Von der Unfähigkeit des Systems, die Unfähigkeit des Systems (an)zuerkennen

Das perfekte System gibt es nicht. Wir erleben allerdings das Gegenteil dessen, was nötig wäre, wenn man dieser Aussage zustimmt. Nämlich sich der eigenen Unzulänglichkeit anzunehmen, sich mit Fehlern und Mängeln zu befassen und nach Verbesserungsmöglichkeiten zu suchen. Denn das System, in dem wir uns augenblicklich befinden, nimmt für sich Perfektion in Anspruch. Damit ist die Fähigkeit zur Reflexion faktisch ausgeschlossen. Und das System mittel- bis langfristig zum Scheitern verurteilt.

Die Aussage, dass es uns gut gehe, ist längst zum Dauerbrenner und ewigem Streitpunkt geworden. Die Tatsache, dass sich bei diesen unterschiedlichen Ansichten zwei völlig verschiedene Wahrnehmungen gegenüberstehen, ist klar. Ebenso klar ist allerdings, dass es auf Sicht kein Vertrauen in eine Regierung geben kann, die nicht bereit und in der Lage ist, ihre eigene Sicht der Dinge zu hinterfragen und zu korrigieren. Denn genau das grenzt an einen Akt der Unmöglichkeit, wenn man sich selbst als makellos sieht. Jüngstes Beispiel sind die herausgestrichenen Passagen des aktuellen Armuts- und Reichtumsberichtes, für die die Bundesregierung jede Menge Kritik geerntet hat (nicht nur, aber auch, weil derlei „Aufhübschungen“ nicht das erste Mal vorkommen). Erster Beleg dafür, dass sich die Bundesregierung offenbar keiner Schuld bewusst ist, sind die Abwiegelungen, dass jeder Bericht überprüft werde, bis die endgültige Fassung fertiggestellt werde. Denn selbst, wenn das stimmt (was ja der Fall ist), wird dabei über die Tatsache hinweggegangen, was inhaltlich so problematisch an der entfernten Passage ist. Was als zweiter Beleg für die Uneinsichtigkeit der Bundesregierung betrachtet werden kann, die eigenen Handlungen als grundsätzlich richtig darzustellen, selbst, wenn das offenkundig nicht der Fall ist.

Armut als Hilfsmittel für das bestehende System

Stein des Anstoßes am aktuellen Bericht ist ein bemerkenswertes Detail. Bei „Spiegel-Online“ ist nachzulesen: „Die Wahrscheinlichkeit, dass das Parlament etwas beschließt, was die Besserverdienenden wollen, ist hoch – während der in Umfragen geäußerte Willen der Geringverdiener eine besonders niedrige Wahrscheinlichkeit hat, vom Bundestag umgesetzt zu werden.

Wie im „Spiegel“ nachzulesen ist, sind es drei Aussagen, die aus dem Armuts- und Reichtumsbericht herausgestrichen wurden: Erstens die Passage darüber, wo die Gründe für die Ungleichheit liegen könnten. Zweitens der Teil, in dem es um Möglichkeiten für die Beseitigung dieser ungerechten Bedingungen geht. Und drittens die Stelle, die die Legitimation des politischen Systems insgesamt in Frage stellt.

