steuerungsinstrumente“ geworden.

Lutz Lippke
Gast
Um es konkret zu machen. Die Behauptung: „Es ging um die familiären Werte im Nationalsozialismus, die Herman festgestellt und an die große Glocke gehängt hatte.“ ist nachweislich falsch und allenfalls eine sehr entfernt denkbare Auslegung. Eine solche Auslegung unterstellt zwingend, dass Herrmann verklausulierte Botschaften zur Verherrlichung der nationalsozialistischen Familie senden wollte. Die tatsächliche Aussage besagt vielmehr nur, dass die klassischen – konservativen Werte der Familie durch Nationalsozialismus und 68’er abgeschafft wurden. Man könnte also durch Verfälschen der Aussage auch den Vorwurf der Gleichsetzung von Nationalsozialismus und 68’er konstruieren. Auf diese ebenso blöde Idee ist aber niemand gekommen. Warum nicht? Wohl… Read more »
Gaby
Gast
Nach wie vor, damals wie heute..bin ich der Meinung, dass der „Streitgrund“ nur ein vorgeschobener ist und eine ganz andere Sache zu diskutieren ist. Stichwort: Deutungshoheit Warum darf jemand unvernommen etwas sagen, was dem anderen dann (mit ähnlichem Wortlaut) vorgeworfen wird? Ich befürchte schon etwas länger, dass Medien in dem Punkt damit eine Macht inne haben die ihnen eben nicht zusteht und das ist jene, von mir angesprochene, Deutungshoheit. Solange diese von den Medien kolportiert wird, solange werden wir auch diese unsäglichen Auseinandersetzungen haben und Sachthemen werden damit zunehmender irrelevant. Anders ist nämlich auch nicht erklärbar warum es zur Wahl… Read more »
Jermain Foutre le Camp
Gast
An Lutz Lippke Wie durch meinen vorhin um 5:52 abgeschickten Kommentar bezeugt, stimme ich Ihnen (sowie auch Gaby) sehr zu, lediglich eine Sache sehe ich mittlerweile anders. So schrieben Sie: „…wer nicht in der Lage ist, diese offensichtliche Art der manipulierenden Mediensauerei zu erkennen und als solche klar zu benennen, kann auch kein Linker sein.“ Ich weiß wohl wie das gemeint ist, jedoch muß ich hier trotzdem einwenden, und die Erfahrung im Diskurs lehrte es mich: Es SIND aber Linke, je gebildeter desto extremer gar. Und das sage ich als einer, der nichtmal Rechts ist. Doch leider gilt man heutzutage… Read more »
Anarchrist
Gast
JFlC um 6:42 Wie durch meinen vorhin um 5:52 abgeschickten Kommentar bezeugt, stimme ich Ihnen (sowie auch Gaby) sehr zu, lediglich eine Sache sehe ich mittlerweile anders die Erfahrung im Diskurs lehrte es mich Na das muessen ja segensreiche 50 Minuten gewesen sein aka DISKURS. Unterhaeltst Du dich mit Gott? Legen Kommentare neuerdings „Zeugnis ab“? Deine 50 Minuten-Erkenntnis erinnert mich an Kerners 5 sek. ‚Ich habe es mir jetzt ueberlegt‘, bevor er Eva Herman rausschmiss. Es SIND aber Linke, je gebildeter desto extremer gar. Und das sage ich als einer, der nichtmal Rechts ist. So, sind „die Linken“ das? Sicher,… Read more »
GrooveX
Mitglied

wozu? reichen seine bisherigen einlassungen nicht?

Anarchrist
Gast

Ich muss gleich zum Zahnarzt. Und ich hatte die Hoffnung mich im Vorfeld schon ein wenig betaeuben zu koennen 😀

Anarchrist
Gast

Ach nochwas: Schonmal auf seinen Namen geklickt. Da ist eine Website, ich vermute mal seine, mit der URL ‚UltimativeFreiheit….“ Da bekommt man den Inhalt aber nur zu sehen, wenn man auf eine White-List kommt.
Hahahaha. 😀 Ultimative Freiheit mit ner dicken fetten Mauer drum 😀

Jermain Foutre le Camp
Gast
Klar, eine Mauer, seit einiger Zeit. Denn das Ultimatum (das heißt ultimativ) ist abgelaufen. Die Freiheit des Wortes existiert nicht mehr. 🙂 (Der Grund der vorübergehenden Schließung ist in Wahrheit aber eher ein anderer) Achso, und deine Behauptung stimmt nicht: „Da bekommt man den Inhalt aber nur zu sehen, wenn man auf eine White-List kommt.“ Das ist es falscher Schluß deinerseits. Tatsächlich kann sie NIEMAND sehen, ausgenommen wordpress selbst oder Hacker u.ä., was sie dann fänden, wäre allerdings alles ganz harmlos. Also keine Angst! So jetzt muß aber auch ich wirklich los. Alles Gute beim Zahnarzt. 🙂 (Ehrlich gemeint, ich… Read more »
Anarchrist
Gast
deine Behauptung stimmt nicht: „Da bekommt man den Inhalt aber nur zu sehen, wenn man auf eine White-List kommt.“ Diese Website wurde vom Eigentümer als privat markiert. Wenn du sie anzeigen willst, brauchst du zwei Dinge: [….] Erlaubnis vom Website-Eigentümer. Katsching 😀 Danke fuer die Anteilnahme. Zahnarzt war schrecklich, obwohl ich schon schlimmerers erleben durfte, als der Dok grob eine Stunde brauchte, um mir einen Zahn zu ziehen. ich bin nämlich ein mitfühlend Wesen Das freut mich, denn es ist die emotionale Basis fuer wirklichen Sozialismus 🙂 das Ultimatum (das heißt ultimativ) Ultimativ hat mit Ultimatum nur entfernt etwas zu… Read more »
Jermain Foutre le Camp
Gast
Wie kommst du denn auf 50 Minuten? Davon habe ich kein Wort gesagt. Achso, du meinst wohl die 50 Minuten, die zwischen meinen beiden Kommentaren vergangen sind? Na gut, daraus die Dauer meiner Auseinandersetzung mit dem Thema herzuleiten, ist gewagt, dieser Prozess dauerte weitaus länger an. Allein das gesamte Video dauerte schon länger, hinzu zähle man noch einige Jahre persönlicher Auseinandersetzung mit dem ganzen politischen Grundthema, wie natürlich auch die Beschäftigung mit Flüchtlingen. Der Diskurs mit Leuten hingegen, die nach eigener Aussage eher dem linken Spektrum zugehörige Parteien wählen, war bereits nach weitaus weniger als 50 Minuten von denselben für… Read more »
Anarchrist
Gast
Na gut, daraus die Dauer meiner Auseinandersetzung mit dem Thema herzuleiten, ist gewagt, Das „Thema“ waren die Worte von Lutz und Gaby. Du hast ihren Kommentar kommentiert. Du hattest dargestellt, dass du erst volle Zustimmung, 50 min. spaeter aber einem Punkt doch nicht zustimmen konntest, eine Sache sehe ich mittlerweile anders was du an einem ‚Diskurs‘ festgemacht hast. Ich weiß wohl wie das gemeint ist, jedoch muß ich hier trotzdem einwenden, und die Erfahrung im Diskurs lehrte es mich Waere der Diskurs irgenwann in der ‚fernen‘ Vergangenheit gewesen, also vor deinen Kommentaren hier, haettest Du nicht geschrieben „mittlerweile {zwischen Kommentar… Read more »
Jermain Foutre le Camp
Gast