Was wie eine eher billige Verschleierung der Bundesregierung wirkt, hat tatsächlich System, denn wir sprechen über weit mehr als das „Wegradieren“ einer störenden Passage. Es geht vielmehr darum, auf die grundlegenden Fragestellungen bewusst zu verzichten. Die würden mit einer Analyse beginnen und der Feststellung, dass Armut und Reichtum in Deutschland grundsätzlich ungleich verteilt sind, was für die Betroffenen und für die Gesellschaft insgesamt Auswirkungen hat, die zu untersuchen wären. Daraus folgen müsste in der Tat die Frage nach den Gründen dafür und nach den präzisen Konsequenzen. Was danach käme, ist allerdings schon irrelevant, nämlich die Suche nach Auswegen aus diesem Dilemma. Irrelevant, weil die Problematik von der Bundesregierung ausgeblendet wird. Das ist insofern bedeutsam, als die Streichung der brisanten Passagen nicht ein formaler Vorgang ist, der nicht weiter beachtet werden muss. Sondern ein „Aus-den-Augen-aus-dem-Sinn“. Streicht die Bundesregierung also diese Passagen heraus, lässt sie – fast wie ein Kind, das sich die Augen zuhält und der Meinung ist, man sehe es nicht mehr – den Eindruck entstehen, es gebe das Problem nicht. Was sie ausdrücklich nicht sagt, ist die ihr willkommene Tatsache, dass Armut Widerstand verhindert, zumindest aber stark unterdrückt. Es ist wie mit dem hungrigen Menschen, der sich keine Gedanken über den Himmel, die Zeit und die Unendlichkeit macht, weil er Hunger hat. Erst wenn das Grundbedürfnis befriedigt ist, wird der Mann in der Lage sein, sich Gedanken zu machen, die darüber hinaus gehen. Das wusste übrigens schon Lenin, der sagte:

Die Lehre des Sozialismus ist (hingegen) aus philosophischen, historischen und ökonomischen Theorien hervorgewachsen, die von den gebildeten Vertretern der besitzenden Klasse, der Intelligenz ausgearbeitet wurden. Auch die Begründer des modernen wissenschaftlichen Sozialismus, Marx und Engels, gehörten ihrer sozialen Stellung nach der bürgerlichen Intelligenz an.

Bezeichnenderweise sind es genau diese beiden Bereiche – also Bildung und das wirtschaftliche Auskommen (sprich: Wissen und Besitz) -, die im System unserer Zeit konsequent vernachlässigt werden. Es ist daher nicht überraschend, dass im Armuts- und Reichtumsbericht exakt die Passagen gestrichen wurden, die dieses Prinzip ans Tageslicht bringen.

Der Umstand übrigens, dass Andrea Nahles sich publikumswirksam hinter die ursprüngliche Fassung gestellt hat, kann vernachlässigt werden. Denn erstens befinden wir uns im Wahlkampf, in dem naturgemäß jede Möglichkeit ergriffen wird, um sich ins richtige Licht zu rücken. Und zweitens ist davon auszugehen – man mag mich teeren und federn, wenn ich falsch liege -, dass die gestrichenen Passagen im endgültigen Bericht im Frühjahr 2017 nicht zu finden sein werden.

Kritik und deren Leugnung als Hürde für Veränderungen

Unser politischer Alltag ist geprägt durch zwei Welten, die aufeinanderprallen. Da ist zum einen die politische Elite, die darauf besteht, dass „ihr“ System perfekt funktioniert. Wenn beispielsweise ein Politiker wie Jens Spahn (CDU) sich für längere Lebensarbeitszeiten ausspricht oder die Riester-Rente lobt, dann spricht er von Dingen, die sich außerhalb seiner eigenen Erlebniswelt befinden. Spahn war von 2001 bis 2003 als Bankkaufmann tätig, schon 2003 war er Mitglied des Bundestages und somit selbst abgesichert. Die Rente ist ein Thema, das er tatsächlich nur theoretisch beurteilen kann. Ein Ausweg wäre das Gespräch mit wirklich Betroffenen, also der Versuch, die Perspektive derer zu verstehen, die von ihrer Rente nicht oder nur schlecht leben können. Doch Spahn sucht sich seine Gesprächspartner lieber woanders. Wohl auch deshalb ist es kaum verwunderlich, wenn er sagt: „16 Millionen Menschen haben einen Riester-Vertrag abgeschlossen. Die haben etwas richtig gemacht: Sie verzichten heute und sparen für später. Wir können die Riester-Rente sicher noch verbessern. Aber in einigen Jahren werden in Deutschland Jahr für Jahr doppelt so viel Menschen in Rente gehen, wie junge aus den zehnten Klassen nachkommen. Wir brauchen deutlich mehr private Vorsorge, nicht weniger.

Diese Argumentation zeigt, dass der Politiker sich der Lage der Menschen – ob heutige oder künftige Rentner – nicht bewusst ist bzw. nicht bewusst sein will. Denn erstens ist die Riester-Rente aus verschiedenen Gründen zu Recht in die Kritik geraten. Sie ist teuer, wenig rentabel und entzieht der gesetzlichen Rentenversicherung wichtige Ressourcen. Und zweitens setzt private Altersvorsorge voraus, dass dafür die finanziellen Mittel zur Verfügung stehen. Das trifft jedoch für immer mehr Menschen nicht zu. Verbesserungsbedarf sieht Spahn aber nicht in der Grundannahme, dass die Rentenpolitik auf den Prüfstand müsste, dass über längere Zeiträume unterschiedliche Systeme auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft werden müssten, um nachvollziehbare Erkenntnisse zu bekommen. Er bezeichnet das System, in dem wir uns heute bewegen, als (nahezu) perfekt und unterstellt auch der Riester-Rente eine gewisse Perfektion, die lediglich durch ein paar Stellschrauben in letzten Details optimiert werden müsse. Die Vermutung, dass Jens Spahn direkt oder indirekt von Produkten der privaten Altersvorsorge profitieren dürfte, verschärft nur die Tatsache, dass er von der Erlebniswelt derer, über die er spricht, weit entfernt ist.

Zum anderen gibt es aber die Menschen, die die Regierung und das System, in dem wir leben, kritisieren. Sie erleben ja, sie spüren und fühlen den Mangel, der ihnen das Leben schwermacht. Ein objektiv nicht zu unterschätzender Teil der Menschen in Deutschland leidet unter wirtschaftlicher Not. Es ist eine logische Folge, wenn diese Menschen wütend werden, wird ihnen gesagt, dass es „uns“ doch gut ginge. Sie fühlen sich nicht als Teil dieses „Uns“, weil sie sich nicht gut fühlen. Sie erwarten Lösungen, Verbesserungen, sie wollen ernst genommen werden und verlangen – mit Recht -, dass die Politik sich ihrer Probleme annimmt. Auch sie erwarten gewissermaßen Perfektion, also eine Politik, die in der Lage ist, ihre eigene Situation so zu verbessern, dass es ihnen wirklich gut geht. Da die Politik aber aufgrund der eigenen Überzeugung ihres Systems dazu nicht willens und in der Lage ist, bleibt ein unlösbarer Konflikt zurück. Doch die Politik bietet einen anderen Ansatz von vermeintlichen Lösungen, einen Ansatz, der die eigene Unfähigkeit nicht hinterfragen muss, sondern die Schuld auf ein anderes „Spielfeld“ verlegt.

Der Feind in meinem Kopf

Statt eigener Reflexion und statt des Hinterfragens des eigenen kränkelnden Systems werden Verantwortliche gefunden, die als Sündenböcke fungieren. Im Falle der Rente ist es der abstrakte demografische Wandel, der zu Einschneidungen führen müsse. Da dieses Argument vielfach entkräftet wurde, kommen weitere „Schuldige“ hinzu, zum Beispiel Menschen auf der Flucht. Ihrer Versorgung und Integration koste – so das Argument – so viel Geld, dass die Renten in Zukunft neu gestaltet werden müssten. Gleichzeitig bleibt unerwähnt, dass es „uns“ unter anderem deshalb so „gut“ geht, weil durch unsere Wirtschaftspolitik andere Länder an ihre Grenzen des Möglichen gebracht werden. Davon merkt der arme Rentner oder der Angestellte mit zu niedrigem Lohn hierzulande aber nichts, er spürt lediglich, dass Menschen auf der Flucht vor unserer Wirtschaftspolitik in sein Leben drängen und ihm – so nimmt er es wahr – von dem wenigen, das ihm verbleibt, eine weiteren Teil „wegnehmen“ wollen.