Tja, also (auch) diesen Kommentar habe ich dann irgendwie erst viel später gesehen. Und natürlich, nein selbstverständlich, fühle ich mich mit diesem Flickwerk reichlich fehlbehandelt, habe darauf auch schon eine Antwort aus dem linken Handgelenk geschüttelt; jedoch würde sie formell über den Rahmen hinausschiessen, denn wo falsche Vermutungen zurechtgerückt und falsch konstruierte Zusammenhänge aufgelöst werden müssen, wird das Ausmaß der Antwort zweimal so lang wie das Vorgesetzte ausfallen, ohne dabei aber selbst ausfallend zu werden. Denn zugleich erfährt doch so manches durchaus auch meine Zustimmung, was ich aber ohne besagte Widerworte gegen das andere abzusenden mir auch zu schade bin.… Read more »
Anarchrist
Gast
Ist schon gut. Du hast immer alles 100%ig richtig gemacht, bist jeder Kritik gegenueber absolut erhaben, hast immer alle Fragen beantwortet, bist niemals ausgewichen und bist natuerlich kein Rechter, weil du wurdest ja schonmal als Linksfaschist bezeichnet und ansonsten bist Du der tollste Verfasser politischen Gedankenguts, der jemals gelebt hat und leben wird und du bist soooo bescheiden wie sonst niemand. Jeder sollte genau so sein wie Du. Dann waere endlich Schluss mit der ewigen Fragerei. Lass bloss die Idee dein Portal wieder zu oeffnen in der Schublade. Noch mehr Bandwurmsatzkottergruetze sollte dem gemeinen Internetuser wirklich erspart bleiben. Ich empfinde… Read more »
Jermain Foutre le Camp
Gast
Keine Ahnung mit wem Du da im 1. Absatz mal wieder redest. Darauf konkret zu antworten war mir eigentlich zu blöd, sind schließlich alles Deine Einbildungen gewesen. Aber Du führst es fort. Soll ich darauf wirklich antworten? Mit Deinen Mutmaßungen, die Du geliefert hast, (was Du „auf die Probe stellen“ nennst*) bist Du insgesamt gescheitert. Aber Du kommst auch auf die Nächstenliebe zu sprechen. Da bin ich gerne dabei. “ Wie waere es zur Abwechslung mal mit dem Ende der Naechstenliebe?“ Ach so, mit dem Ende? Daß ich es ins Auge fasse? In angleichender Folge der vorübergehenden Schließung meiner Internetseite.… Read more »
Jermain Foutre le Camp
Gast
Antwort auf Deinen Kommentar vom 12. Oktober 2017 13:08 „Waere der Diskurs irgenwann in der ‚fernen‘ Vergangenheit gewesen, also vor deinen Kommentaren hier, haettest Du nicht geschrieben „mittlerweile…“ … Ergo hattest Du deine „Erfahrung im Diskurs“ in den 50 min“ Den Kommentar, dem ich in Bezug auf einen Satz etwas entgegensetzte, hatte ich erst beim nochmaligen Blättern gelesen, und das war als mein erster Kommentar bereits abgeschickt war. Für diesen Nachtrag brauchte ich 50 Min. Zwar kann man es so verstehen, daß ich mit „sehe ich MITTLERWEILE anders“ die Zwischenzeit meiner posts meinte, doch so war es eben nicht. Daher… Read more »
Lutz Lippke
Gast
Entschuldigt, dass ich den Meinungsaustausch nicht bis in jede Verästelung nachvollzogen habe und hierzu trotzdem etwas zu Meinen habe. Immerhin war mein ursprünglicher Kommentar Ausgangspunkt des Disputs. Jermain hatte meinem Kommentar voll zugestimmt und dies 50 min. später in einem Punkt eingeschränkt. Ich habe das so wahrgenommen: Ich behauptete sinngemäß, dass ein politisch Linker ein möglichst klares Verhältnis zur Wahrhaftigkeit haben sollte, sonst kann er nicht links sein. Jermain stimmte also zunächst zu und schränkte nach Überlegung ein. Die Einschränkung betraf aber nicht die Richtigkeit der Forderung, sondern die wahrgenommene Realität aus Sicht von Jermain. Ich bin darauf nicht direkt… Read more »
Lutz Lippke
Gast