Damit liegt der Fehler nicht im System, das nicht infrage gestellt werden „darf“. Verantwortlich gemacht werden stattdessen Geburtenraten und Geflüchtete. Der Grund für das Nichtfunktionieren wird also auf die Teilnehmer des Systems abgewälzt, die ihrerseits selbst Opfer der bewusst oder unbewusst herbeiführten Unzulänglichkeiten sind. Der oben erwähnte Jens Spahn ist dafür ein eindrucksvoller Beleg, denn er kann das nicht, was nötig wäre, um die Systemschwächen zu erkennen: Er – wie auch jeder andere in vergleichbaren Positionen – müsste sich aus dem System herauslösen und einen Blick von außen darauf werfen. Ganz sicher würde das zu einer vollkommen neuen Perspektive und somit zu ganz neuen Lösungsansätzen führen. Doch Spahn kann nicht nur nicht aus dem System heraustreten. Er will es auch gar nicht, hat er es sich dort doch so „gemütlich“ gemacht.

Veränderungen unerwünscht

Theoretisch könnte man nun sagen, dass ein System wie das, das uns umgibt, heute, morgen oder übermorgen als gescheitert erklärt werden könnte, vielleicht sogar müsste. Die Konsequenz wäre die Ablösung durch ein anderes, besser funktionierendes System. Aber das ist nicht gewollt, und zwar nicht nur von den politischen und wirtschaftlichen Eliten, sondern auch nicht von den Menschen, die Opfer dieser Mangelerscheinungen sind. Längst sind die Zeiten vorbei, als es noch die Wahl zu geben schien zwischen dem kapitalistischen und dem sozialistischen System. Der Kommunismus bzw. Sozialismus gilt inzwischen allgemein als gescheitert, die Offenheit der Menschen, die früher einmal gegenüber eines Systemwechsels vorhanden war, ist kaum noch vorhanden, was auch daran liegt, dass der Sozialismus zur Blütezeit seiner Existenz ebenfalls viele Mängel gezeigt hat.

Aber das bedeutet nicht, dass man nicht das bestehende System hinterfragen könnte, dass man seine Unzulänglichkeiten nicht aufdecken und an ihnen arbeiten könnte. Ob dabei ein gänzlich neues System entsteht oder Theorien der Geschichte neu zusammengesetzt werden, sei dahingestellt. Der Blick „von außen“ auf das, was unser tägliches Leben bestimmt, wäre aber ganz sicher etwas, das dringend realisiert werden müsste.

Was wir stattdessen erleben, ist das, was Fidel Castro einst gegenüber der Fernsehreporterin Barbara Walters äußerte: „Wir erfüllen unsere Normen, unsere Prinzipien, was wir sagen, ist immer die Wahrheit. Wenn jemand diese Wahrheit in Zweifel ziehen möchte, soll er das tun, aber wir werden nie zulassen, dass jemand den Versuch unternimmt, unsere Realitäten zu überprüfen, dass jemand versucht, unsere Wahrheiten zu widerlegen.

Besser wäre es vielleicht, wie der Kybernetiker Warren McCulloch an die Sache heranzugehen, der erkannte: „Eine Hypothese als falsch erwiesen zu haben, ist der Höhepunkt des Wissens.

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27 Kommentare auf "Von der Unfähigkeit des Systems, die Unfähigkeit des Systems (an)zuerkennen"

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R_Winter
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Dieser Artikel ist gut.

Jens Spahn ist ein seit über 10 Jahren aufgebauter Lobbyist der Gesundheitsindustrie und der Versicherungswirtschaft. Er soll der zukünftige Fahnenträger der CDU sein – armes Deutschland. Wer glaubt, es geht nicht tiefer, hat sich getäuscht.
Spahn ist die „Versicherung“ der Neoliberalen, dass alles noch ungleicher wird und wenn es trotz einschränken demokratischer Rechte in Deutschland zum wirtschaftlichen Kollaps kommen sollte, sind die wesentlichen Vermögenswerte der wirklichen Reichen längs ins Ausland verlagert. Dieses sind die „christlichen Werte“ der CDU.

Heldentasse
Mitglied

Ich glaube man sollte es nicht ganz so an Personen festmachen, denn wenn z.B. Herr Spahn plötzlich sein soziales Gewissen entdeckte und eine andere Politik machen wolllte, würde er mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgetauscht, dafür würden m.E. die Strippenzieher aus der Lobby schon sorgen.