Zufällig fällt mir 50 min. später die Verfilmung des Phänomens ein: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Der_Vorname_(Film)
Wirklich eine Empfehlung! Der Film geht länger als 50 min. und ich sah ihn vor längerer Zeit. Das Gleichnis wurde mir aber erst jetzt bewusst.

Schweigsam
Gast

Ja, das Schlimme ist doch nicht das Kerner vor 10 Jahren so reagiert hat. Das war einfach noch neu und überraschend. Das Schlimme ist doch das heute immer noch keine angemessenen bzw. geeigneten Reaktionen und Argumentationen solch einer Partei wie der AFD in den deutschen Medien entgegnet wird.

Gaby
Gast
Das war einfach noch neu und überraschend. Weder das Eine, noch das Andere. Es gibt (zumindest soweit wie ich selbst zurückdenken kann) immer wieder Aussagen die – je nach dem wer sie tätigt, oder was gerade „Linie“ ist – geduldet oder wahlweise angegangen werden; was halt gerade nutzbringend ist. Im speziellen auf Kerner bezogen: Auch die beschriebene Situation mit E. Hermann war ihm – zum Zeitpunkt der Sendung – nicht neu. Die Buchvorstellung seitens Hermann war bereits einige Zeit verstrichen. Medien hatten genügend Zeit sich dran „aufzureiben“ und zu vertiefen; der NDR konnte/hat Hermann gekündigt;.. – also jede Menge Zeit… Read more »
victa
Gast
Aber man tat es lieber ab, fühlte sich unangenehm berührt. Dieser Eine Satz bringt die anfängliche Problematik vom Umgang der selbsternannten bürgerlichen, politischen Mitte mit den sich neu formierenden rechten Kräften auf den Punkt. Und nach dieser Ignoranz gegenüber dieser „neu“-rechten Kräfte folgte dann das zweite Problem: Man akzeptierte die eigene falsche Darstellung der Rechten als „Gegenentwurf“, „Gegenpol“ oder „Alternative“ zum „Etablierten“. Dabei lässt sich bequem der Bezug zur eigenen Weltanschauung und dem eigenen politischen Wirken ausblenden. Nein, es ist ja sogar so, dass die einzige „echte“ Alternative im Parlament diskreditiert wird indem auf völlige unsachliche Weise ein fragwürdiger historischer… Read more »
Jermain Foutre le Camp
Gast
Ich halte die Kommentare von @Lutz Lippke und @Gaby für weitaus intelligenter als den gesamten Artikel. Dieser ist mediengetreu ausgerichtet und durchblickt gar nichts, der Autor hat auch vermutlich die ganze Sendung nicht gesehen und einige Leser ebenfalls nicht. Oder sie haben sie gesehen, lenken in der Hauptsache jedoch vom Thema ab und beurteilen den Rest mit der üblichen Schere im Kopf, so wie man es aktuell immer drastischer bei vielen sog. Intellektuellen beobachten kann, die in dem Einen ausweichen und über das Andere unvermittelt die rechte Keule schwingen, gerade dann, wenn in der Sache eine Kritik mit einhergeht, die… Read more »
Anarchrist
Gast

Kerner hat meiner Einschätzung nach auch nicht „falsch reagiert“, sondern agiert, und zwar so, wie es die Vorgaben verlangten

Soso, wenn man macht, was die Vorgaben verlangen, dann kann es wohl nicht falsch sein. Soso.
Kerner hat augenscheinlich reagiert, und zwar auf Senta Bergers Erpressung „Ich gehe gerne, OK?“ aka „Entweder geht Sie, oder ich gehe“.

P.S. Wenn Du dir Muehe gibst, bekommst Du es bestimmt noch hin die Bibel in einem einzigen langen Bandwurmsatz unterzubringen. Voll Intellent. Koennte es sein, dass Du Dich fuer die Krone der Schoepfung haelst?

Lutz Lippke
Gast
Man kann ja zu meinem Kommentar stehen wie man will. Mir ging es zunächst um die einfache Tatsachenfrage „Was hat Eva H. gesagt und wie musste oder konnte man das verstehen?“ Der Kerner-Talk von 2007 (Link in einem der Kommentare) gibt die Fakten dafür an die Hand. Nun kann man munkeln, dass Zustimmung und Reaktion nur von der „falschen“ Seite kam. Ich weiß das nicht, sehe aber keine unmittelbaren Anhaltpunkte dafür. Das wesentlichere Problem ist doch, dass von der sogenannten „richtigen“ Seite gar keine Reaktion oder nur Blockwart-Geseiere kommt. B.Kerner-Coverboys in 2017? Da ist selbst Mario Barth intelligenter und auch… Read more »
Anarchrist
Gast

Auch mag ich Gysi irgendwie, aber sein „Wir (?) müssen uns zusammensetzen und auch für die Schwachen etwas tun“ halte ich für ein sehr schwachen Plan, um die Leute vom Olympiastadion und der AfD-Wahlurne wegzuholen.