Beste Grüße

Heldentasse
Mitglied
Ja! Wie der Kollege R_Winter schon schreib, der Artikel ist gut, legt aber implizit den Sinn von Gesellschaft so fest, dass das System so „geeicht“ ist, dass es stetige soziale Verbesserungen mindestens für die Mehrheiten generieren soll, es aber nicht schafft weil u.a. die Probleme geleugnet werden. Und hier muss die Frage mal erlaubt sein, ist die „Eichung“ wirklich so, oder sollen wir nur glauben das sie so ist, ist es gar de facto ein demokratisches Mäntelchen um etwas was wir nicht erkennen sollen, damit wir weiter mitspielen? Folgt man Herrn Mausfeld ist das was wir sehen leider nur eine… Read more »
Robbespiere
Mitglied
Ich halte schon die Überschrift des Artikels für falsch, da die „Heizer“ des Systems sich sehr wohl bewußt sind, was sie da tun. Ihr Agieren läßt gar keinen anderen Schluß zu als Vorsatz. Wer versucht, die Überwachung der Bürger zu perfektionieren, eine Heimwehr ( RSuKr ) oder Eurogendfors aufzubauen, die BW im Inneren einsetzen will oder einseitige Propaganda über die Medien streut usw. weiß ganz genau, was er tut.Jedwede Unschuldsvermutung ist nur Selbstbetrug. Ebenso sind die Globalisierung, also unbegrenzter Kapitalfreiverkehr oder Freihandelsabkommen wie CETA oder TTIP sowie die Rettung von Banken zu Gunsten der Gläubiger ein sichtbares Zeichen, wohin die… Read more »
Heldentasse
Mitglied

@Robbespiere

Statt „Heizer des Systems“ sollte es besser „Vollstrecker des Systems“ heißen.

Beste Grüße

Robbespiere
Mitglied

@Heldentasse

Statt „Heizer des Systems“ sollte es besser „Vollstrecker des Systems“ heißen.

Rein auf die Politiker bezogen hast natürlich recht, aber ich habe auch die ungewählte Figuren im Blick, die mit Hilfe von Lobbyisten und Think-Tanks fleißig Kohlen ins Feuer schaufeln, um den Zug immer schneller in Richtung des von ihnen gsteckten Ziels zu bringen.
Die Vollstrecker, vielleicht besser als Lokführer bezeichnet, sind ja austauschbar, während die Dynastie der reinen Heizer über die Zeit relativ gleich bleibt.

Wolf
Gast
Die Zukunft bedarf komplett neuer Lösungsansätze und eben ein neues System. ALLE Parteien denken aber nur in Lösungen der Vergangenheit. Was keine Überraschung ist. Wer würde ernsthaft von den Dinosauriern erwarten das sie eine Welt erdenken in der es keine Dinos mehr gibt? Lösungen hierzu habe ich keine und soweit ich sehe gibt es noch nicht einmal tiefer gehende Vorschläge wie ein zukünftiges System aussehen könnte. Also Chips raus, Rotwein auf und warten wie das System crashed. Dann werden sich hoffentlich neue Möglichkeiten auf tun. Wenn nicht. Der Natur ist es wurst ob der Mensch erfolgreich ist oder untergeht. Mit… Read more »
Robbespiere
Mitglied

@Wolf

Der Natur ist es wurst ob der Mensch erfolgreich ist oder untergeht. Mit ihr kann man nicht dealen

Eine wahrhaft weise Erkenntnis, auch wenn ich diesen Lesch nicht kenne.