Es ist ja nur die Ueberschrift eines Planes:
1. „Zusammensetzen“ = Kommunikation auf Augenhoehe und
2. „auch fuer die Schwachen“ = Auch die Benachteiligten mit ins Boot holen

Ehrlichkeit […] gegenüber der Wahrheit

***Facepalm

Lutz Lippke
Gast
Ein linker Überschriftenplan macht es nicht besser. Parlamentarisch gibt es nicht einmal Debatten auf Augenhöhe (Redezeiten), wie soll es da ein Wir bei Entscheidungen geben, wenn man mit dem Vorherrschenden gerade nicht einverstanden ist. Die „Schwachen“ in Benachteiligte umzutaufen ändert nichts daran, dass es offensichtlich nicht mehr um Gleichberechtigung im Boot geht, sondern um die Höhe einer angeblich menschenwürdigen Alimentierung der Nicht -Privilegierten innerhalb des neoliberalen Systems. Vielleicht sollten auf Meinungen, Diskussionen, Dünkel und Abstimmungen fixierte „Weltveränderer“ mal realisieren, dass nebenher die steigenden Ansprüche von Wenigen auf das Habe und die Leistungen Vieler sukzessive weiter verrechtlicht werden. Dass es dabei… Read more »
Sukram71
Mitglied
Eva Herman hatte ursprünglich einen extrem missverständlichen, durcheinander gehenden, verquirlten Satz in dem Familie, Werte und Hitler vorkamen gesagt. Siehe hier: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Eva_Herman Kerner hatte sie eingeladen, damit sie das klar- bzw richtig stellen kann und sich für das Missverständnis entschuldigen. So läuft das im Showbiz: Jeder sagt oder macht mal was blödes, die Empörung ist groß, dann entschuldigt man sich und man darf wieder mitspielen. So war das gedacht. Siehe Christoph Daum, siehe Uli Hoeneß Stattdessen verteidigte Eva Herman aber Ihren Satz und stellte sich als Opfer hin. Und kam ausgerechnet dann noch mit der alten Nazi-Propaganda „aber Hitler hat… Read more »
Lutz Lippke
Gast
Der Satz ist und war nur für Diejenigen missverständlich, die ihn missverstehen wollen. Übrigens eine intrigante Mode und Methode nicht nur in Politik und Medien, sondern auch in der Justiz. Selbst schriftliche Äußerungen Verfahrensbeteiligter werden von Juristen freihändig umgedeutet, so dass beliebige Rechtsfolgen bestimmt werden können. Es ist eine Unart der Zerstörung sinnvoller Kommunikation, die weit schwerwiegendere Folgen für die Gesellschaft hat, als eine „falsche“ Überzeugung. Man fragt sich, ob dieses Vorgehen schon so sehr verinnerlicht ist, dass eine Erkenntnis wirklich ausgeschlossen ist oder ob das scheinheiliges Getue im vollem Wissen ist. Vielleicht gibt es dafür keine einheitliche Antwort. Von… Read more »
Sukram71
Mitglied

Und die Frau hatte ja auch gut reden:
Selber im Fernsehen ne riesen Karriere gemacht, mit eigener Talkshow, fettem Verdienst, Prominenten-Status und allem drum und dran sich selbst verwirklicht.

Und anschließend die Familie entdecken und die Prominenz dazu nutzen anderen Frauen zu raten keine berufliche Karriere anzustreben, sondern Zuhause lieber „Apfelkuchen zu backen“. tzzt 🙂 OMFG!

Anarchrist
Gast

Karrierefrauen sind nicht selben sehr einsam. Sie spricht also aus Erfahrung.
Oder ist es irgendwie glaubhafter, wenn eine Frau, die nie ‚Karriere‘ gemacht hat ‚verteufelt‘, was sie gar nicht wirklich kennt?

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