Herrmann
Gast
Lesch muss man auch nicht kennen. Jeder der meint Lesch sei ein Wissenschaftler ist warscheinlich vor der 5. Klasse aus der Schule ausgeschieden. Lesch ist dieser Fernseh-„Atrophysiker“ und pseudo-Philosoph der spätnachts seit Jahren kommt – Alpha Centauri oder wie der Mist heisst. Er labert 5 Minuten um ein Thema herum, nur um dann NICHTS auszusagen, oder vielmehr irgendetwas auszusagen ohne irgend eine Art der Beweisführung. Jeder Philosophie-Student lernt im 1. Semester Logik und sollte Lesch durchschauen, da der nicht ein logisches Argument auf die Reihe kriegt. Lesch ist ein Systemling und erzählt den Dummen was sie glauben sollen. Und die… Read more »
Fred Feuerstein
Gast

Das „System“ drischt auf die Schwächsten dieser Gesellschaft ein,
weil die Schwächsten dieser Gesellschaft überwiegend zu den Nichtwählern zählen.
Merkel, Gabriel und Co. wissen das und sehen keinen Anlass sich um Leute zu bemühen,
von denen sie ohnehin keine Stimme zu erwarten haben.

Forsa weist die Nichtwähler und Unentschlossenen mit rund 30% aus.
http://www.wahlrecht.de/umfragen/forsa.htm

„Das System“ wird sich noch lange, dank Desinteresse, in
dieser Form halten.

Im Übrigen bietet auch die Linke nicht Mitreißendes um die Nichtwähler
mitzunehmen. Wenns frisch un frech wird, kriechen die Nichtwähler aus
ihren Löchern. Wenn die Piraten sonst nicht bewiesen haben, das schon.

seyinphyin
Gast

Aus der Sicht des Falschen ist das Richtige eben falsch und umgekehrt.

aquadraht
Mitglied
Ein nicht-OT: Ich war heute bei der linken Demonstration anlässlich des Gedenkens an die Ermordung Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts durch die SPD-Führung und ihre faschistischen Freikorps-Handlanger, die selbe SPD, die pünktlich zum Jahrestag die mccarthyistische Entlassung des linken Baustaatssekretärs Andrej Holm verfügt hat: Sozialfaschisten bleiben sich gleich. Kurz zur Demonstration: Nach meinem Gefühl waren es etwas weniger Teilnehmer als im Vorjahr (das waren ca. 12.000), die Polizeiangaben von 3.500 sind aber absurd (ich schätze 7-10.000 Teilnehmer). Gegen 10.45 erreichte die Spitze des Demonstrationszuges den U-Bahnhof Samariterstrasse, ohne dass schon alle den Versammlungsplatz am Frankfurter Tor verlassen hatten. Das ist… Read more »
schwitzig
Gast
@Jörg Tom W. Wolf Wellbrock Theoretisch könnte man nun sagen, dass ein System wie das, das uns umgibt, heute, morgen oder übermorgen als gescheitert erklärt werden könnte, vielleicht sogar müsste. Das sehe ich strenger: In der Natur gelten Systeme (Arten) als „gescheitert“, wenn sie sich nicht mehr verbessern und anpassen können. Wenn man diesen Ansatz auf den heutigen Wertewesten überträgt, ist das System längst gescheitert, denn seit Jahrzehnten gibt es keine Verbesserungen, statt dessen ausschließlich Verschlechterungen und es kann und will sich nicht mehr anpassen. Wir leben in einem System, das seine eigene Agonie nicht nur nicht erkannt hat, sondern… Read more »
Mordred
Mitglied
Theoretisch könnte man nun sagen, dass ein System wie das, das uns umgibt, heute, morgen oder übermorgen als gescheitert erklärt werden könnte, vielleicht sogar müsste. Die Konsequenz wäre die Ablösung durch ein anderes, besser funktionierendes System. Aber das ist nicht gewollt, und zwar nicht nur von den politischen und wirtschaftlichen Eliten, sondern auch nicht von den Menschen, die Opfer dieser Mangelerscheinungen sind. Längst sind die Zeiten vorbei, als es noch die Wahl zu geben schien zwischen dem kapitalistischen und dem sozialistischen System. Der Kommunismus bzw. Sozialismus gilt inzwischen allgemein als gescheitert, die Offenheit der Menschen, die früher einmal gegenüber eines… Read more »
Carlo
Gast

Jedes System, in welchem man zuerst an und in Kosten denkt, wird letztlich so aussehen wie das gegenwärtige. Beginnt man menschlich zu denken, legt man den Grundstein für eine andere Gesellschaft.

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